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142 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A thing of beauty is a joy forever...
Was für ein Buch !!
Dies ist eine Geschichte, in der man sich verlieren kann sooft man sie liest. Dan Simmons hat hier eine mehr als würdige Fortsetzung seiner HYPERION-Bücher geschaffen, die letztendlich auch fast alle Fragen beantwortet, welche die ersten beiden Bücher aufwerfen und offen lassen.

Worum geht's ?
In einer fernen...
Veröffentlicht am 17. Mai 2003 von brad1441

versus
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ambivalent
Eines vorweg: Simmons gehört zu meinen Lieblingsautoren und ich verschlinge seine Bücher.
Zum Inhalt habe ich meinen Vorrednern nichts mehr hinzuzufügen, allerdings kann ich die Begeisterung nicht vollends teilen. Viel zu oft verliert sich Simmons in unnötigen, seitenlangen Abhandlungen über philosophische Theorien. Man hat den Eindruck, er...
Veröffentlicht am 3. April 2008 von D. Pallasch


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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genremix als Fortsetzung zu "Hyperion", 7. Februar 2007
Von 
V. Fremgen "SFWurm" (Hermersberg, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Nach dem offenen Ende von "Hyperion" und "The Fall of Hyperion" strickt Dan Simmons die Phantastik weiter:

Der "Pax" (das Papsttum bzw. die chrisliche Kirche) hat nach dem Ende der Hegemonie hat die Macht im menschlichen Universum übernommen. Der Papst (Pater Hoyt aus "Hyperion") regiert mit eiserner Härte und "überzeugt" immer mehr Menschen vom Christentum. Gestützt wird er von der Tatsache, dass Christen mithilfe der "Kruziform" (eines kreuzförmigen Symbionten) relative Unsterblichkeit besitzen. Nach dem Tod kann ein Kruziform-Träger "wiederauferstehen"...

Farcaster-Portale funktionieren nicht mehr, so muss wieder auf konventionelle Raumschiffe mit Überlichtantrieb zurückgegriffen werden.

Die Flotte des Pax hat ein extrem schnelles Raumschiff mit "Gideon-Antrieb" zur Verfügung, das nur von "Auferstehungs-Christen" geflogen werden kann, da die Beschleunigung jeden Passagier tötet...

Der junge Raul Endymion erhält vom Dichter Martin Silenius einen heiklen Auftrag: er soll zusammen mit dem Androiden Bettik das Mädchen Aenea vor dem Pax retten, beschützen und mit ihr den Weg des einstigen Flusses Thetys gehen. Schliesslich soll er den Pax besiegen, die verlorene Erde zurückholen und Aenea zu ihrem "Onkel" Martin Silenius zurückbringen..eine wahrhaft grosse Aufgabe.

Auf ihrer Odyssee entdecken die drei viele versteckte Wahrheiten über den Pax, die verlorene Erde und den nur scheinbar zersörten "TechnoCore" (den einstigen Verbund der KIs der Hegemonie)...

Dan Simmons führt den Leser wieder einmal auf eine Achterbahnfahrt: neben realer "Action" geht er vielen menschlichen Religionen und Philosophien, Kosmologien und sogar der "Naturkraft der Liebe" auf den Grund. Das Buch erreicht nicht ganz die Brillianz von "Hyperion", ist aber dennoch sehr lesenswert. ACHTUNG: keine leichte Kost! Vieles muss man zweimal lesen, um es zu verstehen...

FAZIT: ein empfehlenswertes Buch für den SF-Philosophen oder -Theologen! Schwere Kost!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...*** selten so erschüttert, 24. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Dieses Buch war das erste von Simmons, welches ich je gelesen habe. Selten - und in den letzten Jahren nie - war ich so tief bewegt, regelrecht erschüttert und zutiefst aufgewühlt wie nach der Lektüre von Endymion/ Rise of Endymion. Lest dieses Buch!
Für Inhaltsangaben und Handlungsverläufe lest die anderen Rezensionen, aber ich kann mich nur einem meiner Vorgänger anschließen, der da meint: wer das liest und nichts fühlt, der ist wahrscheinlich schon tot. (frei zitiert)
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maßstab für andere Bücher., 15. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Lange habe ich in einem Buchladen gestanden und mit mir gerungen. Soll ich es mitnehmen? Also habe ich mich "nur" kurz mal hingesetzt und habe begonnen darin zu lesen. Darüber ist es dann draußen dunkel geworden. Beim lesen habe ich völlig die Zeit vergessen. Das Buch ist, wie sein Vorgänger ein Unikat.

