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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein verwinkeltes Gastspiel bekannter Helden und Schurken
Endlich!
Der neueste Schinken des großen Meisters ist auf Deutsch erschienen.
Timothy Zahn Scoundrels/Glücksritter (ca. 560 Seiten dick)

Der Roman spielt mehr oder weniger unmittelbar nach Episode IV Eine neue Hoffnung, ich persönlich würde ihn vor der Rebel Force Jugendbuchreihe einordnen.

Wie gewonnen so zeronnen, die...
Vor 4 Monaten von Semper Fidelis veröffentlicht

versus
2.0 von 5 Sternen Schade, das war nichts für mich
Ich habe fast alle erhältlichen Star Wars Romane gelesen und die Geschichten um Han Solo gehören normalerweise zu meinen Lieblingsbüchern.
Timothy Zahn ist normalerweise auch einer meiner Lieblingsautoren im Star Wars-Universum.
Von daher war ich erfreut gewesen ein solches Buch auf der "erscheint bald"-Liste zu sehen.
Als ich es dann...
Vor 2 Monaten von Imke veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein verwinkeltes Gastspiel bekannter Helden und Schurken, 22. November 2013
Von 
Semper Fidelis "De Elbe" (In einer weit, weit entfernten Galaxis...) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Glücksritter (Broschiert)
Endlich!
Der neueste Schinken des großen Meisters ist auf Deutsch erschienen.
Timothy Zahn Scoundrels/Glücksritter (ca. 560 Seiten dick)

Der Roman spielt mehr oder weniger unmittelbar nach Episode IV Eine neue Hoffnung, ich persönlich würde ihn vor der Rebel Force Jugendbuchreihe einordnen.

Wie gewonnen so zeronnen, die hübsche Belohnung der Rebellenallianz für die Rettung von Prinzessin Leia, sowie die Hilfe für Luke Skywalker bei der Zerstörung des Todessterns ist Han Solo bereits wieder auf peinlichste Art und Weise los geworden und der mächtige Verbrecherboss Jabba der Hutt wartet immer noch auf sein Geld und nicht nur Han Solo weiß, dass die Hutts nicht zur geduldigsten Spezies der Galaxis zählen.
Typisch Han lässt er sich also bei der nächsten Gelegenheit auf ein neues Abenteuer ein, welches so viel Profit verspricht, dass er jeden Hutt der Galaxis auszahlen könnte. Der Tresorraum eines Verbrecherbosses beherbergt handliche Credits in dreistelliger Millionenhöhe.
So weit die Ausgangssituation.

Ich nenne Zahn nicht umsonst den großen Meister, der Schreibstil ist wie immer treffend und klasse, die Atmosphäre entspricht stets der, als würde man sich gerade einen der Filme ansehen, die Handlung ist verwinkelt, spannend und unvorhersehbar, selbst für Leute, die sich mit seinen Romanen auskennen.
Wie stets in der Ära der "Originaltrilogie" beginnt die Einleitung an Bord eines Sternenzerstöres, die bekannten Charaktere aus den Filmen sind 1:1 umgesetzt und auf die genau richtige Art erweitert, neue Charaktere sind interessant und vielschichtig, Details aus den Filmen und dem Expended Universe sind lückenlos beachtet und integriert worden (in den erwähnten, eher unbedeutenden Details vlt. teils etwas plump in diesem Roman), gerade die Bezüge zur Han Solo Trilogie und einem weiteren STAR WARS Comic in dem sich Han und Lando vor Episode V Das Imperium schlägt zurück noch einmal begegnen und auch ihr Auseinandergehen in Scoundrels/Glücksritter trifft meiner Meinung nach wunderbar die Stimmung bei ihrem Wiedersehen auf Bespin im Film.

