Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein schmöker mit einigen schwachstellen
'Die Bibliothek der Schatten' darf im Regal ruhig neben den Bestsellern 'Der Name der Rose' und auch 'Schatten der Winde' stehen. Das erstgenannte Buch kann zwar nicht ganz mit den anderen beiden Bestsellern mithalten. Aber ein spannender Bücherkrimi ist es allemal.
Hier geht es de facto um eine Gruppe Bücherfanatiker, die besondere Eigenschaften aufweisen...
Veröffentlicht am 6. September 2010 von frenchquarter

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolle Idee, aber an der Umsetzung hapert es...
Nur zwei Sterne bekommt "Die Bibliothek der Schatten" von mir. Die sind dafür, dass ich die Grundidee der Geschichte sehr gut finde.
Aber das war's dann auch schon.
Ich verstehe nicht, warum das Buch in vielen Rezensionen so hoch gelobt wurde. Die Handlung ist zwar ganz nett, aber viele Ereignisse sind vorhersehbar und auch nicht wirklich spannend. Die...
Veröffentlicht am 25. Januar 2013 von Lyra


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolle Idee, aber an der Umsetzung hapert es..., 25. Januar 2013
Nur zwei Sterne bekommt "Die Bibliothek der Schatten" von mir. Die sind dafür, dass ich die Grundidee der Geschichte sehr gut finde.
Aber das war's dann auch schon.
Ich verstehe nicht, warum das Buch in vielen Rezensionen so hoch gelobt wurde. Die Handlung ist zwar ganz nett, aber viele Ereignisse sind vorhersehbar und auch nicht wirklich spannend. Die Charaktere finde ich sehr einseitig. Normalerweise fiebere ich mit den Protagonisten mit und habe auch 1-2 Lieblinge. Aber hier waren sie alle so glanzlos, dass sie auch jeder Zeit hätten ausgetauscht werden können.
Besonders zum Ende des Buchs hin (auf den ersten 300 Seiten passiert gefühlt gar nichts), als es endlich spannender werden könnte, wird der Schreibstil erheblich schlechter. Es liest sich holpriger, Gedanken, Formulierungen und Verhaltensmuster wiederholen sich immer mehr.
Auch die schlichte Einteilung in Gut und Böse ist nicht sehr reizvoll.
Zu Ende gelesen habe ich das Buch eigentlich nur, weil ich gehofft habe, dass auf viele Kernfragen noch eine Antwort gegeben wird. Aber Pustekuchen.
Schade. Ich hatte von dem Buch sehr viel mehr erwartet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein schmöker mit einigen schwachstellen, 6. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek der Schatten: Roman (Gebundene Ausgabe)
'Die Bibliothek der Schatten' darf im Regal ruhig neben den Bestsellern 'Der Name der Rose' und auch 'Schatten der Winde' stehen. Das erstgenannte Buch kann zwar nicht ganz mit den anderen beiden Bestsellern mithalten. Aber ein spannender Bücherkrimi ist es allemal.
Hier geht es de facto um eine Gruppe Bücherfanatiker, die besondere Eigenschaften aufweisen und sich in Sender und Empfänger einteilen. Menschen, deren Lese-und Hörfähigkeiten über denen der 'normal Sterblichen Leser' hinausgehen.
Luca Campelli, Buchantiquariatsbesitzer, stirbt inmitten seiner geliebten Bücher. Ein durchaus schöner Tod und ein für mich gelungener Einstieg in diesen Roman, der mich sehr schnell fesseln konnte. In einer angenehmen Kürze erfährt der Leser alles Wichtige. In diesem Fall, dass Jon Campelli, Sohn von Luca, ein erfolgreicher Anwalt ist und der keinen Kontakt zu seinem Vater hatte, jedenfalls nicht in den letzten Jahren. Nicht sehr ungewöhnlich.
