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122 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2009
Terry Goodkind gleich auf der Außenseite des Buchdeckels (!), noch dazu im obersten Drittel, als "wahren Erben J.R.R. Tolkiens" anzupreisen ist meiner Ansicht nach eine höchst unglückliche Entscheidung. Sicherlich können durch eine solche Ansage Leser gewonnen werden, aber demgegenüber dürfte es auch sehr viele geben, bei denen aufgrund derart plakativer Vergleiche alle Alarmglocken schrillen. Nach der Lektüre des ersten Bandes von Goodkinds großer Saga kann man jedenfalls konstatieren: die Genialität eines Tolkien erreicht sein angeblicher Erbe bei weitem nicht, durchgängig schlecht ist sein Zyklus deshalb aber auch nicht geworden.

Trotz des Umfanges von knapp über 1.000 Seiten, den die aktuelle Blanvalet-Ausgabe von Band 1 bietet, liest sich "Das erste Gesetz der Magie" erstaunlich schnell. Das liegt vorwiegend in der einfachen, lockeren und immer leicht verständlichen Schreibweise des Autors begründet, die ein wenig zu zeitgemäß anmutet - rein stilistisch steht er dem großen Vorbild tatsächlich um Einiges nach, was aber nichts per se Schlechtes ist. Die Geschichte selbst und die Figuren, die darin vorkommen sind zum Teil innovativ, zum Teil ein Konglomerat aus Romanen anderer Schriftsteller. Das wirkt sich meiner Ansicht nach aber nicht störend aus, im Gegenteil, die Vorstellung der Figuren wird dadurch erleichtert, abgesehen davon, dass wirkliche Innovationen im Fantasy-Bereich so oder so Mangelware sind. Die Handlung ist eine konventionelle, nichtsdestotrotz sehr spannende Abenteuergeschichte von der Rettung der Welt, angereichert mit einigen neuartigen Elementen; in diesem Bereich ist tatsächlich alles bestens und Fans klassischer Fantasy werden sich - nach Gewöhnung an die angelsächsischen Namen - sofort heimisch fühlen. Das Ganze ist sehr kurzweilig und durch geschickte Wendungen und Kapitelteilungen ist es zeitweise unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Abzüge muss es aber dennoch geben. Vor allem zwei Dinge störten mich beim Lesen und gaben immer wieder zu Kopfschütteln ob des beinahe fahrlässigen Tolkien-Vergleichs Anlass: zum einen handelt es sich bei der Welt, in der die Geschichte spielt, um ein Land unter dem man sich kaum etwas vorstellen kann. "Der Herr der Ringe" liest sich, als ob er in einer tatsächlich existierenden Welt spielen würde. Ständig hat man das Gefühl großer Tiefe und liest zwischen den Zeilen die reichhaltige Geschichte von Mittelerde heraus. Im "Schwert der Wahrheit" ist das lediglich in Ansätzen zu finden. Schade, die Idee des dreigeteilten Landes gefällt wirklich gut, hier wäre etwas mehr Feintuning höchst angebracht gewesen. Auch eine detailliertere Karte hätte zu mehr Profil beitragen können. Wesentlich schlimmer ist allerdings der zweite Störfaktor: die Charaktere, allen voran der Held, sind - zumindest bis über die Hälfte des Werkes hinaus - alles andere als ausgefeilt und können einem das Lesevergnügen bereits auf den ersten 300 Seiten verleiden. Um es deutlich zu sagen: bis auf Kahlan und den herrlich wahnsinnigen, verschlagenen und bösen Darken Rahl (über den man allerdings viel zu wenig erfährt) gibt es aus meiner Sicht keine überzeugende Figur. Ausgerechnet der Held Richard gefällt mir dabei am wenigsten. Er ist so ehrlich und rechtschaffen, dass es bisweilen wehtut, zeigt aber dennoch Züge von Arroganz und Jähzorn (was ja grundsätzlich durchaus in Ordnung wäre), ohne dabei auch nur ansatzweise sympathisch zu wirken. Problematisch auch, dass er sich innerhalb kürzester Zeit vom naiven Waldläufer, der Touristen durch die Gegend führt, in einen abgebrühten Haudegen verwandelt, der sich über nichts wundert und die Lösung aller Probleme mühelos aus dem Hut zaubert. Natürlich ist eine solche Entwicklung für diese Art von Geschichte erwünscht, es gelingt dem Autor nur nicht ganz, sie glaubwürdig umzusetzen. Wenn man allerdings die Hälfte des Buches geschafft hat, bessert sich diese Situation zum Glück und die Lektüre wird zu einem echten Vergnügen. Leider ist der Schluss ab den letzten 100 Seiten sehr vorhersehbar, spannend ist es aber trotzdem.

