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188 von 193 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aussergewöhnliches über Erleuchtung
Jack Kornfield hat hier ein wunderbares und sehr hilfreiches Buch zum Thema "'Erleuchtung"' geschrieben. Ohne abzuheben, ohne den so oft gehörten esoterischen Überschwang, sondern in einer Art und Weise, die vermuten lässt, dass er weiss, wovon er spricht.

Über "'Erleuchtung"' gibt es viele Missverständnisse. Das vielleicht...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2010 von Peter Steiner

versus
9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eher etwas für Anfänger...
Obwohl dieses Buch, wie auch der Autor hoch gepriesen werden, war ich letztlich etwas entdäuscht. Es gibt einige interessante und hilfreiche Kapitel, gefolgt von seitenweisen Geschichten von anderen Menschen. Dieses Buch ist hauptsächlich eine Sammlung von Erfahrungsberichten von Freunden und Wegbegleitern des Autors. Auf ein Drittel gekürzt, würde es...
Vor 11 Monaten von KaMo veröffentlicht


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188 von 193 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aussergewöhnliches über Erleuchtung, 4. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
Jack Kornfield hat hier ein wunderbares und sehr hilfreiches Buch zum Thema "'Erleuchtung"' geschrieben. Ohne abzuheben, ohne den so oft gehörten esoterischen Überschwang, sondern in einer Art und Weise, die vermuten lässt, dass er weiss, wovon er spricht.

Über "'Erleuchtung"' gibt es viele Missverständnisse. Das vielleicht grösste: Es herrscht die Meinung, dass sie einfach irgendwann da ist und dann auch bleibt. Ein '"Erleuchteter'" wandelt dann quasi selig im ewigen Nirvana auf Erden. Das ist natürlich nicht so -' höchstens die Hollywood-Happy-End-Erleuchtungs-Version. Es gibt zwar durchaus beglückende und über alle Beschreibungen sprengende Erleuchtungserfahrungen (im Zen: Satori), also Einsichten, die über das kleine Ich hinausgehen und uns absolut befreiende Erfahrung machen lassen, aber sehr, sehr selten gibt es eben das, was man als "'vollkommene Erleuchtung'" bezeichnet: Dieser Zustand, der dann voll und ganz so bleibt ' trotz irdischen Daseins. Jack Kornfield meint sogar, dass es seiner Meinung nach zur Zeit im Westen keinen einzigen Menschen gibt, der über diese "vollkommene Erleuchtung" 'verfügt'.

Kornfield hat mit vielen Lehrern, Heiligen, Zen-Meistern, Nonnen und Mönchen gesprochen 'und lässt diese auch in sehr ausführlichen und teilweise seitenlangen Zitaten zu Wort kommen. Alle bestätigen sie diese Erkenntnis: '"Erleuchtung"' ist nichts, was geschieht und dann so bleibt. Es handelt sich bei ihr zwar um ein absolut tiefgreifendes Erlebnis, das unsere Sicht des Lebens ganz grundlegend verändert, aber dieser Zustand ist damit eben nicht ein für allemal '"da'". Es mag sicher die eine oder andere seltene Ausnahme geben, aber in aller Regel benötigt es weitere Praxis, um diesen Zustand zu stabilisieren und in auch in den Alltag zu bringen. Also das, was man als '"die Praxis leben"' bezeichnet.

Das ist für mich der wesentliche Kern dieses Buches: Wir alle können diese Erfahrungen durch geduldiges Üben und durch Hingabe machen, aber wir dürfen nicht der irrigen Meinung verfallen, dies wäre es dann. Es geht immer weiter. Es gibt nichts festzuhalten ' nicht einmal Erleuchtung.

Jack Kornfield hat in meinen Augen eines der wenigen Bücher geschrieben, in denen das so klar zum Ausdruck kommt. Er hat es nicht nötig, in seinem Buch auf eine Weise über "Erleuchtung" zu schreiben, die uns glauben machen soll, dass wir es hier mit einem '"vollkommenen Erleuchteten" ' oder gar Heiligen zu tun hätten. Er bleibt ganz Mensch.

Das zeigt vielleicht gerade einen wahren erleuchteten Geist. Wenn er wirklich nichts mehr nötig hat. Nicht einmal die Prahlerei mit Erleuchtung.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.

