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am 23. Juli 2013
In diesen Landen herrscht eine andere Zeitrechnung. Jahreszeiten dauern, im wahrsten Sinne, Jahre. Wer noch nicht mit dieser Welt vertraut ist, für den kann es durchaus etwas verwirrend werden. Der Autor schafft es jedoch sich konsequent an diese Zeitrechnung zu halten. - Und ich finde, es ist endlich mal etwas anderes.
"Zehn Jahre, zwei Drehungen und sechzehn Tage hat er gedauert, der längste Sommer seit Menschengedenken." (S. 12)
Während des ganzen Roman stößt man als Leser immer wieder auf kleine Hinweise, die einen ahnen lassen wie es weiter geht. Allerdings sind sie gut versteckt und man sollte auch "zwischen den Zeilen lesen" können. Ich finde es sehr gut, da ich keine vorausschaubaren Romane mag, mich auf der anderen Seite aber immer freue, wenn sich meine Verdacht bestätigt hat. (Ihr kennt sicher alles dieses: "Hah! Hab' ich's doch gewusst!"
Flickenfratz, ein Hofnarr, singt immer wieder ein unheimliches Lied:
"Die Schatten kommen zum Tanzen, Mylord ..." (z.B. S. 16)

Der Bürgerkrieg forderte seine Opfer, nicht nur in Form von Toten. So leidet das Volk z.B. auch unter Armut und Hunger. Unter einem Krieg, egal wie klein, leiden alle, aber vor allen Dingen das "einfache Volk". Sehr schön finde ich, dass der Autor eben dies nicht vergessen hat. Sehr schön und detailreich hat er eben diese Situationen umschrieben.
_"Auf den Märkten drängten sich zerlumpte Männer, die alle möglichen Haushaltsgegenstände zu jedem Preis verkauften, den sie erzielen konnten, und augenfällig war die Abwesenheit der Bauern, die sonst ihre Ernte feil boten. Was auch immer man an Waren sah, sie waren mindestens dreimal so teuer wie im vergangenem Jahr. Ein Händler pries gebratene Ratten auf einem Spieß an." (S. 83)_
Auch die nötige Portion Erotik kommt nicht zu kurz. Um genau zu sein, gibt es sogar eine ganze Menge Sex in diesem Buch. Glücklicherweise wirkt er dabei nicht billig, sondern fördert das Kopfkino.
"Shae bückte sich, packte ihr Kleid am Saum, zog es über den Kopf und warf es zur Seite. Für Unterwäsche hatte sie nicht viel übrig." (S.89)
_"Zunächst war sie zaghaft, lernte jedoch schnell für ein solch dummes Ding, was ihn erfreute. Ihr Mund war ebenso feucht und angenehm wie ihre Scham, und auf diese Weise brauchte er ihr sinnloses Geschwätz nicht über sich ergehen lassen." (S.211)_
Andere Stellen gehen schon eher in eine Richtung, für die der Leser auf keinen Fall prüde sein darf. Überhaupt durchzieht diesen Roman von der ersten bis zur letzten Seite eine knisternde Erotik und jede Menge Sex.
"Wenn ich mit meinem Schwanz beten könnte, würde ich vielleicht noch religiös." (S. 294)
"Meine Augen können euer Gesicht sehen. Meine Ohren hören euer Lachen. Und mein Gemächt ist so hart wie ein Mast." (S. 461)
Ich persönlich mag diese Mischung. Grade wenn man bedenkt, in welcher Zeitepoche diese Geschichten etwas spielen. Eine Mischung aus Verlangen und Vergewaltigungen, Lust und Leid.

Es gibt sehr viele Charaktere in diesem Roman und obwohl ich bereits die ersten zwei Bände gelesen habe, geriet ich zwischendurch ins stocken. Wie gut das sich am Ende des Buches ein Anhang mit den ganzen Häusern, sowie deren zugehörigen Mitgliedern befindet. Ohne wäre es viel zu verwirrend, doch dieses "Problem" wurde gut behoben.
Sansa ist eine Gefangene ihrer eigenen Gefühle. Sie ist Joeffreys Verlobte. "Damals" war sie total in ihn verliebt, doch dann wurde ihr Vater des Hochverrats bezichtigt und geköpft - vor ihren Augen. Der König tut alles dafür, auch die Tochter für den Verrat zu bestrafen - und das obwohl Sansa, durch ihre damalige Liebe, ihren eigenen Vater ausgeliefert hat. Ihre Liebe ist längst verfolgen und sie hasst Joeffrey für das was er getan hat, doch es gibt kein Entkommen und so versucht sie sich einem Leben in Demut anzupassen. Vor jedem Wort muss sie genau überlegen, denn sagt sie etwas was dem König nicht gefällt, lässt er sie verprügeln. In den vorangegangen Romanen war Sansa mir unsympathisch, ich bin irgendwie nicht mir ihr warm geworden. Doch dadurch, dass ich ihre Qualen mitverfolgt habe, ist sie für mich ein wenig "menschlicher". Der Autor hat es geschafft das kleine Mädchen von einer naiven verwöhnten Zicke zu einem wehrlosen Opfer werden zu lassen, welches mit jedem Schlag das es einstecken muss, an sich wächst. Von Seite zu Seite erscheint sie mir menschlicher, Eine tolle Leistung.
_"Was konnte es bedeuten? Sollte sie die Botschaft zur Königin bringen, um damit zu beweisen, wie treu ergeben sie war? ... Er hatte einen gepanzerten Handschuh getragen, als er sie geschlagen hatte. ... Sie musste lernen, ihre Gefühle besser zu verbergen und Joffrey nicht zu verärgern." (S. 343)_

