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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen99
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am 2. April 2010
Wer Fantasy mag, auf supertiefe Charaktere steht, eine Welt, in der nichts schwarz oder weiß ist, bzw alles ein bisschen von beidem vereint ist hier genau richtig.
Das Buch ist eines von der Sorte, wo man sich fragt, wie die Story je gut ausgehen könnte, und man weiß, dass sie es nicht tun wird - nicht für jeden. Man ahnt schon früh, dass manch einer einen grausamen, ungerechten Tod stirbt, der ein oder andere alles verliert und manche wider Erwarten doch ihren Frieden finden - auf die ein oder andere Weise.
Die Grundstimmung ist recht düster, aber nicht ohne Hoffnung. Der Stil gefällt mir total, und der Humor der Bücher ist perfekt: Rabenschwarz, bissig mit einem starken Hauch von Sarkasmus. Man fängt in den traurigsten Momenten an zu lachen.

Die Hauptfigur ist Azoth, ein elfjähriger Straßenjunge. In den Armenvierteln, in denen er lebt, werden Kinder und Jugendliche von Banden regiert, den Gilden. Das ist ein ziemlich grausames System und Azoth und seine Freunde werden von Ratte, dem Anführer ihrer Gilde, heftig drangsaliert.
Als Azoth sich mit ihm anlegt, gibt sein bester Freund ihm alles Geld, das er zusammengespart hat, damit Azoth bei dem Blutjungen Durzo Blint in die Lehre gehen kann und von der Straße wegkommt, weil Ratte ihn töten würde.
Es fängt schon alles sehr grausam an. Ratte ist etwa sechzehn und hält sich die jüngeren Kinder als Sexsklaven und misshandelt auch Jarl. (Der Autor sagt selbst, dass das eigentlich der düsterste Punkt der Trilogie ist, weil es nichts Grausameres als Kindesmisshandlung gibt.)
Die ganze Story genauer zu beschreiben würde ewig dauern, weil alles sehr komplex ist und ich nichtmal sicher bin, alles verstanden zu haben^^
Auf jeden Fall wird Azoth Durzos Lehrling, lernt das "Handwerk" eines Blutjungen und wird in alle möglichen Intrigen am Königshof verwickelt, weil sein Meister bis zum Hals drinsteckt.
Der erste Band umfasst einen Zeitraum von ungefähr zehn Jahren. Azoth begeht erste Morde, kämpft mit seinem Gewissen und der recht eigenartigen Philosophie Durzos und versucht nebenher, seine große Liebe nicht aus den Augen zu verlieren.
Es gibt zwar Romantik, aber keinen Funken rosa Plüsch. Alles wirkt hart und niemand, wirklich niemand ist ohne Fehler.
Insbesondere Durzo ist ein Mensch voller Widersprüche, den man einfach nicht hassen kann, Mörder hin oder her.

Zunächst ist es etwas schwierig, in die Handlung hineinzufinden, weil sehr viele Personen und handlungsstränge auf einmal vorgestellt werden und wenig erklärt wird, was das Buch in seiner Gesamtheit aber nicht im Mindesten beeinträchtigt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. April 2011
Inhalt: Azoth ist ein Straßenjunge und er lebt im ärmsten Viertel der Stadt. Von dem wenigen Geld, das er erbetteln oder ergaunern kann, muss er auch noch Abgaben leisten und dann werden die Kinder auch noch regelmäßig misshandelt.
Der Blutjunge Durzo Blint ist Azoths Ausweg, doch er nimmt nur selten Lehrlinge an. Schließlich gelingt es dem Jungen doch, dass sich Durzo seiner annimmt. Und aus Azoth wird im Laufe seiner Ausbildung Kylar. Doch ein Blutjunge ist nur, wer über seine Magie gebieten kann. Kylar ist dazu nicht in der Lage. Er weiß, dass Blint ihn töten wird, wenn er seine Ausbildung nicht zu einem würdigen Abschluss bringen kann'
Cover und Titel: Im Großen und Ganzen ist das Cover sehr so gehalten, wie es derzeit beliebt ist: Eine dunkle Gestalt, die man kaum erkennt. Eindruck machen die Waffen mit dem diese Gestalt scheinbar den Betrachter bedroht. Die violetten Farbschlieren im Hintergrund sind nett anzuschauen und da es eine Szene im Buch gibt, in der man die Assassinen nur durch Rauchbewegungen sehen kann, gibt es auch einen Bezug zum Buch.
Der Titel deutet an, dass wir es mit einem eher düsterem Szenario und dem Auftakt einer Geschichte zu tun haben. Positiv finde ich, dass das Cover zum Englischen identisch ist und auch der Titel ziemlich genau übersetzt wurde.

