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am 23. Oktober 2013
Er gehört einfach zu meinen liebsten Thriller-Autoren derzeit. Warum? Das ist ziemlich einfach:

Er hat grandiose Protagonisten und auch die Randfiguren sind so lebendig gezeichnet, dass man keine einzige davon vergisst. Ohne, dass er sich in langatmigen Beschreibungen ergeht.
Ihm genügen 2-3 Sätze, um ein eindringliches Setting zu schaffen. Auf langweilige Details verzichtet er, was dem Tempo sehr gut tut, ohne dass das Kopfkino zu wenig Futter hätte.
Er hat so gute und ausgefeilte Plots, dass ich zwar häufig den Täter erahne, aber trotzdem zwischendurch immer auf andere Fährten gelenkt werde, sodass ich mich beim Lesen ständig frage: "Oder doch der? Vielleicht war es der? Jemand ganz anderes? Waaah, wann ist das denn zu ENDE?"
Seine Opfer sind so authentisch und sympathisch, dass man mit ihnen mitleiden muss, man kann gar nicht anders. Für mich ein sehr wichtiger Punkt bei einem Thriller.
Sein Ermittler ist Psychologe, ein bisschen "kaputt", aber so sympathisch und sarkastisch, dass man ihn einfach lieben muss. Ich liebe ihn jedenfalls und fiebere neuen Fällen entgegen wie ein Kind sich auf Weihnachten freut.
Er spinnt die Fäden so geschickt zusammen, dass sich am Ende immer eine logische Auflösung ohne komische "Zufälle" ergibt. Dabei steigert sich die Spannung gerade im letzten Drittel so enorm, dass man sich die Nächte um die Ohren schlägt für seine Bücher.
Nicht zuletzt: sein Schreibstil ist so eingängig, flüssig, lebhaft und bildhaft, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ohne dabei jedoch billig oder platt zu sein, im Gegenteil. Und es gibt immer aktuelle Themen, die angeschnitten werden und bei mir regelmäßig heftiges Kopfnicken auslösen.

Zu diesem Fall möchte ich konkret inhaltlich gar nicht viel sagen. Die Story an sich ist nicht brandneu im Thrillergenre (Typ entführt zwei weibliche Teenager und hält sie jahrelang in seinem Keller gefangen), aber wieder mal so genial umgesetzt, dass ich meinen imaginären Hut ziehe. Vor allem die Einschübe aus der Perspektive des Opfers sind wahnsinnig gut gelungen. Sie sind zwar kursiv geschrieben, aber das wäre gar nicht nötig gewesen. Man weiß nach dem ersten Satz schon, wer hier schreibt, so gut hat er die flapsige Sprache des intelligenten Teenagers getroffen. Ich mag auch, dass er einer der wenigen Thrillerautoren ist, der sich der Ich-Perspektive aus der Sicht des Ermittlers bedient (kein Polizist, sondern ein Psychologe, getrennt lebend und obendrein an Parkinson erkrankt). Man ist der Hauptfigur beim Lesen so nah, dass man mit ihm gemeinsam dem Täter auf die Schliche kommt und jeden Schluss, den er zieht, selber nachvollziehen kann.

Ach, ich weiß gar nicht, was ich noch alles sagen soll. Wer intelligente Thriller mag, bei denen Humor und vor allem trockener Sarkasmus nicht zu kurz kommen, wird Michael Robotham lieben. So wie ich. Ich wünschte nur, er hätte noch viel mehr Bücher geschrieben. Vielleicht lese ich sie einfach alle noch mal von vorn. Lohnt sich in jedem Fall!
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am 18. September 2013
Joe O'Loughlin, der an Parkinson erkrankte Psychologe und der ehemalige, jetzt im Ruhestand befindliche Polizist Vincent Ruiz sind in unterschiedlicher Intensität die beiden Hauptprotagonisten in den Thrillern des Australiers Michael Robotham. In seinem neuesten, achten Roman steht nun wieder O'Loughlin im Vordergrund.

