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Kundenrezensionen

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am 15. Mai 2014
Inhalt:
Eine Selbstmord-Epidemie rollt über das Land. Es betrifft Jugendliche, die noch keine achtzehn Jahre alt sind. Zu ihrem Schutz kommen die Infizierten in das Programm. Das Programm verspricht hundertprozentige Heilungschancen und bislang hat sich auch noch keiner der Rückkehrer etwas angetan.
Sloane, die schon einige Leute durch Selbstmorde und auch durch das Programm verloren hat, würde in der Öffentlichkeit niemals ihre Gefühle zeigen, denn das wäre ein Indiz dafür, dass sie sich infiziert hätte.
Es gibt nur eine Person, der sie vertraut und das ist ihr Freund James. Wenn die zwei untereinander sind, lassen sie ihren Gefühlen freien Lauf und geben sich Halt, doch dann kann auch James nicht mehr und bricht zusammen. Das Programm holt ihn und Sloane hat Angst, dass er sie danach nicht mehr wiedererkennt. Sie versucht alles um ihn zu retten, dabei verliert sie sich selbst.

Meine Meinung:
Jetzt hat es solange gedauert, bis ich dieses Buch angefangen habe und ich frage mich wieso.
So kurz nach dem Lesen kann ich nur sagen, dass ich mehr James möchte. Mehr Sloane. Mehr Realm.
Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt. Der Schreibstil hat mich gleich in die Geschichte tauchen lassen und alles wurde so greifbar und echt beschrieben, dass ich mit den Protagonisten gezittert habe. Die Emotionen die im Buch geschrieben standen haben mich erreicht und nicht selten erwischte ich mich dabei, wie mir eine Träne über die Wangen kullerte.
Eine schreckliche Vorstellung, dass sich immer mehr Jugendliche umbringen, aber noch schrecklicher ist die Vorstellung vom Programm. Ein Programm, das Gefühle und Erinnerungen auslöscht. Nicht nur die Negativen, sondern auch die Positiven. Wer sind wir, wenn wir uns nicht mehr an unsere Vergangenheit erinnern können? Wenn wir nicht mehr wissen wen wir geliebt haben und wer unsere Freunde waren.
Schon am Anfang des Buches wird klar, dass sich in den letzten Jahren ein Ausnahmezustand gebildet hat. Niemand kann sich erklären, was die Krankheit/Seuche ausgelöst hat und doch sind vor allem die Eltern froh, dass es das Programm gibt. Auch wenn die Kinder im ersten Moment die Eltern verachten, so kann ich sie als Mutter auch verstehen. Wenn es zwei Möglichkeiten gäbe und zwar ob das Kind sich umbringt, oder ob man die Vergangenheit auslöscht, so würde ich zum Zweiten tendieren. Wäre ich die Jugendliche, so kann ich natürlich verstehen, dass diese jungen Menschen lieber tot, als eine leere Hülle sind.
Mir hat die Idee des Buches sehr gut gefallen und mich hat alles überzeugt. Nichts wirkte gestellt, oder aufgesetzt.
Die Liebe zwischen Sloane und James ist so echt und spürbar, auch wenn es in einer schwierigen Zeit ist. Man spürt, dass der Kummer die zwei noch enger zusammen treibt und das sie sich gegenseitig beschützen wollen. Gerade James versucht immer stark zu sein und irgendwann kann er einfach nicht mehr, weil der Druck so stark ist.
Neben den Gefühlen überzeugen aber auch die unterschiedlichen Charaktere. Widerliche Pfleger, liebenswerte Patienten aus dem Programm und auch Sloanes Vater ist ein ganz herzlicher Mensch.
Bei diesem Buch fühlte ich mich immer wie mitten drin, ich war dabei und ich kann es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen, die Anfang 2015 bei Blanvalet erscheinen soll.

Fazit:
Die Autorin hat eine fabelhafte Geschichte grandios zu Papier gebracht. Ein Buch, das einen dauerhaften Platz im Bücherregal erhält.
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am 23. Mai 2014
Das Cover hat mich nicht wirklich dazu animiert, mir dieses Buch näher anzuschauen, eher überkommt mich ein seltsam unbehagliches Gefühl, wenn ich dieses gemalte Gesicht ansehe. Der Gesichtsausdruck ist sehr schwer zu deuten. Ist sie wütend/konzentriert/beides/gar nichts von beiden? Vielmehr hat mich der Klappentext neugierig gemacht und viele positive Rezensionen. Der Titel klingt wie eine Drohung oder ein Befehl, was sehr gut zur Story und zum "Programm" passt.

Ich bin ganz ehrlich: auf den ersten Seiten, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Wie unheimlich echt, fesselnd und direkt alles beschrieben ist, es ist, als würde der Leser als Geist direkt neben unserer Protagonistin mitten in dieser Situation stecken. Die Atmosphäre ist geradezu greifbar: kalt, verzweifelt, hilflos, ängstlich, tot, düster und doch ist alles nach Außen hin sauber, weiß und steril.

