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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Frauenleben im alten China,
Von Celia (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dies ist die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Frauen im China des 19. Jahrhunderts. Lilie stammt aus einer einfachen Familie, doch da die Form ihrer Füße sich nach dem traditionellen "Binden" gemäß dem damaligen Schönheitsideal entwickelt, kann sie in eine wohlhabende Familie einheiraten. Der Ehemann bleibt ihr lange ein Fremder und sie steht unter der Fuchtel ihrer Schwiegermutter, doch für damalige Verhältnisse lebt sie nicht schlecht und gewinnt durch die Geburt von Söhnen zunehmend an Ansehen.Mit Schneeblume verbindet sie eine enge, durch damalige Traditionen abgesegnete Freundschaft, die fast schon an ein Liebesverhältnis erinnert. Beide haben einander ewige Treue geschworen. In einer Zeit, da Ehen arrangiert waren, waren derartige Bündnisse zwischen Frauen wohl üblich und weitaus inniger als die Beziehung zum jeweiligen Ehemann. Schneeblume hat weniger Glück im Leben als Lilie. Zwar stammt sie aus einer vornehmen Familie, doch die Opiumsucht ihres Vaters hat ihre Eltern ruiniert. Sie muss einen einfachen Mann heiraten, der sie zudem mißhandelt. Etwas störend schien mir lange die konventionelle Suchtweise der Dinge, welche die Erzählerin Lilie vermittelt. Obwohl die Grausamkeit des Füßebindens sehr deutlich gemacht wird - eins von 10 Mädchen starb wohl an Blutvergiftung - und auch klar wird, wie wenig Chancen auf ein seltbstbestimmtes Leben Frauen damals hatten, stellt sie ihre traditionelle Rolle niemals in Frage, sondern hofft auf Belohnung durch genaues Befolgen ihrer Pflichten, was in ihrem Fall sogar gelingt. Erst am Ende wird die Perspektive kritischer. Lilie erkennt, dass sie eben durch ihr konventionelles Denken als Schneeblumes Freundin versagt hat. Insgesamt ein sehr gut recherchierter Roman, der genauen Einblick in das Leben von Frauen im alten China ermöglicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein erschütterndes und gleichzeitig faszinierendes Buch ...,
Von Petra B. (Ehst./Brandenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dies ist ein Buch, das einen förmlich mitleiden lässt. Über die Handlung an sich hier zu schreiben, ist unnötig - darüber kann man in der Produktinformation genug lesen.Von dem (barbarischen und inzwischen verbotenen) Ritual des Füßebindens habe ich zwar schon einiges gelesen, aber noch nie in dieser Ausführlichkeit. Es hat mich regelrecht erschüttert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Mädchen fast aller Gesellschaftsschichten dies über sich ergehen ließen - oder lassen mussten, und so quasi verkrüppelt wurden, um dem damals gängigen Schönheitsideal in China zu entsprechen - einfach grausam! Fasziniert haben mich die Ausführungen über die Frauenschrift 'Nushu', mit deren Hilfe eben die Frauen ihre geheimsten Gedanken austauschen konnten. Jedem, der an der Geschichte Chinas (hier des 19. Jahrhunderts) interessiert ist, sei dieses Buch als ein Stück Zeitgeschichte vorbehaltlos empfohlen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bestechende Schlichtheit,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Taschenbuch)
Lisa See hat sich in ihrem vierten Roman von Nushu, der beinahe ausgestorbenen Geheimschrift chinesischer Frauen, inspirieren lassen. Der Roman ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts angesiedelt:Lilie und Schneerose stammen aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen und werden mit jeweils sieben Jahren von einer Kupplerin und einem Wahrsager als "laotong", Weggefährtinnen, auserkoren. "Der Seidenfächer" beschreibt die Freundschaft der beiden bis zu Schneeroses Tod. Beide schicken sich immer wieder Nushu-Nachrichten und verewigen die wichtigsten Ereignisse in Nushu auf einem Seidenfächer. See erweckt durch Lilies & Seeroses Geschichte alte Sitten und Gebräuche im ländlichen China zum Leben und widmet sich auch der (mittlerweile glücklicherweise verbotenen) Praxis des Füssebindens. Die Geschichte von Lilie und Seerose ist gleichzeitig auch eine Geschichte über die Unterdrückung der Frauen, die sich mittels ihrer Geheimschrift Nushu eine Stimme verschafft haben. "Der Seidenfächer" hat mich mit seiner bestechenden Schlichtheit beeindruckt. See konzentriert sich auf das Wesentliche und macht daraus eine feinfühlige, anrührende, wunderschöne und bisweilen sehr traurige Geschichte um eine Freundschaft zwischen zwei Frauen. Lohnt sich auf jeden Fall! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
wunderbar,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Taschenbuch)
