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5.0 von 5 Sternen Die Geschichte eines Burgfräuleins
Elisabeth hatte ihr Gedächtnis verloren und ein nicht standesgemäßes Leben führen müssen. Doch das wirft nicht nur einen Schatten auf ihr Leben sondern auch auf ihre Seele. Für sie ist es nicht vorstellbar, dass Frauen gefallen an diesr Sache mit den Männern finden können und glaubt, der ideale Ehemann sei ihr Beschützer...
Vor 8 Monaten von Lumen veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Starke Frau im Mittelalter
In Ihrem Roman "Die Dirne und der Bischof" hat Ulrike Schweikert die meisten der Protagonisten ihres neuen Buches bereits vorgestellt und damit die Vorgeschichte zu "Das Antlitz der Ehre" geliefert.
Wirkte es zum Ende von "Die Dirne und der Bischof" noch, als wäre das Happy Ende nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen und Elisabeth könnte als angetraute...
Veröffentlicht am 30. September 2010 von M. Lehmann-Pape


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Starke Frau im Mittelalter, 30. September 2010
In Ihrem Roman "Die Dirne und der Bischof" hat Ulrike Schweikert die meisten der Protagonisten ihres neuen Buches bereits vorgestellt und damit die Vorgeschichte zu "Das Antlitz der Ehre" geliefert.
Wirkte es zum Ende von "Die Dirne und der Bischof" noch, als wäre das Happy Ende nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen und Elisabeth könnte als angetraute Ehefrau im Würzburg des 15. Jh. in die Arme ihres geliebten Albert sinken, macht nun bereits der Beginn der Fortsetzung deutlich, dass noch ein langer Weg vor beiden liegt.
Ein Weg, der durch die neue Konstellation der Macht in Würzburg fast unmöglich erscheint.

Elisabeths Vater Johann von Brunn hat unter dem Druck der Mächtigen seine Abdankung als Bischof unterschrieben und gesiegelt, Alberts Bruder Johann übernimmt kommissarisch die Amtsgeschäfte, nachdem Albert wegen seiner Liebe zu Elisabeth auf seine kirchliche Laufbahn verzichtet hat. Doch noch lange nicht ist das letzte Wort im Machtkampf gesprochen.

Johann von Brunn setzt alle Hebel in Bewegung, um seinen Rücktritt ungeschehen zu machen. Hebel, die auch vor dem Wohl seiner Tochter nicht Halt machen. Der Vater Alberts sieht keinen Vorteil mehr in einer Ehe seines Sohnes mit Elisabeth, nachdem deren Vater nun seiner offenkundigen Macht beraubt ist. Alberts Bruder Johann stirbt unter auffälligen Umständen. Doch rechtfertigt das alles den Bruch des Eheversprechens durch Albert? Wie kann es sein, fragt sich die verzweifelte Elisabeth, dass er sich von Elisabeth zurückzieht, den kirchlichen Dienst wieder aufnimmt und damit seinem getöteten Bruder in die Verwaltung des Bischofssitzes folgt mit der Aussicht, selber Bischof zu werden?

Fragen über Fragen. Erst langsam begreift Elisabeth, dass ihr Vater rücksichtslos ein doppeltes Spiel spielt. Und sie nichts anderes ist als eine Figur im Ränkespiel um die Macht in Würzburg. Ebenfalls erst gegen Ende des Buches nach vielen Verwirrungen, Gefangenschaft und Klarheit über die wahren Hintergründe findet Elisabeth zu ihrem klaren Weg.

Ulrike Schweikert hat einen weiteren historischen Roman abgeliefert, der ein buntes Bild des Hochmittelalters vermittelt, sich dabei aber vor allem auf die Macht und den Kampf um die Macht hinter den Kulissen konzentriert. Der mittelalterliche Alltag, Details des Lebens in Würzburg im 15. Jh. kommt hier leider etwas zu kurz. Zudem ist die Geschichte um Verwirrung, Umwege der Liebe, Missverständnisse und vermeintliche Enttäuschungen nicht sonderlich neu. Seine Stärken hat das Buch durchaus in der lebensnahen Schilderung der Personen bis hin zum undurchschaubaren Hofnarren, der durchaus im Hintergrund eine gewichtige Rolle spielt.

Sprachlich wie gewohnt bei Ulrike Schweikert angenehm und flüssig zu lesen, Hochliteratur ist allerdings beim Aufschlagen des Buches nicht zu erwarten. Zusammen mit der überschaubaren Handlung ergibt sich ein leichtes Lesevergnügen, das nicht unbedingt nachhaltige Spuren hinterlässt, durchaus aber den ein- oder anderen Hintergrund mittelalterlichen Lebens und menschlicher Charakterlosigkeit enthüllt. Freunden von Liebesreigen und Ränkeschmieden werden sicherlich auf Ihre Kosten kommen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Politik im mittelalterlichen Würzburg, 20. August 2012
Nach die „Dirne und der Bischof“ folgt nun der zweite Teil um die Geschichte der Elisabeth, die Tochter, dem Bankert des Fürstbischofs Johnann II von Brunn zu Würzburg.

