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60 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fortsetzung von Die Chirurgin
Ein Jahr nach der Ergreifung des Serienmörders Warren Hoyt leidet Detective Jane Rizzoli vom Boston P.D. noch immer unter Albträumen. Nach außen, besonders gegenüber den ausnahmslos männlichen Kollegen, gibt sie sich hart wie eh und je, an die physischen Verletzungen erinnern nur noch Narben, aber ihre Psyche hat sich noch nicht erholt. Da wird...
Am 4. März 2004 veröffentlicht

versus
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zum Vorgänger - eher ein bemühtes Zwischenspiel
Nachdem ich Die Chirurgin" gelesen und für gut befunden habe, kaufte ich mir gleich Der Meister". Aber schon der Klappentext machte mich skeptisch. Ich hatte die Figur Jane Rizzoli als nicht unbedingt so sympathisch in Erinnerung - und Der Meister" hat nun diese allein zur Hauptfigur. Das war der Grund, weshalb ich das Buch erst mal ins Regal stellte. Dumm...
Veröffentlicht am 18. Juni 2008 von Sahara


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60 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fortsetzung von Die Chirurgin, 4. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Jahr nach der Ergreifung des Serienmörders Warren Hoyt leidet Detective Jane Rizzoli vom Boston P.D. noch immer unter Albträumen. Nach außen, besonders gegenüber den ausnahmslos männlichen Kollegen, gibt sie sich hart wie eh und je, an die physischen Verletzungen erinnern nur noch Narben, aber ihre Psyche hat sich noch nicht erholt. Da wird sie von einem Beamten aus der Vorstadt zu einem Fall hinzugezogen, der Parallelen zu den damaligen Verbrechen aufweist. Ein Ehepaar wurde in seinem Haus überfallen, der Mann wurde ermordet, von der Frau fehlt jede Spur. Aber im Schlafzimmer findet sich ihr sauber zusammengefaltetes Nachthemd.
Die Rekonstruktion des Tatorts ergibt, dass die Frau vor den Augen des gefesselten Mannes vergewaltigt wurde, und der Täter ihm anschließend die Kehle durchgeschnitten hat. Einige Tage später wird die Leiche der Ehefrau entdeckt, und der FBI-Beamte Gabriel Dean erscheint auf der Bildfläche. Rizzoli ist davon wenig begeistert, nährt es doch in ihr wieder das Gefühl, dass man ihr als Frau keine wichtige Ermittlung zutraut. Noch dazu scheint Dean mehr über den Fall zu wissen, als er preisgibt.
Als Hoyt die Flucht aus der Haft gelingt, beginnt Janes sorgsam aufrechterhaltene Fassade der Powerfrau zu bröckeln. Sie fühlt, dass der Psychopath noch eine Rechnung mit ihr begleichen will. Als weitere Morde geschehen, deutet vieles darauf hin, dass der neue Serienmörder sich jetzt mit seinem „Meister" zusammengetan hat - dem Chirurgen. Auch Agent Dean wittert nun die Gefahr für Rizzoli, sein Beschützerinstinkt wird dabei nicht nur aus professioneller Sicht geweckt.
Mit „Der Meister" ist der Autorin eine hervorragende Fortsetzung zu ihrem letzten Bestseller gelungen. Wer schon von „Die Chirurgin" begeistert war und die Figur Rizzoli mochte, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Man erfährt mehr über die toughe Großstadtpolizistin und ihr angeknackstes Innenleben. Auch gewährt Gerritsen dem Leser in eingeschobenen Passagen Einblicke in die Gedankenwelt des Chirurgen.
Zartbesaitete sollten jedoch Abstand nehmen. Die Schriftstellerin ist selbst Medizinerin. Die Leichenbeschau wird eindringlich beschrieben, auch Nekrophilie ist ein Thema. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem liefert dieses Buch spannende Unterhaltung.
Janes Unsicherheit und Ängste sind für den Leser fast spürbar. Man fühlt die näher rückende Bedrohung und wünscht sich bei mancher Szene, wie im Kino kurz die Augen schließen zu können. Der Showdown hält, was das Buch verspricht. Dies ist ein Thriller vom Feinsten.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen fast so spannend wie teil 1, 4. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: der 2. Fall für Rizzoli & Isles (Taschenbuch)
tess gerritsen: eine grandiose Autorin. Perfekte Details, da sie über genug Vorkenntnisse in dem Bereich der Medizin verfügt.

