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Kundenrezensionen

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am 20. Oktober 2011
Vorab- diese Rezension schreibt kein Abstinenzler! Trotz des interessanten Themas, erscheint mir dieses Buch leider als ziemlich über-flüssig, sowohl inhaltlich als auch stilistisch schwach. Es glänzt von Plattetüden und Sarkasmen, dahingeworfenen Geschichtchen ohne Durchdringungstiefe. Die Ausführungen zur MPU (Kapitel IV) sind wenig intelligent und fahrlässig oberflächlich. Das Ganze mündet in scheinpoetischen Imperativen wie "Die Nüchternen seien die Diener der Trunkenen"!? Wirklich tiefe, wunderbare und erkenntnisreiche Bücher wie jenes von Jack London "König Alkohol", selber ein begnadeter Trinker,werden nicht einmal erwähnt! Das Buch von Richter ist keines über das Trinken, eher eines über das Saufen, wenn auch ein gemäßigtes. Seine Botschaft ist fatal. Auf der letzten Umschlagsseite des Buches kulminiert der Geist des Buches in Sätzen wie :"Trinken sie...es ist das Vernünftigste was sie tun können". Das Vernünftigste hingegen erscheint mir, sich dieses Buch erst gar nicht zu kaufen, obwohl es äußerlich recht hübsch und in manchen Ausführungen auch kurzweilig und lustig daherkommt! Manche Ausführungen zur Alkoholgeschichte und den Trinksitten der Völker sind gar informiativ und bemerkenswert. Also: Wenn man es -das Buch- nun unvernünftigerweise schon hat, braucht man es nicht gleich vernünftigerweise wegzuwerfen. Darauf läßt sich durchaus ein Glas Wein trinken, oder gar zwei. Oder ein Bier. Salute!
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am 14. April 2011
Was im Titel nach "Saufbuch" klingt, entpuppt sich als hochintelligentes, charmantes, witziges Plädoyer für das Genußtrinken. Und den Rausch, den gelegentlichen. Mit allen Konsequenzen. Richter erläutert die historischen Zusammenhänge zwischen Rausch, Religion und Gesellschaft. Erklärt, wie Alkohol seit Jahrtausenden den Humus für die Kultur und ihre Höchstleistungen bereitet. Was das Buch nicht ist: Eine Entschuldigung dafür, sich ohne Nachzudenken mit Alkohol zu zu dröhnen.
Dieses Buch ist wichtig!! In Zeiten, die darauf hinaus laufen, dass alles, was Spaß macht, irgend jemanden am Ende stört und deswegen verboten wird, müssen die Zusammenhänge so erklärt werden, wie Richter dies tut.
Er ermutigt den Leser, sich nicht alles gefallen zu lassen, weder von der Politik noch von seinen Mitmenschen.
Richter zieht historische Parallelen, vom heutigen EU-"Nichtraucherschutz" bis zur Prohibition. Und damit schließt sich der Kreis:
Denn das Buch endet mit einer wahrhaft grauenvollen, apokalyptischen Vision: Einer alkoholfreien, aber auch spaßfreien, ewig nüchternen Gesellschaft.
Wer das nicht möchte, sollte dieses Buch lesen, damit er die passenden Argument zur Hand hat.
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am 14. Juli 2016
Dieses Buch las sich wie ein schöner Cognac.
Flüssiges Gold. Reich an Bukett (Wissen und Weisheit). Trotz des unterhaltsamen Stils steht auch dies und das zwischen den Zeilen, aber ich sah nie einen erhobenen Zeigefinger, sondern nur jede Menge Augenzwinkern. Für mich hatte es großen Unterhaltungswert und entspannt das verkrampfte Verhältnis zwischen Trinkern und Abstinezlern - die meisten schwanken sowieso zwischen diesen beiden Polen hin und her. Bei mir kam die Lektüre sympathisch menschlich an.
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TOP 500 REZENSENTam 4. Oktober 2012
Peter Richters Kulturgeschichte des Trinkens präsentiert einen pointierten und, zumindest aus der Sicht eines bekennenden Nichtabstinenzlers, ausgewogenen Querschnitt der soziologischen und medizinischen Begleiterscheinungen des Alkoholkonsums.

Es ist durchaus nicht so, wie man aus manchen Rezensionen schließen könnte, dass hier der ungehemmten Sauferei das Wort geredet wird: Die ekelerregenden und gefährlichen Begleiterscheinungen werden drastisch genug beschrieben.

