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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugendes Mittelstück der Passagen-Trilogie
In der BRIGITTE (ja, ab und zu blättere ich darin rum) habe ich von der Legende der Entstehung der Passagen-Trilogie gelesen. Justin Cronins Tochter fragte ihren Vater, warum er denn nicht eine Geschichte über ein Mädchen schreibt, dass die Welt rettet. Dann setzte er sich an den Schreibtisch und begann die Passagen-Trilogie zu schreiben. Der erste Band,...
Vor 10 Monaten von Markus Solty (Horror & Co.) veröffentlicht

versus
22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da hat Jemand den Faden verloren...
"..telefonbuchdick und so fesselnd, dass man ihn nur ungern aus der Hand gibt." (aus der Produktbeschreibung)
...telefonbuchdick, ja, aber die fesselnden Momente erschöpfen sich doch recht schnell.
Es gibt Bücher, wo einfach weniger mehr wäre. Im Laufe des Buches habe ich mich des öfteren gefragt, ob der Autor eine Seitenvorgabe vom Verleger...
Vor 17 Monaten von cantaloop veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung, 21. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman (Gebundene Ausgabe)
Gute Fortsetzung, in der man noch viele Details zur Vorgeschichte bzw. dem Beginn des Ausbruchs erfährt, mit vielen neuen Charakteren und Orten.

Es kommen wenig langatmige stellen auf, mit belanglosen Dialogen und Gedanken, es liest sich gut. Mir ist es oft passiert dass ich mehr Kapitel am Stück gelesen habe, als ich mir vorgenommen habe und das macht ein gutes Buch aus. Eins geht noch...
Die Schauplätze und Personen wechseln regelmäßig und man entwickelt wieder eine Symphatie zu Ihnen, auch nicht in jedem Buch der Fall.
Die Geschichte geht wieder über viele Generationen bzw. spielt sich in Unterschiedlichen ab.
Wie auch beim ersten Teil, fand ich das erste Drittel des Buches interessanter bzw. besser als den Rest, da wirds mir dann doch etwas zu abgehoben. Und man lernt einfach viel zuviele Personen auf einmal kennen. Andererseits ist es aber auch wieder interessant wie das Leben weitergeht nach der Apokalypse.
Die Gesamtstory kann mich richtig mitziehen, kommt fast an Romane wie Die Säulen der Erde ran.
Im Grunde ist es ähnlich einer Zombieapokalypse/Vampir, allerdings sind die Romane viel tiefgründiger und umfangreicher, man verfolgt die Zeit davor und auch weit danach. Zu dem ist der Gegner nicht einfach nur mutiert, sondern unberechenbarer und nicht grundsätzlich böse, es gibt verschiedene Virusträger. Das macht es sehr vielseitig und interessant.

Preis- Leistung stimmt hier auch, man bekommt einiges an Lesestoff ca. 800 Seiten.

Würde dringend empfehlen den ersten Teil (der Übergang) vorher zu lesen, zwar werden deren Geschehnisse anfangs noch kurz angeschnitten, ersetzt aber keinesfalls das gesamte 1. Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 25. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endzeitgeschichte die mich gefesselt hat. Wer auf dieses Genre steht, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Habe es kaum aus der Hand bekommen und freu mich schon auf den dritten Teil.
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30 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz anderes Buch, 12. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer ein Buch wie den ersten Teil der Trilogie erwartet hätte, wird verwundert sein. "Die Zwölf" ist ganz anders. Doch es sind keineswegs Enttäuschungen, die den Leser erwarten. Der zweite Band schafft das, was einige vielleicht nicht erwartet hätten: Er ist sogar noch besser, als "der Übergang".

Anstatt den Protagonisten des ersten Bandes bei ihrer Jagd auf die "Zwölf" zu folgen, die Usprung und Urgrund der Virusepidemie sind, springt die Geschichte für eine lange Zeit wieder an den Anfang zurück. Was war eigentlich zwischen dem Ausbruch der Infektion und der Zeit "100 Jahre danach"? Was macht eigentlich eine Gesellschaft, in der plötzlich alle Maßstäbe von richtig und falsch zusammenbrechen, weil der Nachbar von heute auf morgen zum babyfressenden Monstrum mutiert? Warum haben einige überlebt und wie sind all die anderen gestorben?