In Amerika ist eine Selbstmord-Epidemie unter den Teenagern und Jugendlichen ausgebrochen. Immer mehr entscheiden sich die illegale Droge QuickDeath zu nehmen und zu sterben, nachdem sie für eine Weile stark depressiv werden und sich in ihrem Charakter verändern. Die Regierung hat sich deshalb an die Wissenschaft gewendet und "Das Programm" eingeführt. Die Jugendlichen stehen bis zum 18. Lebensjahr unter strenger Beobachtung, das kleinste Zeichen von Depression und man wird in "das Programm" gebracht, wo einem die Erinnerungen rausgeschnitten werden und man als "Rückkehrer" nur noch leer, ohne Erinnerungen und emotionslos zurückkehrt. Sloane hat vor zwei Jahren ihren großen Bruder Brady sterben sehen, als er mit einem Sprung in einen Strudel Selbstmord beging. Sein bester Freund war James und schon vor seinem Tod waren Sloane und James ein Paar. Beide verstecken ihre Trauer so gut es geht, sonst wären sie verloren. Sie lieben sich wie verrückt. Sie sind entschlossen, sodass sie eher sterben würden, als ihre Erinnerungen zu verlieren und sie geben sich trotz all der geballten Hilflosigkeit um sie herum, gegenseitig Kraft. Doch dann wird James geholt und Sloane verzweifelt an ihrer Trauer...

Trotzdem blieb der Schreibstil immer sehr gut und flüssig. Die Autorin geht sehr wenig auf die Umgebung oder das Aussehen der Charaktere ein, dafür erweckt sie sie zum Leben, indem sie sie einfach sprechen und tun lässt, sodass man sie trotzdem vor Augen hat. Das zu schaffen ist kein Zuckerschlecken und ich war sehr davon beeindruckt. Die gesamte Story wird aus Sloanes Perspektive in Ich-Form und Gegenwart erzählt und trotzdem blieb sie mir als Protagonistin den Großteil des Buches sehr fremd und distanziert, auch weil sie sehr passiv wirkt. Erst ganz am Ende wurde ich ein bisschen mit ihr warm, doch ich spüre da noch Luft nach oben.

Die Handlung im Mittelteil zieht sich sehr in die Länge und es scheint, als komme man überhaupt nicht mehr voran. Das gesamte Buch an sich ist nicht sehr spannend und hat nicht viel Action, aber bei einem Plot, wo es um steigende Selbstmordraten und das Löschen von Erinnerungen geht, ist diese "Leere" nur zu erwarten. Woran die Autorin jedoch nicht spart, sind die Gefühle und das Drama zwischen Sloane und James. Ihre große Liebesgeschichte wird sehr stark betont und detailreich beschrieben, was der eine Leser begrüßt, den anderen jedoch auch irgendwann auf die Nerven gehen kann. Ich fand es süß!

Was den dystopischen Aspekt angeht, bin ich etwas enttäuscht. Gerade am Anfang weckt diese "Krankheit" sofort das Interesse, weil es erstmal eine neue Idee ist. Doch die Autorin lässt den Leser das gesamte Buch über im Dunkeln tappen. Es gibt nur wenige Antworten auf meine Fragen, doch das Ende macht Hoffnung auf eine aufschlussreichere Fortsetzung. Apropro Ende, das fand ich einfach super! Sloane scheint, was ihren Tatendrang und ihre Willenskraft angeht, zu wachsen und endlich bekommt sie Persönlichkeit. Auch die Story lebt dadurch wieder auf und es wird spannend. Es endet letztendlich sehr offen und ich bin schon gespannt, wie es mit Sloane und James weitergeht!