Meine Meinung: Von Anfang an gelingt es Brent Weeks seinen Leser zu fesseln. Man erlebt sofort mit dem elfjährigen Jungen Azoth das erste Abenteuer und muss erleben wie er misshandelt wird. Trotz der Erlebnisse passt der Junge auf ein kleines Mädchen auf, was ihn auf Anhieb sympathisch macht.
Ebenso sind die anderen Charaktere in sich schlüssig aufgebaut und interessant, natürlich längst nicht alle liebenswert. Schön zu sehen sind wie immer die Charaktere, die in sich sehr konfliktreich sind. Hierzu gehört nicht nur Azoth, sondern auch ' und der besonders - Durzo Blint. Und immer wenn man der Meinung war, dass man ihn gerade durchschaut hat, macht er doch etwas, womit man nicht rechnen konnte.
Es ist nur leider etwas schwierig die Personen näher kennen zu lernen. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, da aber die meisten eher nur spärlich verfolgt werden, war es mir beim Lesen häufig nicht möglich die Zusammenhänge zu erkennen, hin und wieder musste ich mich fragen, was das Ganz überhaupt soll. Da ich dann auch nur wenig über die Charaktere wusste, waren diese Passagen etwas nervig und unverständlich.
Auf der anderen Seite können verschiedene Handlungsstränge ja auch immer die Spannung fördern. Besonders gelungen ist es, das Wissen oder Unwissen des Lesers und des Protagonisten gegeneinander auszuspielen. An manchen Punkten der Geschichte weiß der Leser mehr als die Charaktere, an anderer Stelle wiederrum weiß der Charakter mehr. So ist man als Leser immer wieder erstaunt über spannende Wendungen der Geschichte.
Es gibt immer wieder, zu Beginn eines Kapitels, größere Zeitsprünge innerhalb der Geschichte. Mal vergehen zwei Jahre, mal sogar ein wenig mehr. So erfährt man von der Ausbildung Azoths im Ganzen relativ wenig. Im Gegenzug ist er aber auch kein Junge mehr, sondern ein junger Mann Anfang 20, wenn die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt. Ein 11jähriger Junge, der in Staatsintrigen verwickelt ist, wäre unglaubwürdig gewesen. Trotzdem muss der Leser aufmerksam sein, um diese Zeitsprünge nicht zufällig zu überlesen. Dies könnte zu erheblicher Verwirrung führen.
Die Sprache ist an die Charaktere angepasst. Diejenigen, die von der Straße kommen, sprechen deutlich weniger gehoben als die Adligen des Landes. Gleichzeitig spielt der Autor nicht mit extravaganten Sprachbildern, was meiner Meinung nach auch nicht zu einem Assassinen-Roman gepasst hätte.

Fazit: Die Geschichte um Kylar konnte mich überzeugen und ich freu mich schon darauf mehr von ihm zu lesen. Einen Punkt muss ich jedoch abziehen, weil die verschiedenen Personen der Handlungsstränge zu Beginn des Buches eher anstrengend, denn ein Genuss waren.
So vergebe ich 4 von 5 Sternen.
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am 31. August 2015
Zum Inhalt

Als Gassenjunge im Labyrinth der Vorstadt Cenarias hat es der 11jährige Azoth nicht leicht. Die wenigen Münzen, die er sich zusammensuchen und -stehlen kann, wandern in die Tasche von "Ratte", dem baldigen Oberhaupt der Diebesgilde.
Sein einziger Ausweg scheint der "Blutjunge" zu sein: Durzo Blint, kein einfacher Auftragsmörder sondern ein wahrer Meister seines Fachs. Durzo arbeitet für die Sa'kagé, die Unterweltfürsten, die im verborgenen die Geschicke der Stadt lenken.
Würde Azoth bei Durzo in die Lehre gehen, könnte er es allen heimzahlen, die ihn und seine Freunde aufs übelste geschlagen und gedemütigt haben; und er hätte niemals mehr Angst. Doch er ahnt nicht, was der Weg in die Schatten alles von ihm fordern wird ...