Die Story, die Handlung und die Figuren sind mit großer Sorgfalt beschrieben. Den besonderen Reiz macht aber der Hintergrund und die Ausflüge in verschiedene Themen wie Religion/Ethik/Moral/Physik u.s.w. aus. Und das kann Dan Simmons wie kein Zweiter. Daher ist das Werk nichts für zwischendurch. Da muß man voll einsteigen.

Nun habe ich die Bücher von Dan Simmons schon länger und nerve meine Freunde damit. Aber alle, die sie auch gelesen haben, wollten mehr davon! Leider gibt es das nicht. So aber legt man das Buch mit einem staunenden und einem weinenden Auge weg. Mit staunen über die Qualität und den überquellenden Reichtum der Ideen und weinen, weil es zu Ende ist und man wieder zu Hause ist. So bleibt mir nur noch zu sagen, das ich trotz dem Besitz vieler Bücher, alle anderen an dieser Geschichte von Dan Simmons messe. Die Bücher sind für mich der ultimative Maßstab. Daher die volle Punktzahl.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein, 11. Dezember 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Wie schon bei den Hyperion Gesängen ist in den Rezensionen auf diesen Seiten alles gesagt was man zu dem Roman erzählen kann.

Endymion ohne die Hyperion Gesänge zu lesen wäre fatal. Das extrem komplexe Universum, in dem die Geschichte spielt, ist ohne die gut 1000 Seiten Hyperion für den Leser völlig unverständlich. Gegenstände wie eine Fatline oder ein Farcaster werden nicht erklärt, sondern sind einfach da und die handelnden Figuren nutzen all diese Dinge. Ousters, das Shrike der Pax und all die andern Gruppierungen werden nicht vorgestellt sondern nehmen die gelegten Fäden aus Hyperion einfach wieder auf.

Wer die über 1000 Seiten Vorarbeit jedoch geleistet hat, der darf sofort in die Geschichte eintauchen und wird mit einem Meisterwerk belohnt, das seinesgleichen in der Welt sucht und sich hinter Hyperion nicht zu verstecken braucht.

Beide Geschichten zusammen setzten die Benchmark für alle andern Science Fiction Romane.

Auch wenn es ein überstrapaziertes Argument ist: Hyperion + Endyimon ist für die Science Fiction Welt vermutlich das, was der Herr der Ringe für die Fantasywelt darstellt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Bestseller, 29. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Zur Geschichte brauche ich hier keine weiteren Details preisgeben die eh nicht schon in der Produktbeschreibung stehen oder von so vielen Reszenten schon besser beschrieben wurden als ich es an dieser Stelle hätte machen können.
Auf der Suche nach einem guten Buch aus der ScienceFiction bin ich irgendwann durch einen Forum auf dieses Buch gestossen.
Seitdem ich dieses Buch gelesen habe weis ich das es eins meiner besten Bücher war die ich je gelesen habe. Ich konnte mich mit den Protagonisten
identifizieren und in die Geschichte perfekt hineinversetzen.Dan Simmons schafft ein perfektes Szenario egal ob Umwelt,Handlung,Personen.. seine absolut talentierte Erzählweise ist wirklich atemberaubend einzigartig und sucht seinesgleichen die ich bis jetzt leider noch nicht gefunden habe.Schade. Auch die Hyperion Romane dieses Ausnahmetalents waren ein Hammer jedoch berührten sie mich nicht so wie Endymion.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was soll danach noch kommen?, 29. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Die zeitlich dieser Rezension unmittelbar vorstehende Rezension sagt fast alles zu diesem...öhm, wie soll ich es ausdrücken? - Meisterwerk? - zu schwach - Benchmark? - zu technisch - WAHNSINN! Es gibt kein Buch, dass mich mehr mitgenommen hat, als dieses, das gilt allemal für den SciFi-Bereich aber auch für die sonstigen Genres der Belletristik.