Fazit:
3,5 von 5 Punkten! :)
Leider etwas langatmig und kaum Antworten, jedoch große Gefühle!
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am 23. August 2013
Sloane lebt in einer Welt in der Jugendliche einer Epidemie ausgesetzt sind, sie werden depressiv und begehen in vielen Fällen Selbstmord. Die Regierung hat ein Programm ins leben gerufen die die Jugendlichen heilen und vor dem Freitod retten sollen, doch dieses Programm bewirkt, dass sämtliche Erinnerungen an das frühere Leben ausgelöscht und diese durch neue veränderte Erinnerungen ersetzt werden.
Die Jugendlichen haben Angst davor ins Programm gesteckt zu werden und bemühen sich keine Trauer oder Tränen zu zeigen, doch wenn man erstmal infiziert ist, scheint es so als gäbe es kein Entkommen mehr.
Sloane und James führen eine glückliche Beziehung und schwören sich aufeinander aufzupassen, doch eines Tages wird James abgeholt und ins Programm gebracht, als er zurückkehrt gibt es den alten James nicht mehr. Als Sloane dann selbst ins Programm gebracht wird, muss sie am eigenen Leib erfahren wie es ist wenn einem die Erinnerungen genommen werden, im Programm jedoch lernt sie auch neue leute kennen, wie z.b. Realm, der für sie der einzige zu sein scheint dem sie noch vertrauen kann, doch Realm verbirgt etwas vor ihr...
Zurück zu Hause ist für Sloane alles fremd und sie will nichts mit den normalen Jugendlichen zutun haben denn diese könnten sie ja erneut infizieren. Doch Sloane hat das Gefühl einige Menschen um sie herum zu kennen, darunter auch James, doch kann sie keine wirkliche Erinnerungen hervorholen.
Mit der Zeit versucht sie herauszufinden wer sie früher einmal war und wen sie gekannt hat, was mit ihrem Bruder geschah und wer james ist, zudem sie sich magisch angezogen fühlt, obwohl alle sagen er sei nicht gut für sie.
Am Ende muss sie feststellen, dass sie nur wenigen Menschen vertrauen kann und das ihr Gefühl James zu kennen sie nicht getäuscht hat.
Eine Selbstmordepidemie, mal wieder eine neue Art von schrecklichen Zukunftsvorstellungen, doch sie hat mich vollends überzeugt.
Die Charaktere waren mir sehr symphatisch, obwohl ich Sloane ab und zu gern geohrfeigt hätte, an manchen Stellen war sie mir einfach zu naiv, leichtgläubig und gefügig. Aber am Ende hat sie ihre rebellische Art dann wieder gefunden.
James hat mich sehr berührt, bei ihm war die Veränderung nach dem programm am deutlichsten und sehr eindrucksvoll dargestellt.
Die Story ist auf jeden Fall mitreißend und fesselnd und während man liest leidet man mit den Charakteren mit, man möchte ihre Erinnerungen festhalten und ihnen wiedergeben, aber das Programm ist unaufhaltsam, wer drin ist, hat keine Chance mehr.Für mich persönlich ist die Vorstellung all meine Erinnerungen zu verlieren, sowohl gute als auch schlechte einfach grausam. Denn mit jeder schlechten Erinnerung verbindet man meist auch was gutes, denn wer etwas wertvolles verliert empfindet Schmerz, einen Schmerz den man gern vergessen würde, aber ist es das wert auch die schönen Erinnerungen zu verlieren?
Ich bin gespannt ob es weiter geht denn das Ende lässt viele Fragen offen und bietet genug Stoff für einen weiteren Teil!
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Inhalt:
Die Welt hat sich verändert. Aufgrund einer Epidemie mit unbekanntem Auslöser werden immer mehr Jugendliche depressiv und begehen Selbstmord. Um diesem „Massensterben“ entgegen zu wirken wurde „Das Programm“ ins Leben gerufen, welches einen Weg gefunden hat, die infizierten Jugendlichen zu heilen. Sie löschen einfach sämtliche Erinnerungen an das frühere Leben, die als potentiell gefährdend eingestuft werden.

Die 17-jährige Sloane hat bereits ihren Bruder durch einen Selbstmord verloren. Doch sie darf nicht wirklich trauern, denn alle die Trauer oder Tränen in der Öffentlichkeit zeigen, werden ins Programm gebracht. Nur bei ihrem Freund James kann sie sich öffnen und fallen lassen. Die beiden wollen aufeinander aufpassen, doch als ein weiterer Selbstmord James aus dem Konzept bringt, muss Sloane mit ansehen, wie ihr Geliebter ins Programm gebracht wird. Auch wenn alles gegen sie spricht, versucht sie um ihr Leben und um ihre Liebe zu James zu kämpfen. Doch die Gegenseite ist stark….

Meinung:
Schon allein der Klappentext hat mich deutlich angesprochen und meine Neugier auf das neue Werk von Suzanne Young geweckt. Mir hat auch der Anfang sehr gut gefallen, zwar geschieht noch nicht wirklich viel, sondern wird ein starker Fokus auf Sloane's Alltag und ihre Beziehung zu James gelegt, aber dennoch ist gerade das ein großer Pluspunkt des Buches. Denn die permanent vorhandene Angst vom Programm geholt zu werden, nur weil man seinen wahren Gefühlen freien Lauf lässt und einmal ganz normale traurig oder etwas schlechter drauf ist und dies zeigt, konnte die Autorin gut übermitteln. Dieser ständige Druck und die enorme Anspannung waren auch beim Lesen immer präsent und haben sich als düstere Grundstimmung durch den gesamten Roman gezogen. Dazu passt auch, dass einige Szenen die eigene Vorstellung auf grausame Art und Weise beflügeln.

Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich emotional, ein Gefühl, dass sie auch an ihre Charaktere weitergeben kann. So waren mir James und Sloane gleich sympathisch. Ich habe von der ersten Sekunde an mit ihnen gefühlt und gelitten. Sloane ist in manchen Situationen ziemlich naiv, aber dennoch sehr mutig und stark.

