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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut aber zu lang und im Finish auf leicht tönernen Füßen
Lynley ist zurück. Und nun so langsam auch endgültig.
Was sich unter anderem daran festmacht, dass der vom Schicksal gebeutelte Inspector in diesem Buch sich auch wieder den Reizen einer Frau gegenüber aufgeschlossen zeigt.

Das Lynley dabei immer noch wie ein schüchterner Pubertierender vorgeht und in dieser Beziehung immer der reine...
Vor 14 Monaten von M. Lehmann-Pape veröffentlicht

versus
128 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Barbara auf Abwegen & Lynley auf Freiersfüßen, doch wo bleibt die Spannung?
Sieben Monate nach Doch die Sünde ist scharlachrot hat Inspektor Lynley ein Auge auf die Tierärztin Daidre Trahair geworfen, während Barbara sich mit den Problemen ihres Nachbarn und Freundes Azhars herumschlägt - wir beschäftigen uns in diesem 17. (bzw. 18. Fall, je nachdem man "Am Ende war die Tat" mitzählt oder nicht) Fall Lynleys, in dem...
Vor 14 Monaten von Isabelle Klein veröffentlicht


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128 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Barbara auf Abwegen & Lynley auf Freiersfüßen, doch wo bleibt die Spannung?, 10. November 2013
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Hannover & Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
Sieben Monate nach Doch die Sünde ist scharlachrot hat Inspektor Lynley ein Auge auf die Tierärztin Daidre Trahair geworfen, während Barbara sich mit den Problemen ihres Nachbarn und Freundes Azhars herumschlägt - wir beschäftigen uns in diesem 17. (bzw. 18. Fall, je nachdem man "Am Ende war die Tat" mitzählt oder nicht) Fall Lynleys, in dem eindeutig Barbara Havers die Hauptrolle spielt, mit den schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen der beiden Ermittler. Während es Lynley besser geht, er die Affäre zu Isabelle Ardery beendet hat, den Schmerz über Helens Tod langsam überwindet, und sich beim Roller Derby köstlich amüsiert, wird Barbara in einen Strudel aus fehlgeleiteter Solidarität und falsch verstandener Freundschaft gezogen. Auslöser ist die Tragödie um die kleine Hadiyyah. Die Tochter Taymullah Azars ist verschwunden. Wir schreiben einen düstergrauen November, als Angelina Upman samt ihrer Tochter das Weite sucht. Zurück bleibt ein am Boden liegender Azhar, der keinerlei Hoffnung hat Hadiyyah zurückzubekommen. Barbara greift ihm unter die Arme, ein Privatdetektiv wird engagiert. Doch ergebnislos. Die Monate vergehen, Azhar ist ein Schatten seiner selbst. Da taucht Angelina samt italienischem Lover in London auf und beschuldigt Azhar der Entführung der gemeinsamen Tochter.
Während man im wunderschönen toskanischen Frühling das kleine Mädchen sucht, begeht Barbara eine folgenschwere Dummheit. Um ihre Vorgesetzte zum Handeln zu zwingen und zu erreichen, dass ein Verbindungpolizist vor Ort in Bella Italia eingesetzt wird, steckt sie einem Schmierenreporter vertrauliche Details. Mit dem Ergebnis, dass Thomas nach Italien muss, wo er doch viel lieber mit Daidre Zeit verbracht hätte.

Eine Entführung und ein Mord bilden den Rahmen dieses Lynley-Havers-Falles, der 859 umfasst und eindeutig zu lang ist. Was sich gut anlas, durch die Darstellung von Barbaras Verhalten und daraus resultierenden Konflikte, verkam spätestens auf Seite 550 zum Langweilkrimi. Nachdem die Entführung endlich aufgeklärt ist, geschieht ein tragisches Unglück, selbstverständlich Mord. Dann wird noch mal rund 300 Seiten ermittelt. Das ist ermüdend und ärgerlich. Wenn ich ausladenden Beschreibungen über die wunderbare Toskana möchte, lese ich einen Reiseführer. Dass George ihr Faible für Italien und die italienische Sprache entdeckt hat, ist nicht zu übersehen. Zum Glück verschont uns die deutsche Übersetzung mit endlosen Passagen in der Landessprache (sehr zum Unmut der englischen Leser, die dies im Original ertragen müssen).
Interessant wird es erst wieder als der Konflikt sich zwischen Barbara und Tommy zuspitzt. Doch da ist das Buch auch fast schon zu Ende. Wird Inspektor Lynley Barbara auf den rechten Weg zurückführen oder schaufelt sie sich selbst ihr eigenes Grab?