Inhalt
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Würzburg 1430: Nach dem Mordanschlag auf Elisabeth, ihrer Amnesie und der Zeit die sie als Dirne in einem „Frauenhaus“ ihren Körper verkaufte, ist die junge Frau eine förmlich andere geworden. Ihr gesamtes Weltbild, gerade die der sozialen Stellung einer Frau ist deutlich ins Wanken gekommen. Elisabeth die nun Entbehrungen, Hunger und das Gefühl des Ausgeliefert sein kennt, zeigt nun viel mehr Verständnis für die Frauen, die sie bisher keines Blickes gewürdigt hat.

Jeglichen Hang zu Luxusgütern, schönen Kleidern und ein sorgenfreies Leben das sie als des Bischofs Tochter kennen- und auch liebengelernt hat, sieht sie nun aus einer ganz anderen Perspektive. Doch die Zeit als „Dirne“ hat auch noch andere Spuren hinterlassen, Spuren die ihr innerstes selbst berühren und sie nicht zur Ruhe kommen lassen.
Ihren Verlobten Albrecht von Wertheim hat sich Elisabeth noch nicht anvertraut. Er würde dies nicht nachvollziehen können und würde sich wahrscheinlich voller Ekel von ihr distanzieren. Es scheint als hätte sich die ganze Welt gegen sie verschworen, denn auch ihr Vater verliert an Macht und Einfluss.
.
Fürstbischoff Johnann II von Brunn wird abgesetzt und muß seinen Sitz die Marienburg und sein Amt aufgeben. Die Stadt Würzburg hatte genug von dem verschwenderischen Lebensstils seines Kirchenfürsten und handelte dementsprechend konsequent. Zu hoch war die Schuldenlast und die Anzahl der Verpfändungen, so das auch das Bistum in der Kritik stand.

Doch der Schein trügt, denn nun entbrennt ein gnadenloser Kampf um die Macht in der Region und Elisabeth wird ein wichtiger Spielball zwischen den Kontrahenten. Neben den Kirchen- den Landes- und noch viel wichtiger den persönlichen Interessen steht sie zwischen ihren Verlobten Albrecht und etwaigen Nachfolger, und ihrem eigenen Vater. Von seinem Exil auf Burg Zabelstein plant der ehemals mächtige und noch immer sehr einflussreiche Bischof seine nächsten Schritte und das Schicksal seiner eigenen Tochter in seiner Hand, kann für seine politischen Ränkeschmiede vom hohem Wert sein...
Kritik

„Das Antlitz der Ehre“ von Ulrike Schweikert ist ebenfalls im Verlag Blanvalet erschienen.
Die Autorin die enorm viel auf gute Recherchearbeit wert legt, gerade in einem historischen Roman, ist hier wieder einmal betont zu loben. Fakten und Fiktion um den lebens- und wahrscheinlich sehr weltlichen und liebenshungrigen Bischoff Johann II von Brunn, erzählt sie hier geschickt und mit viel Präzision was die Politischen Konflikte angeht. Und genau diese Politischen Intrigen sind der größte Schwachpunkt in diesem Roman.
„Das Antlitz der Ehre“ ist bei weitem leider nicht so spannend wie bei „Die Dirne und der Bischof“, in der Elisabeth die Hauptrolle spielte und in der die Autorin, einen facettenreichen und vielseitige Welt beschrieb. Allein die Konzeption der Charaktere wird hier nur eindimensional und farblos geschildert. Johann II von Brunn hebt sich aber hier deutlich von den anderen ab. Eigentlich geht es hier nur um Politik, um Einfluss und Macht, so das Elisabeth und selbst ihr Verlobter nichts anderes sind, als wichtige, aber durchaus austauschbare Figuren auf einem Schachbrett.

„Im Krieg und in der Liebe“ ist alles erlaubt, ein Credo das für Johann II von Brunn längst schon zum Lebensmotto und Inhalt geworden ist. Elisabeth transformiert sich allerdings zu einer Randfigur in diesem Politikum, sicherlich ist sie sich im Grunde selbst treu geblieben, aber gegen die Macht der einflussreichen Fürsten kann sie nichts entgegensetzen und von Durchsetzen reden wir an dieser Stelle erst gar nicht.

Der Leser wird schon nach wenigen Seiten feststellen, dass der Band viel schwächer ist, als der erste. Die Richtung dieser Geschichte ist schnell erkannt und in den vielen Dialogen geht es immer nur um die Macht in der Stadt Würzburg. Vom gesellschaftlichen und sozialen Leben einer Frau im Mittelalter bekommt man geradezu nichts mit. Konflikte hin oder her – Spannung sieht anders aus, die sucht man hier leider vergebens.
Auch sollte man nicht zu „Das Antlitz der Ehre“ greifen, ohne den ersten Band „Die Dirne und der Bischof“ gelesen zu haben. Die Charaktere sind komplex, zu dem natürlich noch die gewissen Abhängigkeiten hier ein große Rolle spielen, und ohne eine gewisse Vorkenntnis bleibt sonst vieles unbeantwortet auf der Strecke.
Zu loben allerdings ist die bildliche und gute Sprache der Autorin, die es einfach und plastisch erzählt, auch wenn sie sich hier manchmal richtiggehend verrennt. Im Epilog und im Kapitel: Dichtung und Wahrheit - erklärt die Autorin die historischen Hintergründe, so das diese mit der Kombination des Glossars und einer abschließenden Danksagung ein professionelles Ende findet.