Der Roman ist vom Handlungstypus an die Oceans-Filme angelehnt. Zwar weiß ich um was es bei diesen geht, ich habe allerdings bisher noch keinen gesehen. (großes Versäumnis schätze ich, zugegeben). Allerdings weiß ich (aber ich habe natürlich keinen Vergleich) nicht, ob sich dieser Typus, den ich mir in Filmen actionreich und spannend vorstelle (vergleichsweise könnte ich die Anfangsszene von Bad Boys heranziehen) so sehr für ein Buch eignet.
Zahn hat es hier sicherlich bestmöglich umgesetzt, allerdings (was natürlich subjektive Geschmackssache ist) fand ich einige Seiten zwischendurch (so im ersten Drittel) etwas zäh und langatmig, gerade für den Gesamtzusammenhang und natürlich ist der Kosmos des Romans für fast 600 Seiten sehr begrenzt.

Hier werde nicht nur ich mich fragen: Ist das noch STAR WARS?
Verglichen mit vielen Fails im Kanon natürlich absolut, zwischendurch verliert man das Gefühl vielleicht ein paar Mal, aber im großen Ganzen, gerade bei typischen Szenen wie gegen Ende im Parkhaus usw. hört man dann doch unwillkürlich den Imperial March im Kopf.

Außerdem ganz nett: Eine typische Indiana Jones Szene konnte sich Timothy Zahn in diesem Roman nicht verkneifen und die ist wirklich legendär, doch ich will natürlich nicht zu viel verraten.

Was ich persönlich einfach bombastisch fand ist das ENDE! Zwar hatte ich, da ich mich mit dem EU auskenne und zuweilen eine weitschweifige Fantasie mein Eigen nenne, eine vage Vermutung in die richtige Richtung, die Auflösung hat mich aber sprichwörtlich aus den Socken gerissen und ich musste dem Roman hiermit 5 statt wie geplant 4 Sterne geben!!

Fazit: Ein wirklich gelungenes Buch, welches den STAR WARS Kanon bereichert, statt ihn nur belanglos auszudehnen oder gar zu besudeln, wie bei leider vielen anderen Romanen.

Edit (27.11.2013): Beim Durchlesen heute ist mir noch ein minimales Manko aufgefallen, es wäre doch sehr nett gewesen, auch die deutsche Übersetzung der Kurzgeschichte "Winner lose all" beizufügen :-/ Aber vielleicht wird es auch langsam Zeit für einen kompletten Kurzgeschichtenband, der mal alles auf Deutsch abdeckt, was bisher leider englische e-books geblieben sind.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene "Ocean's Eleven"-Adaption, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Glücksritter (Broschiert)
Timothy Zahn, einer der ganz Großen unter den „Star Wars“-Autoren liebt komplizierte Geschichten. Gerne baut er mehrere Handlungsstränge auf, lässt sie parallel laufen, verschachtelt, verwirrt und führt dann in einem spektakulären Finale am Ende alles zusammen. Dazu gehört oft auch ein großes Ensemble an Protagonisten. Mit „Glücksritter“, einer „Star Wars“-Version des Heist-Movies „Oceans Eleven“ von Steven Soderbergh, treibt er diese Vorliebe auf die Spitze.

Die Handlung ist kurz nach der Zerstörung des ersten Todessterns angesiedelt und folgt Han Solo, der mit seinem Kumpel Chewbacca losgezogen ist, um das Leben mit dem Geld der Rebellen zu genießen. Leider verliert er die Credits gleich an den nächstbesten Raumpiraten und steckt daher einmal mehr in der Klemme, denn er schuldet Jabba dem Hutten nach wie vor viel Geld, und der will demnächst Bares sehen. Als er daher von dem leicht zwielichtigen Eanjer gefragt wird, ob er ihm helfen wolle, 160 Millionen Credits aus dem supergesicherten Safe von Avrak Villachor, seines Zeichens Sektorchef der Schwarzen Sonne, zu stehlen – wobei jeder Teilnehmer einen gleichen Anteil ausbezahlt bekommt –, denkt Han nicht lange nach, sondern ergreift die Gelegenheit.

Zu Eanjers Entsetzen heuert Han neun Schurken an, die ihm bei der Herausforderung, während des siebentägigen Festivals der Vier Ehrungen in Villachors Palast auf dem Planeten Wukkar einzudringen, helfen sollen: Chewie als Mann fürs Grobe, die Zwillingsschwestern Bink und Tavia als Meisterdiebin und Elektronikspezialistin, den Raumschiffdieb Dozer, die Hackerin Rachele, den Balosar-Taschendieb und Trickser Zerba, den Sprengstoffexperten Kell Tainer und Winter, seine Begleiterin mit dem fotografischen Gedächtnis, sowie Lando Calrissian als wandlungsfähigen Schauspieler. Doch Villachors Safe erweist sich als echt hart zu knackende Nuss. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, tauchen auch noch ein Vigo der Schwarzen Sonne und Imperiale vor Ort in Iltarr City auf. Hat Han Solo diesmal zu hoch gepokert?

