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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Helden sind Idioten, und meist haben sie ein relativ kurzes Leben." (Seite 371)
Was wusste Metcairn Nife schon über die Beweggründe dieses Einen, dem er mit all seiner Kraft und all seinem Verstand diente? (Seite 261)

Um sich diesem Buch zu nähern, ist es viel leichter zu erzählen, was es nicht ist: Es ist kein klassisches High-Fantasy Buch. Damit gibt es weder einen Kampf Gut gegen Böse (obwohl die Charaktere das...
Vor 10 Monaten von Asaviel veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Naja.....
Das Buch fing am Anfang recht harmlos und interessant an doch nach und nach wurde es immer geschmackloser und die Handlung war zu vorhersehbar.
Das Ende hat mich nicht wirklich überrascht und ich fand es regelrecht enttäuschend.
Die Charaktere, nun ja, an sich ähnelten sie sich alle sehr was sich auf dem Verlauf des Buches zurückziehen...
Vor 4 Monaten von Azahra veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Naja....., 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
Das Buch fing am Anfang recht harmlos und interessant an doch nach und nach wurde es immer geschmackloser und die Handlung war zu vorhersehbar.
Das Ende hat mich nicht wirklich überrascht und ich fand es regelrecht enttäuschend.
Die Charaktere, nun ja, an sich ähnelten sie sich alle sehr was sich auf dem Verlauf des Buches zurückziehen lässt und dem Autor daher keine andere Wahl blieb, als alle so zu halten.
Einige Dinge in dem Buch fand ich unlogisch bzw. einfach zu sehr durchschaubar, was recht schade war sowie die vulgäre Sprache die 80% des Buches ausmacht. Gut, ich habe nichts dagegen wenn hier und da mal was obszönes steht aber wenn es die ganze Handlung über so weitergeht...Irgendwann war es einfach nur nervig.

