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In den drei Jahren zwischen der Veröffentlichung von Episode 2 und 3 waren das Star Wars Merchandising und damit so ziemlich alle Bücher, Spiele und Comics vor allem auf ein Thema konzentriert, die Klonkriege. Mit der Rache der Sith schien dieser Strom versiegt zu sein, die Klonkriege endgültig abgeschlossen und das Interesse der Fans wurde mehr auf die Dark Times nach der Ausrufung des Imperiums gelenkt. 2008 und damit 3 Jahre nach Episode III kehrt Star Wars einmal mehr auf die Leinwand zurück, überraschenderweise mit den Clone Wars. Der Film ist jedoch nur der Pilot für die Serie, welche 2008 auch ihren Weg auf die Fernsehschirme gefunden hat.

Die Klonkriege sind auf ihrem Höhepunkt und Count Dooku schreitet mit seinen Plänen die Republik zu vernichten unaufhaltbar voran. Unbeeindruckt von den Ereignissen in der Galaxis läuft das Leben für den Verbrecherlord Jabba the Hutt wie gewohnt, doch neben seinen Geschäften hat der Hutt einen neugeborenen Sohn, um welchen er sich zu kümmern hat. Doch Rotta wird entführt und in einem Akt der Verzweiflung wendet sich der Hutt an die Jedi. Der Jedi-Rat sieht eine Chance darin, als "Belohnung" für die Rettung des kleinen Rotta Zugang zu den Hyperraumrouten der Hutts zu erhalten und somit einen taktischen Vorteil gegenüber der Konföderation zu erlangen, gleiches strebt jedoch auch Count Dooku an, der die Jedi zugleich in eine Falle locken will. Obi-Wan Kenobi und der frischgebackene Jedi-Ritter Anakin Skywalker sollen diese heikle Mission mit einer Kompanie der 501. Legion übernehmen.

Auf Christophsis sitzen die beiden Jedi mit ihren Truppen allerdings fest. Vom Kontakt mit ihrer Verstärkung abgeschnitten, werden sie und ihre Klonarmee immer weiter zurückgedrängt. Als ein Schiff eintrifft, staunen die beiden nicht schlecht, als diesem die Padawan Ahsoka Tano entsteigt. Nach Anakins Ritterschlag hatte sich Obi-Wan durchaus eine neue Padawan erwartet, aber der Zeitpunkt ist relativ ungünstig gewählt und zusätzliche Truppen wären den republikanischen Streitkräften eindeutig hilfreicher. Ahsoka wurde jedoch nicht Obi-Wan, sondern Anakin zugeteilt, um ihn als seine Schülerin nach Teth zu begleiten, wo Rotta the Hutt gefangen gehalten wird, während Obi-Wan zunächst nach Tatooine aufbrechen und dort mit Jabba über die Hyperraumrouten verhandeln soll...

Band 1 von Clone Wars orientiert sich an der Filmhandlung, die anderen der 5 geplanten Bücher dürften allerdings eher eigenständige Stories darstellen bzw. den Plot der Serie aufgreifen. Neben Karen Traviss ist auch ihre Freundin und Kollegin Karen Miller als Autorin für die Bände 2 und 4 der Reihe engagiert, was einerseits frisches Blut in die Riege der Star Wars-Autoren bringt und anderenseits vielleicht auch Brüche in der Kontinuität und Charakterdarstellung eher verhindert, wenn die Chemie zwischen den beiden tatsächlich stimmt.

Nach Republic Commando und Legacy of the Force kehrt Karen Traviss mit Clone Wars 1 zum Stil ihres ersten RC-Bandes Feindkontakt zurück. Nicht mehr die Familiengeschichten des Omega Squads und Kal Skiratas stehen im Mittelpunkt, sondern vor allem Action, Missionen und Verschwörung. Wie gewohnt profitiert auch Clone Wars 1 von den kurzen Zitaten, die Karen Traviss an den Anfang ihrer Kapitel stellt, ebenso wie von der überragenden Charakterzeichnung. Jetzt wo klar ist, wer Darth Sidious ist und wie die Geschichte Anakin Skywalkers weiter verläuft, darf die Autorin auch Gedanken der verschiedenen Charaktere aufgreifen, vertiefen und dabei das gesamte Expanded Universe einbeziehen, so erinnert ihr Count Dooku weniger an den grausamen arroganten Sith-Schüler, sondern mehr einen verbitterten Mann, der die Fehler der Republik erkannt hat und aus der Überzeugung heraus handelt, ein korruptes System zu bekämpfen, welchem die Jedi unfreflektiert und bereitwillig dienen. Dieser Count Dooku erinnert sich an die Erlebnisse auf Galidraan, wo eine Einsatzgruppe der Jedi die Mandalorianer beinahe vollständig auslöschte, weil der korrupte Gouverneur von der Death Watch dazu angestachelt wurde. Für Dooku ist das der ultimative Beweis für die verbrecherische Seele der Republik, er ist Überzeugungstäter, Idealist und kaum mit jenem Count Dooku zu vergleichen der Quinlan Vos auf die dunkle Seite zog. Genauso erhält man Einblicke in die Denkweise von Anakin Skywalker, des Klon-Captains Rex, Palpatines und sogar Jabba the Hutts.

Die Integration in das Erweiterte Universum ist Karen Traviss für Clone Wars 1 perfekt gelungen, ebenso dem Filmplot eine tiefere Bedeutung und Innenansichten abzugewinnen. Ich bin fast versucht Traviss Leistung mit der Matthew Stovers Buch zu Episode 3 zu vergleichen, denn das Ergebnis ist beeindruckend und eine wahre Freude, weil es durchdacht und unter Ausnutzung aller Möglichkeiten entstanden ist, Fanträume werden wahr. Abgesehen von der idealen Charakterzeichnung profitiert Clone Wars von zahllosen authentischen Actionszenen, die vom persönlichen Background der einstigen Uniformträgerin profitieren. Raffinesse und klug konstruierte Handlungswendungen zeichnen Clone Wars ebenso aus, wie die richtige Dosierung von Emotionen und persönlichen Dialogen. Von nichts zuviel oder zu wenig, Clone Wars liegt in fast jeder Hinsicht genau in der goldenen Mitte, so ist das Buch mit an die 320 Seiten verhältnismäßig kurz, von der Handlung her, aber hätte es genauso gut auf 500 Seiten ausgebaut werden können.