Auf der anderen Seite wird der erstrebenswerte Alkoholkonsum auch nicht elitär auf das gute Glas exzellenten Rotweins reduziert, um ihn auf diese Weise salonfähig zu machen. Peter Richters Thema ist der Rausch, nicht der Genuss. (Für letzteren sind andere Autoren wie Wolfram Siebeck zuständig). Der Konsum von Alkohol, der nicht eine wenigstens leicht intoxikierende Wirkung zeigt, interessiert ihn nicht.

Wer eine wissenschaftliche Abhandlung über die Folgen des Trinkens erwartet hat, wird sicher enttäuscht sein. Das Buch ist eher eine flüssig und beschwingt (also der Materie angemessen) geschriebene Collage von Fakten, Anekdoten und Volksweisheiten, die die Ambivalenz des Trinkens wiederspiegelt: Hymnischen Lobpreisungen des Rausches folgen stets nachdrückliche Warnungen vor Gefahren und Konsequenzen. Der Leser ist gehalten, seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen, im Einklang mit seinen Lebensumständen und Leberwerten.

Damit bricht das Richter eine Lanze für die Liberalität. Es sollte jedem überlassen sein, wie er sein Leben gestaltet, so lange er das Leben anderer dadurch nicht negativ beeinflusst. Dieses Anliegen wird besonders im letzten Kapitel deutlich, wo er seiner Sorge Ausdruck verleiht, dass dem Alkoholkonsum ein ähnliches Schicksal beschieden sein könnte wie dem Rauchen, nämlich die allmähliche Verbannung aus dem öffentlichen Leben. Auch wenn ich diese Befürchtung nicht teile, so bin ich doch seiner Meinung, dass in unserer Gesellschaft Schutz und Entmündigung des Menschen gelegentlich fließend ineinander übergehen. Dem gilt es Einhalt zu gebieten!
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am 13. Mai 2011
Peter Richter hat es getan. Ein sehr entspanntes Buch mit einer äußerst kontroversen Meinung zu einem der am meisten verbreiteten Genussmittel der Welt verfasst. Selbst in islamischen Ländern soll es vorkommen, dass heimlich, im Haus (da, wo Allah es nicht sieht), das ein oder andere Glas Hochprozentiges zum Mund (und hinein) geführt wird.

Alkohol.
Von Grönemeyer warnend besungen, von zigtausend Menschen über das Maß hinaus als Krankheit leidvoll erlebt, allüberall als Genussmittel, Auflockerer, Anstosser, zur Feier des Tages und überhaupt angeboten, dargereicht, im Schrank, auf der Theke.

Und das, wie Richter bereits in den ersten Sätzen mitteilt, auf keinen Fall in allererster Linie aufgrund des Geschmackes. Der Geschmack ist nicht alles, 'sondern schon die Wirkung zählt'. Maßvolles Trinken ist eben nur ein 'Flirt mit dem Rausch' und irgendwann muss man sich schon trauen, 'einen Schritt weiter zu gehen'. Sagt Peter Richter.

Was soll man sagen zu solch einem politisch völlig unkorrekten Ansinnen? Gut geschrieben, kann man sagen. Humorvoll erzählt, durchaus mit Hintergrund verfasst, denn eine ganze Kultur des Trinkens taucht in den Kapiteln des Buches auf, oft und oft mit einem Augenzwinkern, nicht ganz bierernst gemeint, aber dennoch schwingt eines mit: Sich den Genuss nicht verbieten zu lassen. Ein zweischneidiges Schwert in einer Gesellschaft, einem Europa, in dem die Quellen des Schnapses viel zu oft zu eifrig sprudeln. Komatrinken bei Jugendlichen, Unfälle mit Todesfolge ob Fahren unter Alkoholeinfluss.

Um das Buch mit Genuss zu lesen, ist somit zunächst eines nötig: Das Vertrauen darin, dass Peter Richter genau diese Seite des Trinkens nicht im Sinn hat und kein Plädoyer für den Alkoholismus hält, sondern, wie er selbst betont, nicht die Gefahren verharmlosen, sondern lernen 'trittsicher drum herum zu tanzen'. Einen Einblick mit Humor und feiner, der auf die Genussseite des Alkohol achtet (das aber dann auch richtig und nicht nur Nippen!).

Die obengenannte Gesellschaft hat es übrigens wirklich gegeben. August der Starke hat sie gegründet, aus eigener Erfahrung heraus, wie leicht das Leben, wie locker das Gespräch, wie nichtig manche kriegstreibende Konflikte unter einigen Flaschen Wein doch erscheinen, wenn man sich mit 'dem Feind' erst mal ordentlich zusammensetzt und den Alkohol laufen lässt. Was übrigens zwischen Preußen und Sachsen auch nicht auf Dauer gefruchtet hat. Aber dennoch erstmal eine gute Idee war.

