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Kundenrezensionen

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am 5. September 2013
In der BRIGITTE (ja, ab und zu blättere ich darin rum) habe ich von der Legende der Entstehung der Passagen-Trilogie gelesen. Justin Cronins Tochter fragte ihren Vater, warum er denn nicht eine Geschichte über ein Mädchen schreibt, dass die Welt rettet. Dann setzte er sich an den Schreibtisch und begann die Passagen-Trilogie zu schreiben. Der erste Band, DER ÜBERGANG (THE PASSAGE) wurde ein Riesenerfolg, die Filmrechte gingen schon lange vor Erscheinen für weit über eine Million Dollar an 20th Century Fox und Ridley Scott ist als Regisseur für die Verfilmung im Gespräch. Sogar in Deutschland gab es eine gebundene Ausgabe bei einem großen Verlag (Goldmann/Random House), was in diesem Genre eigentlich sonst nur Stephen King und Dean Koontz vorbehalten ist.

Im ersten Band wird auf über 1000 Seiten die Geschichte vom Untergang der Zivilisation erzählt, der durch einen Virus ausgelöst wird, der die Infizierten in vampirähnliche Wesen verwandelt und von dem Erstinfizierten (Zero) und den direkt von ihm infizierten (Die Zwölf) verbreitet wird. 93 Jahre später ist es Amy Harper Bellafonte, die auch irgendwie mit dem ominösen Virus infiziert ist, die zusammen mit einigen menschlichen Mitstreitern versucht, die bestehende Ordnung und die Macht von Zero und den Zwölf zu brechen. Das ist natürlich grob verkürzt und wird dem Inhalt von DER ÜBERGANG in keinster Weise gerecht, aber hier geht es ja auch um den zweiten Teil:

DIE ZWÖLF (THE TWELVE) kann man grob in drei verschiedene Zeitebenen unterteilen. Der Großteil des ersten Drittel des Buches spielt in der Zeit des Ausbruchs des Virus. Die Geschichte vom Direktor der Behörde (Horace Guilder), die verantwortlich für das Projekt Noah ist, das den Ausbruch hervorgerufen hat, und einiger der ersten Infizierten (u.a. Lawrence Grey) wird erzählt. Außerdem wird der verzweifelte Kampf der Menschen, die sich sowohl vor den Virals (wie die Infizierten genannt werden) als auch vor dem Militär schützen müssen, in Einzelschicksalen beschrieben. Danach wird kurz auf die Vorgeschichte von General Vorhees, den man aus DER ÜBERGANG kennt, und einen Virals-Angriff, der später im Buch noch von Bedeutung gewinnt, eingegangen. Die letzten zwei Drittel des über 800 Seiten starken Romans spielen fünf Jahre nach den Hauptgeschehnissen des ersten Bandes der Trilogie. Ohne zu viel vom Inhalt zu verraten, sei gesagt, dass dort die Geschichte der meisten Pro- und Antagonisten aus dem ersten Band weitererzählt und natürlich auch die im ersten Drittel des Buches angefangenen Erzählstränge weitergeführt werden. Das Ende des Romans bietet für ein Trilogie-Mittelstück eine recht erfreuliche Auflösung. Trotzdem bleiben noch genug offene Fragen, die die Spannung auf den dritten Teil (THE CITY OF MIRRORS, voraussichtlicher US-Erscheinungstermin 2014) hoch halten.

Endzeit-Trilogien scheinen gerade in Mode zu sein. In dem von mir zuvor besprochenen zweiten Band der Newsflesh-Trilogie von Mira Grant oder in Z. A. Rechts Toten-Trilogie (vielleicht durch seinen frühen Tod nur ein Dreiteiler?) sind es durch einen Virus infizierte Zombies, die das Ende der Welt, wie wir sie kennen, hervorrufen; in Cronins Trilogie sind es Vampire (mehr oder weniger). Aber ein Trend ist schon zu erkennen. Der erste, leicht erkennbare, Unterschied zu den von mir erwähnten Zombie-Mehrteilern ist schon einmal der Umfang. Die beiden bisher erschienenen Bände sind ca. 1000 Seiten stark. Da kann sich Autor schon einmal austoben. Darum bietet auch DIE ZWÖLF einige Handlungsstränge, denen allen zu folgen, erstens nicht immer einfach ist, und zweitens sind auch nicht alle gleich interessant bzw. spannend. Darum haben mich einige Kapitel, die vielleicht wichtig für den Fortgang der Handlung waren, eher gelangweilt. Das hätte man entweder kürzer oder spannender machen können. Aber wahrscheinlich bleibt das bei einem Roman dieser Länge, der auch noch als Mittelteil eines noch längeren Gesamtwerks ausgelegt ist, gar nicht aus.

