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84 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Viel Geschwafel,
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
Diese Buch habe ich geliehen bekommen, also zum Glück kein Geld dafür ausgegeben.Nach dem Lesen des Inhaltsverzeichnisses und des Vorwortes war ich zunächst restlos begeistert. Die in den Kapitelüberschriften aufgeworfenen Fragen waren super-spannend, und die Vorgeschichte des Autors verhiessen Leidenschaft für die Philosophie und eine unkonventionelle Herangehensweise. Leider hielt der Rest des Buches nicht im geringsten, was der Anfang versprach. Zu jeder Fragestellung wird erst mal langatmig eine Kurzbiografie eines (oder mehrerer) Philosophen dargeboten - ein Verfahren, mit dem auch andere Autoren ihre Leserschaft zu Tode gelangweilt haben. Dann versucht der Autor auch noch, die aufgeworfenen Fragen abschliessend zu beantworten, und verliert sich dabei jedes mal in einem "sowohl", "als auch" und "es könnte aber noch anders sein". Bezeichnenderweise kann ich mich bereits jetzt, nachdem ich das Buch gerade ausgelesen habe (innerhalb von 2 Wochen), bei keiner einzigen Kapitelüberschrift an den Inhalt des zugehörigen Kapitels erinnern. Es gibt keine klare oder gar provokante Aussage, keine stichhaltige Begründung, keine Fragestellung ist so präsentiert, dass sie den Leser zu Weiterdenken anregt. Das Buch macht einen zu gross angelegten Rundumschlag, und endet in einem Haufen Informationskonfetti, das den Leser letztlich nicht weiter bringt. Von der grossen Masse anderer Einführungen in die Philosophie unterscheidet es sich lediglich dadurch, dass es ausnahmsweise nicht chronologisch vorgeht, sondern statt dessen entlang der 3 grossen Fragen Kants gegliedert ist (was kann ich wissen - was soll ich tun - was darf ich hoffen). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
47 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Das Raunen des Philosophen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
Auch von der vielgelobten Ironie, dem Sprachzauber und einem wohlpointierten Witz, die auf dem Cover versprochen werden, findet sich wenig. Prechts Buch ist nüchtern geschrieben, ganz der neuen Sachlichkeit anvertraut, die Kurzweil der Sätze belegt dies nachdrücklich. Es ist, was es ist ' ein Medienbuch über Philosophie, das es mit Sofies Welt auch schon gegeben hat, das die Menge jener halbgestrickten Intellektuellen befrieden mag, die gern über Philosophie plaudern, weil es en vogue ist. Was ihm zugute kommt, im Gegensatz zu vielen weitaus gelungeneren Einführungen in die Philosophie, ist der mediale Zauber, der darum veranstaltet wird. Unterstützt wird dies auch von einem neuen Publikum, das sich mit immer weniger Wissen zufrieden geben will oder muß und einfach nur rezipieren will. Mit dieser Art von Philosophie läßt es sich bequem leben.Diesen Trend unterstreicht auch Elke Heidenreich, die sich dazu hinreißt, zu schreiben: 'Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Glück schon getan' ' von Johannes B. Kerner einmal ganz zu schweigen. Kurzum, das Dilemma bleibt: Wie schreibt man über Philosophie, so daß es anspruchsvoll bleibt und dennoch verständlich ist! Eine gelungene Synthese zwischen akademischer Gelehrsamkeit und einem guten essayistischen Stil wäre auch für Precht hilfreicher. Vielleicht, so kann man nur mutmaßen, ist der anspruchsvolle Umgang mit der Philosophie, das wortgewandte Schreiben doch etwas, was mit einer neuen Generationenlage zu tun hat, die an den Stil früherer Publizisten nicht mehr herankommt. Rüdiger Safranski und Odo Marquard liegen mit ihren philosophischen Büchern und gelehrten Essays Precht um Längen voraus. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
59 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Ärgerliche Zeitverschwendung,
Von saibach (gossengrün) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
