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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter historischer Roman
W. Crockett ist es gelungen einen detailgetreuen historischen Roman zu schreiben. Als Leser bekommt man einen guten Einblick in das Leben der Menschen. Sowohl der Kelten im Norden Großbritanniens, als auch der Menschen im römischen Reich.
Der Autor beginnt seinen Roman, als die beiden Hauptpersonen (Vectis und Neeve) noch Kinder sind. So bekommt man einen...
Am 8. August 2002 veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen die keltin, der römer und eine gute geschichte drum herum
nachdem ich auf "der tribun" und "die schwerter des tiberius" von iris kammerer gestossen bin und diese mir auch sehr gut gefallen haben, wurde mir von amazon "die keltin" empfohlen.
naja, da konnte ich nicht anders und musste dieses buch natürlich auch lesen :-)
glücklicherweise war das ein sehr guter tipp, ich wurde nicht enttäuscht. die keltin...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2005 von *


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter historischer Roman, 8. August 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
W. Crockett ist es gelungen einen detailgetreuen historischen Roman zu schreiben. Als Leser bekommt man einen guten Einblick in das Leben der Menschen. Sowohl der Kelten im Norden Großbritanniens, als auch der Menschen im römischen Reich.
Der Autor beginnt seinen Roman, als die beiden Hauptpersonen (Vectis und Neeve) noch Kinder sind. So bekommt man einen guten Einblick in die verschiedenen politischen und familiären Hintergründe, und man kann die späteren Entscheidungen der Hauptpersonen nachvollziehen.
Besonders dann, als Neeve in Gewissenskonflikte gerät, weil sie auf der einen Seite ihr Land von den Römern befreien will und deshalb diese ausspioniert, auf der anderen Seite so aber den Mann, den sie liebt, in Gefahr bringt, da dieser Römer ist.
Trotz der detailgetreuen Wiedergabe der damaligen Zeit, ist der Roman nicht zu sachlich geraten, sondern sehr unterhaltsam und spannend.
Dennoch gebe ich ihm nur vier Sterne, da Klappentext und Cover des Buches eine Liebesgeschichte versprechen. Diese spielt sich aber erst ab Seite 400 ab, denn erst dort treffen Vectis und Neeve zum ersten Mal aufeinander. Die Liebesgeschichte ist gut gelungen, doch rückt sie zu sehr in den Hintergrund.
Wer also hauptsächlich eine Liebesgeschichte erwartet, könnte enttäuscht werden.
Dennoch bleibt es ein spannender historischer Roman.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebe vor historischer Kulisse - lesenswert!, 18. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
Die Keltin Neeve verliebt sich in den Römer Vectis - eine Liebe, die unter keinem guten Stern steht, schließlich herrscht zwischen Römern und Kelten erbitterte Feindschaft.
Die Verknüpfung zwischen der Liebesgeschichte und dem historischen Hintergrund hat mich dazu bewogen, dieses Buch zu lesen - und es hat sich gelohnt! Crockett beschreibt detailliert und farbig, wie das Leben im Römischen Reich aussah. Dass sich die beiden Liebenden erst etwa auf Seite 350 begegnen läßt das Buch allerdings zunächst etwas langatmig erscheinen. Insbesondere die Beschreibung der zahlreichen Kampfhandlungen ist manchmal zu ausführlich - ein kleiner Abstrich daher für diesen ansonsten faszinierenden Roman.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer historischer Roman, 23. Juni 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
Endlich mal wieder ein Buch, für das man den Schlaf opfert. Erinnert vom Inhalt stark an Donna Gillespies "Mondfeuer", weil auch da zwei Kulturen aufeinander prallen. Hier aber erfährt man mehr über das römische Militärleben, was ich unerwartet spannend fand. Der Drill, die Rangordnung, die Soldaten, die Taktik - der gute Professor aus New York muss es wissen, denn der unterrichtet ja römische Geschichte.
Auf die Fakten kann man sich also verlassen, so dass wir uns hinterher alle wie kleine Experten fühlen. Allerdings mangelt es dem Prof an Einsicht in das weibliche Gefühlsleben. Oft wirkt Neeve platt und einfach, ihre Emotionen wandeln sich mit den Ereignissen, obgleich es umgekehrt sein sollte.