Es wurde schon in anderen Rezensionen erwähnt, dass hier ein Buch über die "Liebe" geschrieben wurde und das ist es auch. Es geht um die Liebe zwischen zwei Menschen und die Sehnsucht danach auch dann, wenn man eigentliche die Retterin des Universums ist. Es geht um die Liebe zur Menschlichkeit und die Sehnsucht danach, dass Menschen sich gegenseitig gut behandeln, es geht um gegenseitige Achtung und die Freiheit jedes einzelnen sich menschlich zu verhalten. Hm, klingt etwas kitschig und romantisch verklärt, aber das ist genau der Punkt: Dan Simmons schafft es, dass dies dem Leser eben nicht kitschig vorkommt, sondern wahrhaftig und richtig. Das Buch ist auf den letzten 70 Seiten im besten Sinne zum heulen. Mich beschäftigt das Buch auch heute noch, obwohl ich die letzte Seite bereits im Herbst 2008 zugeschlagen habe.

Sehr subjektiv, aber das Buch hat jeden Stern verdient. Kaufen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Symphatische Fortsetzung eines Mythos, 21. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Vorab: Die vorliegende Ausgabe ‚Endymion' ist ein Roman, welcher ursprünglich aus zwei Romanen bestand- ‚Pforten Der Zeit' und ‚Die Auferstehung'. Diese bilden die Fortsetzung zu dem Roman ‚Die Hyperion Gesänge', welcher auch ursprünglich aus zwei Romanen bestand, nämlich ‚Hyperion' und ‚Der Sturz von Hyperion'. Daher teile ich meine Rezension in zwei Teile: für alle, die die Hyperion Gesänge schon gelesen haben, und alle, die sie noch nicht gelesen haben (diese sollten den letzten Teil der Rezension wegen Spoilern weglassen).

Wer die Hyperion-Gesänge noch nicht gelesen hat, sollte dieses Buch nicht lesen. Zwar kann Endymion auch gelesen und verstanden werden (wenn auch das Verstehen wesentlich schwerer fällt), ohne vorher die Hyperion-Gesänge gelesen zu haben, allerdings werden in diesem Buch viele Dinge erwähnt, welche in den Hyperion Gesängen passiert sind, vor allem viele, die zum Schluss des Buches Hyperion-Gesänge geschehen. Daher wird der Genuss des Buches Hyperion-Gesänge natürlich stark geschmälert. Außerdem ist der Vorgänger noch ein Stück besser als Endymion. Daher rate ich jedem, der dieses Buch lesen will vorher die Hyperion-Gesänge zu lesen (oder zumindest die Rezensionen zu den Hyperion-Gesängen ).

Jeder, der die Hyperion-Gesänge schon gelesen hat und dem sie auch gefallen haben, kann bedenkenlos bei diesem Buch zugreifen. Zwar ist Endymion nicht so gut wie die Hyperion-Gesänge, aber trotzdem 100% lesenswert.
Die Geschichte setzt rund 280 Jahre nach dem Fall des Netzes ein. Martin Silenus, der Dichter, schickt Raul Endymion, welcher die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, los, um Diejenige Die Lehrt vor dem Pax und der Kirche, welche nach dem Ende der Hegemonie die Macht übernommen haben, zu beschützen.

Viele offen gebliebene Fragen aus Hyperion werden in diesem Buch beantwortet. Man erfährt mehr über das Shrike, den Verbleib der Erde und den Core. Der Held Raul Endymion, welcher, wie er selbst sagt, nur der Mitläufer ist, welcher in größere Ereignisse verwickelt ist, wächst einem schnell ans Herz.

Zu bemängeln habe ich eigentlich nur, dass das Buch durch den Erzählstil nicht die mystische Atmosphäre der Hyperion-Gesänge erreicht, und nicht so souverän wie sein Vorgänger geschrieben ist. Dennoch macht das Buch und dessen Charaktere Spaß und bereitet einem viele Stunden puren Lesevergnügens.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hyperion abgerundet, 27. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Eins direkt vorne weg: Wer die "Hyperion-Gesänge" von Dann Simmons nicht gelesen hat, sollte dies als aller erstes nachholen. Denn Endymion baut direkt darauf auf, zwar tausend Jahre später, aber der Sinnzusammenhang ist gegeben.

