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am 16. November 2013
Die Sozialpädagogin Katia Werner ist Mitte Zwanzig und hatte, nachdem die Mutter die Familie verlassen hat, eine schwierige Kindheit zu bewältigen, deren Folgen sie heute noch begleiten. Doch sie will einen Neuanfang in ihrem Leben und durch einen dummen Zufall bekommt sie diesen in Form einer Anstellung als Betreuerin in dem Sanatorium Goldbachmühle. Durch ihre eigene Art gewinnt Katia schnell das Vertrauen und die Freundschaft der etwas anderen Bewohner dieser Einrichtung. Ganz besonders Konrad hat es ihr angetan, der sie fasziniert und in seinen Bann zieht. Obwohl die beiden so verschieden wie Feuer und Wasser sind, ziehen sie sich gegenseitig an und übertreten dabei nach und nach sämtliche Grenzen. Doch ihre gemeinsame Liebesgeschichte geht nicht gut aus. All das erfährt man erst so nach und nach...
Veronika Peters erzählt mit ihrem Roman Eine Liebe in Grenzen" eine sehr einfühlsame und anrührende Geschichte. Der Schreibstil ist herrlich flüssig und lässt den Leser durch die Seiten fliegen. Der Ich-Erzählton aus Katias Sicht wird aus mehreren Perspektiven erzählt, einmal befindet man sich in der Gegenwart, dann bekommt der Leser Erinnerungen in Form von Rückblenden zu lesen. Erst ganz langsam wird die Geschichte von Katia und Konrad und ihrer unmöglichen Liebe entblättert, erst ganz am Ende erfährt der Leser die ganze Tragik. Die Charaktere, allen voran Katia, sind sehr lebensecht dargestellt und wunderbar detailliert ausgearbeitet. Hauptprotagonistin Katia ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, mit ihren grünen Haaren fällt sie auf und will das auch. Sie möchte ihre Andersartigkeit der Öffentlichkeit demonstrieren und damit auch provozieren. Gleichzeitig hat sie eine große Angst vor Nähe und kann diese auch nur sehr schwer zulassen. Als Leser schließt man sie ins Herz, spürt ihre Zerrissenheit und ihre Ängste.
Veronika Peters erzählt dem Leser eine sehr nachdenklich stimmende Geschichte, die noch sehr lange nachhallt, nachdem das letzte Wort gelesen wurde. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die gerne etwas anspruchsvollere Literatur bevorzugen und sich gern noch weitere Gedanken machen, nachdem das Buch beendet ist. Unbedingt lesen! Chapeau!
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TOP 500 REZENSENTam 15. November 2013
Die „Goldbachmühle“, eine Art psychiatrische Therapiestätte für eine Handvoll Menschen, die noch den Weg zurück in ein eigenständiges Leben suchen und Unterstützung benötigen. Katia muss nach dem Studium der Pädagogik noch ein Praktikum absolvieren und bewirbt sich. Das Vorstellungsgespräch verläuft völlig anders, als sie es erwartet und sie lernt dabei einen Bewohner kennen, Konrad. Was folgt ist ein Auf und Ab der Gefühle. Denn Katia verliebt sich.

Das Buch ist kein Liebesroman, den man so locker und leicht weg liest und die Seele baumeln lassen kann. Es ist ein Buch, das einen Leser gefangen nimmt. Das einen mitnimmt auf eine Reise in Katias Liebesleben, das nicht immer rosa ist. Eine Liebesgeschichte, manipulativ, schwierig. Ich fand die Geschichte sehr fesselnd zu lesen. Anfang stellte ich mir als Leser viele Fragen. Mit wurden die zeitlichen Perspektiven der Geschichte nicht ganz deutlich. Das alles zusammenhängt, diese Erkenntnis bekam ich erst später im Lesen und dann klärten sich auch die Fragen und der ganze Zusammenhang wurde deutlich. Eigentlich muss man das Buch zweimal lesen um es komplett zu verstehen. Ich denke, es wird deutlich, das Buch ist anspruchsvoll. Es hat Charaktere, die unheimlich Tiefe haben. Vielschichtig, etwas verworren, schon extrem. Wenn man sich als Leser einlässt auf diese Figuren wird man emotional gefangen und gerät auch in einen Zwiespalt der Gefühle.