Wie schon erwähnt, ist „Glücksritter“ eine deutliche Homage an „Oceans Eleven“ in der 2001-Version von Steven Soderbergh. Hier wie da machen sich elf Spezialisten – jeder für sich ein Schurke – auf, um 160 Millionen aus einem der sichersten Safes der Stadt zu klauen (bei Soderbergh handelt es sich um Las Vegas, hier ist es eben Iltarr Ciry). Das sorgt für eine Menge Tricksereien und Täuschungen und für große Pläne, die spontan umgeworfen werden müssen, weil ein neues Hindernis auftaucht, dann aber auf einer weiteren Ebene doch funktionieren, wenn auch vielleicht etwas anders, als ursprünglich gedacht. Man merkt Zahn die Freude an, mit der er dieses Schurkenspiel zwischen Eanjers Eleven, der Schwarzen Sonne und den imperialen Agenten orchestriert hat.

Dabei sind Hans Gegner keineswegs tumbe Verbrecher oder Tyrannen, wie man sie so oft im „Star Wars“-Universum antrifft, sondern kaum weniger schlau als er, wodurch der Wettstreit noch spannender wird. In „Glücksritter“ geht es nicht darum, mit blitzenden Blastern einfach die Festung zu stürmen, es geht darum, welcher Partei es gelingt, die andere erfolgreicher auszumanövrieren. Und wie immer gelingt es Zahn zum Schluss, in einem furiosen Finale alles zusammenzuführen, nur um dann nochmal ein, zwei unerwartete Wendungen zu präsentieren (nun ja, nicht völlig unerwartet: schließlich darf Han nicht mit 16 Millionen Credits aus der Handlung spazieren).

Der Roman selbst ist erstaunlich wenig im Expanded Universe verankert. Es handelt sich de facto um ein Solo-Abenteuer (im doppelten Wortsinne), das – weil der ganze Job natürlich geheim gehalten werden muss – später auch nie mehr erwähnt werden muss/darf/soll. Wenn man die alte Filmtrilogie gesehen hat, genügt das eigentlich als Vorbereitung. Kenner werden natürlich in Figuren wie Winter und Kell Tainer oder Organisationen wie der Schwarzen Sonne weitere Verknüpfungspunkte sehen. Und – sehr witzig – für „Indiana Jones“-Freunde hat Zahn auch eine Reminiszenz an „Jäger des verlorenen Schatzes“ eingebaut.

Fazit: In letzter Zeit gab es im Expanded Universe einige Experimente. Während die sich im Comic-Bereich vor allem auf neue Zeitlinien – „The Old Republic“, „Dawn of the Jedi“ oder „Knight Errant“ – beschränken, ansonsten aber im Wesentlichen „more of the same“ (Jedi vs. Sith) boten, konnte der Romansektor ein paar gelungene Genre-Cross-Over verzeichnen, etwa den Horror-Roman „Der Todeskreuzer“, den bislang noch nicht ins Deutsche übersetzten Agententhriller „Shadow Games“ oder eben jetzt die gelungene Heist-Movie-Adaption namens „Glücksritter“. Auch wenn diese Romane nicht alle in gleichem Maße zu überzeugen wissen, gefällt mir doch, wie hier mit dem Universum jenseits von Machtbenutzern und ihrem endlosen Zwist gespielt wird. Wer also bereit ist, sich auf ein etwas anderes „Star Wars“-Abenteuer – ohne Raumschlachten, Jedi und exotische Welten – einzulassen, wird mit „Glücksritter“ 600 Seiten lang sehr gut unterhalten werden!