Dafür wollte ich einen Stern abziehen - aber das Buch ist trotzdem großartig und seit langem das Beste, was ich an historischem gelesen habe. Dafür gibt's fünf, Will!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastischer historischer Roman unter falscher Flagge, 25. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
Tolles, informatives, detailgetreues, hochgradig spannendes Buch über die Konflikte zwischen Kelten und Römern in Britannien.
Die Geschichte spielt auf zwei Ebenen, der Autor beschreibt erschreckend anschaulich die gnadenlose, dekante und unmoralische Welt der adeligen Römer. Dort ist seine Hauptperson Vectis zuhause, der Sohn des ruhmreichen ersten Centurio von Rom, der im Laufe der Handlung durch eine Intrige eines angeheirateten Senators, Präfekt des nördlichsten und unsichersten Vorposten des Reiches wird. Im Lager Faustina lernt er die Keltin Neeve, die zweite Hauptperson, die aus dem unterdrückten Volk der Kaledonier stammt, kennen. Unter der Führung ihres Bruders Taranis planen die Kelten einen großen Befreiungsschlag von der römischen Herrschaft. Neeve verdingt sich als Kartenzeichnerin und sammelt im Konflikt mit ihrer wachsenden Zuneigung zu Vectis als Spionin zahllose wichtige Informationen im Lager.
Aber anders als es der Covertext einen glauben machen möchte ist dieser Roman kein Liebesroman! Wer das erwarten sollte, wird enttäuscht. Die beiden Protagonisten lernen sich erst im zweiten Drittel des Buches kennen und die Liebe zwischen Neeve und Vectis ist nur eine schlüssige, aber letztendlich tragische Entwicklung der Geschichte. Am Ende gibt es allerdings einen Hoffnungsschimmer, denn sonst gäbe es ja auch keinen zweiten Band über das Paar...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen die keltin, der römer und eine gute geschichte drum herum, 28. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
nachdem ich auf "der tribun" und "die schwerter des tiberius" von iris kammerer gestossen bin und diese mir auch sehr gut gefallen haben, wurde mir von amazon "die keltin" empfohlen.
naja, da konnte ich nicht anders und musste dieses buch natürlich auch lesen :-)
glücklicherweise war das ein sehr guter tipp, ich wurde nicht enttäuscht. die keltin hat mir gut gefallen.
in dem buch geht es um drei unterschiedliche schicksale. es wird uns vom leben neeve`s, ihres bruder taranis und dem römer vectis erzählt. diese drei schicksale wurden vom autor jedoch geschickt verknüpft. in meinen augen stört die aufteilung das lesevergnügen in keinsterweise. immer dann, wenn es sehr spannend wird, schwenkt die geschichte auf eine andere person um und ich habe oft gedacht "oh mann, ich will jetzt aber wissen wie es mit dem anderen weitergeht". das meine ich jetzt nicht negativ, aus diesem grund habe ich das buch nämlich ruckzuck ausgelesen, weil ich ja wissen wollte, wie es mit allen drei personen weitergeht :-)
drei sterne gibt es, weil mir "die keltin" nicht sooo gut wie die oben genannten bücher von iris kammerer gefallen haben. in dem teil, wo es hauptsächlich um neeves bruder taranis geht, war mir ein bißchen zuviel mystischer kram mit druiden etc vorhanden; aber die teile mit neeve und vectis haben das wieder aufgeholt.
wie schon in anderen rezensionen geschrieben, handelt es sich hierbei um keine kitschige liebesgeschichte, neeve und vectis kommen erst ziemlich zum ende des buches zusammen. hauptsächlich wird uns hier das leben der römer und "barbaren" beschrieben und das ist dem autor wirklich gut gelungen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 5. August 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
Ein toller historischer Roman. Die Keltin Neeve lebt als Spionin in einem röm. Kastell in ihrer Heimat. Es stellt sich als gefährliches Unterfangen heraus Informationen aus dem Kastell zu ihrem Stamm zu bringen. Doch sie meistert alle Gefahren und Schwierigkeiten mit großem Geschick. Da macht ihr allerdings die Liebe ein Strich durch die Rechnung. Sie muß sich entscheiden: Die Liebe oder Freiheit für ihre Heimat und ihr Volk.