Redegewandt lässt Richter so die Traditionen des Trinkens Revue passieren. Erläutert, dass Alkohol über Jahrhunderte das gesündeste Getränk war (wesentlich gesünder als das überaus verschmutzte Wasser), dass Trinken Jahrhunderte lang gar ein Zwang war.
So findet Richter im Lauf des Buches klar und deutlich eine Mitte. 'Dauernd trinken zu müssen ist eine Horrorvorstellung, gar nichts mehr trinken zu dürfen allerdings auch'. Und 'Prosit' heißt nun mal: 'Möge es nutzen'. Manchen Politikern der Geschichte. Vielen Schriftstellern und Kunstschaffenden. Dem ein oder anderen, um den Mut zur Brautwerbung zu finden. Kann es gar sein, dass das Sesshaft werden des Menschen in direktem Zusammenhang mit der Lust auf einen kleinen Rausch (und das öfter) zu tun hatte? Eine Lust, die, wie das Rauchen, mehr und mehr 'offiziell' in den Hintergrund gedrängt wird (Geschäfte werden schon lange nicht mehr im Rausch getätigt oder mit einem Rausch gefeiert).
Peter Richters Buch ist ein Plädoyer (fast) für vergangene Zeiten, Sitten und Bräuchen in und um den Alkohol herum. Ernst gemeint, humorvoll geschrieben, informativ und provokant. Gegen jede Zeitgeist-Vernunft, aber für eine bestimmte Form des Genusses, der das Leben auch lebenswert gemacht hat über hunderte von Jahren (und, noch einmal betont, für das trinken wollen, nicht trinken müssen, für das gemeinschaftliche Erleben, nicht für die einsame Krankheit). Natürlich darf man das Buch nicht lauthals gut heißen bei allen Gefahren des Alkohols, um die doch jeder weiß, heute. Aber mit Freuden lesen auf jeden Fall.
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am 15. Oktober 2011
Richters Buch ist nichts für den heruntergekommenen Dosenbierexperten, auch nicht für den Käufer von Cognacfläschchen am Morgen an der Tankstelle. Bei Richter geht es um das Trinken auf hohem Niveau, also das gute Glas Wein, das gepflegte Pils, das Schnäpschen in Ehren, das man nicht verwehren kann und so weiter. Die Problematik hinter dem Alkohol, der Zwang zum Trinken, die Soziologie des Saufens wird deutlicher und spannender im Buch "Die Saufkultur. Warum man in Deutschland trinken muss" geschildert. Trotzdem ist Richters Buch auch mit fünf Sternen zu bewerten, weil der Mann wirklich lustig schreiben kann. So kennt man ihn ja auch aus der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", wo er regelmäßig für gute Laune sorgt.
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am 19. Februar 2013
Geniales Buch über Geschichte des Trinkens und seine Zusammenhänge. An einen Tag durchgelesen. Mal mit einen Zwinkern mal mit guten Tipps für Idiotentest. Sehr gutes kurzweiliges Buch. Ideales Geschenk.
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am 26. August 2011
Das Lesen dieses Buches war ein durchgehendes Schmunzeln. Und eine große Traurigkeit bei den letzten Seiten. Ich vermisse auch meinen vollen Aschenbecher, so wie das warme gelbe Licht der vorbrüsseler Glühbirnen. Aber vielleicht können wir dann alle auswandern - in die Niederlanden zum Beispiel und etwas anderes ausprobieren? Oder nach Österreich, wo man angeblich immer noch in der Kneipe rauchen kann?
Spaß beiseite, alles in diesem Buch macht Spaß und wirbt um den Spaß!
Was es nicht ist:
- eine Kulturgeschichte des Rausches;
- eine Einführung in der Soziologie und Psychologie des Genusses;
- ein Ratgeber für Alkohol süchtige und ihre Angehörige.
Außerdem ufert die metaphorische Journallistensprache manchmal ins Unverständliche aus. Aber für mich selbst stelle ich eine mehrfache Kaufempfehlung aus:
- für meine trinkenden und rauchenden Freunden;
- für meine nüchternen und vegetarischen Schwiegersöhne, sowie
- für mich selbst, damit ich jederzeit da rein schauen kann.
Fazit: kaufen und lesen. Ein bisschen Spaß muss schon sein!
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am 4. Juli 2011
Das Buch könnte von einem Lobbyisten der Alkoholindustrie geschrieben worden sein. 202 Seiten geht es in diesem Buch um nichts anderes als darum, wieso der Mensch ohne die Droge Alkohol nicht auskam, auskommt und auskommen wird.