Endymion handelt von dem Kind, das Brawn Lamia von dem Keats-Cybriden empfangen hat. Dieses Kind, Aenea, soll Die-Jenige-Die-Lehrt sein und für den Fall des Pax und des wieder erstarkten Techno-Core durch ihre Lehren sorgen. Das Buch handelt im wesentlichen von der Flucht Aeneas zusammen mit ihren Gefährten vor dem Pax.
Man erfährt einigen über Charaktere bzw. Gruppen, die in den Hyperion-Gesänge nicht erschöpfend beschrieben wurden. Z.B. werden die Ousters, dieses Sagen umwogene Volk von Menschen, die zwischen den Welten im Weltall leben, viel detailierter beschrieben als in den ersten beiden Bücher. Alte Bekannte wie Martin Selinus, die Tempelpriester oder Rachel Weintraub tauchen wieder auf. Ihre Rolle in den Hyperion-Gesaängen wird durch Endymion viel deutlicher. Außerdem werden Lücken in der Handlung von Hyperion geschlossen, die für den Leser Anlass zu Spekulationen nach der Lektüre von Hyperion gaben.
Trotzdem läßt das Buch am Schluss das spektakuläre Ende ein wenig vermissen. Konnte man das Ende von Hyperion nicht erahnen und war dementsprechend positiv überrascht, so ist der Schluss von Endymion doch durchschaubar und absehbar.
Trotzdem ist es ein sehr sehr gutes Buch. Nicht so gut wie Hyperion, aber trotzdem sehr gut. Wem Hyperion gefallen hat, der wird, nein muss auch dieses Buch lesen und lieben. Bei mir war es so.
Der Hyperion-Zyklus wird durch Endymion in einer sehr unterhaltsamen Form abgerundet.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A book to walk the mountains with, 29. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Au Backe! Wie soll man nur einem Buch gerecht werden, dessen Würdigung mit Worthülsen wie "brillant", "grandios" oder "galaktisch" grenzenlos ignorant und geradezu unverschämt abwertend ausfallen würde? Aber da in einer Portion Unverschämtheit immer auch ein Hauch Ehrlichkeit steckt, wage ich es, den Faden an dem einzig möglichen auf Endymion zugeschnittenen Punkt aufzunehmen: dem Vorgängerband "Die Hyperion-Gesänge" - vielleicht das Werk, dass den Thron der hypergenialsten SF ever am ehesten beanspruchen kann. Daher war es nur folgerichtig, dass ich an verschiedener Stelle vernahm, dass Endymion längst nicht an das Altwerk heranreichen würde, sondern "nur" ein wenn auch hoch gelungenes Beiwerk darstellt, dass offene Fragen aufklären und "Hyperion" insoweit abrunden würde. Tja, und da stehe ich aufgeblasener und blasphemischer Wicht und behaupte zitternd und zagend, floskelnd und rüttelnd, dass "Hyperion" nicht nur die wenn auch hochgelungene Einleitung zu "Endymion" darstellt, sondern auch, dass "Endymion" erfrischend anders und um Lichtjahre besser ist.

Bei den "Hyperion" handelt es sich um ein brillierend komplexes Kunstwerk, in dessen Mittelpunkt allein das entworfene Universum, die Geschichte selbst steckt. Die menschlichen Helden bilden zwar eine nicht zu unterschätzende Rolle, sind aber am ehesten als Elitebildhauer zu charakterisieren, die aus einem funkelnden Marmorblock eine makellos modellierte Statue erschaffen. Perfekt, aber auch irgendwie ungreifbar kalt und steril wie Stein. Mit dieser detaillierten Welt im Rücken startet Endymion nicht nur durch, sondern haucht dieser formvollendeten Statue - hochgestochen ausgedrückt - zarten Lebensodem ein.

Worum geht es?