Er wird von der Polizei - zunächst eher widerstrebend - zu einem Fall eines Doppelmordes hinzugezogen. Ein Ehepaar ist grausam in seinem Haus umgebracht worden und ein Täter scheint schon gefunden. Das Problem: Augie, der vermeintliche Täter ist psychisch krank und es nicht wirklich erwiesen, dass er wirklich den Mord begangen hat. O'Loughlin soll helfen, dass die Polizei beim Verhören alles richtig macht. Doch dann verweist Augie im Verhör auf eine weitere Tote und plötzlich geht es nicht mehr nur um den Doppelmord, sondern auch um zwei vor 3 Jahren spurlos verschwundene Mädchen, Piper Hadley und Tash McBain. Und es beginnt ein Rennen gegen die Zeit, denn Tash ist die Flucht gelungen und Piper wartet verzweifelt auf die Rettung vor dem brutalen und kaltblütigen Entführer.

Robotham spielt gleich auf 2 Ebenen mit dem Leser. Zum einen beschreibt er die mühevolle und teilweise frustrierende und von Fehlschlägen, Hoffnungen, Irrtümern und kleinen Erfolgen geprägte Polizeiarbeit aus der Sicht von Joe O'Loughlin, der sich die Unterstützung seines alten Freundes Vincent Ruiz sichert und sich nach und nach mit dem zunächst reservierten Chefermittler DCI Drury zusammenrauft. Zum zweiten lässt er den Leser aus der Sichtweise von Piper die Geschehnisse der Gegenwart, aber auch den tragischen und schockierenden Hintergrund der Entführung erleben. Und gerade letzteres ist nicht immer leicht zu ertragen, weil Robotham auf unglaublich intensive Art und Weise die Hilflosigkeit und Angst der Mädchen wirken lässt und schnell klar wird, dass es das typische Happy End möglicherweise so nicht geben wird.

"Sag, es tut dir leid" ist ein unglaublich intensiver, emotional bewegender, schockierender und hoch spannender Thriller, der von der ersten bis zu letzten Seite fesselt und die Attribute eines Pageturners geradezu meisterhaft erfüllt. Immer wieder wird man als Leser in die Irre geführt. Wenn man mit Piper oder den Ermittlern Hoffnung schöpft, lauert auf der nächste Seite schon wieder der nächste Rückschlag, der nächste unerwartete Twist. Und trotz dieser Dramatik lässt Robotham noch Raum für das Private seiner Protagonisten, für die Ausgestaltung der Persönlichkeiten bis hin zu den vermeintlich unwichtigsten Nebenfiguren.

Für mich ist dieser achte Thriller ein Highlight der Serie um seine beiden Ermittler, was umso mehr zählt, als dass auch die anderen Romane allesamt zu den Topthrillern zu zählen sind. Für mich ist "Sag, es tut dir leid" von Michael Robotham eindeutig ein 5-Sterne-Thriller. Und da der Roman als Taschenbuch erschienen ist, ist er gleich doppelt eine Empfehlung wert.
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am 8. April 2016
»Intro«

Einen guten Thriller auf dem auch in diesem Genre hart umkämpften Büchermarkt zu finden, dürfte in etwa so einfach sein wie die sprichwörtliche Suche nach einem spitzen Gegenstand in getrocknetem Gras. "Sag, es tut dir leid" ist deswegen ein wahrer Glücksgriff. Dem Australier Michael Robotham gelingt es, die Spannung über die knapp 500 Seiten konstant zu halten und sich mit Übertreibungen oder Logiklöchern dezent zurückzuhalten. Und obwohl dieser Roman bereits der siebte in einer momentan neunteiligen Reihe ist, bedarf es keinerlei Vorkenntnisse der relevanten Figuren, um der Handlung problemlos folgen zu können. Sicherlich ist "Sag, es tut dir leid" kein literarisches Meisterwerk, aber ein böser, spannender, abgründiger Thriller ist er allemal.

»Writer«

Der 1960 in New South Wales geborene Australier kam 1979 nach Sydney, wo er zunächst als Journalist arbeitete. Dann ging er nach London, wo er für verschiedene britische Zeitungen tätig war (u.a. Daily Telegraph und Tatler). 1993 verlegte Robotham sich als Ghostwriter auf das Schreiben von Biografien von Politikern und Prominenten. Nachdem ihm auch damit große Erfolge beschieden waren, suchte Robotham eine neue Herausforderung und fand sie im Schreiben von Thrillern. 2004 erschien sein erster Roman ("Adrenalin"), zugleich der Auftakt der mittlerweile neunteiligen "Joe O'Loughlin"-Reihe. 2014 wurde dieser Roman unter dem Titel "Neben der Spur - Adrenalin" verfilmt. Nur 2007 und 2014 unterbrach Robotham diese Serie, um zwei andere Romane zu schreiben, ansonsten handeln alle seine Romane von dem Psychologen Joe O'Loughlin, der der Polizei bei der Aufklärung von Verbrechen hilft. Michael Robotham lebt mit Frau und drei Töchtern bei Sydney.

