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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jede der über 1000 Seiten ist Gold wert
Was erst ein wenig abschreckend klingt - über 1000 Seiten liegen vor einem - wird zum absoluten Geschenk. Jede der Tausend Seiten habe ich immer atemloser verschlungen. Ein echter Goldschatz dieses Buch!
Vor 1 Monat von planbkoeln veröffentlicht

versus
88 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Sprache, dünner Inhalt
„Der Distelfink“ von Donna Tartt ist ein Roman, der das Schicksal eines Jungen im modernen Amerika mit einem von ihm gestohlenen Gemälde verbindet – in der gebundenen Ausgabe auf 1024 Seiten.

Kurz zum Inhalt: Der dreizehnjährige Theo besucht mit seiner alleinerziehenden Mutter ein Museum in New York, als sich sein Leben auf einen...
Vor 5 Monaten von Sarah O. veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jede der über 1000 Seiten ist Gold wert, 11. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Kindle Edition)
Was erst ein wenig abschreckend klingt - über 1000 Seiten liegen vor einem - wird zum absoluten Geschenk. Jede der Tausend Seiten habe ich immer atemloser verschlungen. Ein echter Goldschatz dieses Buch!
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88 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Sprache, dünner Inhalt, 21. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
„Der Distelfink“ von Donna Tartt ist ein Roman, der das Schicksal eines Jungen im modernen Amerika mit einem von ihm gestohlenen Gemälde verbindet – in der gebundenen Ausgabe auf 1024 Seiten.

Kurz zum Inhalt: Der dreizehnjährige Theo besucht mit seiner alleinerziehenden Mutter ein Museum in New York, als sich sein Leben auf einen Schlag verändert. Ein Gemälde aus dem Museum, „Der Distelfink“, das er heimlich mitgehen ließ, begleitet ihn von nun an, während er bereits in jungen Jahren den Boden unter den Füßen verliert.

Unter normalen Umständen würde ich den Inhalt klarer anschneiden. Bis zum ersten Wendepunkt der Geschichte, nie mehr als ein guter Klappentext, kurz zusammenzufassen, worum es geht, um dem zukünftigen Leser einen Einblick zu geben, halte ich an sich nicht nur für legitim sondern fast für notwendig. Doch bei diesem Roman fällt mir das schwer, denn der Anfang ist mit seiner Tragik, seinem Tempo und seiner Emotionalität eigentlich schon der beste Teil des gesamten 1000-Seiten-Werkes und, auch wenn dieser Anfang bereits gut 200-300 Seiten umfasst, wird der Klappentext des Verlags dort für meinen Geschmack bereits zu konkret.

Was die Autorin anschließend dokumentiert, ist der Abstieg des jungen Ich-Erzählers Theo, der sich über verschiedene Stationen seines noch jungen Lebens von einer Depression zur nächsten, von einer Trunkenheit zur nächsten und von einem Drogenrausch zum nächsten manövriert und dabei auf Nebendarsteller trifft, von denen kaum eine Entwicklung ausgeht und die in den meisten Fällen eine so sehr gespaltene Persönlichkeit besitzen, dass ihre Undurchschaubarkeit für den Leser zwar auch regelmäßig Überraschungen mit sich bringt und sie als Charaktere spannend macht, sie aber insgesamt auch blass und austauschbar wirken lässt.

Die Autorin verliert den roten Faden ihres Romans – die Verbindung zwischen Theo, der Entwicklung seines Lebens und dem Gemälde als Symbol – zu oft aus den Augen. Theos Geschichte schweift ab und kreist in sich wiederholenden Situationen, die das Lesevergnügen mit der Zeit immer zäher machen. Wenn das Gemälde dann einmal wieder in den Fokus rückt, ist es meist nur für kurze Zeit – lange habe ich darauf warten müssen, dass die Autorin zum längst überfälligen Finale kam. Dieses wirkte dann allerdings zu überzogen und passte weder von der zeitlichen Folge (was für ein Zeitsprung!) noch vom inhaltlichen Rahmen her zum Rest des Romans. Internationale, organisierte Kriminalität und ein überstürzter Gangster-Road-Trip schafften einen eher kitschigen als runden Abschluss. Also blieb der Anfang der inhaltlich stärkste Abschnitt des Distelfinken.