Ihre Schwester Arya war mir von unserem ersten Kennen lernen gleich sympathisch. Sie will mit dem ganzen Edelgetue am liebsten nichts zu tun haben, trägt Hosen statt Röcke und besitzt ein eigenes Schwert mit dem sie hervorragend umzugehen weiß. Im Gegensatz zu Sansa hat Arya ganz andere Probleme. Sie hat es geschafft aus der Burg zu fliehen und versucht nach Winterfell zurück zu kommen. - Als Junge! Da es Frauen nicht gestattet ist zu kämpfen, ein genialer Plan. (Man kennt es ja bereits aus der Geschichte um Jean Darc.) Sehr zu meiner Freude hat der Autor hier nicht die Probleme vergessen, die sich dabei ergeben und sogar Kleinigkeiten bedacht. - Beispielsweise da urinieren. Eine banale Sache, die aber manchmal umständlich wird, wenn ER eigentlich eine SIE ist ...
"[...] Falls du Hilfe brauchst, bellst du wie ein Hund." "Das ist doch albern. Wenn ich Hilfe brauche, schrie ich Hilf." (S. 367)
Trotz allem Problemen und Kämpfen kommt auch der Humor nicht zu kurz. An vielen Stellen musste ich lachen oder schmunzeln. Ob nun ein komisches Ereignis oder zynische Sprüche der Charaktere. Eine tolle Auflockerung.
_"Der Mantel war ihm viel zu lang, da er für einen doppelt so großen Mann angefertigt worden war. Saß er nicht zu Pferde, konnte er ihn nur tragen, indem er sich in mehrmals um den Bauch schlang, und dann sah er aus wie eine gestreifte Fellkugel." (S. 376)_

Ich habe die vorangegangene Romane gelesen und kann mit Bestimmtheit sagen, dass der Autor hier sämtliche angefangene Handlungsfäden weitergesponnen hat. Ich erfuhr was mit den Schwestern geschah, wie Drachen die Welt entdecken und wie Rachegelüste und Intrigen Familien spalten. Obwohl, oder vielleicht auch grade weil, ich bereits Hintergrundinformationen aus den anderen Romanen hatte, blieb es, bis zum Ende spannend.
(Ich habe dieses dicke Buch innerhalb einer Woche durchgelesen. Schätze das sagt schon einiges über diesen Roman aus. ;))
Der Schreibstil ist leicht anspruchsvoll, dennoch lässt er sich flüssig lesen. Ein Fremdwörterbuch benötigte ich glücklicherweise nicht.

~ Fazit ~

Auf Grund sehr vieler parallel laufender Handlungen, sowie vielen vielen Charakteren, teilweise etwas verwirrend. Der Anhang rettet den Leser jedoch vor völliger Verzweiflung, denn grade die vielen parallel laufenden Handlungsstränge sind es, die diesen Roman spannend machen.
Für Fantasyfans, die mal nicht von Elfen und Trollen lesen wollen sehr zu empfehlen. Allerdings sollte der Leser sich zuvor informieren, was in den vorangegangen Teilen passiert ist, da die Handlungen sehr komplex sind. Auch sollte man sich bewusst sein, dass dieser Roman keine "Zwischendurchlektüre" ist, sondern einen gewissen Anspruch voraus setzt.
Ich für meinen Teil, habe den vierten Teil bereits in meinem Regal stehen. ;)
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Teil 3 von 10 bisher erschienenen, weitere sind in Planung - aber Achtung!!! Der Autor braucht leider recht lange, aber dazu später mehr.
Ich bewerte hier die alten Ausgaben vom Blanvalet Verlag, die neuen von Penhaligon sind ein Witz!! Schönere Auflage - grauenhafte Übersetzung.

Worum es geht:
Westeros versinkt im Krieg. Nach dem Tod von Robert Baratheon und Ned Stark, die damals die alten Targaryan Könige stürzten, besteigt in King's Landing der grausame Kindkönig Joffrey den Thron, doch auch Stannis und Renly, die Brüder des Königs, greifen ein in das Spiel um die Throne.
Stannis wendet sich einem neuen Glauben zu und findet so in den tiefsten Schatten der Nacht unheimliche Verbündete, Renly hingegen hat die Sympathie der hohen Lords auf seiner Seite...
Im Norden erhebt sich Robb Stark als alter König des Nordens um seinen Vater zu rächen und geht ein gefährliches Bündnis ein und auch die alten Kraken, die Herrscher der Iron Islands, fordern ihr Recht auf einen eigenen König ein.
Daenerys Targaryan, einzig verbliebene der Targaryans, muss sich mit drei frisch geschlüpften Drachen und einem Trupp aus Alten und Kranken eine Heimat suchen; sie gibt jedoch den Gedanken nicht auf, dass dies Westeros sein könnte.
Die verbliebenen Kinder des hingerichteten Ned Stark kämpfen - jeder auf seine Weise - ums Überleben.
Und dann erscheint am Himmel ein merkwürdiges Omen: ein roter Komet scheint ein neues Zeitalter anzukündigen....

