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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der steinige Weg von Robert Bruce auf den schottischen Thron, 24. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Krieger des Friedens: Historischer Roman - [Robert the Bruce 2] (Insurrection, Band 2) (Broschiert)
Robyn Young legt mit dem zweiten Teil ihrer Robert Bruce Trilogie einen überaus spannenden und wirklich gut recherchierten Roman vor, welcher auch im Deutschen einen ordentlichen Titel verdient hätte. Warum der Verlag aus „Renegade“ den völlig sinnfreien Titel „Krieger des Friedens“ gemacht hat, wird sein Geheimnis bleiben.

Das Buch schließt nahtlos an den ersten Teil Rebell der Krone: Roman - [Robert the Bruce 1] an und es ist empfehlenswert, diesen ersten Teil gelesen zu haben. Selbst wenn man diesen gelesen hat und dies schon etwas her ist, ist es auf den ersten Seiten etwas schwierig, wieder das komplexe Geflecht zwischen den schottischen Clans einerseits und den globaleren Beziehungen andererseits zu überblicken. Die Autorin kommt jedoch immer wieder wohldosiert auf das Geschehen in Teil eins zurück, ohne dass man das Gefühl hat, dass der erste Teil nochmals erzählt werden soll.

Es ist der Anspruch der Autorin – und das macht das Buch für Geschichtsinteressierte gerade so interessant -, möglichst nah an der Historie zu bleiben. Da jedoch die Quellen zu Robert Bruce insbesondere für seine jüngeren Jahre einige Lücken aufweisen, beginnt das Buch zunächst fiktiv mit den Geschehnissen in Irland, wohin sich Bruce am Ende des ersten Teils zurückgezogen hat. Auch wenn Robyn Young nicht auf Quellen zurückgreifen kann, hat man immer das Gefühl, dass die Geschichte so gewesen sein könnte, und insofern ist das Buch von Anfang an spannend. Hochinteressant ist es auch deshalb, weil die Autorin von Anfang an ständig die Schauplätze wechselt und man somit nicht in Irland „festhängt“, sondern gleichzeitig erfährt, was in Schottland und England passiert, aber auch welches Spiel Phillip in Frankreich und der Papst in Rom gerade spielen. Damit entsteht auf zwei Ebenen Spannung: unmittelbar bei Robert Bruce und auf politischer Ebene.

Die Autorin erzählt die Ereignisse unheimlich detailliert und das Buch deckt in seinen über 600 Seiten gerade einmal die Jahre 1299/1300 – 1306 ab. Eine Rezension soll den Inhalt des Buches nicht vorwegnehmen und deshalb sei nur darauf verwiesen, dass alle Stationen zum schottischen Thron sehr genau beschrieben werden, und auch mit den Schicksalen der wesentlichen Protagonisten wie William Wallace oder John Comyn beschäftigt sich das Buch.

Mir hat darüber hinaus gut gefallen, dass Robert Bruce nicht eindimensional als schottischer Held, vielmehr sehr differenziert dargestellt wird. Verrat, Eidbruch und Flucht einerseits sowie das Kämpferherz und der Blick für das große Ziel andererseits sorgen für ständig wechselnde Sichtweisen auf Bruce und regen den Leser zum Nachdenken an.

Das Buch ist in einem durchaus anspruchsvollen, gut lesbaren und sofort Bilder entstehen lassenden Stil geschrieben. Dieser, der hohe Detaillierungsgrad und die ständig wechselnden Perspektiven lassen eine sehr dichte Atmosphäre entstehen. Im Vergleich zum ersten Teil erscheint mir dieser Teil strukturierter. Das Buch enthält zwei – nicht sonderlich gute – Karten, welche die örtliche Orientierung erleichtern. Darüber hinaus hat die Autorin den Roman mit einer neunseitigen Anmerkung versehen, welche erfreulicherweise themenbezogen nicht nur darlegt, was belegt und was fiktiv ist, sondern auch warum dies so ist und wie sich die Quellenlage diesbezüglich darstellt. Ein umfassendes Namensverzeichnis und Glossar runden das Buch ab.

Für Leser, welche gut recherchierte und historisch tiefgehende Romane mögen, ist das Buch eine klare Empfehlung. Hilfreich ist es jedoch, sich zunächst mit dem ersten Teil zu beschäftigen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der zweite Band um den Kampf Roberts I. um die schottische Krone, 6. Oktober 2013
Von 
Shiloh (irgendwo am Meer) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist eine historisch sehr fundierte Beschreibung der kriegerischen und diplomatischen Auseinandersetzungen der Reiche England und Schottland in der zweiten Hälfte des 13. Jh. Die Autorin hält sich eng an die historischen Quellen, Abweichungen im Rahmen der "dichterischen Freiheit" und persönliche Interpretationen der Autorin werden detailliert dargestellt. Dazu gibt es eine ausführliche Übersicht über die historischen und fiktivencharaktere.

