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81 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen faszinierend und düster!
Also zuerst möchte ich sagen, dass ich rein zufällig auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Ich war im Buchgeschäft auf der Suche nach neuem Lesestoff und da ist mir dieses Cover aufgefallen, was mir sehr gefallen hat. Ohne großartig zu überlegen hab ich es einfach gekauft. "Wird schon ganz nett sein" dachte ich mir...
Was für eine...
Veröffentlicht am 4. September 2010 von Amira M.

versus
65 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht nur ein schlechtes, sondern sogar ein gefährliches Buch
Das Wort "gefährlich" bezieht sich hierbei auf die junge und leicht beeinflussbare Zielgruppe, und ich möchte auch gleich dem Argument "Das ist doch nur ein Buch!" vorbeugen: Das Phänomen "Rape Culture" findet man derzeit in viel zu vielen Büchern für junge Mädchen von zwölf bis 16 Jahren, es ist also nicht nur dieses eine, es sind...
Veröffentlicht am 17. Januar 2012 von Saku


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81 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen faszinierend und düster!, 4. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Also zuerst möchte ich sagen, dass ich rein zufällig auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Ich war im Buchgeschäft auf der Suche nach neuem Lesestoff und da ist mir dieses Cover aufgefallen, was mir sehr gefallen hat. Ohne großartig zu überlegen hab ich es einfach gekauft. "Wird schon ganz nett sein" dachte ich mir...
Was für eine Untertreibung :-) Ich habe es in zwei Tagen fertig gelesen und habe mittlerweile wieder von vorne angefangen. Das ist mir noch bei keinem anderen Buch passiert und ich habe viele!

Die Geschichte ist nicht wirklich neu, trotzdem hat es mich, schon aufgrund des Schreibstils der Autorin, begeistert. Sie schafft es sehr gut die Atmosphäre des Buches zu beschreiben, so das man denkt, man wäre selbst dabei. Ich rate euch, lest dieses Buch wenn es draußen Nacht ist und es regnet und gewittert, das macht es noch dramatischer :-) Die Charaktere finde ich sehr interessant, da ist eigentlich fast alles dabei: Die unscheinbare Nora, die eine dunkle Vergangenheit hat, von der sie selbst nichts ahnt, ihre beste Freundin Vee, die mich zwar manchmal etwas genervt hat, aber immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, Elliot und Jules, wo nichts so ist wie es scheint und Patch...ja, was soll ich zu Patch sagen?! :-) Er ist weiß Gott kein glatter Traummann, den man mal seinen Eltern vorstellt. Im Gegenteil! Dieser Sorte Mann möchte man eigentlich nicht nachts alleine begegnen. Aber trotzdem legt man es darauf an sich zu verbrennen! Ja, man bittet darum :-D

Was ich noch unbedingt loswerden möchte, ist dieser Twilightvergleich!
Es ist nicht zu bestreiten, dass es einige Parallelen zwischen Nora/Patch und Bella/Edward gibt, wie z.B. dass sich beide Paare im Bio-Unterricht kennenlernen. Trotzdem würde ich mich hüten, dieses Buch als Twilight-Kopie abzustempeln! "Engel der Nacht" ist soviel dunkler und spannender. Man denkt, man weiß wer der Böse ist, aber es ist alles viel komplizierter. Eine glatte Trennung zwischen Gut und Böse gibt es hier nicht. Auch die Beziehung zwischen Nora und Patch ist viel intensiver. Es gibt ein paar Szenen, wo man rote Ohren bekommt :-)
Auch wenn viele dafür wären, ich hoffe inständig, dass Becca Fitzpatrick nicht den gleichen Fehler macht wie Stephenie Meyer und ihr Buch verfilmen lässt! Ich bin einfach kein Fan von Buchverfilmungen und bei diesem hier wäre es meiner Meinung nach fatal! Wenn es ein Buch gibt, das von der Phantasie im eigenen Kopf lebt, dann das hier!
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gemächlicher Auftakt., 11. Oktober 2010
Von 
MacBaylie (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Vor einem Jahr hat die 16 jährige Nora Grey ihren Vater verloren. Er wurde bei einem Überfall ermordet.
Mit ihrer Mutter, die jedoch berufsbedingt sehr viel unterwegs ist, bewohnt sie weiterhin das alte Farmhaus etwas außerhalb der Stadt.
Als eines Tages ein neuer Schüler in ihrer Schule auftaucht, weiß sie sofort, dieser Junge ist etwas Besonderes. Nur die Richtung ist ihr noch nicht klar. Ist die Faszination, die Patch auf sie ausübt gut für sie, oder ist es genau das Gegenteil und sie sollte sich lieber fernhalten von ihm. Seltsame Geschehnisse die sich seit seinem Auftauchen die Klinke in die Hand zu geben scheinen, lassen ihre Unsicherheit nicht gerade geringer werden.

