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VINE-PRODUKTTESTERam 2. November 2013
Was wusste Metcairn Nife schon über die Beweggründe dieses Einen, dem er mit all seiner Kraft und all seinem Verstand diente? (Seite 261)

Um sich diesem Buch zu nähern, ist es viel leichter zu erzählen, was es nicht ist: Es ist kein klassisches High-Fantasy Buch. Damit gibt es weder einen Kampf Gut gegen Böse (obwohl die Charaktere das vermutlich anders sehen), noch die bekannte Heldenreise, noch den aufbegehrenden Jüngling, der seine wahre Bestimmung findet. Die hohe Magie, die strahlenden Helden, eine emotionale Liebesgeschichte und ein klassisches Happy End - all das sucht man hier vergeblich.
Ist das dann überhaupt noch Fantasy? Hat Michael M. Thurner vielleicht das Rad neu erfunden?
Wenn man sich die Entwicklung auf dem Markt anschaut, sieht man klar den Trend, dass Geschichten aktuell vermehrt über die Charaktere geschrieben wird. Charaktere, die menschlich sind und vor allem Charaktere, deren Weg nicht gerade vor ihnen liegt, die zweifeln. Die ihre Umwelt und vor allem sich selbst in Frage stellen.
Das ist auch eine der Stärken dieser Geschichte. Sie wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Der Heerführer Metcairn Nife, der für den Gottbettler Krieg führt, um dem Land ewigen Frieden zu bringen und sich bemüht seine Fragen und seine Zweifel zu verdrängen. Der junge Magier Pirmen, mit dem der Leser lernen muss, dass Magie in dieser Welt etwas schrecklich Zerstörerisches ist. Rudynar Pole, der eine Entscheidung gegen sein altes Leben getroffen hat und daran scheinbar zerbrochen, aber vielleicht doch der stärkste Charakter der Geschichte ist. Und dann die "Dame" der Geschichte, die sich mit einem Zitat am besten selbst vorstellt. Dabei sei vorangestellt, dass "die Wand" hier stellvertretend für den Selbstmord steht:

Tercas Refugium, wo sie die Geheimen Künste ausübte, ihrer Sucht frönte und ihrem Beruf nachkam. Als Engelmacherin, Giftmischerin oder Hure - und manchmal, wenn die Wand sie nicht allzu sehr lockte, auch als Herrin der Unterstadt. (Seite 104)

Pirmen, Rudynar Pole und Tecra müssen sich nun zusammenraufen und sich gegen den Gottbettler, der bis zum Schluss eine sehr diffuse Figur bleibt, obwohl er akzentuierte Auftritte innerhalb der Geschichte hat, auflehnen. Dabei sind alle Beweggründe immer durchaus verständlich. Nicht nur diese unfreiwillige Gruppe, auch der Gottbettler und zumeist seine Heerführer meinen den richtigen Weg zu gehen.
Schlagen wir den Bogen zum Anfang der Rezension: Dies ist keine Liebesgeschichte. Klar, ist ja eine Fantasybuch. Ja, aber in welchem Fantasybuch verliebt sich NICHT mindestens einer der wichtigsten Charaktere oder handelt aus den Gefühlen einer verflossenen Liebe heraus? Die Liebe spielt in diesem Buch keine Rolle.
Es ist auch kein Fantasybuch für Jugendliche oder gar Kinder. Dieses Buch ist derb, düster, hart und realistischer, als manch einer es sich wünschen würde. Brutale Vergewaltigungen, Sadismus, Gewalt, Sex, Demütigungen, auf sehr derbe, ja eklige Art und Weise spielen von Beginn an eine Rolle. Sogar mein Magen rebellierte bei der einen oder anderen Szene und das, obwohl ich schon einiges gelesen habe. Die Beschreibungen dieses wahren Lebens sind eingängig und unverblümt, was sie nur umso realistischer wirken lässt.
Wenn man gemeinsam mit den Charakteren nicht nur gekämpft, sondern auch gelitten, gesoffen, gehurt, gekotzt und wieder aufgestanden ist, befindet man sich am Ende einer Geschichte, die tatsächlich in sich abgeschlossen ist, was tatsächlich ungewöhnlich in diesem Genre ist. Alle Fäden werden logisch zusammengefügt. Wie man diesen Abschluss nun nennen will, bleibt dahin gestellt. Er ist gelungen und der Leser bleibt nicht unbefriedigt, das kann gesagt werden.