Aber was ich hier betreibe ist Meckern auf hohem Niveau. (Und damit meine ich ganz bestimmt nicht mein Meckern.) Über die Länge des Romans schafft es Cronin immer wieder Spannung aufzubauen. Schon der Prolog, in dem ein weit in der Zukunft spielendes Werk biblischen Charakters „zitiert“ wird, macht durch seine Anspielungen neugierig auf das , was da noch kommen mag und gibt im Endeffekt auch Hoffnung auf ein heilbringendes Ende der Trilogie. Diese Spannung wird den ganzen Roman über, mal mehr und mal weniger gehalten, so dass man gerne bis zum Ende dabei bleibt und mit den durch die Bank sympathischen Hauptfiguren mitfiebert.

Zum ganz großen Wurf fehlt in meinen Augen nicht viel. Durch die vielen Protagonisten verliert sich zwar manchmal die Struktur des Ganzen. Aber trotzdem werden die allermeisten Handlungsstränge zum Ende hin aufgelöst und das, obwohl noch ein dritter Band folgen wird. Cronin hat es geschafft, mich über so viele Seiten interessiert bei der Stange zu halten, mir einen befriedigenden Abschluss zu bieten und dabei trotzdem noch so viele mögliche Enden offen gelassen hat, dass ich den dritten Band der Trilogie kaum erwarten kann.

Fazit: Mittelstück einer groß angelegten Vampir-Dystopie-Trilogie. Freunde des Genres bekommen das, was sie erwarten. Es ist nicht die Neuerfindung des Rads, aber sehr, sehr gute Genre-Kost. Jeder, der sich denkt, warum schreibt Stephen King nicht mal wieder einen 1-A-Horror-Roman, sollte zu dieser Trilogie greifen. Zwar hat Cronin (noch) nicht die erzählerischen Qualitäten, die King gerade in letzter Zeit (zwar nicht unbedingt im Genre) wieder zeigt, aber er kommt dem schon ziemlich nahe. Nehmt euch die Zeit, lest erst den ersten Band (DER ÜBERGANG) und dann DIE ZWÖLF. So viel in dieser Qualität ist in letzter Zeit im Horror-Genre nicht erschienen.

Die Originalrezension befindet sich auf meinem Blog (siehe Profilname)
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am 10. Januar 2013
Schon zu Beginn löst Justin Cronin den Wiedereinstieg für Leser des „Übergangs“ und den Neueinstieg für Leser, die den Vorgänger nicht gelesen haben sollten, kreativ und gut. In Form einer „heiligen Schrift“ fasst Cronin die Ereignisse, die Amerika „heimgesucht“ haben und zum (fast) Aussterben der menschlichen Rasse dort geführt, zusammen. Ebenso zeigt er auf, was es mit den „Zwölf“ auf sich hat und in welcher Rolle die (ebenso fast) unsterbliche Amy mit ihren, im Vorläuferband neu gewonnenen, Freunden aus der "Kolonie" zu all dem steht.

„Virale“ nennt Cronin seine ganz eigene „Vampirart“, welche durch militärische Experimente an den zwölf „Urvätern“ nunmehr vor knapp 100 Jahren die fast absolute Herrschaft über Amerika gewonnen haben. In der Entwicklung zurückgeworfen kämpfen die wenigen menschlichen Enklaven um ihr Überleben und den Wiederaufbau in kleineren Gemeinschaften.

Doch Großes, Gefahrvolles, Mächtiges steht an, eine Wandlung in der Welt der Virale. Vorbereitet durch ganz besondere Helfer, die ebenfalls am unsterblichen Blut eines Virals partizipieren und eine neue Stadt erbaut haben, in der gewöhnliche Menschen in Lagerhaft und nur zu Arbeitszwecken (und hier und da als „Futter“) gehalten werden.

Doch einige der Freunde aus der Kolonie haben überlebt, eine sogar in dieser neuen Stadt. Schritt für Schritt finden sich die alten Weggefährten wieder zusammen und machen sich unter Gefahren durch zerstörte Natur und wildernde Virale auf, den Zwölfen, die nur noch Elf sind, die Stirn zu bieten.

