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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach vielen Jahren nach wie vor toll!
Nach über 25 Jahren bekam ich jetzt Colleen Mc Culloughs "Dornenvögel" wieder in die Hände, und ich bin wie damals begeistert.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten Australien-Schriftsteller wie Patricia Shaw, Tamara Mc Kinley usw. ja boomten, sind sie für mich aber kein Vergleich mit diesem Buch.
Die Familiensaga, die im letzten Jahrhundert...
Am 13. April 2005 veröffentlicht

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts...? (Vorsicht Spoiler)
Das Positive gleich voraus: als Zeitdokument sowie wegen des Einblicks in das Leben, die Natur und die Kultur in Australien (zumindest von den Weißen, von den Aborigines erfährt man nichts) hat mir dieses Buch recht gut gefallen, auch sind einige Charaktere bemerkenswert gut gezeichnet, z.B. die Mutter der Hauptdarstellerin, Fee (Fiona) und ihre Tochter...
Veröffentlicht am 21. Januar 2012 von Skywalker


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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach vielen Jahren nach wie vor toll!, 13. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel: Roman (Taschenbuch)
Nach über 25 Jahren bekam ich jetzt Colleen Mc Culloughs "Dornenvögel" wieder in die Hände, und ich bin wie damals begeistert.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten Australien-Schriftsteller wie Patricia Shaw, Tamara Mc Kinley usw. ja boomten, sind sie für mich aber kein Vergleich mit diesem Buch.
Die Familiensaga, die im letzten Jahrhundert spielt und sich hauptsächlich um Meggie Cleary dreht, ist bewegend, fesselnd, atemberaubend.
Die Atmosphäre ist berauschend beschrieben und versetzt einen hautnah in das Geschehen.
Sicher kennen viele die Ereignisse aus dem Film mit Richard Chamberlain, doch ist das Buch tausendmal besser und umfassender.
Die Familie Cleary mit Paddy als Vater, Fee als Mutter, Meggie als Tochter und vielen Söhnen wandert von Neuseeland nach Australien aus, wo sie auf der großen Schaffarm Drogheda für Paddys ältere Schwester Mary Carson arbeiten und dann ihr Leben verbringen.
Als Pater Ralph in ihr Leben tritt und die Beziehung mit Meggie beginnt und ihren Lauf nimmt, kommt die interessante Komponente der Kirche, des Zölibats, der Interna im Vatikan dazu.
Die Nöte Meggies inmitten vieler Brüder, mit einer gefühlsarmen Mutter und fehlender Aufgeklärtheit werden einem sehr nahe gebracht und lassen einen sehr mit ihr fühlen.
Menschen sterben, werden geboren- Meggies Leben nimmt seinen Lauf.
Am meisten fasziniert hat mich aber der Charakter von Justine, der Tochter von Meggie.
Sie ist es, die mir am nachhaltigsten im Gedächtnis blieb und die mich berührte.
Ein Super- Buch, das leider etwas in Vergessenheit geriet, aber absolut lesenswert und empfehlenswert, immer wieder!!!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer wieder ergreifend, 1. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel. Roman. (Broschiert)
Von den berühmten "Dornenvögeln" habe ich schon als Kind gehört.
Ich habe immer heimlich den Film mitgesehen und war von der verbotenen Liebe zwischen Priester und Mädchen fasziniert, in der Verfilmung zunächst von Rachel Wards roter Haarmähne und den Nachgesprächen meiner Familie über Danes tragischen Tod.
Mit elf, zwölf Jahren bekam ich das Buch dann in die Hände und habe es zum ersten Mal gelesen. Ich habe damals nie begriffen, was der Kauf der Puppe am Anfang des Buches für eine Bedeutung für den Gesamtverlauf des Werkes haben sollte. Im nachhinein wurde mir immer klarer, dass es sich auf Meggie Clearys Schicksal insgesamt beziehen musste: sie verlor das Kostbarste, das sie sich vorstellen konnte, indem andere Menschen sich in ihr Leben und in ihre Träume einmischten. - Je älter ich wurde, umso öfter habe ich das Buch gelesen. Ich konnte mich zunehmend mehr mit der Figur der Meggie Cleary identifizieren, bin sozusagen mit der Romanheldin selbst mitgewachsen. Vor allem das Motiv der unerfüllten Liebe und Sehnsucht zu einem für sie wunderbaren Mann, der alles andere über sie stellt und ihr (erst spät) trotz allem für kurze Momente auch seine körperliche Liebe schenkt, der Drang, gegen verschlossene Türen anzurennen, kam mir sehr bekannt vor. - Die Saga wird von vielen interessanten und auch liebenswerten wie auch kaltschnäuzigen Menschen bevölkert: Fiona, der Mutter, die ihr mögliches Glück mit ihrem Mann Paddy dem Gedenken eines