Nach "Rebell der Krone: Roman - [Robert the Bruce 1]" ist "Krieger des Friedens" der 2. Band der Autorin über den König Robert Bruce (I.) von Schottland. Hauptprotagonist des Buches ist Robert Bruce VII. (nicht William Wallace). Die "Braveheart"- Romantik des gleichnamigen Films mit Mel Gibson oder eine mitreissende Liebesgeschichte darf hier nicht erwartet werden. Die Serie ist als Trilogie angelegt. In Band 1 sind die wichtigen Lebensstationen von Robert the Bruce von 1286 - da ist er 11 Jahre alt - bis 1299, das ist der Zeitraum vom Tode Alexanders III. von Schottland bis zum Rücktritt von Robert the Bruce als Hüter Schottlands an der Seite von John Comyn. beschrieben.

Der 2. Band schließt sich nicht nahtlos an Band 1 an (Roberts Zeit in Schottland wird nur gestreift). Im zweiten Band beschreibt die Autorin die englischen schottischen Kriege in den Jahren 1301 bis 1306 zur Krönung Roberts. Der englischen König Edward I. kann Schottland nicht entscheidend unterwerfen. Etwa um 1301 unterwarfen sich Bruce und andere Adlige dem englischen König, obwohl sie bis vor kurzem auf der Seite der Rebellen gekämpft hatten. Es gab verschiedene rationale Gründe für diesen Schritt. Bruce wollte seine Anhänger nicht länger für eine aussichtslose Sache opfern. Es gab Gerüchte, dass John Balliol mit einer französischen Armee wieder nach Schottland zurückkehren würde. Dies hätte jedoch bedeutet, dass Bruce jegliche Chance verlieren würde, jemals selbst den schottischen Thron zu besteigen. Eduard wiederum sah ein, dass es zu diesem Zeitpunkt besser war, einen schottischen Adligen als Verbündeten denn als Feind zu haben; er selbst sah sich mit einer Exkommunikation durch den Papst und einer möglichen französischen Invasion konfrontiert.

1304 hatte Edward I. praktisch ganz Schottland unter seine Kontrolle gebracht. Daher unterwarfen sich ihm alle führenden schottischen Adligen, mit Ausnahme von William Wallace. John Comyn führte die Verhandlungen. Die Gesetze und Freiheiten Schottlands, wie sie unter der Herrschaft von Alexander III. bestanden hatten, sollten weiterhin gültig sein.

Nachdem der König John Baliol aus dem Spiel war, verschaffte sich der schwarze Comyn eine große Anhängerschaft, während Robert Bruce auf Seiten Englands zu kämpfen schien. Robert the Bruce und John Comyn machten insgeheime jedoch weiterhin Ansprüche auf die schottische Krone geltend und bekämpften und intrigierten um die beste Ausgangsposition. Wie im Vorband werden Eide geschworen und gebrochen, was die Unterscheidung zwischen Helden und Schurken nicht einfach macht. Robert besitzt die Anwartschaft auf die schottische Krone, während John Comyn ursprünglich nicht dem normannischen Adel sondern dem schottischen Amtsadel entstammt und diesen Makel durch Kompetenz, aber auch List und Tücke wettzumachen versucht.

In diesem Roman gönnt sich die Autorin, die sich im Übrigen eng an die historischen Begebenheiten hält, dichterischen Freiheiten um historisch nicht belegte Lücken zu füllen. Allerdings erläutert sie diese im Anhang.

Die Vielzahl der historischen Persönlichkeiten, Freundschaften, Bündnisse machen auch den Reiz dieses Buches aus, fordern aber auch den Leser/ in. Dieses Buch kann man nicht schnell oder Häppchenweise verschlingen. Es will mit Geduld und Muße gelesen werden. Die blutigen Schlacht - und Folterszenen machen einen großen Teil dieses Romans aus, gehören aber in die Zeit und in die Geschichte.

Die Charaktere sind als Menschen ihrer Zeit dargestellt. Robert Bruce ist durchaus ambivalent gezeichnet. Die Autorin sieht ihn als rationalen Mann, der seinem Ehrgeiz alles unterordnet. Auch Edward I. ist nicht nur der Bösewicht der Wallace hinschlachtet, sondern zeigt auch sympathische Züge.

Für historisch gerade auch in den Details interessierte Leserinnen und Leser ein sehr empfehlenswertes Buch.
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5.0 von 5 Sternen Eintauchen in die Geschichte, 17. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
wie auch schon in der blutschrift- trilogie, schafft es robyn young mit Krieger des Friedens eine wahre geschichte so aufzupeppen-freilich mit erfundenen nebenhandlungen-dass sie spannend und autentisch herüberkommt. und sie schafft es eine mit personen vollgepackte handlung so zu schreiben, dass es nicht unübersichtlich wird. Ihre sichtweise des Robert Bruce schafft es auch seinen eher unbeliebten charakter aus dem kinofilm Braveheart neu zu gestalten.
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5.0 von 5 Sternen Verschlungen, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch verschlungen und hoffe darauf, dass es einen dritten Teil geben wird.
Für alle, welche den ersten Teil mochten, eine Pflichtlektüre.
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Krieger des Friedens: Historischer Roman - [Robert the Bruce 2] (Insurrection, Band 2)
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