Erzählende Charaktere dieses Teils: Arya Stark - Sansa Stark - Tyrion Lannister - Bran Stark - Jon Snow - Catelyn Stark - Davos Seaworth - Theon Greyjoy - Daenerys Targaryan.

Ich habe die Bücher vor einigen Jahren das erste Mal aus der Bibliothek ausgeliehen; dort waren es die limitierten Auflagen der deutschen Hardcoverbücher, die nicht aus Kommerzgründen (ja, sorry, aber bitte: was für Gründe könnte das sonst haben?!) in zwei Bände für einen gehackt wurden... (in Amerika sind Teil 1+2 nur als Teil 1 erschienen....).
Ich habe mich über die Neuauflage der zum Teil schon vergriffenen Bücher sehr gefreut, habe mir den ersten Teil gekauft, drei Seiten gelesen und das Buch weggeschmissen.
Hallo?!?!?! Aus Theon Greyjoy wird hier Theon Graufreud, aus Kings Landin wurde Königsmund (...), sogar aus Lannister wurde Lennister; dem Fass den Boden ausgeschlagen hat es, als der Name "Cat" mit "Katz" übersetzt wurde.... *KopfmeetsTischplatte* Hier war jemand am Werke, dem die Beliebtheit der englischen Bücher in Deutschland gewaltig auf den Keks geht. Ich finde es nicht nötig, "Greyjoy" mit "Graufreud" zu übersetzen; was tut die Übersetzung hier zum Verständnis bei?!

Wahrscheinlich müssen wir froh sein, dass der Verlag nicht Harry Potter in die Finger gekriegt hat, ich bezweifle, dass jemand die Abenteuer von "Harald Töpfer" aus "Hochwartz" hätte lesen wollen...... :-(((((

Im vorliegenden Band kommt einiges an Bewegung in die Geschichte. Sansa hat ihren Vater und ihre Vertrauten verloren und muss nun an einem feindseligen Hof überleben, gefangen zwischen der missgünstigen Cersei und dem grausamen Joffrey. Sansa ist einer meiner liebsten Charaktere. Sie hat nun ihre mädchenhafte Schwärmerei verloren, ohne jedoch als Charakter unglaubwürdig zu werden. Noch immer träumt sie von Rittern und schönen Kleidern, doch auf eine viel erwachsenere Art und Weise.
Arya hingegen scheint sich zumindest grob auf der Reise nach Norden zu befinden, begleitet von dem muffeligen Yoren, der Verbrecher und Mörder auf die Mauer begleitet. Von Arya bin ich nicht so angetan. Sie scheint ständig vor Hass auf die Welt und ja, auch auf sich selbst, kurz vorm bersten zu sein und verprügelt jeden, der ihr zu nahe kommt.
Tyrion muss sich endgültig beweisen, seinem Vater gegenüber und auch den Bergclans, die er im vergangenen Band um sich scharten. Ihm wird eine recht unerwartete Aufgabe übertragen. Tyrion ist im vorliegenden Band zynisch wie eh und je, allerdings offenbart sich hier auch seine Schwäche: Er hat für käufliche Frauen mehr Liebe übrig, als ihm gut tut.
Bran schlägt sich noch immer mit seinen Träumen herum, außerdem erwartet ihn diesmal eine schlimme Überraschung, die schwerwiegende Konsequenzen für ihn mit sich trägt. Bran wird langsam erwachsen! Hier darf man weiter gespannt sein, wie sich der Charakter entwickelt.
Jon Snow wird wirklich und wahrhaftig ein Mann der Mauer, Lady Catelyn versucht verzweifelt, Robb mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, was dieser aber nicht immer gerne sieht...
Ich bin kein Fan von Davos Seaworth, auch wenn sein Part unerlässlich ist, um die Geschichte um Stannis und Melisandre weiterzuspinnen. Auch von denen bin ich allerdings kein Fan. :-)
Dann hätten wir noch Dany, die seit dem letzten Band einige mächtig spannende Entwicklungen durchmacht und nicht weiß, wem sie trauen kann und wem nicht.
Große Freude hat mir Neuzugang Theon Greyjoy bereitet, aus meiner Sicht einer der spannendsten, interessantesten und facettenreichsten Charaktere, der hier eine Entscheidung mit sehr schwerwiegenden Konsequenzen trifft...

Ich rate jedem, sich wirklich JEDEN Namen zu merken! :-))) Jeder, der namentlich genannt wird, wird definitiv wieder auftauchen; und sei es 5 Bände später. Um die Verbindungen zu verstehen, muss man sich jeden merken.
Ich glaube, Martin ist ein Verfechter der "Jeder kennt jeden auf der Erde um höchstens zehn Ecken". :-)
Toll und Hut ab!!!

Im vorliegenden Band geht buchstäblich der Sommer zu Ende und die Zeit der reichen Ernten und des ausgelassenen Frohsinns. Die fünf Könige stürzen Westeros in einen Krieg und ein jeder wähnt das Recht auf seiner Seite.
Ich finde, Martin baut hier wirklich spannende Verbindungen auf, die Parallelen des Rosenkrieges sind nicht zu übersehen. Toll!