Meine Motivation während des Lesens wurde dabei kurz nach dem starken Auftakt, als ich gerade in der ersten langen, langen Phase aus Drogen und Alkohol festhing und verzweifelt die Spannung suchte, noch einmal deutlich gesteigert: „Der Distelfink“ wurde als Gewinner des renommierten Pulitzer Preises bekannt gegeben. Leider konnte ich aber trotz größter Mühe und größtem Durchhaltevermögen auf den langen, langen 1000-und-ein-paar-Seiten nichts finden, dass mich jetzt befähigen würde, diese Auszeichnung oder den Hype um das Buch nachzuvollziehen. Möglicherweise haben dabei die Erwartungen, die mit der langen Bearbeitungszeit von mehr als zehn Jahren, in denen man nichts von der Autorin hörte, einhergingen sowie der gigantische Umfang des Werkes und die mit Sicherheit vorhandenen sprachlichen Fähigkeiten Tartts nicht nur mitgewirkt, sondern auch eine größere Rolle gespielt als der eigentliche Inhalt.

Sprachlich ist „Der Distelfink“ wirklich gelungen. So wurde die Lektüre für mich dann auch eher ein Lesen um des Lesens Wille. Schöne Worte aneinandergereiht, auf den Punkt gebrachte Beschreibungen mit einem hervorragenden Gespür für die einprägsamen Details und nicht zuletzt auch die Fähigkeit den jugendlichen Ich-Erzähler und die anderen jungen wie alten Charaktere im Roman (fast immer) glaubwürdig agieren zu lassen, machten „Der Distelfink“ zu einer erzählerisch runden Reise. Wären die schön geschriebenen Dialoge doch nur nicht zu oft inhaltlich leer und die detailreichen Beschreibungen nicht zu oft der Ersatz für einen deutlichen Handlungsfortschritt – der Roman wäre perfekt. So, wie er ist, empfand ich ihn leider als 300 bis 400 Seiten zu lang - der Roman war inhaltlich zu wenig dicht.