Die Handlung selbst hat eigentlich auch das Potential zu überzeugen. Jedoch verliert sich die Geschichte mit der Zeit etwas zu sehr in Rückblenden und Sloanes Erinnerungen. Generell fand ich diese Rückblenden sehr interessant und gut für die starke emotionale Verbindung mit dem Buch und den Charakteren. Jedoch war es mir vor allem im Zwischenteil etwas zu viel des Guten, da es dabei auch oft Wiederholungen gibt, wodurch das Buch teilweise etwas langwierig erscheint und ich das Gefühlt hatte, auf der Stelle zu treten. Zusätzlich hätte ich mir gerne etwas mehr Antworten gewünscht… Gegen Ende wird nochmal stark auf die Krankheit eingegangen, jedoch erhält der Leser nur vage Hinweise, die keinerlei Fragen beantworten. Das Ende ist mir persönlich auch zu offen, aber da es sich bei "Du. Wirst. Vergessen." um einen Auftaktband handelt, besteht noch Hoffnung auf die ersehnten Antworten.

Die Autorin versucht auch immer die Spannung durch Wendungen in der Geschichte konstant zu halten, so sind diese Wendungen zwar glaubwürdig und gut erarbeitet, jedoch habe ich sie größtenteils schon vorausgesehen, weshalb der große Aha-Effekt, mitsamt der erwarteten Spannung, sich nicht wirklich eingestellt hat.

Fazit:
„Du. Wirst. Vergessen.“ ist mal wieder ein Roman, der mich etwas Zwiegestalten zurücklässt. Denn einerseits lebt das Buch durch seine düstere Grundstimmung und die glaubhafte Beschreibung großer Emotionen, aber leider fehlen der Geschichte etwas konstante Spannung und ein paar deutliche Antworten, um mich wirklich durchgängig zu fesseln. Am Ende gibt’s gute 3 von 5 Sternen.
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am 13. Februar 2014
Endlich einmal wieder ein Wow-Effekt-Buch! Du. Wirst. Vergessen. von Suzanne Young ist eine Young Age-Dystopie, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Sie beinhaltet alles, was eine gute Geschichte für mich ausmacht. Tragik, Liebe, Dramatik, Trauer und Hoffnung. Der Leser durchläuft ein Gefühlschaos, weil er nicht erwarten kann, wie es weitergeht. So ging es mir zumindest und ich verschlinge viele Dystopien. Du. Wirst. Vergessen. ist eine ganz besondere.

Du. Wirst. Vergessen. wird aus der Sicht von Sloane erzählt, einem Mädchen, dass nach und nach mitansehen muss, wie ihre Freunde und ihre Familie ihr genommen werden. Sie lebt in einer Gesellschaft, in der Gefühle für Jugendliche als gefährlich eingestuft werden. Gefühle führen zu Selbstmord unter den jungen Erwachsenen. Mir hat es imponiert, wie sehr sie darum kämpft, sie selbst zu bleiben und ihre Erinnerungen an ihren Freund James nicht zu verlieren. Sie ist eine starke Protagonistin, die nicht aufgibt und immer wieder neues aufdeckt, was der Geschichte zusätzliche Spannung bringt. Auch James war als Charakter toll. Die Beziehung zwischen ihm und Sloane wirkt authentisch. Ich mochte die Nähe zwischen den beiden und habe bis zum Schluss mitgefiebert, ob es ihnen gelingt, ihre Liebe zu erhalten.

Gleich zu Beginn der Geschichte ist ein Schock-Moment, den man durch Sloanes Augen miterleben muss. Sie muss miterleben, dass ihre Schulkameradin vom Programm abgeholt wird. Ihre Empfindungen, die sie nach außen hin nicht zeigen darf, sind schon hier eindrucksvoll beschrieben. Ab dieser ersten Szene war ich gefangen von der Atmosphäre und dem Gesellschaftssystem, dass sich die Autorin ausgedacht hat. Je tiefer der Leser mit Sloane hinter das Programm blickt und das sogenannte System entdeckt, desto spannender und emotionaler wird das Buch. Man fiebert mit den Figuren mit und kann die tragische Entwicklung kaum mit ansehen, ist aber gleichzeitig so an den Text gefesselt, dass man auch nicht mit Lesen aufhören kann. Die Idee, den Jugendlichen ihre Erinnerungen zu nehmen und sie so "zu heilen", mag nichts neues sein, wohl aber die Verbindung mit einer Welt, die erschreckend nah an die Gegenwart angelehnt ist. Tatsächlich könnte "Das Programm" durchaus jeden Moment eingeführt werden, was noch mal zusätzlich schockiert. Wer also denkt, er kennt alles dystopische, was es so gibt, wird bei Du. Wirst. Vergessen. eines besseren belehrt.