Als das Buch zu Ende war, war ich froh und ich werde es sicherlich kein zweites Mal lesen. Aus der Grundidee hätte man wirklich sehr viel machen können doch leider hat der Autor diese für mich nicht überzeugend genug umgesetzt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Themaverfehlung des "Bösewichts"..., 8. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
...viel mir selten so schwer ein Buch für mich selbst zu beurteilen...hab das Buch gerade zu Ende gelesen und es lies mich nach den letzten Seiten etwas ratlos zurück, - nicht durchwegs enttäuscht, da mir der Roman über weite Strecken doch ausgesprochen gut gefiel - doch irgendwie fehlte etwas.
Einerseits empfand ich die für einen Fantasyroman doch recht ungewöhnliche Zeichnung der Haupcharaktere durchwegs gelungen (weil eben nicht 08/15- mal was Neues) - andererseits gestaltet sich die Konstelation der "Guten" zu deren Widersacher (dem Gottbettler) dadurch als etwas schwierig, da im Grunde nur Antihelden das Buch bevölkern (und keiner davon steht wirklich eindeutig auf der "Guten" Seite). Anders ausgedrückt: es ist ein Kampf bei dem die Haupt-Protagonisten (beider Seiten mit Ausnahme des Gottbettlers selbst) nur zwischen dem bestehenden oder dem neuen/drohenden "Übel" wählen können.
Dass in modernen Fantasyromanen das rein Gute und das gänzlich Böse in diesem Sinne kaum mehr vertreten ist und alle Charakter mehr oder weniger ausgeprägte Wesenszüge in beide Richtungen sowie Stärken und Schwächen aufweisen (was auch gut so ist), ist inzwischen Gang und Gäbe - so auch im Gottbettler; allerdings eben stark zugunsten der "dunklen" Seite.
Quasi jeder der Hauptcharaktere hat mehr oder weniger Dreck am Stecken, was auch in vielen detailiert beschriebenen Varianten an Brutalitäten (von Mord bis Vergewaltigung ist alles dabei und quasi an der Tagesordnung) vor dem Leser ausgebreitet wird.
Hauptkritikpunkt meinerseits ist im oben genannten Zusammenhang der "Bösewicht" als Solcher: Dieser tritt in Form eines Wesens (Gottähnliches Wesen mit selbst gewähltem Erscheinungsbild eines Bettlers) auf das in mir keinerlei Emotionen hervorrufen konnte - mal als Initiator eines endlosen Feldzuges der die Welt befrieden soll dargestellt - mal (auf den letzten Seiten) als völlig chaotisches (offenbar) in mehreren Sphären präsentes/existierendes (was auch immer -wird nicht wirklich ersichtlich erläutert) Wesen ohne ersichtlichen bzw. logischen Antrieb.
Gerade hier wurde m.M nach Potential verschenkt - das "Böse" ist nicht wirklich greifbar und lässt kaum Emotionen aufkommen - auch dadurch ausgelöst, dass die Vertreter der "Guten Seite" (eine altersschwache lebensmüden Hexe, ein Hasserfüllter verkrüppelter Magier und ein Säufer) sich, wie wiederholt dargestellt, nicht wirklich im Klaren sind ob sie überhaupt auf der richtigen Seite stehen. Selbst die vermeintliche "Marionette" des Gottbettlers - dessen Heerführer - sieht sich selbst immer wieder zweifeln ob der ewigen Kriegspläne seines Herrn. Auch der Leser selbst soll da wohl vor eine schwerwiegende Frage gestellt werden - ist eine durch Krieg und Befriedung erzwungener "Frieden" (genauere Ziele werden nicht wirklich plausibel erläutert) unter der Fuchtel eines Gottähnlichen Wesens besser als die bis dato herrschenden anarchischen Zustände? Man könnte hier natürlich einen geschickten "anspruchsvollen" Zug des Autors sehen oder sogar Parallelen zu Politik heutzutage ziehen o.ä. - meiner Ansicht nach verschenkt der Roman aber gerade hier seine volle Punktzahl - der Spannungsbogen leidet darunter doch ziemlich.
Kurzfassung: Ein klarer definiertes Fantasy-"Übel" wäre doch sehr förderlich gewesen.
Bis auf diesen Punkt macht der Autor ansonsten sehr viel richtig: Als sehr positiv empfand ich die schön durchzeichneten Charaktere und deren Wandlungen. Auf der einen Seite die uralte Terca, eine Hexe die schon seit langer Zeit das Weltengeschehen mitbeeinflusst und trotzdem oder gerade deswegen ständig in selbszweifeln versinkt und in der "Wand" (die Klippen vor der Stadt)zu Beginn des Buches noch versucht nach vielen missglückten Anläufen ihrem Leben ein Ende zu bereiten um endlich "vergessen zu können".
Auch der kleinwüchsige und zu Anfang noch rechtschaffene Magus-Anwärter Pirmen gibt durch seine Verkrüppelung (und damit verbundenen durch Hass gesteigerten magischen Fähigkeiten) und einer völligen Wandlung hin zu einem durch und durch verabscheuungswürdigen Menschen eine interessante Figur ab - ebenso wie dessen Begleiter der "Säufer", ehemals ein hohes Tier in der jetzt feindlichen Armee, deren Heerführer auf der anderen Seite als eine ebenso detailliert ausgearbeitete Figur dargestellt wird und ähnlich wie Terca mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat.
Auch die Sprache gefiel mir durchwegs sehr gut, das Buch ist flüssig zu lesen und der Schreibstil des Autors bewegt sich auf durchaus hohem Niveau, erinnerte mich gerade in den Anfängen des Buches noch etwas an den Schreibstil von Patrick Rothfuss in "Der Name des Windes".
Zusammenfassung: Vom Schreibstil und von der Charakterdarstellung-und Entwicklung her sehr lesenswerter Roman - was (mir) in erster Linie fehlte war ein plausibel dargestellter Bösewicht mit nachvollziehbaren Ambitionen - ähnlich z.B. wie im ansonsten auch durchaus guten "Der Rote Ritter".
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Helden sind Idioten, und meist haben sie ein relativ kurzes Leben." (Seite 371), 2. November 2013
Von 
Asaviel (Baden-Württemberg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
Was wusste Metcairn Nife schon über die Beweggründe dieses Einen, dem er mit all seiner Kraft und all seinem Verstand diente? (Seite 261)