Das Buch ist eine verknüpfte Artikelsammlung wissenschaftsjournalistischer Beiträge. Deshalb sollte es der Buchhandel bei den Zeitschriften unter der Rubrik einsortieren:"Was geo und pm wegen schlechter Recherche und sachlichen Fehlern abgelehnt haben." Da die einzelnen Stücke recht kurz geraten sind, lässt sich das recht flüssig weglesen.Nur exemplarisch: Pauschalurteile über grosse, teilweise in der Entwicklung ihrer Gedankenwelten sicherlich heterogene und auch widersprüchliche Denker wie Wittgenstein, Freud oder Nietzsche werden jeweils mit einem einzelnen herausgestellten Aspekt ihres Werkes gefällt. Der Verdacht liegt nahe, dass der Autor vieles davon nicht selbst gelesen oder verstanden hat. Einigermassen ausführlich werden Boulevardthemen zu den behandelten Personen wie sexuelle Präferenzen und dergleichen behandelt. Hier zeigt sich der Autor voll auf der Höhe und das macht sicher auch den Erfolg des Buches aus. Man kann innen Bohlen lesen und es steht aussen Hirnforschung und Philosophie dran. Katja Kessler schreibt jedoch wesentlich pointierter.Der Schutzversuch im Schlussteil, sich mit Moralisierendem auf der richtigen Seite zu positionieren, schlägt fehl. Wer für so etwas so viele Bäume zum Papiermachen fällen lässt, scheitert auch da. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Klatsch und Tratsch statt Selbsterkenntnis,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
Als interessierter Laie suchte ich immer mal wieder den Zugang zur Philosophie. Aber die Bücher großer Philosophen verstand ich nicht wirklich, denn meistens waren mir ihre Begriffe und Konzepte unbekannt. Ich brauchte eine Einführung in die Philosophie, und dafür schien mir das Buch "Wer bin ich..." aufgrund seiner Versprechen und des Hypes geeignet zu sein.Doch das Buch hat mich überhaupt nicht weiter gebracht. Die philosophischen Denkrichtungen werden nur oberflächlich beschrieben. Es werden Einzelfragen unter verschiedenen philosophischen Perspektiven betrachtet, aber als Fazit folgt dann jeweils, wenn überhaupt, ein unverbindlicher Ideen-Mischmasch ohne klares Konzept. Der Rest bleibt dem Leser überlassen. Vordergründing soll hier die "Lust am Denken" geweckt werden, aber das Fehlen einer klaren Linie weist eher darauf hin, dass der Autor selber keinen Plan hat. Angesichts der vielen überflüssigen Anekdoten in dem Buch geht ihm wohl eher um die Lust am Klatschen und Tratschen. Dieser Verdacht erhärtet sich rückblickend schon in der Einleitung, wo er erzählt, dass ihm Philosophievorlesungen zu trocken waren; lieber war es ihm, mit Kommilitonen in Mensen und Kneipen zu diskutieren. Am Spaßhaben und Quatschen ist nichts einzuwenden, aber was die Erlangung von Erkenntnis betrifft, wird es schon seine Gründe gehabt haben, dass die großen Denker dafür eher die Abgeschiedenheit als den Rummel suchten. Nebenbei, Prechts Tick, laufend Denkrichtungen mit Städten in Verbindung zu bringen, soll wohl eine Reise versinnbildlichen. Aber das ist etwa so nützlich wie eine Klassifizierung von Philosophen nach ihren Lieblingsspeisen. Das Buch liefert dem Leser das Gefühl, sich jetzt auch mal mit Philosophie befasst zu haben und mitreden zu können, und es ist spaßig geschrieben. Das ist ja auch ganz schön, dafür zwei Sterne. Aber einen Weg zur Selbsterkenntnis und einen Einstieg in die Philosophie, der für eine anschließende Vertiefung geeignet wäre, liefert es nicht. Die Philosophieeinführung "Leben lernen" von Luc Ferry, die ich nach "Wer bin ich..." las, fand ich um Längen hilfreicher und erhellender. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Wichtige und unwichtige Substanzen,
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
"... Abermillarden Organismen sausen durch die Welt mit einem einzigen Auftrag: Meine Erbsubstanz ist die wichtigste Substanz auf der ganzen Erde .." so ähnlich könnte es in einem Bio-Aufsatz eines Gymnasiasten über das Thema Genetik stehen. Das Zitat entstammt jedoch dem vorliegenden Buch, einer "originellen Einführung in das Thema Philosophie" von Richard Precht.Begeben wir uns einmal kurz geistig zurück in die Sphäre unseres jugendlichen Weltbildes. In der Schule beginnen für uns, als in einer Bildungsgesellschaft Heranwachsende Wunsch und Realität einen disparaten Bund einzugehen. Ausgelöst durch mitunter schmerzhafte emotionale Erfahrungen lernen wir zu unterscheiden was möglicherweise, was wahrscheinlich