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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Dezember 2007
"Die Rose von England" ist das Debut der Journalistin Anne Easter Smith. Auch wenn man dem Roman anmerkt, dass Easter Smith viel Arbeit, Recherche und Herzblut investiert hat, ragt er für mich leider nicht aus der Masse der historischen Romane heraus:

Easter Smith wurde nach eigenen Angaben zu diesem Roman durch Aufzeichnungen über uneheliche Kinder Richards III. inspiriert. Sie hat diesen unehelichen Kindern (Katherine und Richard) Kate Bywood, die Tochter eines Bauern, als Mutter gegeben.

Kate Bywood gelangt über familiäre Umwege in die Nähe Richard von Gloucesters – des späteren berüchtigten König Richard III. Beide verlieben sich ineinander, haben eine Affäre und die o.a. gemeinsamen Kinder. Beide heiraten, aber nicht einander. Kate liebt Richard bis an sein Lebensende und verzehrt sich nach ihm, während er sein Ehegelübde zu Anne Neville nicht brechen will und Kate lediglich herzlich verbunden bleibt...

Die Schilderungen des mittelalterlichen Lebens und die Darstellung der Rivalitäten zwischen den Häusern Lancaster und York haben mich unheimlich beeindruckt. Beides ist Easter Smith wirklich gut gelungen. Weniger gut bis gar nicht gelungen fand ich die Charaktere und ihr Verhalten. Es reichte von nicht gut entwickelt über klischeehaft (z.B. Aussehen & Fertigkeiten der Protagonistin sowie ihrer & Richards Kinder) bis vorhersehbar & weitschweifig. Daher fand ich 864 Seiten einfach zu lang. 300 Seiten weniger hätten der Spannung sehr gut getan. Mit anderen Worten: Anne Easter Smith hat sich selbst ein Bein gestellt und damit für mich einen Roman, der hätte faszinierend werden können, zu einem durchschnittlichen Leseerlebnis werden lassen.

Last but not least: "Die Rose von England" hat mich zu stark an die "Heilerin"-Reihe von Posie Graeme Evans & erinnert. Also auch in dieser Hinsicht nichts Neues ;-(.

Fazit: "Die Rose von England" ist nicht schlecht geschrieben. Abgesehen von den o.g. Kritikpunkten hat es mir gefallen. Anne Easter Smith hat Potential und ich werde mir auch ihren zweiten historischen Roman zulegen, der im Februar nächsten Jahres im Original unter dem Titel "Daughter of York" erscheinen wird.
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am 3. März 2008
Der Roman "Die Rose von England" von Anne Easter Smith spielt im spätmittelalterlichen England zur Zeit der Rosenkriege. Mit seinen 864 Seiten war der Roman endlich wieder einmal ein Schmöker, den ich länger als zwei Tage genießen konnte.
Wie schon erwähnt ist der Roman in die Zeit der Rosenkriege platziert worden; wer jedoch- genau wie ich- durch Rebecca Gablé inspiriert mehr über eben jene Zeit erfahren möchte und das nebenbei auch noch mit dem Schwerpunkt auf der yorkschen Seite anstatt der von Gablé gewohnten Lacastrianischen, wird wohl ziemlich enttäuscht werden.
Frau Easter Smith sagt selbst im Nachwort, dass "Die Rose von England" ein Buch über das Schicksal einer Frau ist, nicht ein Buch über das Geschehen selbst. Irreführend dann auch der eine Liebesgeschichte versprechende Buchrücken: Die Rede ist von der unsterblichen Liebe zwischen Katherine Haute und Richard of Gloucester, 1483-1485 seineszeichen König Richard III. , welche durch die Krönung Richards von dunklen Wolken überschattet wird; die Liebe soll fatale Folgen erfahren.

