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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die Abgründe im menschlichen Sein
Eines Abends steht die beste Freundin von Joe O'Loughlin's Tochter blutüberströmt vor der Tür seiner Frau und wird des Mordes an ihrem Vater beschuldigt.
Joe O'Loughlin beginnt daraufhin zusammen mit der Polizei und dem altbekannten Ruiz in diesem Fall zu ermitteln und deckt immer mehr schreckliche Geheimnisse auf.
Fest steht, an Sienna, der...
Veröffentlicht am 5. April 2011 von Caröchen

versus
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas farblos
Joe O 'Loughlin , ein durch seine Krankheit leicht gehandicapter Psychologe, steht wieder einmal der Polizei zur Verfügung, an seiner Seite wie gehabt Kriminalkommissar a.D. Ruiz .Diesmal geht es um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen, Rassismus, Machtmissbrauch und Pädophilie .Eine Freundin von O' Loughlin 's Tochter steht unter dem Verdacht ihren...
Vor 23 Monaten von Gerda veröffentlicht


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die Abgründe im menschlichen Sein, 5. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Todeswunsch: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Eines Abends steht die beste Freundin von Joe O'Loughlin's Tochter blutüberströmt vor der Tür seiner Frau und wird des Mordes an ihrem Vater beschuldigt.
Joe O'Loughlin beginnt daraufhin zusammen mit der Polizei und dem altbekannten Ruiz in diesem Fall zu ermitteln und deckt immer mehr schreckliche Geheimnisse auf.
Fest steht, an Sienna, der besten Freundin von Joe O'Loughlins Tochter wurde sich sexuell vergangen, doch war es wirklich ihr Vater? Und wie steht das alles mit ihrem Theaterlehrer Gordon Ellis in Verbindung?

Wer den Vorgänger Dein Wille geschehe: Psychothriller gelesen hat, weiß, dass Michael Robotham einen super Schreibstil hat, mit dem er den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

In diesem Buch muss Joe Pädophilen auf die Schliche kommen und deckt dabei allerhand weitere Lügen und Vergehen auf, die alle irgendwie miteinander in Verbindung stehen, wobei seine Frau keine unbedeutende Rolle hat.
Ich wusste zwar sehr früh, wer wohl für welches Vergehen verantwortlich ist, fand dies jedoch nicht langweilig, im Gegenteil es hat die Spannung nur nochmehr in die Höhe getrieben, da man trotz allem immer neue Sachen erfahren hat, die mich das ein oder andere Mal mit offenem Mund lesen ließen.

Natürlich geht die Geschichte um Joe O'Loughlins Privatleben weiter und wird von ihm sehr geschickt und passend in die Story eingebunden. Es wirkt keineswegs konstruiert und man möchte zu gleichen Teilen wissen, ob der Täter geschnappt wird, sowie wie es mit seinem Familienleben und seiner Krankheit weitergeht.
Für das Privatleben von Joe muss man die Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben, ich selbst habe Michael Robotham erst beim oben genannten Buch entdeckt und fand mich sehr schnell in die familiäre Situation ein.

Wie bei einem Psychologen so üblich, taucht Joe auch hier wieder in die menschliche Psyche ein und versucht hinter jedem Verbrechen das Motiv zu finden, was eigentlich noch spannender ist als die Frage, wann und wie der Täter gefasst wird.
Ständig kommen neue Wendungen und alles ist so perfekt verstrickt, dass man nur noch staunt, bis es plötzlich zuende ist.
Ein Pageturner durch und durch. Sehr zu empfehlen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd geschrieben, nur zu empfehlen!, 17. November 2012
Michael Robotham hat einen unglaublich fesselnden Schreibstil. Auch dieses Werk war wieder in wenigen Tagen verschlungen und bleibt noch immer im Gedächtnis. Nachdem mich "Dein Wille geschehe" schon total umgehauen hat, freut es mich, auch vom nächsten Teil noch begeistert sein zu können (die meisten Fortsetzungen sind ja leider eher so lala). Hier bleibt nur zu sagen: Unbedingt lesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sein bislang bestes Buch, 13. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Todeswunsch: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Verschlinge alle Bücher von Robotham, dies ist sein bestes und spannendstes. Mehr ist an dieser Stelle nicht zu sagen, denn in den anderen Rezensionen wurde bereits umfassend auf den Inhalt eingegangen.
Spannend von der ersten bis zur letzten Minute!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blute für mich, 20. November 2012
Wie viele große Werke kann ein Musiker komponieren? Wie viele Erfindungen kann ein Wissenschaftler entdecken? Wie viele Meisterwerke kann ein Author verfassen? Michael Robotham ist mit diesem Titel bei Werk Nummer fünf angekommen, handwerklich besser, als sein erstes - und auf das aktuelle sechste darf man gespannt sein.