Bei diesem Buch tue ich mich zugegebenermaßen etwas schwer, eine aussagekräftige Bewertung abzugeben. Ich habe die Geschichte nicht als wirklich berauschend oder super fesselnd wahrgenommen, aber eben auch nicht als schlecht. Vielleicht spukt Patch noch in meinem Kopf herum und verwirrt mich genauso, wie er Nora verwirrt hat.
Meiner Meinung nach ist Patch auch die am besten gezeichnete Figur in diesem Roman. Er wirkt geheimnisvoll, unnahbar, sehr attraktiv, und seine Art ist einfach anziehend und reizvoll. Nora hingegen erscheint ein bisschen blass, während ihre Freundin Vee beinahe schon etwas nervig rüberkommt - mir ein wenig zu amerikanisch.
Die Geschichte beginnt äußerst gemächlich. Nachdem man sich recht früh damit angefreundet hat, dass zwischen Nora und Patch irgendetwas geheimnisvolles im Busch ist, vergeht über die Hälfte des Buches mit mehr oder weniger belanglosem Geplänkel. Erst im letzten Drittel beginnt die Story richtig Fahrt aufzunehmen und lässt einen am Schluss, trotz vieler Aufklärungen, mit mehreren offenen Fragen zurück, deren Beantwortung man sich dann wahrscheinlich im nächsten Teil erhoffen kann.
Nichts desto Trotz hat mir die Geschichte um Patch und Nora gut gefallen, wenngleich es auch einige komische Stellen im Buch gab. Manche Dialoge wirkten absolut hölzern und konstruiert. Bei einigen Dialogen, und auch an anderen Stellen, hatte ich den Eindruck, dass gnadenlos gekürzt und rausgestrichen wurden, es wirkte abgehackt - mir fehlte da so einiges.

Alles in Allem aber ein lesenswertes Jugendbuch (vorzugsweise für Mädchen), das Lust auf den nächsten Teil macht, der dann wahrscheinlich mit weniger Einführungssequenzen auskommen wird und somit von Anfang an mehr Spannung innehaben dürfte.
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65 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht nur ein schlechtes, sondern sogar ein gefährliches Buch, 17. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Das Wort "gefährlich" bezieht sich hierbei auf die junge und leicht beeinflussbare Zielgruppe, und ich möchte auch gleich dem Argument "Das ist doch nur ein Buch!" vorbeugen: Das Phänomen "Rape Culture" findet man derzeit in viel zu vielen Büchern für junge Mädchen von zwölf bis 16 Jahren, es ist also nicht nur dieses eine, es sind Dutzende, angefangen bei den Bis(s)-Büchern, die nicht wie Pornografie im stillen Kämmerlein und mit dem Wissen gelesen werden, dass man hier etwas vor sich hat, das nicht "richtig" ist, sondern die Bestsellerlisten anführen und von den jungen Fans gefeiert und verehrt werden. Das, was wir lesen - besonders, wenn wir es in großen Mengen lesen und ohne dass uns jemand sagt, dass Geschichten der einen oder anderen Art moralische oder einfach qualitative Makel aufweisen - prägt uns. Man nennt das "Kultur". Leute, die jetzt immer noch behaupten, Engel der Nacht sei "ja nur ein Buch" und habe daher trotz seiner negativen Inhalte keinen Einfluss auf seine heranwachsenden und leicht zu beeindruckenden Leserinnen, werde ich auslachen. So.

Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll, wenn es darum geht, all die schlechten Eigenschaften des Buchs aufzulisten, fangen wir also mit den guten an: Der Schreibstil ist flüssig, die Sprache, obwohl sie so ihre seltsamen Momente hat, simpel, aber nicht naiv. Außerdem ist das Cover (besonders das schwarzweiße der Originalausgabe) wunderschön, dynamisch und wild. Das ist aber auch schon alles, was ich Becca Fitzpatrick hier zugute halten kann, und das Cover geht nicht einmal auf ihr Konto.

Also weiter mit den negativen Dingen. Zunächst einmal liest sich "Engel der Nacht" wie eine Fanfiction zu Twilight, inklusive Geschäkere im Bio-Unterricht, Google-Suche nach der Spezies des Helden und Eltern, die dem einen Zweck zu dienen scheinen, dass die Heldin nicht vom Jugendamt abgeholt wird. Ein Schuss mehr Originalität hätte dem Buch sicher keinen Schaden getan.
Auch Nora, unsere "Heldin", besitzt ähnlich wenig Rückgrat wie Bella. Kaum, dass sie drauf und dran ist, etwas von sich aus zu tun, betritt Patch die Szene und scheint ihr das Hirn zu rauben. Manchmal handelt Nora so dumm, dass ich mich unweigerlich fragen musste, welches Mädchen sich denn mit diesem Hirni identifizieren wollen würde. Sie findet eine mit einer verdächtigen roten Flüssigkeit befleckte Fackel in Patchs Wagen, er erzählt ihr, das sei nur Farbe - und sie glaubt es einfach? Wirklich?
Alle Frauen in diesem Buch, Nora selbst miteingeschlossen, scheinen immer nur an Männer und insbesondere an Sex zu denken. Ich bin kein Enthaltsamkeitsprediger, aber ich finde, dass auch das keine gute Botschaft ist, die man sexuell und romantisch unerfahrenen Mädchen auf den Weg geben sollte. Besonders Noras nervige Freundin Vee heult ständig herum, dass noch niemand sie flach gelegt hat (Denn dicke Mädchen sind, wie wir wissen, allesamt hässlich - außerdem denken sie, wie wir auch alle wissen und wie Vee uns in ihren nicht-sexuellen Momenten schön beweist, immer nur ans Essen.[/sarkasmus] Eh, hallo? Welche Botschaft soll das unsicheren, übergewichtigen jungen Frauen auf den Weg geben?).