Meine Meinung

Das Buch konnte mich leider nicht so ganz überzeugen.
Auf den ersten Seiten war ich vom Schreibstil sehr begeistert, der mich sofort in diese düstere, von Gewalt beherrschte Welt von Midcyru entführt hat. Gerade das erste Drittel hatte mich total in den Bann gezogen. Brent Weeks schreibt sehr anschaulich und mit viel Liebe zum Detail, die mir stellenweise aber zuviel des Guten war.

Der Weg von Azoth ist lang und voller Steine, die das Leben ihm in den Weg legt. Er macht eine große Entwicklung durch und muss dabei sein altes Ich hinter sich lassen. "Leben ist wertlos" wird zu seiner Richtlinie und die Liebe darf niemals sein Herz berühren.
Bei Durzo Blint war ich immer etwas hin- und hergerissen. Er hat sich für das Leben als Mörder entschieden und einen harten Schicksalsschlag erleiden müssen. Scheinbar hart und kalt lässt er keine Gefühle zu und doch hat auch er, wie jeder Mensch, eine Schwachstelle.
Dann gibt es noch einige andere Figuren, deren Schicksal miteinander verknüpft ist.
Der König von Cenaria, der Magier Dorian und sein Freund Solon, aber auch der hoch angesehene Herzog Gyre. Besonders ins Herz geschlossen hab ich Azoths Freunde Jarl und das Puppenmädchen und auch den getreuen Grafen Drake.

Trotz vieler Charaktere hatte man einen guten Überblick, aber man muss schon genau lesen und aufpassen, damit man nichts verpasst. Intrigen und Machtkämpfe sind in der Welt von Midcyru an der Tagesordnung und nicht immer habe ich alle Ränke absolut durchschauen können. Trotzdem kann man sehr gut in die trostlose Welt eintauchen, die der Autor mit sehr eindrucksvollen Worten beschrieben hat. Genauso die Magie, deren Erklärung sehr überzeugend und spannend war und die außergewöhnliche Möglichkeiten birgt.
Eine faszinierende Geschichte mit einigen Überraschungen und dramatischen Wendungen.

Leider zog es sich für mich einfach streckenweise; ich muss gestehen dass ich gar nicht genau beschreiben kann, warum, denn die Handlung ging schon stetig vorwärts und es gab wirklich tolle Stellen - aber nicht so, wie ich es mir erwartet habe. Ich war immer wieder hin- und hergerissen, ob ich das Buch weiterlesen soll oder nicht, weil ich zwischen all den Strängen manchmal den roten Faden verloren hab.

Fazit

Ein sehr gut ausgearbeitetes Fantasyabenteuer mit raffinierten Ideen, dass mir aber zeitweise zu langatmig war und mich irgendwie nicht erreichen konnte. Empfehlen kann ich es aber auf jeden Fall für Fans von "Herr der Ringe" und der "Königsmörder Chronik".

© Aleshanee
Weltenwanderer

Schatten Trilogie

1 - Der Weg in die Schatten
2 - Am Rande der Schatten
3 - Jenseits der Schatten
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am 15. August 2011
Mein erster Gedanke zu dem Buch war: "Es geht um einen Auftragsmörder? klingt ja nicht so nach Weltklasse-Fantasy á la Martin oder Jordan"
ist es auch nicht :) aber ich finde es auf seine eigene Weise großartig und wurde mehr als positiv überrascht. Und wieso, erzähle ich euch:

die Geschichte - Spannend! die Handlung ist dicht und es passiert ständig etwas Neues und Unvorhersehbares (nicht-enden-wollende Seiten ohne richtige/wichtige Handlung sucht man vergebens). Anfangs wird das Leben von Azoth und seinen beiden Freunden im Armutsviertel erzählt, was wirklich sehr sehr traurig und erschreckend ist. Azoth's Ausbildung bedeutet da zwar schon eine deutliche Verbesserung aber auch hier hat Azoth es alles andere als leicht. Wer befürchtet, dass es nur um Messerkampf geht und die Magie zu kurz kommt, der irrt. Ein Blutjunge muss auch magische Fähigkeiten einsetzen lernen.

Atmosphäre - Düster und düster.