Warum wählen deutsche Verleger vorzugsweise schlechte Titel? "Todeswunsch" - das ist reißerisch, dusselig, zusammenhangslos. Den Originaltitel "Bleed for me" hätte man auch übersetzen können: "Blute für mich". Das ist auch noch nicht vergeben, kommt allerdings in einem grausamen Liedtext vor, den ich bei Youtube fand.

Die Kriminalgeschichte ist schnell erzählt: Die zutiefst gedemütigte Ehefrau eines Psychopathen bringt versehentlich den Vater ihrer Nebenbuhlerin um. Diese beiden Frauen sind nicht seine einzigen Opfer. Der Psychopath gehört einer Gruppierung von Rechtsradikalen und Kriminellen an, die ihn als Zubringer für minderjährige Prostituierte benutzen und ihn am Ende umbringen. In einem Nebenstrang der Handlung wird eine Korruptionsaffäre im Prozess gegen eben diese Rechtsradikalen wegen eines Brandanschlags erzählt, in der auch ein besonders grausamer Schläger eine Rolle spielt, der fast den Helden der Krimihandlung ersticht. Zu einfach? Ich fand die Entwicklung des Kriminalfalls sehr spannend und logisch.

Was macht den Charme dieser Krimis vom Michael Robotham aus? Ist es der intelligente, schlagfertige, oft irritierende, lakonische Stil, in dem Michael Robotham seinen Ich-Erzähler seine Erlebnisse darstellen und kommentieren läßt? Ist es der Aufhänger, daß der Antiheld an der Parkinsonkrankheit leidet und dadurch einigen skurrilen Ereignissen ausgesetzt ist ("zu viel Levodopa, und ich schwanke und torkele, unfähig, einen Raum zu durchqueren, ohne jede seiner Ecken besucht zu haben", S. 54)? Ist es die anrührende Treue des Ehemannes und Vaters, der im Dunkeln vor dem Haus seiner Familie wacht? Ist es die ungeheure Leidensfähigkeit des Protagonisten, der - verschmäht, verhöhnt, verdächtigt - dennoch nicht aufgibt? Oder ist es die zutiefst menschenfreundliche Betrachtung der Charaktere, etwa der "Ritzerin" Sienna und der anderen Frauenfiguren? Ist es die fast systematische Verarbeitung des Themas Mißbrauch an mehreren Frauenfiguren? Zu kompliziert? Fesselnd und unterhaltsam bei aller Dramatik und Tragik, ähnlich John Irving.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ChrisRueth, 28. März 2012
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Todeswunsch: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Ich bin Mitglied im Buchclub von MexxBooks und habe 'Todeswunsch' gelesen.

Nachdem meiner Meinung nach in 'Dein Wille geschehe' die Eheprobleme der O'loughlins zu sehr im Mittelpunkt der Geschichte standen, ist Michael Robotham mit 'Todeswunsch' wieder ein spannender Thriller gelungen.

Es ist entschieden: O'Loughlin ist von zuhause ausgezogen und lebt mit seinem Labrador Gunsmoke in einem Haus in der Nähe seiner Familie. Seine Töchter sind regelmäßig bei ihm zu Besuch und auch der Umgang mit seiner Frau ist eher von beiderseitigem Bedauern, als von Wut, geprägt. Dennoch ist klar, dass es kein Zurück zu einem gemeinsamen Familienleben geben wird.

Die beste Freundin von O'Loughlins älterer Tochter Charlie, Sienna, taucht eines Abends voller Blut vor dem Haus der O'Loughlins auf und wird schnell verdächtigt, ihren Vater getötet zu haben. Es ist sein Blut, das an ihrer Kleidung klebt. Und aufgrund ihrer psychischen Konstitution wird nicht ausgeschlossen, dass sie als Kind misshandelt wurde und sich gegen ihren Peiniger, ihren Vater, gewehrt hat, indem sie ihn erschlagen hat.
Doch O'Loughlin glaubt ihr, dass sie unschuldig ist.