Für eine weitere Sache, die erwähnt werden sollte kann Terry Goodkind nichts: prinzipiell ist die Idee, den Zyklus im Original-Zustand herauszugeben natürlich zu begrüßen (die gesplitteten deutschen Ausgaben waren ziemlich fragwürdig und haben wohl auch zu vielen schlechten Bewertungen des Zyklus geführt). Andererseits stellt sich die Frage, wieso die aktuelle Auflage nicht neu korrigiert und verbessert wurde. Eine Anpassung an die neue Rechtschreibung wäre ebenfalls wünschenswert gewesen. Und zuguterletzt hätte man mit dem Übersetzungs-Wirrwarr aufräumen können, das vor allem am Beginn von Band 1 herrscht: mal wird der Wald "Forest" dann wieder "Wald" genannt, ähnlich ist es bei "Lake" und "See" und bei den Ortsbezeichnungen ("Kernland" vs. "Southaven" usw.).

Im Endeffekt überwiegt aber trotz dieser Kritikpunkte das Positive. Anders ist auch nicht zu erklären, dass mir die 1.000 Seiten zu keinem Zeitpunkt Mühe gemacht haben und ich nie versucht war, die Lektüre abzubrechen (lediglich zur Mitte hin gibt es kleinere Längen, die aber schnell überwunden sind). Im Gegenteil, mit zunehmender Länge des Werkes wurde der Zwang, es zu bewältigen immer größer - immer ein gutes Zeichen. Eine Bewertung von 4 Sternen halte ich daher für gerade noch gerechtfertigt. Schade, dass das Bewertungssystem von Amazon nicht ein wenig mehr Spielraum lässt...

Die Bewertung der Einzelbücher der Saga sieht für mich folgendermaßen aus (immer in Relation der Gesamtwertung!):

"Das erste Gesetz der Magie": ****
"Das Schwert der Wahrheit 2: Die Schwestern des Lichts": ***
"Das Schwert der Wahrheit 3: Die Günstlinge der Unterwelt": *****
"Das Schwert der Wahrheit 4: Der Tempel der vier Winde": **
"Das Schwert der Wahrheit 5: Die Seele des Feuers": *
"Das Schwert der Wahrheit 6: Schwester der Finsternis": ****
"Das Schwert der Wahrheit 7: Die Säulen der Schöpfung": ****
"Das Schwert der Wahrheit 8: Das Reich des dunklen Herrschers": **
"Das Schwert der Wahrheit 9: Die Magie der Erinnerung": ***
"Das Schwert der Wahrheit 10: Am Ende der Welten": ****
"Schwert der Wahrheit 11: Konfessor": ***

"Das Schwert der Wahrheit" gesamt: **

------

An dieser Stelle ist es vielleicht hilfreich, ein paar Worte zum Zyklus als Ganzes zu schreiben, dessen Lektüre man sich aufgrund seines großen Umfanges (um die 10.000 Seiten!) gut überlegen sollte.

Insgesamt schafft es Terry Goodkind meiner Ansicht nach nicht, die wirklich gigantische Seitenzahl mit ausreichend Inhalt zu füllen. Leider bekommt man, im Gegenteil, bei nahezu sämtlichen Bänden das Gefühl, dass der Autor nach Seitenzahl bezahlt wurde. Dieser Eindruck entsteht durch langwierige und umständliche Dialoge, die oft völlig unverständlich sind bzw. kaum etwas zur eigentlichen Handlung beitragen. Hinzu kommen langatmige Passagen, die zum einen in jedem (!) Band bereits Gesagtes und Geschehenes ausführlichst wiederholen und zum anderen uninteressante, langweilige Landschaftsbeschreibungen bieten. Diese Dinge stellen - aus der Retrospektive betrachtet - höchst merkwürdige Unterbrechungen im Lesefluss dar und wollen einfach nicht zu den schnellen und flüssig lesbaren Abschnitten passen.

Inhaltlich kann man drei Dinge kritisieren: erstens hat die im Endeffekt recht brauchbare Hintergrundgeschichte den Haken, dass man ihr bisweilen kaum folgen kann. Die Schlussfolgerungen, die die Figuren ziehen, mögen ihnen oft klar sein, allein schafft der Autor es selten, auch beim Leser den Aha-Effekt zu erzielen, den er seinen Charakteren in den Mund legt. Daraus ergibt sich, dass die Handlung in der Rückschau für eine so große Seitenanzahl recht dünn wirkt. Zweitens zeigt sich vor allem ab der Mitte des Zyklus eine verstärkte Neigung des Autors, (zumindest) fragwürdige Thesen und Moralvorstellungen anzuführen. Wobei "anzuführen" wohl das falsche Wort ist, "predigen" ist zutreffender. Manche mag das nicht stören, bei mir hinterließen einige Aussagen allerdings einen schalen Beigeschmack, vor allem, da aus sie aus irgendeinem Grund nicht aus dem Mund der Charaktere, sondern aus dem des Autors selbst zu kommen scheinen. Der dritte Negativ-Faktor ist gleichzeitig der Bedeutendste: an vielen Stellen schafft es Goodkind nicht, seine zeitweise unüberschaubaren Handlungsstränge zu einem gelungenen Abschluss zu bringen. Es wirkt bisweilen, als ob ihm einfach die Ideen ausgegangen wären. Gelöst wird dieses Problem mit einer gewissen "Deus-Ex-Machina"-Haltung: die Charaktere zaubern dabei die unwahrscheinlichsten Lösungen aus dem Hut und unvorstellbare Geistesblitze lassen Sie vorher Unverständliches plötzlich kombinieren. Vor allem die Ausweichmöglichkeit der Prophezeiungen hat es dem Autor angetan, wirkt aber oft völlig an den Haaren herbeigezogen und scheint nur dem Zweck zu dienen, einige der zahlreichen Logiklöcher und merkwürdigen Verhaltensweisen zu tarnen. Da fallen Dinge wie ungelöste Handlungsfäden und eine teilweise viel zu "moderne" Ausdrucksweise kaum noch ins Gewicht.