Sukzessive erfährt man als Leser mehr und mehr, was es mit der Bibliophilen Gesellschaft, den Sendern und Empfängern auf sich hat. Eine interessante Idee übrigens, die mir sehr gefallen hat.
Während Jon nach dem Tod seines Vaters fürs Erste den Buchladen erbt und so langsam mit der Bibliophilen Gesellschaft in Berührung kommt, erhält er auf Arbeit den Fall Remer. Was natürlich nicht zufällig ist, ist dieser Punkt doch noch sehr bedeutend für den Verlauf des Romans.
Ich möchte auch nicht zu sehr ausholen und detailliert auf den Roman eingehen. Die Konstellationen sind sehr gelungen und auch die Figuren sind deutlich gezeichnet worden. Den alten Freund Iversen kann ich mir genauso gut vorstellen wie zum Beispiel auch Katherina. Auch die Sprache des Romans ist für mich ein Pluspunkt. Nicht zu verschnörkelt und auch nicht zu geschraubt. Eben leicht lesbar, damit der Leser bei diesem Krimi am Ball bleibt und aber auch nicht unterfordert wird. Auch die ganzen Querverbindungen sind gute Ideen und erinnern sehr an 'Schatten der Winde'.
Doch einige Details verwirrten mich, oder ließen mich stutzig werden. Da wäre der Einsiedler, ein alter Freund Lucas, der nur die Funktion besitzt, aufzutauchen und Jon zweimal Nachrichten von seinem Vater überbringt. Klingt wie der Gott aus der Maschine.
Auch Jons Wechsel haben mich, besonders der zur Schattengesellschaft, überrascht. Überhaupt ist der Schlussteil etwas überhastet dargestellt, jedenfalls für mich. Jon möchte den Tod seiner Eltern aufklären, für sich und auch für die bibliophile Gesellschaft. Das ist auch alles gut dargestellt und erläutert worden. Nur wurde ich eben zum Ende des Romans das Gefühl nicht los, dass der Autor nicht allzu sehr ausufern wollte. Doch das hätte diesem Roman keinen Abbruch getan. Es ist schön zu sehen, dass Liebe wieder einmal vieles bewirken kann und ungeahnte Kräfte freisetzt. Doch gerade der Ägyptenaufenthalt wirkt für mich anders als der Teil davor, der in Kopenhagen spielt.
Es ist das alte Spiel von Gut gegen Böse, die immer wiederkehrende Gier nach Macht des Menschen, gleich in welchem Jahrhundert wir uns befinden. Das man diese Kämpfe auch mit Büchern bestreiten kann, ist an sich eine sehr gelungene Idee und macht mich neugierig auf weitere Werke des Autors.
Sicher hat der Autor in 'Bibliothek der Schatten' ausreichend Informationen zu allen relevanten Punkten gegeben. Aber für mich happert es immer noch an der Stelle, an der die 'Schattengesellschaft' im Roman ans 'Tageslicht' geholt wird.
Und eben für den letzten Teil des Romans gibt es den Punktabzug. Es bleibt bei der Leseempfehlung und jeder sollte sich sein eigenes Bild machen.
Und wie schon erwähnt, ein Autor, der neugierig auf mehr macht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für Bücherliebhaber!, 1. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek der Schatten: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Was wäre, wenn es Menschen gäbe, die die Gedanken und Gefühle eines jeden beeinflussen können, der gerade etwas liest? Was wäre, wenn diese Menschen mit unglaublichen Geschichten verführen, fast greifbare Welten vor jedem Auge erscheinen lassen könnten? Und wenn sie zugleich die Gabe besäßen, jeden das denken zu lassen, was sie wollen?"