Anspruchsvoll, tiefsinnig, wie real wirkende Figuren. Ein Roman, der lange nachhallt.
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am 15. November 2013
Katia, Mitte zwanzig, doch mit sich selber ist sie nicht im Reinen. Der Weggang der Mutter, das zurückgelassen werden, hat ihre Kindheit und Jugend geprägt, hat sie selber verändert. Nicht nur äußerlich fällt sie mit ihren grünen Haaren auf. Sie sucht eine Stelle für ihr Anerkennungsjahr. Durch eine Verwechslung, oder sollte man es eher eine glückliche Fügung nennen, erhält sie eine Stelle als Betreuerin in dem Wohnheim Goldbachmühle. Die Bewohner und Betreuer sind so ganz anders, als sie erwartet hat. Schnell wird die Anziehung deutlich, die sie und Konrad, dem dandyhaften, mit großem künstlerischen Talent gesegnetem Bewohner verbindet.

Veronika Peters erzählt die Geschichte der Katia Werner auf verschiedenen Zeitebenen, immer mit Rückblenden versehen. So werden dem Leser von Anfang an scheibchenweise Informationen vermittelt, die einen neugierig machen, die Fragen aufwerfen, die einen das Buch nicht aus den Händen legen lassen. Erst zum Schluß wird klar, was sich ereignet hat und die Fragen lösen sich auf, aber die Geschichte lässt einen nicht einfach wieder los. Sie regt zum weitdenken und nachdenken an.

Der Schreibstil von Veronika Peters hat einen hohes Niveau, die Protagonisten, vor allem die Hauptcharaktere sind authentisch und mit vielen Tiefen ausgearbeitet.

Die Geschichte hat mich beeindruckt , gefesselt und mich zum Nachdenken angeregt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die keine einfache Romanze erwarten.
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am 14. November 2013
Die Ich-Erzählerin Katia, eine junge Frau, Sozialpädagogin, mit schwieriger Vergangenheit als Scheidungskind, erhält eine geheimnisvolle Ansichtskarte mit dem Bild des Jardin du Luxembourg, Paris. im Folgenden lässt sie die Leser an ihren Erinnerungen an eine außer- und ungewöhnliche Liebe zu Konrad, einem jungen hochintelligenten, nach eigenen Aussagen "irren" Mann und Bewohner des "Rehabilitationshaus für psychiatrieerfahrene Menschen", teilhaben.

Die Erzählebenen wechseln dabei zwischen der Gegenwart der Ich-Erzählerin, weiteren mysteriösen Briefen und Paketen, und ihren Erinnerungen, die sich vermischen zu der Frage: Kann diese Liebe Bestand haben?

Sehr poetischer Erzählstil, eine interessante, unterhaltsame, spannende, zuweilen auch witzige, dramatische und romantische Geschichte, die dabei aber nicht platt ist. Und dazu sehr sympatische und skurile Figuren, die man nach und nach kennenlernt und die einen darüber grübeln lassen, was eigentlich "normal" und was "verrückt" ist und wie die Leute auf den Stempel "verrückt" reagieren und den Menschen aburteilen, ohne ihn zu kennen.

Ein tolles Buch, hat mir sehr gefallen, sehr zu empfehlen. :-)
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am 12. November 2013
......in ihren Voraussetzungen, scheint es, ist die Liebesgeschichte, die Veronika Peters in ihrem neuen Roman erzählt.

War die „Neufindung der eigenen Person“ noch das vorrangig beherrschende Thema des Vorgängerbuches „Das Meer in Gold und Grau“, so lässt Peters dieses Thema in diesem Buch nicht einfach fallen. Aber die Geschichte von Katia Werner entwickelt sich weiter.

Immer noch ist „sich finden“, ein „inneres Standing“ erwerben eines der wichtigen Themen ihrer Person, doch durchaus nach vorne schaut Katia Werner in dieser Fortsetzung.

Entlassen aus der Fachhochschule für Erziehungswesen aufgrund des Rauchens eines Joints, macht sich Katia in der oberhessischen Provinz auf, ihre Berufsausbildung nun doch durch ein Anerkennungsjahr zu Ende zu führen. Eigentlich rechnet sie sich keine sonderlich großen Chancen aus, als sie sich auf eine Annonce der ortsansässigen „offenen psychologischen Wohngruppe“ bewirbt. Doch schon beim Einstellungsgespräch scheint alles glatt zu gehen.