Eine "Ringboten"-Rezension.
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1.0 von 5 Sternen Nicht wirklich Star Wars, 7. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Glücksritter (Broschiert)
Tausch die Charakterennamen.
Tausch Elektrofernglas gegen Fernglas.
Tausch Landspeeder gegen schwarze Limo.
Verleg den Handlungsort nach Las Vegas schon haste Ocean's Eleven.

Eigentlich nett, aber kein Star Wars
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2.0 von 5 Sternen Schade, das war nichts für mich, 15. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star WarsTM Glücksritter (Kindle Edition)
Ich habe fast alle erhältlichen Star Wars Romane gelesen und die Geschichten um Han Solo gehören normalerweise zu meinen Lieblingsbüchern.
Timothy Zahn ist normalerweise auch einer meiner Lieblingsautoren im Star Wars-Universum.
Von daher war ich erfreut gewesen ein solches Buch auf der "erscheint bald"-Liste zu sehen.
Als ich es dann gelesen habe, war ich dann aber doch etwas enttäuscht:
"Glücksritter" hat mich jedoch überhaupt nicht gefesselt, die Geschichte plätscherte irgendwie so vor sich hin.
DAs Ganze erinnert an einen der "Oceans 11"-Film-Nachfolger: je öfter ein solcher Storybogen etwas abgeändert neu erzählt wird, desto langweiliger erscheint es mir.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schmutzige Seite vom Star Wars-Universum, 2. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Glücksritter (Broschiert)
Zum ersten: Man findet hier keine lichtschwert-schwingenden Jedi-Ritter, keine riesigen Raumschlachten. Das mag einige vielleicht stören. Doch das Buch bietet dafür einige bekannte Charaktere in Bestform und stellt auch einige neue, interessante Charaktere vor, liefert auch einen Haufen durchgeknallter Technologien und Tricks, die aber perfekt ins Star Wars-Universum passen.

Zum zweiten: Tatsächlich finde ich, dass "Glücksritter" eines der besten Star Wars-Bücher ist, die ich je gelesen habe. Und ich habe wirklich eine ganze Menge gelesen. Selten hat mich ein Star Wars Buch so gefesselt und unterhalten wie dieses hier. Ja, Timothy Zahn ist einer der bekanntesten und besten Star Wars Autoren. Und ich finde, hier hat er echt etwas ganz Großes abgeliefert.

So, wo die wichtigsten Dinge gesagt wurden, will ich noch einmal näher auf das Buch eingehen. Ohne etwas zu verraten, natürlich. Ja, ich liebe die heldenhafte Zeit der Jedi-Ritter, mit ihren unglaublichen Kräften. Aber hier in diesem Buch vermisse ich sie kein bisschen! Denn für mich hat Star Wars auch immer eine "schmutzige Seite". So liebte ich in den Filmen die dreckigen, zerschrammten Raumschiffe und die zwielichtigen Bars. "Glücksritter" taucht in diese Welt perfekt ein. Wer Han Solo und Lando Calrissian mag und eventuell schon andere Abenteuer von ihnen gelesen hat, wird dieses Buch sicher auch mögen.

Das Gauner-Ensemble um Han Solo ist wie gesagt voller interessanter Charaktere und es ist spannend, zu lesen, wie diese interagieren, auch mit den anderen "Gruppierungen" in dem Buch. Es gibt so manche Wendungen und ich muss sagen, dass Buch hat eigentlich kein Tief, wo man sich langweilt. Tatsächlich werden auch einige "neue" Charaktere vorgestellt, von denen ich gerne mehr lesen würde. Timothy Zahn hat sich hier wirklich einiges einfallen lassen, die Handlung ist spannend, die Handlungsorte, Technologien und Aktionen super beschrieben. Gerne würde ich mehr davon lesen!