Um sich diesem Buch zu nähern, ist es viel leichter zu erzählen, was es nicht ist: Es ist kein klassisches High-Fantasy Buch. Damit gibt es weder einen Kampf Gut gegen Böse (obwohl die Charaktere das vermutlich anders sehen), noch die bekannte Heldenreise, noch den aufbegehrenden Jüngling, der seine wahre Bestimmung findet. Die hohe Magie, die strahlenden Helden, eine emotionale Liebesgeschichte und ein klassisches Happy End - all das sucht man hier vergeblich.
Ist das dann überhaupt noch Fantasy? Hat Michael M. Thurner vielleicht das Rad neu erfunden?
Wenn man sich die Entwicklung auf dem Markt anschaut, sieht man klar den Trend, dass Geschichten aktuell vermehrt über die Charaktere geschrieben wird. Charaktere, die menschlich sind und vor allem Charaktere, deren Weg nicht gerade vor ihnen liegt, die zweifeln. Die ihre Umwelt und vor allem sich selbst in Frage stellen.
Das ist auch eine der Stärken dieser Geschichte. Sie wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Der Heerführer Metcairn Nife, der für den Gottbettler Krieg führt, um dem Land ewigen Frieden zu bringen und sich bemüht seine Fragen und seine Zweifel zu verdrängen. Der junge Magier Pirmen, mit dem der Leser lernen muss, dass Magie in dieser Welt etwas schrecklich Zerstörerisches ist. Rudynar Pole, der eine Entscheidung gegen sein altes Leben getroffen hat und daran scheinbar zerbrochen, aber vielleicht doch der stärkste Charakter der Geschichte ist. Und dann die "Dame" der Geschichte, die sich mit einem Zitat am besten selbst vorstellt. Dabei sei vorangestellt, dass "die Wand" hier stellvertretend für den Selbstmord steht:

Tercas Refugium, wo sie die Geheimen Künste ausübte, ihrer Sucht frönte und ihrem Beruf nachkam. Als Engelmacherin, Giftmischerin oder Hure - und manchmal, wenn die Wand sie nicht allzu sehr lockte, auch als Herrin der Unterstadt. (Seite 104)

Pirmen, Rudynar Pole und Tecra müssen sich nun zusammenraufen und sich gegen den Gottbettler, der bis zum Schluss eine sehr diffuse Figur bleibt, obwohl er akzentuierte Auftritte innerhalb der Geschichte hat, auflehnen. Dabei sind alle Beweggründe immer durchaus verständlich. Nicht nur diese unfreiwillige Gruppe, auch der Gottbettler und zumeist seine Heerführer meinen den richtigen Weg zu gehen.
Schlagen wir den Bogen zum Anfang der Rezension: Dies ist keine Liebesgeschichte. Klar, ist ja eine Fantasybuch. Ja, aber in welchem Fantasybuch verliebt sich NICHT mindestens einer der wichtigsten Charaktere oder handelt aus den Gefühlen einer verflossenen Liebe heraus? Die Liebe spielt in diesem Buch keine Rolle.
Es ist auch kein Fantasybuch für Jugendliche oder gar Kinder. Dieses Buch ist derb, düster, hart und realistischer, als manch einer es sich wünschen würde. Brutale Vergewaltigungen, Sadismus, Gewalt, Sex, Demütigungen, auf sehr derbe, ja eklige Art und Weise spielen von Beginn an eine Rolle. Sogar mein Magen rebellierte bei der einen oder anderen Szene und das, obwohl ich schon einiges gelesen habe. Die Beschreibungen dieses wahren Lebens sind eingängig und unverblümt, was sie nur umso realistischer wirken lässt.
Wenn man gemeinsam mit den Charakteren nicht nur gekämpft, sondern auch gelitten, gesoffen, gehurt, gekotzt und wieder aufgestanden ist, befindet man sich am Ende einer Geschichte, die tatsächlich in sich abgeschlossen ist, was tatsächlich ungewöhnlich in diesem Genre ist. Alle Fäden werden logisch zusammengefügt. Wie man diesen Abschluss nun nennen will, bleibt dahin gestellt. Er ist gelungen und der Leser bleibt nicht unbefriedigt, das kann gesagt werden.

