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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Lebensgeschichte mit tragischer Wendung
Ein wunderschönes Cover mit einem Herrenhaus im Grünen und rubinrote Rosen, die sich vor dem Hintergrund farblich absetzen, machen den Leser auf das Buch „Die Mitternachtsrose“ von Lucinda Riley aufmerksam. Das Titelbild deutet auf eine verträumte Geschichte im herrschaftlichen Ambiente hin. Jedoch ziehen am Himmel dunkle Wolken auf und so wie...
Vor 5 Monaten von Girdin veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Exotisches und große Gefühle
Zwei Handlungsstränge in zwei Zeitebenen mit zwei weiblichen Hauptfiguren aus zwei verschiedenen Kulturen bestimmen das Geschehen in Lucinda Rileys neuem Roman „Die Mitternachtsrose“. Wie bereits in „Das Orchideenhaus“, dem Überraschungserfolg der irischen Autorin, wird auch hier eine tragische Liebesgeschichte, die vor vielen Jahrzehnten...
Vor 1 Monat von Hamlet veröffentlicht


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Lebensgeschichte mit tragischer Wendung, 12. Februar 2014
Von 
Girdin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Kindle Edition)
Ein wunderschönes Cover mit einem Herrenhaus im Grünen und rubinrote Rosen, die sich vor dem Hintergrund farblich absetzen, machen den Leser auf das Buch „Die Mitternachtsrose“ von Lucinda Riley aufmerksam. Das Titelbild deutet auf eine verträumte Geschichte im herrschaftlichen Ambiente hin. Jedoch ziehen am Himmel dunkle Wolken auf und so wie diese scheinbar drohend über dem Anwesen stehen, so wird auch die Liebe der Protagonistin Anahita zu einem Mann überschattet von einem tragischen Schicksal. Für ihren Geliebten ist sie wie eine Mitternachtsrose eine Besonderheit von dunkler Schönheit und für diesen Roman titelgebend.

Die Erzählung beginnt im Jahr 2010 in Darjeeling im Norden Indiens, wo Anahita wohnt und ihren 100. Geburtstag im Kreis ihrer Familie feiert, die aus diesem Anlass aus allen Teilen Indiens anreist. Bereits im Prolog erfährt der Leser von der mystischen Gabe die Anahita, wie auch einigen ihrer Vorfahren, eigen ist. Anahita hat ihre Lebensgeschichte für ihren Sohn aufgeschrieben, von dem sie getrennt wurde, als dieser drei Jahre alt war. Später hat sie eine Sterbeurkunde ausgehändigt bekommen, doch sie fühlt, dass ihr Sohn noch lebt. Niemandem in der Familie hat sie bisher erklärt, warum sie das glaubt. Nun ist es ihr Enkelsohn Ari Malik, ein Unternehmer in Bombay, an den sie sich wendet und ihm ihr Skript aushändigt, da sie fest davon überzeugt ist, dass dessen Zukunft damit in Verbindung steht.

Im Sommer 2011 wird auf dem Anwesen Astbury Hall in Dartmoor/England ein Film gedreht, der in den 1920ern spielt, zu dem die bekannte amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley anreist. Vor ihrer Abreise hat ein Schauspielkollege ihr einen Heiratsantrag gemacht, den sie jedoch noch nicht angenommen hat. Doch ihr Freund hat die Meldung bereits an die Medien gegeben und Rebecca fühlt sich dadurch ihrem Freund verpflichtet. Als sie mit gekürzten, blondierten Haaren und Kleidung der 1920er auf den Hausherrn Anthony Astbury trifft, erkennt dieser eine große Ähnlichkeit zu seiner Großmutter. Hat Rebecca eine familiäre Beziehung zu Astbury Hall? Da Rebecca von Pflegeeltern aufgezogen wurde und ihre Vorfahren nicht kennt, wäre dies möglich.