Wenn sich nicht herausstellen würde, dass ihr Gegenüber bei diesem Gespräch kein Verantwortlicher der Einrichtung war, sondern ein Bewohner der Hausgemeinschaft. Doch scheinbar hat dessen Wort Gewicht. Denn Carmen und Martin, die eigentlichen Leitenden, geben Katia umgehend eine Chance. Nach Abstimmung mit allen Bewohnern, natürlich. Denn das Konzept der Einrichtung sieht weitestgehende Gleichberechtigung vor und dient vor allem dazu, den Bewohnern den Kontakt und „Neustart“ im „normalen“ Leben zu bieten.

Konrad, der mit Katia des „Einstellungsgespräch“ tätigte, trägt nicht nur hervorragend geschneiderte, wenn auch altmodische, Anzüge, sondern zeigt sich im Verlauf der weiteren Tage und Wochen auch in vielfach anderer Art und Weise als ein ganz besonderer Mensch. Einer, dem Katia kaum widerstehen kann, zu dem sie sich immer mehr und tiefer hingezogen fühlt und damit auch Grenzen überschreiten wird.
Grenzen, die mit einem blutigen Todesfall deutlich sichtbar werden, später. Grenzen aber auch, die in den Persönlichkeiten bereits angelegt sind, die Katia fast alles an innerer Kraft kosten werden, das sie sich gerade mühsam aufgebaut hatte.

Ein wenig konstruiert wirkt die Geschichte schon, die Veronika Peters hier zu Grunde legt. Menschen mit doch erkennbar schweren Störungen in solcher inneren und äußeren Freiheit? Das Überschreiten zwischen Betreuung und Patient in dieser Form? Das wirkt künstlich und zudem hier und da auch sprachlich zu oberflächlich hingesetzt.

Das aber schmälert aber kaum die Lesefreude, vor allem im Blick auf die Lebendigkeit, Differenzierung und Tiefe der Figuren, denen Peters ein je ganz eigenes Leben zu geben vermag und deren „Festhalten aneinander“ aus je auch eigener, innerer Zerbrochenheit, Einsamkeit und schwankendem Selbstwertgefühl heraus im Buch präzise und fassbar dargestellt wird.

Beileibe kein einfacher „Liebesroman“, sondern ein Psychogramm von Zerbrochenheit und dem Willen, sich selbst zu finden, auch wenn man sich zwischendurch zu verlieren scheint. Und ein deutlicher Verweis auf die (allgemeine) Begrenztheit des Lebens, die Menschen letztlich doch immer nur „ganz in sich“ leben lässt. Und zudem ein gelungener und interessanter Einblick in die “Welt der (vermeintlichen) Störungen), bei denen so mach sich überaus „gesund“ fühlender „Adelsherr“ sich als weitaus bösartiger und problembehafteter herausstellen wird, als der ein oder andere Bewohner der Hausgemeinschaft.

Eine durchaus anregende und empfehlenswerte Lektüre.
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am 7. September 2015
Katia Werner ist eine junge Frau, die ganz am Anfang steht und ihr Leben in Angriff nehmen möchte, indem sie sich trotz fehlender Qualifizierung ihre erste Arbeitsstelle in einer psychiatrischen Heilanstalt sucht. Dort lernt sie den verschlossenen aber charismatischen Konrad kennen und nach kurzer Zeit auch lieben. Doch einmal abgesehen von ihren Schuldgefühlen bezüglich der ungleichen Beziehungsbasis (sie ist die Betreuerin, er der Patient) schleichen sich weitere Zweifel ein: fehlendes Vertrauen und mangelnde Perspektiven kommen erschwerend hinzu. Katia muss lernen, dass es manchmal besser ist einen Menschen loszulassen, um den eigenen Weg weitergehen zu können.

Auf dieses Buch bin ich dank des ansprechenden Titels samt Covergestaltung aufmerksam geworden, die Autorin war mir bisher hingegen unbekannt. Veronika Peters entwirft hier einen äußerst authentischen, stellenweise alltäglichen Roman über die Liebe und das Leben. Ein erstes Kennenlernen unter schwierigen äußeren Umständen, bestehende Grenzen die zwei Liebende nicht ohne weiteres überwinden können und eine Beziehung die auf Grund unterschiedlicher Lebensentwürfe zum Scheitern verurteilt ist. Gerade die Banalität dieser Erzählung hat mich persönlich angesprochen, denn sehr oft sind es gerade die kleinen Dinge, die fehlenden Alltäglichkeiten, die unterschiedlichen Lebensauffassungen die eine Liebesbeziehung auf die Probe stellen. Und nicht jedes Paar vermag diese Differenzen zu überbrücken. Die beiden Hauptprotagonisten Katia und Konrad bleiben im Verlauf des Buches eher blasse Charaktere und daher mangelte es mir an Identifikationspotential. Ein fehlendes Happy-End kann ich nicht bedauern, vielmehr ist es eine stetige Entwicklung in dieselbe, vom Leser erwartete Richtung.