Mein Lieblingszitat:
"Wer durchs Leben hastet, eilt nur dem Grab entgegen."

Fazit: Eine durchweg gelungene Fortsetzung!! Ich freue mich unendlich auf die Folgebände und kann Ihnen nur wärmsten ans Herz legen, sich auf die Reihe einzulassen!

Ein paar Fakts am Rande (falls es wen interessiert....:-)):
Seitenzahl: 543 (mit Anhang und Verzeichnis der Häuser)
Erscheinungsjahr (Original): 1999
Originalsprache: Englisch (US)
Originaltitel: A Clash of Kings
Weitere Bücher des Autors (deutschsprachig; kein Anspruch auf Vollständigkeit): Das Lied von Eis und Feuer (Reihe) - Planetenwanderer - Der Heckenritter - Fiebertraum - Die Flamme erlischt.
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am 11. Mai 2012
Das Königreich der sieben Königreiche ist zerbrochen, die Einigkeit und die Gesetze die die beiden großen Anführer Robert Baratheon und Ned Stark in langen Friedenszeiten aufrechterhalten haben, sind dahin. Es kämpfen nicht nur die Thronaspiranten und - seit Neds Ermordung - Todfeinde Robb Stark gegen die Lannisters auch die Brüder von Robert Baratheon sind sich nicht einig und lassen altem Zorn und alten Demütigungen die Zügel schießen. Während die mächtigen Clans um die Krone und die Macht kämpfen, leidet das Volk unter den Marodeuren, die einmal noble Ritter waren und auf Robert Turnier kämpften.

Sansa ist immer noch in der Gewalt von Joffrey, dem Sohn von Königin Cersei, der den eisernen Thron bestiegen hat und dessen psychopathische Grausamkeit immer mehr zutage tritt. Arya, der es zunächst gelingt, das von Hunger und Flüchtlingen geplagte Kings Landing mit Hilfe eines Bruders der Nachtwache zu verlassen, muss erkennen, wie grausam die Welt in diesen gesetzlosen Tagen besonders gegen die Schwachen und Frauen ist. Robb Stark, der zum König des Nordens ausgerufen wurde, will den Mord an seinem Vater rächen, will den Thron und überlässt seine Schwestern zunächst ihrem Schicksal.

Während die Parteien um die Macht im geteilten Land streiten, erscheint ein verhängnisvolles Omen am Himmel - ein Komet in den Farben von Blut und Feuer. Daenerys, die Hüterin der Drachen, versucht mit den Resten von Drogos Khal, die ihr geblieben sind, ihren mächtigen Feinden unter den Reitern auszuweichen und in der Wüste zu überleben.

Das faszinierende an diesem dritten Band sind die persönlichen Entwicklungen, die die diversen Protagonisten dieser epischen Erzählung nehmen. Wegen der vielen Charaktere ist dieses Buch nicht leicht zu lesen und im Grunde nur zu verstehen, wenn man die ersten Bände auch gelesen hat. Die Sympathie des Lesers schwankt gelegentlich hin und her, je nachdem, welche Entwicklung die sorgfältig ausgearbeiteten Charaktere nehmen.

Tyrion Lannister, zunächst das weiße Schaf der Lannisters, gewinnt zunehmend an Macht und setzt sich gegen seine Schwester und ihren Sohn durch. Zwar säubert er die Schlangengrube in Kings Landing und räumt mit einigen der Verräter auf, dabei wird er aber ohne es zu merken von der Macht korrumpiert.

Im Schutz von Winterfell und seinem Schattenwolf Summer fängt Bran Stark an, sich zu erinnern und reift über sein Alter hinaus zu einem würdigen Vertreter des Lords von Winterfell.

Theon Greyjoy, das ehemalige Mündel von Ned Stark, darf heimkehren und muss erkennen, dass ihm seine adlige Herkunft und sein Status als - wie er glaubt einziger Sohn und Erbe - nach 10 Jahren der Trennung gar nichts mehr nützen. Das Gefühl von allen betrogen worden zu sein, bringt seinen wahren Charakter zum Vorschein.

Waren die ersten beiden Bände im Grunde nur eine Einleitung in die Geschichte, gewinnt die Gesamterzählung mit diesem dritten Band an Leben. Das Drama des zerfallenden Königreiches, die Leiden der Zivilbevölkerung und die Gier, mit der die vermeintlich Mächtigen dabei sind, sich ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzuschneiden, ist ein ernüchterndes Lehrstück in menschlichem Verhalten. Dabei bemerkt niemand die Gefahr für die Gemeinschaft, denn die Wesen jenseits der Mauer werden immer mächtiger und der Winter naht.

Ich kann kaum erwarten, wie es weitergeht. Sehr lesenswert!
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Der dritte Teil 'Der Thron der sieben Königreiche' gefiel mir leider nicht so gut, wie die ersten Beiden. Dennoch ist das Buch ein absolut großartiges Buch.
Nach Ned Starks Tod im zweiten (deutschen) Teil, war bei mir zunächst ein wenig die Luft raus. Ich musste erst einmal verdauen, was Martin mit seinen Charakteren angestellt hatte. Das Ende des zweiten Bandes war dermaßen dramatisch, dass sich der dritte Teil für mich eher wie eine Einleitung zu den noch folgenden Geschehnissen liest.
Daher scheint erst einmal recht wenig zu geschehen und genau dieser Umstand hat mich ein wenig gestört. Ich hatte mir mehr epische Szenen gewünscht, mehr Emotion, mehr Aktion.