Charaktere - Interessant, und zwar so interessant gezeichnet, dass man immer mehr über sie erfahren möchte. Hier gibt es nicht den strahlenden Helden in goldener Rüstung. Es sind Figuren mit Ecken und Kanten die alles andere als perfekt und liebenswert sind und eben mal nicht in die moralische Norm passen. Sei es nun Durzo Blint, der ein scheinbar emotionstoter Killer ist, sich aber dennoch dem Straßenjungen Azoth annimmt und ihn schließlich ausbildet oder z.B. Momma K, der einerseits das gesamte Kurtisanengewerbe der Stadt unterliegt und die andererseits den obdachlosen Kindern im Sklavenviertel im Winter Unterkunft gewährt.

Abwechslung - die einzelnen Kapitel oder Szenen sind angenehm kurz. Damit meine ich, eine Szene dauert etwa 10 - 15 Seiten. Auf dieser Strecke passiert auch etwas. Man muss sich also nicht hunderte von Seiten durch ein und dieselbe langweilige Passage quälen. Der Autor erzählt das was wichtig ist und macht auch mal einen Zeitsprung - wir müssen also nicht das halbe Buch lesen, wie Azoth jahrelang morgens aufsteht, trainiert und schlafen geht (hier wurde keine Seitenhäscherei betrieben)! Das Buch ist definitiv handlungslastig. Neben Azoth's Geschichte ist auch eine riesige Verschwörung um den König im Gange und man durchblickt nicht sofort wer für wen arbeitet und intrigiert oder wer eigentlich die Fäden zieht.

Ganz ohne Kratzer geht es jetzt aber doch nicht... etwas undurchsichtig und schwer einzuordnen sind manchmal neu eingeführte Charaktere, die nicht direkt zum Hauptstrang der Geschichte gehören. Sie werden quasi in die Story "geschmissen" und es dauert ein wenig bis man erkennt welche Rolle sie übernehmen und wo man sie einordnen kann.

Fazit: ich zähle es zu meinen Favoriten des Jahres und würde es jedem vorschlagen, der düstere Fantasy mag und mal etwas Neues sucht. (Neu, nur sofern man noch nicht längst auf den momentanen Assassinen-Trend-Zug aufgesprungen ist).
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am 6. Januar 2010
Ich bin durch Zufall über dieses Buch (wie so oft ;-)) gestolpert. Als großer und verwöhnter Anhänger erstklassiger Fantasy von George R. R. Martin, Steven Erikson, Robin Hobb, Tad Williams, J.V. Jones und Greg Keyes, hat es eigentlich jeder Autor etwas schwer bei mir. Die genannten AutorInnen haben die Messlatte halt sehr hoch gelegt. Aber Mr. Weeks muss sich nicht verstecken. Das Grundgerüst der Geschichte ist stimmig, die Charaktere vielversprechend und die nach und nach entstehende Welt macht neugierig auf mehr.

Einzig der Erzählstil ist zumindestens die ersten 200 Seiten holprig, teilweise zu starkt überfrachtet mit ständig neuen Namen, Orten, Begriffen. Manches geht einfach zu schnell (ruckzuck vergehen immer mal wieder schnell 2 Jahre), anderes wird nicht ausreichend ausgeführt. Aber letztendlich lässt sich die Geschichte dann doch flüssig lesen, entlockt einem hier und da ein "AHA" und fesselt auch (immer wieder).

Ich bin gespannt auf den zweiten Band und werde mir diesen auf jeden Fall zulegen. Dabei hoffe ich natürlich auf eine Steigerung. Für den ersten Band gibt es drei Sterne von mir.
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am 19. September 2011
Ich finde die Reihe absolut lesenswert. Alle drei Teile habe ich verschlungen. Pro Tag ein Buch und es hätten gerne mehr sein können. Im Mittelpunkt der Night Angel Trilogie steht Kylar Stern (Azoth). Wir lernen ihn als Jungen kennen, der in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwächst, welche von Gewalt und dem Kampf um das tägliche Überleben geprägt sind. In dieser Welt gibt es eine Gilde der Assassinen (Auftragsmörder). Kylar lernt den Meisterassassinen Durzo Blint kennen und wird von diesem als Lehrling aufgenommen und selbst zum Meister mit ungeahnter Kraft und Magie. Mithilfe einiger Freunde und mehr oder weniger aufgezwungen "Gefährten" bekämpft er das Böse (wie sollte es auch anders sein). Die Geschichte ist wirklich komplex und daher beschränke ich mich auf Folgendes: Weeks schreibt flüssig und spannend, ohne Längen. Die Charakteren sind nicht rund, sondern facettenreich mit Kanten und Ecken und entwickeln sich im laufe der Geschichte. Man kann sich die Personen richtig gut vorstellen und überlegt bereits, welche Schauspieler für welche Rolle infrage kämen. Ferner gibt es nicht nur schwarz und weiß, sondern auch grau. Normalerweise mag ich nicht, wenn die Erzählperson ständig wechselt oder eine "Liebesgeschichte" eingeflochten wird, aber selbst das hat mich hier nicht gestört. Denn jede Person mit dem dazugehörigen Handlungsstrang war interessant, so wie die abwechslungsreiche und teilweise mit nicht vorhersehbaren Wendungen gespickte Story selbst, die aus dem 'Üblichen' deutlich heraussticht. Weeks hat eine wunderbare Trilogie geschrieben, die man auf keinen Fall verpassen sollte.
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am 8. Februar 2016
eins vorweg, ich bewerte an dieser stelle nicht die geschichte ansich, die finde ich grandios weitläufig und undurchsichtig. nach und nach werden immer mehr dinge aufgeklärt und machnes versteht man auch erst beim zweiten durchlesen.