Auf der Habenseite stehen einige für das Fantasy-Genre durchaus neuartige Ideen und eine - abseits aller Zerfahrenheit - reizvolle Geschichte. Wichtiger ist aber, dass Terry Goodkind durchaus in der Lage ist, Spannung zu erzeugen und Probleme auf angemessene Art zu lösen - schade, dass er das nicht dauerhaft schafft.

Alles in allem muss man konstatieren, dass diese umfangreiche Saga für mich nicht über zwei Sterne hinauskommen kann. Die genannten Mängel könnten bei vielen Lesern, die sich nach atmosphärischer Dichte und/oder flüssigem Erzählstil sehnen oder die aufgrund des Umfanges eine gewisse Komplexität erwarten, dazu führen, dass nach Abschluss von Band 11 ein großes Fragezeichen stehenbleibt. Das Wort "Zeitverschwendung" möchte ich eigentlich nicht in den Mund nehmen, aber es ist tatsächlich so, das weit über ein Drittel des gesamten Zyklus' einfach nichts Lesenswertes bietet - mir ist das einfach zu wenig. Dessen sollte man sich gewahr sein, bevor man der Serie einige Monate seiner Zeit und insgesamt über 100 Euro seines Geldes opfert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 2013
Entweder man mag Terry Goodkind's Erzählstil oder eben nicht. Wie man in anderen Bewertungen sehen kann, loben manche ihn in den Himmel, während andere seine Werke geradezu verreißen.

Ich habe die Serie "Schwert der Wahrheit" gerade beendet und muss sagen: Etwas vergleichbares ist mir noch nie begegnet.
Vorweg:
Sämtliche Bücher der Serie besitzen eine interessante Handlung und vielschichtige Charaktere, die alle ihre kleinen Eigenheiten und Angewohnheiten besitzen.
Die Lovestory zwischen Richard und Kahlan, die vor allem im ersten Buch eine sehr große Rolle spielt, tritt in 1 oder 2 Büchern zwar zu weit in den Hintergrund, ist aber an sich schön (und vor allem anders) erzählt - da Goodkind diese tendenziell eher über Gesten und Gedanken anstatt langer romantischer Szenen erzählt.

Soweit ist dies eine ganz solide Fantasy-Saga. Was sie in meinen Augen so außergewöhnlich macht, ist die Nachricht, die der Autor so gekonnt in seine Bücher einfließen lässt. So ist Richard jemand, der von klein auf dazu erzogen wurde, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen und auf die Vernunft zu hören. [Wodurch er zumeist recht intolerant gegen jene reagiert, die aufgrund von nicht hinterfragten, einstudierten Glaubensüberzeugungen handeln.] Um sein Ziel zu erreichen, muss er oftmals eigene Lösungen für seine Probleme finden oder Menschen argumentativ von seiner Sicht der Dinge überzeugen muss.
Und hier zeigt sich die große Stärke der Serie, denn mit jedem Buch wird ein neues Gesetz der Magie eingeführt, das ohne weiteres auf das wirkliche Leben übertragen werden kann. Diese drehen sich um das Leben als verantwortungsbewusster Mensch und werden anhand von Beispielen in der Handlung erklärt. Hier sei angemerkt, dass man sich auch einige der Äußerungen der Charaktere (z.B. Richard's Lebenseinstellung) durchaus zu Herzen nehmen darf.
Außerdem werden Themen wie Volksmanipulation, Machterhalt von Tyrannen, verschiedene Wirtschaftssysteme, Religion oder auch Sportvandalismus näher beleuchtet.

