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4.0 von 5 Sternen Vier völlig verschiedene Frauen und eine Freundschaft!, 19. Januar 2011
Von 
A. T. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Freundschaftsspiel: Roman (Taschenbuch)
Jen, Georgina, Meg und Rowan: Vier Frauen - Vier Freundinnen!
Zwölf Jahre nach ihrem letzten Beisammensein als Schülerinnen organisiert Rowan ein Treffen um die alte Freundschaft zwischen ihnen neu aufleben zu lassen, doch diese Begegnung endet in einem fürchterlichen Fiasko mit Missverständnissen und Enttäuschungen, bei dem dann ausgerechnet Rowan nicht auftaucht...
Nach weiteren zehn Jahren Funkstille initiiert Meg abermals ein Zusammentreffen, das sich nach anfänglichem Zögern mit Jen und Georgina nur als Trio mühsam zusammenrauft, denn wieder bleibt Rowan verschwunden und als der Rest des Trupps sich auf die Suche nach ihr begibt, müssen gegenseitige Vorbehalte und Verdächtigungen erst beiseite geschoben werden...

Vorab sei erwähnt, dass man mit "Freundschaftsspiel" einen wirklich mächtig dicken Schinken in Händen hält und man mit den weit über sechshundert Seiten und der kleinen Schrift doch jede Menge Lesestoff zu bewältigen hat.
Da überkommt einen dann schon so ein bisschen die Skepsis, ob da nicht ein Tick zu viel Informationsüberschuss drin steckt und das Ganze einfach zu ausführlich und umfassend erzählt wird und sich dann Langweile breit macht.
Weit gefehlt! Im Großen und Ganzen gestaltet sich die Story rund um die vier Frauen wirklich interessant und kurzweilig, bis auf wirklich klitzekleine Ausnahmen.
Großartige Action oder atemberaubende Highlights gibt es hier auch nicht viel zu bewundern, braucht es gar nicht, denn das Geschehen lebt fast ausnahmslos von den vielen Höhen und Tiefen dieser so ungewöhnlichen Freundschaft, die uns Leser mit ihren manchmal unerwarteten und abrupten Wendungen immer mal wieder überrascht und in Erstaunen versetzt.

Die beiden Autorinnen, übrigens Schwestern, die in England diesen Roman unter dem Pseudonym Ellie Campbell veröffentlicht haben, präsentieren uns hier eine wirklich bewegende und eindringliche Erzählung über eine Freundschaft, die zwar hin und wieder mal längere Pausen einlegt, aber nie komplett vom Tisch ist und wir nun Zeugen werden, ob diese innige Kameradschaft aus früheren Tagen auch schwierigsten Belastungen standhält.

Mit unseren Hauptprotagonistinnen betreten hier vier völlig entgegengesetzte Charaktere die Bühne und mischen schon allein dadurch das Geschehen mächtig auf und halten somit auch uns Leser mächtig auf Trab.
Und wie im wirklichen Leben, tut sich soviel Östrogen auf einen Haufen meist recht schwierig, ob Zicke oder Neidhammel, aus jeder Kategorie ist was vertreten und als Leser spürt man hier auch gleich diese unterschwellig vorhandenen Vorbehalte der jeweilig anderen gegenüber. Da hat man selbst als Leser häufig das Gefühl, man sitzt auf einem Pulverfass mit kurzer Lunte, das jeden Moment in die Luft zu gehen droht.
Und wen wunderts? Als eines der Corpus delicti entpuppt sich auch hier, wie so häufig im wahren Leben, ein Kerl, an dem die scheinbar so fragile Freundschaft des Quartetts zu scheitern droht.
Zudem müssen sich die Frauen mit weiteren Alltagsproblemen auseinandersetzen, die der ein oder anderen Leserin ebenfalls irgendwie bekannt sein dürfte, ob Eheprobleme, Erfolgsdruck im Job oder eben finanzielle Sorgen.
Da haben die beiden Autorinnen durchaus wirklichkeitsnahe und auch reale Ereignisse aus dem einfachen Leben aufgegriffen und in ihrer Story verarbeitet.
Wir erleben die bodenständige Jen in den letzten Phasen ihrer Ehe mit Ollie, die augenscheinlich nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander können, die etwas barsche Georgina mit eigener Firma, aber ständig damit unter Erfolgszwang stehend, die unverblümte Meg, die als alleinerziehende Mutter stets mit Geldsorgen zu kämpfen hat und die zurückhaltende Rowen, die dem Leser zunächst doch fremd bleibt und erst recht spät kennen lernt und durch ihre Abwesenheit so die Geheimnisvolle gibt.
Und mit diesem Quartett machen wir in verschiedenen Zeitebenen Bekanntschaft, sodass wir auch jedes Mal an völlig unterschiedlichen Lebenssituationen der Vier teilhaben, die sie dann auch prompt immer wieder vor neue große Herausforderungen stellt.

Zudem zeigen sich die Nebenrollen herrlich besetzt, mischen hier doch Ollie, Helen & Co. munter mit und sorgen mit ihren Auftritten für eine tolle Ergänzung unserer vier Amazonen.

Alles in allem haben wir einen tollen Frauenschmöker, in dem wir die Frauen auf einem spannenden, aber auch steinigen Weg voller Überraschungen begleiten, den die Vier wirklich meisterlich bewältigen und beweisen, dass wahre Freundschaft doch etliches übersteht und verkraftet.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genau die richtige sommerlektüre!, 22. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Freundschaftsspiel: Roman (Taschenbuch)
wieder mal ein gelungener roman vom schwestern duo! die wissen wirklich wie man unterhaltsame frauenliteratur schreibt!! toll insziniert, witziger und flüssiger plot und herzliche figuren, ich habe das buch förmlich verschlungen! schade, eigentlich, denn das hätte sich bestimmt gut als sommerlichere bade-spass-lektüre gemacht. mehr, bitte, pam und lorraine! :)
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5.0 von 5 Sternen Einfach Klasse, 11. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Freundschaftsspiel: Roman (Taschenbuch)
Fand das Buch einfach klasse, konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Zu Risiken und Nebenwirkungen frageb Sie Ihre beste Freundin.
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Freundschaftsspiel: Roman
Freundschaftsspiel: Roman von Lorraine Campbell (Taschenbuch - 14. Juni 2010)
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