Fazit:
Es ist eine Freude, als Star Wars-Fan auf Bücher wie dieses aus der Feder Karen Traviss zu stoßen. Clone Wars 1 wartet mit Hintergrundinformationen auf, sowie einer idealen Mischung aus gelungener Charakterzeichnung, Action und sogar einer Handlung, die auf der Leinwand eher weniger zur Geltung kommt. Es bleibt zu hoffen, dass auch die kommenden vier Bände der Reihe dieses Niveau halten können und Karen Miller den Anschluss schafft.
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am 14. September 2009
Karen Traviss holt noch ein wenig mehr aus der Story, des eher für Kinder geeigneten Clone Wars Films, heraus. Das Buch ist der erste Teil einer Reihe weiterer Clone Wars Bücher und erzählt eine der vielen Geschichten aus der Zeit der Klonkriege. Anakin ist mittlerweile zum Jedi-Ritter geschlagen wurden und bildet nun selbst, mehr oder weniger unfreiwillig, einen Padawan aus. Während dessen ringen die Republik und die Konföderation um die Gunst Jabba, des Hutten, nachdem dessen Sohn entführt wurde und Anakin und Obi-Wan werden in den Strudel der Ereignisse hineingezogen und haben alle Hände voll zu tun den kleinen Hutten zurück zu bekommen.
Eine bis zum Schluss spannend geschriebene Geschichte und eine Empfehlung an alle die schon immer wissen wollten, was in den Klonkriegen passierte, die die Realfilme auslassen.
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am 7. Juli 2013
Zunächst zur Autorin:

Karen Traviss schrieb unter anderem die Republic-Commando Romane, die trotz eher unbedeutenderem Plot wirklich spannend und atmosphärisch sind, sie haucht den Klonkriegern eindeutig das gewisse Etwas ein. Dies gelingt ihr auch in diesem Roman recht gut, allerdings hat er meiner Meinung nach viele Schwächen, wobei die Autorin natürlich wenig Schuld trägt, da sie sich ja an den großteils miesen Plot des Films halten musste.

Kritik:
Jabba hat einen Sohn? WTF, wie gut, dass man davon später nie etwas erfährt, z.B. in der Han Solo Trilogie etc. Ich schau zwar die CLONE WARS Serie noch nicht wirklich aber der Logik nach müsste dieses Rotta-Etwas ja noch irgendwann draufgehen und Jabba diese Tatsache irgendwie totschweigen um hier noch eine kanonkohärente Lösung zu generieren.

Die Mission - Hyperraumstraßen? Weit hergeholt, um nicht zu sagen, völliger Quark, warum sollte man ohne (ausgerechnet) Jabbas Hilfe nur schwer Zugang zum Outer Rim haben?!

Palpatine aka. Darth Sidious - Dass diese Personen ein und dieselben sind, wird mal ganz beiläufig und völlig unnötig als des Kanzlers Gedankengang erwähnt. (Nun gut, wer STAR WARS kennt weiß es natürlich, aber trotzdem, ich dachte immer es gäbe dabei eine Art "ungeschriebenes Gesetz" diese Identität nicht so mir nichts dir nichts preiszugeben, bei Romanen wie Darth Plagueis ist dies ja noch verständlich, aber gerade James Luceno hat die zweite Identität Kanzler Palpatines z.B, in Labyrinth des Bösen äußerst gewandt und kunstvoll zu verschleiern gewusst - nach der Lektüre dieses Romans, wozu? Leider hinfällig, nunja..)

Dann die Beziehung zwischen Anakin und Obi-Wan. Nicht unbedingt schlecht charakterisiert ABER auch wenn es sich um einen auktorialen Erzähler handelt, klingt es einfach nur dämlich, wenn aus Anakins Warte heraus immer von "Kenobi" die Rede ist, anstatt von Obi-Wan. (Naja man könnte dies auch als Barbara Hambly-Syndrom abstempeln, denn genau so treibt sie es in der Callista-Reihe leider mit Han Solo, äh "Solo!" [ja auch aus Leias Sicht!] ) Dagegen ist Anakins Konflikt und seine Geister die ihn einholen meiner Meinung nach sehr gut dargestellt.

Ahsoka - Als ich durch den Film das erste Mal hörte, dass Anakin eine Padawan-Schülerin bekommt dachte ich sofort: Schnapsidee! Finde ich prinzipiell immer noch, im Buch hier ist dies allerdings relativ OK eingefügt, es hat zunächst etwas übergangsmäßiges, das einfach nur kurze Zeit Teil einiger Missionen sein könnte, bin gespannt wie das ganze aufgelöst wird, wie man das allerdings teils leider kennt wohl eher gar nicht... (man denke nur an das idiotische Ende von TFU II, aber ich will ja nicht zu viel spoilern...) Sie müsste ja entweder sterben oder irgendwie untertauchen, naja ich bin gespannt...

Die Übersetzung - Einfach nur grottig! Tausende Tippfehler, Schmankerl wie "Maze" Windu, Mischungen aus KUS und CIS, teils Unkenntnis deutscher Grammatik... Lasst das doch bitte generell Andreas Kasprzak machen :-)

Für meinen Geschmack (natürlich dem Film geschuldet) gibt es auch viel zu viele viel zu sinnlose "Szenenwechsel" wobei immer wieder neue Hauptcharaktäre angeschnitten werden, ohne sie angemessen zu beleben, am schlimmsten ist Padmés völlig irrelevanter Auftritt ganz am Ende.