Er wird zunächst von der Polizei als Psychologe hinzu gezogen, hat jedoch zunehmend Schwierigkeiten, die Geschehnisse rund um Sienna von seiner Tochter zu trennen. Stets befürchtet er, dass der, der Sienna seelisch so verletzt hat, auch vor seiner Tochter keinen Halt macht. So rutscht O'Loughlin immer tiefer in kriminelle Grauzonen und legt sich mit dubiosen Gestalten an. Von der Partie ist auch wieder sein alter Freund Vincent Ruiz, der O'Loughlin vorbehaltlos unterstützt.

Lange ist vollkommen unklar, was hinter der Geschichte steckt. Der Fall Sienna gerät dabei zeitweise sogar etwas in den Hintergrund. Dennoch ist Michael Robotham ein fesselnder Thriller gelungen. O'Loughlins Gefühl der Machtlosigkeit lässt sich als Leser gut nachvollziehen, ebenso wie seine Befürchtungen in Bezug auf seine Tochter.

Absolute Leseempfehlung!
ChrisRueth für MexxBooks
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich will mehr!, 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Todeswunsch: Psychothriller (Kindle Edition)
Nach dem supertollen Dein Wille geschehe: Psychothriller und dem eher langweiligen Adrenalin: Psychothriller bin ich von "Todeswunsch" wieder hin und weg. Joe ist mir einfach sympathisch, weil er kein typischer Held ist, sondern seine Fehler hat und dabei meine ich nicht seine Krankheit. Manchmal ärgert es mich, dass er nicht mal Klartext mit seiner Noch-Ehefrau Julianne und seiner Tochter Charlie spricht. Er müsste mal auf den Tisch hauen, dann würden die beiden ihn auch ernster nehmen und mehr respektieren. Aber so ist Joe nun einmal. Gelinde gesagt, ein Fachidiot. Er kann die Menschen analysieren und gerade deswegen nicht gut mit ihnen zusammen sein.

Auch dieses Abenteuer ist wieder superspannend. Wie auch schon bei seinem Vorgänger, sollte man von Anfang an aufpassen, was drumherum geschieht, da alles am Ende eine Bedeutung hat und irgendwie zusammenhängt. Gerade das finde ich faszinierend. Der Autor kann auch die Bösen sehr gut beschreiben. Sie sind immer so herrlich überlegen und dennoch nicht übermächtig, sodass sie echt wirken.

Mir scheint, dass die älteren Krimis von Robotham nicht so toll sind, daher weiß ich nicht, ob ich mich noch einmal an Frühwerken von ihm versuchen soll. Leider wird, wie ich seiner HP entnommen habe, sein nächster Krimi wieder Ruiz in den Mittelpunkt stellen. Den mag ich aber nicht ganz so gerne. Ich will mehr über Joe, seine Familie und seine Abenteuer lesen! Mehr von Joe, bitte, Mr Robotham und zwar bald.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gelungene Mischung aus Spannung und Action, mit jeder Menge schwarzem Humor!, 8. November 2012
Von 
Inhalt:

Sienna Hegarty ist die Freundin der Tochter des Psychologen Joe O`Loughlin. Eines Abends steht sie blutüberströmt vor der Tür und Joe möchte ihr helfen, denn im Haus der Hegarty's gab es einen schauderhaften Vorfall: Siennas Vater wurde ermordet und Sienna wird des Mordes beschuldigt. Sie kann sich an nichts mehr erinnern, doch die Beweislage spricht gegen sie. Joe glaubt nicht daran, dass sie die Mörderin ist und bittet seinen Freund, den Ex-Polizisten Vincent Ruiz, um Hilfe. Immer tiefer verstricken sich die beiden in den Fall und geraten selbst in Gefahr, denn sie kommen der Wahrheit näher, die unglaublicher nicht sein könnte …

Einschätzung:

„Todeswunsch“ ist der fünfte Psychothriller von Michael Robotham und auch hier dreht sich die Handlung wieder um den Psychologen Joe O`Loughlin und seine Familie. Der Autor präsentiert uns eine gelungene Mischung aus Spannung und Action, mit jeder Menge schwarzem Humor.

Die Story wird in der Erzählweise, aus der Perspektive von Joe O`Loughlin geschildert, wodurch die Spannung konstant gehalten wird und den Leser von der ersten bis zur letzten Seite an das Buch fesselt. Die Unterteilung in kurze Kapitel mit häufigen Cliffhangern trägt ebenso dazu bei, wie der flüssige Schreibstil des Autors.

