Amazon.de: Kundenrezensionen: Sturm. Der verwaiste Thron 01

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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Intelligente deutsche Fantasy, 7. August 2008
Sturm. Der verwaiste Thron 01

Auch ich habe mir das Lesen von Fantasy aus der Feder deutscher Autoren sehr schnell abgewöhnt. Die meisten haben zwar gute Idee, aber den Umgang mit Worten müssen sie noch arg üben. Umso mehr hat mich "Der verwaiste Thron" angenehm überrascht. Ehrlich gesagt, ich hätte ihn mir gar nicht geholt, wenn ich nicht schon mal Heftromane von Claudia Kern gelesen und Freunde mir dazu das Buch empfohlen hätten.

Claudia Kern zeichnet in ihrem klaren schnörkellosen Stil wunderbar detailreiche Bilder. In nur wenigen Zeilen entstehen Sümpfe, Wiesenlandschaften und Gebirgspässe vor meinem inneren Auge, ohne dass mich ungelenke Sätze und Umschreibungen aus der Geschichte reißen. Und leider ist das bei deutscher Fantasy nicht selbstverständlich.

Und dann stimmt auch noch die Geschichte. Gut, Ana ist eine hirnlose verwöhnte Göre, ihr Leibwächter ist arg geheimnisvoll, die Nachtschatten brutale Gesellen und der kleine Bruder in Feindeshand der tapfere Junge und zukünftiger Retter. Zuerst. Claudia baut Klischees auf - und spielt damit. Hey, das kenne ich doch, dachte ich und dann kommt ein kleiner Dreh in der Geschichte, und ich fand mich mit den Charakteren ganz woanders wieder. So macht lesen Spaß!

Mein einziger Kritikpunkt: Ich hätte gerne noch ein bißchen mehr Einsicht in das Innenleben der Charaktere gehabt, aber das ist Geschmackssache.

Mein Fazit: Der nächste Band ist vorbestellt. :)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Debüt! Endlich deutsche High Fantasy, die man lesen kann!, 25. August 2008
Mal abgesehen vom Bereich der Jugend- bzw. All Age-Fantasy ist das mit deutscher Fantasy ja noch immer so eine Sache. Anders als in den USA, wo man den Trend, kleine und größere Reihen aus Versatzstücken tolkienesker Literatur zusammenzuschustern und das auch viel zu oft nicht sonderlich gut  bereits Ende der 80er Jahre hinter sich gelassen hat, kommen die Werke vieler deutscher Autoren noch immer viel zu oft recht uninspiriert daher. Da ist eine gewisse Skepsis wohl angebracht, wenn der Blanvalet-Verlag das Fantasy-Debüt der deutschen Autorin Claudia Kern als überwältigende Saga [...] für alle Leser von George R. R. Martin bezeichnet. Sehr schnell stellt sich beim Lesen heraus, dass die Befürchtung, Sturm würde sich um ein billiges Plagiat handeln, erfreulicherweise gänzlich unberechtigt ist. Ganz im Gegenteil! Mit dem Auftaktband ihrer Trilogie ist Kern ein Debüt gelungen, dass den Vergleich mit der internationalen Konkurrenz nicht zu fürchten braucht.

Im Mittelpunkt der Erzählung stehen die Geschwister Ana und Gerit Somerstorm, deren Leben sich über Nacht drastisch ändert: Die düstere, raubtierhafte Halbmenschenrasse dringt in die Burg ein und ermordet ihre Eltern  Fürst und Fürstin von Somerstorm  und deren Gefolge. Während Ana dank der Hilfe ihres Leibwächters noch rechtzeitig fliehen kann, bleibt Gerit sich selbst überlassen und versucht sich so gut wie möglich in den Geheimgängen der Burg zu verstecken. Mit zunehmendem Schrecken beobachtet er, wie die Nachtschatten ihren Herrschaftsanspruch über das Fürstentum ausweiten und ihm wird bald klar, dass sie auch vor Landesgrenzen nicht Halt machen wollen. Ana unterdessen versucht, durch feindliche Linien hindurch das Fürstentum Westfall zu erreichen, wo sie sich Hilfe von ihrem Verlobten erhofft. Obwohl ihr Leibwächter sie vor jeglichen Gefahren zu beschützen versucht, fragt sie sich bald, welches Geheimnis er mit sich herum schleppt.