PS: Vorsicht, es handelt sich um dasselbe Buch, das 2001 bereits unter dem Titel "Das Tor des Erwachens" im Kösel-Verlag erschien! (Vergleichen Sie die Buchcovers.) Es handelt sich hier also nicht um ein neues Buch von Jack Kornfield, sondern viel mehr um eine Art Reprint - worauf vom Verlag eigentlich hingewiesen werden müsste!
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58 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jack Kornfield, 16. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
Dies ist ein weiteres, sehr lesenswertes Buch von Jack Kornfield. Ich kaufte es mit
Vorbehalt, da ich trotz regelmäßiger eigener Meditationspraxis noch noch lange
nicht einmal vor der Erleuchtung stehe, geschweige denn danach. Als ich das Buch
dann bekam, war ich angenehm überrascht, denn es räumt mit vielen falschen Vorstellungen auf, die sich unerleuchtete Wesen von dem Zustand der Erleuchtung machen
bzw. dem Weg dahin. Und es macht Mut, denn es rückt das Ziel, das Meditierende anvi-
sieren, in erkennbare Nähe, indem es den Zustand der Erleuchtung in Frage stellt und
die Priorität eher in erleuchtetem Handeln sieht. Sehr empfehlenswert für all die
Menschen, die sich mit Achtsamkeitsmeditation beschäftigen oder sich grundsätzlich
für Meditation als Entwicklungsweg der Persönlichkeit interessieren und nach einem
Zustand des Glücks suchen, unabhängig von den Lebensbedingungen, uner denen man lebt.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bodenständig, 18. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
Der Buddhist und Psychologe Jack Kornfield hat mit "Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen" ein sehr bodenständiges Buch geschrieben. Kornfield führt viele Erfahrungsberichte von Mönchen und Meistern an, die allesamt deutlich machen, dass Erleuchtung kein immerwährender glückseeliger Zustand ist. Vielmehr kann es auch nach einem Erwachen zu Abstürzen und Verfehlungen kommen.

Jack Kornfield weist in diesem Zusammenhang auf die Theravada-Tradition hin, die den Erleuchtungsprozess in vier Phasen gliedert. Demnach ist das Durchschauen der Illusion des Ich nur das erste Erwachen. Eine vollkommene Erleuchtung ist laut Kornfield äußerst selten. Vor diesem Hintergrund wird auch das auf Seite 160 zitierte Koan "Warum fällt auch ein wirklich erleuchteter Mensch in einen Brunnen?" klar. Ein Zen-Meister meint: "Jede große spirituelle Erfahrung muss danach verarbeitet werden, und das ist nicht immer leicht."

Aufschlussreich ist auch Kornfields Hinweis, dass man in einem Bereich weit fortgeschritten sein kann, in einem anderen aber noch hinterher hinkt. So wie ein Intellektueller unter Gefühlskälte leiden könne, wäre auch ein Meditationsmeister etwa vor zwischenmenschlichen Problemen nicht gefeit. Fazit: Jack Kornfield rückt in diesem dicken Taschenbuch gründlich idealistische Vorstellungen zurecht, ohne dabei Menschen auf dem spirituellen Weg zu entmutigen.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Standards für spirituelle Lehrer, 25. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
Ich stimme den Vorrezensenten und -rezensentinnen weitestgehend zu und möchte nur einen Punkt ergänzen, der bisher unerwähnt blieb: Die irrige Annahme, dass Erleuchtung die gesamte Persönlichkeit dauerhaft transformiert, begünstigt auch problematische Lehrer-Schüler-Verhältnisse und den Missbrauch von spiritueller Autorität. Kornfield widmet ein Kapitel seines Buches diesem schmerzhaften Thema, und als ausgebildeter klinischer Psychologe verfügt er auch über das nötige theoretische Instrumentarium für die Analyse der Wechselwirkung zwischen mangelnder Bereitschaft zu kritischer Selbstreflexion bei erleuchteten Meistern einerseits und Idealisierungen seitens ihrer Schüler andererseits. Kornfield fasst dieses heiße Eisen mit Mut und Ehrlichkeit an, aber ohne Pauschalverurteilungen oder moralistische Überheblichkeit. Er formuliert Standards, eine Art Ehrenkodex der "spiritual correctness", und schlägt auch eine überkonfessionelle Anlaufstelle vor, an die sich Opfer oder Gefährdete von emotionalem, finanziellem oder sexuellem Missbrauch durch spirituelle Meister vertraulich wenden können. Kornfield hat damit das Eis gebrochen für weitere Debatten zu diesem Tabuthema. Zu den "Ernüchterern" zähle ich zum Beispiel Reine Leere: Erfahrungen eines respektlosen Zen-Schülers, weiters Die lautlose Revolution: Wie eine im Alltag gelebte Spiritualität uns und die Welt verändert und vor allem Schatten auf dem Pfad: Wie uns die Suche nach Erleuchtung hinters Licht fuhren kann. Wie Kornfield stellen auch diese Autoren den Wert einer spirituellen Praxis oder die Möglichkeit der Erleuchtung nicht in Frage, aber sie alle warnen vor falschen und unrealistischen Erwartungen.