Während George vor vielen Jahren geniale Krimis schrieb, die rund 450-500 Seiten umfassten ("Keiner werfe den ersten Stein", "Denn bitter ist der Tod"), die mit der Zeit immer ausladender, dafür aber psychologisch ausgefeilter wurden ("Undank ist der Väter Lohn"), hat sie nun mit dem aktuellen Fall einmal mehr gezeigt, dass man sich in Details und Nebenhandlungen verlieren kann, ohne einen Fall voranzutreiben und spannend aufzubauen. Man nehme altbekannte Figuren aus früheren Büchern, vermixe das alles mit einem Fall im Ausland, werfe zahlreiche Nebenfiguren (den zwielichtigen Privatermittler, samt seiner androgynen Assistentin, einen egozentirischen und unfähigen italienischen Staatsanwalt, eine grenzdebile Pseudo-Nonne, einen italienischen Lover ... - um nur einige zu nennen - ins Feld), charakterisiere diese über Gebühr extrem ausladend, ermüde und verärgere den Leser so, dass er ab Seite 600 der starken Versuchung ausgesetzt ist querzulesen und sich darauf freut, den unhandlichen Schinken wieder loszuwerden.

Zu komplex? Nicht unbedingt, aber zu spannungsarm. Meinetwegen dürfen gerne falsche Spuren gelegt werden, das Ganze atmosphärisch und psychologisch untermauert sein, wenn eines stimmt UND genau deswegen lese ich einen Krimi: der Spannungsaufbau. Stattdessen bekommen wir eine Milieustudie über Leidenschaften, Rassismus, Ehebruch und Betrug, fehlgeleitete Freundschaft und Liebe. Nicht zu vergessen zahlreiche Einblicke in das Rechtssystem Italiens.
Da gibt es einen Lynley, der nach vorne schaut, sich aber in klischeehaft-platten Äußerungen und Gedankengängen gegenüber Daidre verliert. Ansonsten bleibt er recht blass. Es ist Barbaras große Stunde - allerdings verkommt Havers zu einer vernagelten Querdenkerin, um nicht zu sagen Nervensäge. Trotzdem ist diejenige, die noch am meisten Unterhaltungspotenzial liefert. Ihre Versuche Azhar zu retten, die Fettnäpfchen in die sie tritt, ihr Kleinkrieg mit John Stewart und Isabelle Ardery, all das amüsiert. Ihr Engagement für ihre heimliche Liebe Taymullah ist anrührend und verärgert einen, wenn sie Grenzen überschreitet. Für den Glauben an die Freundschaft zu diesem Mann ist sie bereit alles, was sie besitzt, ihren Job, ihre Integrität, ihre Freundschaft zu Lynley, aufs Spiel zu setzen. In Teilen vermag das Buch durchaus zu fesseln und zu begeistern, eben wenn Barbaras ausweglose Spirale dargeboten wird oder man sich der Hoffnungslosigkeit der Situation gewahr wird.
Bleibt zu erwähnen, dass Deborah und St. James zum Glück nur einen kurzen Auftritt haben (aus diesem Grund, denn ich kann das Zick-Generve der Dame schon seit vielen Bänden nicht mehr ertragen, hab ich wohlweislich um den letzten Band einen Bogen geschlagen). Nur um festzustellen, dass NUR EINE BÖSE TAT einen neuen Tiefpunkt der Serie darstellt.