Die brisanten Details sind für leicht reizbare Mägen sicher nicht geschaffen.

Leider ist der erste Teil (die Chirurgin) etwas spannender, aber trotzdem kann man einfach nicht aufhören.

Bin seit dem Buch großer Fan von Tess Gerritsen und habe auch alle anderen Bücher der Reihe (Jane Rizzoli) verschlugen.

Fazit: Bücher von T. Gerritsen sind sehr zu empfehlen!!!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Knallharte, unterkühlte Spannung, 31. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit "Die Chirugin" legt Tess Gerritsen ein kleines Meisterwerk hin. Nun folgt die Fortsetzung, "Der Meister", wobei der deutsche Titel die Sache nicht so gut auf den Punkt bringt wie der englische, dessen wörtliche Übersetzung "Der Lehrling" gewesen wäre.
Von den drei Hauptfiguren aus "Die Chirugin" ist lediglich Rizzoli übriggeblieben. Moore taucht zwar noch auf, bleibt aber doch bei der eigentlichen Handlung außen vor. Die dreht sich in diesem Fall um einen Serienkiller, der bevorzugt Paare überfällt, den Mann gefesslt bei der Vergewaltigung der Frau zusehen lässt und später tötet, die Frau entführt er anschließend. All dies hört sich für den unbedarften Leser ziemlich brutal an, und genauso wird es auch im Buch dargestellt. Diese Härte, die bei "Die Chirugin" an einigen Stellen etwas zuviel des Guten war, passt in diesem Fall genau zum Buch.
Denn die Grundstimmung von "Der Meister" ist insgesamt gesehen kühler, unpersönlicher, als im Vorgänger. Schon allein die Tatsache, dass die Figuren alle immer mit ihrem Nachnamen genannt werden, trägt dazu bei. All dies mag einige, die mit Cordell in "Die Chirugin" mitleiden konnten, etwas vor den Kopf stoßen, aber, wie schon gesagt, es passt einfach in diesem Fall zusammen.
Den einen Stern Abzug gibt es für das Ende des Buches, an dem die Autorin meiner Meinung nach etwas zu dick aufgetragen hat. Ansonsten ist "Der Meister" mit Sicherheit ebenso gut und spannend wie "Die Chirugin", wenn nicht sogar noch einen Tick besser.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Thriller!, 2. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: der 2. Fall für Rizzoli & Isles (Taschenbuch)
Ich muss gestehen, dass ich kein regelmäßiger Leser der Autorin bin, mich dieses Buch aber von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.
Die Story ist spannend und gut durchkonstruiert. Die eingefügten Monologe des "Psychopathen" dienen durchaus dem Spannungsaufbau und auch die Charaktere sind glaubhaft umrissen. Langeweile kommt so garantiert nicht auf und man hat über 400 Seiten wirklich kurzweilige Unterhaltung für sein Geld.
Einziger Wehrmutstropfen (aus meiner Sicht): Die Schilderungen der Obduktionen, des Zustands der Leiche(n) sowie der Umstände, unter denen sie getötet wurden sind drastisch - für meinen Geshmack einfach nur ekelhaft. Es ist leider (insbesondere bei weiblichen Autorinnen) in den letzten Jahren ein verstärkter Trend in der Thriller-Literatur zu erkennen, der in diese Richtung geht. Immer "detailliertere", schonungslosere Schilderungen. Ich bin nun wirklich nicht empfindlich, doch mir verkommt das hier alles zu sehr zum Selbstzweck und zu billiger Effekthascherei. Die Story ist so gut, dass die Autorin dies nicht nötig hätte. Deshalb einen Stern Abzug.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klasse Fortsetzung, 7. Mai 2007
Von 
Michael Konle (Dillingen, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: der 2. Fall für Rizzoli & Isles (Taschenbuch)
Wem der erste Teil gefallen hat, wird auch den zweite lieben. Das Buch ist mindestens genauso spannend wie der Vorgänger. Nur das abgehakte und auf zwei Seiten reduzierte Finale stört. Ansonsten ein echter Pageturner.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilfe, Gänsehautgarantie! :-o, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Meister (Gebundene Ausgabe)
450 Minuten gelesen von Michael Hansonis - eindrucksvoll und mitreissend.