Die Besessenheit von Sex ist auch ein super Ausgangspunkt unseres Helden mit dem Hundenamen, Patch. Ich hätte ein recht farbiges Vokabular, um Patch zu beschreiben, aber amazon.de erlaubt in seinen Rezensionen keine Vulgärsprache, daher beschreibe ich es so: Protagonisten, die der Heldin hinterher stalken, sie bedrohen und emotional missbrauchen, hat das Genre der paranormalen Romanze seit Twilight genug. Wir haben Twilights Edward, Elfenkuss' Tamani, Flüsterndes Golds Ian, Engelsnachts Daniel, Evermores Damen und viele mehr. Patch nimmt all diese gruseligen, bösartigen "Helden", schnäuzt sich kräftig in sie, knüllt sie zusammen und wirft sie mit viel Schwung aus einem geschlossenen Fenster im zwanzigsten Stockwerk. Ich übertreibe nicht, er ist wirklich dermaßen schrecklich. Wäre er der Gegenspieler des Helden in einem Psychothriller gewesen, wäre er wirklich genial, aber als Held einer Romanze (die tatsächlich auch romantisch gemeint ist), ist er eine Katastrophe.

Patch dringt in Noras Leben ein. Patch denunziert Nora im Sexualkundeunterricht vor der ganzen Klasse, der Lehrer heißt das gut. Patch drängt sich Nora auf, obwohl sie sich vor ihm fürchtet und ihn los werden will. Patch zwingt Nora dazu, mit ihm in eine Achterbahn zu steigen, obwohl sie Höhenangst hat. Patch tut Nora physisch weh. Patch presst Nora gegen ein Bett und brüllt ihr die Drohung entgegen, sie zu töten.

Aber das ist alles okay, denn Patch ist heiß und sexy und riecht gut!

Um es klar zu stellen: Ich bin keine von denen, die behaupten, das Spielen von Counter Strike mache Leute zu Amokläufern und das Lesen von Harry Potter zu Satanisten, aber Zauberei existiert in der echten Welt nicht und ein Normalsterblicher hat keinen Zugang zu Sturmgewehren - gewalttätige, missbräuchliche Männer, die krankhafte Beziehungen zu schwachen oder naiven Frauen führen, Stalker und Vergewaltiger existieren sehr wohl. Man sollte leicht zu beeindruckenden jugendlichen Mädchen nicht vermitteln, dass es völlig in Ordnung ist, von einem Mann verfolgt, genötigt und geschlagen zu werden, nur weil er gut aussieht.
Ich kann kaum glauben, dass eine erwachsene Frau, eine Lehrerin über 30, nicht nur eine solche Geschichte geschrieben hat, sondern sich dessen auch noch rühmt. Ich habe nichts gegen solche kranken Liebesgeschichten. Ich habe absolut nichts dagegen, über einen Psychopathen als Protagonisten zu lesen, auch nicht darüber, dass ihm naive junge Frauen auf den Leim gehen. Im Gegenteil kann ein gut geschriebenes Buch, das tief in die Psyche solcher Menschen eindringt, zutiefst interessant sein. Wogegen ich etwas habe, ist lediglich, dass eine solche Geschichte dann als nettes, romantisches Jugendbuch vermarktet und die Beziehung der Protagonisten als gesund und erstrebenswert gezeigt wird. Ein Charakter darf ruhig ein komplettes Monster sein - solange der Leserschaft, und insbesondere dann, wenn es wie in diesem Fall eine junge Leserschaft ist, nicht versichert wird, dass alles, was er tut, okay ist, weil er ja sooo schöne Augen hat.

Eigentlich müsste jeder Feministin, jedem Opfer sexueller Übergriffe und generell jedem, der beim Lesen kurz inne gehalten und nachgedacht hat, spätestens bei der Szene im Motel die Galle hoch kommen. Patch hat alles, absolut alles menschenmögliche (und gar über-menschenmögliche) getan, um Nora zu verstehen zu geben, dass er ein gefährlicher, gruseliger und gewalttätiger Mann ist, von dem man sich fern halten sollte, dass er sie töten will und dass sie ihn nie mehr los wird, egal, was sie tut, und doch ist unsere "Heldin" einfältig genug, ihm sofort zu verzeihen, ihm helfen zu wollen und sich in ungesundem Ausmaß zu ihm hingezogen zu fühlen. Das soll offenbar dadurch relativiert werden, dass uns versichert wird, wie schlau und welch gute Schülerin Nora doch ist, aber hier verletzt Frau Fitzpatrick eine der wichtigsten Regeln kreativen Schreibens: "Show, don't tell", zeigen, nicht erzählen. Nora tut exakt... gar nichts, das dem Leser wirklich beweisen würde, wie intelligent sie ist, im Gegenteil erschien sie mir durchschnittlich bis stellenweise strohdoof.