Gewisse Ähnlichkeiten zu George R. R. Martins Lied von Eis und Feuer lassen sich bei Sturm tatsächlich nicht wegleugnen: das raue Land im hohen Norden, die dräuende Bedrohung durch eine geheimnisvolle, nichtmenschliche Rasse und nicht zuletzt der Orden der Trauernden Klinge, der gewisse Parallelen zur Nachtwache Westeros aufweist. Dennoch wirkt Der verwaiste Thron keinesfalls wie ein schlechtes Rip Off, sondern ist eher ein Roman in der Tradition von Martins Saga. Atmosphärisch wirkt Kerns Werk ganz anders  statt multipler Point-of-View-Charaktere begnügt sich Sturm mit drei Hauptfiguren, aus deren sicht die Geschichte erzählt wird. Wo ein Martin, Williams oder Goodkind sich gern mal über zwanzig Seiten in detaillierten Beschreibungen und Nichtigkeiten verlieren, erweist Kern sich sowohl erstaunlich als auch begrüßenswert knapp und auf das wesentliche beschränkt. Obwohl das Buch der Auftakt zu einem High Fantasy-Zyklus ist, das durchaus einen epischen Flair verströmt, kommt es mit überschaubaren 366 Seiten aus. Kein einziges Wort scheint überflüssig. Ob das Kerns natürlichem Stil zu verdanken ist oder einer akribischen Überarbeitung mit dem Rotstift ist zwar unbekannt, aber eigentlich auch egal  denn das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Handlung weist keine einzige Länge auf, die Geschichte verliert nie an Tempo und trotzdem hat der Leser nicht das Gefühl, dass dem Buch der epische Grundton fehlt. Das liegt vor allem daran, dass Kern ein Talent dafür hat, mit wenigen Worten atmosphärisch dichte Bilder zu schaffen. Dabei vermeidet sie abgegriffene Metapher, sondern findet treffende neue. Besonders erwähnenswert sind die kurzen Passagen aus einem fiktiven Reiseführer, der die einzelnen Kapitel einleiten: Diese sind nicht nur wirklich humorvoll, sondern vermitteln dem Leser mit wenigen Worten ein sehr komplexes Bild der Welt, in der die Handlung angesiedelt ist.

Allenfalls einen etwas detaillierten Einblick in das Wesen der Charaktere bleibt bei so viel Handlung ein bisschen auf der Strecke. Man bekommt zwar ein gutes Gefühl dafür, was in Ana, Gerit und Craymorus  einem verkrüppeltem Gelehrten und dritte Hauptfigur des Romans  vor geht, ein bisschen mehr Tiefe könnte aber auch nicht schaden. Das Buch lebt da vielmehr von seinem hohen Erzähltempo und der einen oder anderen überraschenden Wendung. Der Schluss kommt dann doch etwas aprubt und man kann sich des Eindrucks nicht erwähren, dass sich Kern um die große Schlacht zum Höhepunkt hin etwas herummogelt. Das verzeiht man ihr jedoch gern, schließlich folgen Sturm noch mindestens zwei weitere Bände, mit denen sie dem Leser ihre Welt und ihre Figuren noch weiter vorstellen kann. Wenn Teil Zwei und Drei sich durch ein gleich hohes Niveau auszeichnen wie Teil Eins, dann hat Claudia Kern mit Der verwaiste Thron ins Schwarze getroffen.
Das ist deutsche Fantasy, die sich sehen lassen kann!
Vier Punkte statt fünf, damit (und weil) für die nächsten Bände noch Steigerungspotential vorhanden ist!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Guter Erstling, 3. November 2008
Endlich wieder mal Fantasyroman, indem keine Elfen, keine Zwerge (okay 1 kleiner) oder sonstige Wesen vorkommen, sondern mit Nachtschatten mal was neues. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch mit 350 Seiten rasch gelesen ist, brauchte dafür 2 Tage. Und vorallem, dass nicht schwarz-weiss gemalt wird, sondern die Einstellung der Personen sich ändert, bzw. man als Leser Dinge erfährt, welche Einstellung auch des Lesers ändert. Bin schon gespannt auf den 2. Teil.