Dieser Aspekt ist, wie gesagt, nicht das Hauptthema des Buches, meine Rezension ist hier lediglich als eine ergänzende Anmerkung gedacht.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch "Meister" sind nur Menschen..., 28. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
Jack Kornfield hat hier etwas zu sagen gewagt, das heilsam ist und dringend gesagt werden muss: dass nämlich auch spirituelle Meister aller Richtungen im Alltag Menschen mit Fehlern und Macken sind. Dass Erleuchtung also kein Dauerzustand ist, sondern rasch vergeht und dem Alltag Platz macht, in dem sich das Erfahrene bewähren muss - was aber nicht immer vollkommen klappt, auch nicht bei Erleuchteten. Kornfield hat über 100 spirituelle Lehrer verschiedenster Religionen und Schulen befragt. Übereinstimmend beichteten sie (meist anonym), dass auch sie - trotz tiefer Erleuchtungserlebnisse - nicht frei von Wut, Neurosen, Depressionen, Ungerechtigkeiten oder Fehlurteilen sind. Das ist sehr sympathisch.

Kornfield betont auch, wie gefährlich daher die blinde Verehrung spiritueller Lehrer sein kann, wenn man seine Kritikfähigkeit ausschaltet und sich ein überhöhtes Bild von ihnen schafft. Wie falsch es aber auch von den Meistern ist, sich gegenüber ihren Schüler als vollkommen und als von menschlichen Lastern und Fehlern frei darzustellen. Umso enttäuschter sind die Schüler, wenn sie doch (zwangsläufig) menschliche Schwächen am Lehrer entdecken. Oder wenn sie auch nach Jahrzehnten des eigenen Praktizierens nicht solche Vollkommenheit erreichen, wie sie glauben, erreichen zu müssen.

Kornfield, selbst buddhistischer Lehrer und gelernter Psychologe, sollte aber noch einen Schritt weitergehen, und den Begriff "Meister" ganz in Frage stellen. Wir sind nicht hier als "Meister". Sondern wir sind alle Schüler, wenn auch auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Auch die erleuchteten "Meister" sind Lernende, die noch weiter lernen und den Weg weiter gehen müssen. Besser wäre also der Begriff Lehrer: Menschen, die schon weiter sind als andere und diesen daher helfen können.

Kornfield zeigt am Beispiel einiger bekannter "Meister" (z. B. Krishnamurti), wie die Selbstüberschätzung und das Selbstbild vom "Meister" verhindert, sich selbst weiterhin aufrichtig anzuschauen und weiterzulernen - und dann schädliche Früchte trägt. Wer den ganzen Tag von hingebungsvollen Schülern umschwärmt, umschmeichelt, bewundert wird, läuft Gefahr, den Blick für seine Schattenseiten zu verlieren.

Es ist ein im besten Sinne erleuchtendes, weil erhellendes und ehrliches Buch. Es zeigt - manchmal humorvoll - wie schwer es ist, auch dann noch erleuchtet zu sein, wenn man Krach mit einem anderen Meister hat, oder man von seinen Schülern als unfehlbar dastehen möchte, obwohl gerade die eigene Ehe den Bach heruntergeht oder der pubertierende Sohn einen verbal angreift und (nachdem man ausgerastet ist) höhnisch fragt: "Na? Siehst du, wie verhaftet du noch bist?!"
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein realistisches buch über spiritualität, 12. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
jack kornfield zählt zu den bekanntesten meditationslehrern amerikas. er ist nicht nur ein kenner des buddhismus, sondern weiß auch um die westliche psychologie und ist wie kein anderer in der lage, diese beiden seiten miteinander zu verbinden. in seinem buch zeigt er auf, dass eine spirituelle erfahrung zwar schön ist, dass diese aber integriert gehört in den alltag und der alltag selbst eigentlich die spirituelle praxis ist. ein hervorragendes buch.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein schönes, gutes Buch, 10. September 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
Nach der Erleuchtung Wäsche waschen +Kartoffeln schälen...und weiterleben mit Höhen und Tiefen, aber doch ein bißchen anders, als vorher.
Die Stolper-Fallen nach der "Erleuchtung" mit Humor und viel Mitgefühl gesammelt, als Trost, zur Warnung und vor allem zur Inspiration, für all jene, die auf dem Weg sind.
Keine großartigen Versprechungen, sondern ganz normaler all-täglicher Wahn-sinn für den spirituell orientierten Zeitgenossen...wie ungemein beruhigend und manchmal auch richtig witzig.
Das ist gut und leicht zu lesen. Es macht Spaß und Lust weiterzuüben mit Meditation, Achtsamkeit und Liebe.
Danke Jack Kornfield.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die eigentliche arbeit beginnt erst nach der erleuchtung, 4. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
ein hervorragendes Buch! Jack Kornfield verdeutlicht auf eindrückliche Weise, wie der spirituelle Weg aussieht. Er hat viele spirituelle Lehrer interviewt und diese Eindrücke verdeutlichen, dass der spirituelle Weg oft ganz anders verläuft, als wir uns vorstellen - und das Alltag und Spiritualität untrennbar miteinander verbunden sind.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spiritualitaet und der Wahnsinn des Alltags, 18. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
Jack Kornfield's Buecher haben mich mein Leben lang begleitet und waren mir immer wieder Inspiration. Jack Kornfield ist den Weg der Meditation, insbesondere des Vipassana, sein Leben lang selbst gegangen und schreibt aus tiefer, persoenlicher Erfahrung.