»Wassup?«

Der Psychologe Joe O'Loughlin ist gerade mit seiner 15jährigen Tochter Charlie auf dem Weg von London nach Oxford, wo er einen Vortrag halten soll. Bei einem unplanmäßigen Halt auf der Strecke sieht O'Loughlin, dass die Polizei gerade dabei ist, eine Leiche aus einem zugefrorenen See zu bergen. Kurz darauf steht schon DCI Drury in der Hotellobby und bittet O'Loughlin um Hilfe bei einem Fall. Ein Farmhaus ist in Brand gesteckt worden, das dort wohnende ältere Ehepaar wurde erst ermordet und dann verbrannt. Verdächtigt wird Hilfsarbeiter Augie, der offensichtlich psychisch gestört ist. Ihn soll O'Loughlin sich vornehmen, um zu klären, ob er der Täter ist. Doch schon bald stellt sich eine Verbindung zu der Leiche im See heraus. Es ist Natasha McBain, eines der "Bingham Girls". Tash McBain und Piper Hadley sind vor drei Jahren spurlos aus ihrem Heimatort Bingham verschwunden; nun ist eines der Mädchen im wahrsten Sinne des Wortes wieder aufgetaucht. Doch wo ist dann Piper? Weggelaufen? Entführt? Tot? O'Loughlin macht sich daran, Licht ins grausame Dunkel zu bringen…hoffentlich nicht zu spät…

»Let's get real«

Robotham wählt für seinen wirklich spannenden Thriller gleich zwei Erzählperspektiven, deren zeitlicher Ablauf parallel verläuft. Zum einen wird das Geschehen aus Sicht des Psychologen O'Loughlin geschildert, zum anderen teilt sich Piper mittels Tagebucheinträgen mit. Dass sie tatsächlich noch am Leben ist, ist kein Spoiler, dies wird gleich zu Anfang des Romans preisgegeben, was zur Folge hat, dass den Roman durchgehend eine unterschwellige Spannung umgibt. Der Leser weiß, dass Piper noch am Leben ist, Tash jedoch tot, so dass sie ihrer Freundin nicht mehr helfen kann. Und obwohl Piper nicht weiß, was mit Tash geschehen ist, verliert sie nach drei Jahren in einem dunklen Kellerloch langsam ihren Lebensmut.

Parallel dazu ermittelt die Polizei im Fall der Leiche im See und der beiden Mordopfer im abgebrannten Farmhaus. Schnell stellen sich gewisse Zusammenhänge heraus, die den Ermittlungsdruck erhöhen. Sollte Piper tatsächlich noch leben, muss schnell gehandelt werden, da nicht abzusehen ist, wie der Entführer auf die Nachricht, dass eines der Mädchen entwischt ist, reagiert. Erschwert werden die Ermittlungen allerdings dadurch, dass Drury O'Loughlin nur bedingt respektiert und seinen Thesen und Argumenten oft keinen Glauben schenkt.

Und als wäre das noch nicht genug, kämpft O'Loughlin selbst mit so einigen Problemen. Seine Parkinson-Erkrankung verschlimmert sich, er lebt von seiner Frau und den zwei Töchtern getrennt in London und plagt sich mit Teenagertochter Charlie und deren Launen herum.
Im siebten Roman der bislang neunteiligen Reihe tauchen im Handlungsverlauf natürlich einige Protagonisten auf, die augenscheinlich auch in den Vorgängerromanen der O'Loughlin-Reihe eine Rolle gespielt haben. Erstaunlicherweise aber gelingt es dem Leser, der keinen der anderen Romane dieser Reihe kennt, problemlos, sich zurechtzufinden. Zwar wird ab und an Bezug auf gewisse Ereignisse aus O'Loughlins Vergangenheit genommen, dennoch kann man diese Details entweder ignorieren oder mühelos in die aktuelle Handlung integrieren.