Fazit: Pulitzer-Preis-Träger 2014, Bestseller und Auslöser eines Hypes um ein einziges kleines Kunstwerk. „Der Distelfink“ ist der erste Roman von Donna Tartt nach rund zehn Jahren. Sprachlich hat er auch mir sehr gut gefallen, inhaltlich flachte der Roman jedoch nach dem bewegenden Beginn spürbar ab und verlor sich in Wiederholungen, Rauschzuständen und leeren Gesprächen. Theo und sein gestohlener Distelfink waren zu selten gemeinsam im Mittelpunkt des Geschehens. Ich vergebe gute 3 Sterne für einen gut geschriebenen, aber zu langen Roman, der deutlich eher auf den Punkt hätte kommen können.
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Dickens mag..., 2. August 2014
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mir hat der "Der Distelfink" sehr gut gefallen, weil er mich an die Geschichten von Charles Dickens erinnert hat, nur eben in moderner Form. Letztlich wird die Geschichte von Theo erzählt vom Augenblick an, wo er seine Mutter bei einem Anschlag auf ein New Yorker Museum verliert, bis er Mitte 20 ist und die Jahre dazwischen damit verbracht hat, mehr oder weniger sich selbst zu zerstören. Dabei helfen ihm vor allem Drogen, aber auch sein Umfeld. Das hört sich bis hierhin nicht nach einer besonders anziehenden Geschichte an, aber "Der Distelfink" hat eine besondere Atmosphäre, die ich sehr genossen habe. Das ist vor allem das New York der Upper Class und der Antiquitätenladen von Hobie, bei dem Theo letztlich unterkommt. Dieser Laden ist auch wieder wie aus einem Dickens-Roman entsprungen. So wie das Mädchen Pippa, das Theo anbetet, seit er es kurz vor dem Anschlag im Museum gesehen hat. Überhaupt sind alle Figuren ziemlich gut geraten und von ihnen gibt es eine Menge auf diesen vielen Seiten. Ich verstehe, dass manche das Buch gern gekürzt hätten, und vielleicht hätten ihm 100 Seiten weniger tatsächlich gut getan, ich meine nur, dass es nicht darum geht, Handlung darzustellen und daher schnell vorwärtszueilen. Zwar nimmt das Buch am Ende etwas an Fahrt auf, aber letztlich war das nicht Ziel der Geschichte. Es geht einfach um Theos Leben und seinen Kampf mit der eigenen Schuld und den Zufällen des Lebens. Und so ein Leben braucht eben Zeit. Sprachlich mochte ich das Buch ebenfalls. Es ist sehr dicht geschrieben. Ein bisschen Krimi ist auch dabei, etwas Humor, viel Kunst. Ich empfehle das Buch daher gern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen La - La, 15. Oktober 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Lahm und langatmig
Obwohl mich schon vor Jahren die "Geheime Geschichte" enttäuscht hatte, habe ich wegen des großen Traras auch dieses Buch gekauft.
Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich mich über mehrere Monate durch ein Buch gequält habe.
Kurzfazit:
Handlung: lahm;
Erzählstil: okay;
Erzählweise: viel zu langatmig: 400 statt 1000 Seiten würden genügen.
Mein Problem:
Die Geschichte fängt rasant in Amsterdam an; eingeschlossen in einem Hotelzimmer lässt Theo hier seine Vergangenheit Revue passieren. Und genau dieser Abstand zu den Geschehnissen - zeitlich und innerlich - raubt der Erzählung jegliche Spannung. Genau wie bei der "Geheime Geschichte" habe ich auch hier den Eindruck, als sei die Autorin besonders von Dostojewski "Der Spieler" oder "Schuld und Sühne" inspiriert. Nur gelingt es Donna Tartt auch nicht ansatzweise, eine vergleichbare Atmosphäre von Anspannung, Verzweiflung etc. zu erzeugen. Während Theo rückblickend seine Geschichte wie ein Außenstehender erzählt, er sei besoffen, zugedröhnt, traumatisiert gewesen, lässt Dostojewski den Leser unmittelbar die Seelenqualen seines Protagonisten erleben.
Hinzu kommt, dass viele Passagen einfach zu langatmig ausfallen: die Episode in Los Angeles könnte kurz und knapp abgehandelt werden, ohne jeden Verlust an Substanz. Gleiches gilt für die Zeit, als Theo nach dem Tod seiner Mutter bei Bekannten unterkommen kann; auch hier gilt: viel zu viele nervtötende Wiederholungen
Parallelen zum Raritätenladen kann ich nicht entdecken: dafür bleibt Hoby mit seinem Antiquitätenladen zu passiv und zu weit im Hintergrund.
Falls sich jemand die Frage stellt:
Warum habe ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen? Antwort: Eine gebundenes Buch für deutlich über 20 Euro muss ich auf jeden Fall zu Ende lesen, egal wie gut oder schlecht - in diesem Fall grottenschlecht - ich das Werk finde
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunst als Konstante, 3. Juli 2014
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mehr als zehn Jahre sind seit der Veröffentlichung des letzten Romans („Der kleine Freund“) der amerikanischen Autorin Donna Tartt vergangen, bevor sie mit ihrem neuen Monumentalwerk „Der Distelfink“, immerhin 1022 Seiten in der deutschen Ausgabe, nachgelegt hat. Umgehend auf Spitzenplätzen in den Bestsellerlisten vertreten, wurde der Roman in diesem Jahr mit dem renommierten Pulitzer-Preis für Belletristik ausgezeichnet.

Wir lernen Theo Decker kennen, einem Amerikaner Mitte zwanzig, dessen Leben untrennbar mit einem Gemälde des niederländischen Malers Carel Fabritius, nämlich dem titelgebenden „Distelfink“ verbunden ist. Theo erzählt seine Erlebnisse in der Rückschau, beginnend mit einer Kunstaustellung, die er mit seiner Mutter in New York besucht, bei der diesem ihm ihr Lieblingsbild, den „Distelfink“ zeigt. Das Museum wird zum Ziel eines Bombenanschlags, bei dem zum einen seine Mutter ums Leben kommt, zum anderen ihm ein sterbender Mann den Auftrag erteilt, das Gemälde zu retten. In den kommenden Jahren sind es die verschiedensten Menschen, die ihm ein Heim bieten, aber die einzige Konstante in seinem Leben ist das Bild, das er als Erinnerung an seine verstorbene Mutter behält. Es folgt ein Intermezzo mit seinem leiblichen Vater in Las Vegas, diverse Frauengeschichten, Alkohol und Drogen und schließlich die Rückkehr nach New York, wo er eine Stelle bei einem Antiquitätenhändler annimmt. Sein Leben scheint endlich in ruhigeren Bahnen zu verlaufen, bis ihm eines Tages der „Distelfink“ gestohlen wird…

In erster Linie erzählt Donna Tartt die Entwicklungsgeschichte Theos, in der wir aber gleichwohl einiges über Kunst und deren Bedeutung für das Leben erfahren. Auf wunderbar verschlungenen Pfaden nähert sie sich ihren Figuren, baut verschiedene Handlungsstränge auf, verwirrt den Leser und löst doch am Ende elegant die Knäuel auf und webt die losen Fäden stimmig zusammen.