Inzwischen hat in Bombay Ari das Manuskript seiner Großmutter wiedergefunden. Er hatte es in einer Schublade verstaut und vergessen. Auf dem Flug zu einem Geschäftstermin in England, beginnt er darin zu lesen. Die Erzählung bringt ihn gedanklich unter anderem nach Astbury Hall. Da er noch einige Zeit in England erübrigen kann, trifft er kurz nach Beginn der Dreharbeiten dort ein, um sich ein Bild vor Ort zu machen, wo Anahita eine Zeit Ende der 1910er Jahre gelebt hat. Durch seine Fragen fühlt sich Anthony mit einer familiären Vergangenheit konfrontiert, die er lieber ruhen lassen möchte.
Der Roman ist aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Autorin lässt Anahita ihre Lebensgeschichte in der Ich-Form über alle Zeitebenen hinweg erzählen. Die Handlungen in der Gegenwart schildert die Autorin aus einer allgemeinen Sicht. Außerdem hat Lucinda Riley Einträge aus einem fiktiven Tagebuch von Anahitas Geliebtem eingefügt, zum besseren Verständnis von dessen Blick auf die Geschehnisse eingefügt und zur Auflockerung der Erzählweise.

Von Beginn an trägt dieses Buch gewisse Geheimnisse, die sich nach und nach aufdecken und für den neugierigen Leser zum Ende des Buches nochmals zu einer unerwarteten Wendung führen. Diese Geheimnisse und ein flüssiger Schreibstil lassen die Seiten des Buchs beim Lesen nur so dahinfliegen. Die Autorin hat Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll miteinander verbunden. Die Handlung lässt die Protagonisten nicht nur wie der Leser erwartet, aufeinander zu treiben, denn sowohl Rebecca wie auch Ari und Anthony sind eingebettet in ihren eigenen familiären beziehungsweise partnerschaftlichen Hintergrund. Dieses Buch hat mir besser gefallen wie „Das Orchideenhaus“ vor allem aufgrund der Konstruktion und Glaubhaftigkeit der Geschichte. Solche Romane funktionieren natürlich nur, wenn der Leser auch Zufälle akzeptiert und die Entscheidungen der handelnden Personen nicht ständig anzweifelt.

Insgesamt konnte mich der Roman sehr gut unterhalten und ich bin gerne eingetaucht in die pompöse Welt der Maharadschas in Indien und dem beeindruckenden Leben der Landadligen in England, die aber beide gesellschaftlich gesehen zum Ausgang des ersten Weltkriegs gerade für Frauen stark reglementiert waren. Einige Konventionen überdauern diese Regelungen bis heute, wie der Leser in diesem Buch erfährt. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich sprachlos...., 19. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Kindle Edition)
...weil es sooo schön war! Aber dennoch MUSS ich einfach was zu diesem Buch sagen.
Ich hatte schon bei einigen Büchern diese bekannte Situation, dass man es nach dem Ende seufzend zugeschlägt und der Geschichte noch einige Momente nachhängt.
Bei diesem aber waren bzw. sind die Nachwehen extrem...!
Nach nun fast einer Woche bin ich immer noch traurig, dass es zuende ist und habe gar keine Lust ein neues anzufangen, weil ich einfach irgendwie in dieser Geschichte bleiben möchte...
Es macht süchtig, wurde bereits hier erwähnt - das kann ich nur bestätigen!!
Man taucht ein in den Zauber der englischen Moorlandschaft, in eine alte und eine neue Geschichte der Protagonistinnen, mit deren Gefühlen und Handeln man sich gut identifizieren kann.
Indien interessiert mich nun nicht so sehr, trotzdem waren auch die Geschehnisse, die sich dort abspielten sowie die Beschreibungen der Paläste etc. nicht langweilig für mich.
Lucinda Riley ist neben Charlotte Link zu meiner Mit-Lieblingsautorin geworden und ich werde "Das italienische Mädchen", auch wenn es ein älterer und anderer Roman als die letzten vier von ihr ist, ganz sicher auch lesen.
"Die Mitternachtsrose" empfand ich jedenfalls als ihr bisheriges Meisterwerk!
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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Lasst, wenn ich gegangen bin, meine Gedanken zu euch kommen ...", 24. Januar 2014
Von 
Carmen Vicari "dg9tm" (Dossenheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Gebundene Ausgabe)
Indien, im Jahr 2000. Anahita feiert ihren 100. Geburtstag im Kreise ihrer Familie. Innerlich beschließt sie, dass es Zeit wird, ihre aufgeschriebene Lebensgeschichte weiter zu geben. Doch an wen? Sie entscheidet sich für ihren Urenkel Ari und trägt ihm auf, ihren Sohn Moh, ihr erstes Kind zu finden. Obwohl man ihr damals gesagt hat, dass Moh im Alter von drei Jahren ums Leben kam, war Anahita zeit ihres Lebens davon überzeugt, dass Moh lebt. Allerdings war es ihr nicht geglückt, ihn zu finden. Ari soll nun ihre Aufzeichnungen von damals lesen und Moh finden bzw. rekonstruieren, was mit ihm geschehen ist.