Robotham schreibt sprachlich nicht übermäßig ambitioniert, dennoch garantiert sein Stil dem Leser nahezu lückenlose Spannung und Rätselraten um den Täter bis fast zur letzten Seite. Robotham entwirft ein gut recherchiertes und detailliertes Umfeld sowohl für seinen Psychologen O'Loughlin als auch die entführten Mädchen und den Polizeialltag. Garniert wird das Ganze mit Umschreibungen der verschneiten oxfordschen Landschaft, die Robotham stimmig geraten sind.

»Quintessence«

"Sag, es tut dir leid" ist ein gut recherchierter, stimmiger, glaubwürdiger und vor allem sehr spannender Thriller geworden, der den geneigten Leser nahezu bestmöglich unterhält. Vielleicht wäre an der ein oder anderen Stelle etwas weniger mehr oder etwas mehr weniger gewesen, aber das wäre dann wirklich jammern auf hohem Niveau. Ein hohes stilistisches Niveau erreicht "Sag, es tut dir leid" zwar nicht, darauf liegt aber bei "solcherlei" Literatur auch nicht unbedingt der Fokus. Durch die zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven generiert Robotham dafür fast das doppelte Maß an Spannung und schafft eine sowohl düstere als auch hoffnungsvolle Atmosphäre, die den Leser fast durchgängig mitfiebern und auch mitleiden lässt. Man kann die Romane der Reihe offensichtlich unabhängig voneinander lesen, was natürlich grundsätzlich von Vorteil ist. "Sag, es tut dir leid" jedenfalls hat mich spannend und gut unterhalten, so dass ich durchaus gewillt bin, weitere Romane dieses Autors zu lesen. Deshalb gerne sehr gute vier von fünf Entschuldigungen, für die es hoffentlich noch nicht zu spät ist…
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am 11. Oktober 2013
Da hat der Australier Michael Robotham nun den achten Thriller geschrieben und erst jetzt wurde ich auf ihn aufmerksam. Mein Appetit wurde dadurch so nachhaltig geweckt, dass ich die anderen in möglichst chronologischer Reihenfolge nachlesen will und mich sogar regelrecht darauf freue!

Es scheint mir ein genialer Schachzug vom Autor zu sein, die O''Loughlin/Ruiz-Reihe im ihm vertrauten, klassischen Krimi-Heimatland England spielen zu lassen. Sein Schreibstil passt sich wunderbar in der leisen, aber dennoch eindringlichen und zuweilen ironisch-witzigen Art dem Setting genial an. Dieser Plot wird, wie schon andere des Autors, aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen erzählt, die so lange nebenher geführt werden, bis sie geschickt gemeinsam im Finale enden.

Meiner Präferenz für eher psychologische Finessen und menschliches Verhalten, als auf blutig-brutalen Details basierende Stories wurde zu meiner Freude und Überraschung mal wieder perfekt Rechnung getragen. Einziger Wermutstropfen ist allenfalls die Tatsache, Ähnliches schon in Variationen gelesen zu haben. Aber mal ehrlich, irgendwie gab es doch alles schon mal - das Rad muss ja auch nicht immer wieder neu erfunden werden. (M)einer guten Unterhaltung diente der Roman auf jeden Fall und, um die charmante Anekdote des Autors in seiner Danksagung aufzugreifen, ICH habe Michael Robotham schon mit ins Bett genommen und werde es wieder tun ;o).
(T)
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am 24. März 2014
Ich freute mich, entlich mal wieder ein Buch mit durchweg sehr positiven Feedback zu lesen. Ich fand auch gut, dass ich entlich mal wieder ein Buch lesen konnte, das eine umfangreiche Handlung mit gut gezeichneten Charakteren hat. Es war auch Spannend. Aber Psychothriller? Nein, doch eher ein solider Krimi.
Ich fand die Auflösung des Falls leider sehr lieblos. Da wird zum Schluss plötzlich jemand vom Schrifsteller zum Täter gemacht, den niemand auf den Plan hatte. Das sollte sicher eine große Überraschung für den Leser sein, ich fand es einfach ideenlos, lieblos und sehr unmotiviert. Schade.
Wegen der doofen Auflösung würde ich 3,5 Sterne geben. Halbe Sterne gibt es nicht, also muss ich auf 4 Sterne aufrunden.
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am 30. November 2013
Kurzbeschreibung (Amazon):