Was im ersten Band übersprungen wurde, begegnet nun jetzt mit intensiver und düsterer Genauigkeit. "Der Übergang" ließ den Leser über die schrecklichen Details im Unklaren und das war angenehm. Nun aber muss man sich der konkreten Vernichtung der Menschheit stellen. Und das bedeutet auch, sich dem Wahnsinn zu stellen, den die Angst und Verzweifelung bei den meisten auslöst. Sich damit auseinanderzusetzen, dass das Militär Bomben auf die eigenen Leute fallen lässt. Dass Menschen im Krankenhaus verhungern, weil sie keiner mehr pflegen will. Dass Kinder verspeist und Menschen zerfetzt werden.

Auch hier ist die Gewalt nicht ausgeschrieben, aber sie kommt näher. Was bisher noch irgendwo im Hinterkopf zwar präsent, aber nicht formuliert wurde, erscheint nun schon direkt vor den Augen. Schon alleine deshalb ist dieses Buch eine ganze Stufe stärker und eindrücklicher, als das erste. Und vor allem vermittelt es eine Botschaft ganz ausdrücklich: Die Bestien sind nicht nur diejenigen, die sich verwandeln...

In einigen Teilen des Buches springt die Geschichte wieder in die Zeit von Amy, Peter, Alicia und den anderen. Es hat sich herausgestellt, dass die Kolonie sehr wohl nicht die letzte menschliche Niederlassung im ehemaligen Amerika war. Und es hat sich auch herausgestellt, dass Menschen nicht unweigerlich auf der gleichen Seite stehen müssen. Manche scheinen zu kooperieren, um damit ihr eigenes Leben retten zu können. Manche sind sogar bereit, den "Zwölf" alles zu geben, nur um ewig leben zu können. Das muss nun verhindert werden.

Auch diesmal schrieb Cronin ein langes Buch, durch das es sich durchzukämpfen gilt. Immer wieder bricht er an interessanter Stelle ab, lässt Dinge offen stehen, zwingt den Leser hundert Seiten zu warten. Doch das macht es gerade so spannend und damit ist es kein gelangweilter Kampf, sondern einer mit der eigenen Neugierde. Viel zu oft möchte man gerne schon springen, nur um diesen einzelnen Strang weiter verfolgen zu können. In dieser Hinsicht ist der Autor wirklich ein Künstler.

Schwierig wird es in der innerlichen Struktur der Geschichte. Gerade die verschiedenartigen Auswirkungen des Virus` auf die Menschen wirken teilweise konstruiert. Wie in anderen Rezensionen schon angesprochen, scheint hier immer genau das zu geschehen, was gerade in die Situation hineinpasst. Warum werden nicht alle zu Virals? Warum gibt es jemanden wie Amy, der nicht zu altern scheint? Aber so wie der zweite Teil vermeintliche Lücken des ersten geschlossen hat, schafft es vielleicht auch der dritte in einigen Jahren, hier noch mal ganz überraschend logische Verbindungen aufzuzeigen, die bisher verborgen bleiben? Es wäre diesem grandiosen Werk zuzutrauen.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchgekämpft und verloren!, 21. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman (Gebundene Ausgabe)
„Die Zwölf“