Michael Robotham webt hier sehr geschickt mehrere Handlungsstränge in die Geschichte ein, die erst zum Schluss einen gemeinsamen Konsens finden. Dadurch legt er viele falsche Spuren, um die Identität des wahren Mörders zu verschleiern. Der Leser wird mit brisanten Themen konfrontiert, wovon Kindesmissbrauch, Prostitution, Rassenhass und Bestechlichkeit nur einige davon sind.

Der Psychologe Joe O`Loughlin hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, denn kürzlich erfolgte das Beziehungsaus mit seiner Frau, was einen Umzug und eine räumliche Trennung von seinen Töchtern zur Folge hatte. Auch die schleichende Krankheit „Mr. Parkinson“, an der er leidet, schreitet weiter fort und bereitet ihm immer öfter Unannehmlichkeiten. Seine Familie, der Hund Gunsmoke und sein „lockerer“ Umgang mit der Krankheit halten ihn aufrecht. Joe hofft vergeblich noch immer auf eine Versöhnung mit seiner Frau. Beruflich lehrt er nur mehr stundenweise an einer Universität, doch als ihn DCI Ronnie Cray um seinen psychologischen Rat in diesem Fall bittet, stürzt er sich Hals über Kopf in die Ermittlungen. Hier agiert er sehr engagiert und professionell, doch wenn es um seine Familie geht, verliert er schon mal die Nerven.

Die Geschichten der Nebenfiguren geben der Story das gewisse Etwas und die vielen, kleinen Details lassen die Figuren sehr lebensnah wirken. So fiebert man mit Marco mit, der seine Familie verloren hat und entwickelt starke Gefühle für Sienna, die schon einiges in ihren jungen Jahren erleiden musste. Es ist daher nicht verwunderlich, wie leicht sich Sienna in ihrer Verliebtheit manipulieren lässt.

Den Ex-Polizisten Vincent Ruiz fand ich unglaublich sympathisch; er greift beherzt ein, wenn es brenzlig wird und hält seine Meinung, sozusagen, nicht hinterm Berg. Besonders die direkte Frage an Julianne, ob sie Joe nur wegen seiner Krankheit verlassen habe, hat mir gut gefallen, da ich ja selbst auch mit diesem Gedanken gespielt habe. Einzelne Textpassagen laden zum Schmunzeln ein und an einer gewissen Stelle musste ich auch ein paar Tränchen wegdrücken.

Fazit:

„Todeswunsch“ weist durch die Mischung aus atemberaubender Spannung, schwarzem Humor und den eingeflochtenen psychologischen Aspekten einen großen Unterhaltungswert auf. Der britische Autor fesselte mit seinen brisanten Handlungssträngen, seinem angenehm flüssigen Schreibstil und seinen überaus interessanten Charakteren. Ich vergebe 5 von möglichen 5 Punkten und freue mich auf den nächsten Fall des Psychologen Joe O'Loughlin. (PH)

Serienübersicht:
1) Adrenalin
2) Amnesie
3) Todeskampf
4) Dein Wille geschehe
5) Todeswunsch
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als "nur" ein Psychothriller, 3. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Todeswunsch: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist viel mehr als 'nur' ein Psychothriller. Es handelt von Kindesmissbrauch, Rassismus, Machtmissbrauch & Manipulation, Prostitution, Erpressung, Ritzen, aber auch von Familie & Scheidung, Parkinson, Psychologie und Verlustängsten.

'Todeswunsch' ist das erste Buch, das ich von Michael Robotham gelesen habe und es hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend, interessant und sehr vielseitig. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt und ich hätte nicht gedacht, dass ich bei einem Psychothriller auch so oft schmunzle oder so viele schöne Sätze, Abschnitte finde.

Die Ermittlercharakteren Joe O`Loughlin (Psychologe) und Vincent Ruiz (Ex-Polizist) sind sehr unterschiedlich und haben ihre Ecken und Kanten, was ich sehr spannend finde. Die beiden Männer waren mir sofort sympathisch. Ich fand es sehr interessant, wie O`Loughlin mit seiner Krankheit umgeht. Er hat sich allem Anschein nach damit arrangiert und nennt sie Mr. Parkison. Ich finde das bewundernswert, habe mich aber auch gefragt, ob man das in Realität wirklich so 'humorvoll' nehmen kann. Klar ist der Humor schwarz angehaucht, aber trotzdem . . . Meine Grossmutter ist an Parkinson gestorben und ich habe so also eine kleine Ahnung, wie schlimm es sein muss, wenn der Körper 'zerfällt', der Geist aber noch fit ist und all das realisiert.