Sehr zu empfehlen. (Im Oktober 2003 erscheint die Fortsetzung)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Geschichte, die manchmal Gefühl vermissen lässt, 19. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
Was mich dazu bewegte, dieses Buch zu kaufen war, dass es nicht nur aus einer interessanten Epoche der Geschichte, sondern auch eine Liebesgeschichte erzählt. Für mich stand die Liebesgeschichte im Vordergrund. Ich war anfangs skeptisch, denn der Roman wurde nicht nur von einem Mann geschrieben, sondern auch, wie im Informationsteil vermerkt, handelt es sich dabei um einen Professor für ebendiesen geschichtlichen Abschnitt. Das Buch ist gut geschrieben und liest sich flüssig. Es ist sehr interessant und anschaulich, besonders für Leute die mehr über diese Zeit und ihre Sitten erfahren wollen. Dennoch hatte ich zeitweise den Eindruck, dass sich das Gefühl akribisch genauen Beschreibungen unterordnen muss. Das lässt das Ganze zeitweise langatmig werden - ist aber alles Geschmackssache ;-). Deshalb meine Bewertung: vier Sterne.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geschichtsprofessor auf literarischen Abwegen, 28. Januar 2006
Von 
Martje Salje "www.hotstuff-live.de" (Oldenburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
Ich habe "Die Keltin" und auch "Das Vermächtnis der Keltin" von W.V. Crockett zu Weihnachten bekommen, weil ich sehr gerne Romane mit historischem Hintergrund als Inhalt lese.
Man lernt einiges über das römische Heerleben und auch die Episoden über das Welt- und Kulturbild der Kelten sind ganz interessant zu lesen; jedoch merkt man dem teilweise ziemlich lehrerhaften Schreibstil des Autoren an, daß er eigentlich eine andere Profession ausübt, nämlich Dozent für Geschichte in Nyack, New York. Es scheint, als wollte er möglichst viel Hintergrundwissen für die LeserInnen in seine Geschichten mit einfließen lassen, und dies passiert größtenteils ungeschickt und offensichtlich. Dies sind anscheinend seine ersten Romane, und ich persönlich finde den Inhalt zwar spannend, aber den Stil leider noch sehr ungelenk und ungeübt. Deshalb nur 2 Sterne.
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3.0 von 5 Sternen Flache Story, viele Klischees, 23. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
Die Rezension zu diesem Roman möchte ich dreimal unterteilen, denn mAn ist es durchaus wichtig, bei einem historischen Roman nicht nur die story selbst, sondern auch die Recherche zu beurteilen, da allgemein bei den Lesern dieses Genre häufig die Erwartung herrscht, aus einem historischen Roman auch etwas über die jeweiligen Zeiten lernen zu können.
Also:
1.) Recherche über die römische Antike: Crockett ist Dozent für römische Geschichte, dementsprechend sollte er sich mit der Materie auskennen. Tut er auch durchaus, seine Beschreibungen sind durchaus zufriedenstellend, wenn auch vieles noch auf dem Forschungsstand von vor zwanzig Jahren, aber es ist annehmbar. Dennoch bemängele ich, dass er - klischeehaft, natürlich - das römische Reich mit all seinen "Errungenschaften" der keltischen Kultur als derart überlegen darstellt. Einen solchen Vergleich zwischen den gepflegten Villen der römischen Oberschicht und schmutzigen, einfachen Hütten, wäre ihm genausogut innerhalb der Stadt Rom selbst gelungen, dazu hätte er nicht das sowieso schon überstrapazierte Klischee der "Barbaren" bemühen müssen. Man beachte: Nur die römische Elite hatte wirklich Teil an diesen "Errungenschaften" wie Hypokaustum etc. , der Hauptanteil der römischen Bevölkerung lebte in einfachen Hütten mit mangelnden hygienischen Verhältnissen und gerade die Unterschicht der Stadtbevölkerung war ärmer und lebte meist unter primitiveren Bedingungen, als der durchschnittliche Caledonier im fernen Norden Britanniens, obwohl ein Vergleich hier natürlich hinkt: Man kann nicht eine bäuerlich geprägte Kultur, die in erster Linie von Viehhaltung lebte, mit den Bewohnern einer antiken Stadt vergleichen, weder mit den dortigen Slums, noch den Villen und Prachtbauten der Elite.