Endlich habe ich es durch.
Habe ich den ersten Teil mit höchster Begeisterung am Stück verschlungen, so hatte ich dieses Mal arge Probleme, am Ball zu bleiben. Hilfreich war die Zusammenfassung des ersten Teils in Form der überlieferten Schriften des ersten Chronisten und auch das Personenregister am Ende des Buches.
Trotz dieser Hinweise/Erinnerungshilfen hatte das Buch einige Längen, langatmige Passagen, dass ich es mehr wie einmal enttäuscht zur Seite gelegt hatte.
Es wurden neue Charaktere eingeführt, deren Daseinsberechtigung erst später klar wurde oder deren Schicksal im weiteren Verlauf unklar blieb (Danny Chayes, April).
Sympathisch bei den „Neueingeführten“ waren mir da besonders Lila Kyle und Lawrence Grey. Leider nutzte der Autor dieses aufkeimende Interesse nicht.
Lila spielte zwar noch eine tragende Rolle im späteren Verlauf, aber Lawrence versank für immer in den Untiefen der Kuppel und wurde zur nicht handelnden und willenlosen Fressmaschine bzw. Überlebensgarant der Human- Resources Offiziere degradiert.
Ich hätte mir da noch mehr Details und Stärke gewünscht.
- Achtung Spoiler! –

Da beide (Lila und Lawrence) am Ende den Freitod wählten ist mir diese Konstellation eindeutig zu kurz gekommen.
Ebenso die von Lila und Brad (Wolgast)….
(Fast) Alle Protagonisten haben sich früher oder später wieder getroffen, diese beiden jedoch nicht. Ausgerechnet, obwohl es in meinen Augen doch gerade denen leichter fallen, oder gefahrenloser möglich sein sollte.
Unbefriedigend!!!!
Auch die plötzliche Wandlung und Einsicht Lila`s. Selbst wenn der Autor im 3. Teil eine erklärende Rückblende einbauen würde. Es fehlt was. Außerdem das abruptes Ende einer am Anfang ausführlich beschriebenen Begegnung und Verbindung.
Lila- Lawrence abgehakt. PENG!
Lila- Wolgast in einem kurzen Abschnitt, als verheißungsvolle Wiedervereinigungsvision (Haus im Tal) „abgefrühstückt“.
Wolgast- Amy mmhh?
Ich fühlte mich ein wenig vor den Kopf gestoßen. (Man liest hunderte von Seiten und/oder wartet fast drei Jahre auf den Folgeband und dann das!)
Die meisten anderen lieb gewonnenen Protagonisten vom 1. Teil, allen voran Alicia, Peter etc.
blieben blass und nichts sagend.
Amy mit ihrer unerklärlichen (plötzlichen)Verwandlung am meisten. Innerhalb kürzester Zeit(wenn man die Gesamthandlung berücksichtigt) „mausert" sich das ewige Kind zur Frau und zum „Super-phönix- viral“) Das hätte nicht sein müssen!
Ich weiß nicht, ob ich die 22 Euro für den letzten und 3.Teil ausgeben werde. Mittlerweile ist der Markt überschwemmt und man hat so oder so ähnliches schon anderswo gesehen oder gelesen. („Walking Dead“etc. )
Justin Cronin hat mich, trotz seines unbestrittenen Schreibtalents nicht mehr überrascht oder gefesselt, sondern irgendwie nur enttäuscht zurückgelassen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastische Fortsetzung!, 13. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Cover von 'Die Zwölf' gefällt mir sehr gut und passt perfekt da im Buch auch die Sonnenfinsternis eine Rolle spielt.
Im zweiten Band der Trilogie steht Amy, das Mädchen von Nirgendwo wieder vor einer neuen Aufgabe. Nur sie kann Die Zwölf, zwölf ehemalige Kriminelle die nun mächtige Virals sind, bekämpfen, doch etwas stimmt dem Mädchen nicht. Ihre Kräfte scheinen immer mehr zu schwinden und sie scheint sich zu wandeln. Die tot geglaubte Sara lebt im Homeland und verrichtet schwere Sklavenarbeit währen Hollis um sie trauert. Alicia, führt ihren Kampf gegen die Virals alleine weiter und zieht im Alleingang durchs Land bis sie durch Zufall wieder auf Peter trifft, der einen Plan entwickelt um Die Zwölf mithilfe von Amy auszuschalten. Die Zeit wird angegeben mit "nach" und "vor" Virals, man erlebt wie Menschen auf den Ausbruch der zombie-vampirartigen Virals reagierten und wie reagierten als sie merkten das sie einige der wenigen Überlebenden sind.
Genauso wie im ersten Band erzählt der Autor sehr viele Geschichten aus verschiedenen Prespektiven gleichzeitig und wechselt immer hin und her. Deswegen gibt es unheimlichen viele Protagonisten, doch gerade das ist es das mich an Justin Cronin's Bücher so begeistert: Er erfindet so viele Protagonisten aber jeder davon ist einzigartig, hat einen Charakter, seine Ecken und Kanten, man kann sie verstehen, sie lieben und hassen. Amy ist diejenige die mich schon immer am meisten begeistert hat, besonders da man ihre Veränderung vom Anfang des ersten Band bis zu diesem Buch sehr gut sieht, wie aus einem Mädchen eine junge weise Frau wird. Ihre Kraft und Autorität kann man praktisch durch die Seiten spüren sowie ihr großes Herz mit dem sie so viel mehr fühlt als andere.
Besonders gut hat mir in diesem Buch gefallen das ich teilweise so in der Geschichte war, das ich an Stellen wirklich weinen musste weil es mich so berührt hat. In solchem Momenten hat man wieder gemerkt wie verbunden man mit den Charaktern ist. Trotz der 800 Seiten war es viel zu schnell zu Ende, obwohl das immer so ist bei Büchern die einen fesseln. Der Autor hat auch immer wieder versucht mit schnellen Sprüngen zwischen den Prespektiven der Erzählung Spannung aufzubauen - was wirklich gelungen ist! Teilweise brach er die Erzählung so ab das man es kaum erwarten konnte umzublättern und in die Geschichte der Person weiter zu verfolgen. Was mir in diesem Buch sehr stark aufgefallen ist, waren die vielen Explosionen die es im ersten Band nicht gab obwohl es dafür im ersten,soweit ich mich errinere, etwas blutiger zu ging wobei es auch im zweiten Band zu vielen Kämpfen und Zerstörungsszenen kam. Ebenso sehr postiv fiel mir auf das diesmal auch der Glauben etwas mehr in den Vordergrund gestiegen wie auch die Freundschaft und der Zusammenhalt der in diesem Buch unglaublich wichtig ist,auch immer sehr schön dargestellt wird, als Beispiel der große Kämpf gegen Die Zwölf den die Freunde und die Rebellionsgruppe gemeinsam antreten.