und was realistisch erreichbar sein wird für uns im weiteren Ausbildungs- und Lebensweg. Bei einigen führt dieser Bund zu positiven charakterlichen Entwicklungen und Einsichten im Hinblick auf ein späteres wertvolles Tun für die Gemeinschaft, in der man als Erwachsener Verantwortung für sein Handeln übernimmt und sich effektiv über eine soziale Zugehörigkeitsgruppe in einer oder mehreren Disziplinen einbringt oder gar hervortut. Bei anderen sind Enttäuschungen bestimmend und führen zu Rückzugsstrategien aufgrund von erlittenen seelischen Verletzungen, die dann ein Verharren auf dem Fortgang des Reifungsprozesses bewirken können. Der pubertären Reifegrad, geprägt von sexuellem Begehren, Neid, unzureichender Einschätzung eigener Fähigkeiten gerinnt zum bleibenden Bezugspunkt des Lebens und der Biographie. Als potentieller Leser des Buches "Wer bin ich .." finden Sie sicher hier auf diesen Rezensions-Webseiten einige Kommentare die um so viel spannender und interessanter als die Inhalte dieses Prechtschen Werkes selbst, dass sich zunächst nur die Frage nach dem Grund für diesen kommerziellen Erfolg stellt. Die sich durch das über das Fernsehen, Youtube etc. laufende Marketing für dieses Produkt aber von selbst beantwortet. Als Buch ist dieses Werk schlicht unlesbar, da mehr als zwei, drei Absätze von einem denkenden Menschen nicht am Stück bewältigt werden können ohne Innezuhalten und tief Luft zu holen. Wie ein derart beworbenes Werk in Druck gehen kann, ist schier unbegreiflich. Vor grossem Publikum werden hier unreflektiert peinliche spätpubertäre Selbstbespiegelungen ausgebreitet, die philosophische Biographien lediglich als Baukasten für eine Kulisse eines aufgeblasenen Autoren-Egos benutzen. Ausser Inhalten aus dem Fernsehen bzw. Kino, dem Internet und vereinzelt angelesenen Brocken, angereichert mit eklatanten sachlichen und sprachlichen Fehlern zuhauf gibt es in diesem Werk auf den ersten Blick nichts zu finden. - Der Schriftsteller Arno Schmidt zeigte uns einst am Beispiel des Werkes von Karl May wie man dennoch Spass an einer massenwirksamen Lektüre haben kann, die keinerlei Niveau besitzt (Meine Empfehlung zur Vertiefung: "Sitara und der Weg dorthin"). Episoden dieser Art, des Herrn Precht, werden die etablierte Substanz der gebildeten Welt in Zukunft dauerhaft beschädigen wenn nicht gegengesteuert wird. Soweit pauschal. Eines im Detail möchte ich aber dennoch über das Buch nicht ungesagt lassen. Die Respektlosigkeit mit der andere Menschen, nicht nur Geistesgrössen hier grobschlächtig abgekanzelt werden ist trotz des jugendlich unbefangenen Gemüts des Verfassers beispiellos. Zur Verdeutlichung eine kleine fiktive Stilübung: --- "Der deutsche Autor Richard Precht wurde 1964 geboren. Nach Besuchen zweitklassiger Ausbildungsstätten promovierte er schliesslich in Germanistik über den "Mann ohne Eigenschaften". Da er sich zwar eine geistige Nähe zur Philosophie erträumte jedoch keinerlei Verständis für diese komplexe Materie mitbrachte oder sich erwerben konnte, von eigenen Ideen gar nicht zu sprechen, verfasste er populärwissenschaftliche Belletristik für Halbgebildete. Mit dümmlich grossspurigen Essays in bescheidenem bis schlechtem feuilletonistischen Stil brachte er es zu einem zeitweiligen Bekanntheitsgrad in öffentlichen Sendungen. Als Vehikel hierfür diente ihm die Ehe mit einer Fernsehmoderatorin. Weder die akademische Welt noch die ernsthafte Literaturkritik nahm von ihm Kenntnis." PS: Ein Lektorat, selbst wenn es nur im Auftrag von Goldmann tätig ist, sollte darauf achten wenn Autoren bei Wikipedia abschreiben. PPS: Schön, dass nach wie vor ein ungebrochenes Interesse am Thema Philosophie zu bestehen scheint. Wenn auch hier das Mode-Thema "Ich" im Vordergrund steht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
120 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Mehr "Aua" als "Aha",
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