Als Luca Campelli auf tragische Weise in seinem geliebten Antiquariat "Libri di Luca" in Kopenhagen an einem Herzinfarkt stirbt, erbt sein Sohn Jon, ein Anwalt, das Geschäft ' und zugleich ein Geheimnis, von dem er sein Leben lang keine Ahnung hatte. Seinen Vater hatte er seit 15 Jahren nicht mehr gesehen, genauso wenig das "Libri di Luca" betreten und erst jetzt, nach dem Tod seines Vaters beginnen sich die Schlieren der Vergangenheit langsam zu lösen.

Mit Hilfe von Iversen, dem langjährigen Freund seines Vaters, und Katherina, die gelegentlich im "Libri di Luca" arbeitet obwohl sie Legasthenikerin ist, eröffnet sich Jon Campelli eine völlig unbegreifliche Welt in der es eine Bibliophile Gesellschaft gibt, gebildet von sogenannten Lettori. Iversen und Katherina sind selbst Lettori, wenn sie auch völlig unterschiedliche Fähigkeiten haben. Und so sehr sich Jon gegen die Behauptungen der beiden wehrt, kann er doch nicht abstreiten, dass er selbst Teil der Bibliophilen Gesellschaft ist.

Überzeugt davon, dass Luca Campelli keines natürlichen Todes gestorben ist, machen sich Jon und Katherina auf die Suche nach der Wahrheit und stoßen dabei auf eine Schattenorganisation, deren Ziel es offensichtlich ist, die Lettori zu spalten. Dabei schrecken sie nicht einmal vor Mord zurück. Und als Jons unglaubliches Potential als Lettore erkannt wird, eröffnet das der Schattenorganisation völlig neue Möglichkeiten '

------------------------------------

Meinung

"Die Bibliothek der Schatten" ist ein Buch, das mich schon auf den ersten Seiten für sich eingenommen hat und aller Wahrscheinlichkeit nach wird es nicht wenigen von euch ebenso ergehen!

Schon allein der Handlung wegen ist der Roman sehr an Bücherliebhaber gerichtet und gerade die Theorie der Bibliophilen Gesellschaft mit den Lettori (von denen es sogenannte Sender und Empfänger gibt) werden besonders die Bücherwürmer lieben. Jawohl, L-I-E-B-E-N.

Insgeheim wissen wir doch alle (oder glauben zu wissen), dass manche Bücher einen ganz eigenen Geist besitzen. Vielleicht hat einen von euch schon einmal der Gedanke erwischt, ein Buch könnte euer bester Freund sein ' als hätten bestimmte Bücher ein Eigenleben. Und wenn es dann noch Menschen gäbe, die dieses Eigenleben direkt vor sich sehen, oder mehr noch, dem Gelesenen Leben einhauchen können, wäre die Wunschvorstellung eines jeden Bibliophilen komplett.

Mikkel Birkegaard hat eben jene Wunschvorstellung zum Grundkonzept seines Romans gemacht.

Aber natürlich ist das nicht alles. Darauf aufbauend entspinnt sich schon beinahe ein Kriminalroman, der die "Ermittler" Jon und Katherina, unterstützt von einem früheren Mandanten von Jon, der sich besonders aufs Computer-Hacken versteht, auf die Spur einer weiteren Untergrundorganisation (neben der Bibliophilen Gesellschaft, der sie selbst angehören) führt. Diese Schattenorganisation, wie sie sie taufen, hat ihre Mitglieder in den wichtigsten Aufsichtsräten und Regierungen der Welt sitzen und benutzt ihre Lettore-Fähigkeiten zu sehr eigennützigen Zwecken.

Die Handlung spielt hauptsächlich in Kopenhagen, verlagert sich aber gegen Ende des Buches nach Alexandria, wo es schließlich zum Schow-Down kommt.

"Die Bibliothek der Schatten" ist neben seiner mystischen Ader sehr spannend und vor allem fesselnd geschrieben. Überdies sind die 500 Seiten sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich hing geradezu an den Seiten!

