Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für so manchen eine Qual, für viele sehr lesenswert
Die bisher geteilten Meinungen zu "5 Dinge, die sterbende am meisten bereuen" sind durchaus verständlich. Der Titel verspricht die Einsicht in die Fehler von Menschen, die am Sterbebett von den Entscheidungen in ihrem Leben verkünden, mehr oder weniger ist die Lektüre jedoch eine Biographie der Autorin mit der Behandlung des genannten Themas in...
Vor 10 Monaten von Pseudonym veröffentlicht

versus
339 von 371 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irreführung, die an Mutwilligkeit grenzt.
Selten wurde ich durch einen Titel so geblendet, so in die Irre geführt.

Meine Erwartung: Es geht um die Einsichten Sterbender, die Erkenntnisse was wichtig und unwichtig war, welche Entscheidungen anfänglich richtig und im Verlauf des Lebens sich als falsch erwiesen. Reue für Bösartigkeiten oder Verzweiflung ob nicht erkannter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2013 von Nordlicht


‹ Zurück | 1 221 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

339 von 371 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irreführung, die an Mutwilligkeit grenzt., 10. Mai 2013
Von 
Nordlicht (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
Selten wurde ich durch einen Titel so geblendet, so in die Irre geführt.

Meine Erwartung: Es geht um die Einsichten Sterbender, die Erkenntnisse was wichtig und unwichtig war, welche Entscheidungen anfänglich richtig und im Verlauf des Lebens sich als falsch erwiesen. Reue für Bösartigkeiten oder Verzweiflung ob nicht erkannter Möglichkeiten.

Was ich lesen musste: 350 Seiten Selbstfindungstrip eines zutiefst verunsicherten Menschen, der persönliche Erfahrungen zu alles überstrahlenden Wahrheiten hochstilisiert, gepaart mit Selbstbeweihräucherung und starken Aussetzern im Bereich Selbstwahrnehmung und -einschätzung.

"5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" beschreibt die ersten rund 40 Jahre Leben der Autorin. Auf der Flucht vor einem spießigen "sesshaftem" Leben zieht sie unstet die Südostküste Australiens hinauf und herab oder schlägt sich durch englische Provinz auf der Suche nach einem ihr behaglichem Leben. Neben House-Sitting und Schankwirtjobs überwiegt die Arbeit in der Pflege - allerdings nicht in der "normalen" Pflege in typischen Altenheimen, sondern in der Einzelpflege Sterbender, bei der es sich zumindest im Buch durchgehend um gutsituierte, im Leben erfolgreiche und gebildete Menschen handelt. Also alles andere als die Norm. Deren Fallbeschreibungen werden in mal mehr, mal weniger interessanten Geschichten wiedergegeben und jede dritte von ihnen endet dann mit einer der im Titel angekündigten Weisheiten. So weit, so lesbar.
Nun hatte die Autorin allerdings 2 weitere Punkte auf ihrer Agenda: die Welt an ihrer Selbstfindung teilhaben zu lassen und natürlich mehr als 60 Seiten voll zu schreiben, da andernfalls keine Buchveröffentlichung möglich wäre. Also füllt sie die anderen Seiten mit einem zum Ende hin immer schwerer erträglichen Pathos und Esoterikgewäsch, der seinen Gipfel in den Glühlampenvergleichen (der Mensch als eigentlich Strahlende Glühbirne, die durch Dreck und Schmutz der Mitmenschen beworfen wird und dadurch immer schwächer leuchtet - bis man mit dem Putzen anfängt) der letzten 20 Seiten findet. Spätestens hier dachte ich "Grade Schwangere sollten beim Schreiben eines Buches wirklich nicht kiffen."

Bronnie Ware erzählt vom ersten bis zum letzten Kapitel wie glücklich sich Freiheit anfühlt, Selbstständigkeit und die Zwanglosigkeit eines Lebens ohne festen Job, ohne feste Bleibe, ohne bindende Beziehungen. Das Leben ist ein Roadmovie. Jeden Todgeweihten macht die anfänglich völlig unerfahrene aber trotzdem auf sich allein gestellte Pflegerin glücklich. Bei jedem sorgt sie für ein Ableben im Frieden und mit einem Lächeln. Immer kann sie den Gram und die Fehler von Jahrzehnten ausbügeln, für Versöhnung und Eintracht mit Familie und Freunden sorgen. Und trotzdem handelt das letzte Viertel ihres Buches über all das Unglück, dass sie sich aufgelastet hat, all die Bösen Dinge, dir ihr widerfahren sind. Und während sie von Selbstliebe und Wegfindung durch Meditation schwadroniert kann man zwischen den Zeilen lesen, dass sie ihr Glück und die Kraft zur Selbsterkenntnis wohl genau dann fand, als sie sesshaft wurde, eine feste Bindung einging und einen Job in der Sozialindustrie Australiens fand. Als Sahnehäubchen dann die Schwangerschaft - das Leben eines mehr oder minder normalen Menschen also. Natürlich erlangt sie diese Einsicht nicht - weder beim Schreiben, noch beim Korrekturlesen. Allein dieser Umstand lässt tief blicken.