vermeintlich größeren Liebe opfert und zu spät ihre Gefühle für Paddy erkennt; der gewalttätige jähzornige Frank, Fees "Einziger", der an Mutter und Schwester mit inniger Liebe hängt; der arbeitsame Paddy, der unter der Fuchtel seiner älteren Schwester steht und versucht, mit seiner Familie eine neue Existenz in Australien aufzubauen; die vielen Brüder Meggies wie auch ihr eigener Ehemann Luke O'Neill, deren Energie dem beruflichen Weiterkommen gilt; das liebenswerte Ehepaar auf "Himmelhoch", das Meggie aufnimmt, als sie aus unglücklicher Ehe kommend "Heilung" sucht; die Kinder Dane und Justine, die ihr Glück in Europa versuchen; Rainer, der Justine die Liebe geben will, die die Mutter ihr versagt... Dazu die ständigen Konflikte zwischen weltlicher und klerikaler Macht, gezeigt am Beispiel des ehrgeizigen Ralph und seines einfachen Lieblingsmädchens Meggie, der zuliebe er seine Zölibat einfach nicht aufgeben will/kann. Gegner des Zölibats werden einmal Grund mehr finden, diese eher überholte Regelung aus dem 11. Jahrhundert zu kritisieren. - Landschaft, Weltlage und verschiedene Gesellschaftsschichten werden geschildert - vom einfachen Schafscherer bis zu den Kirchenfürsten im Vatikan, der Zweite Weltkrieg, Buschfeuer, Kaninchenplage und immer wieder Staub, Fliegen und Hitze. Dazwischen das Idyll Matlock Island, das unerträglich feuchte Queensland und das von Dürre geplagte Neusüdwales. - Insgesamt ein faszinierendes Werk, das man immer wieder gut lesen kann, wenn man Hang zu Romantik vor gesellschafts- und weltpolitischem Hintergrund hat. - Außerdem ein persönliches Denkmal der Autorin an ihren verstorbenen Bruder, der in den 60er Jahren tatsächlich vor Kreta bei einem Rettungsversuch ums Leben kam.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Liebesroman, 12. Februar 2000
Von 
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(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel (Taschenbuch)
Die stürmisch-romantische Saga einer außergewöhnlichen Familie, der Clearys. Die Geschichte beginnt zu Anfang unseres Jahrhunderts, als Paddy Cleary mit Frau und sieben Kindern von Neuseeland nach Australien auswandert, um dort auf einer der großen Farmen im weiten Grasland von Neusüdwales für seine ältere, reiche Schwester zu arbeiten. Die Saga endet mehr als ein halbes Jahrhundert später, als in der dritten Generation die letzte der Clearys, die brilliante Schauspielerin Justine, die Wurzeln ihres Geschicks nach Europa verpflanzt. Im Vordergrund des Buches aber steht das Schicksal von Meggie Cleary, der einzigen Tochter von Paddy Cleary und seiner Frau, die sich in den Priester Ralph verliebt. Eine Liebe, die nicht gut gehen kann... Ein sehr spannender Abenteuerroman und gleichzeitig eine wunderbare Liebesgeschichte. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und einfach zu empfehlen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen dieses Buch läßt einen nicht mehr los, 27. April 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel (Taschenbuch)
Dieses Buch ist einfach absolut fantastisch! Ich habe selten ein Buch gelesen, daß mich so sehr in den Bann gezogen hat. Colleen McCullough erzählt mit einer solchen Intensität, das man wirklich alles bis ins kleinste Detail vor sich sieht.In den Lesepausen und noch Wochen nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, haben mich die Figuren und ihr Lebensweg immer noch beschäftigt, es war beinahe so, als würde ich sie persönlich kennen.
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich mir noch mal den Film angesehen und muß sagen, daß dieser Handlung und Personen nur sehr oberflächlich wiedergibt.
Also, unbedingt lesen!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts...? (Vorsicht Spoiler), 21. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel (Taschenbuch)
Das Positive gleich voraus: als Zeitdokument sowie wegen des Einblicks in das Leben, die Natur und die Kultur in Australien (zumindest von den Weißen, von den Aborigines erfährt man nichts) hat mir dieses Buch recht gut gefallen, auch sind einige Charaktere bemerkenswert gut gezeichnet, z.B. die Mutter der Hauptdarstellerin, Fee (Fiona) und ihre Tochter Justine; auch Justines späterer Ehemann Rainer und ihr Bruder Dane sind sympathische und gut nachvollziehbare, menschliche Charaktere. Damit hören für mich die positiven Aspekte aber auch schon auf und mir ist zugegebenermaßen unverständlich, warum dieses Buch hunderttausende von Menschen zu Strömen von Tränen geführt haben soll.

