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65 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegendes Werk einer erniedrigten Frau
Nachdem ich dieses Buch zu lesen angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
Souad (das Pseudonym dieser mutigen Frau, die sich noch heute vor ihrer Familie versteckt hält) erzählt in eindringlichen Worten ihre bewegende und beinah unfassbare Geschichte. Sie macht sämtlichen Menschen auf der ganzen Welt klar, dass es nach wie vor...
Veröffentlicht am 16. Juni 2004 von I. Wodni

versus
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein mutiges Buch einer starken Frau!
Schon das Bild auf dem Umschlag ist schwer zu verkraften. Ich musste das Buch meistens bedecken, weil ich diese Frau mit der Maske kaum ertragen konnte. Eine Frau, die heute irgendwo unter uns lebt und nicht erkannt werden will. Weil sie fürchten muss, dass ihre Verwandten das zu Ende bringen, was sie vor über 20 Jahren nicht geschafft haben: ihren Tod!
Es...
Veröffentlicht am 25. Mai 2004 von JED


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65 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegendes Werk einer erniedrigten Frau, 16. Juni 2004
Von 
I. Wodni "sabine_wodni" (Wien, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich dieses Buch zu lesen angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
Souad (das Pseudonym dieser mutigen Frau, die sich noch heute vor ihrer Familie versteckt hält) erzählt in eindringlichen Worten ihre bewegende und beinah unfassbare Geschichte. Sie macht sämtlichen Menschen auf der ganzen Welt klar, dass es nach wie vor Länder gibt, in denen Frauen und Mädchen weniger zählen als ein Schaf oder eine Kuh. Vom Tag ihrer Geburt an wird ihnen eingeschärft, dass sie nur existieren um für Männer zu arbeiten und Söhne zu bekommen. Bis zum Tag ihrer Hochzeit müssen sie mit gesenktem Blick durch die Straßen gehen, immer in Begleitung einer erwachsenen Frau oder eines zumindest gleichaltrigen Mädchens. Sieht sie einem Mann in die Augen, hat sie die Ehre ihrer Familie beschmutzt und diese hat nun das Recht, das Mädchen zu töten. So etwas nennt man im Osten "Ehrenmord". Das Urteil wird von der eigenen Familie gefällt und von einem ausgesuchten Familienmitglied vollstreckt.
Souad lebt mit ihren Eltern, ihren drei Schwestern und ihrem kleinen Bruder, der in der Familie von allen wie ein Prinz verehrt wird, in einem Dorf im Westjordanland. Außer diesem Dorf kennt sie nichts von der Welt, hat kein Recht auf einen Schulbesuch und kann daher weder lesen noch schreiben. Ihr Alltag besteht von frühmorgens bis spätabends aus Arbeit, Arbeit und Arbeit. Mädchen müssen sehr hart und schnell arbeiten. Machen sie einen kleinen Fehler oder sind zu langsam, werden sie vom Vater oder Bruder verprügelt. Souad kennt ihren Geburtstag nicht, aber als sie ungefähr im Alter von 17 Jahren ist, verliebt sie sich in ihren Nachbarn Faiez, dem sie schon so gut wie versprochen ist. Allerdings darf sie ihn nicht heiraten, bevor nicht ihre um ein Jahr ältere Schwester verheiratet ist. Souad begeht einen für sie tödlichen Fehler. Sie beginnt eine Affäre und wird schwanger. Für eine Familie im Westjordanland bedeutet das die größte aller Schanden und so beschließt die Familie ihren Tod, als sie im Nebenzimmer sitzt. Am Tag darauf übergießt sie ihr Schwager Hussein mit Benzin und zündet sie an.
Souad hat überlebt und legt mit diesem Buch nun ein Zeugnis über die Ehrenmorde ab, die noch heute so häufig in mehreren Ländern als völlig normal angesehen werden.
Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern, entstellt von Verbrennungen, in Europa.
"Bei lebendigem Leib" ist das fesselnste, berührendste und schockierendste Buch, das ich je gelesen habe und ich kann es nur jedem empfehlen. Vor so einer Grausamkeit die Augen zu verschließen, ist keine Lösung.
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leben voller Leid und Angst, 10. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Taschenbuch)
Souads Geschichte hat mich zutiefst erschüttert. Gerne hätte ich sie in die Arme genommen und getröstet um sie dann an der Hand zu nehmen und mit ihr aus diesem Schrecklichen Dorf am Ende der Welt zu fliehen. Als Mutter von zwei kleinen Mädchen zerreist es mich fast wenn ich lese wie viel seelische und körperliche Grausamkeit und Kälte Mädchen in anderen Teilen der Erde tagtäglich von ihrer Familie erfahren müssen.
Umso froher bin ich, dass Souads Geschichte ein einigermaßen glückliches Ende findet und ich habe den allergrößten Respekt vor dieser Frau.
Ich gebe fünf Sterne weil Souad mit ihrer Lebensgeschichte beweist, dass eben nicht nur alles Klischee ist. Frauen und kleine Kinder werden in Nahost unterdrückt, versklavt, geschlagen und für die „Ehre" der sie umgebenden Männer umgebracht. Und das in der heutigen Zeit!
Ein Bericht von Frauen denen der Kopf abgeschnitten wird, weil sie einmal zu oft beim Kaufmann um die Ecke einkaufen gehen und sich somit des Ehebruchs verdächtig machen. Von Neugeborenen, die erstickt werden, weil sie mit dem falschen Geschlecht geboren werden und von Mädchen, die in der ständigen Angst leben im Schlaf erstickt zu werden.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Mord legal wird, 26. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Taschenbuch)
Andere Länder, andere Sitten - das ist zu oft einfacher ausgesprochen, als es sich in der Wirklichkeit darstellt. Denn die Sitten und Gebräuche, die Traditionen in einigen Ländern dieser Welt sind menschenverachtend und grausam.