Man kann das Buch einfach zusammenfassen: ein Autorin schreibt sich ihre eigene kleine flauschige Welt zusammen ohne zu erkennen, dass am typischen Leben eines typischen Australiers vielleicht weitaus mehr richtig und lebenswert ist, als sie sich auch nach Schreiben ihres Werkes eingestehen kann und will. Und da sich das so schlecht verkaufen lässt, garniert frau das Ganze mit einem interessanten Thema, das in dem Buch selbst dann aber nur nebensächlich behandelt wird. Doch wenn man als geneigter Leser dies bemerkt, hat man ja bereits bezahlt. Clever.

Ergänzende Anmerkung:
Man kann die Kernaussage des Buches übrigens auch anders, in wenigen Zeilen und sehr hörbar zusammenfassen (Passenger / Things That Stop You Dreaming)

Well if you can't get what you love
You learn to love the things you've got
If you can't be what you want
You learn to be the things you're not
If you can't get what you need
You learn to need the things that stop you dreaming
Oh the things that stop you dreaming
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


607 von 675 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Thema weit verfehlt !!, 29. März 2013
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen-Einsichten,die Ihr Leben verändern werden!
Damit wird bei diesem Buch geworben. Voller Vorfreude habe ich es mir gekauft, da mich das Thema sehr interessiert und fing gleich an zu lesen. Im Plauderton beginnt die Autorin von sich und ihrem Leben zu erzählen, wie sie sich in ihrem Job bei der Bank nicht wohlgefühlt hat und deshalb mit ihrer Schwester auf eine Insel gereist ist, um etwas Neues zu erleben. Während sie am Meer saß und nachdachte, " hat sich meine Schwester den Tauchlehrer aufgerissen ". Aha. Was lernen wir daraus ? Wenn deine Schwester den Tauchlehrer "aufreißt", kommst Du ins Grübeln. Dies ist natürlich eine Einsicht, die Ihr Leben dramatisch verändern wird !! Soweit so gut, die Autorin bleibt auf der Insel und arbeitet dort zunächst als Spülerin, arbeitet sich aber dann hoch und darf an der Bar Drinks verkaufen. Eine weitere Einsicht, die Ihr Leben dramatisch verändern wird : Gib nie auf, auch wenn Du nur Spülerin bist !! Und weiter gehts : Die Autorin landet in England und arbeitet in einem Pub. Nach einiger Zeit bekommt sie einen Job als eine Art Gesellschafterin bei einer älteren Dame. Die verlegt aber andauernd ihr Gebiß, und meistens findet man es im Handarbeitstäschchen oder der Hund liegt drauf ( kein Witz). Eine Einsicht, die das Leben aller Gebißträger dramatisch verändern wird : Achten Sie drauf, dass der Hund nicht auf Ihrem Gebiß liegt, es könnte kaputtgehen. Schließlich wird die ältere Dame, die auf einer Rinderfarm lebt, auch noch unter dem Einfluß der Autorin zur Vegetarierin . Was lernen wir daraus:
Auch Bewohner einer Rinderfarm können im hohen Alter noch Vegetarier werden ! Irgendwann hat unsere gute Autorin die Nase voll von England und dem Klima dort und kehrt zurück nach Australien. Dort beginnt sie, in einem Call-Center zu arbeiten und verkauft Abonnements für einen Pornosender im Fernsehen. ( ebenfalls kein Witz) Eindringlich schildert sie, wie sie ab und zu auflegen mußte, wenn die Männer am Telefon zu persönliche Fragen stellten. Und somit sind wir bei der nächtsen Einsicht, die das Buch vermittelt: wenn Du im Callcenter sitzt und Pornoabonnements verkaufst, lege sofort auf, wenn ein Kunde Dich nach der Farbe Deiner Unterwäsche fragt, Du könntest es sonst auf denm Sterbebett bereuen !!!
Ich erspare Ihnen weitere Ausführungen über den Inhalt dieses Buches, kann Ihnen aber eines versichern: Mein Leben hat sich bei dieser Lektüre nicht dramatisch verändert, aber meine Emotionen, und zwar von Vorfreude über ungläubiges Entsetzen und dann in Wut, dass ich für diese banale Mogelpackung auch nur einen Cent ausgegeben habe. Dieses Elaborat dürfte sich nicht mal Buch nennen und hätte minus 5 Sterne verdient !!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