Fazit: Kein episches Meisterwerk wie Eragon, aber solide Fantasy!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Tolles Debut, 29. August 2008
Endlich wieder einmal ein Fantasyroman, den es sich zu kaufen lohnt!
Schon lange hatte ich die Hoffnung aufgegeben, daß es noch Autoren gibt, die im Stande sind einen Fantasyroman zu schreiben ohne daß einem mindestens einmal der Gedanke anspringt, das habe ich doch schon bei Tolkien, Feist, Martin oder ... (beliebigen anderen Autorennamen einsetzen) gelesen.
"Der Sturm" erfüllt jede Erwartung, die ich an ihn hatte und manchmal übertrifft er sie auch.
Über den Plot will ich mich nicht näher auslassen, ich hasse spoilern, nur eines muss ich loswerden, zimperlich sollte der Leser nicht sein.

Die Nachtschatten sind faszinierende Kreaturen, die trotz ihres Aussehens und ihres etwas gewöhnungsbedürftigen Ehrenkodexes, manchmal menschlicher wirken, als die "Helden" der Geschichte.

Einziger Minuspunkt: Es dauert noch bis Februar, bis der zweite Band erscheint.

Fazit: sehr empfehlenswert

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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Spannend, einfallsreich und großartig geschrieben, 29. August 2008
Das Schöne an Sturm" ist sicherlich die Tatsache, dass Claudia Kern Fantasy abgeliefert hat, die selbst all jenen gefallen dürfte, die ansonsten wenig oder gar nichts mit dem Genre haben anfangen können. Überraschend schmutzig und blutig kommt der erste Teil der Trilogie rüber, ein stellenweise geradezu erfrischender Unterschied zu den Werken der Konkurrenz, die nicht selten durch Pomp und typische Klischees auffallen, denn durch wahrlich originelle Ideen. Und was besagten letzten Punkt betrifft, so mangelt es in Sturm" nicht an Überraschungen und unvorhergesehen Wendungen. Besonders die mysteriösen Nachtschatten schlagen in dieser Hinsicht ein ums andere Mal Haken und machen es unmöglich, sie als typische Bösewichter in eine Schublade zu stecken. Was sich jedoch während der Lektüre deutlich hervorhebt, ist die Tatsache, dass Kern offenbar noch einiges mit ihnen vorhat ...

Um noch mal auf die obige Frage zurückzukommen - das Warten hat sich definitiv gelohnt; mehr noch als das! Sturm" ist zu einem Auftakt nach Maß geworden: spannend, einfallsreich und großartig geschrieben. Schade nur, dass zwischen Band 1 und der Fortsetzung geschlagene sechs Monate Wartezeit liegen ...
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4.0 von 5 Sternen Fängt schwach an und steigert sich dann, 20. Juli 2009
Die einzige Kritik an diesem Band besteht in den anfangs etwas nervigen Charakteren und einer geradezu lustvollen Ausbreitung von Grausamkeiten. Nichts desto trotz ist die Handlung spannend und man kommt der Stimmung der Serie im Laufe des Bandes immer näher. Klare Leseempfehlung.
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Sturm. Der verwaiste Thron 01
Sturm. Der verwaiste Thron 01 von Claudia Kern (Taschenbuch - 7. Juli 2008)
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