Aber Ari hat zunächst nur seine Karriere im Sinn und so wandern Anahitas Aufzeichnungen in eine Schublade und gehen vergessen. Als Ari rund 11 Jahre später vor den Trümmern seiner Beziehung steht, fallen ihm Anahitas Aufzeichnungen wieder ein. Zwar ist seine Urgroßmutter mittlerweile verstorben, doch nagt an ihm der Gedanke, dass er das Versprechen, das er ihr gegeben hatte, nie eingelöst hat. Ari macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit, nach Anahitas verlorenem Sohn und nach den Wurzeln seiner Familie.

London, 2011. Rebecca Bradley landet völlig überstürzt in London, wo sie für den Dreh zu einem Film erwartet wird. Kurze Zeit vorher hat ihr Freund Jack Heyward einen Heiratsantrag gemacht, den Rebecca nicht beantwortet hat. Dennoch sind die Zeitungen plötzlich voll von der überraschenden Verlobung der beiden und die Presse ist hinter ihr her.

Um so dankbarer ist sie, als sie erfährt, dass sie während der Dreharbeiten auf dem uralten englischen Landsitz Astbury Unterschlupf finden kann. Fern ab von der Presse, hofft Rebecca, die Antwort zu finden, die sie Jack eigentlich immer noch schuldet. Es ist eine besondere Ehre, dass Rebecca auf dem Landsitz wohnen darf, denn der letzte Lord Astbury lebt zurückgezogen von der Welt und mag eigentlich keine Besucher. Dass er seinen Landsitz als Filmkulisse zur Verfügung stellt, ist den Geldnöten des Lords geschuldet.

Rebecca fühlt sich wohl an diesem Ort, der ihr Ruhe und Frieden beschert. Die Filmarbeiten kommen gut voran, bis Haushälterin und Lord Astbury feststellen, dass Rebecca eine frappierende Ähnlichkeit mit seiner verstorbenen und hochverehrten Großmutter Violet hat. Von da an weicht der Lord Rebecca nicht mehr von der Seite.

Für mich war es das erste Buch von Lucinda Riley. Schon vor dem Lesen hat mich die Aufmachung des Buches ganz für es eingenommen. Eine verträumt-idyllische Landschaft mit einem alten Herrensitz im Hintergrund, am oberen Ende dicke sattrote Rosenblüten, die in das Bild rein ragen. Ein dazu passendes Lesezeichen sowie ein Lesebändchen runden den ersten Eindruck sehr positiv ab.

Die Geschichte gliedert sich in zwei Handlungsstränge. Zum einen wird die Geschichte von Anahita erzählt. Zum anderen begleitet der Leser Rebecca in der Gegenwart bei ihrem Aufenthalt in Astbury.

Zunächst entwickeln sich beide Handlungsstränge alleine weiter, ohne dass man eine sichtbare Verbindung zwischen ihnen erkennen kann. Die Geschichte spielt teilweise in Indien und teilweise in England. Erst nach und nach wird deutlich, wie Anahitas Geschichte mit der Geschichte von Astbury zusammenhängt.

Faszinierend fand ich die Beschreibungen von Anahita, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Indien spielen. Farbenprächtig erzählt die Autorin von Anahitas Leben als Gefährtin einer Prinzessin und wie sie nach einigen unglücklichen Tagen zur Freundin einer anderen Prinzessin wurde. Die Autorin versteht es, mit Worten die Exotik Indiens vor den Augen der Leser lebendig werden zu lassen.