In "Hyperion" befreite sich die Menschheit durch einen schier selbstzerstörerischen Akt von der Dominanz der allgegenwärtigen künstlichen Intelligenz, dem Techno-Core. Aus der Asche des zersplitterten Imperiums erhebt sich Jahre später mit der katholischen Kirche, dem Pax, eine neue Macht, die mittels kleiner symbiotischer Organismen, sog. Kruziformen, ihren Einfluss immer weiter ausdehnt Mit den Kruziformen wird der menschliche Körper unsterblich, bedarf im Todesfalls aber eines Ritus, den nur das Pax kennt. Mit der Verheißung der Unsterblichkeit hat sich das Pax 300 Jahre nach dem Fall Hyperions ein gewaltiges autokratisches Imperium aufgebaut. Gefahr droht einer Prophezeiung nach allein von einem 12jährigen Mädchen namens Aenea, die als Frucht aus Mensch und künstlicher Intelligenz die Wende bringen soll. Ihr zur Seite stehen der wackere Raul Endymion und der Android A. Betik und zusammen fliehen sie vor dem Pax und dem wieder erstarktem Techno-Core, erforschen fremde Völker und Welten, trotzen dem Shrike und kämpfen DEN Kampf um die Menschheit.

Was zeichnet jetzt Endymion eigentlich aus?

Während der Leser in "Hyperion" die faszinierende Sicht eines Beobachters von außen wahrnahm, wird er in "Endymion" selbst zur Partei. "Endymion" ist in erster Hinsicht die Geschichte eines bewegenden Paares in einer sich in galaktischen Ausmaßen entwickelnden Zukunftsversion um die Menschheit. Durch die äußerst plastische und gefühlsbetonte Ich-Perspektive des Erzählers Raul Endymions ist man von Anfang emotional in der Geschichte verfangen und durchschreitet an der Seite der Protagonisten dieses wunderbare Universum. Sowohl in Teil I als auch Teil II sind die Protagonisten meist allein unterwegs, führen tiefsinnige und mitreißende Dialoge, nur unterbrochen wenn die Jäger des Pax einen Hauch Schlachtengetümmel einleiten. Teil II intensiviert die gefühlsmäßig Bindung, indem die nun erwachsene Aenea ihre einst hellseherische Deutung des gemeinsamen Duschens mit Raul zusammen wahr macht und daneben ihre Rolle als "Erlöserin" mit einem reichen Fundus an Philosophie, Reflexion und Tiefsinn bis zum bitteren Endkampf vorantreibt.

Die Charaktere...und was für welche:

Mit dem treuherzigen Riesen Raul und der kleinen kleinen so schicksalhaften Erlöserin Aenea wurden zwei galaktomeisterliche Charaktere erschaffen, deren Beziehung - sei es Aenea als Kind oder als Erwachsene - pure Chemie und pure Liebe ist. Was habe ich bei diesen wunderbaren Dialogen gelacht, gefiebert, gelitten, geweint - und gestaunt, wie zart und leise der Autor diese wunderbar bewegende Liebesgeschichte zwischen der noch jungen Aenea und Raul einläutete und mit fortschreitender Handlung in fast magische Höhen führte, ohne jemals trivial oder seicht abzuschweifen. Detailliert und minutiös treibt der Autor daneben in Nuancen und blitzgescheiten Wendungen die Fäden von Hyperion voran, verwebt sie immer enger und entwirft ein gänzlich neues Zukunftsszenario, dass beide Werke nahtlos verbindet und ineinander aufgehen lässt. Dachte ich mir "Hyperion" als in sich abgeschlossen, so kann man das Werk nach "Endymion" getrost von vorn beginnen und mit ganz anderen Augen im neuen Gewande erleben. Im Spannungsfeld dieser packenden Handlung und seiner wunderbaren Charaktere entwickelt der Autor eine geradezu atemberaubende Tiefe, wenn er in unverwechselbarer Genialität das Spannungsfeld Gott-Mensch aufschlüsselt und das Wesen des Menschen universell auslotet. Ohne eine Aktivierung der grauen Zellen, unerschütterlicher Toleranz und einer gehörigen Prise guten Willens kommt man in "Endymion" kaum vorwärts und wird nicht zuletzt mit Blickwinkeln jenseits von Gut und Böse konfrontiert, die weniger simple Antworten als vielmehr verd**** gute Fragen aufwirft.