Nun, als sehr geschichtsinteressierte Leserin wusste ich von vornherein, dass Richard früher oder später heiratet, auch wer die Glückliche ist, bzw. war. Umso neugieriger machte mich also die Inhaltsangabe, denn ich wusste ebenfalls dass Richard seiner Königin gegenüber als treu galt.
Wer nun erwartet, Richard würde entgegen der historischen Quellen mit zwei Frauen gleichzeitig liebäugeln, den muss ich leider enttäuschen.
Mit seiner Heirat verbietet er sich selbst jegliche intime Beziehung mit seiner früheren Geliebten Kate. So kommt vielleicht die von einigen erhoffte wunderbar tragische Liebesgeschichte zu kurz. Das einzige was von den angepriesenen fatalen Folgen der verbotenen Liebe zurück bleibt ist die Enttäuschung der Leser.
Frau Easter Smith hat es dennoch verstanden, die tiefe und innige Beziehung zwischen Richard und Kate auch nach dem Liebesaus noch wunderbar hervorzuheben.

Zurück zu Kate: Ihre Geschichte fängt bescheiden an und ich muss gestehen, ich hab mich auch noch nach den ersten 250 Seiten gefragt, wann das vom Buchrücken Versprochene endlich anfangen mag. Nichtsdestotrotz ist Kate eine liebenswerte Person, was meines Erachtens nicht zuletzt an dem Umstand liegt, dass sie aus einfachen Verhältnissen stammt. Der Rest der Personen wurde mir persönlich jedoch zu oberflächlich beschrieben, sie folgten in ihren Handlungsweisen den zu erwartenden Mustern. Genauso oberflächlich wie die Person war die Hintergrundshandlung, aber- wie schon erwähnt es war ja schließlich Kates (zum Teil sehr langatmige) Geschichte; also sehe ich das nicht so tragisch. Frau Easter Smith hat sich immerhin bemüht, das Wichtigste dieser schwierigen Zeit übersichtlich im Roman zu verpacken; mehr oder weniger gelungen.

Was den Wahrheitsgehalt der historischen Ereignisse angeht, kann ich in sofern nur sagen, dass die Autorin sich entschied Aus Richard of Gloucester einen Sympathisanten zu machen, was mir zwar nicht direkt Unglauben einflößte, dafür aber vielmehr Zweifel, ob er wirklich so lammfromm war- was ich aufgrund normalen Allgemeinwissens und diversem historischen Wissen ausschließen möchte. Ein königlicher Bruder und späterer König muss eben zu sehen, wie er überlebt.
Andere historische Daten wurden hingegen nahezu treffend wiedergegeben. Die Auslegung der Autorin in Sachen "Die Prinzen im Tower" kann und werde ich so nicht unterschreiben; es gibt zu viel Widersprüchliches zu diesem Thema, sage dazu aber nur so viel, als dass ich in meinem Kopf eine gänzlich andere Geschichte abgespeichert hatte.