Fazit: Wenn man sich in Details verliert und die Spannung abhanden kommt, dann ist man mitten in Georges Neuestem! Ganz knappe drei Sterne mit starker Tendenz zu 2,5! Für Quereinsteiger keinesfalls empfehlenswert und auch Lynley-Fans der ersten Stunde werden mitunter stark enttäuscht werden.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Muss nicht, 15. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
Nun bin ich zwar bekennender George-Fan, gebe aber zu, dass auch die Qualität früherer Bände der Lynley-Krimis zwischen spannend und öde bis langweilig schwankt.
Leider gehört der allerneuste Band für mich in die letzte Kategorie. Vieles habe ich einfach nicht nachvollziehen können: vor allem Havers blindwütige Besessenheit,mit der sie an die Unschuld des 'ach so edlen' Azar glaubt. Um diese zu beweisen, leistete sie sich allerlei Haarsträubendes - da werden nicht nur richtige Polizistinnen den Kopf schütteln, wenn sie diesen Krimi lesen. Besonders Havers Bündnis mit dem klischeehaft gezeichneten Reporter Corsico oder die Tatsache, dass sie wichtige Spuren verwischt, wirken absolut unglaubwürdig.
Überhaupt die Charaktere: die meisten sind wandelnde Klischees, z.B. der italienische Polizeichef. Lynley selbst bleibt erstaunlich blass und seine Annäherung an die 'ach so komplizierte' Tierärztin langweilte mich nur.
Auch ärgerlich: des Rätsels Lösung birgt keine Überraschungen, man hat es spätestens nach der Hälfte der 800 Seiten kommen sehen.
Die Länge ist hier eine weitere Schwäche: Die Geschichte hätte auf der Hälfte der Seiten besser erzählt werden können; ich habe selten einen Krimi mit so vielen Redundanzen gelesen - alleine die von Azar gebuchten Flüge nach Pakistan tauchen gefühlte 100 Mal in allen möglichen Dialogen auf. (Und spielen dann am Ende doch keine wichtige Rolle!)
Na ja: es ist mal eine andere Kulisse und den reizvollen Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven beherrscht die George nach wie vor souverän. Aber das ist fast schon zu wenig für zwei Sterne.
Schade um die kantige Havers und den smarten Lynley, denen ich - als Ermittlerpaar! - mal wieder einen richtig brisanten Fall gewünscht hätte, der sie selbst und vielleicht auch ihre Beziehung mal ein bisschen verändert.
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55 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zeitweise packend, aber unendlich viele Wiederholungen!, 11. November 2013
Von 
Krimi-Fee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
Auf den ersten 500 Seiten dachte ich: wow, endlich mal wieder ein spannender, packender, raffinierter Krimi von Elizabeth George. Bis dahin hätte ich glatte 5 Sterne gegeben. Es geht hier zwar "nur" um eine Entführung - später, auf Seite 500 oder so, ereignet sich noch ein Todesfall - aber die Geschichte ist fesselnd, rund, dicht gewebt, mit sehr viel spannenden Elementen, die vor allem Barbara Havers betreffen. Sie bekommt Druck von allen Seiten, wird quasi erpresst, ein übler Intrigant ist hinter ihr her, und Lynley ist in Italien, wo er mit dem sympathischen und gewitzten Commissario La Bianco vor Ort ermittelt.
Vor allem steht aber mal wieder Barbara Havers im Vordergund, darauf hatte ich schon lange gewartet.

Die Dialoge sind pointiert und spannend, es gibt einige skurrile Typen, die Rolle der Skandalpresse wird angeprangert, aber vor allem geht es um Havers, die, wie immer, stur ihren Weg geht und absolut besessen ist von dem Gedanken, Azhar und seiner Tochter Hadiyyah zu helfen.
Irgendwann merkt man allerdings, dass Barbara in diesem Roman überzeichnet dargestellt wird und Lynley leider als Weichei. Damit könnte ich ja noch leben, wenn die letzten 200-300 Seiten nicht wären. Je länger ich las, desto weniger Sterne wollte ich vergeben. Was auf diesen Seiten an neuen Erkenntnissen kommt, könnte man komprimiert auf 50 Seiten bringen, alles andere sind äußerst ärgerliche Wiederholungen.

