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Die Upanischaden: Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran
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87 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. März 2010
Arthur Schopenhauer bezeichnete die Upanishaden als die lohnendste und erhebendste Lektüre, die auf der Welt möglich ist." Es sind die Quellentexte der indischen Weisheit, in denen die Frage nach Gott und der Bestimmung des Menschen in einer wunderschönen Sprache und Klarheit beantwortet wird. Das Sanskritwort "Upanishad" bedeutet: "zu den Füßen des Meisters sitzen" und die Worte der Heiligen Schriften zu hören (Sanskrit: "shruti"). Die Texte entstanden zwischen 700 und 200 vor Christus. Die Grundaussage aller Texte ist die Einheit von Brahman, dem göttlichen Urgrund, mit Atman, dem Geist des Individuums, wodurch man ein Jivanmukta, ein zu Lebzeiten befreiter Mensch wird. Dies entspricht genau dem Galaterbrief 5, 1 aus dem Neuen Testament: "Zur Freiheit hat Euch Christus befreit!" Sri Eknath Easwaran, mit dem ich mich persönlich sehr eng verbunden fühle, war ein spiritueller Meister & Mystiker, von dessen Qualität es im 20. Jahrhundert nur sehr wenige gab. Der englische Benediktinermönch Bede Griffiths (1906 - 1993) zählte dazu. Eknath Easwaran, der als Hindu in Kerala ein Jesuitenkolleg besucht hatte, war außerordentlich sprachbegabt. Er war bereits 75 Jahre alt, als er die Übersetzung der Upanishads" vollendet hatte. Das ist eine Lebensaufgabe, die einen großen Prozess innerer Reife voraussetzt. Wer dieses 420-seitige Buch mit dem Herzen liest, wird verwandelt.
"In der Brahmanstadt ist ein verschwiegener Wohnsitz, der Lotos des Herzens. Im Innern dieser Wohnung ist ein Raum, und dieser Raum birgt die Erfüllung unserer Begehren in sich. Das, was dieser Raum in sich birgt, sollte man ersehnen und realisieren. So groß wie der weit draußen liegende und unendliche Raum ist der Raum drinnen im Lotos des Herzens. Sowohl der Himmel als auch die Erde sind in diesem Innen-Raum enthalten, und gleichermaßen das Feuer und die Luft, die Sonne und der Mond, der Blitz und die Sterne. Ob wir, auf dieser Welt, ihn kennen oder ihn nicht kennen - alles ist in diesem Innen-Raum enthalten. Befürchte nie, dass das Alter in diese Stadt vordringen wird; befürchte nie, dass dieser innere Schatz aller Wirklichkeit dahinschwinden und verfallen wird. Dieser kennt kein Altern, wenn der Körper altert. Dieser kennt kein Sterben, wenn der Körper stirbt. Das ist die wirkliche Brahmanstadt. Das ist das Selbst, frei von Alter, von Tod und Betrübnis, Hunger und Durst. Im Selbst werden alle Begehren erfüllt. Das Selbst begehrt nur, was wirklich ist, denkt nur, was wahr ist." (Chandogya-Upanishad, Seite 258).
Dieses großartige Werk wurde von Dr. Peter Kobbe meisterhaft in die deutsche Sprache übersetzt.

Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Februar 2013
Dieses Buch ist eine Neuübersetzung des alten spirituellen Textes durch den grossen Eknath Easran, die er auch sehr schön kommentiert. Im Gegensatz zur fast 100 Jahre alten Hillebrandt-Übersetzung (publiziert erstmals 1921), ist die Übersetzung von Easwaran moderner, und für uns Nicht-Hindus, auch viel verständlicher. Auch die mir persönlich sehr wichtige Lehre von Brahman, dem All-Einen, und der Zusammenhang von Brahman und Atman (der individuellen Seele) wird sehr fein herausgearbeitet und kurz, aber erhellend kommentiert. Eine gutes Buch, das jetzt immer griffbereit in meiner Handbibliothek hier an meinem Arbeitsplatz steht.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2011
... von dem, was in den Beschreibungen versprochen wird.
Die Reihenfolge von A - Einleitungstext, B - Upanishade, C - Fußnoten als Folgetext ist etwas gewöhnungsbedürftig, mitten drin würden die Fußnoten jedoch das Lesen wesentlich mehr erschweren.
Es scheint auch so, dass durch geschicktes Weglassen die Texte gut verdichtet wurden. Das mag manchen Originaltextschwelger stören, ist auch sehr versachlichend, für mich jedoch so gerade gut, denn das wollte ich haben.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2012
Man merkt sofort, dass Easwaran ursprünglich mal Englische Literatur studiert hat: die Übersetzung ist sprachlich wundervoll!
Die Kommentare zeigen, wie tief das alte Wissen der Upanishaden durchdacht und integriert wurde.
Dazu laden die Texte nun auch uns LeserInnen ein!
Sehr inspirierend ist auch das umfängliche Nachwort von Michael Nagler.
Insgesamt unbedingt empfehlenswert, um eine Einführung in das Gedankengut der Upanishaden zu erhalten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2014
Sri Eknath Easwaran wurde 1910 in Kerala in Südindien geboren. Nach einem Studium der Englischen Literatur wurde er Professor in Nagpur/Zentralindien. 1959 kam er als Universitätslehrer nach Kalifornien. Dort wurde er bald als Buchautor, Übersetzer, als spiritueller Lehrer und vor allem als Meditationslehrer bekannt. 1961 gründete er das Blue Mountain Center of Meditation. Während er als Lehrer kleine Gruppen und den unmittelbaren Kontakt mit seinen Zuhörern bevorzugte, erreichten seine mehr als zwei Dutzend Buchveröffentlichungen weltweit ein riesiges Publikum. Er starb 1999.

Ihre ältesten Texte werden auf ca. 4000 Jahre geschätzt. Die Upanischaden sind an die Veden angehängt. Sie gehören zu den Veden, sind aber ganz eigenständig und in sich geschlossen. Während sich der grösste Teil der Veden mit den Hymnen und philosophischen Ritualauslegungen ins Äußere der Wahrnehmungswelt richtet, blicken die Upanischaden nach innen.

Nach Massgabe von Shankara, einem überragenden, indischen Mystiker des achten Jahrhunderts, gelten zehn als die Hauptupanischaden. Diese sind es, die
im Buch dargeboten werden.
Zusätzlich wurde noch eine weitere von gleicher Bedeutsamkeit und Schönheit, die Shvetashvatara Upanischad, dazugenommen. Auch fügte der Autor vier der so genannten Yoga-Upanischaden hinzu, um spätere Traditionen zu repräsentieren.

Upanischad bedeutet “sich nahe hinsetzen.“ In einer geheimen, spirituellen Unterweisung zu Füssen eines erleuchteten Lehrers sitzen. Die Upanischaden zeichnen solche Sitzungen auf. Jede einzelne ist eine ekstatische Momentaufnahme transzendenter Wirklichkeit. Trotz ihres philosophischen Wertes, sind die Upanischaden keine Philosophie. Sie sind Darshana, etwas Geschautes.

Aldous Huxley schrieb: „Alle Wissenschaft besteht in der Reduzierung von Mannigfaltigkeiten auf Einheiten. Nichts ist für das indische Denken kennzeichnender. Während das restliche, vedische Indien die natürliche Welt studierte, wie andere wissenschaftlich frühreife Zivilisationen, nahm die Waldzivilisation der Upanischaden eine in der Wissenschaftsgeschichte beispiellose Wendung. Sie konzentrierte sich auf das Medium des Erkennens, Wissens, den Geist.
Die Weisen begannen eine einzigartig intensive Beschäftigung mit Bewusstseinszuständen. Sie fanden heraus, dass sie Schichten des Geistes separieren und seine Funktionsweisen so objektiv beobachten konnten, wie ein Botaniker eine Blüte beobachtet. Die Erforschung des Bewusstseins nannten sie Brahma-Vidya, was sowohl "die höchste Wissenschaft" als auch "die Wissenschaft vom Höchsten“ bedeutet.