Komme ich zu guter Letzt zu der angewandten Sprache. Frau Easter Smith hat in ihrem Nachwort erwähnt, dass sie das mittelalterliche Englisch mitnichten übernommen hat, da dieses ihrer Meinung nach zu gestelzt wirkt. Sie hat nichtsdestotrotz genügend mittelalterliche Anklänge benutzt, um keine Atmosphäre der Moderne entstehen zu lassen,- eine wunderbare Lösung wie ich finde. Mir ist jedoch aufgefallen, dass sie- oder die Übersetzerin, ich kann nicht sagen wer genau, da ich das englische Original nicht kenne- einige Male falsche Namen verwandt hat, sie hat sie wohl schlichtweg verwechselt oder war mit ihren Gedanken einfach schon ein paar Seiten weiter, sodass sie den Leser einige Male in Verwirrung zurückließ, der sich seine eigenen Gedanken hierzu machen musste.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der Roman nach einigen vielen Längen zwar gefallen hat, aber meine Erwartungen wurden nicht getroffen. Ich hoffe, ich konnte den nachfolgenden Lesern insofern behilflich sein, als das sie nicht mit der gleichen Erwartungshaltung wie ich an diesen Roman gehen und ihn dann umso mehr genießen können.
Ich würde diesem Roman gerne dreieinhalb Sterne geben, aber da dies nicht möglich ist und ich mich geneigt sehe, das Buch beizeiten noch einmal zu lesen, runde ich auf 4 Sterne auf.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. September 2010
Eine eigentlich gelungene Geschichte, die zu der Zeit der Rosenkriege spielt, wenn man die etwas übertriebene Charakterisierung außer Acht lässt: als erstes definitiv die Darstellung Richards III., der hier einen mehr als liebenswürdigen erst Königsbruder/dann König abgibt. Denn wenn er bestimmt nicht nur grausam war, ist er hier doch ein wenig zu "nett" dargestellt. Das fand ich schon etwas störend, hab mir aber immer vor Augen geführt, dass diese Geschichte überwiegend VOR seiner Krönung spielt. Wer weiß, wie er da wirklich war? Auch bei anderen Personen ist Anne Easter Smith die Charakterisierung nur bedingt gelungen. Sie sind auf jeden Fall liebenswert und sympathisch, so dass ich mit ihnen mit gefiebert habe. Kritikpunkt ist aber die Unglaubwürdigkeit, denn manchmal sind sie einfach zu liebenswürdig, denn das z. B. eine adelige Frau und ihr Mann so viel Verständnis für Kate und Richard aufbringen und besagte Frau die beiden mehr oder weniger verkuppelt hat und ihnen zu "Gelegenheiten" verhilft, das ist eine Sache, die nehme ich der Autorin nicht wirklich ab.

Die Geliebte Richards, Kate Haute, ist in dieser Geschichte eine fiktive Figur, denn die Identität der Mutter seiner zwei Bastarde wurde nie festgestellt. Auch der angeblich dritte Bastard Richards wurde gut in die Geschichte integriert. Hier wiederum finde ich, dass ihr die erfundenen Figuren gut gelungen sind. Was es mit dem dritten Sohn auf sich hat, erfährt man im Nachwort der Autorin und ihre Interpretation diesbezüglich fand ich sehr gut.

Aber die Kritik an den Charakteren konnte mir diese Geschichte nicht vermiesen, denn die fand ich recht gut gelungen. Interessant und damit auch der Grund, warum ich diesen Roman lesen wollte, war, diese Geschichte aus der Sicht des Hauses York zu lesen, bin ich doch als großer Fan von Rebecca Gablé ihrer guten Darstellung der Lancasters als Sympathieträger gefolgt. Das konnte Easter Smith auch mit ihrer Erzählung nicht ändern, denn mein Herz schlägt weiter für das Haus Lancaster. Aber lesenswert war es allemal, das Ganze aus der gegnerischen Sicht zu lesen.

Meistens werden die historischen Ereignisse in Form von Dialogen geschildert. Das fand ich richtig gut gewählt, denn es wurden dabei immer Dinge hinterfragt, die dann noch beantwortet wurden, so dass dieser Teil detailliert und vor allem verständlich erzählt wurde. Somit blieben auch keine Fragen offen.

Zum größten Teil behaupte ich mal, dass die Autorin gut recherchiert hat und die historischen Ereignisse wahrheitsgetreu wiedergegeben hat. Einige Ungereimtheiten seien ihr verziehen, da ja über diese Zeit eh viel spekuliert wird. Den Charakter Richards als so gut darzustellen war wohl der größte Fehler, den sie eingebaut hat, obwohl jede Sicht ja auch eine andere ist. Dennoch bin ich mir ganz sicher, dass er hier komplett falsch dargestellt wird.