Intensiv erzählt Cronin von dieser Queste und fast spielerisch gelingt es ihm, die endzeitliche Atmosphäre und die fast Aussichtslosigkeit des Kampfes gegen den völligen Untergang an den wenigen, kleinen Stellen der Hoffnung umso deutlicher und bedrohlicher zu spiegeln. Brutal ist der Kampf, blutströmend die Begegnungen mit Viralen, traumatisch für jene, die Überleben und ihre Toten zu beklagen haben, aber sich auch verzweifelt fragen, was mit den Verschwundenen geschehen ist.

Ereignisse, in denen einige der Protagonisten sich in eine Richtung entwickeln werden (gerade Amy betrifft das), die lange Zeit völlig unvorhersehbar im Raume mitschwingt. So auch bei Alicia, erst Kind, dann Frau, dann auch Viral oder doch beides zugleich? Was wird am Ende ihrer inneren Veränderung stehen?

Sowohl was die bildliche Beschreibung des untergegangenen Amerikas angeht, als auch, was konkrete Kampfsequenzen oder die Entwicklungen der Beziehungen der Protagonisten beider Seiten untereinander angeht, versteht es Cronin, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und ihn über das gesamte Buch hin nicht wieder auszulassen.

Mit Anklängen an Kings "The last Stand", was die Dezimierung der Menschen in einer apokalyptischen Welt durch militärisches Forschen ausgelöst angeht, an Tolkien, was die Gefährten und ihre gefahrvolle Reise zur neuen Stadt, dem Zentrum des Bösen angeht, mit Anklängen an Grundvampireigenarten, die doch ganz anders im Buch umgesetzt werden, lässt Cronin viel an Genretradition mit einfließen und komponiert doch eine ganz eigene Welt in seinem ganz eigenen Stil und Ausdruck.

Immer wieder gelingt es ihm zudem, offene Fragen an den Horizont zu malen, die den Leser begleitend beschäftigen. So allein schon der Versuch Michaels, auf einem Segelboot den Horizont zu erreichen. Denn es geht das Gerücht, dass der Rest der Welt auch 100 Jahre nach Auftreten der Virals noch existiert und nur Amerika durch Minen und Sperrgürtel quasi unter Quarantäne abgetrennt wurde.

Doch bevor zu solchen Ufern aufgebrochen werden könnte, stehen noch harte Aufgaben des Kampfes im tiefsten Winter an. Mit, für alle Beteiligten, höchst ungewissen Ausgang. Vor allem, wenn man sich an Cronins Eigenart aus „der Übergang“ erinnert, auch Sympathieträger hier und da nicht zu verschonen.

Allezeit durchdacht, spannend, mitreißend und emotional dicht zeigt Cronin in seiner epischen Trilogie auch im zweiten Band keine Schwächen. Eine hoch empfehlenswerte Lektüre für alle Liebhaber des Genres.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Mai 2016
Nach dem ich den "Übergang" gelesen hatte, habe ich mir von diesem Buch viel erwartet. Aber so kann man sich täuschen. Dass Menschen von einem Virus vergiftet zu menschenfressenden Zombies werden, das ist ja nicht neu. Also fettet Cronin den Plot durch möglichst viele Grauslichkeiten auf. Das macht das Buch aber nur grauslich und wenn man sich vom ersten Schock erholt hat wird es extrem langweilig.
Das überall im Dunklen die Zombies hausen, ja, das weiß man und deswegen gibt es Schutzhütten, in die man vor Einbruch der Dunkelheit flüchtet. Leider hausen die Zombies inzwischen auch dort. Höhlen lieben sie natürlich auch und warum in aller Welt sich Menschen in diese Höhlen begeben um Zombies zu jagen, das verstehe wer will... So geht es von einer Lokalität zur nächsten und immer gewinnen die Zombies. Das Ende kann ich Ihnen nicht verraten, denn ich habs nicht erlebt (Wahrscheinlich haben mich die Zombies vorher gefressen)
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am 2. Juli 2015
Das wichtigste vorweg: Das Buch ist einfach zu lang; es passiert zu wenig
Relevantes, und selbst Relevantes wird öfters grundlos in die Länge gestreckt.