"Ich hatte gehofft, diese schlechte Angewohnheit, den Helden zu spielen, längst abgelegt zu haben. Helden sind Idioten, und meist haben sie ein relativ kurzes Leben." (Seite 371)

Fazit: Fantasy für Erwachsene, nur für Erwachsene. Dieses Buch gehört mit seiner brutalen Realität und seinen deutlichen Beschreibungen des Derben, Demütigenden und des Perfiden gehört nicht in die Hände von Minderjährigen. Alle anderen erleben eine Geschichte, die so ganz anders ist, als ihre artverwandten und die damit zu faszinieren weiß. Eine Faszination, die man sich vielleicht nicht selbst eingestehen will, da zugleich Ekel geweckt wird. Am meisten überzeugen Charaktere, die keinen geraden Weg vor sich finden, sondern menschlich zweifeln und in Frage stellen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fantasy wie ein eiterndes Geschwür...eklig!, 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
Ein selbsternannter Gott überzieht die Länder mit Krieg, um den Menschen seine Ideologie aufzudrücken. Er tilgt alle Farbe und Empfindungen und macht die Welt damit "grau". Diese Tristesse durchzieht dann auch das gesamte Buch. Ähnlich wie in Stephen Kings "Dunklem Turm" bestimmt das Schicksal vier äußerst verschiedene Menschen um den Untergang der bekannten Welt aufzuhalten. Die "Helden" sind Terca, eine Suizidgefährdete Hexe, Primen, ein naiver Zauberlehrling und Rudynar Pole, ein barbarischer Krieger, die sich gemeinsam auf die Suche nach dem stummen Jungen machen, von dem geweissagt wird, er könne als einziger den Gottbettler stoppen. Nichts neues, aber anders ist es schon.

Der Roman kommt wie eine Verkehrung der Mainstreamfantasy daher, möchte vielleicht auch im Fahrwasser von der derzeitigen Popularität von "Game of Thrones" mitschwimmen, welche ja sehr erwachsen, brutal und mit Sex durchwirkt ist. Blut und Sex gehen ja immer. Leider war das Buch dennoch nichts für mich. Stilistisch sprach es mich nicht an. Gebrochene Helden, die dem Suff verfallen, skrupellos morden, machtgierig werden, schänden usw. nehmen in der Fantasy momentan Überhand und widern nur an.

Im Gegensatz zu George R.R.Martin und Stephen King besitzen viele dieser Nachahmer-Autoren auch nicht das Talent ihre Charaktere so ambivalent zu zeichnen, dass man sie zumindest etwas mag und die Abstinenz jeglichen Humors (nicht einmal schwarzen Galgenhumors) lockert die Lesesituation genauso wenig auf. Die häufig derben Umgangsformen unter den Figuren ermüden und stoßen ab. Alle sind irgendwie fies zueinander und es scheint nicht eine gute Seele mehr zu existieren. Und wenn, hat diese keine Chance in der harschen Welt. Unglaubwürdig und ebenso eintönig wie das gewöhnliche Schwarzweiß, bloß mit den großen Nachteil, dass hier sämtliche Sympathien in etwaige Charaktere verspielt werden. Wirklichkeitsnaher als andere Fantasy-Geschichten durchaus, aber nicht realistisch. Nur überzogen.

Bei einigen Autoren könnte man hin und wieder das Gefühl haben, sie erschaffen Charaktere um diese zu zerstören und sich in deren Leid zu suhlen. Kreieren fiktive Szenarien um möglichst viel Gewalt und Perversitäten (die Vergewaltigungen stießen mir übel auf, sodass ich mich frage, wieso gewisse Romane in den Verlagen nicht tatsächlich gekürzt werden. Hier ist es def. zu viel des Abscheulichen!) darin unterzubringen. Bieten dem Leser einen Logenplatz als Voyeur bei all den Grausamkeiten und gebrochener moralischer Schranken. Sicher gibt es Leser, die das mögen. Ich gehöre nicht dazu.

Eine Welt, die in Schmutz, Elend, Armut, Nötigung, Lastern und Untugenden versinkt, hässliche Bewohner erbricht und obendrein an ihren Exkrementen erstickt. Soll sie doch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 14. April 2014
Von 
Melanie Ludes "Leseratte" (Kaiserslautern, Rheinland - Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
Inhaltsangabe (Quelle Blanvalet Verlag):
Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden.

Meine Einschätzung:
Ich habe mich wirklich sehr auf diesen Fantasyroman gefreut, doch leider vergeblich, wie ich gestehen muss.