Sensationell dieser zweite Thriller mit Jane Rizzoli, Nachfolger von * Die Chirurgin *. Tess Gerritsen, selber Medizinerin, schockt wieder mal mit detallierten Beschreibungen über die Opfer, deren Leiden und Tod, die Polizeiarbeit und deren Ermittlungen, nicht zu vergessen die Ausführungen von Dr. Lawrence Zucker als Profiler, die einem den Ekel und das Entsetzen bis in die kleinste Pore pressen. Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven, aber man kann trotz der Fassungslosigkeit nicht aufhören.

Jane Rizzoli wird zu einem Mord im Villenviertel gerufen. Der Arzt Richard Yeager sitzt fixiert mit durchgeschnittener Kehle und einer Teetasse im Schoß im Wohnzimmer. Seine Frau, die schöne Gail, ist verschwunden, aber bei den Ermittlungen zeigt sich, dass Yeager erst der Vergewaltigung seiner Frau zuschauen musste und er dann getötet wurde. Was für ein Albtraum. Aufgrund der vorangegangenen Ermittlungen gegen den * Chirurg *, flammt bei Jane Entsetzen auf. Warren Hoyt, ein bestialischer Frauenmörder, ist allerdings im Hochsicherheitstrakt inhaftiert, aber die Morde tragen seine Handschrift. Irgendwas stimmt nicht.........