Das Buch selber lässt sich grob in folgende Abschnitte unterteilen:

- 50% , die in einer Zeit kurz nach V spielen:
Hier werden irgendwelchen Einzelgeschichten /schicksale oder Gruppenerlebnisse
beschrieben, von denen man nicht den Hauch einer Ahnung hat, ob sie für das spätere Buch
relevant werden. Da man nicht wirklich jedes Detail aufnehmen kann, ist die Chance
hoch, daß man die entscheidenen Schlüsselelemente verpasst, weil man sich den Kopf
mit zu viel Belanglosem zugesetzt hat.

- 25% circa ein Jahrhundert nach V, in dem der Autor wohl die wichtigten Handlungsträger identifiziert,
und sie auf verschlungenden Pfaden zu einer gemeinsamen Mission zusammenbringt

- 25% "das Lager", das Zusammentreffen der Handlungsträger, der große Showdown, und Epilog.

"Die Zwölf" - die eigentlich nur elf , dann später auch nur zehn sind, aber dann immer noch "die Zwölf" genannt werden -
spielen übrigens überhaupt keine Rolle - sie sind nur Statisten, die ein wenig in den
Köpfen der Protagonisten und Antagonisten herumraunen, und im großen Showdown halt
einfach vor Ort sind. Die Herrscher der Welt bilden nur ein bißchen Bühnenkullisse.

Wer also etwas über die Beweggründe, die Dienerschaft, die Gedanken oder die Strategie
dieser mächtigsten Wesen erwartet wird enttäuscht zurückgelassen.

Die für das Vorgängerbuch wohl so wichtige Amy ist ein Kapitel für sich:
- was will ein nicht-alterndes Mädchen auf der Schwelle zur Frau darstellen ,die als Messias und
Retter der Welt herhalten soll ?

Sie bleibt sie ein Wesen voll ätherischer Weisheit im Körper eines Kindes bzw. einer Frau.
Um ihren Nimbus nicht zu gefährden bleibt außer sanft sein, in Rätseln sprechen, und sich-selber-nicht-verstehen
nicht viel für sie übrig.

Ein generelles Problem des Buches ist auch, daß die (wichtigen) Charaktere entweder zu extrem,
oder aber beliebig farblos sind.

Sorry, dieses Buch hat einfach zu wenig echten Inhalt, einige Logiklöcher,
und zu viel esoterisch/religiös verbrämter Blödsinn um als Monumentalwerk ernstgenommen
werden zu können.
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am 6. Juni 2016
Die Menschheit ist fast dem Untergang geweiht, denn die Virals haben einen unbändigen Appetit und töten sie, wo sie ihrer habhaft werden. Dass sie selbst einst Menschen waren, wissen sie nicht mehr, sie werden nur durch ihre Instinkte gesteuert. Ihr Ursprung liegt in einem Experiment der Regierung, die einst zwölf Schwerverbrecher mit einem Virus infizierte, das fatale Folgen hatte. Doch ein kleines Mädchen, Amy, das ebenfalls infiziert wurde, überlebte und war seitdem die letzte Hoffnung der Menschheit. Fast 100 Jahre ist es her, dass Amy infiziert wurde und dennoch hat sie sich körperlich in den vielen Jahren kaum verändert. Mittlerweile hat sie die äußere Erscheinung eines Teenagers, doch in ihr steckt so viel mehr, denn nur sie vermag es, die Virals zu stoppen. Doch etwas verändert sich in ihr, sie wird immer schwächer.

Seinerzeit wurde auch Lawrence Grey infiziert. Er selbst erwachte in einem Hotelzimmer, wusste nicht, wie er dorthin gekommen ist und dennoch wusste er, es hat sich was verändert. Er war jünger, stärker und nicht mehr krank. Ein neues Leben lag vor ihm. Sein Schicksal sollte sich allerdings besiegeln, als er in einem Baumarkt auf Lila Kyle traf. Die Frau, augenscheinlich schwanger, erweckte einen Beschützerinstinkt in ihm, der es ihm unmöglich machte, sie sich selbst zu überlassen, auch wenn vom Beginn ihrer ersten Begegnung an klar war, dass sie psychische Probleme hat. Was er zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt - einst war Lila Kyle mit Brad Wolgast verheiratet, der eine entscheidende Rolle bei dem damaligen Experiment spielte.