282 von 317 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 5 Dinge, die sie bereuen werden wenn Sie dieses Buch kaufen:, 16. April 2013
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
5 Dinge, die sie bereuen werden, wenn Sie dieses Buch kaufen: Einsichten, die Sie beim Kauf dieses Buches prägen werden.

1) Ihre Erwartungen, dass dieses Buch um Weisheiten sterbender Menschen handelt werden zu 5% erfüllt.
2) Sie erfahren unendlich viele Datails über das Leben einer Autorin, die unendlich viel von sich selbst hält.
3) Auch können Sie sich darauf gefasst machen, dass die Autorin die Weisheiten der alten Menschen bereits selbst herausgefunden hatte, noch bevor sie überhaupt auf diese Menschen traf. Sie haben somit eine sehr kompetente Autorin.
4) Dementsprechend können Sie sich auch auf weniger würdevolle als eher witzige Momente einstellen, in denen die Autorin davon erzählt, wie sie die todkranken Menschen zur Toilette begleitet, wie danach das Hemd in der Unterhose landet, von sehr dreckigen Fingernägeln und vielem mehr.
5) Schließlich können Sie Zeit beim Lesen sparen und das Buch bereits nach ein paar Seiten wegschmeißen. Es sei dem Sie warten auf Ihren Arzttermin und haben keine weitere Lektüre zur Hand.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


303 von 346 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ganz unmöglich, 19. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
Das Buch war für mich eine einzige Enttäuschung. Ich bin geradezu empört. Als ich dieses Buch auf Grund einer sehr positiven Kritik kaufte, hatte ich noch die Idee im Hinterkopf, bald ein weiteres Exemplar zu erwerben und einem Freund zu schenken, der gerade eine Sinn- und Lebenskrise zu bewältigen hat. Zum Glück habe ich es erst selbst gelesen, so dass ich von einem so peinlichen und unpassenden Geschenk wie den 5 Dingen" wieder Abstand nehmen konnte. Anderenfalls hätte ich mich in Grund und Boden geschämt.

Dieses wirklich erschreckend oberflächliche Buch dreht sich fast ausschließlich um die Gedanken, das Befinden und die banalen Erlebnisse der Autorin selbst. Die Einsichten sterbender Menschen dienen hingegen nur als gelegentliche Aufhänger für eine permanent ums eigene Ich kreisende Frau Ware. Aufgrund dieser drastischen Unterbelichtung dessen, worum es in dem Buch doch eigentlich gehen soll, muss man Frau Ware vorwerfen, dass sie ihre Erlebnisse mit sterbenden Menschen benutzt, um eine Art von - dann leider auch noch wirklich schlecht geschriebener - Autobiographie zu verkaufen.

5 Dinge" ist das Buch, in dem der Anspruch des Themas und seine Umsetzung stärker auseinanderklaffen, als ich es je erlebt habe. Insofern ist es das schlechteste Buch, das ich bisher gelesen habe.