Auch ansonsten habe ich nicht viel Positives über das Buch zu sagen. Es hatte keinen echten Plot - stattdessen gab es, ähnlich wie in Twilight auch, eine Aneinanderreihung vage bedrohlicher oder spannender Momente, plumpen Aufbau einer "Romanze" und eine schnell angeklebte, rasch gelöste gefährliche Situation ganz am Ende. Es gibt keinen echten Feind in der Geschichte, weder in Form einer Person noch eines Hindernisses, dafür ist alles zu rasch gelöst. Die beiden Protagonisten sind erstaunlich flach. Ich kann mir keine Vorstellung davon machen, wer, wie oder was sie wären, hätten sie einander nicht getroffen. Nora ist eine gute Schülerin, die sich zu Patch hingezogen fühlt, Patch ist ein Bad Boy, so ausgeprägt und spannend wie eine Packung Waschpulver. Keine Persönlichkeit, keine echten Charakteristika. Ich fand sie sehr uninteressant. Dass ich Patch eher gruselig als anziehend fand, muss ich wohl nicht noch einmal betonen, und Nora kam mir zunehmend einfach nur dumm vor.
Was kann man da schon von den Nebencharakteren erwarten? Typen wie die nervige Vee, Dorothea, Julien, Marcie oder Elliot waren mir so egal, wie mir fiktive Charaktere nur sein können. Ich konnte sie stellenweise nur dadurch auseinander halten, dass sie unterschiedliche Vornamen trugen. Sie waren bloße Abziehbilder, die überhaupt nicht entwickelt waren und die größtenteils keine Rolle im Plot spielten. Schade fand ich auch, dass Frau Fitzpatrick es nicht geschafft hat, die Mythologie der Engel mehr in ihr Buch einzuweben - es müssen ja nicht die biblischen sein, eine eigene Interpretation, wenn entsprechend ausgeführt, hätte mich vollauf zufrieden gestimmt, aber theoretisch hätte Patch ebenso gut ein Vampir oder ein Elf oder ein Feuerwehrmann sein können, es hätte keinen großen Unterschied gemacht.

Wie schon gesagt, haben wir hier eine fantasielose Geschichte in unkreativer Ausführung vor uns, deren "Held" ein Krimineller ist, was allerdings von der Erzählerstimme vehement geleugnet wird. Klar, da ist immer noch die Ausrede: "Besser, die Teenager von heute lesen schlechte Bücher, als dass sie gar keine lesen." Ich finde nicht, dass Erzieher welcher Art auch immer glücklich darüber sein sollten, wenn junge Leute Bücher lesen, die sie selbst schrecklich finden oder die sie sogar für ungeeignet halten. Das impliziert die konservative Idee, dass Lesen an sich eine intellektuellere, schönere Beschäftigung ist, eine, auf die man stolzer sein kann, als z.B. Fernsehen oder Computerspiele spielen. Allerdings ist es immer besser, einen intelligenten Film zu gucken, als ein dummes Buch zu lesen. Und klar gibt es noch das Argument des Unterhaltungswertes, aber selbst, wenn sich ein Mädchen auf Paranormale Romanzen verbohrt hat, wogegen grundsätzlich ja gar nichts spricht, gibt es vor allem derzeit ein viel breiteres Angebot mit weniger ethisch minderwertigen Botschaften.
Ich finde, dass wir, egal ob Autoren, Verleger, Eltern, Lehrer oder was auch immer mehr können, als pubertierenden Mädchen, die wenig Lebenserfahrung haben, leicht zu beeindrucken und sexuell unerfahren oder gar unsicher sind, Bücher auszuhändigen, die ihnen sagen, dass man sich im zarten Alter von sechzehn, siebzehn Jahren von einem Mann alles gefallen lassen sollte, ihm nie widersprechen sollte, eine Obsession zu ihm entwickeln sollte, ihm alles vergeben sollte, wenn er nur gut aussieht.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlimmer geht's nicht, 8. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Der obigen Rezension von Saku ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Beim Hören des Buches musste ich mit ständigem Brechreiz kämpfen. Zum einen weil einfach nichts geschah und weil es so schlecht geschrieben ist, dass der Groschenroman am Bahnhofskiosk daneben wie Hochkultur wirkt. Die Figuren sind so blass, so dumm und eindimensional, dass man sich wünscht, endlich käme ein Monster und fräße sie alle auf, damit das Grauen ein Ende hat. Ein unerfüllter Wunsch. Stattdessen wird man Zeuge, wie sich die "Heldin" an- und wieder auszieht, erfährt, wer welche Klamotten trägt und muss in jedem zweiten Satz lesen, dass ihr wieder mal warm, heiß oder kalt wird.

Ich habe bei einigen amerikanischen Autorinnen das Gefühl, dass sie versuchen, sich aus ihrem öden Leben herauszuschreiben. Doch ihr Leben ist so öde wie ihre Fantasien, die sie zu Papier bringen. Und weil sie nicht wissen, worüber sie schreiben, bleiben auch die Charaktere und Situationen hohl. Höchstens dazu angetan, die Träume von Teenies zu bereichern, die noch unerfahrener und leerer als die Autorinnen sind. Und jene Mädchen, die dann auf die "dunklen Typen" stehen, landen bei mir auf der Couch und schildern ihren Lebensdramen. Denn dort, im echten Leben, gibt es kein Happy End, sondern Gewalt und Abhängigkeit.