Dann die Mischung aus wirklich kindischem Blödsinn wie den "Hutt-Baby-Szenen" und den lächerlichen Kinderspitznamen, die dann plötzlich wieder mit wirklich guten Charakterisierungen Dookus (Jango Fett, Galidraan) wetteifern. So reines STAR WARS Feeling wird bei der Lektüre dieses Romans leider immer mal wieder durch unepischen Murks kaputtgemacht, ansonsten lohnt es sich jedoch und ich habe auch Hoffnung für die Fortsetzungsromane der Reihe, vielversprechend ist ja schonmal, dass die Cover von Band 4 und 5 endlich nicht mehr in dieser hässlichen 3D-Animationskarikaturstil gehalten sind.

Fazit: Ist durchaus nicht der schlechteste Star Wars-Roman den ich gelesen habe, zu den besten gehört er aber auch nicht gerade^^
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am 19. Juli 2009
Karin Traviss, die ja schon die "Republic Commando" Reihe und einige "Wächter der Macht" Bände schrieb, hat auch den ersten Roman der neuen Clone Wars Reihe geschrieben.
In diesen Roman wird die Handlung des Pilotenfilms der Serie erzählt.

Die Handlung:
Der Sohn des Verbrecherlords Jabba the Hutt, Rotta, wird entführt. Jabba wendet sich an die Jedi ihn zu helfen. Wenn sie ihn lebend zurück bringen, können sie die Hyperraumrouten der Hutts benutzen, was ihnen einen großen Vorteil in den Krieg gibt.
Aber auch Count Dooku will diese Routen benutzen und die Jedi in eine Falle locken.

Obi-Wan und Anakin Skywalker sind mit ihren Truppen auf Christophsis. Die Jedi brauchen dringend Verstärkung, aber nur ein Schiff kommt. In diesen Schiff befindet sich die junge Tortuga Ahsoka Tano, die Anakin als Padawan zugeteilt wurde. Zusammen machen sich Anakin und seine neue Schülerin nach Teth auf, wo Rotta gefangen gehalten würd.

Ich find schade, dass die Unterhaltung über die Kapitulationsbedingungen zwischen Obi-Wan und Loathsom nur am Rande erwähnt werden.
Sehr Interessant sind die Gedanken von Captain Rex, Jabba, Anakin Skywalker und Kanzler Palpatine.
Ich persönlich fand es blöd, dass Obi-Wan immer Kenobi gennant wurde und nie sein Vorname benutzt wurde.
Das Cover ist einfalsloss.

Fazit:
Sehr gute Umsetzung des Films, mit vielen Ausschmückungen.
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am 22. Dezember 2009
Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht, denn ich bin ehrlich gesagt nicht unbedingt ein Fan von Karen Traviss. Angesichts der letzten zwischen durchschnittlich und grauenhaft schwankenden Werke hatte ich nicht viel erwartet, denn a) ist es noch nicht lange her, das ich mich durch "Blutlinien" kämpfen musste und b) ,was vielleicht noch wichtiger ist, dies ist der Roman zu "The Clone Wars". Nicht das ich den Pilotfilm nicht gemocht hätte, aber ich konnte mir einfach nicht so recht vorstellen, das ein Buch zu einem Film, der so sehr auf Action und Animation setzt wie "The Clone Wars" es tut, funktionieren konnte. Und so ging dieses Buch erst ein mal an mir vorbei, bis ich durch einige positive Bewertungen verlässlicher Leute aufmerksam wurde. Und was ich dann zu lesen bekam überraschte mich trotzdem - seit "Triple Zero" (Republic Commando 2) habe ich nichts so gutes mehr von Traviss gelesen. In mancher Hinsicht ist es meiner Meinung nach sogar der beste Star Wars Roman, den sie je geschrieben hat (wobei ich "Imperial Commando" (noch) nicht kenne).

Nun könnte man sich natürlich zunächst fragen, welcher Experte auf die (dem Film geschuldete) Grundidee der Geschichte gekommen ist: die Jedi (respektive die Republik) brauchen Zugang zu den Hyperraumstraßen des Hutts um den Krieg gewinnen zu können und müssen deshalb Jabbas Gunst gewinnen. Die Jedi brauchen Zugang zu den Hyperraumstraßen der Hutts? Der Hutt-Raum ist zwar durchaus nicht unbedeutend, aber nach galaktischen Maßstäben doch eher winzig. Keine Route, die zu irgendeinem halbwegs bedeutenden Hinterweltlerplaneten führt kommt auch nur in die Nähe des Hutt-Raums, randwärts kommt man höchstens noch nach Barab oder Honoghr und über allem thront die Frage, warum die Republik und ihre gewaltige Flotte überhaupt auf die Zustimmung der Hutts angewiesen sind.

Man könnte es aber natürlich auch lassen. Denn, und das sollte inzwischen jedem klar sein, mit dem bis dahin mühsam etablierten Kanon hat das ganze nichts zu tun (zumal die obige Ausführung zugegebenermaßen leicht fanatisch klingt). Der wurde mit einem Satz von George Lucas in den Boden gestampft und so entscheide auch ich mich über solche "Kleinigkeiten" hinwegzusehen - zumal die Kontinuitätsfehler ansonsten durchaus elegant unter den Teppich gekehrt werden. Die Story ist also die folgende: der kleine Sohn von Jabba dem Hutten, Rotta oder auch "Stinkie" genannt, wurde von Unbekannten entführt und nun bittet Jabba sowohl die Republik als auch die Separatisten um Hilfe - im Gegenzug verspricht er freien Zugang zu den schon erwähnten Hyperraumrouten. Die Klonkriege toben allerdings unerbittlich und so kommt es, das die Jedi "zufällig" nur zwei Jedi entbehren können: Kenobi und Skywalker, Obi-Wan und Anakin. Die haben vermeintlich gerade den Planeten Christophsis eingenommen - vermeintlich wohl gemerkt, denn die Wahrheit sieht etwas anders aus. Da sie ihre Mitfahrgelegenheit aber gerade zum Vorräte holen weggeschickt haben und die Kommunikation ebenfalls unterbrochen ist, schickt der Rat einen neuen Padawan um eine Botschaft zu überbringen: Ahsoka Tano, Schrecken der Serie. In einer wahren Feuertaufe werden sie und ihr Meister, Anakin nicht Obi-Wan, zusammengeschweißt und bald darauf nach Teth geschickt, wo man den jungen Huttling in einem schwer befestigten Kloster lokalisiert hat.