McCulloughs Schreibstil ist, freundlich ausgedrückt, abstoßend: sie weidet sich offenbar körperlichen, geistigen sowie seelischen Qualen, beschreibt demütigende und quälende Szenen mit einer geschmacklosen Freude am Detail (z.B. Maggies erste Monatsblutungen, oder ihre ersten sexuellen Erfahrungen mit einem brutalen Ehemann); Beschreibungen schöner Orte und Szenen, selbst wenn sich diese anbieten, misslingen ihr völlig. Einzige Ausnahme ist der Hauptdarsteller Ralph, dessen romantische Schönheit und charismatisches Auftreten mit geradezu pubertärer Begeisterung immer wieder betont werden und ihn dadurch schon von Anfang an zu einem unglaubwürdigen Charakter machen.

Die sogenannte "Liebesgeschichte" hat mich nicht im geringsten berührt. Gesellschaftskritisch ist das Buch nicht; das Problem ist nicht das durch die Kirche vorgeschriebene Zölibat, es ist der Ehrgeiz dieses einen Priesters, der seiner Karriere zuliebe seine große Liebe aufgibt. (Mary Carson, Maggies Tante, vererbt der katholischen Kirche ihr Vermögen mit der Auflage, dass Ralph es verwaltet; er akzeptiert das Testament, woraufhin er als Bischof nach Sydney und später als Kardinal nach Rom versetzt wird.)
Andererseits: was ist mit "großer Liebe" gemeint? Maggie und Ralph kennen einander kaum; sie sieht in ihm - er ist fast zwanzig Jahre älter - einen Beschützer, er in ihr eine Art unerreichbare, ferne Prinzessin. Es kommt zu viel unterdrückter und darum sich explosiv aufstauender sexueller Anziehung, wobei es aber, bis auf ein kurzes Zwischenspiel, bleibt. Gibt es jemals wirkliche Intimität zwischen diesen beiden? Wärme, Verständnis? Gespräche, Vertrauen? Fehlanzeige. Es handelt sich nicht um eine Beziehung auf Augenhöhe, und von Anfang an ist das auch von beiden nicht gewünscht. In Maggies Fall kommt hinzu, dass sie ihre Jugend auf einer riesigen australischen Farm verbringt, und bis auf ein paar schüchterne Schafhirte kaum Männer ihres Alters kennen lernt. Sie "verliebt" sich also in Ralph und klammert sich an diese Verliebtheit scheinbar vor allem, weil sie keine Alternativen hat.