es ist ein sehr interessantes, wunderbares buch, aus dem die geschichte der frau sehr ausführlich und lehrreich dargestellt wird - wir frauen bekommen einen ganz anderen blickwinkel über die möglichkeiten, die wir heute haben (sollten) und den diese frauen nie kennenlernen durften - es ist gut, dass diese zeiten vorbei sind und es ist gut, dass es mutige frauen gab, die diese autentischen berichte veröffentlichten. manche momente in diesem buch gehen einem schon sehr nahe - aber ich kann nur jeder frau dringend ans herz legen, dieses buch zu lesen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sehr empfehlenswert,
Von Regina Schn "Birdie" (Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Taschenbuch)
Dieser Roman hat alles, was ein gutes Buch ausmacht:Er ist spannend, dramatisch, lehrreich, geschrieben in einer schönen, farbigen Sprache, die jedoch gut lesbar ist ... Mich hat vor allem diese völlig fremde Welt fasziniert: Das Leben von Frauen im China des 19. Jahrhunderts. Sie waren völlig rechtlos, hatten keinerlei "Wert", und mussten zuerst den Eltern, dann dem Ehemann und zuletzt ihren Söhnen bedingungslos gehorchen. Als äußeres Zeichen für diese Rechtlosigkeit wurden sie durch das "Füße binden" fast unbeweglich gemacht. Für uns emanzipierte Frauen des 21. Jh. sind diese Lebenswege allesamt ein Gräuel. Doch schufen sich die chinesischen Frauen Freiräume nach dem Motto: "Gehorche, gehorche, gehorche und tue dann was du willst." Sie ließen sich also trotz der äußeren Lebensumstände nicht unterkriegen. ... und das ist das positive Resümee dieses Romans. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ich bin begeistert,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Als ich mir dieses Buch kaufte, hatte ich mir erhofft, ein ähnlich gutes Buch wie "Die Geisha" angeschafft zu haben.Nachdem es bei mir nun einige Wochen im Regal stand, hatte ich mich endlich dazu aufgerafft, es zu lesen. Nach den ersten Seiten war ich von diesem Buch noch nicht so überzeugt, wie ich es erwartet hatte, und ich kam mit dem Lesen nur schleppend voran. Das änderte sich jedoch schlagartig nach den ersten 60 Seiten und ich konnte dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist nicht nur sehr fesselnd, sondern auch sehr berührend. Obwohl man diesen Roman nicht mit "Der Geisha" von der Zeit und der Thematik er vergleichen kann, muss ich klar sagen, dass mir dieses doch besser gefallen hat! Es lohnt sich wirklich, dieses Buch zu lesen. Ich liebe es. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
macht glücklich, im 21. Jahrhundert zu leben...,
Von mondmobil (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Taschenbuch)
Ich kann mich den guten Rezensionen nur anschließen! Lisa See schildert in präziser, fast schlichter Sprache eine Mädchen-/Frauenfreundschaft im China des 19. Jahrhunderts, in der der einzelne Mensch noch in ein extrem enges Korsett von gesellschaftlichen Vorschriften und Normen gepresst wurde.Die Hauptprotagonistinnen Lilie und Schneerose kommen aus sehr unterschiedlichen Welten. An der Entwicklung der beiden Mädchen zu Frauen zeigt Lisa See, wie unterschiedlich sie mit der für sie vorgeschriebenen Rollen zurecht kommen. Während Lilie die Erwartungen ihrer Familie befriedigend erfüllt und dabei gesellschaftlich aufsteigt (was sie leider gegenüber ihrer Mitmenschen hart werden lässt), zerbricht Schneerose an ihrem Schicksal. Erschreckend plastisch wird der Brauch des Füßebindens beschrieben. Wirklich ganz furchtbar!! Siebenjährigen Mädchen werden die Füße so fest gebunden, dass die Knochen brechen! Ich hab es nicht fassen können! Das Ideal waren Füße von 7 (!)cm Länge! Ich habe von dieser Sitte schon gelesen, aber die wahren Ausmaße dieser Quälerei haben mich wirklich geschockt. Auch wenn mir klar ist, dass die gesellschaftlichen Zwänge übermächtig waren, ist es für mich als Mutter im 21. Jahrhundert nur sehr, sehr schwer nachzuvollziehen, wie man seinem eigenen Kind eine solche Prozedur antun kann. Für alle, die sich für historische Romane interessieren, sehr empfohlen - aber die Geschichts-Fans wissen das eh schon längst... ;-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Leben und Leiden als Frau im alten China,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Taschenbuch)