Man kennt und liebt Timothy Zahn ja dank der Thrawn-Trilogie. Ich lehn mich aber mal weit aus dem Fenster und sage, das "Glücksritter" mindestens ein genau so schöner Meilenstein für die Leser sein sollte. Oftmals muss es nicht gleich ein galaxisweiter Krieg sein. Manchmal sind spannende, intensive Geschichten um einfache Leute, die nur ein wenig Glück haben wollen - so wie Han Solo - genau so schön. Möglicherweise sind solche Einzelromane auch die Zukunft, da ich persönlich glaube, dass mit den kommenden, neuen Kino-Filmen die Zeit großer Star Wars Buch-Reihen (vorerst) vorbei ist. Qualität statt Quantität, wenn wir Leser Glück haben und es einfach mal positiv sehen wollen.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Totlangweilig und kein echtes Star Wars, 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Glücksritter (Broschiert)
Ein neuer Roman von Timothy Zahn? Da musste ich zugreifen, denn mit seiner Star Wars(TM) Erben des Imperiums-Trilogie hat er mich damals, noch bevor Episode 1-3 den Star Wars Hype wieder so richtig anfachten, zum Lesen von Star Wars Romanen gebracht. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen - und sie wurden bitter enttäuscht.

Was wir hier geboten bekommen ist Oceans Eleven im Star Wars Universum. Wobei man sich zunächst die Frage stellen sollte: Was erwartet man von einem Star Wars Roman? Hier bekommt man jedenfalls NICHT: Jedi-Ritter, Weltraumschlachten, epische Konflikte zwischen Gut und Böse. Stattdessen gibt es eine Gaunergeschichte, die komplett auf einem Anwesen auf einem Planeten spielt und abgesehen von ein paar bekannten Figuren/Völkern/Technik-Wörtern NICHTS mit Star Wars zu tun hat und genausogut in jedem anderen SF-Universum funktioniert hätte. Problem 1 also: Es steht Star Wars drauf, ist aber eigentlich nicht drin.

Das zweite Problem: Die Einordnung. Die Geschichte spielt kurz nach der Zerstörung des ersten Todessterns. Han Solo schuldet Jabba eine Menge Geld und will mit dem Deal seine Schulden bezahlen. Wir wissen aber alle: Er wird es nicht schaffen, denn wir kennen ja "Das Imperium schlägt zurück". Die Frage des OB stellt sich also die ganzen 550 Seiten nicht, die Frage ist immer nur: Warum scheitert der Plan?

Das dritte Problem: Die Figuren. Außer Han, Chewie und Lando tauchen keine bekannten Charaktere auf - und man fragt sich auch bald, ob die drei wirklich die bekannten sind. Han Solo vor allem ist kaum wiederzuerkennen. Das charmante Großmaul, der sympathische Kleinganove als Mastermind hinter einem Riesendeal? Sehr unglaubwürdig. Und wo ist seine Schlagfertigkeit, sein Charme geblieben? Auch Lando bleibt blass.
Alle anderen Figuren ebenso, was nicht zuletzt daran liegt, dass Zahn mit zu vielen jongliert. Nicht nur die elf Gauner, auch noch diverse andere Leute dienen mal als Perspektivträger, bei gut 20 Figuren bleiben da natürlich nur wenig Seiten für charakterliche Tiefe je Perspektivträger. So ist Hans Gaunertruppe dann auch überwiegend mit schablonenhaften Stereotypen besetzt.

Das vierte Problem: Der Plot an sich. Ok, vergessen wir Star Wars, vergessen wir bekannte und liebgewonnene Charaktere. Wenn die Geschichte fesselnd wäre, die Action stimmen würde, könnte man das alles noch ok finden. Aber was Zahn hier abliefert, ist auch in dieser Hinsicht enttäuschend. Die ersten 2/3 des Romans wird die Truppe in langweiligen Szenen zusammengesucht, anschließend folgt endloses Pläneschmieden in unerträglich öden Gesprächen, denen jeglicher Wortwitz abgeht. Überhaupt nimmt sich die Geschichte viel zu ernst, es fehlt das Augenzwinkern, um den Charme eines Oceans Eleven zu erreichen.

Im letzten Drittel (ich hab mich wirklich durchgequält!) kommt dann immerhin etwas Action bei der Umsetzung des Planes auf - allerdings gibt es einfach zu viele Perspektiven, zu viele Ungereimtheiten, zu viel Technikgelaber, zu viel Kompliziertes an Technik, das Zahn umständlich zu erklären versucht, dass auch hier nie die Pageturner-Qualitäten anderer Zahn-Bücher erreicht werden. Ich habe kaum mehr als 20 Seiten am Stück geschafft und bin abends regelmäßig beim Lesen eingepennt - und das auf den letzten 100 Seiten!!