Immerhin zeigt mir diese Erfahrung, dass ich in Zukunft bei den negativen Rezensionen zuerst lesen werde, bevor ich mir ein Buch zulege. Denn der Bewertunsstatus von "Engel der Nacht" macht deutlich, dass die schiere Masse von Lebensfremden ausreicht, um Schund wie dieses Buch nach oben zu bringen. Selbst ein Stern ist noch zu viel.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefallende Engel, 17. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Engel der Nacht von Becca Fitzpatrick

Auf der Homepage des Verlages "Page & Turner" konnte man die ersten 46 Seiten des Buches schon probe lesen. Diese ersten Seiten nahmen mich schon in den Bann & ich fieberte dem Erscheinungstermin entgegen.

Nora Gray ist der Hauptcharakter in diesem Buch. Nach den Sommerferien kommt ein neuer Schüler in ihre Bio-Klasse. Patch! Patch ist gut aussehend, geheimnisvoll, düster, unnahbar und niemand weiß so genau wo er herkommt. Er verursacht bei Nora immer ein unbehagliches Gefühl, trotz diesem Gefühl fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Ihr passieren im Verlauf der Geschichte unheimliche & unerklärliche Dinge die irgendwie immer (denkt sie) im Zusammenhang mit Patch liegen. Durch Zufall sieht sie etwas an Patch (das verrate ich aber jetzt nicht ;) ) was sie verwirrt & daraufhin fängt sie an zu recherchieren ...

Die Charaktere sind echt gut beschrieben, man kann sich gut hineinversetzen. Am meisten haben mir die Dialoge zwischen Nora & Patch gefallen ;) Da musste ich öfters vor mich hin schmunzeln. Auch die neben Charakter sind gut in die Geschichte mit hinein verflochten. Da wäre ihre beste Freundin Vee die ein großes Mundwerk hat, Elliot & sein Kumpel Jules wobei die Beide nicht ganz Koscher daher kommen.Im großen & ganzen ist das Buch TOTAL SPANNEND & die Liebe kommt auch nicht zu kurz!

Wer sich noch nicht sicher ist sollte HIER mal die erste 3 Kapitel durch lesen "[...]"
Der 2. Teil "Crescendo" wird mitte 14.Oktober 2010 auf Englisch veröffentlicht & vermutlich dann nächstes Jahr in Deutsch erscheinen.

Man darf gespannt sein, ich FREU mich jetzt schon ;)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat mich nicht mitgerissen, 9. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Das Positive gleich vorweg: das Cover ist großartig! Das hat bei mir gleich ein richtiges Kopfkino ausgelöst. Kann sein, dass deshalb dann beim Lesen auch der Wurm drin war, aber die Geschichte von Nora und Patch hat mich nicht in ihren Bann gezogen.
Das hat mehrere Gründe. Natürlich ist es okay, wenn ein Roman leicht verständlich geschrieben ist, aber der Erzählstil von Engel der Nacht ist einfach zu schlicht und knapp. Das hängt vor allem mit den vielen Dialogen zusammen, die bloß eine 'er sagt' und 'sie sagt' und 'er sagt' Abfolge sind. Da entsteht weder Atmosphäre, noch habe ich die Szenerie lebendig vor Augen bekommen. Das hatte was von einem Drehbuch. Mich beschleicht bei soviel Knappheit irgendwie der Verdacht, dass die Schriftsteller sich das selbst gar nicht richtig vorgestellt haben, ansonsten würde sie mir das doch vermitteln wollen. Aber vielleicht liegt es bei Becca Fitzpatrick eben an ihrem einfachen Schreibstil oder sie will einem Freiraum für eigne Ideen lassen. Meins ist es jedenfalls nicht, die Spannung zwischen den beiden Hauptfiguren ist bei mir nicht angekommen. Na ja, Nora ist für meinen Geschmack auch etwas blaß geraten, Patch macht da schon mehr her, aber so richtig bad guy ist er nicht. Gut gefallen hat mir Noras Freundin, die war ein klasse Sidekick.
Gefehlt hat mir auch Spannung und eine ordentliche Handlung. Die Bedrohung, die Nora Angst macht, fand ich nicht stark genug. Und auch das sie gleich Patch in Verdacht hat, kam mir zusammengeschustert vor.
Also, meins war es nicht. Es gibt so viele tolle Geschichten über Engel, da schneidet der Engel der Nacht eher mau ab. Einen Punkt fürs Super Cover, einen für die witzige Freundin und einen weil die Geschichte zum Ende noch an Fahrt gewonnen hat.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nun ja.., 28. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Schlecht war das Buch nicht.
Es ließ sich flüssig lesen und ist auf jeden Fall was für "Zwischendurch", da man immer wieder schnell einsteigen kann und sofort "drin" ist.
Auch die Idee des Buches finde ich gut. Die Story ebenfalls.
Und es ist wirklich spannend, da bis zum Ende nicht klar ist, wer der Gute und wer der Böse ist.

Jedoch:
Es kam mir irgendwie unvollständig vor.
So, als hätte man einige Passagen raus genommen, damit das Buch nicht zu dick wird,
oder sich nicht zu lang zieht an manchen Stellen und es durchweg spannend ist.
Diese Rechnung ist halbwegs aufgegangen.

Ohne jetzt von der Story zu viel zu verraten nur als Beispiel:
Wenn meine Schulpsychologin gewusst hätte, mit wem ich wo am Wochenende war, dann hätte ich schon
ein wenig mehr nachgefragt, woher sie das denn bitte weiß und es nicht einfach hingenommen.