Fazit

Historische Romane sollen unterhalten, sicherlich kann auch Politik unterhaltsam erzählt werden, doch leider verliert Frau Ulrike Schweikert mit der Figur ihrer Elisabeth ihre spannende Präsenz in dem Titel.

Die junge Frau wirkt hilflos, deplaziert und ist einfach eine Statistin, in einem perfidem Spiel, um die politische Macht in Würzburg.
„Das Antlitz der Ehre“ hätte ein eigenständiger Roman werden sollen, ohne eine Protagonistin die hier überflüssig ist, denn die Persönlichkeit des Bischofs, glaubt man der Autorin und den historischen Fakten, gibt genug Potential für eine spannendes Politisches Drama.

Das Ulrike Schweikert eine sehr gute Autorin ist, die zweifelsfrei ihre Heldinnen spannende Abenteuer und Dramen bestehen lässt, steht außer Frage. Auch wenn dieser Roman der schwächste war, den ich bis dato gelesen habe, freue ich mich auf einen weiteren historischen Roman von ihr, den ich dann bestimmt gerne wieder lesen werde.

Michael Sterzik
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht so gut wie erwartet, 19. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Relativ langatmig, stellenweise langweilig, was man von der Autorin bisher nicht kannte. Da andere Rezensenten schon genug geschrieben haben, möchte ich mich zurückhalten.
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5.0 von 5 Sternen Die Geschichte eines Burgfräuleins, 29. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Antlitz der Ehre: Roman (Taschenbuch)
Elisabeth hatte ihr Gedächtnis verloren und ein nicht standesgemäßes Leben führen müssen. Doch das wirft nicht nur einen Schatten auf ihr Leben sondern auch auf ihre Seele. Für sie ist es nicht vorstellbar, dass Frauen gefallen an diesr Sache mit den Männern finden können und glaubt, der ideale Ehemann sei ihr Beschützer Albrecht, dem sie in Freundschaft zugetan ist. Als Tochter des Fürstbischofs Johann II. von Brunn ist sie allerdings ins Machtspiel viel zu sehr eingebunden, als dass sie sich viel Freiheit erlauben dürfte. Aber der ehrenhafte Apotheker und Freund ihres Bruders eröffnet ihr eine neue Möglichkeit. Eine hübsch typische Mittelaltergeschichte rund um Würzburg.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut recherchiert, schön zu lesen, aber..., 15. September 2010
... diese Fortsetzung von "Die Dirne und der Bischof" hat einige Längen, bringt nicht so viel Spannung.
Hauptperson ist wieder Elisabeth, die Tochter des Bischofs von Würzburg. Nachdem Elisabeth bei einem Mordanschlag durch Gegner ihres Vaters ihr Gedächtnis verloren hatte und in einem Frauenhaus gestrandet war (erstes Buch), lebt sie nun wieder auf der Burg Marienberg. Doch ihr Vater, der verschwenderische Bischof, wurde inzwischen entmachtet.
Elisabeth gerät in die Intrigen zwischen ihrem Vater und seinen Widersachern, darunter ihr Verlobter Albrecht von Wertheim. Eine Hochzeit zwischen Elisabeth und Albrecht scheint damit unmöglich. Dann lernt Elisabeth den Apotheker Thomas kennen. Ist eine Zukunft mit ihm möglich, oder zeigt sich ein anderer Weg ?
Das mittelalterliche Leben, die Intrigen der Mächtigen, sind interessant und aufschlussreich beschrieben.
Die Handlung ist jedoch manchmal etwas langatmig und bringt keine allzu großen Überraschungen. Trotzdem ein gut zu lesendes, unterhaltsames und informatives Zeitbild.
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4.0 von 5 Sternen Das Antlitz, 4. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Antlitz der Ehre: Roman (Taschenbuch)
ein typischer Schweikert, wie immer gut recherchiert, wie immer schöne Sprache, wie immer absolut lesenswert und man freut sich auf den nächsten Schweikert
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1.0 von 5 Sternen Mit einem Wort: Langweilig, 3. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Antlitz der Ehre: Roman (Taschenbuch)
Man hat bei diesem Buch den Eindruck dass es nicht mal der Autorin Spaß gemacht hat es zu schreiben. Lieblos, die Figuren farblos und nicht sympathisch. Alles in allem eine oberflächliche Geschichte der man schwer folgen kann bzw. es gar nicht will. Es ist tatsächlich das erste Buch das ich nach dem Lesen weggeworfen habe,
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Das Antlitz der Ehre: Roman
Das Antlitz der Ehre: Roman von Ulrike Schweikert (Taschenbuch - 19. März 2012)
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