Barbaras Absichten, ihre Wünsche, Ängste, ihr taffes Durchalten, ihre ewigen Auseinandersetzungen mit dem Skandalreporter, ihre ärgerlichen Monologe dem Commissario gegenüber, der kein Wort Englisch versteht ... das alles wird ausgewalzt wie ein endloser Teig, immer wieder erzählt Barbara dem italienischen Kommissar das, was der Leser schon tausendmal gehört hat, dazu gibt es etliche Logiklöcher, das Mordmotiv ist ebenfalls nicht zwingend, Menschen verhalten sich sehr unauthentisch (Mura); stundenlang wird beschrieben, was einer tun SOLL, bis erzählt wird, dass und wie er es dann tatsächlich tut - was ein schlimmer Anfängerfehler ist! -, Menschen verhalten sich seltsam (warum lässt es sich der Skandalreporter gefallen, bei allen Aktionen Barbaras, die er quasi sponsert, nicht selbst dabei zu sein? Natürlich nur der Dramartugie wegen!) - manchmal dachte ich, Elizabeth George hat inzwischen total verlernt, wie man einen packenden Krimi schreibt.

Die letzten Seiten habe ich teilweise überflogen, weil es sonst nicht mehr auszuhalten gewesen wäre. Und das ist mehr als Schade! Wenn E.G. wüsste, wo man aufhört, wäre dieser Roman wirklich lesenswert. Irgendjemand sollte ihr dringend raten, keinen Krimi mehr zu schreiben, der mehr als 600 Seiten hat. Dieser wäre, wenn man die endlosen Wiederholungen weggelassen hätte, mit 400-500 Seiten ein äußerst fesselnder Krimi mit einer guten, sehr menschlichen Geschichte geworden.
So gebe ich den ersten 500 Seiten 5 Sterne, den letzten 350 Seiten 1 Stern.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen was ist bloß mit Havers passiert?, 1. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
In dem neuen Roman um die Londoner Polizisten Thomas Linley und Barbara Havers erliegt nun leider auch Elizabeth George der unguten Versuchung, das aufzuklärende Verbrechen in das unmittelbare persönliche Umfeld eines Protagonisten zu verlegen. Die Tochter von Barbaras (heimlich geliebtem?) Nachbarn Taymullah Azhar ist seit Ende des letzten Buches verschwunden. Barbara hilft ihm bei der Suche und wird dabei immer tiefer in diesen Fall verstickt. Jedoch erkennt man die sonst so zielstrebige, logisch denkende und beherrscht reagierende Havers (sie war bisher immer meine Lieblingsperson dieser Serie) nicht mehr wieder. Ihr Verhalten unter Missachtung sämtlicher Regeln, Gesetze und Vernunft ist völlig unglaubwürdig. Auch Linley bleibt diesmal sehr blass und langweilig. Die Spannung früherer Romane wird auch durch die Verlegung des größten Teils der Handlung nach Italien nie erreicht, vielmehr verzettelt sich die Autorin in endlosen Beschreibungen und Wiederholungen ( z.B. die ständigen Konflikte von Havers mit ihrem Kollegen Stewart, die Schmierenkomödie um einen Boulevardjournalisten, Sprachprobleme in Italien), als ob es eine Vorgabe gab, über 800 Seiten schreiben zu müssen. Man kann E.George nur raten, ihr ehemals so schrulliges,liebenswertes Ermittlerteam wieder gemeinsam in England in einem spannenderen echten Fall agieren zu lassen oder bei fehlenden Einfällendiese Serie zu beenden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiegespalten, 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
Ich konnte mich nicht zwischen 3 und 4 Sternen entscheiden, aber es reicht nur für ein "gefällt mir" mit 3 Sternen.