Einfach heftig dieser Thriller der Spitzenklasse und eine Empfehlung für die Hartgesottenen! ;o)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Thriller � der zweite Fall um Jane Rizzoli, 8. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: der 2. Fall für Rizzoli & Isles (Taschenbuch)
Bei einem neuen Fall stößt Detective Jane Rizzoli auf Parallelen zu den Verbrechen des Serienmörders „Der Chirurg". Die grausame Ermordung eines Ehepaars und die Schändung der weiblichen Leiche ruft auch das FBI auf den Plan. Jane sieht sich in ihren Kompetenzen beschränkt, als der Agent Gabriel Dean an ihrer Seite ermittelt. Bald wird klar, dass es sich nicht einfach um einen Nachahmungstäter handelt. Der inhaftierte Massenmörder hat einen Lehrling gefunden. Jane, die sich noch nicht vollständig von ihrer letzten Begegnung mit dem Psychopathen erholt hat, schwebt erneut in höchster Gefahr. Ob ihr selbsternannter Beschützer Gabriel sie diesmal vor Unheil bewahren kann?
Auch mit ihrem zweiten in Boston angesiedelten Thriller verwöhnt die Autorin ihre Leser mit einer spannenden und perfekt aufgebauten Geschichte. Gewohnt blutig und medizinisch fundiert werden die Gräueltaten dem Leser nahe gebracht. Rizzoli ist von einer Nebenfigur zur Protagonistin herangereift. Ihre Charakterisierung schafft den Balanceakt von der couragierten Polizistin zur verängstigten Frau mit jeder Menge Selbstzweifel. Auch diesmal bleibt Raum für eine kleine Romanze. Der smarte FBI-Agent ist nicht nur eine Bereicherung für Jane, sondern auch für den Serienkader. Einige Textabschnitte werden aus Sicht des „Chirurgen" in der Ich-Erzählperspektive wiedergegeben. Die Gedanken des Mörders verursachen dabei Gänsehaut. Wer Gerritsen kennt, weiß, dass mit einem packenden Finale zu rechnen ist. Diesmal hat es die Heldin sogar mit zwei Gegenspielern zu tun.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder auf der Jagd...., 14. August 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
ist Detective Jane Rizzoli aus Boston nach dem "Chirurgen". Schon der erste Teil "Der Chirurg" hat mich schlaflose Nächte gekostet. Und das Warten auf den zweiten Teil hat sich mehr als gelohnt. Ich habe das Buch in knapp zwei Tagen verschlungen. Mir kommt "Der Meister" noch spannender und dichter vor. Tess Gerritson hat einenfesselnden Stil und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Wie bei einem guten Thriller ist Gänsehaut vorprogrammiert, und das mehr als einmal.
Jane Rizzoli, inzwischen ist ein Jahr vergangen seitdem sie den Chirurgen gefasst hat, wird mit neuen Morden konfrontiert, die nach genau dem Schema des Inhaftierten ablaufen....nur ein Trittbrettfahrer oder gibt es "Lehrlinge" die ihren "Meister" unterstützen ? Noch immer muss Rizzoli ihr Trauma verarbeiten,das FBI schaltet sich ein und welche Rolle spielt Agent Dean ? Die Spannung steigerte sich für mich ins Unerträgliche und für wahre Fans ist dieses Buch ein Muss...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brillant konzipierter Nachfolger!, 8. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Chronologisch anschließend an ihren überaus erfolgreichen Medizin - Thriller „Die Chirurgin" gelingt der hochtalentierten Autorin Tess Gerritsen auch mit „Der Meister" ein an Spannung und Tiefgang kaum zu übertreffendes Werk. Dabei orientiert sich zwar die Schriftstellerin am Spannungsaufbau des Vorgängers, kreiert allerdings keineswegs eine billige Kopie desselben, sondern vielmehr eine sinnvolle Erweiterung der Thematik um den psychopatischen Frauenmörder, indem sie ein noch grauenhafter, „meisterhafter" mordendes Serienkiller - Pendant einbaut. Diesmal rückt weiterhin die smarte Detective Jane Rizzoli als Hauptprotagonistin in den Vordergrund, deren Innenleben und emanzipatorische Zerrissenheit in der Polizei - Männerwelt Bostons von Gerritsen sehr geschickt beschrieben werden.
Durch das medizinische Fachwissen der Autorin, welche sich früher als praktizierende Internistin auszeichnete, wirkt das Buch extrem authentisch. Man merkt dem Beschriebenen an, dass die Autorin den Menschen -anatomisch betrachtet- sehr genau kennt und weiß, welche Verletzungen zum Tode führen. So wirken die beschriebenen Szenarien sterbender Opfer sehr eindringlich und schockierend zugleich.
Faszinierend schafft es Tess Gerritsen, ihren Roman von der ersten Seite bis zum letzten Satz aufregend zu halten, ohne auch nur eine einzige Länge zu generieren. Daran kann sich wahrlich so mancher Autor ein Beispiel nehmen, denn so perfekt beherrschen wohl nur die Wenigsten, einen Thriller zu verfassen!
Lobens- und erwähnenswert ist auch die sehr gute Übersetzung durch Andreas Jäger gelungen, der auch schon „Die Chirurgin" absolut fehlerfrei und sprachlich elegant vom englischen „The surgeon" ins Deutsche übertrug.
Auch diejenigen, die „Die Chirurgin" noch nicht kennen, werden hier bestens unterhalten, sofern sie stabile Mägen besitzen...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MEISTERHAFT, 3. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: der 2. Fall für Rizzoli & Isles (Taschenbuch)
"Der Meister" - Originaltitel: "The Apprentice"(!) - ist die Fortsetzung von Gerritsens Erfolgsroman "Die Chirurgin". Noch immer traumatisiert durch ihre Erlebnisse mit dem beispiellos abartigen, hochintelligenten Mörder Warren Hoyt, den sie unter Einsatz ihres Lebens hinter Gitter brachte, wird die Detektivin Jane Rizzoli ausgerechnet mit den Ermittlungen über einen nekrophilen Nachahmungstäter beauftragt, welcher seine Opfer ähnlich brutal geschändet zurücklässt, wie der "Chirurg" und anscheinend auch sie selbst ins Visier gefasst hat. Ein Albtraum aus der Vergangenheit scheint sich für Jane zu wiederholen. Nebst dessen Verarbeitung und der Jagd auf den neuen Mörder hat Jane als einzige Frau der Mordkommission zudem den aufreibenden Kampf um den Respekt ihrer Kollegen zu führen.
"Der Meister" ist eine gelungene Fortsetzung der "Chirurgin". Ebenso spannend wie das Kernthema ist die Schilderung von Rizzolis psychischer Verfassung, worauf die Autorin hier noch mehr Gewicht legt als in ihrem Roman "Die Chirurgin", wo die Detektivin noch relativ arm an Kontur bleibt. Mit Jane Rizzoli, welche zur Hauptprotagonistin avanciert, zeichnet Gerritsen ein interessantes Psychogramm einer nach aussen hin toughen Kriminalistin, welche - durch Rückschläge und Fehlentscheide getroffen - immer mehr an ihren Instinkten und ihrer Eignung als Polizistin zweifelt, seit der "Chirurg" ihr Leben in den Grundfesten erschüttert hat. Rizzoli ist gleichzeitig Jägerin und Gejagte: der Täter, verhöhnt sie, indem er ungestört seinen perversen Abenteuern frönt und sie mit jeder Leiche aufs Neue mit seinem Psychoterror überzieht sowie ausgeklügelte Fernmanipulationen mit ihr treibt, um sie damit zu einem reifen, verletzlichen Opfer für seine Zwecke vorzubereiten.
Äusserst feinsinnig und nuanciert schildert die Autorin den seelischen Aufruhr und drohenden Zerfall von Rizzolis Selbstsicherheit und die Mechanismen der Zermürbung. Treffend und mit feinster Ironie beschreibt sie auch, wie die Polizistin in ihrem Dauerkampf gegen die Männerherrschaft unbewusst ihren Ruf als kratzbürstige Eiserne Lady festigt, indem sie glaubt, eine Waffe und eine trotzige Haltung sei alles, was sie zum Überleben brauche. Stets darauf bedacht, Stärke zu demonstrieren, die Männer gar zu übertreffen, um ihre Verletzbarkeit zu verbergen und nicht zur Zielscheibe ihrer Streiche zu werden, befürchtet sie schon bei harmlosen Neckereien einen Angriff auf ihre Persönlichkeit - eine fatale Zwangsvorstellung, welche mannigfache Verdrängungen nach sich zieht.