Schon auf den ersten 100 Seiten hatte ich Mühe mich auf das Buch zu konzentrieren und ich bemerkte, wie ich mich sehr leicht ablenken ließ oder gar ganze Abschnitte nur überflog, statt Wort für Wort zu lesen. Das ist sonst nicht meine Art, wenn mich ein Buch von Anfang an fesselt.
Hinzu kam, dass der Schreibstil zumindest für mich - anstrengend, schwerfällig und holprig war. Ich habe auch nichts dagegen, wenn diverse Kraftwörter oder auch die Dialoge obszön sind, doch hier störte es mich ungemein. Keine Ahnung warum ... Der Schreibstil konnte mich einfach nicht so recht fesseln. Schade eigentlich, denn die Idee hinter dem Roman ist sicher nicht schlecht.
Doch dieUmsetzung war für mich eher unzureichend.

Selbst bei den Charakteren war keiner dabei bei dem ich sagen kann, dass er mich überzeugt hat. Selbst die "Guten" waren hier "schlecht" und nicht sonderlich sympathisch, so war es für mich nicht gerade überraschend, dass ich mich nicht für sie erwärmen konnte.
In vielen Fantasyromanen besteht irgendeine Art Beziehung zwischen den "Helden", doch hier konnte ich nichts dergleichen erkennen.

Man sollte meinen, dass ich das Buch an irgendeinem Punkt abgebrochen habe, doch nein ich las weiter. Okay, ich gestehe es, ich habe viel gebrowsed. Vereinzelte Abschnitte waren spannend, doch viele waren einfach nur langatmig und mir erschloss sich nicht wirklich der Sinn hinter dem ganzen.
Im Grunde war dieses Buch wie ein Autounfall: Schrecklich, aber man konnte auch nicht wegsehen.

Alles in Allem ein enttäuschender Roman, der mich denken lässt: Schade um die vergeudeten Lesestunden.

Mein Fazit:
2,5 Sterne sind mehr als gut gemeint, aber auch nur wegen dem was ich NICHT gelesen habe.
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3.0 von 5 Sternen Logische Ungereimtheiten und obszön…, 14. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
Ich habe vom Buch nur neun Seiten gelesen und es dann aus der Hand gelegt: denn der Autor ist ein Meister an logischen Ungereimtheiten! - Die obszöne Wortwahl gab mir dann den Rest.

Seite 13:
„Das schwere Ross riss Narben in den Boden …“
Hm, „Narben“? Eine Narbe ist im Allgemeinen eine auf der Hautoberfläche sichtbare Spur einer verheilten Wunde.

Seite 15:
„Krude Gestalten, die an Menschenfrauen mit dunklem Gefieder erinnerten. Sie krächzten ihren Hass laut in die Welt hinaus …“
Menschenfrauen mit dunklem Gefieder, die ihren Hass laut in die Welt hinaus krächzten …? Ein wahrhaft paradoxer Vergleich. Und „krächzen“ heißt im Allgemeinen, heisere, raue Töne von sich geben. Wenn diese Töne laut sind, dann ist das kein „Krächzen“ mehr!

Seite 20:
„…übers rote Kohlenfeuer. Sie schwitzten wie Schweine …“
Das Feuer der zum Erhitzen von Eisen verwendeten Holzkohle ist allgemein rot, das braucht man nicht extra erwähnen – und Schweine schwitzen nicht: denn sie haben keine Schweißdrüsen!

Seite 21:
„Herr Attamay packte die Eisenbrocken aus, suchte den geeignetsten heraus und legte ihn ins Feuer. Geduldig wartete er, bis das Metall heiß wurde und sich allmählich verformte …“
Fürs Erste gibt es in der Schmiederei den Terminus „Eisenbrocken“ nicht – und das Eisen im Feuer verformt sich nicht, wenn es schmiedbar wird. Schlimmstenfalls beginnt es durch die Sauerstoffzufuhr über die Esse zu „verbrennen“; aber auch erst dann, wenn es sich dem Schmelzpunkt nähert (klärte mich einer auf, der es wissen muss!).

Hier hat in erster Linie das Lektorat geschlampt
Die neun Seiten haben mir genügt. Ähnlich wie bei einem Essen in einem Restaurant, das mir nicht geschmeckt hat, habe ich es stehen gelassen bzw. das Buch zugeklappt – ; das kann ich, denn ich habe ja dafür bezahlt!

Schlussbemerkung:
Prinzipiell schreibe ich keine Einstern-Rezensionen, schon aus Respekt vor dem Verfasser, dessen Zeitaufwand und Mühe ich auch im vorliegenden Fall zu schätzen weiß.
Daher meine Entscheidung für eine Dreisterne-Bewertung!