Maggie, die schöne, "süße", "unschuldige" und tragische Heldin, ist, wenn man nur ihr Verhalten betrachtet und nicht ihre des langen und breiten beschriebenen Gefühle, nichts als eine arrogante Intrigantin. Sie erwartet selbstverständlich, dass Ralph allein ihr gehört; sie akzeptiert nicht, dass er sich nicht auf eine Beziehung mit ihr einlässt und wegen ihr nicht die Kirche verlassen will (was hätte er als ehemaliger Priester danach eigentlich machen sollen? Schafe scheren?) Sie *liebt* ihn, und das bedeutet automatisch für sie, dass er kein Anrecht hat auf einen freien Willen; ganz selbstverständlich nimmt sie an, dass er wegen ihr alles aufgeben wird, um von ihr "glücklich gemacht" zu werden. Doch nur ein kurzer, romantischer Urlaub wird den beiden nach Jahren der Trennung und inneren Leids zuteil; ansonsten zerstört ihre verbotene, sinnlose Leidenschaft ganze Lebensjahrzehnte, in denen sie ansonsten anderweitig Erfüllung hätten finden können, denn trotz allem will keiner von beiden voneinander lassen, man "liebt" einander auf Entfernung, voller Sehnsucht und ohne jemals zu erfahren, wie der andere wirklich ist, denkt und lebt.

Dass Maggie Luke ohne Liebe heiratet, nur weil er Ralph etwas ähnlich sieht, mag noch verständlich sein; aber als ihre Ehe nur Enttäuschungen für sie bereithält, "nimmt sie ihr Schicksal in die Hand" auf eine Art, die mir persönlich unverzeihlich vorkommt. Sie hängt zuerst ihrem Ehemann ein ungewolltes Kind auf, dann betrügt sie ihn mit einem Mann, der sich dem Zölibat verpflichtet hatte; auch von diesem lässt sie sich ohne sein Wissen und Einverständnis schwängern. Erst als Dane tot ist, erfährt Ralph, dass dieser brillante, warmherzige junge Mann, dessen Liebe zu Gott stets aufrichtiger und hingebender war als seine eigene, sein Sohn war - ein letzter, brutaler Racheakt einer verschmähten Frau an den Mann, der wegen ihr nicht alles aufgeben wollte. Maggie entwickelt niemals Gefühle für einen anderen Mann, davon überzeugt, allein Ralph sei "die Liebe ihres Lebens" und sie sei "für ihn geschaffen worden", obwohl sie ihn weder kennt noch ernst nimmt noch jemals mit ihm wirklich ihr Leben teilt und weder ihn noch seine Entscheidungen respektiert. Da sie ihn "liebt", ist sie davon überzeugt, als einzige den Schlüssel zu seinem Glück zu besitzen, als einzige zu wissen, was gut für ihn ist - eine Tyrannei der schlimmsten Art, da sie die Menschen, die sie liebt, nicht durch körperliche, sondern durch seelische Gewalt vereinnahmt. (Ironischerweise ist die einzige, die einem traurigen Schicksal entkommt, ihre Tochter, die sie nie liebte, weil sie ihren Vater nicht liebte.) Er wiederum ist zu feige, um sich zu ihr zu bekennen, und offenbar zu dumm, um jemals darauf zu kommen, dass mehrere Wochen ungeschützter Sex zu einer Schwangerschaft führen könnten. Bis auf ihre äußerst romantischen Namen (Maggie Cleary und Ralph Raoul de Bricassart, das schmilzt doch geradezu auf der Zunge) und ihre Schönheit, die auch immer wieder ausgiebig beschrieben und betont wird, scheinen beide bei genauerem Hinsehen keine einzige positive Eigenschaft zu haben.