Die Weisen lernten, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten, auf sie selbst, durch eine Disziplin, welche die Upanischaden Nididhyasana nennen: Meditation. Indem sie zu den tiefsten Tiefen des Bewusstseins vordrangen, erlangten sie Samadhi, Erwachen, in vollständiger Vertiefung. Ein Zustand des Freiseins von aller Konditionierung und den Begrenzungen durch Raum und Zeit. Wenn jede Spur von Individualität entfernt ist, entsteht reines Gewahrsein. Wenn das Selbst eins wird mit Brahman, der Weltseele, so löscht man das Gefühl der Trennung aus und geht auf in Brahman.

Die Lektüre der Upanischaden ist so tiefgründig und inspirierend, dass ihre Wirkung auf den Leser für immer nachhallen kann. Die Upanischaden zu lesen ist kein Projekt, das man einfach abschliesst. Es ist eher ein Lebensprojekt. Ihr Fundus ist so reich und breit, spricht alle bedeutenden spirituellen Themen der Menschheit an.
Wer mehr über die spirituelle Identität und Kultur Indiens erfahren möchte, verstehen will, welchen Rang indische Weise inne haben, woraus sich der Buddhismus entwickelt hat, was die Upanischaden für Gandhi bedeuteten, sollte dieses Buch lesen. Die Upanischaden sind ein sehr bedeutendes Schriftwerk. Ein riesengrosser Schatz der Menschheit. Das vielleicht allergrösste Geschenk aus ihr an die Menschheit ist die Meditation.

Fazit: Ich habe sie gerade ausgelesen. Doch das Gefühl ist da, dass dies erst der Anfang ist. Die Upanischaden sind so vielschichtig, tiefgründig, inspirierend, dass sie wohl für ein ganzes Leben reichen. Sie erinnern mich an einen Spruch, der sogar aus ihnen stammt: "Entnimmt man der Fülle die Fülle, ist da immer noch Fülle." Sie sind Poesie und mystische Wahrheit in einmaliger, verdichteter Schönheit.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Juli 2013
Um das Leben besser verstehen zu können bedarf es nur wenige Bücher und dies ist Eines davon.
An Prosa kaum zu überbietende Texte, feinste Lyrik und Weisheit.
Pflichtlektüre für Jene, die ihr "Selbst" suchen.
Wunderschönes Buch
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Dezember 2013
Ein interessantes Buch mit zahlreichen aufschlussreichen Erklärungen.
Die Zusammenhänge werden mit viel Liebe zum Detail erläutert. Die Bücher von Eknath Easwaran, z.B. Bhagavad Gita, sind in einer gut verständlichen Sprache geschrieben, die es leicht macht, den tieferen Sinn zu verstehen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Januar 2013
viele fragen des lebens werden in dieser lektüre direkt und indirekt beantwortet. absolut empfehlenswert!!!!
sehr inspirierend und auf eine gewisse art erleuchtend!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. August 2014
Die Upanischaden sind nicht nur ein religiöses, sondern auch ein philosophisches Buch. Die wichtigsten Upanischaden wurden für dieses Buch zusammengestellt, und der Autor versteht es, die Upanishaden so zu erläutern, dass es nicht nur für einen Religionswissenschaftler von Interesse ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. März 2015
Wunderbar erklärt und erzählt, eröffnet einem dieses Buch die Welt der Upanischaden - sehr berührend, inspirierend, auch wenn man kein Fan von philosophischer oder Glaubens-Literatur ist.
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