"Ich hatte gehofft, diese schlechte Angewohnheit, den Helden zu spielen, längst abgelegt zu haben. Helden sind Idioten, und meist haben sie ein relativ kurzes Leben." (Seite 371)

Fazit: Fantasy für Erwachsene, nur für Erwachsene. Dieses Buch gehört mit seiner brutalen Realität und seinen deutlichen Beschreibungen des Derben, Demütigenden und des Perfiden gehört nicht in die Hände von Minderjährigen. Alle anderen erleben eine Geschichte, die so ganz anders ist, als ihre artverwandten und die damit zu faszinieren weiß. Eine Faszination, die man sich vielleicht nicht selbst eingestehen will, da zugleich Ekel geweckt wird. Am meisten überzeugen Charaktere, die keinen geraden Weg vor sich finden, sondern menschlich zweifeln und in Frage stellen.
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am 24. Mai 2014
Inhalt
Unter der Führung Metcairn Nifes, führt die Armee des Gottbettlers Krieg gegen die ganze Welt. Städte und Dörfer werden ausradiert, abertausende Menschen getötet. Es heißt, dass dieser Krieg der Welt Frieden bringen soll. Die einzige Waffe gegen den Gottbettler scheint der stumme Junge zu sein, doch dieser muss geführt werden. Der junge Magicus Pirmen wurde ausgesandt um den besagten Führer zu suchen und ihm zum Jungen zu bringen. Dass es sich dabei ausgerechnet um den Säufer Rudynar Pole handelt, hätte niemand ahnen können. Doch erst als die Kräuterhexe Terca die Gruppe vervollständigt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Es ist fraglich, ob sie es schaffen können die große Macht des Gottbettlers zu brechen doch sie sind die letzte Hoffnung.

Meine Meinung
Die Geschichte um den Gottbettler, ist viel mehr die Geschichte eines Krieges. Die Armee des Gottbettlers zieht durch das Land. Sie tötet, plündert, vergewaltigt und hinterlässt nichts als Unheil und Verderben. Angeführt von Metcairn Nife, lassen sie keinen Stein auf dem anderen. Sie folgen der Überzeugung, dass nur der Krieg Frieden bringen kann. Wenn erstmal alles vernichtet und die Menschen unterworfen wurden, dann kann das bessere Leben beginnen.

Metcairn Nife ist ein überzeugter Gefolgsmann des Gottbettlers. Er ist ein geschickter Planer und weiß, wie er seine Männer am Besten einsetzen kann. In seinem Rechten, Marmer Dune, und seiner Linken, Pae Loriander, hat er genau die Richtigen um seine Absichten in die Tat umzusetzen. Trotz seiner Erfolge ist er äußerst misstrauisch und denkt an die Zukunft. Metcairn weiß seine Gefolgsleute zu leiten, vertrauen tut er jedoch den Wenigsten. Einmal wurde er von einer Vertrauensperson betrogen, noch einmal soll dies aber nicht geschehen.

Ausgerechnet drei ziemlich ungleiche Kämpfer stellen sich gegen das Heer.
Der junge und noch unerfahrene Magicus Pirmen, der eigentlich nur seine Mission erfüllen will um dann weiter in Ruhe studieren zu können.
Die Kräuterhexe Terca, die schon zu lange lebt und hofft endlich sterben zu können, es jedoch einfach nicht schafft.
Und schließlich der ehemalige Krieger Rudynar Pole, der zum Säufer geworden ist und nun alles tut um an den nächsten Tropfen Alkohol zu kommen.
Zusammen sollen sie den stummen Jungen führen, der eine Wende in diesem Krieg bringen soll. Dies erweist sich jedoch als äußerst schwierig, da sie sich gegenseitig hassen.