Bewertung
Du. Wirst. Vergessen. ist ein absolut überzeugender Beginn einer neuen dystopischen Reihe. Eine Gesellschaft, die am Abgrund steht und eine Liebesgeschichte, die fesselt und berührt, sind die tragenden Elemente des Buches. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung, denn das Buch erfüllte meine Erwartungen an eine gute Dystopie vollkommen.
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am 28. Januar 2014
Eine Selbstmord-Epidemie scheint unter den Jugendlichen ausgebrochen zu sein. Die Regierung hat dagegen das „Programm“ ins Leben gerufen. Gefährdete Jugendliche werden aufgenommen und ihre Erinnerungen gelöscht. Sloane verschließt ihre Gefühle vor der Außenwelt, damit sie nicht als gefährdet eingestuft wird. Sie und ihr Freund James stützen sich gegenseitig. Doch dann begeht ihr bester Freund Miller Selbstmord und James bricht zusammen. Er wird in das „Programm“ geholt und Sloane weiß, dass er niemals wieder so sein wird, wie er war. Und sie selbst auch nicht mehr....

Suzanne Young hat mich positiv überrascht. Es ist schwer, eine Dystopie zu schreiben, die sich durch ihren Inhalt von anderen unterscheidet. Der Autorin ist dies jedoch gelungen.

Die Autorin hat sich einem schweren Thema gewidmet. Selbstmord, Depressionen und das Auslöschen von Erinnerungen. Warum es zu einer Selbstmord-Epidemie kommt bzw. was der Auslöser dafür war, wird nicht beschrieben. Man macht sich Gedanken über das Wieso.

Sloane ist eigentlich ein ganz normaler, junger Teenager, der durch unglückliche Schicksalsschläge in eine Depression getrieben wird. Nur durch ihren Freund James hält sie sich aufrecht. Aber sie ist auch James eine große Stütze. Gemeinsam versuchen sie ihr Leben zu meistern.

Durch die realistische Beschreibung konnte ich mich sehr gut in Sloane, aus deren Sicht die Story beschrieben wird, hineinversetzen. Sie ist eine sehr emotionale Person und man merkt, dass es der Autorin auch darum geht, Emotionen in eine hohe Position zu heben. Denn letztendlich geht es darum, dass Gefühle nicht öffentlich zur Schau gestellt werden dürfen, schon gar nicht, wenn sie eher negativ sind. Trauer, Missmut, Wut oder einfach mal schlechte Laune könnte ja gleich dazu führen, in eine Depression zu verfallen.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Der Erste ist eine Art Vorgeschichte, um Sloane und James kennenzulernen. Im zweiten Part geht es um das Programm und der dritte Teil handelt von Sloane und ihrem Weg als Rückkehrer zurück in ein normales Leben.

Durch die meist düstere Stimmung im Buch bekommt man fast keine Erholungsphase und dies war auch das einzige, was mich gestört hat.

Das Ende beinhaltet keinen Cliffhanger, trotzdem sind einige Fragen offen.

Die Reihe ist als Dilogie angelegt. Der zweite Teil erscheint im Englischen im April 2014 unter dem Namen „The Treatment“.

Fazit:
Düster, emotionsgeladen und überraschend gut.
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am 3. Oktober 2013
Es steht düster um die Jugend in der Welt, denn immer mehr Jugendliche begehen Selbstmord. Vor vier Jahren wurde dieser Zustand zur nationalen Epidemie in den USA erklärt und sämtliche Eltern bangen um ihre Kinder. Doch es gibt Hilfe - das Programm. Sobald ein Teenager depressiv wirkt oder anderweitig unangenehm auffällt, kommt das Programm und therapiert ihn. Anschließend gehend die Kids auf gesonderte Schulen, um wieder in die Gesellschaft eingegliedert zu werden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie alle ihre Erinnerungen verloren.

Die 17-jährige Sloane Barstow lebt in Oregon und muss mit ansehen, wie ihre Mitschülerin Kendra Phillips vom Programm aus dem Unterricht geholt wird. Sloane weiß, dass wenn sie Kendra jemals wieder sehen sollte, diese sich an nichts mehr erinnern wird. Ebenso erging es Sloanes bester Freundin Lacey Klamath, die das Programm vor sechs Wochen geholt hat. Sloane, ihr Freund James Murphy und der gemeinsame Freund Miller haben nur ein Ziel: sich unauffällig verhalten, bis zu ihrem 18. Geburtstag, denn ab diesem Tag haben sie vor dem Programm nichts mehr zu befürchten. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn Miller ist der (Ex-)Freund von Lacey und James war der beste Freund von Brady, Sloanes älterem Bruder, der sich umgebracht hat.