was ich zu bemängeln habe, und weswegen ich auch nur zwei sterne geben kann, ist die katastrophale übersetzung, und die noch schlimmere hörbuch version. grade beim hörbuch wurde wirklich alles falsch gemacht, obwohl der leser durchaus gut war. aber wie bitte kann es sein, das namen übersetzt werden? wie kann aus kYlar auf einmal kilar werden? mit i? und wie wird aus an der stelle habe ich das hörbuch beendet und für nicht hörbar abgetan. aber auch schon bei "puppenmädchen", "jahrl" "Ahzot" und "momma Kah" hats absolut keinen spaß mehr gemacht.
was wurde außerdem aus den wetboys? Blutjungen? ich habe den eindruck, da war jemand vom verein deutscher sprache am werk..

das hörbuch und die deutsche übersetzung ist wirklich tief enttäuschend und für niemanden empfehlenswert. ich bereue es, mir nicht doch das englische zugelegt zu haben
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am 18. September 2012
Meuchelmörder, Attentäter, Killer, Assassinen, leben in einer Art von Schattenwelt und nicht wenige brechen ganz und gar ihre Brücken zu jeglichen sozialen Bindungen ab. Meist gefürchtet sind diese „Nachtengel“ wie sie in dem vorliegenden Buch „Der Weg in die Schatten“ von Brent Weeks, auch der Furcht halber respektiert und nicht wenige sehnen sich danach genau so über die Gesellschaft zu stehen, oder zumindest im Schatten dieser.

So auch der junge Azoth, ein Kind der Straße, ein Taschendieb der einer Gilde angehört die von dem brutalen etwas älteren Jungen, genannt die Ratte angeführt wird. Azoth verbringt sein Leben in Armut, Hunger und Kriminalität in den Gassen des Königreich Cenarias. Zusammen mit seinem Freund Jarl und ein kleines Mädchen das liebevoll von Azoth „Puppenmädchen“ gerufen wird, streben die drei Kinder ein Leben außerhalb der Gosse an, ein Leben in Sicherheit, vielleicht mit der Aussicht auf ein längeres Leben, denn hier sind die Chancen gleichbedeutend gen null.

Eines Abends begegnet Azoth auf einen seiner kleineren Raubzüge durch Zufall dem „Blutjungen“ Durzo Blint. Blint ist der berühmteste, gefurchteste Meuchelmörder mit einem legendären Ruf, der bisher noch niemals einen Mordauftrag unerledigt ließ. Ein Killer der niemanden Rechenschaft zollt, ein Einzelgänger der keine Bindungen und Gefühle zulässt und fast unsichtbar im Schatten lebt. Azoths größter Wunsch ist es ebenfalls ein Blutjunge zu werden und sucht nach dieser Nacht in den Gassen und Tunneln nach seinem Idol und künftigen Meister Durzo Blint. Azoth möchte bei Blint zum Meuchelmörder ausgebildet werden, und selbst gegen Bezahlung zum Werkzeug des Todes werden.

Doch Durzo Blint nimmt in der Regel keine Lehrlinge auf, aber bei Azoth macht er unter einigen Bedingungen eine Ausnahme. Als Prüfung ob Azoth es wirklich ernst mit seinem Wunsch meint, soll er „Ratte“ töten und Blint einen Beweis seines Todes innerhalb einer Woche bringen. Einfacher gesagt als getan und Azoth wartet auf die sich ihm günstige Gelegenheit und lässt wertvolle Zeit und Möglichkeiten verstreichen, bis zu dem Augenblick als Ratte Puppenmädchen fast tötet.