Wie nüchtern wirken dagegen die Passagen, in denen sich der Leser Rebecca wieder widmen muss. Doch auch diese Geschichte hat ihren Reiz, wenn auch auf eine ganz andere Art. Rebecca kommt eher zufällig nach Astbury und stellt fest, dass sie einer Bewohnerin von Astbury zum Verwechseln ähnelt. Wie kann das sein? Ohne es recht zu wollen, macht sie sich auf die Suche nach der Geschichte von Astbury und ihren Bewohnern. Dabei bekommt sie unerwartete Hilfe von Ari, den sein Weg ebenfalls nach Astbury geführt hat.

Die Figuren sind so facettenreich wie im wahren Leben. Lucinda Riley schafft es, jeder Figur ihren eigenen Charakter einzuhauchen und sie so für den Leser greifbar zu machen. Natürlich sind Anahita und Rebecca die Hauptprotagonisten. Auch Ari kann sich einen Platz direkt dahinter behaupten, wirkt jedoch nicht so plastisch wie die beiden Frauen. Liebenswerte Nebendarsteller wie die Haushälterin von Astbury oder die Freundin von Anahita finden sich ebenso wie unsympathische Charaktere in dem Buch. Jede Figur ist anders und wirkt damit um so glaubwürdiger und lebendiger.

Beide Handlungsstränge haben ihr eigenes Tempo. Mir kam es so vor, als wäre die Geschichte von Anahita fesselnder und spannender als die von Rebecca, der man deutlich anmerkt, wie sehr sich Rebecca nach Ruhe sehnt und wie verunsichert und verletzlich sie nach der Entdeckung der Ähnlichkeit doch ist. Aber gerade diese Abwechslung zwischen den beiden Strängen macht das Buch so besonders. Man bekommt als Leser eine Atempause, ohne dass die Geschichte dafür langweilig oder zäh werden muss. Sie bleibt durchweg spannend, wechselt lediglich das Tempo.

Die Geschichte ist in sich schlüssig und rund. Sie lädt zum Weiterträumen ein und lässt den Leser das Buch mit einem zufrieden Seufzer zuklappen. Gefehlt hat mir nur ein Glossar, in dem die indischen Begrifflichkeiten erklärt werden. Manches konnte man sich zwar aus dem Kontext heraus erschließen, doch einiges musste ich als unklar hinnehmen. Auch ein Nachwort zur Entstehung der Geschichte habe ich vergeblich gesucht.

Trotzdem war dies eine sehr schöne und fesselnde Familiengeschichte, an die ich mich noch lange zurückerinnern werde.

Fazit:
Eintauchen in den Zauber Indiens und im kalten England auf Spurensuche gehen, wer diese Kombination mag, wird bei diesem Buch fündig. Für mich war das Buch schon jetzt ein Lesehighlight im Lesejahr 2014 und ich kann es jedem Leser, der geheimnisvolle Familiensagas mag, nur ans Herz legen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schönes Buch - keine schwere Kost, sondern einfach so zum Weglesen, 20. Juni 2014
Von 
Happy (Havelland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Kindle Edition)
Das Buch ist wirklich schön. Die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart ist sehr gelungen. Ich habe das Buch so "weggelesen". Es ist einfach, aber gut geschrieben. Ich hatte keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen. Das Buch ist vor allem was für's Herz. Ein schönes Buch, ein spannendes Buch, auch wenn vieles Vorhersehbar ist, aber trotzdem ist es lesenswert. Manche Bücher lege ich zwischendurch zur Seite, weil sie mich nicht so fesseln, aber dieses hier habe ich immer wieder vorgeholt, als ich Zeit hatte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fesselnder Familienepos voller Wendungen - 4,5 Sterne, 6. Juni 2014
Von 
Marie-Kristin Dammer "Wortmalerei" (Mönchengladbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Gebundene Ausgabe)
"[Ich spürte], dass sich der Kreis in unserem jungen Leben schloss. Unsere Zukunft würde nicht das Märchen werden, von dem wir als kleine Mädchen geträumt hatten, als wir zusammen im Gras lagen und zu den Sternen emporblickten. Die Liebe hatte uns beide auf unerwartete Weise berührt und verändert."
["Die Mitternachtsrose" // Lucinda Riley // S. 313]

Erster Satz:
Heute ist mein einhundertster Geburtstag.