Nach sechs Wochen verlassen die Jugendlichen das Programm, so auch Lacey. Miller kann und will einfach nicht von ihr lassen, seine Sehnsucht nach ihr ist zu stark, sodass er sie, obwohl sie keinerlei Erinnerungen mehr an ihn hat, aufsucht. Das Programm wird auf ihn aufmerksam, aber noch bevor sie seiner habhaft werden können, bringt Miller sich um. Für James bricht eine Welt zusammen, er hat bereits das zweite Mal einen engen Freund verloren. Sloane versucht alles, um den Zustand von James geheim zu halten und dennoch wird er eines Tages noch im Unterricht vom Programm abgeholt. Sloanes Welt ist nun vollständig aus den Fugen geraten - sie kann einfach nicht mehr so tun, als wäre alles in Ordnung. Ihre Eltern, die Angst haben, auch noch ihr zweites Kind zu verlieren, informieren das Programm, die Sloane ebenfalls abholen. Doch Sloanes erkennt eines: Sie muss das Programm austricksen, es überwinden; es darf ihr einfach nicht ihre Erinnerungen nehmen, denn sie muss sie bewahren, für sich und James, denn sie weiß: Sie wird ihn wiederfinden, wenn alles vorbei ist. Während des Programms lernt sie Michael Realm kennen, der ihr Freund und einziger Verbündeter in dieser grausamen Situation wird ...

Der Plot wurde wahnsinnig realistisch und fesselnd erarbeitet und immer wieder tauchten Wendungen auf, mit denen ich so im Leben nicht gerechnet hätte. Generell muss man sich mal vorstellen, was für eine Gesellschaft das ist, in der man als Teenager nicht mal über längere Zeit schlechte Laune haben darf, weil das ja eine Depression werden könnte, doch nein, alle müssen so tun, als wäre alles in Ordnung und bloß nicht auffallen oder sich irgendwas anmerken lassen, denn sonst bist du dran. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet, hier konnten mich sowohl die Haupt- wie auch die Nebencharaktere voll und ganz von sich überzeugen. Der Schreibstil war dermaßen einnehmen, dass ich mich regelrecht zwingen musste, das Buch aus der Hand zu legen, ansonsten hätte ich die gesamte Nacht durchgelesen. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hierbei um einen genialen Reihen-Auftakt handelt und ich mich schon jetzt wahnsinnig auf den nächsten Teil der Reihe freue, der Ende April 2014 unter dem Titel "The Treatment" im englischen Original erscheinen wird.
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TOP 500 REZENSENTam 10. April 2016
Suzanne Young schildert in ihrem Buch eine bedrückende, freudlose Zukunft. Weltweit bringen sich Jugendliche um - reihenweise, oft ohne ersichtlichen Grund. Anti-Depressive scheinen das nicht verhindern zu können, doch es gibt neue Hoffnung für verzweifelte Eltern, die um ihre Kinder fürchten: das "Programm", eine neuartige Therapie, die aus als gefährdet eingestuften Teenagern glückliche und angepasste macht. Dummerweise verlieren sie dabei einen Großteil ihrer Erinnerungen und damit auch ihrer Gefühle... Wer wiederkommt, ist ein anderer Mensch, der seine Freunde nicht mehr erkennt.

Von allen Seiten werden Kinder und Jugendliche überwacht: von den Eltern, den Lehrern, überhaupt allen Erwachsenen in ihrem Leben. Wer weint, wütend reagiert oder anderweitig negative Emotionen zeigt, riskiert, ins Programm eingewiesen zu werden, und das will keiner. Deswegen zeigen die meisten Jugendlichen ihre wahren Gefühle nicht mehr - niemandem, niemals, unter keinen Umständen. Aber gerade dieser Zwang, sich 24 Stunden am Tag zu verstellen, kein Ventil mehr zu haben für Trauer, Angst oder Zorn, treibt viele erst recht in den Selbstmord.

Ich fand diese Grundidee unglaublich faszinierend und originell. In vielen Dystopien geht es um Zensur, aber hier wird das wirklich auf die Spitze getrieben! Denn es geht ja nicht darum, bestimmte Weltanschauungen oder politische Ansichten zu verbieten, sondern um grundlegende menschliche Empfindungen, die man gar nicht abstellen kann. Dabei sind die Menschen, die die Gefühle der Jugendlichen so grausam beschneiden, häufig genau die Menschen, die sie lieben und nur das Beste für sie wollen. Womit ich allerdings nicht sagen will, dass das notwendigerweise auch für die Erfinder und Wissenschaftler des Programms gilt...

Sloane war mir direkt sehr sympathisch, gerade weil sie ihre Gefühle nicht perfekt im Griff hat. Man spürt jederzeit, wie bedroht sie sich auch in den alltäglichsten Situationen fühlt. Hat jemand gesehen, dass ich Tränen im Auge hatte? Habe ich jetzt breit genug gelächelt, glücklich genug geklungen? Am Anfang der Geschichte wirkt sie eher schwach, denn sie klammert sich sehr an ihren Freund James und hofft darauf, dass er sie vor allem Bösen beschützen kann - aber das erweist sich natürlich schnell als vergebliche Hoffnung, und danach muss Sloane zeigen, dass sie selber stark, klug und entschlossen sein kann. In meinen Augen durchlebt sie im Laufe der Geschichte ein großes emotionales Wachstum, und das ist es, was für mich hauptsächlich einen guten Buchcharakter ausmacht.