Mit Leichtigkeit könnte man sagen, als Roman wäre es ein wirklich guter Thriller.
Doch leider ist "Souad - Bei lebendigem Leib" kein Roman. Es ist eine wahre Begebenheit. Es sind die Geschehnisse, so wie Souad sie erleben musste und sie beschreibt sie mit so einfachen und doch sehr ergreifenden Worten. Es ist beklemmend zu wissen, dass es Realität ist.
Der Gedanke, dass es in unserer Zeit noch immer den so genannten Ehrenmord gibt, der zu der Tradition und der Normalität des Lebens in den entsprechenden Ländern dazu gehört, wie das Essen, das Schlafen, das Beten, dann versteht man die Welt nicht mehr. Wenn Mütter ihre Neugeborenen töten, mit einem Kissen ersticken, weil es keine Jungen sind. Wenn Mädchen hart arbeiten müssen und für den kleinsten Fehler, für das zu späte Nachhausekommen, selbst wenn es sich nur um ein paar Minuten handelt, mit schlimmen Schlägen mit dem Gürtel oder dem Stock bestraft werden. Wenn das bloße Gerücht, dass ein unverheiratetes Mädchen einen Mann auf der Straßen angesehen hat, das Todesurteil für sie sein kann. Wenn das alles legal ist - was ist dann noch normal?
Die Männer sind in diesen Kulturen die absoluten Herrscher. Frauen werden geduldet, um Kinder zur Welt zu bringen und den Haushalt zu führen. Bringt sie keine Söhne zur Welt, wird sie verachtet.
Keiner fragt danach, was mit Töchtern passiert. Es interessiert niemanden, wenn sie plötzlich verschwinden. Sie sind nur lästig, höchstens für Arbeit nützlich und selbst dann dürfen es nicht mehr als zwei oder drei Töchter im Haus sein - mehr braucht man nämlich nicht für die Arbeit. Sie dürfen nicht zur Schule gehen, sie lernen nichts über die Welt, über andere Länder, Religionen, sie können nicht lesen und nicht schreiben. Es ist verpönt, wenn ein Mädchen zur Schule geht, sagen gleich alle, sie wird nie einen Mann bekommen.
Wahrscheinlich, weil sie dann zu intelligent wäre, um sich derartig unterwerfen zu lassen. Eine gebildete Frau würde eigenständig werden, sie könnte arbeiten gehen, das Land verlassen. Sie würde sich keinem Mann beugen und gezwungen sein, Söhne zur Welt zu bringen, sie müsste sich nicht protestlos schlagen lassen und wie eine Sklavin leben.