Die 4 Sterne wären es gewesen weil
- ich den Schreibstil von Elizabeth George liebe und mich sofort "zuhause" gefühlt habe
- mir die Personen ans Herz gewachsen sind und ich natürlich wissen will, was sie erleben
- ich im Moment auf dem "Italien-Trip" bin und den "Ausflug" dorthin sehr schön fand
- es stellenweise auch spannend war und ich manchmal nachts das Buch nicht weglegen konnte

Die 3 Sterne wurden es weil
- es stellenweise wirklich langatmig ist
- der Schluss sowas von konstruiert ist....klar, es MUSSTE so kommen...aber es ist total realitätsfremd
- eigentlich schon klar ist, wie die Nebenhandlung (also das Privatleben von Lynley und Havers) im nächsten Buch sein wird (Tommys Freundin bekommt doch noch nen Koller, weil er so reich ist, und hält ihn hin und Barb verzehrt sich nach Azhar und bekommt evtl. Besuch aus Italien von Salvatore)
- ich die Figur von dem Journalisten zum davonlaufen finde und befürchte, der bleibt uns erhalten.

Ich hätte gerne mal wieder so einen richtig spannenden Krimi wie am Anfang. Zu Beginn ne Leiche, deren Tod knifflig zu lösen ist. Nur Lynley und Havers. Wie früher.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut aber zu lang und im Finish auf leicht tönernen Füßen, 3. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
Lynley ist zurück. Und nun so langsam auch endgültig.
Was sich unter anderem daran festmacht, dass der vom Schicksal gebeutelte Inspector in diesem Buch sich auch wieder den Reizen einer Frau gegenüber aufgeschlossen zeigt.

Das Lynley dabei immer noch wie ein schüchterner Pubertierender vorgeht und in dieser Beziehung immer der reine „Softie“ bleiben wird, kennt der Leser ja bereits aus den damaligen Annäherungen an seine erste, einem Mord zum Opfer gefallene, Frau Helen.
Auch wenn Deirdre, die „Neue“, durch George mit einem ganz anderen „Typ Frau“ versehen wurde, ein wenig „aufgebacken“ wird diese Romanze schon, wie eine Wiederholung auf nicht ganz so komplexen und sich nicht ganz so lange hinziehenden „Werbungserleben“.

Zurück ist Lynley auch in der Ermittlungsarbeit.
Wobei diesmal zunächst im eigentlichen Sinne kein echter „Fall“ vorliegt, sondern ein häusliches Drama um den Nachbarn Barbara Havers, den diese sehr schätzt.
Ein Drama um das „Verlassen werden“ von seiner Lebensgefährtin, die mit dem gemeinsamen Kind, der ebenfalls bereits den Lesern der Lynley Romane lange bekannten Haddiyah, verschwindet, ohne eine Spur zu hinterlassen.

Was nicht lange so bleiben wird. Denn irgendwann steht diese Frau vor der Tür des Nachbarn Azhar und beschuldigt diesen der Entführung seiner Tochter in Italien.

Während Havers alle Regeln beugt, um Azhar, dem Nachbarn und Vater Haddiyahs, zur Seite zu stehen und dessen Unschuld zu beweisen, übernimmt Lynley die Ermittlungen in Italien. Mit allseits überraschenden Wendungen und Spuren, die lange Zeit ein eher diffuses Bild ergeben, vielfach aber in Richtung einer Schuld Azhars zu deuten beginnen.
Was Havers nicht hinzunehmen bereit ist und sie in tiefen Konflikt mit ihrer Dienststelle und der gemeinsamen Vorgesetzten bringen wird.
Soweit, dass der Leser sich im zweiten Drittel des Buches immer deutlicher zu fragen beginnt, wo da noch ein Schlupfloch sein könnte, um Havers auch nach Ende des Buches noch im Dienst von Scotland Yard oder überhaupt auf freiem Fuß zu erleben.

Dieser Teil der Geschichte darf im Übrigen als die große Stärke des Buches benannt werden. Sich Barbara Havers in solch intensiver Weise zuzuwenden und den Leser Teil an den zunehmenden, fast folgerichtig kommenden Verstrickungen der Polizistin nehmen zu lassen, das gibt dem Buch einen spannenden und dichten roten Faden. Mit intensivem Auf und Ab, mit neuen Verbündeten und alten Feinden, mit einer Belastungsprobe aller Beziehungen und mit einem Einblick in eine trostlose, innere Einsamkeit, die den Leser nicht kalt lässt.