James hatte es bei mir etwas schwerer. Er will zwar alle beschützen, die er liebt, aber dadurch, dass er immer stark sein und niemanden in Gefahr bringen will, wagt er auch nur selten, seine eigenen Ängste offen zu zeigen. Da er aber gerade dadurch unter enormem Druck steht, schlägt sein Verhalten oft schnell um und er kann ein richtiger Bad Boy sein. Dennoch fand ich auch ihn interessant, und er ist mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen.

Viele der Charaktere sind schwer einzuschätzen, aber das ist ja nur logisch in einer Welt, in der alle unter 18 ihre wahren Gefühle verstecken...

Die Liebesgeschichte hat etwas sehr Rührendes, denn Sloane und James riskieren viel füreinander. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, und als James mit dem Selbstmordvirus infiziert wird, scheint alles verloren - im Programm werden frühere Beziehungen und Freundschaften komplett gelöscht, um einen Neustart zu ermöglichen. Aber Sloane gibt nicht auf...

Ja, es gibt (kurz) eine Art Dreiecksgeschichte, wie in so vielen Jugendbüchern. Aber hier fand ich das gut geschrieben und auch sinnvoll, denn die Protagonisten leben in einer absoluten Ausnahmesituation, in der Gefühle schon mal durcheinander kommen können - vor allem, wenn der eine sich nicht mehr an den anderen erinnert...

Die Geschichte ist meiner Meinung nach zwar düster und bedrückend, aber auch sehr spannend, mit vielen interessanten Wendungen. Im ersten Teil habe ich mich immer gefragt: was genau ist dieses "Programm" denn nun? Was machen sie mit den Jugendlichen? Deswegen wurde es für mich dann auch doppelt packend, als der Handlungsort sich endlich ins Herz des Programms verlegte. Ich fand die Erklärung dieser "Wunderheilung" sehr glaubhaft - so perfide wie genial. Leider könnte ich mir wirklich vorstellen, dass so etwas in der Zukunft möglich sein könnte...

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre, so dass ich direkt mitten drin war im Geschehen und Sloanes Gefühle immer gut nachvollziehen konnte.

Fazit:
Suzanne Young beschwört eine finstere Zukunftsvision herauf, in der Selbstmord unter Jugendlichen zur Epidemie wird und die Erwachsenen sich nicht anders zu helfen wissen, als gefährdete Teenager ins "Programm" zu schicken, wo ihnen Erinnerungen und Emotionen genommen werden. Wer zurückkommt, ist quasi ein Gefühlszombie, ein halber Mensch. Aus Angst vor diesem Schicksal wagt kein Jugendlicher mehr, negative Gefühle zu zeigen, und so wird die Welt emotionslos und falsch...

In meinen Augen wurde diese originelle Idee sehr schlüssig und spannend umgesetzt, mit einer jungen Heldin, mit der man mitfühlen und mitleiden kann. In diesem ersten Band wirft man einen Blick hinter die Kulissen des "Programms" und kann erahnen, dass hinter diese Selbstmordepidemie mehr steckt, als es auf den ersten Blick scheint. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band ("ICH.ERINNERE.MICH").
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am 30. März 2015
Schon vor dem Lesen habe ich mir Gedanken über das Buch gemacht, da die Reihe leider nicht weiter übersetzt wird und ich mich nicht immer ganz so gern ans Englische herantraue. Bringt es dann überhaupt etwas, damit anzufangen? Nun ja, erstmal weg mit diesem Gedanken und hin zum Buch. Sloane ist junge 17 Jahre alt und lebt in einer Welt mit einer unheimlich hohen Suizidrate. Deshalb werden alle auffälligen Jugendlichen in "Das Programm" geschickt, in dem sie geheilt werden sollen. Doch was genau machen sie dort mit einem, da sich niemand, der dort raus kam, an jemanden erinnert hat.

Boah, das war eine gruselige Vorstellung und die infizierbare Suizidalität klang echt verstörend. Und dann ging es auch schon rasant los mit ersten Selbstmorden von Leuten in Sloanes unmittelbarem Umfeld. Es dauert nicht lange da landen auch Sloane und ihr Freund James im Programm. Aber dann zieht sich das Buch unheimlich in die Länge. Ich will nicht verraten wie es dort abläuft, aber es passiert fast 200 Seiten lang nur das selbe und es geht nicht weiter voran. Dann kommt ein weiterer Schritt bis kurz danach wieder eine kurze Durststrecke kommt. Es folgt immer ein kleiner Meilenstein mit anschließenden laaangen, identischen Abläufen. Das hat mich ein bisschen angenervt, da man so das Gefühl bekommt, dass das Buch in die Länge gezogen wird.