Souads Schicksal ist nur ein Beispiel für die Grausamkeit in diesen Kulturen. Und um es zu lesen, muss man starke Nerven aufweisen können. Denn sie beschreibt oft sehr genau, was sie erlebt, was sie durchlebt hat. Sie erzählt von allem, an das Sie will aufmerksam machen auf das Leben der Frauen, denen bei jeder Gelegenheit klar gemacht wird, wie wertlos sie sind.
Sie will uns, den Bewohnern der westlichen Welt, bewusst machen, welche Verhältnisse noch heute teilweise auf dieser Welt herrschen. Es ist ein Aufruf und vielleicht auch ein Hilferuf im Namen aller Unterdrückter, nicht wegzusehen und sich wehren, dagegen vorzugehen. Wo Kultur endet, wo Menschenwürde mit den Füßen getreten wird.

Und das war, was mich am meisten beeindruckt hat - der Aufruf an die "westliche" Welt, einzugreifen. Entgegen der bei uns landläufigen Meinung, dass wir uns nicht einmischen dürften, sagt Souad klar, dass die Länder, in denen beschriebene Verhältnisse vorherrschen, Hilfe brauchen. Ansonsten wird sich nie etwas ändern. Und ich finde, das sollten wir uns sehr zu Herzen nehmen.

Souad hat überlebt. Doch jedes Jahr sterben viele Frauen durch diese Ehrenmorde. Sterben eines vollkommen sinnlosen Todes, ganz gleich, ob jahrhundertealter Brauch oder nicht.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach unglaublich !!!, 30. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Gebundene Ausgabe)
Für Europäer ist es unglaublich, was in diesem Buch geschildert wird. Um so mehr, da sich dieses Schicksal (nur eines von mindestend 5.500 bekannt gewordenen)in einem Land abgespielt hat, in dem die Religion groß geschrieben wird. Das Leben ist doch (je nach Glauben) ein Geschenk Gottes; wieso gilt ein Sohn so viel mehr als eine Tochter ? Es wird berichtet, dass Töchter nach der Geburt einfach ermordet wurden, wenn schon Töchter in der Familie waren. Die Söhne durften sich alles erlauben, die Mädchen waren nur für die Feld- und Hausarbeit bestimmt und durften nicht einmal das Haus verlassen. Oh, Herren der Schöpfung, wer hat euch das Leben geschenkt, wenn nicht die Frauen ? (jetzt klingt's "emanzenmäßig").
Aber zurück zum Buch: es ist echt aufwühlend, lesenswert und gehört einfach in jeden Bücherschrank. Wer anfängt, es zu lesen, hört nicht eher auf, bis es durchgelesen ist.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine erschütternde Geschichte, 16. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Gebundene Ausgabe)
Mit einfachen, eindringlichen Worten erzählt uns die Autorin Souad (unter Mithilfe von Marie-Thérèse Cuny) die erschütternde Geschichte ihres Ehrenmordanschlages - für uns Euporäer(innen) unvorstellbar, grausam und schockierend. Man mag nicht glauben, das er in dieser Welt solche Taten überhaupt vorkommen. 5500 Fälle sind bekannt, die Dunkelziffer liegt weitaus höher.
Man kann das Buch keinen Moment aus den Händen legen, so eindrucksvoll beschreibt Souad, die lange Analphabetin war und aus sehr einfachen Verhältnissen kommt, ihre Gefühle und ihren eisernen Überlebenswillen.
Heute lebt sie unter falschen Namen mit ihrer Familie irgendwo in Europa. Dies ist der erste Zeugnisbericht einer Überlebenden eines Ehrenmordanschlages.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MUST READ!!, 4. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Gebundene Ausgabe)
Warum "Must Read"? Heutzutage werden wir mit Biografien a la Bohlen und Kübelböck überhäuft. Es stellt sie die Frage: "Bin ich so dumm, ist es die Masse oder doch einfach nur der 'Autor, Verleger'???" 'Bei lebendigem Leib' ist keine Biografie im herkömmlichen Sinne, es ist eher eine Aufklärung von Geschehnissen, die für uns entwürdigend, erniedrigend, unverstollbar sind und doch in vielen Teilen unserer Welt so real. Ich finde, niemand sollte die Augen vor diesen Grausamen Tatsachen verschließen und somit kann ich "Bei lebedigem Leib" nur jedem ans Herzen legen!!!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider grausame Realität, 26. August 2007
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Taschenbuch)
In erster Linie lese ich Bücher, um in andere, fremde, fiktive Welten abtauchen zu können. Geschichten, die sich Autoren ausdenken verleihen einem selber soviel Phantasie, dass man die Welt um sich herum oftmals vergessen kann.