Red Allaire
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht mein Geschmack, 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
Ich hab mir Gottbettler aufgrund des Covers und des ansprechenden Klappentextes gekauft. Ein Fehler.

Die Idee der Story ist durchaus gut durchdacht und man hätte sicher einiges daraus machen können. Was mich am meisten stört ist das Verhalten der drei "guten" Hauptcharaktere.
Ich habe nichts gegen "Anit-Helden" oder Badass Protoganisten aber mit Terca, Pirmen und Rudynar Pole konnte ich mich einfach nicht anfreuden. Der "böse" Charakter, Metcairn Nife hingegen ist mir fast ans Herz gewachsen. Er mag zwar der Heerführer des Gottbettlers also des "Bösen" sein, hat aber mehr Ehre und Prinzipen im Leib als die sogenannten Guten. Hätte man die Story nur aus seiner Sicht und mit ihm als den Guten geschrieben, könnte ich mir vorstellen, dass das Buch viel besser geworden wäre.

2 Sterne für einen guten Storyansatz und für Metcairn Nife!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viele Unklarheiten und Schwächen, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
Inhalt
Unter der Führung Metcairn Nifes, führt die Armee des Gottbettlers Krieg gegen die ganze Welt. Städte und Dörfer werden ausradiert, abertausende Menschen getötet. Es heißt, dass dieser Krieg der Welt Frieden bringen soll. Die einzige Waffe gegen den Gottbettler scheint der stumme Junge zu sein, doch dieser muss geführt werden. Der junge Magicus Pirmen wurde ausgesandt um den besagten Führer zu suchen und ihm zum Jungen zu bringen. Dass es sich dabei ausgerechnet um den Säufer Rudynar Pole handelt, hätte niemand ahnen können. Doch erst als die Kräuterhexe Terca die Gruppe vervollständigt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Es ist fraglich, ob sie es schaffen können die große Macht des Gottbettlers zu brechen doch sie sind die letzte Hoffnung.

Meine Meinung
Die Geschichte um den Gottbettler, ist viel mehr die Geschichte eines Krieges. Die Armee des Gottbettlers zieht durch das Land. Sie tötet, plündert, vergewaltigt und hinterlässt nichts als Unheil und Verderben. Angeführt von Metcairn Nife, lassen sie keinen Stein auf dem anderen. Sie folgen der Überzeugung, dass nur der Krieg Frieden bringen kann. Wenn erstmal alles vernichtet und die Menschen unterworfen wurden, dann kann das bessere Leben beginnen.

Metcairn Nife ist ein überzeugter Gefolgsmann des Gottbettlers. Er ist ein geschickter Planer und weiß, wie er seine Männer am Besten einsetzen kann. In seinem Rechten, Marmer Dune, und seiner Linken, Pae Loriander, hat er genau die Richtigen um seine Absichten in die Tat umzusetzen. Trotz seiner Erfolge ist er äußerst misstrauisch und denkt an die Zukunft. Metcairn weiß seine Gefolgsleute zu leiten, vertrauen tut er jedoch den Wenigsten. Einmal wurde er von einer Vertrauensperson betrogen, noch einmal soll dies aber nicht geschehen.

Ausgerechnet drei ziemlich ungleiche Kämpfer stellen sich gegen das Heer.
Der junge und noch unerfahrene Magicus Pirmen, der eigentlich nur seine Mission erfüllen will um dann weiter in Ruhe studieren zu können.
Die Kräuterhexe Terca, die schon zu lange lebt und hofft endlich sterben zu können, es jedoch einfach nicht schafft.
Und schließlich der ehemalige Krieger Rudynar Pole, der zum Säufer geworden ist und nun alles tut um an den nächsten Tropfen Alkohol zu kommen.
Zusammen sollen sie den stummen Jungen führen, der eine Wende in diesem Krieg bringen soll. Dies erweist sich jedoch als äußerst schwierig, da sie sich gegenseitig hassen.