"Zwei vermisste Mädchen, zwei brutale Morde, ein grausames Geheimnis

Als Piper Hadley und ihre Freundin Tash McBain spurlos aus dem kleinen Ort Bingam bei Oxford verschwinden, erschüttert es das ganze Land. Trotz aller Bemühungen können sie nie gefunden werden. Isoliert von der Außenwelt werden sie von ihrem Entführer gefangen gehalten, bis Tash nach drei Jahren die Flucht gelingt. Kurz darauf entdeckt man ein brutal ermordetes Ehepaar in seinem Haus in Oxford. Der Psychologe Joe O’Loughlin, der einen Verdächtigen befragen soll, vermutet, dass dieses Verbrechen mit der Entführung der beiden Mädchen in Zusammenhang steht. Währenddessen hofft Piper verzweifelt auf Rettung durch ihre Freundin. Doch mit jeder Stunde, die sie ausbleibt, wächst ihre Angst. Denn der Mann, der sie in seiner Gewalt hat, ist in seinem Wahn zu allem fähig."

Inhalt:

Zwei Mädchen sind seit 3 Jahren spurlos vermisst. Das Umfeld der Teenager glaubt nicht an ein Verbrechen, sie denken, dass sie ausgerissen sind, weswegen nach den Mädchen nicht mehr gesucht wird. Jedoch sind sie die ganze Zeit nach deren Entführung in einem Kellerverlies eingesperrt gewesen und von ihrem Entführer missbraucht und misshandelt worden. Als die Leiche eines der vermissten Mädchen gefunden wird, wird der Fall neu aufgerollt.
Die örtliche Polizei bittet den Psychologen Joe O'Loughlin zu Hilfe, nachdem ein Ehepaar in ihrem brennenden Haus grausam ermordet aufgefunden wurde. Da es das Elternhaus eines der vermissten Mädchen war, wird ein Zusammenhang der beiden Fälle vermutet. Zusammen mit seinem Freund, dem Ex Polizisten Vincent Ruiz, unterstützt O'Loughlin bei den Ermittlungen.

Cover und Titel:

Der Titel und das Cover (ein Schmetterling auf einem zerkratzt wirkendem Hintergrund sagte mir nicht so zu und erschien mir eher langweilig. Da ich bisher noch kein Buch von Robotham gelesen habe (was sich nach der Lektüre als Fehler herausgestellt hat), wäre ich im Buchhandel auch nicht unbedingt auf das Buch aufmerksam geworden. Ich habe das Buch aufgrund einer sehr "ungewöhnlichen" Rezension gelesen und wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte besteht aus zwei Erzählsträngen. Zum Einen erzählt Piper Hadley in der Ich-Erzählung in Rückblenden wie sie in das Verlies gekommen sind. Die Beschreibung der Grausamkeiten ist dabei relativ unspektakulär, jedoch ist die Wirkung auf den Leser umso spektakulärer, da man sich die gesamte Szenerie sehr gut vorstellen kann und mit den Mädchen mitfühlt und mitleidet. Großes Kopfkino!
Zum Anderen wird aus der Sicht von Joe O'Loughlin erzählt. Auch hier wird alles sehr realistisch dargestellt. Er kam mir stellenweise jedoch älter vor als er tatsächlich ist, bin ich der Meinung. Das liegt glaube ich aber daran, dass dieser 8. Fall mein erstes Buch über ihn war, das ich gelesen habe. Für den Fall hatte das keine Auswirkungen, den kann man unabhängig von den anderen Fällen lesen, jedoch ist es für die Entwicklung der beiden Ermittler wohl von Vorteil, die Bücher chronologisch zu lesen.
Das Buch war von Anfang bis Ende spannend, gegen Ende habe ich mir sogar 2 Nächte lang keinen Schlaf gegönnt, um endlich zu wissen wie die Geschichte endet. Der Täter war für mich auch überraschend, jedoch habe ich auch nicht ständig überlegt wer es denn sein könnte, da die Story einfach zu spannend war, als sich darüber Gedanken zu machen. Obwohl das Buch mit seinen knapp 500 Seiten ein ziemlicher Wälzer ist, war es an keiner Stelle langatmig.