Trotzdem habe ich diese Geschichte sehr gerne gelesen und kann dieses Buch aus diesem Grund auch auf jeden Fall weiter empfehlen. Ein Nachwort, die Stammbäume der Häuser York und Lancaster und ein Personenverzeichnis sind am Schluss des Buches auch zu finden. Ihren nächsten Roman Die weiße Rose von York werde ich auch lesen. Hätte ich ja gerne sofort im Anschluss an dieses Buch gemacht, da sie sich aber zeitlich überschneiden, warte ich aber doch lieber damit.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juli 2008
Vom Klappentext und dem Umfang des Buches her werden hohe Erwartungen geweckt; leider kann das Resultat diesen nicht gerecht werden, so sehr auch die Bemühungen der Autorin spürbar sind. Sicherlich sind die historischen Daten gründlich recherchiert und detailgetreu widergegeben - dem Erzählfluß hat dies jedoch nicht gutgetan.
Über 200 Seiten zieht sich allein die Einführung in die Jahre des Heranwachsens der Hauptfigur Katherine Haute in einfachen Verhältnissen.Die Schilderung erfolgt zum Teil quälend langsam,und man ertappt sich als Leser bei dem Gedanken, dass man es so genau nun auch nicht wissen wollte. Im weiteren Verlauf der Geschichte, eher als Antiklimax zur bisherigen peniblen Erzählweise, erfährt man quasi nebenbei, dass die jungfräuliche Heldin nach einer Verzögerung doch geheiratet hat - und auch gleich wieder verwitwet ist- mit dem eher gruseligen Detail, wie der greise Gemahl unserer Heldin beim letzten mühseligen und vergeblichen Versuch der Penetration das Zeitliche gesegnet hat. Auch das will man so genau nicht unbedingt wissen; die sprunghafte Erzähltechnik stört hier ebenso wie die reisserischen Details.
Schließlich findet die Story ihr Hauptthema, nämlich die Liebesbeziehung zu Richard von Gloucester. Unfreiwillige Heiterkeit kam auf, als die Hauptpersonen nach Ringen um religiöse Gewissensbisse (und nachdem bisher jede kleinste Notlüge als beichtenswerte Sünde geahndet wurde) innerhalb kürzester Zeit recht enthemmt zueinander finden. Hier Verhältnismäßigkeit oder Ausgewogenheit zu entdecken, fällt schwer.
Zumindest nimmt die Geschichte nach dieser Schlüsselszene an Fahrt auf, wobei eine gewisse Ungläubigkeit, wie leicht der Ehebruch genommen wird, oder wie verständnisvoll sich alle Beteiligten bis auf den gehörnten homosexuellen Ehmemann verhalten, immer wieder aufkommt. Auch die Ergebenheit, eine hochgeborene Ehefrau vor die Nase gesetzt zu kommen, widerspricht allem, was die bisherige Literatur zum Mätressentum glaubhaft gemacht hat.
Unter der vereinfachenden und etwas klischeehaften Darstellung leidet die Geschichte ebenso wie unter der Unausgewogenheit zwischen überbordender Detailfülle gewechselt mit simplizierendem Überspringen mancher, scheinbar nebensächlicher Episoden. Wenn möglich, wären 3,5 Sterne angemessen gewesen, und ich bin gespannt, ob in weiteren Büchern die Erzählweise den Spannungsbogen besser halten kann.
Mein Fazit: gut geeignet als Lektüre vor dem Einschlafen, oder zum Querlesen. Kann mit den etablierten Grössen (noch) nicht mithalten.
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am 29. August 2008