Da gerät der eigentliche „Fall“ in Teilen fast zur Nebensache und, soviel sie verraten, ganz überzeugend ist das Geschehen um den dann doch später stattfindenden Todesfall letztlich auch nicht gelöst (viele andere Varianten wären denkbar und wohl auch mit größerer Wahrscheinlichkeit ausgestattet gewesen).

Zudem sind einige Handlungsstränge nicht notwendig und andere wiederum sehr, sehr breit gezogen, ein Viertel an Umfang weniger des Buches wären inhaltlich zu verschmerzen gewesen und hätten als Straffung dem Leseerlebnis eher gut getan.

Dennoch, alles in allem wieder ein guter Lynley Roman, in dem George ihrem Still treu bleibt, nicht nur in den einzelnen Büchern selbst, sondern auch von Buch zu Buch als übergreifende Geschichte ihre Personen intensiv und sorgfältig zu entwickeln und immer noch die ein oder andere neue Eigenschaft dem Leser vor Augen zu führen oder bis dato eher nebensächlich behandelte Teile der Persönlichkeiten deutlich in den Schwerpunkt zu rücken.

Vom feindseligen Kollegen bis zur schwankenden Chefin, die zudem noch ihre Affäre mit Lynley zu verkraften hat, vom vor Eifersucht brennenden italienischem „ganzem Mann“ bis zum geschickten italienischem Kommissar, der für seine Überzeugungen auch hart im Nehmen ist, bietet George eine große und spannungsvolle Bandbreite an Personen und Schicksalen, die auch in diesem Buch noch zu fesseln wissen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein spannender Handlungsstrang, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
Da hat man sich mehr als ein Jahr lang auf den nächsten Lynley-Roman gefreut, und dann so etwas. Auch wenn einem in vergangenen Romanen schon mal das eine oder andere auf die Nerven ging (mir persönlich vor allem so ziemlich alles, was mit Deborah zu tun hatte), so hat dies doch nie dem Roman selbst Abbruch getan. Man konnte ihn abends nicht aus der Hand legen, und wenn man noch so müde war. In "Just one Evil Act" ist es mir bei Elizabeth George erstmals passiert, dass ich abends mehrfach lieber den Fernseher eingeschaltet habe, als das Buch zur Hand zu nehmen. Auf den ersten 500 Seiten passiert eigentlich nichts, was einen irgendwie vom Hocker reißen würde, man macht sich um niemanden Sorgen, verdächtigt niemanden, weil eben nichts anderes passiert ist als das, was man schon weiß. Man wird gar nicht erst neugierig gemacht auf ein irgendwie geartetes "Wer war es?". Ab Seite 462 (englische blanvalet-Ausgabe) wird man kurzfristig dafür belohnt, nicht dem Drang nachgegeben zu haben, das Buch ungelesen zurück ins Regal zu stellen. Aber schon kurz danach setzt das Gähnen wieder ein. Tatsachen, die man bereits mindestens zwanzigmal gelesen hat, werden wieder und wieder aufgezählt. Da hilft auch Barbara Havers nicht mehr weiter, die sich wie gewohnt auf sympathische Weise in größte Schwierigkeiten bringt (die Autorin bleibt allerdings sowohl rationale als auch irrationale Erklärungen für Barbaras wiederholtes Zugehen auf Mitchell Corsico schuldig). Um doch noch etwas Positives zu schreiben: George hat es nicht verlernt, zumindest einige starke Charaktere zu zeichnen, seien es nun Salvatore, Havers, Isabelle oder Lynley selbst. Dass nicht alle Romane gleich stark sein können, ist natürlich auch klar; ich bleibe also trotzdem dran und hoffe auf den nächsten Lynley-Roman!
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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das war es dann, 17. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
Das wird das letzte Buch sein, dass ich mir von Elizabeth George gekauft habe. Seit über 20 Jahren habe ich ihr die Treue gehalten und fand die Krimis bis zum Mord von Helen große Klasse. Vielleicht hätte sie damit aufhören sollen.