Fazit:

Absolut gelungener Psychothriller, der dazu beigetragen hat, dass ich die 7 Vorgänger "O'Loughlins" nun auch lesen werde. Ich empfehle dieses Buch absolut weiter an alle Thrillerfans.
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TOP 500 REZENSENTam 19. Oktober 2013
Den Psychologen Joe O'Loughlin und seinen Freund, den ehemaligen Polizisten Victor Ruiz kennen wir bereits aus den vier Vorgängerbänden den Reihe. In "Sag, es tut dir leid", dem neuen Werk aus der Feder des Australiers Michael Robotham, arbeitet dieses Duo wieder in bewährter Manier zusammen, um Piper Hadley und Tash McBain zu finden, zwei junge Mädchen, die vor drei Jahren entführt wurden und seither vermisst werden.

Alles fängt damit an, dass O'Loughlin die Polizei bei der Aufklärung eines Doppelmordes als psychologischer Gutachter unterstützen soll. Der vermutliche Täter ist offenbar geistig behindert, und die Hinweise verdichten sich im Laufe der Befragungen, dass er die Morde nicht begangen haben kann, vor allem, als noch eine weitere Leiche auftaucht und der Psychologe die Verbindung zu den beiden Entführungsfällen herstellen kann.

Die Geschichte teilt sich in zwei unterschiedliche Handlungsstränge: Da sind zum einen die Tagebuchaufzeichnungen des Entführungsopfers Piper Hadley, zum anderen nimmt der Leser an der mühevollen Aufklärungsarbeit der Fälle aus der Sicht von Joe O'Loughlin teil, wobei er immer auf Augenhöhe mit dem Ermittlungsteam ist.

Robotham hat mit "Sag, es tut dir leid" einen äußerst spannenden Thriller geschrieben, der tief in das Innenleben der Protagonisten blicken lässt. Man ist immer bei ihnen, kann nicht nur ihre Ängste und Zweifel, sondern auch ihre Freude über die kleinsten Teilerfolge und ihre Hoffnung fühlen.

Der Autor berührt seine Leser emotional, nicht zuletzt deshalb, weil sich sein intelligenter Plot deutlich von dem der üblichen Entführungspsychothriller unterscheidet. Er ist ein Meister, wenn es darum geht, mögliche Verbindungen und Verdächtige zu suggerieren, falsche Spuren zu legen, mit Vermutungen zu arbeiten, unerwartete Wendungen einzubauen - am Ende stellt der Leser fest, dass er grandios an der Nase herumgeführt wurde. Die Auflösung an sich hätte ich jetzt so nicht erwartet, sie ist aber allerdings absolut schlüssig und nachvollziehbar.

Und wieder einmal hat Michael Robotham mit seinem neuen Thriller bewiesen, dass er wie kaum ein anderer Autor dieses Genres Spannung bis zur letzten Zeile garantiert. Klare Leseempfehlung meinerseits!
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am 20. September 2014
Diese Buch habe ich von der ersten bis zur letzten Seite "gefressen", es gab keinen langweiligen Moment!
Ich kenne bisher alle Bücher von Michael Robothan und wurde noch nie enttäuscht, wer wirklich spannende Thriller liebt, ist bei diesem Autor gut aufgehoben!
Auch in seinem achten Band rund um den sympathischen, etwas kaputten, aber sehr cleveren Psychologen Joe hält der Autor den Spannungsbogen durchgängig aufrecht, gekonnt wird der Leser immer wieder in die Irre geführt, sodass man die Auflösung des Falles fast nicht mehr erwarten kann - ehrlich gesagt, habe ich sogar zurückgeblättert!

Wer intelligente Thriller liebt, auch wenn der Plot nicht ganz neu ist (Teenager werden entführt und jahrelang im Keller gefangen gehalten) wird von diesem Buch mit einem Psychologen als Ermittler begeistert sein!

Kein Handlungstrang wirkt konstruiert und Auflösungen, die sehr "zufällig" entstehen, bleiben dem Leser bei diesem Buch erspart.
Die Fäden der meisterhaften Erzählung laufen wie immer bei Michael Robothan sehr clever zusammen, wirken nachvollziehbar und immer glaubhaft.