Und gibt es denn gar nichts Positives? Doch, von den über 300 Seiten dürften ungefähr 30 lesenswert sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Titel irreführend und Inhalt niveaulos, 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
Titel völlig irreführend! Dieses Buch ist die fade Beschreibung des Selbstfindungstrips der Autorin und hat mit dem Titel kaum etwas zu tun, ausser dass sie sich selbst über jeweils unendlich lange Seiten über ihre Erkenntnisse und Weisheiten auf die Brust klopft. Unerträglich und in meinen Augen demütigend niveaulos im Umgang mit der Würde schwerkranker und sterbender Menschen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zum Glück nur ausgeliehen!, 16. September 2013
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
Ich kann mich der hervorragenden Rezension von Gaby aus Konstanz nur anschließen: Die Autorin hat das Thema verfehlt. Zum Glück habe ich dieses Buch nur in der Bücherei ausgeliehen, weil mich das Thema sehr interessiert und mich der Titel angesprochen hat. Ich werde jedoch die mir gut bekannte Büchereileiterin darauf ansprechen, dass sie die Empfehlungen der liefernden Buchhandlung etwas kritischer sehen sollte, für den stolzen Preis hätte ich eine ganze Liste an Büchern auf meiner Wunschliste gehabt. Ich werde jetzt einmal das Buch "Hätte ich doch..." von Doris Tropper zum gleichen Thema lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein einziges Ärgernis, 27. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
Ein ärgerlich oberflächliches Buch, das dem wichtigen und bewegenden Thema in keiner Weise gerecht wird, es vielmehr in peinlichem Schwulst ersäuft und banalisiert. Flacher und leerer Erzählstil, selbstverliebt fokussiert auf das Besondere ihrer eigenen Person und Biografie, mit der sie ihre persönliche Nabelschau dem Thema überstülpt. Vom Kauf wie auch vom Lesen oder gar Verschenken dringend abzuraten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuscht!!!, 21. April 2015
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
Ich bin zutiefst enttäuscht von diesem Buch. Ich selbst bin Krankenschwester und machte schon viele Erfahrungen mit Sterbenden. In diesen Buch konnte ich aber, wie erhofft, nicht weitere Erfahrungen sammeln. Stattdessen ging es fast nur um das Leben der Autorin. Sie hat auch nur, die Dinge herausgesucht, die Menschen am meisten berreuen, die ihren Lebenstil unterstreichen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anders als erwartet, dennoch interessant. Insbesondere auch für Angehörige., 23. Dezember 2013
Von 
½ - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Gebundene Ausgabe)
Es ist schon richtig, was einige der anderen Rezensenten schreiben, in diesem Buch von Bronnie Ware gibt es reichlich autobiografische Inhalte. Und ja, es ist ein Leben geprägt von Selbstfindungsschwierigkeiten. Erst arbeitet Bronnie in verschiedenen Banken, dann verzieht sie sich auf eine Insel, um schließlich in Europa und im Nahen Osten die unterschiedlichsten Erfahrungen zu sammeln, ob als Hausdame und Gesellschafterin oder in einem Pub. Ein Leben geprägt von Nomadentum, welches noch dadurch betont wird, dass die Autorin über lange Jahre keinen eigenen festen Wohnsitz hat, sondern stattdessen die Häuser von anderen während deren Abwesenheit hütet. Sie nimmt Drogen und macht auch daraus kein Geheimnis. Aber immerhin gelingt es ihr, immer wieder den Kontakt zu ihrer Mutter zu halten. Ein Kontakt, der offensichtlich von gegenseitiger Zuneigung und Respekt geprägt ist. Yoga, Meditation und sehr gerne sendet die Autorin ihrem jeweiligen Gesprächspartner "Liebe" zu. Derartiges findet sich immer wieder im Text, so dass ich es schon verstehen kann, wenn der eine oder andere sich über esoterisches Gedankengut beschwert. Dennoch, dieses Buch bietet auch interessante Inhalte.

Und damit meine ich weniger die fünf Dinge, die im Titel angesprochen werden:
(1) Den Mut, sich selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie es andere von mir erwarten.
(2) Nicht so viel zu arbeiten.
(3) Den Mut, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
(4) Den Kontakt zu seinen Freunden zu halten.
(5) Sich mehr Freude zu gönnen.

All diese Dinge werden tatsächlich anhand von Fallgeschichten beschrieben und damit meine ich die Patienten, welche von Bronnie Ward in ihren letzten Tagen und Wochen gepflegt wurden. Darüber hinaus kann man aus den aufgeführten Schicksalen aber noch sehr viel mehr herauslesen:

Familiendynamiken. Wie man Differenzen überwinden kann, wird zB anhand von Charlies Kindern deutlich. Sein Sohn Greg und seine Tochter Maryanne, deren Verhalten angesichts des sterbenden Vaters ein wenig außer Kontrolle gerät. Greg, der eine jahrzehntelange Abneigung gegen seine Schwester gehegt hat, weil sie den Mut gehabt hatte, das Leben zu führen, welches sie sich gewünscht hat, während er - die Anerkennung des Vaters suchend - sich für ihn aufgeopfert hat. "Weiß er, dass sie ihn lieben, Charlie?" fragt Bronnie ihren Patienten. Wie es sich herausstellt, hat Charlie es ihm nie direkt gesagt. Aber das ist es nicht allein. Anhand von diesem Fall wird gezeigt, wie man sich aufeinander zubewegen kann, indem man sich auf das konzentriert, was man an dem anderen mag. Wie es gelingen kann, Beziehungen zu verbessern. Kommunikationswege öffnen, Wunden heilen, solange der Vater noch am Leben ist.