Fazit: Ein stiller, lebensnaher Roman über das Gefühl des Verliebtseins, den Beginn einer ungewöhnlichen Beziehung und ihr Scheitern im Alltag. Schön zu lesen, gut nachvollziehbar aber realistisch-unnahbar erzählt, so dass es mir an emotionalem Tiefgang fehlte.
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am 19. April 2014
Katja Werner entspricht vom Äußeren her ganz und gar nicht dem Bild, welches sich die Mehrheit unter einer Erzieherin vorstellt. Sie wirkt rebellisch und für diesen doch relativ seriösen Beruf etwas deplatziert mit ihren grünen Haaren. Noch hinzu kommt, dass ihre Ausbildung zur Erzieherin nicht ganz reibungslos verlief, denn als sie auf dem Schulhof beim Rauchen eines Joints erwischt wurde, flog sie Hochkant raus und musste zu einer anderen Berufsschule wechseln. Dieser Makel in ihrer Laufbahn und ihre unkonventionelle Art, machen es ihr fast unmöglich eine Stelle als Erzieherin für ihre Anerkennungsjahr zu finden.

Von daher kommt Zeitungsanzeige der „Goldbachmühle“ genau zum richtigen Zeitpunkt – Katja versucht ihr Glück und bewirbt sich auf die Stelle als Betreuerin, auch wenn sie vorher noch nie berufliche Erfahrung in einem psychiatrischen Sanatorium sammeln konnte. Was soll schon passieren, denkt sie sich, außer dass sie wieder eine Absage erhält? Doch wider Erwarten kommt alles anders als man denkt: Katja erlebt das skurrilste Bewerbungsgespräch ihres Lebens und darf bald ihren Dienst antreten. Die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist individuell und begeistert Katja sehr. Endlich fühlt auch sie sich akzeptiert und angekommen. Doch schnell wird klar, dass sich die Grenzen zwischen Betreuerin und einigen Bewohnern verwischen. Ob das gut ausgeht, steht in den Sternen…

Mein Fazit

Liebe in Grenzen ist eine berührende Geschichte über ganz viele außergewöhnliche Charaktere, deren Wege sich in der Goldbachmühle kreuzen. Der Autorin Veronika Peters ist es gelungen, vielschichtige Persönlichkeiten und deren Eigenheiten darzustellen, ohne diese zu kritisieren oder zu deformieren. Man merkt meiner Meinung nach einen gewissen authentischen Einfluss der Autorin, da sie selbst Erzieherin in einem psychiatrischen Jugendheim war. Manche Dinge kann man eben nur so einfühlsam beschreiben, wenn man sie mehr oder minder irgendwann einmal selbst erlebt hat.

Die Hörbuchfassung, gesprochen von Marit Beyer, hat mich sehr angesprochen. Ihre Stimme war ausgeglichen und dennoch unterhaltsam – richtig gut gewählt für diese Geschichte.

Im Grunde genommen wollte ich dem Hörbuch volle Punktzahl geben, da es mich gleichermaßen so gefesselt und bewegt hat. Ich verstehe auch, weshalb die Autorin das Ende so gewählt hat und dennoch habe ich mir einen anderen Ausgang gewünscht. Von daher der kleine, ganz subjektive Abzug eines Sterns.

Ich habe die Geschichte der Reihe nach begonnen, obwohl „Liebe in Grenzen“ bereits das zweite Buch ist, in der es sich um die Protagonistin Katja Werner dreht. Der erste Band „Ein Meer aus Gold und Grau“ beschäftigt sich mit einem späteren Lebensabschnitt von Katja und das möchte ich gerne als nächstes lesen.
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am 8. Februar 2014
Katia Werner möchte Erzieherin werden und ist gerade auf der Suche nach einer Einrichtung, an der
sie ihr Anerkennungsjahr absolvieren kann. Da sie allerdings weder dem gewünschten äußere Erscheinungsbild
einer Erzieher entspricht noch über angepasstes Verhalten verfügt, ist dieses Vorhaben mit einigen Schwierigkeiten
verbunden. Bis sich die junge Frau bei der "Goldmühle" im Dorf bewirbt. Dies ist ein Ort, an dem psychisch erkrankte
Menschen die Möglichkeit erhalten sich, meist nach langjähriger, Klinikerfahrung wieder in die Gesellschaft
zurückzufinden. Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten bereits im Vorstellungsgespräch, gelingt es Katia
allerdings recht schnell einen Zugang zu den Bewohnern zu finden. Außerdem lebt dort auch noch Konrad.
Der Sohn einer Adelsfamilie, dem eine psychische Erkrankung attestiert und von seiner Familie abgeschoben wird.
In der Goldmühle jedoch genießt er eine Sonderstellung. Und bald nimmt er auch in Katias Leben eine
Sonderposition ein.