Als langjährige Leserin der historischen Romane von R. Gable war ich gespannt auf die Geschichte der Rosenkriege aus Sicht der "anderen Seite", der der Linie York. Im Gegensatz zu anderen Kritiken finde ich, dass der Roman denen von Gable in jeder Hinsicht das Wasser reichen kann. Die Autorin baut in ihrem erstaunlichen Erstlingswerk kontinuierlich einen zunehmenden Spannungs- und Dramatikbogen auf (obwohl man den Ausgang der Historie ja bereits kennt), die Personen sind glaubwürdig, sehr sympatisch und auch die Liebesgeschichte geht gerade aufgrund des erzwungenen Verzichts der beiden Protagonisten sehr zu Herzen und ist wie ich finde sehr gelungen. Ich habe die 840 Seiten in kürzester Zeit (teilw. bis 4 Uhr morgens)verschlungen, mitgelacht, mitgelitten, mitgefiebert und mitgetrauert, und fühlte mich plötzlich kurzfristig ganz leer, als sie vorbei war. Von Langatmigkeit kann meines Erachtens überhaupt keine Rede sein - die (nie zu langen) Beschreibungen der Bankette, Kleider und Schlösser machen dem Leser das damalige Leben auf wunderbare Weise lebendig, ebenso wie der gelungene Kompromiss zwischen damaliger Hochsprache und moderner Rede. Das einfachere, trotzdem erfüllte Leben und die innere Gefühlswelt der Kate Haute verfolgt man mit großem Interesse, Aneinanderreihungen von Heldentaten, Gefangenschaften und gerade so überlebten Folterhaften (wie bei Gable üblich) entfallen - was das Ganze in meinen Augen fast authentischer macht - wobei der stille Herzschmerz der unerreichbaren, velorenen Liebe einen genug mit der tapferen Hauptfigur mitleiden läßt. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen für jeden, der Gefallen an Romanen über die Rosenkriege findet und wert auf eine gut erzählte Geschichte legt. Volle Punktzhl!!!
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am 29. April 2008
Aufgrund der bisherigen Buchbeschreibungen habe ich mir wesentlich mehr erwartet. Einen Vergleich zu "Das Spiel der Könige" von Rebecca Gable gleicht einer Anmaßung, lediglich die Zeit der Handlung ist gleich.
Während es Rebecca Gable spielend schafft, einen spannenden historischen Roman zu schaffen, in dem auch die Geschichte von Personen erzählt wird, bleibt es bei Anne Easter Smith bei einer Liebesgeschichte mit wenig geschichtlichen Hintergrund.
Als Liebesroman würde mir das Buch sogar ganz gut gefallen, ich hatte mir aber mehr erwartet und lese eigentlich keine Liebesromane mehr.
Der Schreibstil gefällt mir soweit ganz gut, aber es fehlt einfach an Spannung und interessanten geschichtlichen Details.
Vielleicht kann sich Frau Smith beim nächsten Buch steigern, die Grundvoraussetzungen für eine gute Autorin sind meiner Meinung nach vorhanden.
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Wehmütig und mit ein paar Tränen in den Augen habe ich das Buch gestern Abend zum letzten Mal zugeschlagen. Obwohl es mich nur anderthalb Wochen begleitet hat, sind mir Kate, Katherine, Richard, John, Margaret, Molly und all die anderen Figuren so unglaublich ans Herz gewachsen. Alles beginnt mit der 10jährigen Kate und ihren Brüdern Johnny und Geoff, die in der Grafschaft Kent auf einem gut laufenden Bauernhof leben. Die Verwandtschaft zu den Adelskreisen sorgt jedoch dafür, dass Kate nicht selbst Bäuerin werden muss, sondern zunächst als Freundin für ihre Cousine Anne in einen adligen Haushalt aufgenommen wird. Dort lernt sie jedoch zum ersten Mal Feindschaft kennen, denn Annes Mutter Elinor ist ein durchtriebenes Biest, das mit diesem "Bauernmädchen" nichts zu tun haben will und ihr das Leben schwer macht. Ihre letzte "Tat" ist die Arrangierung einer Ehe mit einem gutbetuchten Stoffhändler, der jedoch weit über 40 Jahre alt ist (und Kate gerade mal ca. 14). Glücklicherweise ist der Mann völlig vernarrt in Kate und lässt ihr jede nur mögliche Annehmlichkeit zukommen. Er stirbt jedoch schon nach zwei Jahren und nach ihrer Trauerzeit stürzt Kate sich Hals über Kopf in eine Ehe mit ihrem Jugendschwarm George. Es stellt sich jedoch heraus, dass er Männern zugeneigt ist und mit ihr nicht mal seine eheliche Pflicht erfüllt. Sie erwägt eine Annullierung der Ehe, die jedoch kaum durchführbar ist. In dieser Zeit nimmt ihr Schicksal eine große Wendung. Gerade als sie von der Homosexualität ihres Mannes erfährt und Hals über Kopf aus dem Haus flüchtet, trifft sie auf Richard von Gloucester, den Bruder des Königs, und seinen Freund Rob Percy. Für Richard ist es Liebe auf den ersten Blick, doch es dauert noch eine ganze Weile, bis aus Kate und Richard ein Paar wird.