Darüber hinaus ist Endymion so wunderbar unterhaltsam und spannend verfasst, dass ich garantiert die Hälfte von der ganzen tiefsinnigen Materie überlesen habe. Dan Simmons ist ein schier unbeschreiblich begnadeter Erzähler mit einem unendlichen Schatz an Ideen, Geisterblitzen und Originalität. Selbst die scheinbar absurdesten und gegensätzlichsten Anliegen werden hier meisterlich recherchiert und mit einem sprühenden Humor versehen aufbereitet. Allein die Thematik der Unsterblichkeit - die Abartigkeit der Kruziformparasiten - ihre objektive Blasphemie gegenüber der christlichen Lehre - und doch so verlockend, verheißend, korrumpierend. Es gibt kein Schwarzweißschema, keine eindimensionalen Gestalten, sondern nur "Menschen" in all ihren (galaktischen) Stärken und Schwächen - und so mancher Möchtegern-Inquisitor-Leser wird hier sein blaues Wunder erleben, denn viel Kritik am Christentum ist hier trotz oder gerade wegen der katholischen Kirche und der kleinen "Erlöserin" nicht drin.

Fazit:

"Endymion" hat mich gefesselt, bewegt und berührt wie kein anderes Buch zuvor. Ein Buch, zu dessen Würdigung alle Sterne des Himmels (und der Himmel aller anderer Galaxien, geizen ist nicht) kaum ausreichen. Schlichtweg von einem anderen Stern.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch!!! Aber nicht ohne Hyperion gelesen zu haben..., 30. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! (Taschenbuch)
Eins vorweg, dieses Buch geht eigentlich nicht ohne Hyperion und umgekehrt. Hyperion hat mich zunächst ratlos zurückgelassen, was, wie mir ein in diesem Genre erfahrenerer Freund versichert hat, in diesem Genre mitunter öfter vorkommen kann.
Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben und habe sofort nach Hyperion mit Endymion begonnen.
Da mir die Figuren und das Konzept der Hegemonie sehr gut gefallen haben, stand ich dem Nachfolgerbuch zunächst skeptisch gegenüber und hoffte auch viele Parallelen bzw. anknüpfende Handlungsstränge.
Allerdings versteht es Simmons geschickt, dieses "Verlustgefühl", wenn man so will, aufzufangen und langsam aber sicher in den Hintergrund dieser fast dreihundert Jahre später stattfindenden Geschichte treten zu lassen, bzw. eigentlich besser: sie miteinander zu verweben. Es gibt immer wieder Aha-Erlebnisse und zunehmend wird auf alle dunklen Flecken/Fragezeichen aus Hyperion Licht geworfen.
Da ich ein Fan von in Geschichten eingewobenen Retrospektiven bin, verstand (und mochte) ich Hyperion rückwirkend mit jedem fortschreitenden Kapitel von Endymion besser bzw. mehr.

Ich möchte mich bewusst nicht mit inhaltlichen Schilderungen aufhalten, sondern für all jene, die nach Hyperion skeptisch sein mögen, mit Endymion zu beginnen, anhand der Figur des Shrike Folgendes nicht unerwähnt lassen:
Erschien mir das Shrike in Hyperion sehr abstrakt und in seiner Gestalt und seinem Tun manchmal fast schon lächerlich, schließt man es in Endymion vielleicht nicht sofort ins Herz, versteht aber zumindest endlich Sinn und Zweck dieser Kreatur besser (wenn auch nicht in jedem Punkt).

Kleiner Spoiler (zu viel wird nicht verraten, eher Appetit ausgelöst): Neben Silenus, der schon früh im Buch wieder auftaucht, trifft man unter anderem auch Lenar Hoyt, später auch die mysteriöse Rachel Weintraub, deren Geschichte wohl weitere Bücher füllen würde, wie auch den Krieger unserer Herzen, Fedman Kassad. Und wer sich fragt, was eigentlich Het Masteen und die Tempelritter für eine mysteriöse Rolle spiel(t)en, erfährt dies in Endymion, inklusive dem Grund, warum der Tempelritter während der Pilgerfahrt verschwand!
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Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band!
Endymion: Pforten der Zeit/Die Auferstehung - Zwei Romane in einem Band! von Dan Simmons (Taschenbuch - 1. Oktober 2003)
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