War der Plot des Pilotfilms noch durchaus akzeptabel, so waren die Charaktere doch flacher als flach. Ganz anders jene Figuren, die uns dieser Roman präsentiert. Auch wenn "Opfer" (Wächter der Macht 5) ein ganz annehmbares Star Wars Buch war, auch wenn die Bände drei und vier der "Republic Commando"-Reihe noch halbwegs solide waren, bei all diesen und den schon genannten Büchern stand dem Gelingen meist eines (eine) im Wege: die gute Karen. Was anfangs noch interessant war, wurde später einfach lästig: Mandalorianer soweit das Auge reicht, viel Sentimentalität, aber keine (echten) großen Emotionen.
So ist - wie jetzt schon mehrfach erwähnt - wirklich erstaunlich was Traviss hier vollbracht hat. Der "The Clone Wars"-Roman ist kein Meisterwerk um das gleich mal festzustellen, aber er ist eine sehr gut lesbare, unerwartet tiefsinnige Adaption des gleichnamigen Pilotfilms. Ganz wichtig ist zunächst, dass Traviss endlich erkannt hat, das weniger mehr ist. Vor allem "Opfer" litt doch schwerpunktmäßig an Längen in Serie, seitenlang passierte nichts, wurde der Leser mit Mando-Traditionen belästigt... anders dieses Buch: läppische 280 Seiten hat es, und braucht doch nicht mehr. Der Plot ist allen Erwartungen und Widrigkeiten zum trotz durchaus spannend, und - man höre und staune - sogar so weit wie irgend möglich logisch - auch nach starwarsschen Maßstäben kein narratives Meisterwerk, aber die Art wie sie bestimmte Aspekte des Films betont und andere abschwächt nötigt mir Respekt ab. So versetzt sie - die mandalorianische Soldatenversteherin - sich in einer Art und Weise in den (noch nicht ganz so zerrissenen) Charakter des Anakin Skywalker hinein, wie ich es nie für möglich gehalten hätte - da können sich andere Autoren eine Scheibe abschneiden. Die Anteile der Teth-Szenen werden deutlich zu lasten der (im Film sterbenslangweiligen) Tatooine-Sequenzen ausgeschmückt, die Bösewichte wie Count Dooku und Asajj Ventress werden auf gelungene Art und Weise zu Idealisten gemacht, die Kontinuitätsfehler werden wie schon erwähnt so weit wie möglich vertuscht und - das halte ich für die größte Leistung - Ahsokas Charakter und ihre Beziehung zu Anakin werden absolut glaubwürdig (wenn auch verkürzt) und in keinster Weise nervig präsentiert.

Darüber hinaus gibt es (natürlich) einige gelungene Actionsequenzen, die an ihre besten Tage erinnern, jede Menge zusätzliche Dialoge einige wirklich glaubwürdig aufgeworfene moralische Fragen der Kriegsführung (u.a. durch den stark zur Geltung gebrachten Klon-Captain Rex) und die altbekannten Zitate zu Beginn jedes Kapitels.

Fazit:

4 Sterne für einen gelungenen Star Wars Roman und einen Zusatzstern für die weit übertroffenen Erwartungen. Ob sich dieser Trend fortsetzt bleibt aber abzuwarten, denn die Bewertungen des kommenden Bandes von Karen Miller, einer Freundin von Traviss, die drei der fünf Bücher der Reihe verfassen wird, sind doch sehr gespalten... und was Karen Traviss angeht, so ist klar, dass sie nach "Imperial Commando" und dem zugehörigen Sequel keine Star Wars Bücher mehr schreiben wird - schade, gerade schien sie die Kurve zu kriegen.
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am 12. Februar 2010
Das nach "Episode III - Die Rache der Sith" die Abenteuer aus einer Galaxis weit, weit entfernt ein Ende haben könnten, haben viele befürchtet, allerdings wohl nur die wenigsten wirklich geglaubt. Schließlich kennt man George Lucas, der stets neue Wege sucht und findet, um ein mittlerweile 33 Jahre altes Franchise am Leben zu erhalten und der nächsten Generation zugänglich zu machen. So hat es die Fans kaum verwundert, dass bereits kurz nach Ende des letzten Films neue Projekte am Horizont auftauchten. Eins davon: "Star Wars - The Clone Wars". Wohl kein anderer Star Wars-Titel hatte bis dato (vom "Holiday Special" vielleicht mal abgesehen) derart kontroverse Diskussionen hervorgerufen. Während manche die hässlichen Figuren und den kindlichen Stil verteufelten, preisten andere wiederum die grandiosen Effekte und Computeranimationen. "Clone Wars" polarisierte von Tag eins an und tut dies bis heute. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sich Lucas damit einer Epoche gewidmet hat, welche zuvor bereits von Romanen und Comics bestens abgedeckt schien. Widersprüche im Kanon waren also bereits vor der Premiere zu befürchten und ließen auch nicht lange auf sich warten. Trotz allem war der Pilotfilm im Jahre 2008 dann ein voller Erfolg, dem schnell eine ebenso gut angenommene Serie folgte. Star Wars war also endlich wieder auf die Leinwand und die Fernsehschirme zurückgekehrt.