Horace Guilder hingegen bildet sich ein, Macht über die Virals zu haben. Auf einem Stützpunkt hält er sie gefangen, doch nicht nur sie. Auch Menschen werden dorthin verschleppt und zur Arbeit versklavt, wer aufmuckt oder sich wehrt, wird Viral-Futter. Seine Macht festigt er mithilfe von Blut eines der Zwölf, denn dieses vermag ihm und seinen Männer mehr Fähigkeiten zu geben, als einem normalen Menschen und dennoch, dank einiger Aufarbeitungsprozesse, verhindert die Blutgabe die Verwandlung in einen Viral. Doch eine neue Gefangene in seinem Lager könnte seinen Untergang bedeuteten, denn eines fürchtet er noch nicht: die Rache einer Frau!

Der 2. Band der Passage-Trilogie! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitete, führte allerdings, auf Grund teilweise verschieden vorhandener Zeitachsen, doch zu einigen Verwirrungen meinerseits. Ich hatte auf einen chronologischen Plot gehofft, doch hier kamen mit unter Zeitsprünge vor, die mehrere Jahrzehnte umfassten, was ich nicht ganz so einfach zu händeln fand. Auch muss ich gestehen, dass ich zu Beginn des Buches einige Nöte hatte, mich in das Buch einzufinden, aber mit der Zeit gelang es mir. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Erstaunt war ich, dass ich die Figuren, die bereits in Band 1 eine entscheidende Rolle gespielt hatten, sofort wiedererkannte und von bestimmten Reifungen der Persönlichkeiten war ich wirklich fasziniert. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, jedoch gerade zu Beginn des Buches teils etwas langatmig. Nichtsdestotrotz habe ich nicht aufgegeben und wurde mit einer spannenden und überaus faszinierenden Story belohnt und ich freue mich bereits jetzt auf den abschließenden Band der Trilogie, der im Oktober 2016 endlich erscheint.
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am 17. Januar 2016
Ich weiss natürlich nicht, ob mir das Buch besser gefallen hätte, wenn ich es vor "Der Übergang" gelesen hätte. Aber so waren meine Erwartungen wohl zu hoch. Da Band 1 aber so spannend war, musste ich einfach weitermachen. Schlecht war es auch nicht, aber das innovative Element vermisst man hier deutlich. Es wurden nur die bereits bekannten Sachen weitergesponnen. Im Prinzip geht es um das Überleben der Menschheit, jedenfalls um den Rest, der noch übrig ist. Dazu kommen noch die Rückblenden ganz an den Anfang der Katastrophe, also an die Zeit, in der das "medizinische Experiment" gescheitert war. Das hilft natürlich, sich ein Gesamtbild zu machen.

Schade fand ich, dass der rote Faden fehlt. Es sind spannende Passagen dabei und es werden - wie soll ich sagen - zeitlich begrenzte Abenteuer beschrieben, die unsere Helden überstehen müssen, aber das klare Ziel hat mir persönlich gefehlt. Das Buch kommt einem ein bisschen wie ein Lückenbüsser zwischen Band 1 und 3 vor (wobei zu Band 3 kann ich noch nichts sagen). Hier jedenfalls kämpfen Gut gegen Böse gegeneinander, was einem irgendwie bekannt vorkommt. Das Ganze könnte auch in der Zeit des 30jährigen Krieges in Europa spielen oder im Wilden Westen des 19. Jhd. Teilweise spannend, teilweise langatmig, aber eben nichts Neues.

Fazit: Band 1 ("Der Übergang") sollte man unbedingt lesen, wenn man Spass an Fantasy-Geschichten hat. Den Band 2 ("Die Zwölf") halte ich nicht für notwendig, aber wenn man zum Beispiel während der Ferien genügend Zeit hat, dann ist es vielleicht als Zeitvertreib ok. Aber es gibt besseres.
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am 24. Juni 2016
***********SPOILERWARNUNG*********
Toll, wie es Cronin schafft, die liebgewonnenen Charaktere miteinander zu verknüpfen! Alicia, die coole Sau ist ja, neben der Familie Hollis, mein Darling, aber es kommt auch endlich Licht in "Die Zeit Davor". Wolgast, der Gute, und seine Frau, Grey, Carter und... Amy bringen den Leser schnell wieder auf Linie, falls seit dem Lesen von Band eins etwas Zeit vergangen ist und zwingen praktisch zum Weiterlesen. Peter, obwohl Hauptfigur und Michael, bleiben etwas blass, aber ich war bei keiner Stelle gelangweilt und das, obwohl ich beide Bände hintereinander verschlungen habe. Cronins Stil, vor allem die Gedankenwelt der Virals, ist faszinierend. Die amerikanische Menschheit nach der Apokalypse und die grandiose Darstellung des Zerfalls der Infrastruktur und der Städte sind wunderbar anschaulich zu beobachten. Mein frommer Wunsch für Teil 3: was tat die restliche Welt in diesen knapp hundert Jahren und vor allem: Zero, du letzter Drecksack, wird Alicia dich kriegen? Hoffentlich kommt bald der Oktober :-)
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am 12. Januar 2013
Wer ein Buch wie den ersten Teil der Trilogie erwartet hätte, wird verwundert sein. "Die Zwölf" ist ganz anders. Doch es sind keineswegs Enttäuschungen, die den Leser erwarten. Der zweite Band schafft das, was einige vielleicht nicht erwartet hätten: Er ist sogar noch besser, als "der Übergang".