Mir hat die Idee gefallen, dass für einmal ein Psychologe den Fall löst, denn er geht ganz anders an die Sache heran. Seine Beobachtungen zu den verschiedenen Personen fand ich sehr abwechslungsreich und spannend zu lesen. So wurde ihm einmal gesagt:

Langsam werden zwei Handlungsstränge ineinanderverknüpft und der eine bekommt immer etwas mehr an Wichtigkeit. Schnell merkt man, dass der Nebenstrang irgendetwas mit dem 'Hauptfall' zu tun hat. Der Shodown am Ente ist mir etwas gar kurz geraten. Damit ich wirklich alle Zusammenhänge verstandne habe, musste ich zum Teil den einen oder anderen Satz nochmals nachlesen.

Fazit:

Der vierte Band um Joe O`Loughlin hat mir wirklich super gefallen und macht Lust auf mehr. Ich habe Blut geleckt und werde ganz bestimmt auch die drei Vorgänger lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bisher der beste Band der Reihe, 22. Juli 2011
Von 
€nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Todeswunsch: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Auf den ersten Blick scheint es ein klarer Fall zu sein: Die vierzehnjährige Sienna hat ihren Vater, der äußerst streng und dominant war und der diversen Indizien nach seine beiden Töchter sexuell belästigt/missbraucht hat, umgebracht. Das Mädchen ist eine Ritzerin, die sich selbst immer wieder zum Bluten bringt, da verwundert es (fast) niemanden, wenn sie nun auch jemanden anderen zum Bluten gebracht hat... Nur der aus den ersten drei Büchern von Michael Robotham schon bekannte Psychologe Joe O'Loughlin zweifelt an Siennas Schuld - und das nicht nur deshalb, weil sie die beste Freundin seiner eigenen Tochter Charlie ist. Er versucht, Siennas Panzer zu durchbrechen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Was er von ihr erfährt, bestärkt ihn in der Vermutung, dass es in Siennas Leben noch ganz andere als die häuslichen Probleme gibt und dass für den Mord an ihrem Vater weitere Leute in Frage kommen. Er beginnt in Siennas Umfeld unbequeme Fragen zu stellen und gerät dadurch immer wieder in gefährliche Situationen, da manche Leute keine Hemmungen haben, ihn durch rabiate Methoden mundtot machen zu wollen. Joes alter Freund Ruiz unterstützt ihn, indem er als ehemaliger Polizist die kriminalistische Seite der Ermittlungen übernimmt.
Joes getrennt lebende Frau Julianne ist ebenfalls mit einem Kriminalfall befasst, sie tritt vor Gericht als Dolmetscherin für einen jugendlichen russischen Kronzeugen auf, dessen Familie bei einem rassistisch motivierten Brandanschlag ums Leben gekommen ist. Der Zeuge ist in Lebensgefahr und die Hinweise darauf mehren sich, dass die am Prozess beteiligten Geschworenen manipuliert werden. Es geraten dabei Personen unter Verdacht, die bereits im Fall des ermordeten Vaters von Sienna unter Beobachtung stehen, die zwei Fälle scheinen also zusammenzuhängen...

Dieses Buch ist das erste der Serie, das ich in der deutschen Übersetzung gelesen habe, weil ich zu spät gemerkt habe, dass die Bücherei es doch auf Englisch angeschafft hat. Obwohl ich sonst ungern die deutschen Ausgaben englischsprachiger Originale lese, muss ich hier feststellen, dass mir dieser vierte Teil am besten von allen gefällt. Bisher hatten die Krimis von Robotham meiner Meinung nach im ersten Teil zu viele Längen und wurden zu spät spannend. Dieses Buch fand ich dagegen von Anfang an faszinierend, zumal die Richtung der Ermittlungen immer wieder wechselt und die zwei Kriminalfälle sich zunehmend aufeinander zu bewegen. Auch in diesem Buch spielen Joes Privatleben und seine Parkinson-Erkrankung eine wichtige Rolle, letzteres jedoch nicht so penetrant wie in den vorherigen Bänden.
Die Darstellung der Charaktere fand ich sehr gelungen, besonders der Protagonist und Ich-Erzähler Joe ist mir hier erstmals richtig ans Herz gewachsen, so darf es mit der Serie gern weitergehen!
Ich habe mir heute noch die englische Ausgabe aus der Bücherei geholt und einige Abschnitte vergleichend deutsch-englisch gelesen: der Übersetzer hat hier gute Arbeit geleistet.
Wer die bisherigen Bände gern gelesen hat, dem kann man "Todeswunsch" erst recht empfehlen. Wer noch kein Buch von Robotham gelesen hat, sollte lieber in der richtigen Reihenfolge lesen, da immer wieder auf vorherige Geschehnisse, besonders im Hinblick auf Joes Familienkonstellation, verwiesen wird.
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5.0 von 5 Sternen Trau nicht jedem Lehrer, 5. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Todeswunsch: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
'Das Problem mit Geheimnissen und Lügen ist, dass man sie erst voneinander unterscheiden kann, wenn man sie ausgräbt und daran schnuppert', ist eine der Erkenntnisse, die Joe O'Loughlin im Verlauf der verflochtenen und zu Beginn unklaren Ereignisse in seinem Heimatort findet.
In seiner, bereits aus dem ersten Roman um diesen Protagonisten, bekannten Hartnäckigkeit und seinem intensiven Blick auf das menschliche Verhalten, vollzieht der Professor der Psychologie genau dieses. Er gräbt aus.