Fazit:
Veronika Peters hat eine angenehme Art und Weise über ihre Charaktere, deren Gefühlslagen und
Beweggründe zu schreiben. Katia, die Erzählerin der Geschichte, springt bei ihren Schilderungen
zwischen den aktuellen Geschehnissen und den Erlebnissen aus der Vergangenheit. Der Leser erhält
dadurch einen guten Überblick wie eins zum anderen führte und wie alles miteinander zusammenhängt.
Am Ende der Geschichte steigt die Spannung noch einmal ziemlich an. Zumindest empfand ich es so und
habe begierig weiter lesen um zu erfahren wie die Geschichte ausgehen wird. Und obwohl nichts außer-
gewöhnliches geschieht, war das Ende absolut anderes als ich es erwartet hätte.
Am Anfang der Geschichte wird kurz erklärt, was charakteristisch für eine Boarderline Erkrankungen sein soll.
Diese Passagen waren wir zu "schwammig" und zu ungenau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fachpersonal
diese Erkrankung so beschreiben würde.
Das Buch "Die Liebe in Grenzen" hat mir dennoch gut gefallen. Ein Roman zu einem eher ungewöhnlichen
Thema.
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am 30. Januar 2014
Katia Werner, Mitte zwanzig ist auf der Suche nach einer neuen Struktur in ihrem Leben, das bisher eher chaotisch war. Sie macht ein Jahrespraktikum als Erzieherin in der „Goldbachmühle“. Die „Goldbachmühle“ ist ein Rehabilitationshaus für psychiatrieerfahrene Menschen. Die Bewohner dieses Hauses werden wunderbar detailliert, menschlich und sehr realistisch beschrieben und dargestellt. Besonders ein Bewohner, Konrad von Reichenbach, hat es Katia angetan. Sie fühlt sich von Anfang an von ihm angezogen. Andererseits treibt sie teilweise sein Verhalten zur Weißglut.

Es entwickelt sich eine sehr skurrile, emotionale und tragische Liebesgeschichte zwischen den beiden.

Die Geschichte wechselt immer wieder in verschiedene Ebenen. Die ersten zwanzig Seiten haben mir nicht so gut gefallen, da ich dies sehr verwirrend fand und mir der Einstieg schwer fiel. Auch die Auszüge diverser Gedichte haben mir nicht wirklich gefallen. Aber dann, ab S.23, hat mich die Geschichte voll erwischt. Katia bekommt verschiedene bizarre Botschaften von Konrad zugeschickt und erzählt so in kleinen Rückblicken ihre Liebesgeschichte.

Dieses Buch ist keine übliche Liebesgeschichte und das Ende ist nichts für Romantiker.

Diese Geschichte befasst sich mit Andersartigkeit; mit den Fragen: „Was ist eigentlich ‚normal’? Wer ist eigentlich ‚normal’“; Schubladendenken und Grenzen die oftmals verwischen. Es gibt in dieser Geschichte die eine oder andere Szene, bei der die Rollen der Protagonisten vertauscht werden. Es wurde sehr schön dargestellt, dass wirklich jeder Mensch über verschiedene Fähigkeiten und Stärken verfügt und manchmal nur eine Chance braucht dieses zu zeigen.

Die „Goldbachmühle“, die leider ein fiktiver Ort ist, hatte für mich etwas Magisches. Sie war sehr realistisch darstellt. Ein ganz besonderer Ort, für besondere Menschen. Auch das Personal war ganz besonders. Viele von ihnen, wie z. B. Theo oder Lena, haben eine bewegte Vergangenheit. Martin und Carmen, die Leiter dieses Hauses, waren einfach nur grandios. Sehr unkonventionell, teilweise streng, aber immer liebevoll und immer auf das Wohl der einzelnen Bewohner bedacht.