Fazit:
Wer nach schlichter Unterhaltung sucht, wird sich hier wohl weniger zu Hause fühlen.
Wer aber bereit ist, ein bisschen tiefer zu graben, der wird, denke ich, feststellen, dass man einiges von Terry Goodkind lernen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Februar 2013
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich die Serie öfter mal gesehen habe und unbedingt die Bücher lesen wollte. Die Bücher sollen ja immer besser sein, als eine Verfilmung - und genauso war's!

Terry Goodkind hat eine eigene Welt, mit eigenen Regeln und Wesen erschaffen. Die Hauptcharaktere eroberten mein Herz im Sturm und haben mich während des gesamten Buches nicht ein einziges Mal enttäuscht. Der Autor verzichtet auf langatmige Nichtigkeiten, die einfach nur als Platzhalter dienen sollen und hat mich durchweg unterhalten. Das Buch ist einfallsreich! - So etwas liest man wirklich selten. Ständig geschieht irgendwas und an neuen, noch nie dagewesenen Kreaturen fehlt es im Auftakt zum Epos auch nicht.

Inzwischen bin ich am dritten Buch und werde auch die restlichen 9 noch lesen :) Von den ersten Seiten an, hatte Terry Goodkind einen neuen Fan: mich :D

Der Autor an sich hat einen (für meinen Geschmack) grandiosen Schreibstil: wortreich, aber nicht abgehoben, aufrichtig ohne unnötig zu beschönigen.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der unter Fantasy mehr versteht, als Elfen und Zwerge (ja, es gibt Leute, die glaiuben, dass etwas nur als Fantasy bezeichnet werden kann, wenn Elfen und/oder Zwerge darin vorkommen...), sich entführen lassen will und es doch schafft, trotz Spannung, das Buch auch mal beiseite zu legen, denn... arbeiten müssen wir alle hin und wieder :D

Was ich jedoch anmerken möchte ist: es gibt diverse Schreibfehler im Buch. Das lasse ich in die Bewertung allerdings nicht einfliessen, denn Blenvalet Bücher sind grundsätzlich mit Schreibfehlern gespickt, da kann die Geschichte nichts dafür ;)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2014
Ich habe die gesamte Buchreihe gelesen; die ersten Bände vor vielen Jahren als Jugendlicher und sie haben mir damals sehr gut gefallen, denn man kam ab den ersten Seiten schnell in die Story und die Charaktere hinein. Schon damals war mir bewußt, dass die Geschichte eher für Jugendliche ausgelegt war, da der Schreibstil lediglich von durchschnittlicher Qualität war und die Erzählung vor Gewalt und Action nur so strotzte(Der simple Geist braucht einfach Blut und Gewalt; siehe die Herr der Ringe Verfilmung). Nachdem bis zu den späteren Bänden einige Jahre vergangen waren und ich mich zudem näher mit dem Autor und dessen politischen Hintergrund befaßt hatte, gingen mir einige Lichter auf; Sämtliche Werke (die ersten Bände weniger aber es beginnt bereits sehr früh) sind nichts weiter als der dreiste Versuch Goodkinds absolut verdrehte und fürchterliche Ideologie(Ayn Rand, Objektivismus, Kapitalismus, etc.) dem Leser mit der geballten Faust ins Gesicht zu schmettern.