Mir scheint, als hätte ich zu viele Erwartungen an dieses Buch gehabt. Die Welt an sich erschien mir schon interessant aufgebaut. On nun die Orte oder die Auseinandersetzungen, sie waren an sich gut ausgearbeitet und umschrieben. Bei den Charakteren aber, hatte ich ein ganz anderes Gefühl. Sie alle waren in meinen Augen unausgereift. Alles, was man von ihnen kennen lernen konnte, war der blanke Hass und Verachtung einander gegenüber. Da waren keine positiven Gedanken, keine wirkliche Hoffnung. Alles war negativ und deprimierend. Selbst die drei "Helden" haben nichts anderes getan als sich gegenseitig zu bekämpfen. Sie misstrauten einander und versuchten sich gegenseitig zu unterwerfen. Wie soll dabei was Vernünftiges bei rauskommen? Wie sollen sie den Krieg aufhalten, wenn sie doch nichts anderes tun als sich gegenseitig zu behindern?

Es gab auch so einige Dinge, die für mich in dieser Geschichte einfach keinen Sinn ergaben.
Zu einem wurde mir einfach nicht klar, weshalb die Magicus verstümmelt werden müssen um ihre Kräfte zu verstärken. Es wurde nirgendwo ausgeführt, wie es zu dieser Regelung gekommen ist. Wie kann ein abgetrenntes Körperteil dafür sorgen, dass die magische Kraft zunimmt?
Zum anderen war es auch die Situation des Krieges, die undurchsichtig war. Die Dörfer, Städte und Länder wissen, dass das Heer des Gottebettlers kommt und doch sind sie zumeist unvorbereitet. Sie lassen sich vom Krieg überrollen. Warum gibt es keine Armeen, die sich dem Heer entgegen stellen? Warum werden keine Vorbereitungen getroffen?
Ich muss gestehen, auch der Gottbettler selbst blieb mir ein Rätsel. Es liebt das Leben unter den Menschen und will sie dann doch unterwerfen. Während seine Armee alles vernichten, was ihr im Weg steht, lebt er seelenruhig in einem schönen Städtchen und genießt die Umgebung. Tja, seine Ziele haben sich mir nicht völlig offenbart.

Die Idee des Buches an sich ist nicht übel, die Sprache auch sehr gut angepasst. Es wird rau miteinander gesprochen, ohne jegliche Verschönerungen. Manchmal kam es deshalb auch äußerst ekelhaft rüber, doch es war für die Situation angepasst. Wie bereits erwähnt, die Idee ist nicht übel, die Ausführung hat aber ihre Schwächen.