Dennoch habe ich eigentlich herzlich wenig zu klagen. Jede negative Kritik ist daher eine Klage auf hohem Niveau. Die Charakter nämlich verlieren auch in diesem Band nichts an ihrem Tiefgang, an ihren Geheimnissen und ihrer Vielschichtigkeit. Immer wieder schafft es Martin den Leser mit neuen Offenbarungen zu überraschen, neue Rätsel zu erschaffen, einige Fragen zu klären und dabei immer wieder neue aufzuwerfen.
Auch die Welt wird immer weiter konkretisiert, der Leser wird immer häufiger an Orte geführt, die er noch nicht kennt. Alle Orte werden sehr deutlich und prägnant dargestellt. Zu diesem Zweck werden neue Point-of-View Charaktere eingeführt.
So begleitet der Leser eine Zeit lang einen ehemaligen Schmuggler, nun ein Ritter, in Stannis Gefolge oder Starks Mündel/Geisel Theon Greyjoy, der nach Hause zurück kehren darf.

Doch gerade Jons Handlungsstrang habe ich mit größter Begeisterung verfolgt. Ich liebe die Wälder hinter der Mauer und auch das Setting aus Kälte, aus Schnee und Eis und aus andauerndem Regen. Und gerade diese Reise hat mich bemerkenswert fasziniert.
Die Beschreibungen und die erschaffene Atmosphäre verbinde ich ganz besonders mit den Worten aus Winterfell: 'Winter is coming'

Martins Schreibstil verliert ebenfalls nichts an seiner Poesie und seiner Aussagekraft. Und gerade das macht es dem Leser daher einfach auch Szenen mit Genuss zu lesen, die bei einem weniger begabten Autor, möglicherweise langweilig gewesen wären.

Der dritte Teil macht auf jeden Fall wieder Lust auf die weiteren Teile.

FAZIT:
Das Buch ist nicht ganz so 'vollkommen' wie seine Vorgänger, aber immer noch ganz wunderbar. Ich habe das Buch sehr sehr gerne gelesen und kann es jedem Leser dieses Genres nur ans Herz legen.
Ein ganz großartiges Buch.
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am 23. Oktober 2012
Für mich der bisher beste Teil.
Am liebsten würde ich mir gleich Teil 4 schnappen und sofort weiterlesen.
Wahnsinn, wie mitreissend George R. R. Martin schreiben kann.
Wie sehr man in die Geschichte hineingezogen wird.

Zwar sind einige der Intrigen, die so geschmiedet werden, noch im Aufbau und werden wohl erst im nächsten Teil auf die Spitze getrieben, aber in diesem Fall weiß der Leser ja schon vorher, daß noch ettliche Teile folgen werden.
Und trotzdem ist mir nicht eine Sekunde langweilig gewesen. In diesem Buch rumort es ständig und eigentlich müsste es schon aus den Seiten tropfen, so sehr kocht jeder sein Süppchen.

Für alle High Fantasy Fans, die die Reihe noch nicht kennen und noch schwanken, ob sie sich so eine lange Saga antun sollen - ein klares Ja!
Das ist etwas ganz besonderes und ich kann es leider nur sehr schlecht in Worte fassen.
Ein echtes Schmuckstück der Fantasy-Welt!
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am 16. Dezember 2013
Nach Das Lied von Eis und Feuer 01: Die Herren von Winterfell und Das Lied von Eis und Feuer 02: Das Erbe von Winterfell ist "Der Thron der sieben Königreiche" nun der dritte Band in der monumentalen Saga des Liedes von Eis und Feuer.

Die Lage: Es herrscht Bürgerkrieg. Das böse galaktische Imperium, Verzeihung, falsche Saga :) Also, es herrscht trotzdem Bürgerkrieg, das Reich von Westeros ist gespalten und mehrere Parteien ringen um die Macht, als da wären: Die Lennisters, geschickt im Intrigieren und Profitieren, eher unsympathisch - dann die Starks, ehrversessen und ein wenig schwerfällig, aber dennoch ganz okay - die Graufreuds, deren Wappen mit dem Wahlspruch "Wir säen nicht" auf dem Titelbild des Buches zu sehen ist - die Baratheons, Renly und Stannis, die sich untereinander nicht so ganz im Klaren darüber sind, wer wessen Feind bzw. Freund ist - und viele andere mehr. Zu allem Überfluss kommt aus dem Norden noch eine andere Gefahr, die allen Beteiligten noch nicht so ganz klar zu sein scheint, die aber bestimmt mega-mäßig gefährlich sein wird... hahaha...