Wenn sie einen kurzen Action-Fantasy-Ausflug machen wollen, lesen sie Band 1 (Im Deutschen Band 1 und Band 2) und hören sie dann bitte auf. Sollten sie am Kampf des für Goodkinds "guten" Kapitalismus gegen den "bösen" Kommunismus intressiert sind, lesen sie getrost weiter und verschwenden sie ihr Geld.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 2004
Nimmt man den ersten Band zur Hand, legt man ihn ungern wieder fort. Die Geschichte fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Mit der richtigen Portion Sex und Gewalt gewürzt, fällt einem dann 24 Stunden später auf, dass sich die Datumsanzeige auf der Uhr um eine Stelle erhöht hat. Fix läuft man dann zum Buchladen und hohlt sich - wenn man ausreichend Geld hat - gleich mehrere Folgebände. Auch der zweite Teil ist ein würdiger Nachfolger und fesselt den Leser an das bedruckte Papier.
Aber bereits im vierten Buch beginnt es langweilig zu werden. Offensichtlich bemerkt auch der Autor das und erhöht die Anzahl an Sex- und Gewaltszenen. Aufgrund geschickt gesetzter Cliffhanger gelingt es Goodkind, den Leser zu bewegen, die immer wieder folgenden Fortsetzungen zu kaufen.
Die erste Geschichte schliesst sich nach den ersten Bänden. Hier endet das Lesegefühl positiv. Lässt man sich auf den Rest der Bücher ein, kommt man zur Einsicht, dass hier ein Autor eine an sich eher dünne Geschichte zu strecken versucht. Einige Bände tragen somit nichts zur eigentlichen Geschichte bei und wirken eher wie Lückenbüßer.
Bei mir wuchs tatsächlich von Band zu Band der Eindruck, hier einem Abzocker auf den Leim gegangen zu sein.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juli 2009
Dieses Buch war ein Gelegenheitskauf von mir, als ich in einer Buchhandlung nach neuem Lesestoff stöberte. Nachdem ich den über 1000 Seiten schweren Wälzer jetzt durch habe, kann ich mein Leseerlebnis nur als durchwachsen beschreiben.
Handlung:
Der Zauberer Darken Rahl strebt nach der absoluten Weltherrschaft (was sonst?), ihm fehlt nur noch ein Kästchen der Ordnung, um dieses Ziel zu erreichen. Als der junge Richard Cypher der aus den Midlands geflohenen Kahlan das Leben rettet, wird er in ihren Konflikt mit Darken Rahl verwickelt. Zum Sucher ernannt und mit dem Schwert der Wahrheit ausgestattet, macht er sich mit Kahlan und Freunden daran, Darken Rahls Machenschaften zu vereiteln.
Kritik:
Der Action-Anteil in "Das erste Gesetz der Magie" ist relativ niedrig, was jedoch für sich keinen Nachteil bedeutet. Goodkind geht es vorrangig um ethisch-philosophische Fragen, denen er in Gesprächen zwischen den Hauptcharakteren auf den Grund geht. So erklärt der Magier Zedd seinem Freund Richard, dass auch die "Bösen" Gründe für ihr Handeln haben und glauben, moralisch im Recht zu sein. Dies hebt sich wohltuend vom Großteil der Fantasy-Literatur ab, in der die Bösen so richtig böse sind und sich selbst daran erfreuen.
So weit, so gut. Doch Terry Goodkind kann in der Gestaltung seiner Charaktere den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden. Die Guten sind eindeutig gut, und die Bösen wie Darken Rahl und sein Handlanger Demmin quälen mit perversem Vergnügen andere Menschen und vergehen sich sogar an Kindern. Nur die Foltermeisterin Denna bekommt eine differenziertere Darstellung, gelingt es Goodkind doch, ihr scheinbar sadistisches Handeln durch ihre gebrochene Persönlichkeit plausibel zu machen.
Andererseits greift Goodkind stellenweise sehr tief in die Klischee-Kiste. Es gibt hier einen jungen Held, der nichts von seiner Herkunft und Bestimmung ahnt, einen alten Zauberer, der über diesen Helden wacht, eine Kreatur, die durch den Besitz eines Gegenstands in den Wahnsinn getrieben wurde und noch einige Figuren mehr, die stark an Charaktere aus "Star Wars" oder "Der Herr der Ringe" erinnern.
Auch stellt sich nur selten "Fantasy-Atmosphäre" ein, es gibt weder Elfen noch Zwerge und auch nur wenige Kreaturen, die für ein bisschen Exotik sorgen könnten.
Generell ist der Schreibstil bisweilen etwas ausufernd, aber trotzdem ist die Geschichte nicht unspannend zu lesen. Die Folterszenen sind in der Tat sehr ausführlich und in drastischer Wortwahl beschrieben, weshalb die Lektüre auch nicht für Kinder geeignet ist.
Fazit: Für Viel-Leser lohnt sich die Anschaffung, denn interessant ist Goodkinds Ansatz allemal. Gelegenheits-Leser sollten zu Lektüre greifen, die leichter verdaulich ist.
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62 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. September 2007
Ich beziehe mich hier nicht nur auf diesen ersten Band, sondern auf die deutschen Bände 1 - 8 und möchte deutlich differenzieren.
(Achtung: Die 8 englischen Originalbücher sind vom deutschen Verlag in 16 deutsche Bücher geteilt worden.)

Dieser Epos ist in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit Tad Williams "Drachenbeinthron-Saga". Sollte der Inhalt in zwei Sätzen zusammen gefasst werden, ginge es um ein junges Liebespaar das in einer mittelalterlichen Fantasyumgebung die Welt rettet. Natürlich mit viel Herz-Schmerz zwischen den beiden Hauptcharakteren, zig dramatischen Trennungen der beiden, viele neue Freunde lernen sie kennen, etc..

Die ersten zwei Bände sind sehr zu empfehlen. Wirklich toll und einfallsreich werden die verschiedenen Charaktere in den diversen Handlungsräumen beschrieben. In den folgenden Bänden (derzeit 16) geht das Storyniveau jedoch permanent bergab.

Im Zentrum stehen bei distanzierter Betrachtung die ca. 20-30 Akteure und 2 Hauptcharaktere (ein junges Liebespaar). Viele werden vielschichtig und abwechslungsreich beschrieben. Manche wirken durchaus glaubhaft und haben ihre lustigen Eigenheiten, etc.
Die Hauptstärke der bisher nicht abgeschlossenen Reihe liegt in der Gedanken- und Persönlichkeitsbeschreibung der beiden Hauptcharaktere. Diese kommen sehr gut rüber, sind einigermaßen glaubhaft und entstammen deren jeweiliger Lebensgeschichte.