Natürlich folgten dem Auftakt der Serie gleich ein Dutzend weiterer Produkte, darunter auch eine neue Reihe von Klonkriegsromanen, dessen erster Band noch einmal die Ereignisse des Pilotfilms wiedergibt und aus der Feder von Karen Traviss stammt ... Eine Zusammenfassung von dem, was ich bereits auf der Leinwand gesehen habe? Und dann auch noch von der Autorin, die grundsätzlich mindestens die Hälfte jedes Buches ihrem Mandalorianer-Tick opfert? Verständlich, wenn da ein Großteil der EU-Freunde erstmal mit großer Skepsis reagiert. Mich eingeschlossen. Lange bin am Regal in der Buchhandlung vorbeigeschlichen, habe den Titel rausgenommen und ihn schließlich doch wieder zurückzustellen. Nun ward er kurzerhand gekauft und todesmutig gelesen. Mein Eindruck nach Beendigung der Lektüre: Überraschend positiv. Über knapp 280 Seite reißt das Buch zwar keine literarischen Bäume aus, aber unterhält äußerst kurzweilig, und viel wichtiger, verschont uns mit ellenlangen Ausschweifungen über die Kultur des hochgelobten Soldatenvolks. Für alle diejenigen, welche den Film nicht gesehen haben, sei die Story nun noch einmal schnell angerissen:

Der Klonkrieg zwischen der Republik und den Streitkräften der Separatisten befindet sich auf seinem Höhepunkt. In vielen Systemen wird erbittert um einzelne Planeten gekämpft, der Frontverlauf ändert sich von Tag zu Tag. Während beide Kriegsparteien verzweifelt um einen Vorteil ringen, blüht inmitten des Chaos das Geschäft von Schmugglern, Dieben und anderen Kopfgeldjägern auf. Und eine Ausnahmestellung inmitten dieses Abschaums der Galaxis nimmt Jabba the Hutt ein, der auf Tatooine unbehelligt seinen Geschäften nachgeht und sich seines neugborenen Sohnes Rotta erfreut ... bis dieser plötzlich gekidnappt wird. Äußerst unwillig wendet sich Jabba nun an den Kanzler der Republik, Palpatine, und bittet ihn um Hilfe. Als Belohnung für die Rettung seines Sohnes stellt er die Benutzung der Hyperraumenrouten des Hutt-Raums durch republikanische Truppen in Aussicht. Da das Angebot weiteren Einfluss im Outer Rim und damit einen taktischen Vorteil zu gewinnen zu verlockend ist, um es abzulehnen, stimmt der Jedi-Rat, ebenfalls zerknirscht und widerwillig, zu. Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker, erst vor kurzem zum Ritter des Ordens geschlagen, sollen die Rettungsaktion im Verbund mit einer Kompanie der 501. übernehmen. Doch es gibt einige Hindernisse zu überwinden:

Kenobi und Skywalker, die derzeit auf dem Planeten Christophsis stationiert sind, sitzen mit ihren Truppen dort fest und drohen von der Droidenarmee überrannt zu werden. Die langersehnte Verstärkung in Form eines Schiffes sorgt bereits kurz nach der Landung ebenfalls für Ernüchterung, denn anstatt neuen Soldaten tritt lediglich ein kleines Togruta-Mädchen von der ausfahrenden Rampe. Zur Überraschung aller und Anakins großen Verdruss handelt es sich um seine neue Padawan-Schülerin Ashoka Tano, die von Yoda persönlich ausgewählt worden ist. Ein äußerst schlecht gewählter Zeitpunkt, zumal die Droiden eine neue Offensive starten. Während auf Christophsis Ashoka beweisen muss, dass sie Anakins Lehre würdig ist, versucht Count Dooku auf Tatooine Jabba the Hutt für seine Seite zu gewinnen. Niemand ahnt, dass er selbst seine Finger bei der Entführung mit im Spiel und den Jedi mit der Assassinin Asajj Ventress auf Teth eine Falle gestellt hat...

Soweit die Geschichte, welche auf der Leinwand durchaus unterhalten, in Punkto inhaltlicher Tiefe und Ausarbeitung der Figuren aber nur wenig glänzen konnte. Und vorab: Viel Neues bietet Karen Traviss\' Romanumsetzung auch nicht. Dafür setzt sie jedoch andere Schwerpunkte in der Geschichte, welche dem Plot letztendlich ein paar weitere Facetten abgewinnen und dazu führen, dass er ein großes Maß seiner kindlich anmutenden Aura verliert. Traviss orientiert sich wieder sehr an dem Stil, den man aus ihrem ersten RC-Roman kennt und versucht den Krieg als das darzustellen, was er wirklich ist. Kein poppig-buntes mitreißendes Abenteuer, sondern dreckige, blutige und tödliche Realität, welche bei allen Beteiligten seine Spuren hinterlässt. Überraschend einfühlsam schildert sie zum Beispiel Anakins Innenleben, der immer noch mit den Taten seiner Vergangenheit kämpft und hier und da bereits die gefährlichen Züge zeigt, welche letztendlich in Episode III mit aller Macht hervortreten werden. Von Selbstzweifeln und -vorwürfen zerfressen, ist er alles andere als ein strahlender Held und gleicht ironischerweise mehr einer Maschine, die man von Schlachtfeld zu Schlachtfeld schickt. Den Verlust seiner Mutter hat er nie verarbeiten können. Ebenso wenig hat er vergessen, dass er selbst schon Sklave eines Hutten war, was seinen Widerwillen bei der Rettung Rottas äußerst logisch erscheinen lässt. Warum hat der Jedi-Rat nie einen Versuch gemacht Shmi von Tatooine zu holen? Warum paktiert man jetzt offen mit einem Verbrecherlord? Wieso verlangt man stets mehr und mehr von ihm? Fragen, die sich Anakin stellt und mit denen Traviss äußerst geschickt frühere und spätere Ereignisse mit seinen Handlungen in "Clone Wars" verbindet.