Fazit:
Fantastische Fortsetztung, man verschwindet praktisch in der Handlung und besonders begeistert haben mich wieder die einzigartigen Charakter. Wenn ihr die Passagen -Trilogie noch nicht kennt dann empfehle ich euch auch 'Der Übergang' zu lesen, es lohnt sich wirklich. Ich liebe die Reihe und freue mich schon jetzt auf den letzten Band.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Würdige Fortsetzung, allerdings noch mit Luft nach oben, 23. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman (Gebundene Ausgabe)
"Die Zwölf" von Justin Cronin bildet den zweiten Teil seiner "Der Übergang"-Trilogie. Mit etwa 800 Seiten (etwas kürzer als der Eröffnungsroman "Der Übergang") halten wir ein immernoch sehr stattliches Werk aus dem Genre des postapokalyptischen (Horror-)Thrillers in den Händen. Als Bösewicht in seiner doch als episch anzusehenden Geschichte hat Cronin sich die vampirähnlich "Virals" ausgesucht, welche das Angesicht des Globus gehörig umgekrempelt haben. Nur vereinzelt gelingt es der Menschheit sich mit unterschiedlichsten Methoden gegen die neuen Herrscher der Welt zu behaupten - und damit ist ja eigentlich die Bühne für eine packende Geschichte bereitet. In meiner Rezension werde ich davon ausgehen, dass der Leser bereits den ersten Band der Reihe hinter sich hat - alles andere würde hier schlicht und ergreifend keinen Sinn machen, weil "Die Zwölf" mit seinen Charakteren und seiner Storyentwicklung stark auf den Vorgänger aufbaut. Wer sich den ersten Teil noch geben möchte, sollte wegen Spoilern nun auch aufhören zu lesen ;).