Aufrichtigkeit. Wahrheit. Einmal - bei Stellas Familie - war Bronnie selber nicht aufrichtig. Etwas, das sie sehr schnell bereut hat. Später, als sie Jozsef pflegt, muss sie sich an die Wünsche von dessen Familie halten, die ihm den nahenden Tod verschweigen will. Eine sinnlose Entscheidung angesichts des sich drastisch verschlechternden Gesundheitszustandes des 94-Jährigen. Soll man einen Menschen über eine unheilbare Krankheit aufklären oder nicht?

Ebenso lesenswert sind einige im Text verstreute philosophische Betrachtungen: zB der Unterschied zwischen Loslassen und Aufgeben. Es ist nicht dasselbe. Loslassen erfordert Mut und allzu oft gelingt es nur, wenn etwas zu schmerzhaft wird.

Kurz und gut:
Auch wenn mich manche der autobiografischen Inhalte nicht begeistert haben - über eine derart zerrissenen Persönlichkeit wollte ich eigentlich nichts erfahren - so fand ich die Fallgeschichten doch interessant genug, um das Buch bis zum Schluss Seite für Seite zu lesen. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich meine eigene Mutter vor kurzem - es ist noch keinen Monat her - verloren habe. Dadurch hatte ich sicherlich einen anderen Bezug zu den vorgestellten Themen. Jedenfalls finde ich, dass man jenseits der fünf im Titel erwähnten Dinge noch sehr viel mehr aus dem Inhalt mitnehmen kann. Dies betrifft nicht nur diejenigen, die von Bronnie Ward gepflegt wurden, sondern vor allem auch deren Angehörige, und wie sie mit der Situation umgehen. Deswegen von mir eine Leseempfehlung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für so manchen eine Qual, für viele sehr lesenswert, 13. August 2014
Die bisher geteilten Meinungen zu "5 Dinge, die sterbende am meisten bereuen" sind durchaus verständlich. Der Titel verspricht die Einsicht in die Fehler von Menschen, die am Sterbebett von den Entscheidungen in ihrem Leben verkünden, mehr oder weniger ist die Lektüre jedoch eine Biographie der Autorin mit der Behandlung des genannten Themas in vielen ergreifenden Geschichten, die sie im großteil ihres Lebens als Weltenbummlerin und Pflegerin von Sterbenden erlebt hat. Da sie jedoch mit dieser Lebenssituation längerfristig gesehen nicht glücklich ist, gegen Ende sogar depressiv wird, verliert ihre Beschreibung vom Großen "Glück durch Freiheit" jedoch etwas an Glaubwürdigkeit.
Für den einen ist das Buch aufgrund der übertriebenen Esoterik, vor Allem aber durch den verzweifelten Versuch der Selbstdarstellung und Selbstrechtfertigung von Bronnie Ware, eine richtige Qual.
Denn das Thema, das man vom Titel des Buches erwartet, hätte sich auch als tolles Buch mit 200 Seiten abhandeln lassen.
Lässt man sich jedoch auf die philosophische Schreibweise der Australierin ein und liest mit viel Geduld, so kann dieses Buch wirklich Ihr Leben verändern. Zwar kann man jetzt nicht von der "großen Erleuchtung" eines jeden Lesers sprechen. Jedoch sprach mir Bronnie Ware sehr oft aus der Seele, öffnete mir mit einigen Ansichten die Augen.
Quält man sich also durch einige weniger spannende Passagen (was viele, die das Buch mit 1Stern bewertet haben offensichtlich nicht gemacht haben), so liest man ein emotionales philosophisch wertvolles Buch.
Beim Lesen des Buches fällt auf, dass dieses von einem glücklichen Menschen geschrieben wird, der den Frieden mit sich selbst gefunden hat, sei es dahingestellt, ob die Selbstfindung während des Weltenbummlerlebens oder erst beim Sessaftwerden stattfand. Die positive Art, wie Bronnie Ware über die Menschen spricht, hat Potential, viele Menschen anzuregen, über sich selbst nachzudenken und ihre Ansichten ins Positive zu verändern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 221 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden
EUR 19,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen