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131 Rezensionen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltung und Anspruch mit Unwucht
Muss man etwas verlieren, um zu gewinnen? Darf man etwas Falsches tun, um etwas Gutes zu erreichen? Können wir uns aussuchen, wer wir sind? Das sind die zentralen, durchaus komplexen Fragen, denen Donna Tartt in ihrem dritten Roman nachgeht.

Dazu wählt sie ein 9/11-artiges Szenario: Bei einer Bombenexplosion in einem großen New Yorker Museum...
Vor 2 Monaten von Kai Bargmann veröffentlicht

versus
109 von 128 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Sprache, dünner Inhalt
„Der Distelfink“ von Donna Tartt ist ein Roman, der das Schicksal eines Jungen im modernen Amerika mit einem von ihm gestohlenen Gemälde verbindet – in der gebundenen Ausgabe auf 1024 Seiten.

Kurz zum Inhalt: Der dreizehnjährige Theo besucht mit seiner alleinerziehenden Mutter ein Museum in New York, als sich sein Leben auf einen...
Vor 7 Monaten von Sarah O. veröffentlicht


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75 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Und der Rausch nimmt kein Ende..., 28. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch auf eine Ebene mit den Werken renommierter Schriftsteller der Weltliteratur zu heben, halte ich für überzogen. Während der Lektüre dieses monumentalen Bandes war ich immerfort versucht diesen aus der Hand zu legen, ohne einen Verlust über die entgangene Handlung zu empfinden, doch ich habe mich bis zum Schluss durchgekämpft.
Die Autorin möchte offensichtlich einen Entwicklungsroman aus der Perspektive eines jungen Mannes erzählen und es gelingt ihr auch meisterhaft sich in dessen Gefühlswelt einzufühlen und diese sprachlich geschickt darzustellen.
Mein großes Problem mit diesem Buch war zum einen der drastische Wechsel im Erzähltempo. Nachdem der geplagte Leser sich mehrere hunderte Seiten mit den jugendlichen Sauftouren und Drogenexzessen des Adoleszenten abmühen muss, der immer wieder in Lachen seines Erbrochenen erwacht, werden mit einem Schlag weitere acht Jahre überschlagen und der Leser hat plötzlich einen 26-jährigen jungen Mann vor sich, der sich nun völlig der Tablettensucht hingegeben hat. Zum Glück gelingt ihm die Entwöhnung in Eigenregie, wobei die Nebenwirkungen nur denen einer Grippe entsprechen. Wenig motiviert scheint die Liebesgeschichte zu Kitsey und die schlagartig vorbereitete und dann doch nicht durchgeführt Hochzeit, da im Hintergrund immer noch die große unerfüllte Liebe zu Pippa lauert. Beide Frauencharaktere sind nur oberflächlich ausgearbeitet und wirken wenig differenziert. So erscheint die vom Protagonisten sehr verehrte Pippa immer nur am Rande und ist dann plötzlich - für den Leser sehr überraschend - verlobt. Angesichts der Länge des gesamten Werkes erfährt man viel zu wenig über diesen doch so wichtigen Charakter.
Mir persönlich war auch nach ca. 400 Seiten und nach etlichen Drogenexzessen nicht klar, wie der Titel des Buchs zustandegekommen ist. Aber dann wird der Leser mit Gewalt darauf gestoßen.
Für mich ein Entwicklungsroman, der dem Anspruch dieses Genres nicht gerecht werden kann. Die drei Sterne gibt es für das gute Einfühlungsvermögen der Autorin und die auch im Deutschen schöne sprachliche Umsetzung des Themas.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich habe mir mehr davon versprochen, 14. September 2014
Von 
M. Klein (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Autorin hat die Gabe eine Geschichte, die auf einen Klappentext passen würde, so detailreich zu schreiben, dass daraus mehr als 1000 Seiten werden. Der Roman ist weder spannend noch unterhaltsam. Er hat keine Höhen und keine raffinierten Wendungen. Trotzdem geht von der präzisen Sprache so eine Faszination aus, dass man das Buch immer wieder in die Hand nimmt. Aufgrund der Einfachheit der Geschichte kann man auf jeder Seite des Buches in die Lektüre einsteigen, aber auch an jeder Stelle aus der Geschichte aussteigen, ohne das Gefühl zu haben etwas zu verpassen. Das hat den Vorteil, dass man zwischendurch auch einige andere Bücher lesen kann.
Die Sprache ist so präzise und einfach, dass man immer ein genaues Bild vom Geschehen und den Protagonisten hat. Gleichzeitig hat diese Sprache aber auch den Nachteil, dass sie keinen Raum für eigene Phantasien lässt.
Fazit: Wer Spaß an Sprache hat, der wird seine helle Freude haben - wem das allerdings zu wenig ist, der wird das Buch als "Gebraucht" bei Amazon einstellen, bevor er es zu Ende gelesen hat.
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3.0 von 5 Sternen Grenzwertig, 16. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink (Hörbuch-Download)
Ich habe das Hörbuch gehört, recht gut gelesen von Matthias Koeberlin. Lustig ist seine doch recht häufige falsche Aussprache, Beispiel: die Zigarettenmarke Viceroy spricht er immer "Vikkeroi" statt richtig "Waisroi", es gibt eine ganze Menge ähnlicher Beispiele.Das macht nichts weiter, ist aber ein bisschen skurril.
Mit dem Buch selbst habe ich mich schwergetan. Es ist unglaublich umfangreich, zwischendurch wollte ich aufgeben, ich habe letztendlich Wochen gebraucht. Die Geschichte ist nicht uninteressant, aber am Ende fragt man sich doch: wozu erzählt uns die Autorin das alles? Es stellt sich auch die Frage: was soll das mit dem Distelfink-Gemälde. Es kommt zwar immer wieder mal vor, hat aber Grunde keine wirkliche dramaturgische Funktion. Manche haben Donna Tartt mit Dickens verglichen. Ich will das nicht beurteilen, aber auch Dickens hat ja häufig unglaubliche Längen. Ich habe früher dreimal versucht, David Copperfield zuende zu lesen, vergeblich.
Vielleicht lässt sich der Distelfink ja ganz gut verfilmen, wenn der Film nicht zu lang wird :-))
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Zufall sei nur Gottes Methode, anonym zu bleiben?" S1005, 23. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Kindle Edition)
Theodore Decker ist in dem Moment von der Landkarte heruntergefallen (S122) an dem ein Anschlag auf ein New Yorker Museum seine Mutter getötet hatte. Theo selbst hat den schicksalhaften Moment überlebt, war unbemerkt aus dem Museum entkommen mit „Dem Distelfink“ Carl Fabritius Meisterwerk aus 1654 in seinem Gepäck. Das Bild eines kleinen, sehr lebendigen, doch gefangenen, gelben Vogels. Es war Welty, der alte Mann, der zur gleichen Zeit mit seiner Enkelin Pippa im Museum war, der Theo geraten hatte, die kleine Kostbarkeit mitzunehmen.
Danach beginnt Theos Odyssee aus dem Verbleib in einer heimatlosen Welt.

Mit Theo Decker hat Donna Tartt die verlorene Seele eines verlassenen, traumatisierten Jungen gezeichnet, der allen Boden unter den Füßen verliert, dem alles Angebot nach Heimstatt und Geborgenheit nicht mehr zurückholen kann in eine leuchtend, helle Welt. Die Brücke zur Realität hält er durch seine spätere Arbeit mit Holz und Antiquitäten aufrecht, der Rest seiner selbst gehörte schon längst den Drogen, der Flucht in eine nicht existierende Welt, dem Betrug und schließlich der Gewalt. Ständig begleitet vom Distelfink, dem kleinen, gefangenen, gelben Vogel.

Der Vergleich mit Dickens blieb mir im Großen und Ganzen verborgen. Ja vielleicht hätte die gute Seele James Hobart alias Hobie, ein New Yorker Antiquar in Downtown, der in einem Sammelsurium aus Ramsch und alten Kostbarkeiten hauste, Platz in einem Dickens'schen Roman gefunden oder sein in der Wüste gefundener, verlorener Freund Boris, der die Versuchung verkörpert. Neben Dickens schlägt die Autorin immer wieder eine Brücke zu anderen Größen der Weltliteratur, sie lässt die Jungen Whitman und Thoreau besprechen, legt ihnen Dostojewski, Saint-Exupery und Proust auf den Nachttisch und hält sich konsequent an bildreiche Sprache und ausufernde Szenen – die zelebriert sie.

Ich Leser konnte mich anfangs mit einer berührenden, guten Geschichte über die Längen hinwegtrösten, schlussendlich war mir das ganze jedoch zu ausufernd, zu destruktiv, zu sehr durchsetzt von redundanten Alkohol- und Drogenexzessen. Der New York Rahmen hat mir gut gefallen, auch die geheimnisvolle Welt Hobies Imperiums. Als die Handlung jedoch von einer Verlobungsparty in eine kriminalistische Szene nach Amsterdam wechselt, die den verlorenen Helden zum Mörder macht, war für mich der Spaß vorbei. Zu konstruiert war für mich das Ende, das mich Leser aus der Geschichte reißt, wie einen zulange gebliebenen Gast die Aufforderung zu gehen. Die pseudo-philosophischen Erkenntnisse am Ende des Romans á la „Wir können uns unser eigenes Herz nicht aussuchen. Wir können uns nicht zwingen zu wollen, was gut für uns oder gut für andere ist. Wir können uns nicht aussuchen, wer wir sind.“ oder „Sei du selbst“, „Folge deinem Herzen“ S 1008 haben meinen mäßigen Unmut in einem ausufernden hmmpffffffffffffffffff ausklingen lassen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen und am Ende bleibt ...was?, 20. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es ist kaum zu glauben, dass man im Leben tatsächlich so vielen kleinen und großen Zufällen ausgesetzt ist wie Theo, dem Protagonisten des Distelfinken. Wie ein Spielball wird er von ihnen über die Spielfläche des Lebens geschubst. Alles beginnt mit dem Anschlag im Museum, in das er mit seiner Mutter geht. Das Buch ist der Versuch die Kette der anschließenden Flut von Ereignissen und die daraus resultierenden Reaktionen zu beschreiben, die die Balance seines Leben bis aufs äußerste bedrohen.

Unter Zuhilfenahme von weiteren der Norm entrückter, ambivalenter Charaktere beantwortet Donna Tarrt nicht, sondern stellt uns die entscheidenden Fragen: Wie um alles in der Welt kann er das schaffen? Wie ist es möglich überhaupt Glück zu finden, ja zu erzwingen? Wie kann ein einzelner soviel Unsinn treiben? Ist er denn völlig irre? Warum tut er das bloß? Es lässt einem die Haare raufen! Und: Ist so ein Lebenswandel unumkehrbar, "in Stein gemeißelt"? Sein Schicksal scheint ja von beginn an gezeichnet...
Was zuweilen chaotisch anmutetet, hat allerdings System. Und im Laufe der Erzählung kristallisieren sich Theos Eckpfeiler heraus, die ihm Halt geben, Kraft für seine (großen) Aufgaben spenden. Seine unzertrennliche Freundschaft mit Boris sei hier nur beispielhaft erwähnt.

Wie schlimm es um Theo Decker stand, dass deutet Donna Tarrt nur an in dem sie eine ich Perspektive kreiert, die subjektiv aufgehübscht ist. Und Boris ihm nicht die Wahrheit über seinen Zustand widerspiegelt, sondern als sein Freund nur dosiert über ihn reflektiert. Aus meiner Sicht die entscheidende Besonderheit eines großartigen Werkes, das so, auch in seinem Umfang, überzeugt und das Prädikat lesenswert mehr als verdient.

Meine Rezension schließe ich mit einem Zitat, was mir die Botschaft des Roman's trefflich zusammenzufassen scheint(Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr):

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einen langen Atem und Geduld...., 31. Juli 2014
Von 
gigunelsa - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
....braucht man, um dieses 1022 Seiten starke Werk durchzulesen. Vorab gesagt: Wer nur täglich eine halbe Stunde Zeit zum Lesen hat, sollte das Buch erst gar nicht anfangen, denn dann kommt man in die Geschichte nicht rein. Es eignet sich am besten für einen verregneten Urlaub, oder im Krankenbett (sofern der Kopf nicht betroffen ist...), oder einfach, wenn man sich mindestens 2 Stunden am Stück dafür Zeit nehmen kann.
Der Anfang ist etwas zäh, ich hatte schon aufgeben wollen, aber plötzlich war ich doch mittendrin, denn der Schreibstil von Donna Tartt ist einfach intelligent und wunderbar. (Hier auch ein Lob an die beiden Übersetzer!) Man könnte sagen, sie beschreibt alle Ereignisse zeitlich 1:1, jedenfalls kam es mir zeitweise so vor. Auch die einzelnen Charaktere, insbesondere natürlich der des Protagonisten Theo Decker, sind akribisch ausgearbeitet, es gibt nichts, was offen bleibt. Obwohl er eigentlich wenig liebenswert rüberkommt, lässt er doch im Lauf seines Lebens kaum eine Droge aus, mag man ihn und er wächst einem ans Herz, so dass man einfach wissen muss, wie es mit ihm und seiner Umgebung weitergeht. Das schlimme Ereignis in seiner Kindheit, bei dem er seine heissgeliebte Mutter verlor (welche in der Geschichte fast übernatürlich von ihm glorifiziert wird), prägt anscheinend den Verlauf seines ganzen weiteren Lebens. Selbst im Erwachsenenalter soll das noch der Grund für Drogen- u. Alkoholkonsum sein, Bindungsschwäche und Selbstmitleid eingeschlossen. Trotzdem mochte ich ihn, bis er dann seine im Buch letzten philosophierenden Sätze ablässt, in denen er das ganze Leben, ja die ganze Welt nihilistisch nur noch schlecht redet, was ich dann doch ziemlich undankbar fand, betrachtet man das viele Glück im Unglück, und die vielen Menschen, die ihn auf seinem Lebensweg wohlwollend und hilfreich begleiteten.
Eine gewisse Spannung wird von Anfang an aufgebaut, leider durch die doch manchmal etwas allzu ausführlichen, wie schon gesagt, fast 1:1 erzählten Beschreibungen etwas gemindert.
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4.0 von 5 Sternen Sprachlich großartig, 17. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Kindle Edition)
Donna Tartts Distelfink zündet in sprachlich wundervollen Highlights und verliert sich (leider) derart darin, dass die ganz pure Lesefreude sich spätestens nach 300 Seiten nicht mehr ganz einstellen mag. Ein Mehr an Spannung, ein etwas weniger detailreiches, dafür zügigeres Voranschreiten der Handlung hätte für mein Empfinden gut getan, um die bisweilen quälende Langeweile zu verhindern. Atmospärische Dichte findet sich schon in den Szenen, die sich nach dem Anschlag abspielen, nachvollziehbar ist ganz gewiss die Darstellung der psychischen Entwicklung des Protagonisten, wird aber in der Phase seines Absturzes für den Leser durchaus auch stellenweise unerträglich. Ich schließe mich der Meinung einiger Rezensenten an: Weniger wäre mehr gewesen! Befreit von Unnötigem hätte es tatsächlich das "reine Vergnügen" werden können.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jede der über 1000 Seiten ist Gold wert, 11. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Kindle Edition)
Was erst ein wenig abschreckend klingt - über 1000 Seiten liegen vor einem - wird zum absoluten Geschenk. Jede der Tausend Seiten habe ich immer atemloser verschlungen. Ein echter Goldschatz dieses Buch!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Daily soap., 8. Mai 2014
Von 
Maria Pirkl "Leseratte" (Prévessin, Ain Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Natürlich kann ich diesen Roman empfehlen, denn es handelt sich immerhin um ein spannendes Buch für Leute, die gerne lesen und daher auch keine Angst vor Wälzern haben.
Dennoch muss ich sagen, dass Der Distelfink ( der arme Vogel!) in seitenlangem, geradezu unerträglich mystisch-philosophischem Kitsch endet, den sich die Autorin ruhig hätte sparen können. Unerträglich wurden mir auch während der Dauer der Lektüre (eine knappe Woche) die endlosen Quasseleien in sozusagen russisch-ukrainischer Ausdrucksweise des herzensguten Schelms Boris. Da hat Donna Tartt zuviel des Guten getan, das Geschwätze dehnt sich seitenundkapitelweise und innerhalb von zehn oder zwölf Jahren scheint der gute Boris Amerikanisch noch immer nicht richtig sprechen zu können.
Im Zusammenhang mit dieser Figur wurde mir auch der grausige Drogenonsum zuviel und viel zu langweilig, obwohl - wie man dann erfährt, dieser Handlungsstrang immerhin seine Funktion in der Geschichte um das kleine Gemälde mit dem Distelfinken hat. Interessant fand ich die detailgenauen Schilderungen des Lebens sowohl in Las Vegas als auch in New York, - dort von feiner Ironie durchleuchtet.
Aber letzten Endes haben alle diese Protagonisten etwas Papierenes an sich, sie entwickeln sich nicht wirklich weiter, - vielleicht sollten sie das auch gar nicht? Und letzten Endes finde ich auf diesen 1000 seiten zu viele Gute (z.B. der liebe gute Hobie, der sehr sympathisch ist, und Pippa etc.), aber auch zuviele weniger Gute und zuviele Wiederholungen aller Art. Gibt es denn wirklich im literarischen Sinne "gebrochene Charaktere" ? Sind die sogenannten schönen Szenen nicht von so perfektem Idyllencharaker, dass beim Leser manchmal die Alarmglocken schrillen? Diese seitenlangen Betrachtungen über Kunst, Leben, Tod, Liebe, Freundschaft, Reichtum, Geld, Verbrechen, Schuld und Sühne geben natürlich Rechenschaft von Donna Tarrtts Wissen und ihrer Bildung, aber sie tut eben doch meiner Ansicht nach des Guten zuviel. Nun ja, es kommen natürlich auch ein paar knackige Schurken mit Pistolen vor. Und dann, am Ende eben so viel Erbauliches, dass man es nur mehr querlesen kann. Mir hat die Geheime Geschichte jedenfalls viel, viel besser gefallen!
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BOOK IS THE DRUG, 6. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Was für ein Leserausch. Man sollte unbedingt genug Zeit einplanen, um sich dieser Lektüre hinzugeben. Ein Wunder, dass ich das Buch am Abend überhaupt zur Seite legen konnte, so hat es mich gepackt und an manchen Stellen kaum zur Ruhe finden lassen.
Es enthält auf tausend Seiten alles, was man sich von einem Buch wünscht. Spannend wie ein Kriminalroman ist die Geschichte eines Jungen (oder später jungen Mannes), der seinen Platz auf dieser Welt sucht, nachdem beide Eltern gestorben sind. Es ist zugleich eine Liebesgeschichte der eher traurigen Art und enthält philosophische Betrachtungen über das Leben und über die Kunst – und ausführliche Erfahrungsberichte über Drogenkonsum.
„Leider“ wollte ich immer zu schnell wissen, wie es weitergeht, so dass ich mich mit literarischen Fährten und philosophischen Gedanken nicht näher auseinandergesetzt habe – bis auf die Anspielung auf Dickens-Romane und natürlich – sehr komisch – „Potter“. Allerdings werde ich den „Distelfink“ sicher noch einmal lesen, und dann in aller Ruhe. Wahrscheinlich wird es irgendwann einen Film geben, jedenfalls wäre es naheliegend, da die Beschreibungen zum Teil sehr plastisch sind und Kinoszenen sich förmlich aufdrängen in der Vorstellung.
Die Autorin hat das gleiche Niveau erreicht wie mit ihrem Erstlingswerk „Die geheime Geschichte“ und ein Buch geschrieben, das ich bedingungslos empfehlen kann.
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Der Distelfink: Roman
Der Distelfink: Roman von Donna Tartt (Gebundene Ausgabe - 10. März 2014)
EUR 24,99
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