Im dritten Teil der Reihe wird leider eher weniger gekämpft, dafür mehr geschwafelt und intrigiert. Trotzdem ist der Lesespaß gewaltig und ich hatte das Buch nach einer Woche durch (nach einer Arbeitswoche! Ohne Arbeit hätte ich es wahrscheinlich in zwei Tagen geschafft...). Insgesamt vier Sterne für einen durchaus angenehm zu lesenden Teil der Reihe.
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am 22. Januar 2014
Nachdem ich die ersten beiden Teile verschlungen habe, setzte der dritte Teil meine hohen Erwartungen voll und ganz fort. Dabei bleibt Martin seinem Stil treu, als dass die Mittelalterumgebung weitestgehend, aber nicht komplett realistisch bleibt und die Geschichte durch die Blickwinkel der jeweiligen Hauptakteure aufgezogen wird. Das “Spiel der Throne”, wie es im englischen Original heißt, wächst zu einem konkreten Kampf aus.

Denn das Königreich bricht. Ohne zu viel des Inhaltes vorweg zu nehmen, sei gesagt, dass die sich einige Lords unter neuer Führung zusammenschließen und andere auf eigene Faust agieren. Die Gefahr aus dem Norden, sowie von der anderen Seite des Meeres wächst weiter und wird unheimlicher.

Die einzelnen Charaktere werden spannend weiter ausgebaut, die Kinder werden schneller erwachsen, als es ihnen lieb ist. Besonders gefallen mir die Charaktere Tyrion und Bran. Sie erlangen Vielschichtigkeit und Unvorhersehbarkeit, welche den Leser packt.

Und so ist auch der dritte Teil ein Page-Turner.

Zu beachten ist auch hier, dass die neue Übersetzung weniger gut ist als die alte, und wer es kann sollte eh das englische Original lesen (was auch günstiger ist). Bei Lesen im elektronischen Format sollte man sich ein Soziogramm genauso wie Landkarten separat ausdrucken.

Ich freue mich auf den vierten Teil Das Lied von Eis und Feuer 04: Die Saat des goldenen Löwen

5 Sterne.
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am 7. Februar 2012
/// Deutsche Übersetzung:
Kurz noch etwas zu der unzähligen Kritik an der deutschen Ausgabe:
Ich finde es albern wie immer gleich eine komplette Übersetzung nieder gemacht wird, nur weil die Namen eingedeutscht wurden! Ich habe die deutsche und englische Originalausgabe zum Vergleich und finde die Übersetzung extrem stimmig und gelungen.
Bei Herr der Ringe hat es auch niemanden gestört, dass es "Beutelsend" heißt, statt "Baggingsend" und aus dem trockenen "Shire" das malerische "Auenland" wurde. Ob man jetzt für Eigennamen wie "Hot Pie" nichts Stimmigeres finden konnte wie "Heiße Pastete" oder "Deepwood Motte" in "Tiefwald Motte" übertragen musste, ist natürlich eine andere Frage. Wer allerdings so versessen auf Originalität ist, muss eben die Originalausgabe lesen. Das Englisch ist übrigens sehr einfach und flüssig zu lesen!
Was ich allerdings wirklich schlecht an der deutschen Ausgabe finde, ist ihr Auftrennen des Bandes in zwei Teile. Wer also Band 1 kauft, liest nur den ersten Teil des ersten Buches. Also entweder gleich Band 1 und 2, bzw. 3 und 4 kaufen oder gleich die englische Ausgabe erwerben!

/// Story und Charaktere
Schon im ersten Band war die Haupthandlung nicht nennenswert. George R.R. Martin geht es besonders um die Interaktion seiner Charaktere.
Während zu Beginn alle Handlungsstränge von Winterfell ausgehen und die meisten der acht Charaktere, außer Daenerys und Tyrion dem Hause Stark angehören, so sind nun alle Charaktere in Bewegung:
Jon begibt sich mit den Krähen in die unwirkliche Kälte weit im Norden der Mauer, um dort einigen Fragen nachzugehen: Was ist mit seinem Onkel passiert? Und warum trifft man keine Wildlinge mehr in ihren Siedlungen an?
Arya ist auf der Flucht vor den Häschern der Königin und versucht mithilfe Yorens Nachtwachen-Treck wieder nach Winterfell zu gelangen. Das treibt sie mitten hinein in die Kriegswirren, die der Kampf zwischen den Lannisters und der Fraktion ihres Bruder ausgelöst hat.
Ihrer Schwester Sansa hingegen geht es zwar äußerlich besser, jedoch treibt sie Joffreys blinde Wut auf ihre Familie in eine Isolation am Hofe von King's Landing. Nur ihr naiver Glaube an einen wahren Ritter, der ihr zur Flucht verhilft, hält sie noch am Leben.
Bran muss sich als Stadthalter Winterfells behaupten, obwohl gerade er am wenigsten Interesse an diesem Posten hat, zumal seine Behinderung ihm mehr und mehr seine Grenzen aufweist.
Catelyn versucht sich mehr schlecht als recht als Vermittlerin zwischen den vielen Kriegsparteien.
Tyrion hat das wohl spannendste Los gezogen, steigt er doch als Rechte Hand zum mächtigsten Mann in Kings Landing auf. Auch wenn er dabei auf viel Verachtung und Spott trifft, so gelingt es ihm, besser als seinem Vorgänger, die Puppen nach seinem Ermessen tanzen zu lassen.
Daenerys ist mit ihrem Khalassar halb auf der Flucht, halb auf der Suche nach einem neue Weg, ihr Versprechen, den Thron zurückzuerobern, einzulösen.