Einzig ein paar Kleinigkeiten haben mich gestört, vor allem sind das einige Ungereimtheiten wenn es darum geht, was vor wie vielen Jahren geschehen ist. Dabei sind dem Autor oder dem Übersetzter ein paar Fehler unterlaufen. Mir ist außerdem aufgefallen, dass ziemlich oft Wörter falsch geschrieben wurden, was aber hauptsächlich daran liegt, das aus irgendeinem Grund Buchstaben ausgelassen oder vertauscht wurden. Das hätte meiner Meinung nach nicht in dieser Gehäuftheit sein müssen, aber gut, an der Geschichte selbst ändert das ja nichts und die ist einfach großartig!

-----------------------

Bewertung

Trotz der Fehlerchen im Text hat die Story selbst 5 Sterne verdient! Meiner Meinung nach besonders ein Buch für Bücherliebhaber!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine echter "Geheimtipp"!, 16. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek der Schatten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zuerst mal möchte ich die Frage klären, die wohl allen auf der Zunge brennt, bevor sie dieses Buch bestellen und die der Hauptgrund dafür sein mag, warum man sich diese Rezension durchliest: Ist das Buch empfehlenswert?
Meine Antwort: Auf jeden Fall!
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und konnte mit dem Titel zunächst nichts anfangen. Es ist kein weltberühmtes Buch, um das sich alle streiten. "Die Bibliothek der Schatten"- Naja, es hörte sich ja ganz spannend an und nachdem ich den Buchdeckel gelesen hatte, erinnerte es mich ein wenig an "Tintenherz". Ich muss sagen: Von alleine im Geschäft hätte ich dieses Buch nicht ausgewählt. Doch mich fesselte der Satz "Für alle,die Bücher lieben, ein MUSS". Und so begann ich die ersten Seiten zu lesen. Ich musste mich erst in die Geschichte hineindenken und mir die Szene bildlich vorstellen, doch dann fing das Buch an, mich zu fesseln. Ich blätterte Seite für Seite um und war süchtig nach der Geschichte.
Mich faszinierte die Fantasie des Autors, denn die Handlung ist echt gut und einfallsreich. Sie ist nicht vorhersehbar (jedenfalls kann man sich nie sicher sein ;D)und mal etwas "Neues". Ein echter "Pageturner", wie es auch auf der Rückseite heißt.

Kurz zum Inhalt: Das Buch handelt von Jon, der das alte Bücherantiquariat "Libri di Luca" von seinem Vater Luca erbt und somit in die Geheimnisse der "Lettori" aufgenommen wird. Die Lettori sind eine Gesellschaft- gespalten in die 2 Arten "Sender" und "Empfänger"- die eine bestimmte Gabe besitzen. Die Sender beeinflussen, während sie Vorlesen, die Gefühle und Meinungen über das Gelesene ihrer Zuhörer. Die Empfänge hingegen bekommen jegliche Art von Gelesenem ( sei es jemand, der in der U-Bahn leise vor sich hinliest oder ein Autofahrer, der die Straßenschilder liest) mit und hören es in ihrem Kopf. Auch Sie können dann den Leser beeinflussen in Bezug auf deren Emotionen bei dem Text.

Ich selbst habe mich auch gefühlt, als würde mich jemand beeinflussen und mich an das Buch fesseln. (:

Fazit: "Die Bibliothek der Schatten" ist ein echter Geheimtipp für alle Bücherfans, die nicht nur Bücher lieben, sondern auch Bücher, in denen es sich um Bücher dreht. Und ich würde sagen es sollte auch für jeden sein Genre dabei sein. Es ist auf jeden Fall Fantasy, ein Thriller, ein Drama und die Liebe kommt auch nicht zu kurz. :D
Kaufen, Lesen, Empfehlen! :D
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Gefühl, nie mehr allein zu sein., 15. Juli 2010
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek der Schatten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer könnte an der Macht des geschriebenen Wortes zweifeln? Mikkel Birkegaards Debütroman steigert dieses Bewusstsein noch, indem er einem gewissen Kreis von Bibliophilen geheimnisvolle Kräfte andichtet. Man erhält mit dem unbedarften Protagonisten Jon Campelli einen Einblick in diesen versteckten Bund von eifrigen Buchliebhabern, die in der Lage sind gelesene Eindrücke zu verstärken und in die Gedanken eines Lesers einzudringen. Bisher wurde die Fähigkeiten von "Sendern" und den "Empfängern", wie sich diese Menschen mit den zwei verschiedenen Gaben nennen, nur zum Wohle des Lesers und der Literatur eingesetzt. Doch mysteriöse Zwischenfälle haben die Gemeinschaft in zwei Gruppen gespalten und nun ist ausgerechnet der Mann, der eine Aussöhnung herbeiführen wollte, tot in seinem geliebten Antiquariat Libri di Luca aufgefunden worden. Lucas Sohn, Jon Campelli, der jahrelang weder mit seinem Vater noch mit der Bücherwelt zu tun hat, wird mit einem mehr als überraschenden Vermächtnis vertraut gemacht. Was hat der Tod des Antiquars wirklich zu bedeuten?

Das erste Kapitel ist mehr als dramatisch zu nennen und zieht den neugierigen Leser sofort in den Bann der Geschichte: Luca Campelli kehrt nach einer Reise zurück und begibt sich sofort in sein geliebtes Reich der Bücher. Er wirft einen neugierigen Blick auf die ausgestellten Bände und sucht nach möglichen Neuzugängen. In einer Vitrine fesselt ein ganz besonderes Exemplar seine Aufmerksamkeit. Fasziniert wirft er einen fachlichen Blick auf das Buch und beginnt sofort darin zu lesen. Doch die anfängliche Begeisterung weicht und Angst und Entsetzen weiten den Blick Campellis und versetzen ihn in einen schrecklichen Zustand. Schließlich bricht der alte Mann zusammen und wird im Fallen von Büchern, Holz und Staub begraben...
Jon Campelli ahnt nichts von den tragischen Ereignissen. Er ist ein erfolgreicher Anwalt, der eben noch einmal sein Schlussplädoyer für seinen Mandanten durchgeht. Dabei überprüft er die Lesetechnik seines Vortrages. Wenig später kann er im Triumph das Gerichtsgebäude verlassen. Doch die Todesnachricht seines Vaters wirft ihn aus der gewohnten Bahn, vor allem, als er erfährt, dass er der Alleinerbe sein soll. Seit Jahren hatte er keinen Kontakt mehr mit dem Verstorbenen, der sich von seinem Kind nach dem Tode seiner Ehefrau losgesagt hatte. Trotz heftiger Bemühungen des verzweifelten Sohnes hatte Luca Campelli ihm eine Absage erteilt. Iversen, der langjährige Mitarbeiter und Freund von Luca, führt Jon behutsam in die Geheimnisse des Bücherladens ein. Er vermutet, dass der Grund für die unnatürliche Zurückhaltung dem eigenen Sohn gegenüber in der Tätigkeit des Antiquars verborgen liegt. Eine Aufklärung des Todesfalls könnte wahrscheinlich einige brennende Fragen beantworten, aber dazu müsste sich auch Jon in diesen geheimen Kreis der Bibliophilen eingliedern. Der Anwalt zögert, doch als er unter mysteriösen Umständen seinen Job verliert, lässt er sich auf das Abenteuer ein. Unterstützt wird er von den Mitarbeitern des Libri di Luca, vor allem von der rothaarigen Katharina, einer Legasthenikerin mit großen Fähigkeiten. Bald stellen die Amateurdetektive fest, dass Luca die Existenz einer Schattenorganisation vermutete und deren dunklen Machenschaften auf der Spur war. Was steckt hinter dieser Verschwörungstheorie? Und was bedeutet die Wahrheit für unsere Helden?