Azoth tötet den brutalen, etwas älteren Jungen und wird von Durzo Blint als Lehrling akzeptiert und aufgenommen. Die nächsten Jahre werden hart für Azoth der neben vielen theoretischen Inhalten auch die praktischen Kampf- und Leibesübungen für sein blutiges Geschäft erlernen soll. Gefühle und Bindungen, dass macht sein Meister Blint ihm immer klar, gehören nicht zu seinem Beruf. Das Töten ist für Blint nur ein Beruf, er tötet schnell und effektiv, allerdings ohne seine Taten durch Brutalität zu unterstreichen – schnell – sauber – keine Spuren – keine Zeugen. Der Leitfaden des Tötens ist für Azoth kein leichter und mehr als einmal kommen dem jungen Mann Zweifel.

Azoth lernt aber nicht nur das „töten“ sondern auch gleich mehrer wichtige Persönlichkeiten kennen, die Durzo kennen und akzeptieren. Momma K. eine noch immer schöne und geheimnisvolle Frau die alle Hurenhäuser im Königreich hat, wird zu einer Vertrauten von Azoth, und anscheinend ist ihr Schicksal mit dem von Durzo Blints miteinander verwebt.

Azoth Talent ist Blint offensichtlich. Im Training beweist Azoth, dass er neben seinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten, wie jeder werdende Blutjunge, eine Art von Magie in sich trägt. Doch Talent und Training ist nicht alles und der Tarnung halber wächst Azoth bei dem netten Grafen Drake auf und nimmt den Namen Kylar Stern an. Eine neue Identität, eine neue Vergangenheit um sich innerhalb des gesellschaftlichen Adels frei zu bewegen. Das Doppelleben bietet dem jungen Man Abwechslung und einen wichtigen Blick hinter die Kulissen des Adels. Denn diese hohen Herrschaften sind durchdrungen von Korruption und Intrigen, mit dem alleinigen Ziel der wackeligen Königskrone etwas näher zu rücken.

Kylar lernt einen etwa gleichaltrigen Jungen kennen – Logan – dem jüngsten Sohn eines alten Adelsgeschlechter, der ebenso wie viele andere auch Anspruch auf den Thron hätte.

Nach und nach erkennt Azoth/Kylar das er zwischen den Fronten steht. Auf der einen Seite die „Neun“ – der hohe Rat der Diebes- und Räubergilden, die schon mächtigen Einfluss auf die Politik von Cenaria haben und auf der anderen Seite der Medaille die Adelsgeschlechter, die alteingesessenen Familien die nur auf darauf aus sind, weniger fürs Volk zu tun, als den Königstitel hinterher zu jagen. Kylar und Durzo Blint bedienen sich beider Parteien, sie wollen „neutral“ bleiben und sich keiner Seite verpflichten, denn das wäre ja Bindung und damit wären sie angreifbar und verletzlich.

Als Cenaria von dem Gottkönig des Nachbarlandes Khalidor bedroht wird, der mit seiner Armee, Magiern und Hexenmeistern kurz vor dem Sturm auf die Stadt steht, müssen sich Durzo und Kylar entscheiden auf welcher Seite sie stehen wollen oder müssen, denn auch Durzos Vergangenheit wie auch Kylars Talente werden über die Zukunft entscheiden und über ihre „Freunde“ und Feinde....

Kritik

„Der Weg in die Schatten“ von Brent Weeks ist der erste Teil der „Nachtengel“ Trilogie. Der Auftakt ist allerdings sehr, sehr vielversprechend, nicht nur spannend und abwechslungsreich, sondern bietet der vorliegende Roman auch, eine ganze Reihe von vielseitigen Charakteren die grandios gezeichnet sind.

Doch wer meint, dass das Genre „Fantasy“ leichte Literatur ist, der wird nach dem lesen der letzen Seiten von „Der Weg in die Schatten“ eines besseren belehrt sein. Inhaltlich muss der Leser genau die Handlung verfolgen, denn sonst verliert er in allen politischen und gesellschaftlichen Machtspielen schnell den Überblick. Hier werden Ideale zum Schlussverkauf angeboten und nicht wenige wechseln neben den Identitäten gleich ihre Interessen oder gleich das politische Lager. Der Autor Brent Weeks muß ein Faible für politische Thriller haben, denn hier finden sich neben den oftmals actionreichen Passagen, viele politische Dialoge die man manchmal sehr genau oder gar doppelt lesen muss um den Sinn darin zu verstehen.