Doch dieses Buch ist (leider) real und so wird die vermeintliche Phantasie schnell zur Realität. Souad, eine Frau, die heute so um die 50 Jahre alt ist, erzählt die Lebens- und leider somit auch ihre Leidensgeschichte ihrer Kindheit. Geboren und aufgewachsen im Westjordanland ist es für sie normal, dass Schafe oder Kühe mehr wert sind als Frauen. Sie wird geschlagen, gedrillt, ausgenutzt und hat keinerlei Menschenrechte in dem männerdominierenden Land. Beim Lesen dieses Buches bekam ich Wut auf die Mentalität der dortigen Gesellschaft.

Natürlich hatte ich auch zuvor schon von dem frauenverachtenden Leben dort gehört, doch habe ich nie Details erfahren. Souad schildert diese aber nun anhand ihres eigenen Lebens und es ist absolut unglaublich, wozu Menschen, insbesondere Männer, fähig sind, wenn es darum geht ihre vermeintliche Ehre zu retten.

Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen. Mit sehr viel Neugier, Erschrecken und vor allem Hochachtung. Als ich es am Ende zuklappte, schickte ich einen positiven Gedanken an Souad. Auch wenn sie diesen vielleicht nie bekommen wird, so fühle ich mich ihr ein Stück weit verbunden, weil ich mit dieser Lebensgeschichte an ihrem Leben teilhaben durfte.

Souad lebt heute irgendwo in Europa mit geändertem Namen und auch wenn sie wahrscheinlich nicht gerade in meiner Nähe wohnt, so habe ich momentan das Bedürfnis, sie zu sehen. Ich würde nichts sagen. Ich würde sie einfach nur in den Arm nehmen und den Hut ziehen vor soviel Überlebensmut und dem Mut, dieses Buch zu schreiben.

Ich habe Achtung vor einer Frau, die in einem so schrecklichen Land aufgewachsen ist und die es dennoch geschafft hat, heute ein halbwegs normales Leben zu führen. Sie hat Glück gehabt. Vielen anderen Mädchen und Frauen war dies nicht vergönnt. Viele von ihnen bekamen nach ihrer Geburt nicht mal die Chance, überhaupt ein Leben zu führen.