Das andere Hauptaugenmerk, liegt, und das war bei der Autorin (sie hat selbst eine militärische Vergangenheit) zu erwarten, auf den Klonsoldaten der 501. Sonst nur heimliche Helden, geht Traviss hier näher auf Gefühle und Gedanken der Klone ein und erlaubt so dem Leser einen Blick unter den Helm des sonst eher anonymen Soldaten. Ein Gewinn für die gesamte Geschichte, da nun nicht nur die Kampfszenen dadurch viel realistischer daherkommen, sondern auch deutlich wird, das Klone mehr als tumbe Befehlsempfänger sind. Captain Rex war mir da persönlich äußerst sympathisch, wenngleich man zwischendurch immer merkt, aus welchen Gründen Order 66 letztendlich so effektiv ausgeführt werden wird.

Und wie schon in Matthew Stovers Roman zu Episode III, so wird auch hier Count Dooku viel Aufmerksamkeit zuteil. Traviss' Darstellung des Sith-Lords zeigt einen idealistischen Mann, der nach dem Debakel auf Galidraan seinen Glauben in die Republik verloren hat und einzig in ihrer kompletten Vernichtung eine Möglichkeit zur Rettung der Galaxis sieht. Er ist ein Überzeugungstäter, der, anders als Vader später, wenig Anleitung von Darth Sidious bedarf, weil er im Glauben Gutes zu tun sich mit ganzem Eifer der Sache widmet. Sidious selbst wird hier, erstmals in einem SW-Buch, als Kanzler Palpatine entlarvt, was einer meiner größten Kritikpunkte an diesem Buch ist. Seine hämischen Gedanken ob der Unwissenheit eines vor ihm sitzenden Meister Yodas fand ich äußerst unpassend und unwürdig für einen so diabolischen und gewieften Strategen wie Palpatine. Der große Manipulator und Puppenspieler scheint hier eine Nummer zu groß für die gute Karen Traviss.

Nun zur Integration des Buches in das bestehende EU, bei der ich mich so kurz wie möglich fassen will: Wie bereits andere Rezensenten hier erwähnt haben, ist die, wenn man bedenkt wieviel Bestehendes "Clone Wars" gekippt hat, äußerst gut gelungen. Traviss hat die ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen und Möglichkeiten des Erweiterten Universums klug genutzt und die auf den ersten Blick so unvereinbar mit älteren Werken wirkende Geschichte geschickt in das große Puzzle integriert. Von Zeitangaben sieht sie schlauerweise ab, was es dem Fan möglich macht, "Clone Wars" dort einzuordnen, wo er es selbst am liebsten sehen will. In meinem Fall ist das eindeutig nach dem Roman "Die Feuertaufe", in dessen Anschluss Anakin Skywalker ja bekanntlich den Ritterschlag erhält. Dem konträr läuft leider das hier erwähnte Alter des Jedi-Ritters, der, egal wie man es dreht und wendet, unmöglich zwanzig sein kann. Und selbst wenn das der Fall sein sollte, liegt der Zwischenfall mit dem Blutcarver Ke Daiv sieben und nicht zwei Jahre zurück. Dies sind jedoch winzige kleine Ungereimtheiten, welche letztendlich kaum ins Gewicht fallen und (wie ein anderer Rezensent treffend bemerkt) geschickt unter den Teppich gekehrt werden.

Insgesamt ist "Star Wars - Clone Wars" ein raffiniert und intelligent konstruierter Roman, der dank seiner Hintergrundinformationen dem Film neue Tiefe verleiht und damit letztendlich auch dem älteren Publikum besser zugänglich macht. Es bleibt zu hoffen, dass Karen Miller, welche sich im Verlauf der Reihe mit Traviss abwechseln wird, das gute Niveau weiter halten oder sogar nach oben ausbauen kann. Aus dem vorhandenen hat Letztere jedenfalls mehr gemacht, als ich ihr je zugetraut hätte.
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am 8. Juli 2011
Star Wars
the clone wars
In diesem Buch geht es um Anakin,Obi Wan,Ashoka die den entführten Sohn von dem Verbrecherfürst Jabba the Hutt befreien wollen.
Dies versuchen die Separatisten auch um freien Weg durch den Outer Rim zuhaben.
Das Buch ist sehr zu Empfehlen,weil es sehr actionreich,spannend und abwechslungsreich ist.
Für Star Wars und Galaxie Fans ,genau richtig!!!!!!
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am 23. Juni 2009
Wie bereits den vorherigen Rezessionen zu entnehmen ist beschreibt das Buch die Handlungen aus dem Pilotfilm der Animationsserie Clone Wars. Wer diesen bereits gesehen hat wird in dem Buch nicht viel neues entdecken da es, wie eben bei einem Roman zum "Film" üblich, größtenteils eben jene Handlung wiedergibt.

Positiver Aspekt des Buches ist das die Motivation und Beweggründe einzelner Charaktere noch etwas besser beleuchtet werden konnten als es im Pilotfilm der Fall war. Darüber hinaus wurde die Handlung jedoch nicht sehr groß erweitert weswegen dem Buch leider der Spannungsbogen fehlt.

Sollte man den Pilotfilm noch nicht gesehen haben ist das Buch sicherlich einen Blick wert da es auch schön geschrieben ist. Wer aber den Film bereits kennt sollte sich die, aus meiner Sicht doch recht hohen, Anschaffungskosten für das Buch jedoch sparen und sich lieber einem der anderen zahlreichen Star Wars Romane zuwenden. Wer an der Klonkriegthematik interessiert ist sollte hierbei den Republic Commando Büchern den Vorzug geben die Qualitativ deutlich höher liegen.