Inhalt:
Innerlich aufgelöst kommt die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Als sie jedoch erkennt, dass sie Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn Lord Astbury, frappierend ähnlich sieht, ist ihre Neugier geweckt. Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Je mehr Rebecca aber in die Vergangenheit und in ihre Rolle eintaucht, beginnen Realität und Fiktion zu verwischen – und schließlich kommt sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint… [via Amazon]

Meine Meinung:
Es gibt Geschichten, in die man eintaucht, ohne es zu merken. Plötzlich steckt man mitten im Geschehen und ehe man es sich versieht, hat man die Hälfte gelesen, ohne es geplant zu haben. "Die Mitternachtsrose" war so ein Buch für mich und das, obwohl ich vor der Lektüre nicht unbedingt davon überzeugt war, dass mir die Art Buch gefallen könnte. Weit gefehlt, denn mit diesem tragischen Familienepos hat Lucinda Riley mir ein - für mich - ganz neues Genre eröffnet und mir Lust auf mehr gemacht (so viel mehr, dass ich mir direkt all iher anderen Bücher bestellen musste!). In "Die Mitternachtsrose" fließen die Vergangenheit und die Gegenwart ineinander und ergeben eine Geschichte, die voller Entdeckungen, Spannung und Weite ist - und vor allen Dingen einige faszinierende Szenarien bereithält. War man gerade noch gefesselt von der bunten indischen Welt mit Maharadscha und goldenen Palästen, so wird man im nächsten Moment in das kalte England katapultiert, hinein in ein Herrenhaus voller Intrigen und Geheimnisse. Diese Geschichte ist eine Entdeckungsreise und ein Familienepos, so fesselnd und detailreich, dass man sich in dieser Welt vollkommen verlieren kann.

Dramatisch und dabei doch schön, fesselnd ohne blutig zu sein und breitgefächert ohne überladen zu wirken - so oder so ähnlich könnte man die Geschichte um Rebecca, Anahita und co. beschreiben und doch würde das die besondere Atmosphäer des Buches nicht annähernd beschreiben. Das Buch ist in zwei unterschiedliche Zeitebenen aufgeteilt und erzählt rückblickend die Geschichte der jungen Inderin Anahita und in der Gegenwart die Geschichte ihres Enkels Ari und einer berühmten Schauspielering namens Rebecca - all diese Handlungsstränge treffen sich in England und ergeben dann die Geschichte, wobei das längst nicht alles hin. Die Binnenhandlung um Anahita umfasst die Geschichte ihrer Familie, eine große Freundschaft und ihre Entwicklung, sowie die Selbstfindung und die große Liebe, die nicht sein darf, während die Rahmenhandlung auf dem Anwesen in England spielt, auf welchem versucht wird, die Geschichte um Anahita zu rekonstruieren. Die Suche nach Antworten, die immer neue Fragen ergeben und letztendlich die Auflösung der Geschichte in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart erzeugen eine unglaublich konstante Spannung, die nicht sich die knapp sechshundert Seiten nicht anmerken lassen.

"Für gewöhnlich erkennt man zukunftsträchtige, alles verändernde Momente des Lebens erst einmal nicht. Auch dieser verlief eher unspektakulär."
[S. 108]