Ein Freund von Kate, Sir John, steht im Dienst des Königs und kann dadurch immer wieder arrangieren, dass Richard und Kate sich schreiben und sich sehen können.
Beide wollen ihre Affaire geheim halten, denn noch ist Kate verheiratet. Aus ihrer Liaison entspringen zunächst zwei Kinder, die Richard voll anerkennt und denen er seine Unterstützung zugute kommen lässt. Doch auch als George bei einem Überfall ums Leben kommt, ist der Weg für die Liebenden nicht frei. Große Umbrüche sind im Gange und nicht zuletzt ist Kate trotz allem (sie hat ein eigenes Einkommen, weil sie den Stoffhandel ihres ersten Mannes geerbt hat) keine passende Partie für Richard. Beide wissen, dass er sich eines Tages standesgemäß verheiraten muss und er erklärt ihr von vornherein, dass er kein Ehebrecher sein will und ihre Beziehung dann zu Ende sein wird. Tatsächlich kommt es so und es scheint, als würde Kate daran zerbrechen. Sie sehen sich jedoch hin und wieder, wenn Richard die Kinder besucht bzw. später, als er sie bei Hofe in die Dienste der Königin und seine eigenen Dienste nimmt, besucht Kate ihn. Sie lieben sich nach wie vor, doch es passiert nichts mehr zwischen ihnen.
Das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Krieg, Verschwörungen und schließlich ein fremder Thronanwärter zerstören selbst dieses kleine Glück. Nicht nur, dass Richard selbst im Kampf stirbt. Katherine, die Tochter, stirbt am Schweißfieber, John, der erste Sohn, wird vom neuen König gehenkt und - da das Buch über 20 Jahre abhandelt - sterben auch Kates Freunde und Verwandtschaft weg. Am Ende bleibt ihr nur ihr zweiter Sohn Richard, von dem niemand erfahren darf, dass er der Bastard des verstorbenen Königs ist, damit er nicht auch verfolgt und getötet wird.
Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, bei dem ich so mitgefiebert habe, dass es mich zu Tränen rührte. Jede verfügbare Minute habe ich zum Lesen genutzt. Die Autorin hat einen wirklich tollen Schreibstil, der einen mitten ins Geschehen versetzt. Ich konnte wirklich alles sehen, war mittendrin. Ich fand die Figuren glaubwürdig und lebendig, sympathisch (oder ablehnenswert) und "echt". Die ganze Geschichte war wirklich spannend und zog mich in ihren Bann. Besonders gefiel mir, dass die Autorin davon Abstand nahm, diese Zeit als Moloch aus Düsterkeit, Krankheit und Dreck darzustellen. Bettler, Schmutz und die Pestwelle werden erwähnt, weil sie dazu gehören, jedoch in einer neutralen Form. Bei manch anderen Büchern muss man sich immer fragen, warum die Menschen damals nicht einfach alle ihrem Elend ein Ende gesetzt haben, wenn es doch sooo schrecklich war.
Ich bin von diesem Buch(weitestgehend) einfach nur begeistert.
Warum dann nur 4 Sterne? Ich möchte gern 5 geben, doch es gab dann zu viele Kleinigkeiten, die die Lesefreude getrübt haben. Die Autorin schreibt selbst im Nachwort, dass der historische Hintergrund undurchsichtig und schwierig zu erläutern ist in einem Roman. Und das habe ich sehr deutlich gemerkt. So viele Namen, häufig noch mit Aufzählung der Titel, wer hat was "verbrochen" ... Es war unglaublich verwirrend und ich bin einfach nicht dahinter gestiegen bzw. später dann, wenn es zu diesen eingestreuten Erläuterungen kam, gedanklich ausgestiegen. Dass die Autorin dann auch noch die Personen immer wieder bei anderen Namen nannte (z. B. Richard/Dickon, Lord John Howard/Jack Howard) und viele Personen denselben Namen haben (diverse Johns, Annes, Richards oder Edwards), hat den Mischmasch dann perfekt gemacht. So perfekt, dass selbst die Autorin (oder die Übersetzerin) an manchen Stellen durcheinander kamen und falsche Namen auftauchen (z. B. wird in einer Szene aus Kate plötzlich Anne).