Auch wenn man meiner Meinung nach die Handlung problemlos hätte straffen können und sollen – die ausufernden Beschreibungen der Drogenexzesse des Protagonisten fand ich nur bedingt lesenswert – so bleibt doch zu sagen, dass dieser Roman sich sprachlich auf eine Niveau bewegt, welches kaum ein Autor erreicht. Und gerade deshalb habe ich jede einzelne Seite des „Distelfinks“ genossen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Sprache, klasse Erzähler, super Geschichte, 25. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink (Hörbuch-Download)
"Der Distelfink" geht um die (Lebens-)Geschichte und das Schicksal eines 10-jährigen Jungen, der mit seiner Mutter ein Museum besucht und diese dabei durch eine Explosion verliert.
Ich möchte hier nicht zu viel vom Inhalt verraten, deswegen mache ich an dieser Stelle Schluss.

Als erstes möchte ich etwas zu dem Schreibstil des Buches sagen.
Sicherlich ist das Buch im Original mit 1024 Seiten nicht gerade kurz - so verhält sich das natürlich auch mit dem Hörspiel. Aber obwohl es gut 33 Stunden sind, ist mir dabei nicht langweilig geworden und ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Gerade wenn es anfängt etwas fade zu werden, macht die Geschichte einen ganz unerwarteten Sprung und es geht überraschend schnell voran.
Die Sprache des Buches ist bilderreich und für mein Verständnis sehr schön formuliert.
Die Autorin bringt Beschreibungen mit einem hervorragenden Gespür für einprägsame Details auf den Punkt, lässt dem Leser allerdings auch genug Spielraum für seine Fantasie.
Besonders gefallen hat mir - im Gegensatz zu manch einem Vorredner - die Geschichte des Buches.
Der "Ich-Erzähler" erzählt im "Diestelfink" seinen Leben. Die Geschichte plätschert also auch mal - nicht immer - so dahin. Das verdeutlicht sehr schön dass es hier um das Leben des Protagonisten geht - was schon aufregend, aber wie die meisten Leben eben auch kein Actionfilm ist. Es gibt dem Leser Ruhe zum Durchatmen, er kann sich an der schönen Sprache zu erfreuen und um des Protagonisten Willens hoffen dass alles so bleibt.

Dies ist bei der Hörbuchversion gepaart mit einem perfekt zugeschnittenen Erzähler.
Das Buch wird ruhig und klar vorgelesen, jedoch nicht zu langsam.
Die malerische Stimme des Erzählers unterstreicht hierbei die Sprache und den Inhalt der Erzählung.

Zum Abschluss muss ich sagen - ich habe nach dem etwas faden Plot wenig erwartet - und wurde positiv überrascht.
Die Autorin schafft es die Geschichte mit einer unglaublichen Sprachgewandtheit und Bildgewalt zu erzählen.
In der Hörbuchversion untermalt von einer unglaublichen Stimme. Ab jetzt eins meiner Lieblings-Bücher!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen langatmig und zu viele Kunstworte, 16. Oktober 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen. Es hat meine Erwartungen nicht füllt. Auf Grund der vielen Lobpreisungen hatte ich mehr erwartet. Nach meiner Meinung zu langatmig und zuviel Kunstworte bzw. unvertändliche Begriffe. Ob sie von der autorin oder Übersetzerin stammen weiß ich nicht. mag seine, dass so etwas vielen Lesern gefällt, mir nicht. Ich will das was ich lese verstehen und mitr auch vorstellen können.

Beispiel. Schon auf den ersten Seiten steht sie hatte "prozellanblaue Augen". Porzellan ist weiß, heißt u.a. deswegen auch das "weiße Gold". Welches blau soll ihc mir nun vorstellen? Immer wieder kommen solche unversträndlichen Wortkonstrukte vor.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührend und abstoßend zugleich, 21. September 2014
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Theo Decker ist erst dreizehn Jahre alt als er seine Mutter bei einer Explosion im New Yorker Metropolitan Museum of Art verliert. Während die beiden die dort ausgestellten Bilder besichtigen, explodiert eine Bombe. Im allgemeinen Chaos nimmt sich Theo dem Lieblingsbild seiner Mutter an. Der Distelfink ist ein kleines Gemälde von Fabritius, einem Schüler Rembrandts mit beträchtlichem Wert. Erst zu Hause erkennt er, dass er es nicht hätte mitnehmen dürfen. Er wartet stundenlang, dass seine Mutter ebenfalls in die Wohnung kommt. Als schließlich die Polizei und ein Sozialarbeiter kommen, wird ihm klar, dass er seine Mutter niemals wiedersehen wird. Das Bild, das sie sich als letztes gemeinsam angesehen haben, wird zur letzten Verbindung.