Dabei muss man trotz aller Liebe zum Detail, dem leicht lesbaren und beschreibendem Stil und der wahnsinnig dreidimensionalen und breitgefächerten Atmosphäre zugeben, dass das Buch nicht in jedem Winkel perfekt ist. Tatsächlich hapert es gerade an einigen Figuren der Rahmenhandlung, sodass allen vorran Rebecca sehr blass und ungreifbar bleibt. Bis zum Ende konnte ich keine wirkliche Sympathie für sie aufbringen, da sie relativ passiv bleibt - zwar ist ihre Rolle nicht unbedingt unglaublich tragend für die Geschichte, aber gerade zum Ende hin hätte ich mir mehr von ihr erhofft. Im Gegensatz dazu sympathisiert man schnell mit Anahita und ihrer Lebensgeschichte und verliert sich in ihren Erzählungen - gerade die Passagen, die in Indien spielen haben mich durchweg fasziniert und begeistern können, aber auch das graue England hatte seinen ganz eigenen Charme. Die Geschichte selbst ist tragisch und hat mir ein ums andere Mal das Herz förmlich herausgerissen, aber dennoch konnte ich nicht zu lesen aufhören. Die vielen Verstrickungen und Schicksalsschläge, die Anahita erlebt, fügen sich perfekt ins Gesamtbild und wissen zu fesseln.

Auch in der gegenwärtigen Erzählhandlung wird eine fesselnde Geschichte erzählt, bei der man immer wieder miträtselt, was das Geheimnis in Astbury Hall denn nun sein könnte und wem man wirklich trauen kann - hier wird man öfter mal aufs Glatteis geführt, was aber auch dafür sorgt, dass die Geschichte tatsächlich niemals langweilig wird. Allerdings muss man anmerken, dass die Gegenwartshandlung bei weitem nicht dieselbe Tragweite und Tiefe hat, wie die Rückblenden. Dennoch hat die ganze Geschichte so viele Facetten und Handlungen, dass man zu jeder Zeit wissen will, wie es jeder Figur ergeht - gerade auch wegen der vielen schockierenden und überraschenden Wendungen, die einen zu jedem Zeitpunkt völlig unvorbereitet treffen. Ich für meinen Teil stecke noch immer halb in Indien und halb in England fest und versuche dem Sog der Geschichte zu entkommen - wer Familienepen, tragische Verstrickungen, Liebe und Freundschaft in einem Buch mag, wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen, denn dieses Buch nimmt einen mit auf eine Reise und Rätselsuche, der man sich kaum entziehen kann.

Fazit:
Lucinda Riley war bis vor Kurzem noch ein Garant für kitschige Liebesgeschichten für mich - ohne, dass ich je etwas von ihr gelesen hätte. Mit "Die Mitternachtsrose" hat sie mir eine völlig neue Welt eröffnet, in die mich sofort fallen lassen konnte und die mir neben unglaublich guter Unterhaltung, eine vielseitige und komplexe Geschichte geboten hat, die mich in ihren Bann gezogen hat. Ob andersartiges und buntes Indien oder graues und charmantes England - atmosphärisch ist dieses Buch durchgängig unschlagbar. Zwar schwächelt die Rahmenhandlung zwischendurch ein wenig, doch die Binnenhandlung um Anahita macht all das schnell wieder wett. Mit viel Liebe zum Detail, Gefühl und Tragik erzählt Riley einen Familienepos und arbeitet eine Lebensgeschichte auf, die mich tief berühren konnte - unbedingt lesen! 4,5 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Farbenprächtiger Roman um Liebe und Selbstfindung, 26. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sehr einprägsam, kulturell bunt und bildreich verfolgt Lucinda Riley in ihrem neuen Roman die Wege zweier Frauen, durch die Zeit getrennt und doch miteinander durch ein ähnliches Erleben innerlich verbunden.

Auf Astbury Hall, dem Familiensitz der Astburys, laufen die Fäden von Liebe und Selbstfindung zusammen.

Ein Kaleidoskop vor allem auch kultureller Verschiedenheiten, wie schon der Beginn des Buches im modernen Indien aufzeigt. Ein Land, in dem Tradition und Moderne nur schwer zusammenfinden, in dem einerseits Hochzeiten noch arrangiert werden und andererseits modernste Technik mit ein Grundpfeiler wirtschaftlichen Erfolges darstellen.