Mir scheint, als hätte ich zu viele Erwartungen an dieses Buch gehabt. Die Welt an sich erschien mir schon interessant aufgebaut. On nun die Orte oder die Auseinandersetzungen, sie waren an sich gut ausgearbeitet und umschrieben. Bei den Charakteren aber, hatte ich ein ganz anderes Gefühl. Sie alle waren in meinen Augen unausgereift. Alles, was man von ihnen kennen lernen konnte, war der blanke Hass und Verachtung einander gegenüber. Da waren keine positiven Gedanken, keine wirkliche Hoffnung. Alles war negativ und deprimierend. Selbst die drei "Helden" haben nichts anderes getan als sich gegenseitig zu bekämpfen. Sie misstrauten einander und versuchten sich gegenseitig zu unterwerfen. Wie soll dabei was Vernünftiges bei rauskommen? Wie sollen sie den Krieg aufhalten, wenn sie doch nichts anderes tun als sich gegenseitig zu behindern?

Es gab auch so einige Dinge, die für mich in dieser Geschichte einfach keinen Sinn ergaben.
Zu einem wurde mir einfach nicht klar, weshalb die Magicus verstümmelt werden müssen um ihre Kräfte zu verstärken. Es wurde nirgendwo ausgeführt, wie es zu dieser Regelung gekommen ist. Wie kann ein abgetrenntes Körperteil dafür sorgen, dass die magische Kraft zunimmt?
Zum anderen war es auch die Situation des Krieges, die undurchsichtig war. Die Dörfer, Städte und Länder wissen, dass das Heer des Gottebettlers kommt und doch sind sie zumeist unvorbereitet. Sie lassen sich vom Krieg überrollen. Warum gibt es keine Armeen, die sich dem Heer entgegen stellen? Warum werden keine Vorbereitungen getroffen?
Ich muss gestehen, auch der Gottbettler selbst blieb mir ein Rätsel. Es liebt das Leben unter den Menschen und will sie dann doch unterwerfen. Während seine Armee alles vernichten, was ihr im Weg steht, lebt er seelenruhig in einem schönen Städtchen und genießt die Umgebung. Tja, seine Ziele haben sich mir nicht völlig offenbart.

Die Idee des Buches an sich ist nicht übel, die Sprache auch sehr gut angepasst. Es wird rau miteinander gesprochen, ohne jegliche Verschönerungen. Manchmal kam es deshalb auch äußerst ekelhaft rüber, doch es war für die Situation angepasst. Wie bereits erwähnt, die Idee ist nicht übel, die Ausführung hat aber ihre Schwächen.

Fazit
Michael M. Thurner hat eine viel versprechende Welt geschaffen, die Charaktere dabei aber zu blass und zu negativ angehaucht. Obwohl auch viele unterschiedliche Kreaturen eingeführt wurden, sind auch diese mehr Randerscheinungen geblieben. Alles in Allem bin ich doch enttäuscht, dass diese Geschichte nicht mehr hervorgebracht hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen story geht, aber schlecht geschrieben, 23. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
ich lese wirklich viel und gern fantasy bücher.
und ich lese meist alle zu ende, auch wenn sie mir nicht so gefallen! aber dies ist echt einer herausforderung!!!
von zwischendurch hochtrabenden ausdrücken und sätzen, springt es dann wieder in billige und obzönen ausdrucksweisen.
die geschichte ist sprunghaft erzählt und zwischendurch hat man das gefühl seiten verpasst zu haben.
ich hab mich durchgequält, kann das buch aber wirklich NICHT empfehlen!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessantes Grundgerüst, mangelhafte Ausführung, 20. Februar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gottbettler: Roman (Broschiert)
Das Buch hat mir bis zur Mitte eigentlich sehr gut gefallen, bis ich mich anhand des Storyfortschrittes gefragt habe, ob es vielleicht der erste Teil einer Serie ist. Ungefähr ab diesem Zeitpunkt fängt der Autor an, die eigentlich gut angefangene Welt und Story in immer schnelleren, größeren Schritten aufs Ende zurutschen zu lassen. Die letzten hundert Seiten gleichen einer lieblos dahingeworfenen Lawine, die schnell und schmerzfrei zu einem frustrierenden Ende führt.

Die letzte Hälfte des Buches liest sich, als hätte der Autor plötzlich keine Lust mehr auf die Welt und die Story gehabt, je näher das Ende rückt, desto mehr fasst er das Geschehen und die Motivationen der einzelnen Charaktere zusammen, bis man es selbst nicht mehr erwarten kann, das Buch endlich wegzulegen.

Ich werde das Buch niemandem weiterempfehlen.
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Der Gottbettler: Roman
Der Gottbettler: Roman von Michael Marcus Thurner (Broschiert - 21. Oktober 2013)
EUR 14,00
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