Donna Tartt lässt ihren Protagonisten im Rückblick sein Leben erzählen. 14 Jahre sind seit dem verhängnisvollen Tag vergangen. Zeit, um endlich eine Lebensbeichte abzulegen. Der Leser erfährt von der Trennung von Theos Eltern und wie er den größten Teil seiner Kindheit mit seiner Mutter in New York gelebt hat. Nach ihrem Tod nimmt ihn die Familie seines besten Schulfreundes kurzzeitig auf. Die Barbours sind wohlhabend genug, um Theo Obdach zu geben, allerdings lässt sich nicht verbergen, dass es familiäre Probleme gibt. Fast scheinen sie froh zu sein, als Theo endlich Kontakt zu seinen Großeltern bekommt, die ihn allerdings auch nicht bei sich haben wollen. Lediglich sein alkohol- und drogensüchtiger Vater scheint Interesse an einem gemeinsamen Leben zu haben. Durch seinen Sohn hofft er, an Geld zu kommen und holt ihn nach Las Vegas. Doch die Verwahrlosung kommt dort erst richtig zum Tragen. Theo lernt den Sohn eines russischen Unternehmers kennen und damit auch stimmungsaufhellende Drogen.

Die Autorin zeichnet auf eine verstörende Weise den kurzen Lebensabschnitt von Theo Decker. Der eingängige Schreibstil lässt den Leser sehr nah an die Figuren herankommen. Mal sind sie begeisternd in ihrem Tun, wie Theos väterlicher Freund Hobie, mal befremdlich kalt wie Mrs. Barbour oder emotional abgestumpft wie Boris. Alle gemeinsam tragen Entscheidendes zum Verlauf von Theos Leben bei. Es geht dabei um den Verlust geliebter Menschen, Trauer, der Suche nach Liebe, aller Arten von Freundschaft und deren Betrug und sogar Verrat. Verbunden wird alles durch das kleine Paket, das Theo nun schon zu lange bei sich hat, um es zurückzugeben. Der Erzählstil des Rückblicks vermittelt dabei eine beruhigende Wirkung in den immer ereignisreicheren Abschnitten, in denen Theo um sein Leben fürchten muss. Trotz der zum Teil ethisch nicht zu vertretenden Handlungen kann man auch immer wieder Verständnis dafür aufbringen. Die Vielschichtigkeit ergibt immer wieder ein neues Bild, was sogar kriminelle Handlungen erklärt. Das alles kann jedoch nicht verhindern, dass der bittere Geschmack der Drogensucht zurückbleibt und die gut gemeinten Taten nicht doch den Anstrich von Egoismus bekommen.