Entwicklung der Story: Im laufe der Bände geht es dem Autor mehr und mehr darum seine Weltanschauung in die Denkmuster der zwei Hauptdarsteller zu legen. Und das kommt leider teilweise recht plump rüber, da sich der Leser mit den Gedanken und Entscheidungen der Hauptcharaktere oft nicht mehr identifizieren kann, während der Erzähler im Buch quasi erklärt warum sie sich genau richtig verhalten. Hier folgt der Autor irgend einer recht seltsame Lebensphilosophie, der er privat angehört.

Die in den ersten 2 Bänden eher romantisch-erotisch knisternde Stimmung zwischen den Hauptdarstellern geht in den Folgebänden stark zurück. Dafür folgen Folterszenen (mehrfach pro Buch) in denen in höchst möglicher Ausführlichkeit in 5 bis 50(!) Seiten beschrieben wird, wie genau welche Schwerzen sich anfühlen. Dabei fehlt es dem Autor an Ausdrucksvermögen, da sich ständig alles wiederholt, auch wenn mal ein Messer und mal die Faust genutzt wird...
Durch die doch recht extreme Ausprägung dürften manche Leser das Buch nicht mehr weiterlesen. Wem dies weniger ausmacht wird hingegen bald gelangweilt sein, da ansich gleiche Szenen sich wiederholen und sehr lange hinziehen.

Immer weiter scheint sich der Autor in detailierten Folterbeschreibungen zu verlieren und lässt sich auch ausgiebig mit Elementen aus, die einfach kaum einen Leser ansprechen werden (das sexuelle Eindringen von einer Art Tier in eine Hexe wird unbedingt über drei Seiten beschrieben bis die Geschichte weitergeht; nach der eigenen "Vergewaltigung" besinnt sich die Hauptdarstellerin auf ihr eigenen Bedürfnisse und hat angeblich auf einmal selber Freude an ihrer Verg. Also bemüht sie sich nun um eine zweite Runde mit größter Freude...) Sorry, aber das sind _typische_ Inhalte.
Total überflüssig, da es einfach nur billig rüberkommt. Eine glaubhafte und realistische Charakterdarstellung ist hier nicht mehr erkennbar.

Da fragt sich der Leser, warum der Autor eigentlich Szenen mit Folter und Vergewaltigung gar nicht mehr beenden kann, aber Szenen mit echter Liebe zwischen den Darstellern mit zwei bis fünf Sätzen beschreibt.

Zur Rahmenhandlung: diese war offenbar auf nur für 1 Buch konzipiert (also die ersten 2 deutschen Bände). Danach folgt ein komplett neues und anderes Szenario. Typisch ungeplante Fortsetzung. Jedoch hat der Autor diesen Fehler noch einmal gemacht, beginnt dann aber in Band 3 eine vollkommen andere Bedrohungsgeschichte (wieder mit Bösewicht als Gegner) und streckt diese nun für den Rest der kompletten Reihe.

Irgendwann ist der Absprung auch für den treusten Fan angesagt.

FAZIT:
Ein hervorragender Start. Die wenigsten Fans werden jedoch lange dabei bleiben und den Epos zu Ende lesen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juli 2014
Das Schwert der Wahrheit war, nachdem ich mit meinem letzten Zyklus fertig wurde, ein gezielter Kauf nach Empfehlung eines Verwandten. Überzeugt hat mich der Erstling Goodkinds nicht gänzlich.

Zunächst sei angemerkt: Das erste Gesetz der Magie ist nichts Neues. Goodkind verarbeitet altbewährtes auf ordentliche Art und Weise, jedoch merkt man sehr deutlich, dass er beim Verfassen noch wenig erfahren war.
Der junge Waldführer Richard gelangt durch die typischen Ereignisse in den Strom einer Weltverschwörung, an deren Spitze der fiese Darken Rahl steht. Er trifft die mysteriöse Schönheit Kahlan, mit welcher er sein Abenteuer gegen das Böse beginnt.

Zunächst sei angemerkt, dass der Plot voll von nicht nachvollziehbaren, plötzlichen Wendungen ist. Der Autor wäre gut bedient gewesen, geschichtliche Wendungen wie bspw. Richards Annahme des Schwertes der Wahrheit und deren Konsequenzen derart darzustellen, dass er nicht plötzlich vom Waldführer zum Sucher wird und direkt in seiner neuen Rolle aufgeht, ohne einer Gewöhnungsphase zu unterliegen.