Fazit: Die meisten Fortsetzungsgeschichten fallen klar ab wie Steine in einem tiefen Teich und wiederholen das Erzählmuster des vorangegangenen Romans. Ganz im Gegenteil "Der Meister"! Damit ist Gerritsen ein intelligenter Psychothriller gelungen, welcher, gestützt auf fundiertes psychologisches Fachwissen, den Grund der Seele schürft und auch nicht mit dem üblichen fantasielosen Showdown endet, wie man ihn von Massenkrimis her kennt, sondern punktgenau getroffen ist und mich an Hitchcocks "Psycho" erinnert. Auch Parallelen zum "Schweigen der Lämmer" sind feststellbar. Dazu verleihen intelligente Dialoge dem Roman ohne Längen eine Tiefe, welche ihn entschieden über das Niveau üblicher Thriller hinaus hebt und ihn deshalb für mich noch lesenswerter und spannender macht als sein Vorgänger. Vermutlich ist dies Gerritsens bestes Buch. Sie wirft mit diesem Roman auch die interessante Frage auf, ob Mörder abartig seien, d.h. an emotionaler Fehlfunktion bzw. gestörter Anpassungsfähigkeit litten oder einfach nur ehrlich seien gegenüber den primitiven Einflüsterungen und düsteren Landschaften des Unterbewusstseins, gründend in unseren stammesgeschichtlichen Ursprüngen. Ist Zivilisation bloss die zerbrechliche Schicht über dem dunklen Ozean primitiver Instinkte? Homo sapiens reptilis? Interessant übrigens, mit welcher Subtilität Gerritsen es wie nebenbei schaffte, mir eine Protagonistin nahe zu bringen, die sie glaubwürdig eigentlich als eine Frau skizziert, welche mir zu Beginn nicht unbedingt das Bild einer Sympathieträgerin vermittelte.
So macht Lesen Spass: zurücklehnen, geniessen - und nachdenken!
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Der Meister: der 2. Fall für Rizzoli & Isles
Der Meister: der 2. Fall für Rizzoli & Isles von Tess Gerritsen (Taschenbuch - 8. August 2005)
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