Eine Gegenwart, in der Anahita ihren einhundertsten Geburtstag feiert im Kreis der Großfamilie und doch Erinnerungen und Sehnsüchte noch in sich trägt aus einer andern, längst vergangenen Zeit. Eine Zeit, die sie in ihren Aufzeichnungen ihrem Lieblingsurenkel Ari Malik anvertraut, ganz Kind der modernen Zeit, erfolgreicher Geschäftsmann, der nur für seine Arbeit und das „große Geld“ zunächst lebt.

Irgendwann aber wird auch ihm deutlich werden, dass die eigentlich wichtigen Dinge des Lebens anderswo liegen, im Herzen, in der Liebe. Und er wird sich aufmachen, die Vergangenheit seiner Großmutter zu erkunden.

Als Kind einfacher Eltern in enger Freundschaft mit einer Prinzessin damals, 1911 verbunden. Eine Zeit der Maharadschas, der Zusammenkünfte, der Elefanten und prächtigen Zelte, der verschleierten Frauen und der englischen Kolonialherrschaft, eine Zeit, in der auch die Moderne bereits anklopft.

Anahita hat Glück. Ihre enge Freundschaft zur Prinzessin eröffnet ihr die weite Welt. Auf Kosten des Maharadschas begleitet sie ihre Freundin auf das Internat nach London, in eine andere, von Regeln, Zwängen, Oberflächlichkeit und gesellschaftlichen Konventionen geprägte Welt, in der Anahita ihren Weg sucht. Liebe finden und verlieren wird, ihren inneren Ahnungen lernt, zu vertrauen. Auf Astbury Hall.

In der Gegenwart wird dort ein Film produziert und Rebecca, die Hauptdarstellerin, deren eigentliche Herkunft im Funkeln liegt, wird dort ebenfalls mit der Frage nach ihrer Identität und sich selbst konfrontiert.

Wie kann es sein, dass sie in ihrer steil aufstrebenden Karriere immer weniger mit dem Trubel und ihrem prominenten Fast-Verlobten anzufangen weiß? Und wie stellt sie sich diesem attraktiven Inder, Ari Malik, gegenüber, der auf den Spuren seiner Urgroßmutter vor Ort ist?

Parallel und in verschiedenen Milieus angesiedelt erzählt Riley sehr flüssig und ruhig die Geschichte von Lieben und Selbstfindungen, von Tradition und Moderne, von einer längst vergangenen Zeit und der Gegenwart mit den doch gleichen inneren Fragen und Problemen.

Ist es auf der historischen Ebene des Romans eine indische Frau und ein westeuropäischer Mann, die an den Rahmungen der Zeit ein stückweit auch scheitern, ist es in der Gegenwart in umgekehrten Rollen eine westeuropäische Frau und ein indischer Mann, die ihren Weg vielleicht auch miteinander suchen werden und es dabei nicht einfach haben werden.

Auch wenn hier und da allzu breit und langsam erzählt wird, auch wenn der kulturell bunte Hintergrund Indiens nicht mehr für das große Staunen älterer Reise- und Liebesroman sorgt, souverän erzählt und in sich mit vertiefter Selbstfindung und sich stetig entwickelten Beziehungen der Protagonisten untereinander versehen, lenkt Riley den Blick des Lesers auf das, was zu allen Zeiten und in allen Kulturen Menschen in wichtiger Weise bewegt: Zueinander zu finden und den eigenen Weg auch gegen Widerstände zu gehen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lucinda Riley zeigt mal wieder was sie kann, 6. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Gebundene Ausgabe)
An ihrem 100. Geburtstag übergibt Anahita ihre Lebensgeschichte an ihren Urenkel Ari. Dieser soll sich damit auseinander setzen und ihren Sohn finden, der angeblich vor über 80 Jahren gestorben ist als er 3 Jahre alt war. Doch durch ihre Gabe fühlt Anahita, dass ihr Sohn noch lebt.
Als Ari 10 Jahre nach dem Tod seiner Urgroßmutter seine Freundin verliert, weil er sich zu viel auf seinen Job konzentriert hat, fällt ihm die Geschichte wieder in die Hände und er macht sich auf den Weg nach England, wo er unglaubliche Dinge über die Jugendzeit seiner Urgroßmutter erfährt. Dabei landet er auf dem alten Astbury Hall-Gelände, wo gerade ein Film gedreht wird und eine bekannte amerikanische Schauspieler, nach persönlichem Bitten des Besitzers, untergekommen ist. Die beiden forschen gemeinsam in der Vergangenheit und der Wahrheit von Anahitas Geschichte.