Dazu kam - zumindest in der Ausgabe, die ich gelesen habe - dass diverse Interpunktionsfehler gemacht wurden, vor allem immer wieder Fragezeichen hinter Sätzen, die gar keine Fragen waren. Ein kleines Manko war auch, dass Probleme häufig unnatürlich schnell gelöst waren. Hier taucht das Problem auf und 3 Seiten später hat es sich von ganz allein gelöst. Da hätte noch mehr Spannung reingebracht werden können.
Und anfangs konnte ich mich mit Richard und Kate als Liebespaar nicht wirklich identifizieren, da sie fürchterlich jung waren (15 und 17 oder 18), jedoch sprachen und sich verhielten wie jemand im doppelten Alter. Dadurch kamen sie mir sehr gestelzt und richtig altklug vor. Gut, es ist sicher den historischen Umständen geschuldet und "Jugendliche" gab es in der damaligen Weltsicht wohl einfach nicht, sondern nur entweder Kinder oder ca. ab der Pubertät Erwachsene. Nichtsdestotrotz hätte die Autorin sie hier ein wenig mehr ihrem Alter entsprechend auftreten lassen sollen. Richard bekommt sogar schon mit 16 Jahren Falten! Von daher muss ich hier ein wenig die Nase rümpfen über die Geschichte. Später, mit gestiegenem Alter, war es dann passender.
Alles in allem aber ein wirklich tolles Buch, das ich mir vielleicht noch mal irgendwann aus der Bibliothek hole. Eine wirkliche Empfehlung.
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am 18. Februar 2008
Die Autorin Anne Easter Smith mag für ihren Erstling zwar umfangreich recherchiert haben, leider sind die vielen Details zum Teil verworren beschrieben und helfen dem geneigten Leser nicht, sich wirklich im geschichtlichen Hintergrund zurecht zu finden. Auch weniger gut gelungen ist die Übersetzung: sprachlich überhaupt äusserst einfach gehalten, merkt man den Sätzen und Worten die Herkunft deutlich an. Anstatt zur eigenen deutschen Sprachform zu finden, hat die Übersetzerin hier im wahrsten Sinn wirklich nur "ihren Job" getan, nämlich mehrheitlich 1:1 ins Deutsche übertragen. Am wenigsten überzeugend war die Beschreibung der einzelnen Charaktere, diese waren teilweise äusserst flach geraten. Das Werk insgesamt ist viel zu umfangreich geraten, eine Kürzung hätte dem Plot und der Geschichte insgesamt besser gestanden.
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am 17. Februar 2013
Ich war schon immer ein Fan von historischen Romanen und diesen hier konnte ich gar nicht aus der Hand legen. Die Geschichte von Katherine und ihrem Geliebten hat mich gefesselt. Eines meiner Lieblingsbücher.
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am 26. April 2014
Die Einleitung - 5 Seiten - ist spannend erzählt. Dann wird die Geschichte seicht. Habe eigentlich das Buch mehr
durchgeblättert als gelesen. Von wegen historischer Roman. Über 250 Seiten nur über die Kindheit und die ganzen
Klischees: Geschlagen, verheiratet mit einem älteren Mann, etc., und das in einem Schreibstil eines Schülers.....
.....ich musste meine Nase in Schulbücher stecken... solche Sätze aneinander gereiht.
Vielleicht wäre das Buch nach Seite 300 noch interessant geworden? Mir war die Zeit zu schade und ich habe
ein anderes Buch aufgeschlagen.
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