Fazit
Michael M. Thurner hat eine viel versprechende Welt geschaffen, die Charaktere dabei aber zu blass und zu negativ angehaucht. Obwohl auch viele unterschiedliche Kreaturen eingeführt wurden, sind auch diese mehr Randerscheinungen geblieben. Alles in Allem bin ich doch enttäuscht, dass diese Geschichte nicht mehr hervorgebracht hat.
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am 8. Dezember 2013
...viel mir selten so schwer ein Buch für mich selbst zu beurteilen...hab das Buch gerade zu Ende gelesen und es lies mich nach den letzten Seiten etwas ratlos zurück, - nicht durchwegs enttäuscht, da mir der Roman über weite Strecken doch ausgesprochen gut gefiel - doch irgendwie fehlte etwas.
Einerseits empfand ich die für einen Fantasyroman doch recht ungewöhnliche Zeichnung der Haupcharaktere durchwegs gelungen (weil eben nicht 08/15- mal was Neues) - andererseits gestaltet sich die Konstelation der "Guten" zu deren Widersacher (dem Gottbettler) dadurch als etwas schwierig, da im Grunde nur Antihelden das Buch bevölkern (und keiner davon steht wirklich eindeutig auf der "Guten" Seite). Anders ausgedrückt: es ist ein Kampf bei dem die Haupt-Protagonisten (beider Seiten mit Ausnahme des Gottbettlers selbst) nur zwischen dem bestehenden oder dem neuen/drohenden "Übel" wählen können.
Dass in modernen Fantasyromanen das rein Gute und das gänzlich Böse in diesem Sinne kaum mehr vertreten ist und alle Charakter mehr oder weniger ausgeprägte Wesenszüge in beide Richtungen sowie Stärken und Schwächen aufweisen (was auch gut so ist), ist inzwischen Gang und Gäbe - so auch im Gottbettler; allerdings eben stark zugunsten der "dunklen" Seite.
Quasi jeder der Hauptcharaktere hat mehr oder weniger Dreck am Stecken, was auch in vielen detailiert beschriebenen Varianten an Brutalitäten (von Mord bis Vergewaltigung ist alles dabei und quasi an der Tagesordnung) vor dem Leser ausgebreitet wird.
Hauptkritikpunkt meinerseits ist im oben genannten Zusammenhang der "Bösewicht" als Solcher: Dieser tritt in Form eines Wesens (Gottähnliches Wesen mit selbst gewähltem Erscheinungsbild eines Bettlers) auf das in mir keinerlei Emotionen hervorrufen konnte - mal als Initiator eines endlosen Feldzuges der die Welt befrieden soll dargestellt - mal (auf den letzten Seiten) als völlig chaotisches (offenbar) in mehreren Sphären präsentes/existierendes (was auch immer -wird nicht wirklich ersichtlich erläutert) Wesen ohne ersichtlichen bzw. logischen Antrieb.
Gerade hier wurde m.M nach Potential verschenkt - das "Böse" ist nicht wirklich greifbar und lässt kaum Emotionen aufkommen - auch dadurch ausgelöst, dass die Vertreter der "Guten Seite" (eine altersschwache lebensmüden Hexe, ein Hasserfüllter verkrüppelter Magier und ein Säufer) sich, wie wiederholt dargestellt, nicht wirklich im Klaren sind ob sie überhaupt auf der richtigen Seite stehen. Selbst die vermeintliche "Marionette" des Gottbettlers - dessen Heerführer - sieht sich selbst immer wieder zweifeln ob der ewigen Kriegspläne seines Herrn. Auch der Leser selbst soll da wohl vor eine schwerwiegende Frage gestellt werden - ist eine durch Krieg und Befriedung erzwungener "Frieden" (genauere Ziele werden nicht wirklich plausibel erläutert) unter der Fuchtel eines Gottähnlichen Wesens besser als die bis dato herrschenden anarchischen Zustände? Man könnte hier natürlich einen geschickten "anspruchsvollen" Zug des Autors sehen oder sogar Parallelen zu Politik heutzutage ziehen o.ä. - meiner Ansicht nach verschenkt der Roman aber gerade hier seine volle Punktzahl - der Spannungsbogen leidet darunter doch ziemlich.
Kurzfassung: Ein klarer definiertes Fantasy-"Übel" wäre doch sehr förderlich gewesen.
Bis auf diesen Punkt macht der Autor ansonsten sehr viel richtig: Als sehr positiv empfand ich die schön durchzeichneten Charaktere und deren Wandlungen. Auf der einen Seite die uralte Terca, eine Hexe die schon seit langer Zeit das Weltengeschehen mitbeeinflusst und trotzdem oder gerade deswegen ständig in selbszweifeln versinkt und in der "Wand" (die Klippen vor der Stadt)zu Beginn des Buches noch versucht nach vielen missglückten Anläufen ihrem Leben ein Ende zu bereiten um endlich "vergessen zu können".
Auch der kleinwüchsige und zu Anfang noch rechtschaffene Magus-Anwärter Pirmen gibt durch seine Verkrüppelung (und damit verbundenen durch Hass gesteigerten magischen Fähigkeiten) und einer völligen Wandlung hin zu einem durch und durch verabscheuungswürdigen Menschen eine interessante Figur ab - ebenso wie dessen Begleiter der "Säufer", ehemals ein hohes Tier in der jetzt feindlichen Armee, deren Heerführer auf der anderen Seite als eine ebenso detailliert ausgearbeitete Figur dargestellt wird und ähnlich wie Terca mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat.
Auch die Sprache gefiel mir durchwegs sehr gut, das Buch ist flüssig zu lesen und der Schreibstil des Autors bewegt sich auf durchaus hohem Niveau, erinnerte mich gerade in den Anfängen des Buches noch etwas an den Schreibstil von Patrick Rothfuss in "Der Name des Windes".
Zusammenfassung: Vom Schreibstil und von der Charakterdarstellung-und Entwicklung her sehr lesenswerter Roman - was (mir) in erster Linie fehlte war ein plausibel dargestellter Bösewicht mit nachvollziehbaren Ambitionen - ähnlich z.B. wie im ansonsten auch durchaus guten "Der Rote Ritter".
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Klappentext:
Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden.