Es ist ein wunderschönes Buch, bei welchem man von Anfang an voll im Bann ist und man traurig ist, wenn es ausgelesen ist. Ich hab mit Anni (Anahita) mitgefühlt, mich mit ihr gefreut und war mit ihr traurig. Diese erste Verliebtheit, die sie erlebt, kann jede Frau nachvollziehen.
Auch das komplett unerwartete Ende der Geschichte hat nochmal den Nervenkitzel in mir geweckt, sodass es gern noch 1000 Seiten länger hätte sein können.
Lucinda Riley versteht es, ihre Leser zu faszinieren und zu verzaubern. Ich freu mich, dass im März schon das nächste Buch von ihr erscheint.
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5.0 von 5 Sternen Zeit zum Träumen, 8. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wieder sehr gelungen, dieses Mal ging es um Indien und die Neuzeit. Durch die detailierten Darstellungen kann man sich beim lesen sehr in die Handlungen hinein versetzen. Top.
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5.0 von 5 Sternen Die Mitternachtsrose, 29. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Kindle Edition)
Das Buch, die Mitternachtsrose ist ein sehr spannendes und fesselndes Buch.
Ich würde es jederzeit wieder lesen und kann es nur empfehlen.
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3.0 von 5 Sternen Exotisches und große Gefühle, 21. Juni 2014
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zwei Handlungsstränge in zwei Zeitebenen mit zwei weiblichen Hauptfiguren aus zwei verschiedenen Kulturen bestimmen das Geschehen in Lucinda Rileys neuem Roman „Die Mitternachtsrose“. Wie bereits in „Das Orchideenhaus“, dem Überraschungserfolg der irischen Autorin, wird auch hier eine tragische Liebesgeschichte, die vor vielen Jahrzehnten ihren Anfang nimmt mit einem Familiengeheimnis verknüpft, dessen Auswirkungen bis weit in die Gegenwart hineinreichen.

Eine indische Geburtstagsfeier, bei der die Jubilarin Anahita ihr Leben an sich vorbeiziehen sieht, endet damit, dass diese ihrem Urenkel Ari Malik persönliche Aufzeichnungen mit der Bitte überreicht, diese erst nach ihrem Ableben zu lesen und ihr Vermächtnis zu erfüllen. Was dieser allerdings nicht ahnt - seine Reise wird ihn zehn Jahre später ins weit entfernte England führen. Und dort kreuzen sich seine Wege mit denen von Rebecca Bradley…

Besagte Rebecca ist eine junge amerikanische Schauspielerin, die zu Dreharbeiten nach England beordert wird. In ihrem Privatleben geht es derzeit drunter und drüber, und so kommt ihr der Ausflug nach Europa gerade recht. Am Drehort, dem Landsitz der Familie Astbury, angekommen stellt sie mit Verwunderung fest, dass die Ähnlichkeit zwischen ihr und Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn, frappierend ist, was natürlich ihre Neugier weckt. Zuerst allein, später mit dem in der Zwischenzeit eingetroffenen Ari Malik, beschäftigt sie sich mit der Geschichte des Herrenhauses und seiner Bewohner und fördert Erstaunliches zutage.

Indien und England - in und zwischen diesen beiden Kulturen bewegen sich die beiden Protagonistinnen, die abwechselnd zu Wort kommen und ihre Geschichte erzählen. Natürlich ist es nicht verwunderlich, dass Anahitas Schilderungen um ein Vielfaches schillernder und interessanter als die von Rebecca sind. Exotische Länder, große Gefühle und jede Menge Drama – in „Die Mitternachtsrose“ ist alles vorhanden, was die weibliche Leserschaft von einem unterhaltsamen Schmöker erwartet.
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Die Mitternachtsrose: Roman
Die Mitternachtsrose: Roman von Lucinda Riley (Gebundene Ausgabe - 27. Januar 2014)
EUR 19,99
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