Ebenso schein die Protagonistin eine sehr verständnisvolle Mutter zu haben.
Denn, wenn meine Mutter nach Hause gekommen wäre und die Bude halb abgefackelt vorgefunden hätte,
dann hätte sie wohl erstmal wissen wollen was passiert ist.
Die Hauptdarstellerin hat jedoch Zeit ins Bad zu gehen, sich frisch zu machen und erstmal
ihre beste Freundin anzurufen.

Auch das Ende finde ich unvollständig. Da wäre eine zusammenfassende Erklärung nicht schlecht gewesen.
Das Buch beginnt nämlich mit einer Rückblende, in der zwei junge Männer spielen.
Wer das nun war muss man sich am Ende aber selber zusammen reimen.
Ich finde, da hätte man noch etwas zu sagen können.

Und wie immer ist das Mädel, wie in allen anderen Büchern, ob es nun um Engel, Vampiere, oder was auch immer
für Wesen geht, sehr naiv. Egal was passiert, sie geht überall hin mit ihm mit, wo ich denke:
das hätte kein normaler Mensch mehr gemacht! Egal wie jung, oder naiv man auch vielleicht ist!

Also als Urlaubslektüre, oder für den Weg zur Schule/Arbeit im Bus durchaus empfehlenswert!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Himmel oder Hölle?, 9. August 2010
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Die Geschichte überzeugt in erster Linie gar nicht durch eine besonders einfallsreiche oder vielschichtige Handlung, sondern durch eine mysteriöse und düstere Atmosphäre die die Autorin erzeugt. Als Schauplatz hat sie Maine gewählt, das in mir direkt Erinnerungen an Horror-Klassiker von Stephen King wachgerufen hat, besonders der Vergnügungspark mit der uralten Holzachterbahn hat es mir angetan. Becca Fitzpatricks sogartiger Schreibstil und das oftmals schaurige Ambiente sorgten dafür, dass ich dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Nach der letzten Seite habe ich mich wirklich gefragt: was genau war das Faszinierende an diesem Roman? Was schreibst du denn jetzt in deine Rezension? Ich war begeistert, aber das lag weder an der Handlung noch an den Charakteren, ausgenommen Patch, der wirklich sehr heiß ist. Ansonsten ist es eher so, dass ich für Handlung und Charaktere Minuspunkte verbuchen muss, denn es passiert handlungstechnisch eher wenig in diesem Buch, und die Handlungsweisen der Protagonisten ist oft nur sehr schwer, wenn überhaupt, nachvollziehbar.
Überhaupt sind die Charaktere nicht unbedingt große Sympathieträger. Nora ist nicht gerade sonderlich beliebt an der Schule, und ihre Freundin Vee ist gelinde gesagt eine ziemliche Nervensäge. Überzeugen können aber alle Figuren mit einer gewissen Vielschichtigkeit und der dunklen Ausstrahlung, die beinahe jeden von ihnen umgibt. So liegen nicht nur in Noras naher und ferner Vergangenheit Geheimnisse verborgen, die erst nach und nach ans Licht kommen, auch der provokante Patch weckt die Neugierde des Lesers ab der ersten Seite und man kann sich seinem dunklen Charme und seiner rätselhaften Herkunft nur schwer entziehen. Diesen beiden Hauptfiguren werden unter anderem folgende Charaktere zur Seite gestellt: Noras ausgeflippte Freundin Vee, die für Humor, aber auch für viel Unverständnis seitens des Lesers sorgt. Andererseits führt genau ihre zickige, ausgeflippte und oftmals nervige Art dazu, dass man Empathie für Nora entwickelt, weil dieser Unterstützung durch die Freundin fehlt. Des Weiteren spielen zwei Jungs eine große Rolle, Elliot, der von einer Eliteschule an Noras und Vees High-School wechselt, und sich vom netten charmanten Jungen scheinbar zum Bad Guy entwickelt - wobei er damit lange nicht an den coolen und mysteriösen Patch heranreicht, und Jules, der lange Zeit im Schatten Elliots untergeht.
Außer dem plastischen Ambiente und den vielschichtigen Charakteren hat mir vor allem die Idee mit den unterschiedlichen Engeln gefallen. Bei den Engeln gibt es genau wie bei den Menschen gut und böse, und verschiedene Berufungen: neben den gefallenen Engeln gibt es beispielsweise noch Todesengel oder Schutzengel und die Nachkommen aus Beziehungen zwischen gefallenen Engeln und Menschen: die Nephilim.
Das Ende der Geschichte ist soweit in sich abgeschlossen, dass "Engel der Nacht" auch gut als Einzelband durchgehend könnte, trotzdem weist die Entwicklung bereits das Potenzial für eine interessante Fortsetzung auf. Bei "Crescendo" geht es handlungstechnisch hoffentlich von Anfang an zur Sache und liefert mir das Quentchen Lesespaß nach, was mir bei "Engel der Nacht" noch gefehlt hat.