Autor:
(Quelle: Blanvalet)
Michael Marcus Thurner, geboren 1963, veröffentlichte erste Romane im Rahmen der PERRY RHODAN-Fan-Edition, bevor er im Jahr 2002 als Stammautor in die ATLAN-Serie einstieg. Seit Anfang 2005 schreibt Thurner als festes Mitglied im PERRY RHODAN-Team. Der Autor lebt und arbeitet in Wien.

Eigene Meinung:
Ist es nicht großartig kurz vor Jahresende noch mal so ein Highlight unter die Nase zu bekommen wie es „Der Gottbettler“ ist? Als Fan des Genres Fantasy habe ich schon einige Bücher aus diesem Bereich gelesen und war völlig fasziniert, dass es einem Autor gelingt einen Roman zu konzipieren, der nicht nur von hoher sprachlicher Qualität ist, sondern auch mit Hilfe seiner Charaktere versteht seine Leser völlig in Bann zu ziehen.
Angst und Schrecken ziehen durchs Land. Grund dafür sind die Horden des Gottbettlers, der blutrünstig und rücksichtslos seine Ziele verfolgt. Es kann jederzeit jeden treffen, keiner kann ihm entkommen. Es ist an der Zeit ihm endlich Einhalt zu gebieten. Dafür sollen die junge Terca und der Krieger Rudynar Pole sorgen, der versucht die Schrecken seiner Kampferfahrungen im Alkohol zu ertränken. Gemeinsam mit dem Magier Pirmen, dessen Meister diesen Kampftrupp weißgesagt hat, ziehen sie in einen schier unmöglichen Kampf. Denn trotz der Spuren, die der Gottbettler hinterlässt, ist nicht ganz klar, wer er wirklich ist.
Michael Marcus Thurner ist ein wirklich genialer Fantasyroman gelungen. „Der Gottbettler“ spielt im Stile großer Sagen mit dem Mythos eines kampflustigen Barbaren, dessen Spuren auch für den Leser sichtbar, jedoch nicht greifbar sind. Der Name „Gottbettler“ passt in diesem Sinne ausgezeichnet, denn wie sein Namensgeber ist der Glaube an ihn unerschütterlich und seine Anhänger kämpfen für ihn, obwohl sie damit großen Schaden anrichten, zweifeln nicht an seiner Existenz und können dennoch nicht beschreiben wie er aussieht.
Die Protagonisten Pirmen, Terca und Rudynar Pole sind Charaktere wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe. Man kann wohl kaum davon sprechen, dass sie dem Leser ans Herz wachsen, und dennoch kann man sich ihnen nicht entziehen. Ekel und Abscheu sind an manchen Stellen ebenso groß wie die Faszination, die sie auf mich ausüben.
Und dann lässt der Autor in all dieses Elend inmitten der Kriegsschauplätze auch noch eine Liebesgeschichte einfließen. Wie macht er das, dass er zwei so unterschiedliche Handlungsstränge so gekonnt zu einem verknüpft, dass es nicht nur eine flüssige, sondern auch bannende Erzählung ergibt? Ich bin wahrlich begeistert. Der Mann versteht sein Handwerk und ich hoffe er kehrt nicht nur zu Perry Rhodan zurück, sondern bleibt dem Genre des Fantasyromans treu. Das Ende der Geschichte lässt mich ein wenig hoffen. Es bleibt Spielraum für weitere Gedankengänge.