Nach der Lektüre von Prechts "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" überkommt mich ein "Faust-Feeling": "Habe nun, ach! Philosophie (hier: die 400 Seiten lange "philosophische Reise" von Herrn Precht) ... durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!", denn auf die entscheidende Frage: "Wer bin ich?", die auch Faust umtrieb, gibt das Buch keine Antwort!Die Enttäuschung wird noch vergrößert durch das Vorkommen vieler sachlicher Fehler. So kam ich beim Lesen zu mehr "Aua"- als zu den erhofften "Aha"-Erlebnissen! Einige Beispiele: Die Menschenfamilie "Hominae" gibt es nicht. Es ist die der "Hominidae". Dendriten sitzen nicht an Axonen, sondern entspringen typischerweise den Zellleibern der Neuronen. Nervenimpulse wandern nicht "von einer Synapse ... in eine andere", sondern von der prä- zur postsynaptischen Membran der Synapse. Mitochondrien sind keine Zellorgane, sondern Zellorganellen. Die "Gattung Homo sapiens" auf Seite 246 tut einem Biologen besonders weh! Außerdem darf man nicht, nur weil man möglicherweise betonen möchte, dass an der Uni Parma Hervorragendes in der Hirnforschung geleistet wird, diese zur ältesten Universität Europas erklären. Die befindet sich nun einmal in Bologna und wurde bereits 330 Jahre früher gegründet! Störend wirken zudem die vielen vermeidbaren Schreibfehler. Und, und, und ... Prechts Buch wurde trotz dieser Mängel zum Bestseller. Warum? Mag sein, dass sich viele Leser mit dem "Weg als Ziel" zufrieden geben und weniger interessiert sind an einer überzeugenden Antwort auf die im Buchtitel gestellte Frage. Wahrscheinlicher aber ist, dass das Glücksversprechen von Frau Heidenreich: "Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Glück schon getan", nicht unerheblich dazu beigetragen hat. Dem Versprechen folgte jedoch bei mir die Enttäuschung! Dennoch, es gibt sie, die Antworten auf die sog. "letzten Fragen": "Wer bin ich?" und "Was ist der Sinn des Lebens?", allerdings nicht aus philosophischer sondern aus naturwissenschaftlicher Sicht! Das entsprechende Angebot erhält man unter dem Stichwort/Tag "Welt-Erklärung" hier bei amazon.de. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
104 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Vom weiten Bogen erschlagen,
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
Elke hat es empfohlen, also kann es nicht so schlecht sein, also habe ich es gekauft. Pustekuchen!Zuerst machte mich der hölzerne Stil stutzig. Über Philosophiebücher auf S. 12: "Was sich als systemathische Einführung ausgibt, präsentiert zumeist eine Abfolge von Denkströmungen und -ismen, die mir oft zu sehr historisch interessiert sind oder die zu sperrig sind und zu trocken geschrieben." Kann sich Goldmann keinen Lektor mehr leisten? Irgendwie ist da doch ein "sind" zugleich zu viel und zu wenig. Das relativierende "zumeist" und "oft" verfolgt den Leser immerhin noch durch alle folgenden Kapitel der wachsweichen Nichtfestlegung. Wenn der Autor die historische Begründung der Philosophie so wenig mag, warum startet er dann jedes Kapitel brav mit einem historischen Abriss einer Persönlichkeit? Häufig trägt deren Lebenslauf wenig zur aufgeworfenen Kernfrage bei, eher das angesprochene Werk. Nur das Gefühl, den Autor habe den Zettelkasten leeren wollen, verläßt den Leser nie so ganz. Zumal unweigerlich zwei Seiten später das Thema auf die Hirnforschung hingelenkt und dem Leser bedeutet wird, dieser bedeutende Forscher des 17./18./19. Jahrhunderts habe eben noch nicht wissen können, welcher bio-chemische Prozess in welchem Hirnlappen welche Reaktionen auslöst. Ja und? Sind wir wirklich heute schlauer? Trägt der von Precht so geliebte Blick in die Hirnströme wirklich dazu bei, zu verstehen, warum in dieser Welt geliebt, gehaßt, gemordet, getrauert wird? Warum das eigene Ich die am wenigsten verstandene Person ist? Hirnforschung ("Den Ort der Seele entdeckt?") bleibt für mich so ein heißer Anwärter für den MIS-Wissenschaftspreis (most inflated science), gleich nach bemannter Raumfahrt ("Wasser auf dem Mars?) und Klimaforschung ("Wird das Wetter immer extremer?"). Wie die FAZ-Rezension, empfinde ich das Buch als ärgerlich, wenn auch harmlos. Ob es die auf dem Umschlag versprochene "philosophische Reise" ("beispiellose Orientierungshilfe", "schlägt einen weiten Bogen über die verschiedenen Disziplinen") bietet, oder eher den Charme einer Selbstvermarktungskaffeefahrt entwickelt, muß am Ende aber jeder selbst entscheiden, denn offensichtlich findet es reichlich Leser. Mein Fazit: Elke, das war einmal! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