Der Spannung an sich tut das keinen Abbruch, denn der Autor schafft es immer wieder seine Handlung auf dem richtigen Kurs zu halten, so dass der Leser kleinere Klippen einfach hinnimmt. Genauso kompliziert gehalten sind die Charaktere, allen voran der des Meisters Durzo Blint. Seine Vita bleibt im Hintergrund und entschlüsselt sich erst am Ende des Romans. Doch seine Fähigkeiten den Tot zu bringen, den Umgang mit Waffen und Gift, das lautlose, kaltblütige Töten sind detailreich und plastisch erzählt. Im Interview mit dem Autor das am Ende des Buches auf dem Leser wartet, erklärt sich Brent Weeks zu Durzo Blint und schildert seinen Killer als sehr böse. Doch so einfach ist die Charakterzeichnung nicht. Um Durzo Blints Motivation und sein Schicksal zu verstehen wird man nachdenken müssen, denn auch hier erfährt er Leser einige Wendungen die ihn staunen lassen werden. Selten habe ich eine so tiefe Charakterisierung einer Figur erlebt wie der bei Durzo Blint.

Auch wenn Azoth/Kylar die eigentliche Hauptrolle spielt, so stiehlt ihm zumindest im ersten Teil der „Nachtengel“-Reihe Durzo die gesamte Show. Azoths/Klyars Charakter wird hier Baustein für Baustein aufgebaut. Vom Gassenjungen ohne Zukunft, zum talentierten Mörder bis zum stillen und ruhigen, aber beliebten Adeligen, durchschreitet die Figur so manchen Weg der aber hier das Ziel ist.

Brent Weeks Welt in dem Roman ist alles andere als „Good „ und „Evil“, schließlich trägt das Buch in der deutschen Übersetzung den Titel „Der Weg in die Schatten“ und so ist es auch tatsächlich. Wer hier gut und edel ist, oder böse und brutal sei mal dahingestellt, hier geht es vielmehr um den Wechsel der Perspektiven eines jeden Charakters, und davon sind Durzo und Azoth sind ausgenommen. Als Mensch ist es schwierig im Schatten zu leben, neutral zu sein – denn irgendwann, muss man „Farbe“ bekennen, und über seinen eigenen Schatten springen, möchte man nicht von der Dunkelheit verschlungen werden.

Brent Weeks Erstlingswerk wirkt und ist überzeugend und absolut empfehlenswert. Wer neben einer spannenden Handlung keine stereotypischen Charaktere haben möchte, wer politische Intrigen und in actionreiche Passagen mitfiebern möchte, der sollte nicht darauf verzichten „Der Weg in die Schatten“ zu lesen.

Schwächen hat das Buch nur bedingt, sieht man sich die politischen und intriganten Wendungen an, so kann das schon verwirren und ich hoffe im nächsten Teil der im Sommer 2010 erscheint und der den Titel „Am Rande der Schatten“ tragen wird, etwas wenig politische Ränkeschmiede lesen werde.

„Der Weg in die Schatten“ ist ein Licht in der Fantasy Welt, ein recht helles und vielversprechendes. Politik, Action und auch die Liebe und Freundschaft kommen in dem Roman nicht zu kurz. Das Liebe und Schicksal Hand in Hand gehen können, und das über den Tod hinaus, macht der Roman sehr deutlich. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, wenn die Mörder aus dem Schatten treten werden....

Michael Sterzik
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am 25. August 2013
„Leben ist leer. Wenn wir Leben nehmen, nehmen wir nichts von Wert. Blutjungen sind Auftragsmörder. Das ist alles, was wir tun. Das ist alles, was wir sind. Es gibt keine Poeten in dem bitteren Geschäft“, erklärte Blint. (S. 101)

”Der Weg in die Schatten” ist kein einfaches Buch. Die Hauptperson ist Azoth: ein Junge, der in der Gosse aufwächst und unter den Anführern sehr zu leiden hat. Um dem zu entgehen, beschließt er, ein Blutjunge (also ein Assassin) zu werden. Das ist natürlich nicht unbedingt eine Entwicklung, die einen Hauptcharakter sympathisch macht. Und Brent Weeks macht es dem Leser auch nicht leicht, indem er Azoth zu einem Robin Hood der Blutjungen werden lässt. Im Gegenteil, es ist klar, dass Azoth nur dann erfolgreich werden kann, wenn ihm die Leben, die er nimmt, nicht wichtig sind.

Es ist trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen? – eine Handlung, die mitreißt. Die Hoffnung, dass sich Azoth doch irgendwann richtig zwischen Gut und Böse entscheidet, lässt den Leser Seite um Seite lesen…

Die Geschichte an sich ist sehr vielschichtig und so gibt es verschiedene Handlungsstränge und ziemlich viele Personen, deren Namen und Motive man sich merken muss. Das macht das Lesen nicht immer ganz einfach, aber auch umso interessanter, da die Handlung selten bis gar nicht vorhersehbar ist.

Mein einziger Kritikpunkt ist der Schluss, denn der war mir dann zu verworren und zu komplex. Ehrlich gesagt weiß ich auch jetzt nach dem Beenden des Buches gar nicht sicher, ob ich wirklich alles ganz richtig verstanden, alle Täuschungsmanöver und Finten als solche erkannt und alle Wendungen richtig mitbekommen habe.

Dieser erste Band der Schatten-Trilogie hat mich von Brent Weeks als Autor überzeugt. Der Mann kann definitiv schreiben und den Leser auch über viele Seiten ans Buch fesseln. Ein etwas bitterer Nachgeschmack bleibt durch den zu unübersichtlichen Schluss und einigen Wendungen, mit denen ich mich erstmal anfreunden muss. Trotzdem werde ich sicherlich auch den zweiten Band lesen, wenn es mich auch nicht sofort in die nächstgelegene Buchhandlung zieht. Ich vergebe 7 von 10 Sternen.
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am 6. Januar 2013
War ich vom ersten Teil der Serie noch bis auf kleine Vorbehalte begeistert und sicher einen neuen Lieblingsautoren gefunden zu haben, so möchte ich für die restlichen Bände auch eine Warnung mitgeben:
Genau das was viel vom Reiz des ersten Romans ausmachte geht im weiteren Verlauf verloren.
Die realistisch wirkende Schilderung der düsteren Stadt Cenaria aus der Sicht eines Waisenjungen der im Schurkenviertel aufwächst und dank seiner Begabung fähig ist, auch in den bösartigsten Lebensumständen zu überleben hat mich recht schnell in seinen Bann gezogen.
Hier hat die Serie ihre stärksten Momente, wenn der Protagonist noch unsicher ist und seinen Weg erst zu finden sucht. Doch die Fähigkeiten die er erwirbt werden im Verlauf immer grösser.

Leider fangen schon im zweiten Band die erworbenen Heldenfähigkeiten allmählich an zu nerven, es gelingt dem Hauptprotagonisten nun praktisch alles und die grössten Herausforderungen sind eher emotionaler Art.
Die Welt entwickelt sich von der gelungenen Mischung grauschattierter Charaktere in eine mit recht klarer Schwarz-Weiss Zeichnung, so dass man sich an die typisch amerikanischen Marvel-Superheldencomics erinnert fühlt. Die habe ich schon als Kind eher als doof empfunden. Normalere Charaktere die sich in einer widrigen Welt zurechtfinden müssen sind doch eigentlich viel reizvoller! George R.R. Martin oder Joe Abercrombie bleiben mit ihren Figuren eher auf dieser Linie, und deswegen können mich auch die späteren Serienromane dieser Autoren eher überzeugen.

Wie bei solchen Serien üblich steigt das Ausmass der Bedrohung natürlich bis die Helden soweit sind die Welt retten zu müssen, das war jetzt nicht wirklich unerwartet. Niemals hätte ich mir aber beim Lesen des ersten Romans mit seiner ausgesprochen realistisch beschriebenen Handlung und Umgebung träumen lassen, dass die Lösung im Finale der Serie darin besteht, die 'Böse Seite' in einem Meer von Kitsch und Zuckerguss zu ertränken.
Man hat den Eindruck der Autor Brent Weeks wollte endlich einmal daran gehen, sein sauer verdientes Honorar auszugeben, aber Verlag und Fans bedrängten ihn ständig mit dem noch ausstehenden dritten Band der Serie. Daraufhin rächte er sich mit einem Finale voller beliebig wirkender und unbefriedigender Superkraft-Problemlösungen, bei dem man als Fan des ersten Romans ob des verschenkten Potentials eigentlich frustriert abbrechen möchte.
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