Zwei neue Charaktere gesellen sich in diese Reihe: Theon- der Ziehsohn Eddards, der als Buße für die Verbrechen seines Vaters bei den Starks aufwuchs - wird nun zurück auf die Iron Islands geschickt. Dort soll er seinem Vater das Angebot zu einer Kollaboration mit den alten Feinden gegen die Lannisters unterbreiten.
Außerdem erfahren wir über Davos Seaworth, den Onion Knight und einstigen Schmuggler, mehr über Stannis und sein Vorhaben den eisernen Thron für sich selbst einzunehmen.

/// Könige, Könige, Könige

Wer Clash of Kings liest und dabei an den Kampf zweier Männer um den Thron denkt, liegt zwar nicht ganz falsch, allerdings gibt es mehr als einen König. Im zweiten Band von "Das Lied von Feuer uns Eis" scheint sich jeder Erbe eines der mächtigen Häuser zum König zu krönen und für seine Partei in die Schlacht zu ziehen.

Im Gegensatz zur sehr klaren Struktur und eher einfach Handlung des ersten Buches splittet sich jeder Handlungsstrang der vielen neuen Haupt- und Nebencharaktere noch einmal auf. Nahezu jedes Gebiet auf der Karte von Westeros wird durch die eine oder andere Wende in der Handlung bespielt oder benannt.
Gleichzeitig wird noch Daenerys Suche nach Macht, Schiffen, Verbündeten und einer Armee weiter parallel erzählt. Das war im ersten Teil schon nervig, allerdings interessant, hatte es doch genug spannende Konflikte und Parallelen zur Haupthandlung (Mormont, das Attentat, ihre Herkunft). Nun ist es jedoch ein unabhängiger Handlungsstrang, der nichts mit den Kriegswirren von Westeros zu tun hat und dazu ihrem Puppenalltag in Quarth (der Stadt in der die Frauen eine Brust unbekleidet lassen?!) wenig Neuentwicklungen gönnt.
Allerdings ist Theons Gedankengang umso amüsanter, denn im Gegensatz zu dem moralisch viel zu einwandfreiem Rest, stellt er seine antagonistische Sichtweise und Egozentrik zur Schau. Eigentlich darf man seine Geschichte gar nicht weiter ausschmücken, da man sonst die vielen schönen Wendungen verrät, die sich Martin für ihn erdacht hat.

Denn das kann er gut: Charaktere in allen Details aufbauen nur um sie dann das eine oder andere Mal an den Abgrund zu führen. Wer den Tod Eddards unerhört fand, der sollte mit dem zweiten Buch gar nicht erst anfangen, denn der Bodycount steigt weiter! Man sollte einfach genießen können WIE die Charaktere agieren, nicht WEN man als sympathisch favorisiert.

/// Erzählweise

Man merkt dass Martin auch Serienautor für TV-Formate ist. Daher auch die folgerichtige Idee eine Geschichte aus der Sichtweise eines festen Charakterensembles zu erzählen und zudem jede Geschichte mit einem kleinen Höhepunkt und Cliffhanger enden zu lassen. Gerade im zweiten Teil, wenn das eigentliche Augenmerk auf der großen Endschlacht liegt, kann es schon nerven, wenn dann doch zu Daenerys Kaffeeklatsch oder Jons Schneewanderung gewechselt wird. Aber wirklich schlimm finde ich das nicht, da einzelne Charakterkapitel nie sehr lang sind.

Im zweiten Teil greift Martin außerdem zu dem Mittel, den nachfolgenden Charakter den Handlungsausgang des Vorherigen erzählen zu lassen. Meist bekommt ein Maester in seiner Nähe eine Botschaft durch Raben. (Fast wie Twitter! So schnell wie sich Nachrichten von Nord nach Süd verbreiten, ist unser Internet eine Flaschenpost dagegen.) Das ist ziemlich clever gemacht, denn so erfährt man fast beiläufig wichtige Ausgänge von Ereignissen, ohne sie langatmig beschrieben zu bekommen. Das ist besonders angenehm, wenn es sich um Kampfszenen handelt, deren ausschweifende Beschreibungen einem so erspart bleiben.
Was ich auch sehr mochte, welche Methode er sich jedoch viel zu selten bediente: An einigen wenigen Stellen wechselt er in der Begegnung zweier Hauptcharaktere durch einen Kapitelwechsel die Sichtweise, wenn Sansa zum Beispiel auf Tyrion trifft.

/// Kritk

Was mir allerdings gar nicht gefällt ist die Handlung insgesamt. Manchmal machen die Charakteraufsplittung auch einen normalen Ablauf unnötig langatmig und kompliziert. Die Gesamtgeschichte des zweiten Bandes ist eigentlich auch eher knapp zusammenfassbar, wird jedoch unnötig auf ganz Westeros in die Breite gewälzt und zerfasert, statt insgesamt voranzukommen. Durch Martins Erzählweise gehen generell Highlights in der Handlung verloren. Eigentlich traurig, dass meist die Verschlimmerung einer Situation eine wichtige Wende in der Handlung markiert.
Zwar gelingt es ihm oft zu überraschen, wenn man der Handlung mit einem gelangweilten "Kennt man ja..." folgt um dann in bester Martin-Manier einmal die Hand übers "Spielfeld" zu wischen und das offensichtliche ins Gegenteil zu verkehren. Aber für die zukünftigen Bände erhoffe ich mir doch eine klare Linie. Denn ständig neue Charaktere auf der Bühne erscheinen zu lassen und sie "tadaaa" zu unmöglichen und überraschenden Handlungen zu streben, wird auf Dauer auch öde. Man möchte doch oft genug, dass er einfach mal auf den Punkt kommt, etwas abschließt, statt ein paar Seiten weiter, wieder eine neue Schlachtbank, äh Handlungslinie zu entwerfen.
Leider habe ich mich von Lesern, die schon weiter sind, so weit spoilern lassen, dass es so scheint, als würde er aber genau dass tun: Die Geschichte wird ein einziger langer Kaugummi, der jetzt mit TV-Serie wahrscheinlich noch länger gekaut wird, als es dem Material gut tut.