Eine Zusammenfassung der Story spar ich mir jetzt mal wieder, darüber wurde in den vorherigen Rezensionen ja schon ausführlich geschrieben.

Auf den ersten hundert Seiten habe ich noch so gedacht, ja, sie kann es wieder. Das die Geschichte nun über große Strecken in Italien spielte, fand ich gar nicht so schlimm. Die Beschreibungen waren sehr schön. Aber dann ab ca. Seite 550 zog es sich nur noch so hin, zäh wie ein Kaugummi, so dass ich irgendwann aufgegeben habe und schließlich nur noch die letzten 20 Seiten gelesen habe, damit ich zumindest weiß, wie es ausging.

Die Beschreibung und Handlungsweise der Barbara Havers gingen mir dabei so etwas auf den Nerv. Ihre Handlungen und Taten waren für mich persönlich leider zum größten Teil gar nicht mehr nachvollziehbar. So verbohrt und teilweise dämlich kann doch kein Mensch sein.

Schade. Das Buch hatte durchaus Potential. Aber leider wissen viele Schriftsteller anscheinend nicht, wann es besser ist, aufzuhören. So auch hier.

Tschüß, Inspektor Lynley!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 24. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Selten habe ich mich so durch ein Buch gequält, wie bei "Nur eine böse Tat". Ich bin ein echter George-Fan und habe alle Lynley-Romane verschlungen, teilweise mehrfach. Aber dieser hier ist mit Abstand der schlechteste von allen. Wer zuvor noch keinen Lynley-Roman gelesen hat, sollte auf gar keinen Fall mit diesem hier anfangen.
Der Roman macht den Eindruck, als ob er von mehreren Personen geschrieben worden wäre. Ich habe so meine Zweifel, ob E. George ihn sogar von einer ihrer Schreibklassen hat verfassen lassen. Sehr auffällig ist eine Spaltung der Handlung in sehr langweilige 2/3 Anfang mit Entführung und einem mäßig spannenden letzten Drittel. Im Gegensatz zu den bisherigen Figuren, sind die Akteure hier farblos, flach und unglaubwürdig. Lynley werden bei seiner Romanze Sätze in den Mund gelegt, die sind eindeutig noch unter Pilcherniveau. Auch Havers bleibt unplausibel. Die feine und genaue Beschreibung fehlt in diesem Buch leider völlig.
Das Elizabeth George seit einigen Jahren italienisch lernt und dies hier reichlich zum Einsatz kommt, geht in Ordnung, ist aber hart an der Grenze zum nervenden. (Im englishen Original ist es leider ganz unerträglich. Ich habe es Quergelesen um heraus zu finden, ob der schlechte Stil von der Übersetzung rührt. Tut er nicht!)
Fertig gelesen habe ich das Buch nur aus einer gewissen Tradition und treue zum Ermittlerteam Lynley/Havers, aber noch so ein Roman und das wars dann. Eigenartiger Weise ist Georges Jugendbuch ganz im Gegensatz zu diesem, recht lesenswert.
Mehr als erliche 2 Sterne sind hier leider nicht drin.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht sehr zu empfehlen, 4. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 (Gebundene Ausgabe)
Ich weiß nicht, ob die gute Frau George mittlerweile nach Anzahl der Wörter bezahlt wird - in diesem Buch macht es sehr den Eindruck. Ich war so enttäuscht, dass ich beschlossen habe - falls es noch eines geben sollte - auf jeden Fall bis zur Taschenbuchausgabe zu warten. Die Handlung ist langatmig, teilweise langweilig. Alles ziiiiiiieeehhht sich wie Kaugummi. Auch die Nebenhandlung mit Lynley und Barbara bleibt dieses Mal teilweise auf der Strecke, teilweise ist sie ebenso eintönig. Scheint, als sei der Autorin die Puste ausgegangen. Schade
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Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18
Nur eine böse Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 18 von Elizabeth George (Gebundene Ausgabe - 11. November 2013)
EUR 24,99
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