Verschwörungstheorien und dunkle Mächte, die ihren Ursprung in längst vergangenen Zeiten haben, feiern momentan Hochkonjunktur. Auch der Autor bedient sich dieser populären Phantasien. Dabei nähert er sich auch den wirklichen Buchliebhabern auf beinahe unwiderstehliche Weise. Den Traum, sich in der Geschichte eines Buches zu verlieren, sie ganz intensiv und mit allen Sinnen zu genießen, kennt wohl jeder Leser. Außerdem ist es ein durchaus faszinierender Gedanke, auch auf einen anderen Leser einwirken zu können und ihn entsprechend zu beeinflussen, dass er den Text so wahrnehmen kann, wie man es sich selbst wünscht. Diese phantastischen Möglichkeiten spielt Mikkel Birkegaard durch und hat auch einige sehr bekannte Werke als Beispiele z.B. "Don Quijote" in sein Buch aufgenommen, damit man auch eine genauere Vorstellung hat.
Ein klein wenig unrealistisch ist die Naivität der einzelnen Personen, vor allem aber von Jon selbst, der als Jurist ein wenig mehr Menschenkenntnis und Umsicht haben müsste. Die finsteren Gestalten der Geschichte dagegen gleichen so richtig den Abziehbildchen von Comicbösewichten. Natürlich ideale Faktoren für einen Actionfilm mit Spannung, Magie und etwas Romantik und wie man im Umschlag des Romans nachlesen kann, wurden die Filmrechte bereits von einer renommierten Produktionsfirma erwoben. Man darf auf das filmische Ergebnis genauso gespannt sein, wie auf den zweiten Roman des Autors an dem dieser schon fleißig arbeitet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wird den Lobeshymnen nicht gerecht, 25. Januar 2013
Von 
Maria Raabe "Pfefferoni" (Bedburg-Hau, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich war ich auf die Lektüre des Buches sehr gespannt, da die Rezensionen vielversprechend klangen. Leider haben diese sich für mich in keinster Weise bestätigt. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie dieses Buch so schnell ein Bestseller wurde und sogar die Filmrechte schnellstens vom Markt waren.
Das Buch ist äußerst vorhersehbar (Romanze war nach wenigen Seiten abshebar, der "Böse" wenig später), hölzern und konstruiert. In einem Moment ist die "Schattenorganisation" (quasi der Antagonist) eine wage Vermutung; drei Zeilen später existierte sie definitiv ohne jeglichen Beweis. Der Showdown versprach nochmal ein Quäntchen Spannung um wenig später dann doch dahin zu siechen.
Insgesamt ein eher enttäuschendes Leseerlebnis, wo doch genau das der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist. Stellenweise habe ich mich gefragt, ob es an der Üebrsetzung liegen könnte, aber gewisse Passagen schließen das eigentlich aus.
Die Idee ist nicht schlecht und gibt sicher mehr her, empfehlen kann ich das Buch so aber nicht. Schade.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein echter Pageturner - nicht mehr und nicht weniger., 7. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek der Schatten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sollte es zu denken geben, dass zu diesem Buch noch keine Rezension erstellt wurde?

Was hier aus Dänemark zu uns gekommen ist, kann man sehr flüssig lesen, daran besteht kein Zweifel. Leider ist auch dieses Buch bzw. der Autor dem grasierenden Fantasie-Trend erlegen.

Ein Anwalt (Klischee?) erbt von seinem ermordeten (Spannung?) Vater eine Bibliothek, in welcher die Bücher magisch aufgeladen scheinen und es zum Kampf von zwei ehemals vereinten Gruppen gegeneinander kommt, die spezielle Fähigkeiten haben, was das eigentliche Lesen anbelangt. Dazu kommt am Ende des Buches noch ein Versuch, eine Verbindung zur Gegenwart herzustellen (UNO), die leidlich gelingt.