Die Charaktere und ihre Darstellung sind ebenfalls höchstens durchschnittlich. Zwar erklärt Goodkind durch lange Gespräche, dass gerade kein Schwarz-Weiß-Denken zur Wahrheit und damit zum Erfolg führt, jedoch kann er seinem selbst angelegten Maßstab nicht nachkommen. Die Bösen sind abgrundtief böse und Richard ist ein strahlender Ritter, wie er in seiner extrem positiven Darstellung kaum zu überbieten ist, ohne in die Parodie abzugleiten. Auch die anderen Charaktere an der Seite Richards wie Zedd erscheinen zu einseitig. Einzig Denna sticht hervor, die tatsächlich eine reflektierte Darstellung erhält, die beide Seiten der Münze erklärt.

Erzählerisch weist der Roman weiterhin sprachliche Mängel auf. Auf der einen Seite ist der äußerst einfache Stil zwar leicht verständlich und schnell lesbar, jedoch fördert er weder die Vorstellung einer authentischen, mittelalterlichen Fantasywelt, noch überzeugt er vom Können Goodkinds. Häufig kommt es auf wenigen Seiten dutzendfach zur Verwendung gleicher Wörter. Ebenso schleichen sich vielfach Rechtschreib- und Grammatikfehler ein, was jedoch mglw. auf die Übersetzung zurückzuführen ist.

Ein weiterer Kritikpunkt ist m.E. die Schwerpunktsetzung des Autors. Er führt einige Szenen, v.a. Folterungen, über unzählige Seiten aus, auf welchen jedoch eigentlich wenig bis nichts passiert und lediglich ein SM-Stock geschwungen wird, während die tatsächliche Romantik zwischen den Protagonisten immer recht kurz abgehandelt wird. Hier ist jedoch zu loben, dass sich die Spannung zwischen diesen allmählich und nachvollziehbar entwickelt. Allerdings neigt Goodkind teilweise zu heftigem Kitsch, was sich z.B. darin zeigt, dass Denna und Richard gefühlt alle 5 Seiten jammernd und weinend den Kopf in den Stand stecken wollen, das ohnehin alles verloren und hoffnungslos ist. Das kann einem gefallen, muss es aber nicht. Mir tut es das in diesem Ausmaß jedenfalls nicht besonders.

Einen Ausblick kann ich nur begrenzt bieten, da ich derweil ca. in der Mitte des 2. Buches angelangt bin. Goodkind steigert sich in diesem an einigen der genannten Stellen und baut die im ersten Buch erlebten Traumata sinngerecht aus. Allerdings sehe ich nicht, wie die Story sich über 11 Romane ziehen soll, was wohl bedeutet, dass Goodkind sich einen neuen Antagonisten aus dem Hut gezaubert hat, auf den die Story nicht angelegt war und damit das bisher immerhin unterhaltsame und auch spannende Szenario unterlaufen wird. Ich bin gespannt..
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am 24. August 2013
Habe gerade Band II beendet und wurde bisher anspruchsvoll, actionreich u. sehr spannend unterhalten.
Bei Band I dachte ich noch, naja bisschen harmlos, mehr ein Jugendbuch, aber Band II ist dann schon ein ganz anderes Kaliber.
Da wird die Story um einiges härter und gewinnt zusätzlich unglaublich an Tiefe. Der Autor beschreibt die Unzugänglichkeiten des menschlichen Individuums und
die Dummheit der breiten Masse - in einer Art und Weise, die immer aktuell ist, auf jedes Zeitalter u. auch in einen Fantasyroman, wie die Faust aufs Auge passt.
Darüber hinaus wird der Leser in einen Irrgarten des Glaubens geschickt, was ist gut, was ist böse.

Um den ganzen Zyklus zu beurteilen ist es sicherlich zu früh, aber bis jetzt hat sich der Kauf, für mich jedenfalls, 100% gelohnt.
Bei 1- 10 Sternen, würde ich wohl zur 8 o. 9 greifen, da ich mir jetzt eigentlich nicht vorstellen kann, wie der Autor das ganze noch
über soviele zusätzliche Bücher spinnen möchte... bin da etwas skeptisch, mal gucken :)