Das Buch hat mich sprachlos gemacht und ich weiß, dass mich das Leben von Souad noch einige Zeit verfolgen wird. Und auch ich hoffe, dass dieses Buch um die ganze Welt geht und vielleicht eines Tages bis ins Westjordanland kommt, wo es nicht von den Männern dort verbrannt wird.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unfassbar, tragisch & menschenverachtend., 30. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Taschenbuch)
Dieses Buch ist eines der besten, aber auch eines der grausamsten Bücher, die ich je gelesen habe. Es vermittelt einen erschütternden Eindruck darüber, wie schlecht es so vielen Menschen dieser Erde ergehen kann. Es nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und beeindruckt vor allem mit dem Mut dieser Frau namens Souad: Ein Buch über ihre schrecklichen Erlebnisse zu schreiben, um Menschen aufzurütteln, sich mitzuteilen und anderen Frauen zu signalisieren, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein sein müssen und es geteilt wird. Wahnsinnig große Hochachtung vor dieser mutigen Frau! Angesichts dieser vielen positiven Aspekte des Buches erscheint es absolut nebensächlich, dass der Schreibstil de Autorin ab und zu etwas hölzern wirkt! Es ist in jedem Fall ein Buch, das das Leben des Lesers verändern kann!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein bewegendes Buch., 10. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Gebundene Ausgabe)
Vom Inhalt her geht es um das Schicksal von Souad, die als Teenager das Opfer eines "Ehrenmord-Anschlages" wird, da sie sich heimlich, in ihrer jugendlichen Naivität, mit einem Nachbarn trifft; um endlich "frei" zu sein. (Verheiratete Frauen dürfen sich z.B. Schminken und aus dem Haus gehen.) Doch Souad wird schwanger und soz. "Sitzen gelassen".
Geschildert wird u.a. das Leben der Frauen im Westjordanland. Deren Wert- und Nutzlosigkeit bei "den Männern" und deren permanente Unterdrückung. - Eine Frau ist dort weniger Wert als das Vieh. (Mütter ersticken ihr Baby gleich nach der Geburt, wenn es ein Mädchen ist und sie schon "zu viele" davon haben.)
Schläge, Tritte und "Morde an Frauen" werden dort als ganz "normal" angesehen. Wenn eine Frau verschwindet, dann verschwindet sie eben, ohne das sich jemand um deren Verschwinden kümmert. Ein Ehrenmord wird vom "Familienrat" -ohne die betreffende Person - beschlossen. Am vereinbarten Tag verlassen alle Familienangehörige das Haus; abgesehen vom Opfer und dessen - für die Sache bestimmten - "Mörders". - Später, wenn die "Familien-Schande" beseitigt ist, finden sich alle Familienmitglieder wieder zusammen und tun so, als wäre nicht`s geschehen. Das "Opfer" existiert einfach nicht mehr; man vergisst es einfach.
So ergeht es auch Souad, die von ihrem Schwager eines Tages mit Benzin überschlüttet und angezündet wird. Wie durch ein Wunder überlebt diese und schildert im Verlauf des Buches ihre physischen und psychischen Qualen und wie sie letztendlich "ihr Leben danach" meistert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erschütterndes, aber gut(es) (geschriebenes) Buch, 7. August 2008
Von 
M. Weiland (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bei lebendigem Leib (Taschenbuch)
Ein erschütterndes Buch über eine der grausamsten Taten der Welt: Ehrenmord. Souad berichtet über ihre Kindheit im Westjordanland, wie sie bereits von klein auf von ihren Eltern tyrannisiert und ausschließlich als Arbeitskraft gesehen wurde. Sie erlebt mit, wie ihre große Schwester getötet wird, sieht, dass ihre Mutter einige ihrer anderen Schwestern gleich kurz nach der Geburt tötet und im Garten vergräbt. Denn Mädchen sind in diesem Land nichts wert, weshalb sie eben einfach "weg" mussten. Als sie sich in ihren Nachbarn verliebt, hofft sie auf eine Hochzeit und viele Kinder - eben auf das Leben, das alle Mädchen in ihrem Dorf erwartet. Doch ihr Nachbar nutzt sie nur aus, schwängert sie und lässt sie im Stich. Souad berichtet über den Verbrennungsauftrag, den ihre Eltern ihrem Schwager gegeben haben, über ihre Flucht und wie sie fortan mit den Verbrennungen an ihrem ganzen Körper leben muss. Immer wieder fällt Souad in tiefe Depressionen. Erst als sie nach 25 Jahren ihren Sohn wieder sieht, fällt eine große Last von ihr ab und sie findet ihr Leben sogar wieder ein klein wenig lebenswert.
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Bei lebendigem Leib
Bei lebendigem Leib von Souad (Taschenbuch - Juni 2005)
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