Mikkel Birkegaard versteht es gut, den Leser zu fesseln, da die stringente Handlung einen Sog entwickelt - leider aber nicht mehr. Hier möchte man nicht von belanglos sprechen, es kommt aber der Verdacht auf. Dabei versucht der Autor gerade jenes unglaubliche (und durch kein Kindle zu ersetzende) Gefühl anzusprechen, weswegen Millionen von Menschen von Büchern fasziniert sind und hier bei Amazon täglich bestellen. Man kann die Handlung mehr als eine Parabel verstehen - auf die große 'Sucht' des Lesens.

Wer dem Dauerthema Fantasy und Mystik zugeneigt ist und flüssig zu lesende Geschichten bevorzugt, wird hier gut bedient. Für alle anderen gibt es sicherlich geeignetere Texte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fantasy beruhend auf der Liebe zu Büchern, 13. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek der Schatten: Roman (Gebundene Ausgabe)
In diesem Roman wird ein Gefühl beschrieben, das so manche Leseratte kennen wird: das Gefühl, komplett in einem Buch zu versinken, die Handlung in sich aufzusaugen und vor sich zu sehen. Das Gefühl, dass ein gut geschriebenes Buch Gefühle und Meinungen beeinflussen kann, dass das geschriebene Wort mehr Macht besitzt, als man zunächst denken mag.

Das Buch stellt eine eigenartige, aber faszinierende Mischung aller möglichen Genres dar: ein bisschen Thriller, ein bisschen Fantasy, ein bisschen Liebesgeschichte, ein bisschen Drama, ein bisschen Rückblick in die Geschichte, gleichzeitig aber mit Bezug zur Gegenwart. Würde man diese Mischung einfach beschreiben, man würde kaum denken, dass daraus ein lesenswertes Buch werden kann. Das ist es aber mit "Bibliothek der Schatten" geworden.

Die Charakterisierung ist denkbar einfach, zumindest anfänglich. Es gibt die "gute" Bibliophile Gesellschaft, deren Mitglieder zum Vergnügen und zum Zeitvertreib lesen, Bücher lieben und wirklich im wahrsten Sinne des Wortes bibliophil sind. Und dann gibt es noch die "böse" Schattenorganisation, die intrigiert und ihre Mitglieder nah an den Machtpersonen positioniert, um durch gezielte Lesungen und Beeinflussungen eingreifen zu können und so die Geschicke der Welt nach ihrem Willen zu lenken.
Das wäre bei jedem anderen Buch ein Minuspunkt, hier stört es aber nicht, da die Figuren selbst zerbrechlich wirken, keine ist nur ein strahlender Held, alle schleppen ihren Ballast aus der Vergangenheit mit sich herum und geraten in Versuchung.

Dem Text selbst merkt man die Liebe an, mit der er geschrieben wurde. Er nimmt den Leser gefangen, auch wenn diese Faszination sich nur nach und nach einstellt - anfänglich muss man sich sogar stellenweise überwinden, weiter zu lesen, da nicht ganz klar ist, wo die Geschichte hinführt und ob die Handlung wirklich noch in Fahrt kommt. Aber die langsame Einleitung lohnt sich, die Aktionen werden schneller, bis die Spannung am Ende in einem der wohl seltsamsten Showdowns der Buchgeschichte gipfelt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feine Unterhaltung für Bibliophile, 23. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek der Schatten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein absolutes Vergnügen für alle, die gerne über Bücher lesen und über die Macht des geschriebenen Wortes. Wenn man sich an etwas Mystik, einigen Klischees und ein paar winzigen Ungereimtheiten nicht stört, kann man 500 Seiten lang in der Welt der Literatur versinken.