Anstatt den Protagonisten des ersten Bandes bei ihrer Jagd auf die "Zwölf" zu folgen, die Usprung und Urgrund der Virusepidemie sind, springt die Geschichte für eine lange Zeit wieder an den Anfang zurück. Was war eigentlich zwischen dem Ausbruch der Infektion und der Zeit "100 Jahre danach"? Was macht eigentlich eine Gesellschaft, in der plötzlich alle Maßstäbe von richtig und falsch zusammenbrechen, weil der Nachbar von heute auf morgen zum babyfressenden Monstrum mutiert? Warum haben einige überlebt und wie sind all die anderen gestorben?

Was im ersten Band übersprungen wurde, begegnet nun jetzt mit intensiver und düsterer Genauigkeit. "Der Übergang" ließ den Leser über die schrecklichen Details im Unklaren und das war angenehm. Nun aber muss man sich der konkreten Vernichtung der Menschheit stellen. Und das bedeutet auch, sich dem Wahnsinn zu stellen, den die Angst und Verzweifelung bei den meisten auslöst. Sich damit auseinanderzusetzen, dass das Militär Bomben auf die eigenen Leute fallen lässt. Dass Menschen im Krankenhaus verhungern, weil sie keiner mehr pflegen will. Dass Kinder verspeist und Menschen zerfetzt werden.

Auch hier ist die Gewalt nicht ausgeschrieben, aber sie kommt näher. Was bisher noch irgendwo im Hinterkopf zwar präsent, aber nicht formuliert wurde, erscheint nun schon direkt vor den Augen. Schon alleine deshalb ist dieses Buch eine ganze Stufe stärker und eindrücklicher, als das erste. Und vor allem vermittelt es eine Botschaft ganz ausdrücklich: Die Bestien sind nicht nur diejenigen, die sich verwandeln...

In einigen Teilen des Buches springt die Geschichte wieder in die Zeit von Amy, Peter, Alicia und den anderen. Es hat sich herausgestellt, dass die Kolonie sehr wohl nicht die letzte menschliche Niederlassung im ehemaligen Amerika war. Und es hat sich auch herausgestellt, dass Menschen nicht unweigerlich auf der gleichen Seite stehen müssen. Manche scheinen zu kooperieren, um damit ihr eigenes Leben retten zu können. Manche sind sogar bereit, den "Zwölf" alles zu geben, nur um ewig leben zu können. Das muss nun verhindert werden.

Auch diesmal schrieb Cronin ein langes Buch, durch das es sich durchzukämpfen gilt. Immer wieder bricht er an interessanter Stelle ab, lässt Dinge offen stehen, zwingt den Leser hundert Seiten zu warten. Doch das macht es gerade so spannend und damit ist es kein gelangweilter Kampf, sondern einer mit der eigenen Neugierde. Viel zu oft möchte man gerne schon springen, nur um diesen einzelnen Strang weiter verfolgen zu können. In dieser Hinsicht ist der Autor wirklich ein Künstler.