Fazit:
„Der Gottbettler“ ist ein Highlight des Genres Fantasy, das durch Schläue, sehr eigensinnige Charaktere und einer für mich völlig neuen und unerwarteten Geschichte zu begeistern weiß. Es ist nichts für schwache Mägen. Brutal und direkt erzählt der Autor den Mythos eines Mannes der blutrünstig seine Spuren hinterlässt. So authentisch und real, dass der Leser Angst bekommt diesem selbst in die Hände zu fallen. Mehr davon!!
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am 18. Mai 2014
Das Buch fing am Anfang recht harmlos und interessant an doch nach und nach wurde es immer geschmackloser und die Handlung war zu vorhersehbar.
Das Ende hat mich nicht wirklich überrascht und ich fand es regelrecht enttäuschend.
Die Charaktere, nun ja, an sich ähnelten sie sich alle sehr was sich auf dem Verlauf des Buches zurückziehen lässt und dem Autor daher keine andere Wahl blieb, als alle so zu halten.
Einige Dinge in dem Buch fand ich unlogisch bzw. einfach zu sehr durchschaubar, was recht schade war sowie die vulgäre Sprache die 80% des Buches ausmacht. Gut, ich habe nichts dagegen wenn hier und da mal was obszönes steht aber wenn es die ganze Handlung über so weitergeht...Irgendwann war es einfach nur nervig.

Als das Buch zu Ende war, war ich froh und ich werde es sicherlich kein zweites Mal lesen. Aus der Grundidee hätte man wirklich sehr viel machen können doch leider hat der Autor diese für mich nicht überzeugend genug umgesetzt.
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am 11. Januar 2014
Ich hab mir Gottbettler aufgrund des Covers und des ansprechenden Klappentextes gekauft. Ein Fehler.

Die Idee der Story ist durchaus gut durchdacht und man hätte sicher einiges daraus machen können. Was mich am meisten stört ist das Verhalten der drei "guten" Hauptcharaktere.
Ich habe nichts gegen "Anit-Helden" oder Badass Protoganisten aber mit Terca, Pirmen und Rudynar Pole konnte ich mich einfach nicht anfreuden. Der "böse" Charakter, Metcairn Nife hingegen ist mir fast ans Herz gewachsen. Er mag zwar der Heerführer des Gottbettlers also des "Bösen" sein, hat aber mehr Ehre und Prinzipen im Leib als die sogenannten Guten. Hätte man die Story nur aus seiner Sicht und mit ihm als den Guten geschrieben, könnte ich mir vorstellen, dass das Buch viel besser geworden wäre.

2 Sterne für einen guten Storyansatz und für Metcairn Nife!
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am 2. Februar 2014
Ausgezeichneter Roman. In der Tradition der härteren und "magiefreien" Fantasy schickt Thurner seine Helden durch eine wüste, gnadenlose Welt, in der niemand so simpel ist, wie es erscheinen mag. Das Buch ist konsequent ohne Rücksicht auf Verluste. Die Hauptfiguren verändern sich nach und nach, je mehr Ungemach ihnen zustößt - und nicht alle Veränderungen sind positiv.

Ohne es vergleichen zu wollen, aber in diesem Buch wird mit den Hauptfiguren ähnlich hart umgesprungen wie es bei "Game of Thrones" der Fall ist - bzw. "Lied von Eis und Feuer", um bei den Buchtiteln zu bleiben. Vielleicht nicht ganz so drastisch, aber es ist ebenso schmutzig, derb, obszön, blutig, bitter, ich bin ja fast versucht, "realistisch" zu sagen, was natürlich absurd ist bei Fantasy.