Der flüssige Schreibstil, die ineinander verflochtenen, klaren Erzählstränge und die durchgängig interessant und spannend geschriebene Geschichte auch rund um den Psychologen, sorgen für ein Lesevergnügen, wie ich es von diesem Autor gewohnt bin!

Ich freue mich schon auf einen weiteren Band, Thriller-Fans werden ihre Freude an dem Buch haben.
Bisher konnten mich nur die Geschichten von Camilla Läckberg so fesseln, nun habe ich einen weiteren Lieblingsautor gefunden!
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am 1. Oktober 2013
Sein bewährtes Ermittlerteam Joe O'Loughlin, Professor der Psychologie (getrennt lebend, mental von der Arbeit für die Polizei, durch die Veränderungen seines privaten Lebens und seine Parkinson Krankheit deutlich mitgenommen) und Victor Ruiz (hart, knochentrocken, Desillusioniert, was Menschen angeht und privat ebenfalls nicht allzu sehr vom Glück geküsst) wird im Verlauf dieses Falles wieder zueinander finden. Auch wenn Joe noch so sehr Abstand halten will von der Polizeiarbeit, seit er durch die Entführung seiner Tochter vor einiger Zeit aus dem inneren (und äußeren) Gleichgewicht geraten ist.

„Ich hieße Piper Hadley und werde seit dem letzen Samstag der Sommerferien vor drei Jahren vermisst“.

So beginnt dieser psychologisch intensive und temporeiche Thriller.
Und nicht alleine wird Piper vermisst. Ihre beste Freundin Natasha war bis vor einigen Stunden ihre Leidengenossin in diesem fauligen Kellerloch. Bis dieser die Flucht gelang. Und nun wartet Piper drängend darauf, dass Natasha mit Hilfe zurückkehrt. Doch die Zeit zieht sich und währenddessen ist sie es, die von „George“ (dem Entführer) aus dem Keller regelmäßig nach oben geholt wird.

Eine Leidenszeit, während derer in der Außenwelt eine erfrorene, weibliche Leiche zusammen mit dem erfrorenen Kadaver eines Hundes aus einem See gezogen wird.
Und ein altes Bauernhaus in Flammen aufgeht, in dem die Bewohner, ein Ehepaar, beide gewaltsam getötet wurden.

Kann es sein, dass der leicht zurückgebliebene Augie gemordet hat? Aus Ärger? Oder war da ein unbekannter beteiligt?

Eine Frage, für die O'Loughlin als beratender Gutachter mit hinzugezogen wird. Und schnell feststellen wird, dass das alles so einfach, wie die Polizei es gerne hätte, nicht sein wird. Denn an der erfrorenen Leiche werden grausame Verstümmelungen festgestellt.
So beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, eine Überzeugungsarbeit gegenüber den ermittelnden Polizisten und die Ahnung, dass der Mord an dem Ehepaar, die Entführung der beiden Mädchen und dieser Tod durch Erfrieren eng zusammengehören.

Wie nun Robotham seinen Professor der Psychologie mehr und mehr eintauchen lässt in die Psyche der Beteiligten, vor allem der des Entführers, wie Ruiz hart und unterkühlt die Ermittlungen mit vorantreibt und wie, vor allem, in „Zwischenberichten“ die nackte Angst Pipers greifbar in den Raum tritt, dass ist spannend, drängend und flüssig in klarer Sprache erzählt.
Zudem ist es eine Kunst Robothams, ständig falsche Fährten zu legen, Indizien auf mögliche Täter oder Zusammenhänge zu geben, die sich in ganz anderer Richtung entwickeln werden und damit bis zum Schluss die Spannung hoch zu halten.

Eine Spannung, die im Übrigen selbst nach Erkennen des wahren Täters in einem Herzschlagfinale noch einmal kulminiert.

Ein hervorragender, teils harter, immer aber spannender und durchdachter Thriller.
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am 7. Dezember 2013
...das Ende/die Auflösung kommt dann doch etwas überraschend und ist überhaupt nicht vorhersehbar, weswegen sie etwas an den Haaren herbei gezogen wird. Sie ist nicht unrealistisch, aber man kann nicht "mitraten", weil einfach am Schluss noch ein neuer Fakt präsentiert wird. Fand ich extrem unbefriedigend.
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