3 von 5 Sternen, Dank des Star Wars Bonus
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am 21. April 2010
Die Klonkriege toben. Die Separatisten und die Republik buhlen um die Gunst
der Hutts, die wichtige Hyperraumrouten kontrollieren. Unbekannte entführen
Jabbas Sohn und versuchen, diese Tat den Jedi in die Schuhe zu schieben.
Daher wird Anakin, der gerade auf Christophsis seinen ersten Padawan,
Ahsoka Tano, zugewiesen bekommen hat, beauftragt, den jungen Hutt zu suchen
und zu Jabba zurückzubringen. Sie finden ihn in einer verlassenen Hutt-Burg,
doch das Zurückbringen gestaltet sich schwierig, da sich ihnen zunächst
Asajj Ventress, später Count Dooku selbst in den Weg stellt. Doch Anakin
hat eine List vorbereitet und auch sein neuer Padawan stellt sich überaus
geschickt an. In einer kurzen Nebenhandlung deckt Padme die Hintermänner
des Komplotts auf.

Im Gegensatz zu dem sogenannten "Jugendroman" handelt es sich bei diesem
Werk um mehr als nur das Buch zum Film, vielmehr wird die komplette
Handlung mit mehr Vor- und Hintergrundgeschichte erzählt - mehr als der
Film bietet. Dabei kommen auch die Charaktere sehr gut heraus, z.B. das
Verhältnis von Anakin zu den Klonsoldaten oder zu seinem neuen Padawan.
Kleiner Wermutstropfen: Einige Passagen wurde leider stark gekürzt oder
sogar weggelassen, so. z.B. Obi-Wans lustige Verhandlung mit den
einfältigen Neimoidianern. Ansonsten spannend und einfach gut.
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am 4. August 2009
Nach der Veröffentlichung des Clone Wars-Pilotfilms und dem Auftakt der Clone Wars-TV-serie war es nur eine Frage der Zeit, bis die Star-Wars-Klonkriegs-Romane wieder einen neuen Aufschwung erleben. Dieser Aufschwung scheint nun gekommen, mit der neuen "Clone Wars"-Reihe. Wie zu erwarten war, befasst sich der erste Band dieser Reihe mit dem Pilotfilm und dementsprechend niedrig waren meine Erwartungen, denn die handlung war mir bekannt und als ich dann auch noch betrübt den Namen "Karen Traviss" sowie nichts außer einem Klonkrieger auf dem Cover sah, fürchtete ich schon, mir weitere seitenlange Abhandlungen über die Verbindung der Klone zu den Mandalorianern und den Grund warum jene Kultur die einzig wahre und sogar den Jedi überlegen ist, anhören zu müssen, wie es in Traviss "Republic Commando"-Reihe doch viel zu oft der Fall war. Aber ich wurde mehr als positiv überrascht...

Mal eben kurz zur Geschichte: Der Klonkrieg tobt zwischen der Republik unter Kanzler Palpatine und den Steitkräften der Konföderation unabhängiger Systeme. Inmitten dieses Krieges wird Rotta, der Sohn von niemand Geringerem als Jabba dem Hutten selbst, entführt und jabba bittet die republik um Hilfe bei der Suche nach dem entführten Huttling. Widerstrebend nehmen die Jedi diesen Auftrag an, denn jabba kontrolliert mehrere wichtige Hyperraumrouten, die für die Eroberung des Outer Rim-Territorium von großer Bedeutung sind und die Republik hofft, durch Rottas Rettung Zugang zu diesen Straßen zu erhalten. Übernommen wird diese Rettungsaktion von Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker, begleitet von dessen neuer, unerwartet auftauchenden Padawan-Schülerin Ahsoka Tano und der 501. klonkriegslegion unter Captain Rex. Schnell stellt sicht jedoch heraus, dass es Count Dooku und seine finstere Schülerin Asajj Ventress sind, die hinter der Entführung des Huttlings stecken, und den Jedi eine Falle gestellt haben, mit dem Ziel, Jabba gegen die Republik aufzubringen. Die Situation eskaliert...

Wer den Pilotfilm der Clone Wars-Serie gesehen hat, für den bietet die Story nicht allzu viel Neues, was jedoch auffällt, ist, dass Traviss in ihrem Roman andere Schwerpunkte setzt als der Film und wesentlich intensiver auf einzelne, bedeutsame Aspekte eingeht. So läuft der Plot um Anakins neuen Padawan Ahsoka und die Beziehung der beiden, die sich allmählich entwickelt und die mit der Hauptaspekt des Films war, hier eher nebenher, stattdessen konzentriert sich Traviss sehr auf Anakin und seine komplizierte Gefühlswelt um Hass, Angst, Trauer und Verlust und gibt damit sehr tiefe Einblicke. Anakin zweifelt immerzu an sich, macht sich nach dem Tod seiner Mutter in Episode 2 stetige Vorwürfe, sie nicht gerettet zu haben und sieht es andererseits nicht wirklich ein, nun ausgerechnet einen Hutten retten zu müssen, wo diese doch durch ihr Sklavereinetzwerk eine gewisse Mitschuld am Schicksal seiner Mutter tragen, sieht inmitten einer Schlacht gegen die Kampfdroiden plötzlich überall Tusken-Räuber herumlaufen und offenbart seine Unzufriedenheit an den Entscheidungen des Jedi-Rats und Obi-Wan. Die vielen Dämonen und Zweifel, die ihn plagen und die im Film höchstens angedeutet werden, kommen hier sehr schön zum Tragen. Anakins Seelenwelt also ein großes, großes Plus in diesem Roman.

Einen anderen Aspekt, den Traviss hervorhebt, sind Captain Rex und seine 501. Legion und wen sollte es nach "Republic Commando" noch verwundern, dass Traviss auf das Verhalten der Klone untereinander und ihren Gefühlen in der Schlacht und ihren Jedi-Generälen gegenüber besonderen Wert legt. Allerdings kommt die Autorin dabei diesmal vollkommen ohne mandalorianische Kultur aus und es gelingt ihr, spannend und überzeugend, die Perspektive von innerhalb eines Klonhelms wiederzugeben. Dabei merkt man Traviss an, dass sie eine militärische Vergangenheit hinter sich hat, denn die Kampfesszenen erinnern mehr an reale Gefechtssituation als an die furiosen CGI-Schlachten aus dem Film oder wie man sie sonst aus Star Wars kennt. Jedi-Heldentaten halten sich daher in Grenzen, stattdessen werden Kämpfe so realistisch dargestellt, wie es im Star Wars-Universum und mit dem Film als Vorlage möglich war. In diesem Punkt unterscheidet sich dieser Roman somit auch von Werken anderer Autoren, was jedoch eher willkommene Abwechslung als störend ist.