Der Distelfink ist nicht einfach nur eine fiktive Biografie eines jungen Mannes, dessen Seele schwere Traumata aushalten musste, sondern ein literarisches Gemälde. Genau wie das Original von Fabritius stellt es ein kleines Wesen dar, das aus eigener Kraft die Welt nicht ändern kann. Die Einhaltung von Gesetzen presst Theo in ein Leben, aus dem er genauso wenig fliehen kann, wie es das gefiederte Pendant vermag. Das Buch ist schon allein wegen der mehr als tausend Seiten nicht schnell gelesen. Es verlangt auch die Zeit, um die angesprochenen Emotionen beim Leser zu verarbeiten. Danach eröffnet sich ein farbenprächtiges Bild in die Seele eines Menschen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einen langen Atem und Geduld...., 31. Juli 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
....braucht man, um dieses 1022 Seiten starke Werk durchzulesen. Vorab gesagt: Wer nur täglich eine halbe Stunde Zeit zum Lesen hat, sollte das Buch erst gar nicht anfangen, denn dann kommt man in die Geschichte nicht rein. Es eignet sich am besten für einen verregneten Urlaub, oder im Krankenbett (sofern der Kopf nicht betroffen ist...), oder einfach, wenn man sich mindestens 2 Stunden am Stück dafür Zeit nehmen kann.
Der Anfang ist etwas zäh, ich hatte schon aufgeben wollen, aber plötzlich war ich doch mittendrin, denn der Schreibstil von Donna Tartt ist einfach intelligent und wunderbar. (Hier auch ein Lob an die beiden Übersetzer!) Man könnte sagen, sie beschreibt alle Ereignisse zeitlich 1:1, jedenfalls kam es mir zeitweise so vor. Auch die einzelnen Charaktere, insbesondere natürlich der des Protagonisten Theo Decker, sind akribisch ausgearbeitet, es gibt nichts, was offen bleibt. Obwohl er eigentlich wenig liebenswert rüberkommt, lässt er doch im Lauf seines Lebens kaum eine Droge aus, mag man ihn und er wächst einem ans Herz, so dass man einfach wissen muss, wie es mit ihm und seiner Umgebung weitergeht. Das schlimme Ereignis in seiner Kindheit, bei dem er seine heissgeliebte Mutter verlor (welche in der Geschichte fast übernatürlich von ihm glorifiziert wird), prägt anscheinend den Verlauf seines ganzen weiteren Lebens. Selbst im Erwachsenenalter soll das noch der Grund für Drogen- u. Alkoholkonsum sein, Bindungsschwäche und Selbstmitleid eingeschlossen. Trotzdem mochte ich ihn, bis er dann seine im Buch letzten philosophierenden Sätze ablässt, in denen er das ganze Leben, ja die ganze Welt nihilistisch nur noch schlecht redet, was ich dann doch ziemlich undankbar fand, betrachtet man das viele Glück im Unglück, und die vielen Menschen, die ihn auf seinem Lebensweg wohlwollend und hilfreich begleiteten.
Eine gewisse Spannung wird von Anfang an aufgebaut, leider durch die doch manchmal etwas allzu ausführlichen, wie schon gesagt, fast 1:1 erzählten Beschreibungen etwas gemindert.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Fink, der tief und unter die Haut geht, bei der genaueren Betrachtung..., 26. August 2014
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Distelfink: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich wollte diesen neuen Donna Tartt nicht lesen, vorallem deshalb nicht, weil ich "Der kleine Freund" schlichtweg furchtbar fand, langatmig, ohne Aussage und fern meiner eigenen Welt.
Nun lagen mir aber Freunde in den Ohren, ich müsse doch bitte und ich solle doch endlich und überhaupt, mir würde da etwas wirklich grandioses entgehen.
Ich ließ mich also überreden und wählte jedoch nicht das Buch, sondern das Hörbuch gelesen von Matthias Koeberlin.
Eine gute Wahl. Mehrere Tage wurde ich sehr gut unterhalten, hatte die angenehme Stimme des Sprechers im Ohr und folgte der Entwicklung von Theo, Pippa, Boris und vielen weiteren hochinteressanten Charakteren. Dabei war der Einstieg durchaus nicht ganz einfach, kurz war ich versucht, es auszuschalten, als sich nach der Explosion erstmal sehr lange Zeit nicht wirklich etwas entwickelt. Dann aber mausert sich das Buch zu einem Roman, der es in sich hat, in einer Sprache, die genau meinen Nerv trifft, die unterhält und gleichzeitig bezaubert, selbst die häufig eher unschönen Szenen waren, so gut, so echt und so nahegehend, daß ich wirklich begeistert war.
Hier wird so viel gesagt, so viel auch zwischen den Zeilen transportiert, daß es ein wahrer Genuß war. Leider ist hier und da die Übersetzung ein wenig mißraten, nicht direkt unpassend, aber manchmal doch ein wenig schlecht gewählt. Glücklicherweise hat mich das nicht allzusehr gestört, denn die meiste Zeit wurde sehr gut übersetzt. Mir gefällt vorallem die Entwicklung, die Theo durchmacht, die Überlegungen die er im Schlußteil anstellt und die Reaktionen, die er hervorruft. Dies alles regt den geneigten Leser selbst zu Überlegungen an, zum Hinterfragen, was ist gut und was böse, kann aus etwas Bösem etwas Gutes enstehen? Wie schwarz und weiß kann unsere Moral sein und welche düsteren kleinen Geheimnisse tragen wir seit unserer Kindheit wie ein kleines Gemälde in uns herum?

Ein sehr beeindruckender Text, sehr gut vorgetragen und durchaus auch als Hörbuch geeignet.
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Der Distelfink: Roman
Der Distelfink: Roman von Donna Tartt (Gebundene Ausgabe - 10. März 2014)
EUR 24,99
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