Der Seidenfächer beschreibt das Frauenleben in China, wie es sich bis etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestaltet hat. Der Fokus der Geschichte, die aus der Sicht der 80jährigen Witwe Lilie erzählt wird, liegt auf den persönlichen Biografien zweier Frauen, die bedingt durch ihre günstige bzw. ungünstige Verheiratung sehr unterschiedlich verlaufen sind.Lilie und Schneerose sind sieben Jahre alt, als sie sich kennen lernen und Laotong, Weggefährtinnen, werden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie die schmerzhafte Prozedur des Füße Bindens weitgehend hinter sich. Eine Laotong ist eine lebenslange, enge Freundin. Der Laotong-Bund wird durch einen Vertrag geschlossen und verleiht den beiden Mädchen hohes Ansehen. Er erhöht auch die Chancen auf eine günstige Verheiratung. Die Beziehung eines Laotong-Paares zueinander kann inniger sein als die zu den jeweiligen Ehepartnern. Schneerose kommt aus einer angesehenen, wohlhabenden Familie. Lilie ist eine Bauerntochter, deren gesellschaftlicher Aufstieg durch den Laotong-Bund vorbereitet wird. Deshalb bleibt lange unklar, worin für Schneerose der Nutzen dieser Verbindung besteht. Die Verständigung zwischen den Laotong in den Zeiten des Getrenntseins erfolgt durch Nushu, eine geheime Frauenschrift, welche die Männer nicht lesen können. Das Buch gibt tiefe Einblicke in eine uns fremde, fernöstliche Welt und deren Sitten und Gebräuche. Zentrales Thema ist immer wieder das Leben der Frauen, welches eingeteilt ist in verschiedene Perioden: die Kleinmädchen-Zeit, welche Milchjahre genannt wird. In dieser Zeit dürfen die Mädchen im Freien spielen und auf ihren noch intakten Füßen die Welt erkunden. Diese unbeschwerte Zeit im Leben eines chinesischen Mädchens wird mit dem Beginn der Prozedur des Füße Bindens beendet. Es folgen die Tage des Haare Hochsteckens, die mit der Pubertät beginnen und mit der ersten Schwangerschaft enden. Mit dem ersten Kind beginnen die Reis-und-Salz-Tage. Dies ist die Familienzeit. Mit dem Tod des Ehemannes beginnt die letzte Lebensphase, die Zeit des Still Sitzens. Der Wert der Frau wandelt sich in diesen Phasen: als Kind ist sie gar nichts wert. Erst wenn sich herausstellen sollte, dass sie günstig verheiratet werden kann, steigt sich ihr Ansehen in der Familie etwas. Als junge Ehefrau steht sie auf der Werteskala wieder ganz unten. Noch mehr als dem Ehemann ist sie der Schwiegermutter ausgeliefert, der sie gefallen, die sie bedienen muss. Mit deren Tod wird sie die dem Haushalt vorstehende Frau. In dieser Zeit ist sie relativ frei, obwohl sie auch dann kaum jemals den inneren Bereich, sprich das Haus, verlässt. Nach dem Tod des Ehemannes ist sie auf das Wohlwollen des ältesten Sohnes angewiesen. Vor diesem Hintergrund geht es in diesem Buch ferner um die Frage von Schuld und Sühne und die persönliche Entwicklung unter dem Einfluss von Glück bzw. Unglück. Es gelingt der Autorin hervorragend, die Entwicklung im Charakter ihrer erzählenden Protagonistin vom kleinen Mädchen zur sehr alten Frau darzustellen. Gleichzeitig ist der Ton des Buches sehr empathisch, was den Leser/die Leserin jedes schmerzhafte und leidvolle Geschehen mit erdulden lässt. Trotzdem ist das Buch leicht zu lesen. Sehr gelungen, sehr empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
ein Land zu einer Zeit, in der Frauen nichts wert waren,
Von ö.ö (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich hab schon viele historische Romane gelesen, allerdings war noch nie einer aus dem alten China dabei und ich bin nun froh das "der Seidenfächer" das erste Buch ist, dass ich in dieser Richtung gelesen hab.Die Geschichte erzählt mit sehr viel Feingefühl die Freundschaft, die zwischen den beiden Mädchen Lilie und Schneerose beginnt und man freut sich mit den beiden, dass sie einander haben, da ihr sonstiges Leben eher die Hölle als der Himmel auf Erden ist. Es ist wie eine Reise in ein exotisches Land, in dem Frauen nichts wert sind und ihren Vätern, Ehemännern und Söhnen gehorchen müssen. Sehr empfehlenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Leidenschaft und Schmerz pur,
Rezension bezieht sich auf: Der Seidenfächer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beschreibt die Freundschaft von zwei jungen Freundinen Lily und Snow Flower, deren Freundschaft zwar von einer "Heiratsvermittlerin" geschloßen wird, aber von beide sehr intensiv erlebt wird. Jahrzehnte lang wird Lilys und Snow Flowers Freundschaft in allen Höhen und Tiefen beschrieben. Es geht um Liebe, Ehrlichkeit und Verrat in Guten und in Schlechten Zeiten. Auf meiner breitgefächerten Bücherliste, ist das Buch, durch die Gefühle die es in mir erweckt hat, auf Platz 1+. Da ich ebenfalls eine beste Freundin habe, konnte ich die Entwicklung bestens verstehen und bin auch einwenig traurig drüber.Um das Buch so zu erfahren, wie es gemeint ist, rate ich soviel wie möglich aufeinmal zu lesen, um den Effekt des Buches nicht zu verfehlen. Man taucht ein in die damalige Chinesische Zeit und kann vieles durch Reportagen vermitteltes wiedererkennen. Zum Teil werden verschiedene Akte noch in der heutigen Mongolei durchlebt. Es ist faszinierend obwohl wir eine sehr fortgeschrittene Menschheit sind, hat sich dennoch vieles nicht verändert. RESPEKT AN DIE SCHRIFTSTELLERIN !! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Der Seidenfächer: Roman von Lisa See (Taschenbuch - 13. August 2007)
EUR 9,99
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