Insofern ist sein Roman also keinesfalls eine gelungene Gegenüberstellung von römischer und "keltischer" Kultur, nicht einmal von antiker städtischer und bäuerlicher Kultur, sondern eher eine übliche Gegenüberstellung von arm und reich, gewürzt mit ein paar üblichen Klischees von sogenannten "primitiven" Kulturen, wie sie häufig in überheblichem Stil üblich war und oft immer noch ist.

Für die Recherche über die römische Antike deshalb 4 von 5 Sternen.

2.) Recherche über die Caledonier, bzw. die Kelten im allgemeinen. Diese ist tatsächlich alles andere als gut gelungen. Leider fehlt mir sowohl der Platz als auch die Zeit, so dass ich hier nur ein paar der vielen haarsträubenden Fehler aufzählen möchte:
Crockett scheint nicht einmal die Nachrichten in ihrer Vollständigkeit zu kennen, die die antiken Autoren (meist Römer oder Griechen ;-) ) hinterlassen haben, geschweige denn sich tiefer mit den Forschungsergebnissen von Archäologie und Linguistik befasst zu haben. Sonst dürfte ihm ja wohl aufgefallen sein, dass sich die Caledonier zu dieser Zeit mit Sicherheit niemals "Kelten" nannten, dass sie sogar diesen Begriff wohl nicht einmal überhaupt jemals gehört hatten. Die Römer selbst nannten die Bewohner von Britanniens Norden "Pikten" oder korrekter nach ihren Stämmen: Caledonier etc. Obendrein bildeten die Stämme im Norden Britanniens eine etwas eigenständige Kultur, die zu dieser Zeit nur sehr wenig mit der als keltisch identifzierten Kultur auf dem Festland zu tun hatte. Es ist also nicht im Geringsten bezeugt, dass z.B. Taranis auch unter diesem Namen, bzw. überhaupt, dort im Norden verehrt wurde. Es findet sich nur ein Niederschlag des Namens "Taran" im Walisischen und Irischen, doch von Britanniens Norden ist mir so nichts bekannt.
Crockett übersieht großzügig, dass die Pikten, also die Caledonier und andere Stämme des Nordens zu dieser Zeit an der festlandkeltischen Kultur nicht in solch hohem Maße teilhatten, wie er es in seinem Buch darstellt. Auf die Kultur der Pikten selbst geht er dann auch kaum ein, sondern beschränkt sich in seiner Darstellung der Bevölkerung von Britanniens Norden, die er mutig allesamt als "Kelten" bezeichnet, in erster Linie auf festlandkeltische Klischees: Natürlich müssen Druiden mit Menschenopfern her und natürlich werden Druiden und die bronzezeitlichen Steinkreise wieder einmal in Verbindung gebracht. Druiden sind zwar in Britannien und Irland durch verschiedene Quellen belegt, doch ob es sie in dieser Form auch bei den Pikten gegeben hat, ist sehr fraglich. Obendrein werden die Druiden wieder klischeehaft als reichlich weltfremde, "abgehobene" Priester dargestellt, (verhüllt obendrein auch noch), mit gallisch angelehnten Namen (Diviciacus heißt der bei Cäsar belegte Stammesführer, der wahrscheinlich ebenso Druide war). Das ist allerdings eine höchst neuzeitliche Interpretation. Viel wahrscheinlicher ist, dass Druiden zwar wohl auch Aufgaben als religiöses Kultpersonal wahrnahmen, doch in erster Linie in Politik, Staatswesen und wohl ebenso als Gelehrte tätig waren. Also keinesfalls verhüllte Gestalten, die in dunklen Eichenhainen lebten, sondern sie standen doch wohl eher mitten im Leben, genauer, mitten in den Belangen von Politik und Gesellschaft.