Mit dem militärischen Aspekt einhergehend, wirft Traviss in gewohnter Manier auch gerne Mal einige philosophische Fragen auf, die sehr interessant sind. Welche Opfer darf man im Krieg bringen, um sein Ziel zu erreichen? Was macht Leben aus und wie groß ist der Unterschied zwischen dem Zerstören von Droiden und dem Töten von Menschen (hierzu wurde der Strang um Ventress Spionage-Droiden 4-A7 stark erweitert). Auch das sowie mehrere kleine Grundsatzdiskussionen über Republik und Separatisten sind positive Aspekte von Traviss Clone Wars-Adaption.

Auch auf die "Bösen" Count Dooku und Asajj Ventress sowie auf Jabba den Hutten wirft Traviss ein etwas anderes Licht. So ist Dooku weniger der finstere Sith-Lord, sondern eher der idealistische Ex-Jedi, der sich den Sith nur angeschlossen hat, da er fest daran glaubt, dass man die Korruption der Republik und des Jedi-Ordens stoppen müsse und auch Ventress (deren Auftreten an sich für mich immer ein persönlicher Pluspunkt ist :) ) gibt sich eher idealistisch und verletzlich als böse. Das gute alte Schwarz-Weiß-Schema, das in Star Wars immer wieder zum Tragen kommt, wird also sehr deutlich aufgebrochen. Das ist natürlich immer so ein zweischneidiges Schwert, denn obwohl das den Charakteren mehr Tiefe verleiht, sind wahrhaft finstere Bösewichter doch oft wesentlich faszinierender.

Auch viele bisher wenig beleuchtete Aspekte der huttischen Kultur werden aufgedeckt und auch ihr Verbrecher-Image genauer unter die Lupe genommen.

Und während Traviss auf eben diese Aspekte besonderen Wert liegt, lässt sie andere eher außen vor. Ahsoka, die neue Hauptfigur der Clone Wars-Serie, und ihre Beziehung zu Anakin, kommt nur recht halbherzig zum Tragen. Hier hat der Film deutlich bessere Arbeit geleistet und viele bedeutende Dialoge zwischen Ahsoka und anakin (die ja im Film schon recht kurz ausfielen) fehlen hier ganz oder sind abgekürzt worden. Schade eigentlich.
Auch Obi-Wan - der beständig nur "Kenobi" genannt wird - wird wenig beleuchtet, sein Auftreten im Roman wird auf das Allernötigste beschränkt.
Zudem ein Aspekt, der mich besonders geärgert hat. Nach der Veröffentlichung von Episode 3 ist ja nun auch noch dem letzten Fan endlich aufgefallen, das Palpatine und Sidious eine Person sind, vor Episode 3 hingegen war dies ein offenes Geheimnis und Autoren von Klonkriegs- und anderen Romanen, die vor Episode 3 spielten, gaben sich große Mühe, diese Palpatine-Sidious-Tarnung nicht auffliegen zu lassen. Dies habe ich immer besonders genossen, denn auf diese Weise wurde Palpatines finsteres, tückisches Treiben auf unterschwellige, unausgesprochene aber umso teuflischere Art und Weise deutlich. Dass Traviss nun erstmals das Sakrileg begeht und diese Tarnung auffliegen lässt und ganz offen aus Palpatines Sicht über sein doppeltes Spiel berichtet wird, hat mich dann doch etwas schockiert. Zumal es in diesem Fall VOLLKOMMEN UNNÖTIG ist, denn viel mehr als: "Ha ha, Yoda, du Idiot, ich bin der dunkle Lord und sitze dir direkt gegenüber!" kommt dabei nicht wirklich rum. Wenn man diese Tradition des Verschweigens von Sidious' Identität, die meines Erachtens nach durch Episode 3 nicht aufgelöst werden sollte, schon so plump bricht, sollte man dabei dann doch auch ein paar bedeutsamere Erkenntisse liefern.

Als nette, kleine Ergänzung liefert Traviss noch die ihr eigenen Zitate verschiedener Persönlichkeiten am Anfang jedes Kapitels und Bezüge auf weitere EU-Werke wie "Planet der Verräter" oder "Das Geheimnis der Jedi".

Noch schnell zur Timeline... Die Clone Wars-Serie hat die bisher so beständige Reihenfolge und zeitliche Einordnung der Klonkriegsromane und Comics stark erschüttert und auch wenn Traviss offenbar voraussetzt, dass ihr Roman kurz nach Episode 2 spielt und nicht weit später nach "Die Feuertaufe", sodass die ganze Sache um Anakins Jedi-Ritterschaft irgendwie keinen Sinn mehr macht, versucht Traviss das nicht irgendwie groß aufzubauschen und Anakins Alter von 20 Jahren, das immer wieder mal fällt, ist das einzige wirkliche Konfliktpotential, das sich für die aktuelle Timeline bietet. Geschickt das Problem umgangen, Frau Traviss.

Abschließend kann man wohl sagen, dass man den Roman zu Clone Wars sicher hätte anders schreiben können, man einen anderen Ansatz hätte wählen können als Traviss. Das hätte sicher ein anderes Ergebnis zutage gefördert, aber auch ein besseres? Schwer zu sagen, denn von ein paar Negativaspekten mal abgesehen macht Traviss ihren Job hier ganz gut, reicht aber auf keinen Fall an die Meisterleistung heran, die Matthew Stover mit seinem Episode 3-Roman vollbracht hat.

4 von 5 stinkenden Baby-Hutten
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