Thurner hat hier eine für mich rundum faszinierende Welt geschaffen, die Klischees nimmt und total verdreht, beziehungsweise mit ganz eigenständigen Neuigkeiten aufwarten kann, die eine sehr schöne Bereicherung der Fantasy darstellen. Ich freue mich auf ein weiteres Buch aus der Welt des Gottbettlers.
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am 20. Februar 2014
Das Buch hat mir bis zur Mitte eigentlich sehr gut gefallen, bis ich mich anhand des Storyfortschrittes gefragt habe, ob es vielleicht der erste Teil einer Serie ist. Ungefähr ab diesem Zeitpunkt fängt der Autor an, die eigentlich gut angefangene Welt und Story in immer schnelleren, größeren Schritten aufs Ende zurutschen zu lassen. Die letzten hundert Seiten gleichen einer lieblos dahingeworfenen Lawine, die schnell und schmerzfrei zu einem frustrierenden Ende führt.

Die letzte Hälfte des Buches liest sich, als hätte der Autor plötzlich keine Lust mehr auf die Welt und die Story gehabt, je näher das Ende rückt, desto mehr fasst er das Geschehen und die Motivationen der einzelnen Charaktere zusammen, bis man es selbst nicht mehr erwarten kann, das Buch endlich wegzulegen.

Ich werde das Buch niemandem weiterempfehlen.
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am 25. April 2016
Das Buch ist wirklich klasse. Sehr spannend gehalten und gut geschrieben. Es ließt sich sehr flüssig, man möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Aufgrund der negativen Beurteilungen, habe ich gezögert mir das Buch zu kaufen, ich habe es aber nicht bereut. Sehr empfehlenswert, zumindest in meinen Augen.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Februar 2014
"Der Gottbettler" ist Fantasy vom Feinsten. High Class Fantasy mit allem, was das Leseherz begehrt. Düster, derb, vielseitig... Es wird keinen Frieden ohne Krieg geben!

Zum Inhalt:
"Er überzieht die Welt mit Krieg, um ihr den Frieden zu bringen

Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden.

Düster, hart und sehr realistisch."

Schreibstil:
Michael Marcus Thurner beweist in seinem Fantasy-Erlebnis sein Können und schriftstellerisches Geschick. Gerade im Fantasy Genre ist es schwierig, die Geschmäcker der Leser zu treffen. Allein durch den gekonnten Wechsel der Perspektive lockert er sein komplexes und anspruchsvolles Werk gelungen auf. Im Fantasy Genre kann es schnell zu unrealistischen Übertreibungen, zu viel Schlächtereien, Kämpfen und Todschlag kommen, Autor Marcus Thurner hat diese Gratwanderung toll gemeistert und seine Mischung fein abgestimmt. Das Wort fein darf hier nicht falsch verstanden werden, denn M. Thurner nimmt kein Blatt vor dem Mund, er ist derb, direkt, düster und hart. Er lässt durch seinen bildhaften Schreibstil Szenen und Schauplätze lebendig werden. Er formt tolle Charaktere und sorgt schreiberisch für viel Spannung und Action. Ihm gelingt es, den Leser an die Seiten zu fesseln. Das Buch liest sich, trotz der Komplexität eines Fantasyromanes, leicht und flüssig, die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind von anspruchsvoller Kost.

Cover:
Das Motiv wirkt für mich wie ein Mittelalterroman. Das ist keineswegs negativ zu deuten, denn die "ausgelutschten" typischen Fantasycover hat man schon zu genüge gesehen. Dieses Cover ist schlicht, dezent und spricht meinen Geschmack sehr an. Eine gelungene Wahl. Das Cover wirkt mystisch und geheimnisvoll und gibt einen gekonnten Anreiz auf den Inhalt!