Kurz zum Plot (Kurzfazit wie gewohnt am Ende):

Während sich die Geschichte zum Auftakt der Trilogie hauptsächlich um eine kleine und scheinbar letzte Kolonie der Menschheit dreht, wird "Die Zwölf" globaler: Der Hauptcharakter Peter ist mittlerweile ein Soldat in der neugeschaffenen Republik Texas, die sich mit dem Wiederaufbau der menschlichen Zivilisation und der Rückgewinnung verlorener Gebiete beschäftigt - auch die anderen Überlebenden des ersten Teils haben hier in verschiedenen Aufgabenfeldern Zuflucht gefunden. Allerdings schrecken gleich mehrere Ereignisse die Verantwortlichen in der Republik auf: An der Grenze kommt es zu mysteriösen Überfällen auf Außenposten, und auch in die in's Stocken geratene Jagd auf die "Obervirals" (Die titelgebenden Zwölf) kommt dank Halb-Viral Alicia Donadio wieder Leben.
Währenddessen erhalten wir auch Einblick in das Leben im "Homeland", einer dystopischen Kolonie von Überlebenden, die von einer skrupellosen Oberklasse mit harter Hand regiert wird - und bei der "Rekrutierung" neuer Arbeitskräfte keineswegs zimperlich vorgeht... Klar, dass "Homeland" und die Republik Texas früher oder später aneinander geraten müssen.

"Die Zwölf" hat eigentlich alles, was es für ein episches Abenteuer braucht - Ein gruseliges Setting, mächtige Antagonisten, toughe Helden, Intrigen, Dramen und vieles mehr. Und tatsächlich mcht Cronin vieles sehr richtig: Sein Schreibstil ist flüssig, aber nicht zu aufgesetzt, er versteht es die Geschichte einer relativ stattlichen Anzahl von Charakteren gut zu erzählen, ohne dabei unübersichtlich zu werden und zeitweilig gelingt es ihm tatsächlich, ein bißchen von der vielgelobten "The Stand"-Atmosphäre einzufangen, die ich persönlich auch so sehr schätze. Es ist einfach unheimlich spannend zu sehen, wie sich neue Gesellschaften in er Endzeit erheben und ihre alltäglichen Probleme behandeln. Das Konzept die Menschheit noch einmal neu anfangen zu lassen und dabei mehr oder weniger zu "einen", indem man sie gegen einen unmenschlichen, externen Gegner - die Virals - antreten lässt ist nicht neu - Egal ob Zombies, Außerirdische oder Tiefseekreaturen, die Struktur ist bewährt und funktioniert auch hier. Nicht fehlen dürfen dabei die üblichen Elemente der menschlichen Entzweiung und die Darstellung der "Bestie Mensch", wenn alle sozialen Schranken fallen (Hier: Homeland), die brennende Liebe (Hollis, beispielsweise) oder der verzehrende Gedanke nach Rache. Das alles mixt Cronin routiniert mit einem gehörigen Schuss Action zusammen und heraus kommt tatsächlich ein längeres Buch, über das man sich freuen kann. Gerade in Zeiten der 300-Seiten-Blitz-Romane mag so mancher Lesefreund nach einer ganz neuen Welt, die sich über mittlerweile fast 2000 Seiten erstreckt, die Finger lecken.