Wie so viele Autoren historischer Romane greift Crockett in seiner Darstellung "keltischer" Religion auf die Berner Lukan-Scholien zurück (und das wohl auch noch als einzige Quelle). Es ist einfach nur ermüdend, zu sehen, welche Popularität mittlerweile ausgerechnet diese recht zweifelhafte Quelle gerade unter modernen Schriftstellern erlangt hat. Dabei gäbe es doch wahrhaftig noch genügend andere, durch Archäologie besser gestützte Nachrichten antiker Autoren, gut nachzuschlagen in einem mehrbändigen Werk von Hofeneder, das eine Fülle von Quellen antiker Autoren zur keltischen Religion beinhaltet! (Nun gut, es ist auf Deutsch. Also hier nur als Tipp für deutsche Autoren, die sich an diese Thematik heranwagen und nicht gebetsmühlenartig die immer selben Klischees wiederholen wollen :-) )

Ebenso scheint Crockett jede Kenntnis über keltisches Kriegs- und Heerwesen zu fehlen. Ein kleiner Junge, der mit dem Schwert daherkommt und sich einfach so einer Armee anschließt? Aber natürlich. Kein Wunder wurde Vercingetorix in Alesia besiegt! *ironie*.
Nicht jeder Krieger trug ein Schwert, denn Schwerter waren teuer und Statussymbol der Reichen. Kleine Jungs brauchten darüberhinaus doch wohl eine gründliche Ausbildung an den Waffen unter erfahrenen Kriegern, um in einer Schlacht nicht gleich niedergemetzelt zu werden. Wie ein Junge tatsächlich zum Krieger wurde, darüber gibt es einige aufschlussreiche Quellen, die zeigen, dass es wohl kaum so einfach gewesen ist, wie Crockett es gerne hätte. Jungen wurden einige Jahre lang zum Krieger erzogen, wahrscheinlich bei Zieheltern; etwas, das in Gallien zu dieser Zeit in etwa so belegt ist, darüber hinaus in späteren britannischen und irischen Quellen.

Insgesamt wäre noch viel mehr aufzuzählen und ich bemängele hier nicht nur, dass sich Crockett durch seine schlichte Unkenntnis über die Kultur der Pikten auszeichnet (selbst seine Kenntnis über die festlandkeltische Kultur bleibt bruchstück- und klischeehaft), sondern darüber hinaus durch mangelnde Logik an vielen Stellen im Roman. Hätte ihm nicht dadurch irgendwann auffallen müssen, sich doch etwas mehr Kenntnisse anzueignen, um wenigstens diese Logikfehler auszumerzen?
Hier muss ich leider nur einen von fünf Sternen vergeben.

3.) Die story selbst: Mir persönlich sind die Charaktere etwas zu flach geraten. Crockett schreibt zwar flüssig und beschreibt Details gut und ausführlich, dennoch mit einem emotionslosen Schreibstil, der bei mir schnell Langeweile aufkommen ließ. Die Handlungen der Personen sind oft nicht durchschaubar, sie agieren ohne jede Erklärung, weder davor, noch danach, die Konflikte sind eher spärlich gesät, Einblicke in die Denkweise der Charaktere erhält man nur am Rande.
Spannung kommt zwar ab der Hälfte des Buches durchaus auf, dennoch nicht so, dass ich mir den Fortsetzungsroman ebenfalls antun würde. Zu wenig konnte ich mich mit den Charakteren identifizieren.
Deshalb vergebe ich hier nur drei Sterne von fünf.

Gut, dann schauen wir mal:
4 Sterne + 1 Stern + 3 Sterne = 8 Sterne geteilt durch 3 = 2,666.. -> Ergibt also eine Gesamtbewertung von drei Sternen von fünf für das Buch! :-)
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5.0 von 5 Sternen packend, 2. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Keltin: Roman (Taschenbuch)
das ist der erste Teil der packenden Serie, die Sie mitnimmt in die Zeit Kaiser Anoninus', der großen Kämpfe in Britannien, und der beidseitigen sehr menschlichen Helden. habe die Lektüre verschlungen
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Die Keltin: Roman
Die Keltin: Roman von William V. Crockett (Taschenbuch - 2001)
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