Fazit:
Nach dem beinahe durchgehend düsteren Verlauf der Geschichte war mir das Ende fast zu handzahm. Bei diesem schaurig-schönen Lesevergnügen, was sich perfekt an einem verregneten Tag unter der Bettdecke verschlingen lässt, würde ich mir direkt ein winziges Cliffhängerchen wünschen, damit die Spannung am Schluss nicht derartig verpufft. Allerdings ist ein dickes Plus dafür zu verbuchen, dass man trotz des kleinen Happy-Ends noch nicht vorhersehen kann, in welche Richtung sich Noras und Patchs Geschichte weiterentwickeln wird...
Altmeister des Horrors können abdanken - nun erobern die Engel Maine und sorgen beim Lesen für angenehm schauriges Gänsehautfeeling, da man sich nach dieser Lektüre nicht gewiss sein kann, ob Engel wirklich aus dem Himmel, oder vielleicht doch aus der Hölle stammen?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Seichte Teenie-Schwärmerei, 5. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
Da es inzwischen schon einige Engelromane gibt, reicht eine "nette" Geschichte allein zum Fesseln nicht mehr aus. Die Hauptfiguren Nora und Patch bleiben recht oberflächlich und blass. Ein Knistern zwischen den beiden war für mich nicht zu erkennen. Nora wirkte eher wie ein Teenie der noch keinerlei Erfahrungen mit Jungs gemacht hat, weshalb die halbherzigen Annäherungsversuche von Patch sie gleich ins Schwitzen bringen. Außerdem scheint sie ihn Anfangs für den Missetäter zu halten, der ihr nachstellt und sie bedroht. Wieso bitteschön fühlt sie sich denn dann zu ihm hingezogen? Vielleicht sollte dies ja ihre Zerrisenheit gegenüber Patch darstellen, weil sie ihm im Grunde ihres Herzen soetwas nicht zutraut, sondern erkennt wie nobel er eigentlich ist etc.. Aber für sowetas kennen die Beiden sich schlicht und einfach zu wenig. Das wirkt doch arg konstruiert.
Hierbei war besonders die fehlende Kommunikation zwischen den beiden anstrengend, wodurch die meisten Missverständnisse und Situationen (die einen fesseln sollten) ja überhaupt erst entstanden sind. Nora und Patch REDEN einfach nicht wirklich miteinander. Küssen tun sie sich auch nicht. Aber nahe stehen sie sich trotzdem?!? Aha. Naja.
SPOILER SPOILER
Selbst als Nora Patch Flügel-Narben berühren darf und einige seiner Erinnerungen sieht, redet er trotzdem um den heißen Brei herum und weicht ihr irgendwie aus.
Und auch Nora vertraut Patch immer noch nicht an, dass sie ständig Erlebnisse hat die kein Anderer außer ihr überhaupt sieht(was einige Dinge früher aufgeklärt hätte). Überhaupt reagiert sie sehr abgebrüht auf Dinge, die außer ihr anscheinend keiner wahrnimmt?! Illusionen oder nicht scheit sie nicht wirklich zu beunruhigen.

Ach und außerdem, wenn Nora schon verfolgt und bedroht wird, dann erscheint es mir völlig unverständlich, dass sie mit keiner Menschenseele über ihre Erlebnisse redet (auch mit ihrer besten Freundin nicht, dwelche Nora meistens eh eher auszunutzen scheint).
Und die ganze unangenehme Geschichte mit ihrem "Verehrer" Elliot, der ihr schnell unheimlich wird und sie regelrecht bedrängt, scheint irgendwie doch gar nicht so schlimm zu sein...
Genau wie die Bedrohung durch Dabria (immerhin ein fast gefallener Engel), der sogar Noras Haus in Brand steckt, wird schnell abgehandelt. Irgendwie kamen die ganzen "Bedrohungen" denen Nora doch ständig ausgesetzt ist überhaupt nicht rüber.
Und regelrecht Lebensmüde erscheint es, wenn sie einerseits um ihr Leben fürchtet, und andererseits lauter unvernünftige/riskante Alleingänge unternimmt?! Warum schleicht sie denn bitteschön Nachts noch alleine durch fragwürdige Gassen und Gegenden, schnüffelt alleine einem angeblichen Mörder nach, etc.?
Auch mit ihrer ihr doch angeblich so nahestehenden Mutter redet Nora über gar nichts was in ihrem Leben so vorgeht oder sie bewegt. Selbst als Nora die Polizei ruft, nachdem ein Fremder mit einer Skimaske in ihrem Zimmer stand, sagt sie ihrer Mutter weder von dem Fremden, noch von dem Polizeibesuch etwas... Die Mutter glänzt meistens eh durch Abwesenheit, und keinerlei Eskapaden ihrer minderjährigen Tochter scheinen sie wirklich aus der Ruhe zu bringen.

Fazit:
Mich hat die Geschichte nicht überzeugt. Zu viele Ungereimtheiten und nicht bis zum Ende durchdachte/ ausgereifte Geschehnisse und Ideen. Die "Spannung" wurde m.E. an den falschen Stellen eingebaut, bzw. sollte durch falsche Begebenheiten vermittelt werden.
Außerdem erinnert die Geschichte auch mich häufiger an Twiligth (welches zwar anfangs irgendwie neu und fesselnd war, aber im Großen und Ganzen ebenfalls recht oberflächlich blieb).
Kann man lesen, muss man aber nicht.