Bleibt summasummarum: Ein schwacher, humorloser SF-Ganovenroman, der kaum Anknüpfungspunkte zum Star Wars-Universum hat, viel zu langatmig und ernst geschrieben und somit alles in allem eine Riesenenttäuschung ist.

Daher mein klares Votum: Finger weg!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oceans Eleven meets Star Wars, 15. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star WarsTM Glücksritter (Kindle Edition)
Schöner, eigentlich StarWars untypischer Roman, da die Geschichte fast ausschliesslich auf einem Planeten spielt. Sympathische Charaktere und einige überraschende Wendungen sorgen dafür, dass das Buch bis zur letzten Seite spannend bleibt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solos Eleven, 3. Januar 2014
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Glücksritter (Broschiert)
Kurz nach der Zerstörung des ersten Todessterns treffen Han Solo und Chewie
auf Wukkar ein - ihre Belohnung, mit der sie sich von Jabba the Hut frei kaufen
wollen, haben sie inzwischen an Piraten verloren. Gleich am ersten Abend macht
sich ein gewisser Eanjer an die beiden heran und bietet ihnen ein Geschäft an:
Villachor, der ortsansässige Gouverneur, habe ihm 163 Millionen Credits entwendet,
die nun in einem Hochsicherheitstresor lagern. Solo soll ein Team zusammenstellen,
um dieses Geld an sich zu bringen, geteilt werden soll zu gleichen Teilen.
Aus Angst vor Jabbas Kopfgeld nimmt Han an und stellt mit einigen Taschendieben,
Akrobaten, Schiffsdieben, Sprengstoff- und Elektronikexperten eine Crew von elf
Leuten zusammen, darunter auch Lands Calrissian, und beginnt damit, einen Plan
auszuarbeiten.

Der Plan ist trotz seiner Ausgefeiltheit schlampig, wodurch es immer wieder zu
Pannen kommt und Teile des Teams gefangen genommen und wieder befreit werden
müssen. EInige Teammitglieder gefährden den Plan, indem sie sich nicht an die
Absprache halten, sondern improvisieren müssen. Inzwischen stellt sich heraus,
daß Villachor Verbindungen zur Schwarzen Sonne hat, so ist gerade Qazadi, ein
Vigo dieses Syndikates, auf Wukkar anwesend. Auch noch mit von der Partie ist ein
imperialer Agent namens Dayja, der sich im Hintergrund hält und teils helfend,
teils störend eingreift. Und auch Eanjer scheint Han nicht alles verraten zu haben.

Wer bei Timothy Zahn an die genialen Strategien von Großadmiral Thrawn denkt und
sich in Verbindung mit einem Heistthriller - denn genau dies ist der Roman eigentlich -
an einen detailliert ausgearbeiteten Plan und deren Umsetzung freut, wird enttäuscht.
Der Leser bekommt immer nur Fragemente des Plans serviert fund muß sich dann von
der Umsetzung oder dessen Pannen überraschen lassen, ein Gesamtüberlick fehlt
völlig. Die typischen Charaktere von Han, Chewie und Lando kommen kaum zur Geltung.
Einen Fehler in der Kontinuität macht der Autor meines Erachtens damit, daß sich
Han und Lando zwischen dem legendären Sababcc-Spiel und dem Wiedersehen auf Bespin
noch einnmal über den Weg laufen - dies wird dadurch relativiert, daß der Falke
kaum auftaucht und Han Lando am Schluß einen Grund gibt, entsprechend sauer zu
sein. Enttäuschend ist, daß er Piratenüberfall nur in einem Satz erwähnt wird und man
immer noch ncht erfährt, was es mit dem Kopfgeldjäger auf Ord Mantell auf sich hat.
Insgesamt kein typischer Star-Wars-Roman, sondern nur ein Thriller, der zufällig
im Star-Wars-Universum spielt. Die Anlehnung an "Oceans's Eleven" ist zu offensichtlich,
sogar der Geldbetrag ist fast gleich.
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Star Wars(TM) Glücksritter
Star Wars(TM) Glücksritter von Timothy Zahn (Broschiert - 18. November 2013)
EUR 13,00
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