Charaktere:
Das Buch überzeugt mit seinen sympathischen und unsympatischen Charakteren, die einem schon zu Beginn der Geschichte nahe gebracht werden. Einige Protagonisten wird man jedoch bis zum großen Finale noch immer nicht mögen. Aber auch viele Nebencharaktere bilden eine zentrale Rolle im Buch. Man begleitet eine stimmige Auswahl an unterschiedlichen Persönlichkeiten und Figuren. Diese entwickeln im Laufe der Handlung ein Eigenleben und lassen sich nicht mehr bremsen. Ein Buch, was durch die Charaktere und Figuren lebt! Jeder einzelne mit Herzblut erschaffen und scheinbar bis ins kleinste Detail durchdacht. Allen voran hat mir Protagonistin Terca gefallen. Sie ist stark, geheimnisvoll und überrascht. Zudem lernen wir weitere Wesen kennen, die nicht alle Klischees erfüllen, sondern mal eine ganz andere Formung durchlebt haben. Hier glänzen die Zwerge besonders durch Individualität. Besondere Gruppen, interessante Völker, fremde Welten, all dieses summiert dieses Buch zu einem Erlebnis.

Autor:
"Michael Marcus Thurner, 1963 geboren in Wien und ebendort aufgewachsen, übte nach mehreren Hochschulsemestern in Anglistik, Geschichte und Geographie eine Reihe unterschiedlichster Jobs aus, die ihn in ihrer Bandbreite vom Kranzbinder in Irland bis zum Herrscher über eine Stickmaschine machten.
2002 beschloß er, sich als Autor zu versuchen. Seit 2005 arbeitet er als Team-Mitglied der PERRY RHODAN-Autorenschaft. Nebenaspekte seiner schriftstellerischen Tätigkeit waren seitdem u.a. die Mitarbeit an einem PC-Spiel, Exposé-Gestaltung für Buch- und Heftserien, die Mitarbeit an zwei Programmen des Kabarettisten und Buchautors Leo Lukas sowie die Veranstaltung von einwöchigen Schreibcamps.
Wann immer er Zeit findet, sitzt er an seinen eigenen Projekten. So sind die Bücher "Turils Reise" (2009) und "Plasmawelt" (2010) im vom ihm entwickelten Universum namens "Kahlsack" angesiedelt. Im Oktober 2013 erschien "Der Gottbettler", sein erstes serienunabhängiges Fantasy-Werk.
Weitere Infos finden sich auf der Homepage [...]
Schauplätze:
Thurner hat eine neue Welt erschaffen, die Welt des Gottbettler. Er ruft beim Leser Bilder hervor und überzeugt durch viele Details. Seine Welt bringt er den Lesern schon sehr früh nah und lässt sie weiter wachsen. Man spürt die Dunkelheit, die Gefahr aber auch die Möglichkeiten der Magie. Eine gelungene Welt, in der man sich als Leser rasch zurecht finden kann. Als Hilfestellung darf man sich über eine Karte im Buch freuen.

Meinung:
"Der Gottbettler" von Michael Marcus Thurner ist eine gelungene runde Fantasy Geschichte und hat mich fasziniert unterhalten und komplett überzeugt. Der Autor unterhielt mich gekonnt mit einer Mischung aus Action, Spannung, Magie und Dramatik. Viele Hürden und Rätsel gab es zu überwinden und zu nehmen. Kämpfe wurden ausgetragen, es ging um Macht und Ehre, um Hoffnung und Leid um Krieg und Frieden und um den Gottbettler.
Das Buch hat mich rundum gut unterhalten und der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Seine Idee hat er wirklich grandios umgesetzt, sodass dieses Buch all meine Erwartungen erfüllt. Das Ende ist an sich abgeschlossen, lässt aber überraschendes Potential für eine Fortsetzung!

Fazit:
Von mir eine absolute Leseempfehlung mit 5 Sternen, für Leser, die gute Fantasyliteratur schätzen und lieben!
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