Die "Dornenvögel" quälen sich also selbst und andere jahrzehntelang um der sogenannten "großen Liebe" willen. (Diese Art von Vögeln gibt es übrigens in der Natur nicht, nur in Legenden.) Edel soll es sein, wenn man den Schmerz erträgt, den das sinnlose Klammern an den falschen Menschen mit sich führt, und wenn man diesem Menschen niemals die persönliche Würde lässt, selbst über das eigene Leben zu entscheiden. Das soll nun "romantisch" sein? Wenn, dann danke ich dem Himmel, so etwas nie in dieser Form erlebt zu haben. Statt über dieses Buch zu schmachten und zu heulen hoffe und bete ich, so eine Art "Liebe" auch niemals erleben zu müssen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es gibt viel zu erleben, in nur einem Buch, 16. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel (Taschenbuch)
Während meiner Kindheit wurde immer wieder vom Film "Die Dornenvögel" geredet.
Du weißt schon, der Film, in dem der Priester und das junge Mädchen ...
Dadurch dachte ich immer, dies wäre ein seichter Schmachtfetzen, in dem ein Priester eben den fleischlichen Gelüsten erliegt.
Nun, ich muss sagen, es ist sooo viel mehr.
Die Geschichte beginnt mit der verarmten Familie eines Schalfschärers in Neuseeland. Die Familie kann sich trotz Arbeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, gerade mal so über Wasser halten.
Als dann das Angebot der reichen Tante aus Australien kommt, auf deren Schaffarm zu arbeiten, ergreifen sie ihre Chance.
Schon bei der Ankunft in Australien lernen sie den zuständigen Pfarrer kennen, der sich sofort zu dem Mädchen Meggie hingezogen fühlt. Als Meggie heranwächst, wird sie sich ihrer eigenen Liebe ihm gegenüber immer mehr bewusst. Natürlich steht das Keuschheitsgelübde des Priesters zwischen ihnen.
Meggie heiratet später aus Trotz einen anderen Mann, der sie allerdings nicht glücklich machen kann.
Sie kehrt mit zwei Kindern wieder zur Schaffarm zurück und erlebt dort weitere Schicksalsschläge.
Man begleitet auf rund 800 Seiten drei Generationen. Die gefühlstote Mutter, Meggie mit ihrer nie endenwollenden verbotenen Liebe zum Priester und schlussendelich ihre Kinder.
Ein Buch das wahrlich lesenswert ist, sofern man nicht auf einen Skandal oder erotische Liebesszenen hofft.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Familiensaga schlechthin !!! - Begeistert immer noch!, 25. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel (Taschenbuch)
Fragt man heute jemanden, ob er "Die Dornenvögel" kennt, so kommt meist als Antwort: Das ist doch die Schmonzette mit Richard Chamberlain, in der er einen Priester spielt und sich in ein junges Mädchen verliebt. Obwohl die Ausstrahlung des Fernseh-Mehrteilers "Die Dornenvögel" damals in den 80er-Jahren den Sendern Rekord-Einschaltquoten bescherte, ist die Familiensaga inzwischen entweder in Vergessenheit geraten oder es haftet ihr zumindest ein etwas traniges Image an. Auch ich selbst hatte damals sowohl den Film gesehen als auch das Buch gelesen und danach verstaubte der Roman jahrelang im Bücherregal. Erst als mir vergangenes Jahr der Lesestoff knapp wurde, habe ich ihn wieder aus der Versenkung hervorgeholt und mit Begeisterung mittlerweile mehrmals gelesen.

Colleen McCullough hat mit "Die Dornenvögel" eine wirklich großartige Familiensaga verfasst. Über drei Generationen hinweg erzählt sie uns die Geschichte der Clearys und zeichnet dabei so viel mehr als nur ein schlichtes Familienporträt. Das Buch besticht durch eine wunderbare klare Sprache, die einem die Landschaft, die Geschichte und die Menschen nicht nur des 5. Kontinents in Worten mehr zu vermitteln vermag, als so manche Fernsehdokumentation oder manches Reisemagazin in Bildern. Meisterhaft versteht es die Autorin, Mensch und Natur in ihrem Roman in Einklang zu bringen und aufzuzeigen, wie klein der Mensch in diesem Gefüge doch ist.

Trotz der Nichtigkeit im großen Ganzen zeigt sie aber auch, wie wichtig jeder Einzelne doch im Kleinen ist; in seinem eigenen Leben, für seine Familie und für seine Freunde. Beziehungen, Bindungen, menschliche Stärken und Schwächen zu beschreiben, das zieht sich als roter Faden durch den ganzen Roman und Colleen McCullough beweist sich dabei wahrlich als Meisterin der großen Gefühle. Wer hier nicht mitfiebert, leidet, schmunzelt, seufzt und schluchzt, dem ist nicht zu helfen, denn intensiver kann man die menschliche Gefühlswelt kaum zu Papier bringen. Viele kleine und manch große Tragödie muss man hier als Leser durchleben und bekommt so von Colleen McCullough ein spannendes, hunderte Seiten dauerndes Lesevergnügen geschenkt.