Katia hatte kaum Berührungsängste und keinerlei Vorurteile gegenüber den Bewohnern, was ich sehr schön fand. Sie hat es mir von Anfang an angetan. Sie provoziert mit ihren grünen Haaren, will auffallen, aber nicht unbedingt angesprochen werden, da sie ein großes Problem mit Nähe und Vertrauen hat. Dieser Charakter, wie auch die meisten anderen, war wunderbar, detailliert und realistisch dargestellt. Sie war so greifbar für mich, dass ich ihr wie auch vielen anderen Protagonisten dieses Buches gerne persönlich begegnet wäre.

Dieses Buch ist tiefgründig, emotional, gefühlvoll, authentisch und sehr realistisch. Es gab viele Szenen die mich zum Nachdenken gebracht haben. Viele Sätze, die mich berührt haben.
Es war eigentlich von Anfang an klar, dass diese Liebe starke Grenzen hat. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass gerade Katia und Konrad diese Grenzen sprengen und zeigen, dass es auch anders geht. Aber dann wieder denke ich, dass diese Tragik genau das ist, was dieses Buch so stark und realistisch macht. Alles andere wäre zwar wünschenswert, aber dann doch wieder unrealistisch.

Diese Liebesgeschichte kommt komplett ohne Kitsch aus, was mir sehr gefallen hat. Ich habe sehr mit Katia und Konrad gelitten und mir oft gewünscht auch in Konrads Gefühls- und Gedankenwelt einen größeren Einblick zu bekommen. Das wäre bestimmt auch sehr interessant gewesen. Für mich war es ein sehr starkes, emotionales und sehr nachdenklich stimmendes Buch, welches ich so schnell nicht vergessen werde. „Die Liebe in Grenzen“ war ein Prequel von einem bereits im August 2011 erschienen weiteren Buch der Autorin: „Das Meer in Gold und Grau“. In diesem Buch trifft man wohl wieder auf Katia, die bereits ein paar Jahre älter ist, aber wohl leider nicht auf Konrad. Ich werde dieses Werk auf jeden Fall auch lesen und hoffe, dass man vielleicht ein wenig drüber erfährt wie es mit Katia und Konrad weitergegangen ist. Denn das Ende lässt viele Fragen offen.
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am 7. Januar 2014
Katja Werner lebt in den Tag hinein, doch ist sie zunehmend unzufrieden mit ihrem flatterhaften Leben. Sie bewirbt sich auf eine Stelle als Betreuerin in einer psychiatrischen Wohngemeinschaft, der Goldbachmühle. Obwohl ihr dafür die Qualifikation fehlt, bekommt sie die Stelle. Dort geht alles recht modern zu. So entscheiden sich die Bewohner kaum von dem Personal, und ein jeder wird in seinem Wesen so akzeptiert, wie er ist. Katia gefällt es dort, und ganz besonders fasziniert ist sie von einem Bewohner, dem intelligenten und undurchsichtigen Konrad, der sie immer mehr in den Bann zieht. Eine Liebesbeziehung entwickelt sich zwischen den beiden, die sie jedoch vor den anderen geheim halten und am Ende doch nicht hält, da sie ihre Grenzen nicht überschreiten.
Die Handlung dieser Geschichte spielt in zwei verschiedenen Zeiten, sodass es einem anfangs etwas wirr erscheint. In der einen Zeit erleben wir Katia in der Goldbachmühle, als sie mit Konrad zusammentrifft; die andere Zeit erzählt Katias momentane Lage, nach der Trennung von Konrad, womit das Buch auch gleich startet, sodass wir gleich zu Beginn von ihrer Trennung erfahren und im Laufe des Buches so immer wieder hoffen, dass die beiden denn doch noch einmal zusammenkommen. Das ist aber nicht das alleinige Thema des Buches. Immer wieder wird auf das Normalsein" eingegangen, was das Buch zu einer tiefgründigen und keiner leichten Lektüre für zwischendurch macht. Wo liegt eigentlich die Grenze zwischen normalen und psychisch kranken Menschen? Das ist eine gute Frage, die wer beantworten sollte? Man macht sich beim Lesen so seine eigenen Gedanken, und auch nach dem Schließen dieses Buches lässt es einem noch nicht los. Die Figuren sind alle ganz eigen, dennoch sympathisch und wirklichkeitsnah beschrieben, und man erfährt viel aus deren Vergangenheit, sodass man sie gut kennenlernt. Während Katia äußerlich mit ihren grünen Haaren andersartig ist und aus der Rolle fällt, ist Konrad es innerlich. Durch seine undurchschaubare Art bleibt er geheimnisvoll, und man rätselt immer wieder über ihn, denn er ist schwer zu verstehen.
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