Der Vater der besten Freundin seiner Tochter wird ermordet. Sienna, die bete Freundin, taucht traumatisiert vor der Haustür der, von ihm getrennt lebenden, Familie O'Loughlins auf. Blut, dass aus der durchschnittenen Kehle ihres Vaters stammt. Im Dunklen liegen zunächst alle Hinweise, die zur Entlastung des Mädchens führen könnten. War der Vater einer, der sich an seinen Töchtern verging? Welche Rolle spielt der überaus charmant wirkende, letztlich aber undurchschaubare Lehrer Gordon Ellis, der nicht immer Ellis hieß und eine dunkle Vergangenheit verbirgt? Jener Lehrer, bei dem auch O'Loughlins Tochter Charlie babysittet?

Fragen über Fragen, denen Joe O'Loughlin nachgeht und das zu einer Zeit, die nicht ungünstiger sein könnte. Die Trennung von seiner Familie macht ihm schwer zu schaffen, die Parkinson Krankheit hat ihn fester und fester im Griff. Seine Frau dolmetscht aktuell bei einem der wichtigsten Prozesse gegen Rechtsradikale und Sienna weigert sich zunächst, offen mit ihm zu reden. Gut, dass Vincent Ruiz, der Bär von einem Mann, Ex-Polizist mit kaum mehr Illusionen über die Menschen bereit ist, seinem Freund Joe hilfreich zur Seite zu stehen. Einer, bei dem man 'kriegt, was man sieht'. Ein Mann von nur wenigen Widersprüchen.

Bereits nach etwa zwei Dritteln des Buches wird offenkundig, wer mit wem hinter all den dunklen Lügen und Geheimnissen sich finden wird. Robotham baut sine Geschichte nicht auf einen absoluten Überraschungseffekt im Finale hin auf, sondern legt, getreu seiner Hauptfigur, das eigentliche Augenmerk auf die menschlichen Hintergründe und Abgründe der Tat. Lügen und Geheimnisse, fundiert recherchierte und mitnehmend im Buch umgesetzte psychologische Erkenntnisse sind es, die der Geschichte ihren ganz eigenen Reiz geben.

Intelligent legt Robotham dabei seine Geschichte an, verknüpft die zunächst nebeneinander stehenden Themen des Privatlebens O'Loughlins mit dem Familiendrama um Sienna herum und dem medienwirksamen Prozess, der zeitgleich in London stattfindet. Kindsmissbrauch bis in höchste Ämter hinein, Erpressung, sich auflösende Lieben, der Hunger nach einer neuen Beziehung, das sensible Verhältnis zwischen Lehrern und Schülerinnen und die immer stärker drohende Gefahr für den ermittelnden Professor selbst. Vielfache Themen, die Robotham miteinander in Beziehung setzt und durch hervorragend konstituierte Protagonisten bis in die Nebenfiguren hinein jederzeit im Buch tragen lässt.

Gepaart mit einem nie aufdringlichen oder aufgesetzt wirkenden Blick für die Psychologie der Menschen ergibt sich ein hochwertiges Leseerlebnis, dass Lust auf noch möglichst viele Nachfolgeromane um den Parkinson kranken Joe O'loughlin und seinen Freund Vincent Ruiz macht. Die einzige Kritik ist der etwas unpassende deutsche Titel, 'Todeswünsche' finden sich im Buch höchstens in ganz indirekter Form, ansonsten aber nur zu empfehlen.
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Todeswunsch: Psychothriller
Todeswunsch: Psychothriller von Michael Robotham (Gebundene Ausgabe - 29. November 2010)
EUR 19,99
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