"Die Dornenvögel", das ist kein Roman für schnell mal zwischendurch. Es ist eine Lektüre, für die man sich Zeit nehmen sollte: des Umfangs wegen und vor allem, um sich auf die Geschichte einzulassen und beim Lesen all die großen Gefühle zuzulassen, die diesen Roman so auszeichnen. Und all jenen, die glauben, das Buch sei mittlerweile doch wohl ein wenig angestaubt, denen kann ich nur empfehlen: Kaufen, lesen und sich vom Gegenteil überzeugen lassen!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fabelhaft, fantasievoll, fragenverliebt, 2. Juli 2008
Von 
Neuschäfer "Lesenslust" (Erkelenz, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel (Gebundene Ausgabe)
Wer dem Film "Dornenvögel" schon viel abgewinnen konnte, wird von diesem Buch noch mehr begeistert sein. Denn die deutsche Erstausgabe von 1977 ist von Solleen McCullough sensibel geschrieben und zeigt permanent auch andere Facetten, die im Film selbst gar nicht oder anders zum Tragen kommten.

Die Erzählung lebt von den vielen sehr unterschiedlichen Charakteren, die sich im Leben immer wieder kreuzen und das Kreuz des Leidens und der Liebe erleben.
Dabei wird kein rosarotes Leben im Märchenland oder Paradies geschildert, sondern eine Existenz, die vielen Herausforderungen zu begegnen hat, bei der Vieles in Frage gestellt werden kann (und muss!).

Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin es schafft, auch religiöse Fragen zur Sprache zu bringen, ohne vereinnahmend zu sein oder ohne dass es aufgedrückt wirkt.

Sehr zu empfehlen!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifend, schön, romantisch- einfach zum Träumen, 14. Januar 2006
Von 
Melanie Bode "Smelli" (Gevelsberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel: Roman (Taschenbuch)
Ein wundervolles Buch in einer Zeit spielend, in der es noch die wahre Liebe gab. Eine Liebe, die es eigentlich gar nicht gaben darf.
Als Leser findet man einfach kein Ende, man kann dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen. Man träumt sich ans andere Ende der Welt und erlebt die Lebensgeschichte von Fee, Paddy, Maggi und Ralf einfach mit, meistert gemeinsam Schicksalschläge und erlebt das Glück der Liebe, die ein ganzes Leben anhält.
Toll geschrieben, einfach ein Roman, der zur Pflichtlektüre gehört. Zum Träumen, Weinen und Lachen......
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3.0 von 5 Sternen Film besser als Buch, 28. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel. Roman (Gebundene Ausgabe)
Vorab: Den Filmmehrteiler hatte ich einigemale angeschaut und erst viel später das zugrunde liegende Buch von Colleen gelesen. Ihr Roman ist ganz gute Unterhaltung und bringt die wesentlichen Handlungen des Film. Gewisse Längen sind andererseits nicht zu übersehen und gerade der Film hat deutlich mehr Tiefe, besonders was klassische Motive der Liebes- und Hingabefähigkeit der beiden Hauptfiguren angeht. Da bietet der Film Anleihen bei den antiken Griechen/Tragödien und die Hauptfigur Meggie bekommt etwas mehr antike, weiblich-göttliche Größe. Ganz auffallend und endgültig beim Tod ihre Sohnes Dane, wo ebenso die Frage nach dem guten, liebenden Gott nun ausdrücklich und vehement gestellt wird, von der der Pater gerne spricht. Wow. Die Ebene fehlt weitgehend im Buch und ebenso scheint mir der Film wesentlich stärker die Kraft der Frau bzw. der weiblichen Existenz in fast feministischer Dimension sichtbar zu machen.
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Dornenvögel: Roman
Dornenvögel: Roman von Colleen McCullough (Taschenbuch - 1. August 2003)
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