Einen objektiven Blick auf die Folgen des Alkohols erlaubt sich der Autor kaum. Auch aus seinen Erfahrungen beim MPU (den er wegen Trunkenheit am Steuer absolvieren musste) zieht er nur positive Schlüsse aus dem Alkoholkonsum.

Dabei stilisiert er das Rauschmittel als das was es ist hoch: ein Rauschmittel. Alle die es nicht konsumieren sind in seinen Augen Bremser, die die Welt nicht braucht, da sie sich anscheinend nur mit der Kraft des Alkohols weiterdrehen würde.

Ich persönlich habe nichts gegen Alkoholkonsum, erwartete beim Kauf des Buchs aber einen etwas objektiveren und ausgeglicheneren Bericht über den Konsum und Verzicht von Alkohol.

Wer schon immer auf der Suche nach guten Gründen für Alkoholkonsum war, der greift zu. Alle anderen nicht.
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TOP 100 REZENSENTam 29. März 2011
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Genussmittel zunehmend kritisch beurteilt werden. Noch mag es uns unvorstellbar erscheinen, dass das Trinken eines Tages aus unserem Alltag verschwindet. Aber das galt auch einmal für das Rauchen. Der Autor betont, dass er niemand in Unruhe versetzen will. Aber er sieht die Gefahr, dass es beim Konsum von Alkohol bald zu einer ähnlich restriktiven Gesundheitspolitik kommen könnte. Und er nennt Anhaltspunkte.

Im Jahr 2006 arbeitete der EU-Kommissar für Verbraucherschutz eine Anti-Alkohol-Strategie aus. Was er empfahl, waren überwiegend Rezepte, die schon im Kampf gegen den Tabak zur Anwendung kamen: höhere Steuern, Verkaufsbeschränkungen, Werbeverbote. Und zusätzlich auch noch Warnhinweise auf der Flasche: "Trinken gefährdet die Gesundheit". Den Winzern und Brauern gelang es, den Entwurf weitesgehend zu entschärfen. Hatte das EU-Papier noch Bier und Wein zu Rauschdrogen erklärt, wurden diese nun also auf Druck der Hersteller und auch der Konsumenten als Genuss- und Kulturgut "rehabilitiert". Dieser Angriff wurde also erfolgreich abgewehrt, aber weitere werden mit Sicherheit folgen.

Der Autor versucht daher mit seinem Buch gegenzuhalten. Er beschreibt, warum Wein oder Bier in der Tat Kulturgüter und Teil der Tradititon des Abendlandes sind. Dabei geht er weit zurück in die Geschichte, etwa zur Antike. Schon dort hatte man ein ähnlich ambivalentes Verhältnis zum Trinken wie heute. Homer etwa preist den Wein als anregend und bekömmlich, warnt aber auch davor, dass er ins Gegenteil umschlagen kann. Ironisch bezeichnet der Autor die Bibel als "Trinkfibel". Denn dass dort der Wein eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielt, ist wohl auch Atheisten bekannt.

Ausgehend von diesem historischen Exkurs zeigt Peter Richter dann, wie das Trinken in unserer Gesellschaft verankert ist, und nimmt sich Kapitel für Kapitel einzelne Lebensbereiche vor. So heißen die jeweiligen Überschriften dann etwa: "Muss die Jugend soviel trinken","Dürfen Politiker betrunken sein?", oder "Trinken und Dichten". Dabei fordert er keinesfalls zum exzessiven Konsum auf, aber er macht auch nicht das Gegenteil davon. Er ruft stattdessen auf, Maß zu halten in den Argumenten für oder gegen Alkohol und natürlich auch beim Trinken selbst, und plädiert so für den goldenen Mittelweg.

Das letzte Kapitel heisst: "Rettet den Rausch". Der Titel sagt ja schon einiges. Eine Gesellschaft mit vorwiegend Nüchternen und Tugendwächtern so der Autor, welche aus der sicheren Deckung ihrer Enthaltsamkeit andere erziehen oder bekehren wollen, würde der Intoleranz Vorschub leisten und wäre wohl wenig wünschenswert. Deshalb ist es vielleicht gar nicht schlecht, mutig, verantwortungsbewusst und mit Genuss dagegen "anzutrinken".
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