Wer spannende Engelromane lesen möchte die eher für Erwachsene geschrieben sind (auch mal düster, spannend und prickelnd) sollte z.B. die Gilde der Jäger (von Nalini Singh) lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen düster und gut, aber nicht ganz ohne Schwächen, 18. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Engel der Nacht 1: Roman (Broschiert)
"Engel der Nacht" von Becca Fitzpatrick ist ingesamt ein gelungener Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe. Leider konnte mich die Handlung aber nicht immer ganz mitreißen und es gab sogar die ein oder andere Stelle, die mich wirklich genervt hat.

Aber erst zum Inhalt: Nora ist eine gute High-School-Schülerin (fast schon Marke Streber) in Portland. Ihr Vater wurde vor einem Jahr ermordet und seitdem arbeitet ihre Mutter viel und ist oft auf Reisen. Als der neue Schüler Patch in Noras Leben tritt, ist sie verwirrt von seiner dunklen Ausstrahlung, die ihr einerseits Angst macht und sie andererseits anzieht. Patch scheint ebenfalls interessiert zu sein, doch seit seinem Erscheinen ereignen sich bei Nora merkwürdige Dinge: Sie fühlt sich verfolgt und erlebt Horrorszenarien wie Unfälle, die sich im Nachhinein nur in ihrem Kopf abzuspielen scheinen. Während Nora fürchtet verrückt zu werden, treffen sie und ihre beste Freundin Vee den gutaussehenden Elliot, ebenfalls neuer Schüler ihrer High School, und seinen schweigsamen Freund Jules. Doch Nora ist nicht sicher, ob man ihnen trauen kann...

Im Großen und Ganzen ist der Roman meiner Meinung nach wirklich gut. Der Schreibstil sticht dabei im Vergleich zu vielen anderen Romanen aus dem Bereich Romantic Fantasy wirklich heraus, da er nicht nur sehr ansprechend und flüssig zu lesen ist, sondern oft auch amüsant und spritzig wirkt. Auch die Protagonisten sind gut gelungen, besonders Patch, dessen dunkler, gefährlicher und geheimnisvoller Charakter gut herauskommt. Auch Nora, die mit Ausnahme des Prologs als Ich-Erzählerin auftritt, ist ganz ansprechend, wenn sie auch für meinen Geschmack im Laufe des Romans nachließ und sowohl blasser als auch schwächer wird. Sie kann sich nicht durchsetzen und lässt sich daher öfter fremdbestimmen, als es am Anfang des Romans zu ihrem Charakter gepasst hätte.

Wirklich nervig wird dagegen mit der Zeit Vee, die einfach immer ein wenig zu überdreht ist. Typisch amerikanisch, immer etwas "over the top". Auch ihre Naivität wurde irgendwann ziemlich unerträglich und passte zu ihrem Charakter eigentlich noch weniger als zu Noras. Denn sie war von Anfang an der starke, selbstbewusste Part in der Freundschaft und baut dann plötzlich zum dummen Huhn ab. Berücksichtigt man, dass gefallene Engel und Nephilim die Macht haben, die Gedanken anderer Menschen zu beeinflussen, mag sich diese an Dummheit grenzende Naivität und Noras gleichzeitiger Mangel an Durchsetzungsvermögung und Überzeugungskraft vielleicht das ein oder andere Mal als gewollt erklären lassen, aber dennoch hat es mich gestört und ließ die Geschichte an diesen Stellen auch etwas konstruiert wirken.

Außerdem gefiel mir die Vielzahl der Handlungsstränge nicht wirklich. Nora ist ja als Opfer von Verfolgung und gefährlichen Typen plötzlich mehr als gefragt! Von allen Seiten fühlt sie sich bedroht und ich habe mich gefragt, ob man nicht vielleicht einen der "Bösen" erst in einem späteren Teil hätte zur Tat schreiten lassen können. So las sich das Finale, das übrigens nach einem eher schwachen, in die Länge gezogenen Mittelteil mehr als nötig war, fast wie eine Checkliste darüber, wer jetzt für welche Schandtat in Noras Leben zuständig gewesen ist. Viele Fragen bleiben am Ende zudem offen und ich hoffe, dass die Folgeromane dort noch einige Erklärungen liefern werden.

Da die Liebesgeschichte zwischen Patch und Nora mich aber ziemlich in den Bann zog, hat mir der Roman insgesamt dennoch gefallen, auch wenn man über das vermittelte Bild, dass das "gute" Mädchen sich mit dem "bösen" Jungen einlässt und sich durch ihre Faszination für ihn, die mit einem für mich nicht ganz verständlichen Verlust jeglicher Vernunft einherging, in wirklich zweifelhafte und potentiell lebensgefährliche Situationen begibt, sicher streiten kann. Das macht es trotz der Theamtik, die denen anderer Jugendromane stark gleicht, für jüngere als solches nur bedingt geeignet - eher zu empfehlen für 16 Jahre und älter.

Mein Fazit also: Trotz einiger Schwächen ist "Engel der Nacht" eine gelungene Liebesgeschichte aus dem Bereich Mystery/Fantasy, die man dank einer sehr überzeugenden Sprache gut und recht kurzweilig lesen kann. Ich freue mich auf den Rest der Reihe.
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Engel der Nacht 1: Roman
Engel der Nacht 1: Roman von Becca Fitzpatrick (Broschiert - 9. August 2010)
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