philosophische Annäherung,
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?: Eine philosophische Reise (Audio CD)
Für jemanden, der sich in der Philosophie noch nicht auskennt ist das Buch sehr hilfreich. Besonders die Kapitel über Ethik in gesellscahftlich aktuellen Problemen helfen, sich reflektiert zu positionieren.Mit Vorsicht ist zu genießen, dass Herr Precht die verschiedenen Philosophen nach seinem Geschmack interpretiert. Viele Schlussfolgerungen die er macht werden in der Philosophie stark diskutiert und sind kein Konsens. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Eine oberflächliche Wiedergabe der Philosophiegeschichte,
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
Es ist ja heute modern, Zusammenfassungen zu veröffentlichen und mit Wiederkäuen Geld zu verdienen. In diese Kategorie gehört auch dieses Buch. Richard David Precht macht eine Reise durch die Geschichte der Philosophie (auch solche Bücher gibt es bereits hunderte, meist allerdings von renommierten Philosophen verfaßt). Die Auseinandersetzung mit dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Dinge - hin und wieder - mag zwar ganz interessant sein, ist am Ende aber doch nicht dazu geeignet, das Buch selbst auf einen höheren Podest zu heben. Im Vorwort stellt der Autor zwar den Anspruch, eine bessere Einführung in die Philosophie zu schreiben, als die vielen schlechten, die er kenne, doch diesem Anspruch wird er nicht gerecht, bleibt doch seine Wiedergabe der philosophischen Theorien stets an der Oberfläche und reichlich ungenügend. Die Welt der Philosophie lernt man hier genausogut (und genauso schlecht) kennen als würde man bei Wikipedia nachlesen.
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126 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Wozu ist dieses Buch gut, wem soll es dienen?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
Wozu ist dieses Buch gut, wem soll es dienen? Diese Fragen stellten sich mir, nachdem ich mich bis fast zur Hälfte durchgequält habe und dann doch noch den Mut fand, es bis zum Ende durchzulesen. Allerdings in der Hoffnung, etwas Interessantes, Lehrreiches oder einfach nur Brauchbares zu entdecken.Der gute Autor hat ziemlich konzeptlos und überladend alles zusammengefasst, was wohl in seinem Kopf herumschwirrte. Der Titel ist gut gewählt, aber bezieht sich wohl nur allzu sehr auf den Autor. Ich will nicht hämisch sein und behaupten, Richard David Precht hat wohl eine Midlife-Crisis mit der dazugehörigen Sinnfrage des Lebens, aber dieses Buch ist mir zu "autobiografisch" und zu einseitig. Precht meint wohl, er hätte jetzt die Weisheit gepachtet und lässt aber dadurch nur seine Oberflächlichkeit und Weltfremdheit durchblicken. Er verzettelt sich und das verwirrt, erst recht den philosophisch ungeübten Leser, der aber gerade durch dieses Buch an die Philosophie herangeführt werden soll. Menschen, die sich mit Philosophie beschäftigen, sehen darin eigentlich "Viel Lärm um nichts". Immer dann, wenn es spannend wird und man denkt, jetzt kommt was Aufschlussreiches, wird abgebrochen. Und man geht zum Nächsten über. Dieser Ramschladen der Philosophie ist zu viel des Schlechten. Gut gemeint, mies gemacht. Die Philosophie soll auch die Menschen berühren und in ihnen etwas bewegen. Hier, in diesem Buch, bestätigt sich aber nur der Verdacht, dass Geisteswissenschaftler und demnach auch Philosophen groß und kompliziert sowie umschweifend herumlabern, damit es sich wissenschaftlich auch anhört. Precht mag zwar auch die Naturwissenschaften, man bedenke, dass die Physik auch in der alten Philosophie ihren Ursprung hat, aber da sollte er sich doch ein wenig mehr in die Materie einarbeiten. Konfus und zu persönlich wirkt das Buch. Leider nur ein Sternchen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise von Richard David Precht (Broschiert - 17. September 2007)
EUR 14,95
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