Sloane und James hingegen sind als Personen klasse beschrieben. Vor allem James als der unruhestiftende, rebellische Jugendliche, der sich nach außen hin aufmüpfig gibt, tief im Inneren aber ein ganz weiches Herz hat. Es dauert eine Weile bis man dieses Herz erreicht und so wirkt er manchmal schroff und sprunghaft, als ob er nicht weiß, was er wirklich will und trotzdem wirkt er anziehend auf Sloane. Das macht ihn unheimlich interessant. Vor allem im 3. Buchabschnitt lernt man James nochmal ganz anders kennen, was einem einige Schmunzler entlockt. Sloane hingegen ist sehr wissbegierig, aber auch mutig. Wenn sie weiß, was sie will, setzt sie alles dran, um das zu erreichen. Das merkt man im Verlauf des Buches und ist beeindruckend.

Zur Story: Man sollte nicht viel sagen, außer, dass die beiden GEGEN das Programm zu kämpfen versuchen, was sich als extrem schwierig herausstellt. Dabei lernen sich die beiden immer wieder von ganz anderen Seiten kennen und lieben, was zu echt süßen Szenen führt, aber auch manchmal zum Heulen ist. Man fiebert mit den beiden mit und hofft, dass sie das Ganze heil überstehen.

Fazit

"Du.Wirst.Vergessen." ist der Auftakt, in dem die beiden Jugendlichen Sloane und James versuchen sich gegen "Das Programm" zu stellen. Die Idee ist super, in der Umsetzung folgen immer mal wieder laaange Durststrecken, die auf's Gemüt schlagen und das Buch zäh machen. Die Entwicklung und die Beziehung zwischen James und Sloane hingegen ist schön anzuschauen und spannend zu verfolgen. 4/5 Punkte.
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am 19. Januar 2015
Kurze Zusammenfassung des Inhalts
Unter den Jugendlichen gibt es eine Selbstmordepidemie. Nur das „Programm“ scheint in der Lage zu sein, die „Infektion“ vollständig zu heilen. Dafür werden den Jugendlichen jegliche Erinnerungen und Emotionen genommen, die Traurigkeit auslösen könnten. Sloane versucht täglich Ihre Gefühle zu kontrollieren, damit sie ihren Eltern keinen Anlass gibt, das Programm zu informieren.
Ihre Liebe zu ihrem Freund James gibt ihr Kraft. Doch dann bricht James zusammen und kommt in das Programm. Sloane muss um ihre Liebe und auch ihre eigenen Erinnerungen kämpfen.

Der Handlungsaufbau
Die Geschichte ist in drei Teilen aufgebaut mit vielen kurzen Kapiteln. Sloane und James sind bei im Jugendlichen Alter und müssen tagtäglich miterleben wir Freunde und Schulkameraden ins Programm geholt werden oder sich selbst das Leben nehmen. Jeden Tag müssen sie ihren Schmerz, ihre Wut und auch ihre Trauer unterdrücken, aus Angst, selbst im Programm zu landen.
Dadurch entsteht direkt zu Beginn ein wenig Spannung in dieser Geschichte, die sich wie ein roter Faden bis zum Ende hinzieht. Auch eine leichte Melancholie ist vorhanden, denn dem Leser wird bewusst, wie trostlos und schwer eine Welt sein muss, in der Jugendliche nicht ihre Gefühle ausleben können und fast daran zu ersticken drohen.
Somit bietet der erste Band Spannung, auch wenn gar nicht so viel Action vorhanden ist, vor allem aber Romantik.

Die Figuren
Sloane ist die Protagonistin und ich fand sie sehr sympathisch und glaubwürdig. Es war bedrückend, mitzuerleben wie sie ihre Gefühle versucht zu beherrschen, sich an jede Erinnerung klammert, die Ihr bleibt und fast an ihrem Kummer verzweifelt.
Doch auch die anderen Figuren fand ich sehr gelungen dargestellt. Egal ob gut oder böse, sie alle waren sehr detailliert und fast zum Greifen nah in dieser Geschichte. Die machte die Handlung für mich noch intensiver.

Der Schreibstil
Suzanne Young verwendet einen lockeren und leichten Schreibstil mit vielen Emotionen, der packend und fesselnd ist. Er ist dem Jugendroman angepasst und beschreibt die Szenen und auch die Gefühle sehr eingehend. Somit schafften es Handlung und auch der Schreibstil selbst, mich vorranzutreiben und den Roman in einen Rutsch zu lesen.

Fazit
„Du.wirst.vergessen“ ist ein emotionaler und romantischer Jugendroman mit einer sehr bedrückenden aber auch fesselnden Handlung. Hier war die Spannung für mich greifbar, weil eben weniger Action vorhanden war, dafür aber die Bedrohung zum Greifen nah beschrieben wurde.
Das Einzige, was mir an diesem Band fehlte, war der Hintergrund der Epidemie selbst, da aber für 2015 ein weiterer Band mit dem Titel „Ich.Erinnere.Mich.“ geplant ist, vermute ich, dass es dann in diesem Band etwas mehr Hintergrundinformation geben wird.
Somit kann ich abschließend sagen, dass dieser Roman für mich ein echter Pageturner wurde und ich es kaum abwarten kann, den Folgeband zu lesen.
© Michaela Gutowsky
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