Ergänzung: Tja, bin durch, viele tausend Seiten Später. Die ersten Bände sind ok, aber es nützt ja wenig eine halbfertige Story zu lesen, also treffe ich ein abschließende Bewertung.
Zwei Dinge haben mich ab der Mitte des Zyklus wirklich sehr oft u. intensiv geärgert.
Zum einen wiederholt der Autor permanent, wirklich andauernd die Geschehnisse, würde fast behaupten jedes Band enthielt zu einem viertel Rückblicke was bisher geschah - als würde irgendjemand bei Folge 11 oder so anfangen. Richtig ätzend u. nervtötend. Eigentlich eine Unverschämtheit ein Werk auf so eine bilige Art künstlich in die Länge zu ziehen ODER er hält die Leser wirklich für grenzdebil.
Zum anderen, teils übelste, wirklich heftige Gewaltszenen. Bin einiges gewohnt, aber hier wird richtig viel und ausführlichst gefoltert. Das allein wäre ja nichtmal sooo schlimm, wenn nicht der ganze Rest nicht im krassen Gegensatz, wie ein fürchterlich keusches, nettes Jugend.- oder Kinderbuch geschrieben wäre. Einerseits Gewaltexzesse, dass man am geistigen Zustand des Autors zweifelt - dann andererseits nie mehr als Kuss, übelste Gefühlsduselei und alles schön brav wie bei Mickeymaus. Einerseits immer wieder Passagen die mindestens auf den Jugendindex gehören und dann hunderte von Seiten vom supersuperbraven und vorallem keuschen Helden.
Das Thema bleibt auch fest, freier Wille gegen staatliche Lenkung - was anfänglich begeistern konnte bleibt immer gleich und wird tausendfach wiederholt. Dazu die üblichen Logikfehler in Magiergeschichten, die aber auch verzeihbar sind.
FAZIT: Für romatisch veranlagte - mehr als ein bisschen küssen passiert in den 27 Büchern nicht(LOL), dafür werden übelste Folter.- u. allg. Gewaltxzesse ausführlichst beschrieben - wieso?? müsste man den Autor mal fragen. Eigentlich ein sehr, sehr langweiliger Zyklus, auch wenn die Grundidee - Freiheit vs. staatliche Lenkung in einer Fantasykulisse - mir gut gefiel. Wird dann halt schnell sehr platt das ganze.
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Richard. Ein Mann - wütend, enttäuscht und neugierig durch den gewaltsamen Tod seines geliebten Vaters - auf dem Weg nach Antworten auf Fragen, die er selber noch nicht kennt. Er rettet eine vermeindlich hilflose - natürlich wunderschöne - junge Frau aus den mörderischen Händen dunkler Gestalten und bietet ihr sofort seine Hilfe an, die diese dankend annimmt.

Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu Richards ältestem Freund Zedd in der Hoffnung, daß dieser ihnen sagen kann, wo der größte Zauberer aller Zeiten sich auffällt. Denn nur mit seiner Hilfe sind die heimatlichen Länder vor der übermächtigen Gewalt des bösen Magiers zu retten.
Zufällig stellt es sich heraus, daß Zedd der gesuchte Mann ist. Allerdings hat auch er etwas ganz Besonderes für Richard: er läßt ihn eine schwere Prüfung absolvieren und ernennt ihn danach zum "Sucher". Nur "der Sucher" wird in der Lage sein, die Welt zu retten - auch wenn Richard diese Aufgabe zuerst nicht erfüllen möchte.

Auf ihrer gemeinsamen Wanderung erfährt Richard einige Dinge über die Grenze, die sein Land umgibt und was sich jenseits davon verbirgt. Um sein Volk sowie die schöne Kahlan zu retten und die bösen Mächte zu besiegen, muß er mit seinen Gefährten die Grenze passieren und ein Kästchen der Ordnung vor dem ersten Tag des Winters finden.

Die Grenze wird jedoch bewacht von Wesen der Unterwelt und bereits der Weg dorthin wird beschwerlicher als erwartet, da Darken Rahl einige finstere Gestalten sendet, die die kleine Gruppe an ihrem Vorhaben hindern soll.

Zu Beginn der Geschichte habe ich mir Richard eher als einen jungen, ziemlich unerfahrenen Mann vorgestellt. Doch im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, daß er doch schon einige Lebensweisheit besitzt und diese für die vor ihm liegende Aufgabe auch dringend benötigt.

Die Story ist spannend und witzig. Gegenden sind toll beschrieben, so daß ich immer vor Augen hatte, wo Richard und seine Mannschaft sich gerade rumtrieben.

Darken Rahl ist in seiner Bösartigkeit kaum zu übertreffen. Er mordet und meuchelt, wie es ihm gefällt und selbst die Bewohner der Unterwelt sind vor ihm nicht sicher. Er beschließt, daß die schöne Kahlan in ihrer Aufgabe als Mutter Konfessor genau die Richtige ist, um sein Kind auszutragen ' und danach zu sterben. Ob er dieses Ziel erreicht, wird in Band 1 noch nicht verraten.

Geheimnisse umgeben die Hauptfiguren, deren Offenbarungen sich teilweise bis zum Ende hinhalten.

Ich habe mich sehr schnell in die Story hineingelsen und danach nicht wieder aus der Hand gelegt. Viel zu neugierig war ich darauf, was es in dieser Welt noch an außergewöhnlichen Wesen geben wird, warum Kahlan "Mutter Konfessor" genannt wird, ob Zedd wieder der große Zauberer sein wird, der er einmal war und natürlich ob "der Sucher" Richard seine Mission erfüllen kann.

Wer Fantasymärchen mag, sollte an diesem Werk nicht vorüber gehen. Auch, wenn es ihm wie mir ergehen wird: zum Ende des Buches dringt langsam die Erkenntnis ins Gehirn, daß das nicht das Ende der Geschichte sein kann.
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