Ein Thema, das in seinen Schriften immer wieder auftaucht, ist seine Erfahrung, dass tiefe spirituelle Erfahrung nicht die Antwort auf alle Probleme des Alltages sind. Er beschreibt wie er aus Indien zurueckkehrte und wie sein Seelenfrieden den "Wahnsinn des Alltages" nicht wirklich ueberlebte. Wie ein meditatives Leben sich letztlich im Alltag bewaehren muss und dass der Mensch ganzheitlich wachsen muss. Und das schliesst eben auch den ganz profanen Alltag mit ein, der auch dazu da ist, und etwas zu lehren. Kornfield macht uns bewusst, dass es keine spirituellen Abkuerzungen gibt mit der wir aus der Alltagswelt fliehen koennten. Nach der Erleuchtung muss man eben auch noch die Waesche waschen, den Muell runtertragen und sich mit seinem Chef oder schwierigen Kollegen herumschlagen.

Kornfield adressiert auch die Tatsache, dass Menschen auf spirituellen Wegen vielen Enttaeuschungen begegnen, Missbrauch von Geld, Macht und Sexualitaet gibt es sowohl in kirchlichen wie buddhistischen Gruppen, und diskutiert dies einfach fantastisch. Er macht darauf aufmerksam, dass der berechtigte Schock auf tieferliegende Probleme im Menschsein verweist -- Enttaeuschungen als unerwuenschte Einladungen in die Komplexitaet der menschlichen Wirklichkeit. Menschen, die lang noch keine Heiligen oder Buddhas sind.

Ich habe nicht die ganze deutsche Uebersetzung verglichen, allerdings fand ich einen Abschnitt, der im englischen Original mir wirklich eine grosse Einsicht gegeben hatte, im Deutschen nicht wirklich gut uebersetzt. Das mag aber nur dieser Absatz gewesen sein und die Tatsache, dass dieser mich im Englischen sehr beruehrt hatte.

ebenfalls sehr empfehlenswert und im selben Stil "frag den Buddha und geh den Weg des Herzens" sowie "das weise Herz"
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz Mensch sein, 13. Juni 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen: Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert (Taschenbuch)
Oft meinen wir, das Erleuchtung ein einmaliges, selig machendes Ereignis ist, das uns für alle Ewigkeit in den Himmel hebt. Ich denke, so ist es nicht und Jack Kornfield macht es deutlich: nach der Erfahrung ist es die Aufgabe und Herausforderung, das Erfahrene in den ganz normalen und banalen Alltag zu integrieren.
Was ist denn die Erleuchtungserfahrung? Es ist die Erfahrung der Einheit alles Seienden, es ist die Erfahrung der Auflösung des egoistischen Ichs, es ist die Erfahrung, dass "Gott", das Leben, das Sein, alldurchdringend, allgegenwärtig und ein Einziges ist.
Auch wenn die Seligkeit dieser Erfahrung nicht bleiben kann, so wird sie doch das Leben beeinflussen, man vergisst sie nicht. Und man wird die Schwierigkeiten, Probleme und Herausforderungen des täglichen Lebens anders angehen können.
Ich bin sicher, dass es Menschen gegeben hat, die im Einheitsbewusstsein bleiben konnten, wie Jesus oder Buddha, aber normalerweise ist "Erleuchtung" ein Weg in Stufen. Eine wesentliche Erfahrung soll das Leben, mein Leben als Mensch erleuchten und hell machen und wird, richtig verstanden, zum Wegweiser, zum Führer in eine weitere, neue und tiefere Erleuchtungserfahrung sein.
Jack Kornfield zeigt in seinem Buch auf, dass wir auf diesem Weg ganz und heil werden können, indem wir ganz Mensch sind. Und ich glaube, das genau ist der Sinn unseres Daseins.
Ein wunderbares Buch, das mit einigen Missverständnissen aufräumt!
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