Dennoch fand ich selbst als großer Endzeit-Fan an diesem Buch noch einiges zu meckern, was ich für ein komplettes Bild gerne zur Sprache bringen würde: Zum Einen sind da die Charaktere, die zwar durch die hohe Seitenzahl sorgfältig eingeführt werden und einem so auch irgendwo an's Herz wachsen - die aber oft ein wirklich brutaler Griff in das Klischee-Regal der modernen Literatur sind. Ein "erfahrener" Leser wird jeden Archetypus (z.B. Cooles Killerweibchen Alicia oder skrupellos unmenschlicher Horace Guilder) so schon einmal irgendwo gelesen haben, was die Charaktere ein Stück weit unauthentischer und vorhersehbarer macht. Auch die Geschichte kommt zueilen ein bißchen "Hollywoodhaft" daher und konnte mich trotz hoher atmosphärischer Dichte selten überraschen. Zeitweise kommt "Die Zwölf" ein bißchen rüber, wie man sich einen Film von Michael Bay vorstellt: Explosionen, Blut, Action zum Selbstzweck.
Weiterhin - und das ist mehr oder weniger Geschmackssache - konnte ich mich mit den übernatürlichen Elementen in "Die Zwölf" ebensowenig wie im Vorgänger nicht wirklich anfreunden. Der latent spirituelle Ansatz, zusammen mit einigen "Deus Ex Machina"-Elementen zerstört für mich persönlich irgendwo das realistische Grauen der Dystopie. Was bei Stephen Kings "The Stand" eigentlich eher ein ergänzendes Element war, wird hier doch bei Alicia oder Amy beispielsweise zum zentralen Punkt - stellenweise hat das Buch ein bißchen was von einer Superheldenerzählung.
Meines Erachtens hätte Cronin die Charaktere etwas "menschlicher" gestalten können und dafür die zerstörte Welt mehr in den Vordergrund rücken können. Alles wird mal gestreift, aber nichts dystopisches wirklich bis zum Ende elaboriert - so bleiben auch die meisten der Zwölf seltsam farblose Statisten, nachdem doch zuvor löblicherweise um "Babcock" eine so interessante Geschichte gespinnt wurde?

Ich komme damit auch schon zum

FAZIT:

"Die Zwölf" ist ein gutes Buch, willkommene Nahrung für alle hungrigen Endzeit/Horrorthriller-Fans und jedem, der ein Abenteuer in einer epischen Erzählung schätzt. Jeder, der mit "Der Übergang" etwas anfangen konnte, kann hier getrost zugreifen und wird die Geschichte würdig weitergesponnen vorfinden. Dabei bleibt Cronin größtenteils seinem Stil aus dem ersten Band treu, man bekommt eine spannende, dichte Atmosphäre mit einem Schuss Action, Liebe und Horror, dafür wenig erzählerische Überraschungen. Unter dem Strich hat das Setting in meinen Augen mehr Potential, deswegen möchte ich für "Die Zwölf" keine volle Punktezahl geben, sondern immernoch sehr solide 4/5 Sternen. Auf den dritten und letzten Teil der Trilogie freue ich mich jedenfalls und werde ihn mir auch sicher kurz nach der Veröffentlichung zu Gemüte führen :).
Also: Wer mit dem Genre was anfangen kann und/oder den ersten Teil mochte kann beruhigt zugreifen!
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5.0 von 5 Sternen Spannend!, 6. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Nachfolge-Roman der Passage-Trilogie ist ebenso spannend wie der Erste und fesselt den Leser von Anfang bis Ende. Ich kann die Veröffentlichung des letzten Teils kaum abwarten.
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4.0 von 5 Sternen Fast so gut wie der erste Teil, 15. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dem erstenTeil `Der Übergang` ein echtes Muss diesen Teil zu lesen. Für mich schwieriger reinzukommen wie im ersten Buch aber nach und nach wird es besser und man kann es nicht mehr aus der Hand legen. Freue mich schon auf Teil Drei. Leider erst nächstes Jahr.
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5.0 von 5 Sternen Super, 12. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman (Gebundene Ausgabe)
Endlich habe ich sie, die Fortführung eines meiner absoluten Lieblingsbücher - ich liebe solche Endzeit-Geschichten und "Der Übergang" war einfach super und ich hoffe die Fortsetzung wird es auch sein!!!!!
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5.0 von 5 Sternen Noch ein starkes Buch, 9. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung, als ich "der Übergang" zu Ende gelesen hatte. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttaüscht. Justin Cronin hat es wieder geschafft mich in die Geschichte mit hinein zu nehmen. Auch wenn die Zeitsprünge manchmal abrupt erscheien, schafft Cronin es immer die Handlungsstränge geschickt zu verweben und mich als Leser "im Film" zu behalten. Mein Fazit: Lesen!! (Allerding sollte man den Übergang kennen)
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Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman
Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman von Justin Cronin (Gebundene Ausgabe - 14. Januar 2013)
EUR 22,99
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