Schwierig wird es in der innerlichen Struktur der Geschichte. Gerade die verschiedenartigen Auswirkungen des Virus` auf die Menschen wirken teilweise konstruiert. Wie in anderen Rezensionen schon angesprochen, scheint hier immer genau das zu geschehen, was gerade in die Situation hineinpasst. Warum werden nicht alle zu Virals? Warum gibt es jemanden wie Amy, der nicht zu altern scheint? Aber so wie der zweite Teil vermeintliche Lücken des ersten geschlossen hat, schafft es vielleicht auch der dritte in einigen Jahren, hier noch mal ganz überraschend logische Verbindungen aufzuzeigen, die bisher verborgen bleiben? Es wäre diesem grandiosen Werk zuzutrauen.
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am 15. Februar 2013
Justin Cronin hat bereits mit seinem ersten Teil der Trilogie "Der Übergang" etwas gewagt, was in vielen anderen postapokalyptischen Geschichten fehlt. Er hat in seinem Weltuntergangsszenario eben dieser Welt den nötigen Platz gelassen um geordnet ungeordnet untergehen zu können. Dabei spiele ich nicht auf die Seitenanzahl an, sondern vielmehr auf die Jahre, welche Cronin in seinem Werk vergehen lässt.
Mittlerweile befinden wir uns etwa um die erste Jahrhundertwende nach dem großen Ereignis und es wird erkennbar, dass der, von Virals leergefressene, amerikanische Kontinent nicht so leer ist, wie er noch im ersten Band erschien. In Relation zur ursprünglichen Bevölkerungszahl der USA sind es zwar nur wenige Überlebende, aber im Großen und Ganzen doch genügend um verschiedene teils autarke, teils zusammengeschlossene Herrschaftsgebiete auf den Trümmern der ehemaligen Vereinigten Staaten errichten zu können. Das ganze wirkt nicht einmal unglaubwürdig, und ich finde das ist ein großer Pluspunkt der gesamten Geschichte.
Ärgerlich sind die ersten 300 Seiten dieses Buches, welche mich tatsächlich kurz zu den drei Sternen schwanken ließen. Viele Informationen, dieser Schicksalsgeschichten aus der Zeit des Ausbruches werden völlig gegenstandslos, wenn die Geschichte nach diesem ersten Drittel des Buches wieder in die Gegenwart (ca. 100 nach Ausbruch) wandert. Das wirkt wie ein Päckchen mit kleinem Inhalt und zuviel Füllmaterial...
Auch die Funktion der Protagonisten des ersten Bandes, welche man auf ihrer 1000seitigen Reise mehr oder weniger ins Herz geschlossen hat, ist nicht zufriedenstellend. Da ist insbesondere Michael zu nennen, der in diesem 2. Teil völlig wesensverändert daherkommt. Aber auch die anderen (noch lebenden) Charaktere aus Teil 1, ausgenommen Alicia, welche aufgrund ihres "Zwitterdaseins" außen vor ist, können sich nur schwer aus den herrschenden Strukturen lösen. Der Freiheitsdrang ist, von Anfang an, einer gewissen Hörigkeit gewichen, und das ist sehr schade, da bremsend. Außerdem ist es schade, die wie bereits erwähnt "liebgewonnenen" Charaktere im Hamsterrad der Herrschenden umherhetzen zu sehen...

Cronin ist dabei mit dieser Trilogie ein gigantisches, umfassendes, facettenreiches Werk zu schaffen. Doch dieses Monster scheint vom Autor kaum zu bändigen zu sein. Zuviele Informationen, zuviel Drumherum scheinen dem Autor selbst ein bisschen schwindelig gemacht zu haben, so dass es häufig dazu kommt, dass die Geschichte schwammig und fahrig wirkt. Manches erschließt sich gar nicht... Da war "Der Übergang" wesentlich besser strukturiert, was vielleicht daran liegen mag, dass das Sichtfeld, der Kosmos in dem sich die Personen bewegten, wesentlich begrenzter war als in "Die Zwölf". Hier finden wir eine postapokalyptische, aber keineswegs eine leere Welt vor, und das zu zeichnen scheint den Autor an den Rand seiner Möglichkeiten zu bringen.
Trotzdem: Ein gutes Buch, ja, im Vergleich zu anderen postapokalyptischen Werken jüngster Zeit ein sehr gutes Buch.
Glatte 4 Sterne.
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am 2. April 2015
Ich bin nicht sehr gut in Rezessionen über Bücher zu schreiben und komplette zusammenfassungen darzulegen aber ich kann auf jeden sagen das mir beide : Der übergang und Die Zwölf so gut gefallen haben das ich diese nicht aus der Hand legen konnte und ich es kaum abwarten kann bis die Dritte Tripologie endlich raus kommt !
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