Außerdem würde ich mir ein ums andere mal wünschen, er würde all seine witzigen und detailliert gezeichneten Nebencharaktere nicht nur für zwei-drei Absätze einführen, ihnen glänzende Dialoge in den Mund legen, nur um sie in den nächsten Kapiteln als belanglose, platte Randfiguren, die nicht mehr diskutieren, sondern plötzlich nur noch "Ja und Amen" sagen, abzuspeisen. Shae und Bronn sind da sehr gute Beispiele.

Bei aller Kritik ist Clash of Kings jedoch eine ziemlich gelungene Fortsetzung, die ich dem begeisterten Leser des ersten Teils nur empfehlen kann!
Und die Serie natürlich auch. Plus den genialen Soundtrack von Ramin Djawadi.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. August 2012
Nun folgte nach Band 2 schlagartig der dritte Streich...
Selten, dass mich eine so umfassende und vor Seiten strotzende Reihe so lange bei Laune hält. Irgendwie muss man jedoch sofort nach Schließen des Vorgängers zum nächsten Band greifen - genau so sollte es ein. Manche Autoren können einen nicht mal über 200 läppische Seiten fordern und unterhalten - George R.R. Martin scheint dies wohl problemlos zu beherrschen. Sicher, die Geschichte um Westeros lässt in diesem Band ein klein wenig an Spannung verlieren - es wirkt jedoch durchweg so, als ob die Sieben Königreiche einfach mal Luft holen, um den Leser in absehbarer Zeit wieder mit vielen neuen Wendungen zu überraschen.
Ich persönlich möchte hierüber gar nicht allzu viel schreiben - ich lese einfach weiter und möchte dies auch jedem ans Herz legen.
Jürgen Seibold/18.08.2012
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am 23. Mai 1999
Richtig... das Buch ist noch nicht erschienen, und trotzdem rezensiere ich es. Ich habe es nämlich bereits in englisch gelesen (A Clash of Kings). Möglicherweise wird es der Goldmann-Verlag (wie auch den ersten Teil (A Game of Thrones) in zwei Teile aufspalten. Wie auch immer - Diese 'Saga von Feuer und Eis' ist wohl das Beste, was ich überhaupt je gelesen habe. Martin entwirft hier eine Welt von solcher Wucht, Dichte und Tiefe, daß ich mich immer wieder verzweifelt frage: Wie kriegt man so etwas hin? Er erzählt unendlich viele kleine Nebengeschichten, die interessant und spannend, aber dennoch kurz sind und nicht vom Fluß der Haupt-Story ablenken. Er schaltet auf höchst interessante Weise zwischen Schauplätzen und dort stattfindenden Handlungen anderer Hauptpersonen um, so daß einem niemals langweilig wird - im Gegenteil: Man dürstet danach zu erfahren, wie es denn nun dem anderen Helden ergangen ist. Er beschreibt seine Welt sehr ausführlich in Farben, was tatsächlich ein eindrucksvoll coloriertes Bild im Kopf entstehen läßt. Und vor allem: Seine Personen LEBEN. Nicht nur, weil er sie vom Charakter her gut beschreibt, sondern weil sie wirklich immer so handeln, wie sie sind. Und nicht unbedingt so, wie man es vielleicht erwartet. Erst aus der Gesamtheit ihrer Handlungen entsteht zuletzt das wahre Bild ihres Charakters, und das ist manchmal schockierend. Da ist der zuerst sympathische Gnom Tyrion, der dann doch zwiespältig wird, weil man merkt, daß seine Handlungen dennoch von seinen körperlichen Benachteiligungen mit-beeinflußt sind: Er will Macht und genießt sie auch. Oder der wackere Greyjoy, der lange ehrenvoll an der Seite der Starks kämpfte, und plötzlich hochmütig wird, als er zum 'König' eines kleinen Inselreiches ernannt wird. Oder der einflußreiche Eunuch Varlys, der auf schleimigste Weise alle Vorteile für sich zu nutzen versucht, dem man dann nach langer Zeit aber anmerkt, daß er trotz allem Eigennutz immer von einem seltsam gesunden Menschenverstand und von Mitgefühl geleitet wird. Es ist einfach ein geniales Spiel von Personen, Handlungen und Schauplätzen, das da abläuft. Dieses Buch kann man jedem empfehlen, der von Fantasy mehr erwartet als nur ein paar Drachen und Schwerter. Dennoch: Die Sache ist sehr komplex! Lieber zuerst die beiden ersten Bände lesen (die auf jeden Fall ebenso gut sind).
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