"Libri di Luca" ist genau diese Art von Antiquariat, das wir Bücherfreunde uns wünschen, an dem wir nie vorbeigehen können. Birkegaard schildert es mit viel Liebe und Detailtreue, sodass es schnell vor dem geistigen Auge real wird. Ebenso einfühlsam geht er mit seinen Charakteren um, die sich plötzlich im Mittelpunkt eines schrecklichen Planes wiederfinden und verbissen darum kämpfen, sich selbst und letztendlich die Welt vor größerem Schaden zu bewahren.

Die Szenerie wechselt von Kopenhagen nach Alexandria, in die neu gebaute Bibliothek, dem modernen Zentrum des Wissens, wo es zu einem gigantsichen Showdown kommt.

Ich hab das Buch fast in einem durchgelesen - ein spannendes Leseerlebnis auf feinem sprachlichem Niveau.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Die Macht der Bücher – Spannender Ansatz mit Schwächen, 24. Mai 2015
Das passiert: Luca Campelli, Inhaber des Antiquariats Libri di Luca, stirbt in seinem Geschäft. Sein Sohn Jon, zu dem Luca den Kontakt schon vor Jahren abbrach, soll nun sein Erbe antreten. Was zunächst nur eine lästige Pflicht zu sein scheint und so schnell wie möglich abgeschlossen sein soll, krempelt Jons Leben sehr schnell völlig um. Jon lernt die Welt der Lettori kennen, einer Gruppe von Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die das Leseerlebnis der Mitmenschen - von diesen völlig unbemerkt - verändern kann. Eine Fähigkeit, die nicht nur zum Guten genutzt werden kann. Jon wird auf einmal zum Dreh- und Angelpunkt in der Lettori-Szene

So gefällt mir das Buch: Zunächst das Positive. Durch seinen Schreibstil lässt sich das Buch sehr leicht lesen. Die Handlung wird recht zügig vorangetrieben, so dass ich das Buch über Bücher recht schnell verschlungen habe.

Ebenso fand ich die Idee, dass Bücher mehr sind als reine Texte sehr spannend und so real, dass ich mich schon gefragt hat, ob manche meiner Second Hand Bücher vielleicht auch irgendwie aufgeladen sind. Und auch die Feststellung, dass Lesen heute viel zu oft im Multitasking untergeht, hat mich nachdenklich gemacht.

Doch es gibt aus meiner Sicht durchaus Schwachstellen: Weniger gefallen hat mir die teilweise Vorhersehbarkeit der Handlung. Glücklicherweise war das aber nur an wenigen Stellen der Fall. So blieb auf jeden Fall die Spannung erhalten. Leider blieben viele (für mich) interessante Fragen ungeklärt. So hätte die Wendung besser erklärt werden können, auch Widersprüche hätte nicht sein müssen und nicht zuletzt hätte ich mir einen Prolog gewünscht, der ebenso die ein oder ander Ungereimtheit hätte aufklären können.

Sicher waren die Charaktere recht klar gezeichnet, mir jedoch zu sehr in Gut und Böse unterteilt. Außerdem habe ich keinen Protagonisten ausgemacht, mit dem ich besonders mitgefiebert hätte. Selbst die Hauptdarsteller hätten ausgetauscht werden können, wenn der Autor sie beispielsweise hätte sterben lassen wollen. Das ist schade, denn die Idee einer bibliophilen Gesellschaft mit der Gabe die Aufnahme von Gelesenem zu beeinflussen ist sehr spannend und hätte sicher mehr Möglichkeiten der Ausgestaltung geboten.

Fazit: Ein Buch zum Thema Bücher und Lesen, dass einen spannenden Ansatz hat. Leider habe ich den Eindruck, dass die Seitenzahl vorgegeben war und daher das Ende stark nachließ. Ebenso hätte ich mich über weniger austauschbare Charaktere gefreut, die weniger schwarz-weiß gezeichnet sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Bibliothek der Schatten: Roman
Die Bibliothek der Schatten: Roman von Mikkel Birkegaard (Gebundene Ausgabe - 15. März 2010)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,70
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen