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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig !
Endlich einer der es auf den Punkt bringt. Es wäre schön wenn auch andere Eltern so kritikfähig wären und das Thema Kindererziehung mal aus der Sicht von Dr. Winterhoff sehen. Zum Wohl der Kinder, für sich selbst und andere Eltern !
Vor 19 Monaten von ABC veröffentlicht

versus
34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ausgezeichnetes Kernthema, leider mit viel BlaBla drumherum
Im Gegensatz zum Autor werde ich mich kurz fassen:
Das Kernthema und die Beleuchtung der Streßfaktoren unserer Zeit sind gut erfasst und nachvollziehbar mit guten Beispielen dargestellt. Auch ich finde mich in vielen Situationen wieder.
Was mich an dem Werk stört sind vor allem zwei Punkte:
- einerseits das dauernde Wiederholen einiger Askepte...
Veröffentlicht am 8. November 2011 von S. Heinz


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig !, 19. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich einer der es auf den Punkt bringt. Es wäre schön wenn auch andere Eltern so kritikfähig wären und das Thema Kindererziehung mal aus der Sicht von Dr. Winterhoff sehen. Zum Wohl der Kinder, für sich selbst und andere Eltern !
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Entschleunigung, 23. April 2012
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Michael Winterhoff leistet mit seinem Buch "Lasst Kinder wieder Kinder sein! - oder: Die Rückkehr zur Intuition" einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die Problematik des grassierenden Irrsinns massiver Reizüberflutung und somit (hoffentlich) zur Entschleunigung der Gesellschaft.
Löblich ist dabei vor allem, dass er nicht mit erhobenem Zeigefinger herumfuchtelt und in alle nur denkbaren Richtungen Vorwürfe schleudert, noch sich zu pauschaler Medienkritik versteigt oder den nutzlosen Versuch eines Aufrufs zur Eindämmung des technischen Fortschritts unternimmt.

In einer freiheitlichen Gesellschaft gegen die Technisierung zu sein, wäre in etwa so geistreich wie sich gegen die Globalisierung oder gegen schlechtes Wetter zu positionieren. Es ist vollkommen unerheblich ob es einem gefällt oder nicht, die Entwicklungen haben eine eigene Dynamik und schreiten voran und ließen sich bestenfalls mit diktatorischen Methoden von oben verhindern (mit Ausnahme des schlechten Wetters versteht sich), was aber niemand wollen kann.

So gilt für all solche Erscheinungen, wie eben auch für schlechtes Wetter, dass wir, also jeder für sich individuell, lernen müssen damit zu leben und umzugehen, um an den Veränderungen keinen Schaden zu erleiden und nur die ja durchaus vorhandenen positiven Aspekte zu nutzen lernen. Daß diese Möglichkeit besteht, zeigt Winterhoff wunderbar auf. Der Autor erteilt keine Handlungsanweisungen zur Stressminimierung, sondern gibt dem Leser lediglich Hilfestellung das inzwischen gesellschaftlich virulente Problem überhaupt erst einmal zu begreifen, seinen Ursprung zu erkennen. Der Kern der Probleme liegt allein im Umgang eines jeden selbst mit wachsender Informations- und technischer Kommunikationsflut und dem generellen Überangebot und nicht in der bloßen Existenz all dessen!

Übersetzt auf mein Beispiel mit schlechtem Wetter: Natürlich würde ich nicht nass werden und mich möglicherweise erkälten, wenn es nicht regnen würde. Wenn es nun aber regnet, was ich nicht beeinflussen kann und wo es auch vollkommen sinnfrei ist darüber zu lamentieren, dass es schöner wäre würde es nicht regnen, dann liegt es an mir dies zunächst einmal zu erkennen und mich entsprechend zu kleiden und einen Schirm mitzunehmen.

Die vereinzelt auftauchende Kritik an Winterhoffs Buch, es sei aus psychologischer Sicht nicht fachlich genug, greift meines Erachtens nicht. Der Autor wollte kein Fachbuch als Psychologe für Psychologen schreiben, sondern eine möglichst breite Öffentlichkeit für diese inzwischen immer greifbar werdende gesellschaftliche Fehlentwicklung sensibilisieren. Denn die zum Teil verheerenden Auswirkungen sind mittlerweile deutlich spürbar. Die Zunahme psychischer Erkrankungen und Erscheinungen von seelischer Überlastung und Erschöpfung ist auffällig und die Auswirkungen, gerade auch auf die heranwachsenden Generationen, besorgniserregend.

Durch diesen letzten Punkt erklärt sich dann auch der ansonsten etwas irreführende Titel des Buches. Winterhoff ist Kinder- und Jugendpsychologe und ergänzt seine Analysen mit einem speziellen Fokus auf die Entwicklungsstörungen die aus dem gesamtgesellschaftlichen Fehlverhalten bei Kindern erwachsen können und auch immer häufiger auftreten. Dennoch ist das Buch keineswegs eine speziell auf Kinder und Jugendliche gerichtete Abhandlung, noch weniger ist es ein Erziehungsratgeber! Daher will mir der Subtitel des Buches "Die Rückkehr zur Intuition" passender scheinen, als der missverständliche Haupttitel.

Alles in allem, ein wirklich wichtiges Buch, allgemein verständlich geschrieben, was hoffentlich bei vielen (Selbst-)Erkenntnis fördert und dazu beitragen wird die ausufernde Überreiztheit und Hysteriesierbarkeit gesellschaftlich in den Griff zu bekommen. Ich für meinen Teil habe jedenfalls einige Fallen erkannt, in die ich bisher immer wieder sehenden Auges hineinspaziert bin.
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67 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hervorragende Analyse - überflüssiges Beiwerk, 17. September 2011
Winterhoff ist ein Meister der Analyse. So gelingt es ihm in seinem neuen Buch Lasst Kinder wieder Kinder sein trefflich, die durch die veränderte Medienkultur wie auch durch unseren gesamten gegenwärtigen Lebensstil verursachte Belastungssituation für unsere Psyche nachvollziehbar zu analysieren und zu beschreiben: Wir befinden uns ständig im Katastrophen Alarm und treiben deswegen das Hamsterrad, in dem wir uns befinden, unaufhaltsam weiter an. Der Verlust der Mitte, der inneren Ruhe, ist die Folge davon. Der Zugriff auf unsere Intuition ist verstellt.
Eine gelungene Ergänzung und Weiterführung seiner bisherigen Bücher. Wenngleich der Titel des Buches eine andere Erwartungshaltung weckt, nämlich die, dass dieses Buch sich schwerpunktmäßig mit der gesunden Entwicklungsbegleitung von Kindern beschäftigt, was es jedoch nur peripher tut. Dennoch lohnt sich das Lesen allein für die Wissenserweiterung durch o.g. Analyse. Sie ist kurz und knapp dargestellt, mit Beispielen verdeutlicht. Das kann Winterhoff: Er ist, wie gesagt, ein Meister der Analyse, allerdings kein Meister des Wortes. Nein. Sprache fließt ihm nicht zu. Bei seinem neuesten Buch hatte er jedoch offensichtlich gute Berater, denn es liest sich stilistisch sehr viel glatter als seine ersten drei Bücher. Es ist schriftstellerisch deutlich besser.

Dennoch erscheint es, bei aller Bedeutung der Kernaussage, eine merkwürdige Konstruktion verschiedener Teile zu sein. Das erste Drittel - samt Vorwort - überzeugt als authentisch, ebenso das letzte Drittel, wenngleich das wieder etwas schwerfälliger geschrieben ist. Das mittlere Drittel hätte auf wenige Sätze reduziert werden können, da es zu diesen Themen schon sehr viel Literatur von Autoren gibt, die das viel besser können als Winterhoff. Einige Passagen, ebenso wie das zum ersten Mal in einem Winterhoff Buch gehäuft auftretende Zitieren anderer Autoren, befremden und sind aus meiner Sicht gänzlich entbehrlich. Warum traut sich Winterhoff nicht, einfach einen Erfahrungsbericht zu schreiben: Das beobachte ich, das könnte daraus entstehen, so könnte man es auf einen anderen Weg bringen. Punkt.? Ist das zu unpopulär? Wissenschaftlich ist seine Arbeit sowieso nicht. Dazu wäre mehr als das Einbauen einiger Zitate nötig. Aber der Praxis genügen Erfahrungen mit fachlich plausiblen Schlussfolgerungen vollkommen. Noch immer war es so, dass die Praxis die Theorie überholt hat. Nur ein wenig Mut braucht es dazu. Hat Winterhoff den nicht?

In seinem Buch sind zudem weder der umständlich bemühte gute alte Kierkegaard noch das Interview mit der sowieso in allen Medien ständig präsenten Margot Käßmann inhaltlich zielführend. Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist das Darstellen von Gesprächen mit gesellschaftlich anerkannten oder hochrangigen Persönlichkeiten oder solchen, von denen man meint, dass es so wäre, wie dem BMW-Personalchef Harald Krüger oder dem Thomas-Kantor Georg Christoph Biller. Will Winterhoff seiner Arbeit damit mehr Autorität, ihr mehr Gewicht verleihen? Oder geht es nur darum deutlich zu machen, mit welchen bekannten Persönlichkeiten er Gespräche geführt hat, um dieses Buchergebnis erarbeiten zu können? Mich hat das nicht überzeugt. Bei den Ausführungen von Georg Christoph Biller beispielsweise frage ich mich als Leser ebenso wie bei den Erläuterungen von Harald Krüger, wie sich das wohl aus Sicht der anderen Seite, der Mitarbeiter bzw. der Jugendlichen des Chores, anhören würde. Ich denke, Winterhoff hätte gut darauf verzichten können.

Was er richtig gut kann ist das Analysieren psychischer Abläufe und Zustände. Aufgrund seiner vielfältigen, langjährigen Praxiserfahrungen kann er das, sowohl in seinen Vorträgen wie auch in seinen Büchern, mit Hilfe zahlreicher Beispiele sehr überzeugend und anschaulich verdeutlichen. Dabei sollte er es schriftstellerisch und vortragend aber auch belassen und sich stattdessen stärker in die praktische Umsetzung seiner Forderungen einbringen, um zu beweisen, dass die von ihm beschriebenen Fehlentwicklungen tatsächlich umkehrbar sind. Dass es keine Utopien sind, dass hier eine Wende herbeigeführt werden kann. Das würde den Menschen Hoffnung geben und gerade die fehlt uns allen so sehr in diesen Tagen.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich Winterhoff derzeit nicht so recht entscheiden kann, was er eigentlich will. Tatsächlich muss es jemandem, der nach vielen Jahren fleißiger Arbeit quasi im Verborgenen, von einer solchen Welle der Popularität überrollt wird, der medial zu einem neuen Heilsbringer hochstilisiert wird, einfach schwer fallen, hier nicht die Orientierung zu verlieren. Insofern ist dieses mediale Interesse mit seinen Zwängen und Forderungen vermutlich Winterhoffs Hamsterrad.

Ich würde mir sehr wünschen, Winterhoff konzentrierte sich auf sein Handwerk, auf das der Analyse und würde ohne allen verkaufsträchtigen und medienwirksamen Schnickschnack irgendwann einmal die Winterhoffschen Analysen gleichsam als Lose Blattsammlung mit ständig durch ihn zu ergänzenden Nachlieferungen - nämlich immer dann, wenn er gerade mal Zeit und Lust zum Schreiben hätte (!) - veröffentlichen. In der Zwischenzeit könnte er sich mit seinen Kompetenzen sehr viel aktiver beratend und unterstützend in die gegenwärtige Bildungs- und Erziehungsarbeit einmischen. Das wäre sicherlich ein großer Gewinn für unsere psychisch angeschlagene Gesellschaft und eine echte Chance für unsere Kinder.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein eindrucksvolles Hörbuch, 15. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe schon die beiden ersten Hörbücher von Michael Winterhoff gehört (sind äußerst interessant) und bin auch von dem neuen Hörbuch absolut begeistert. Sehr empfehlenswert für alle die Kinder haben oder haben wollen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für jeden, der aus dem ständigen Stress des Alltags entkommen möchte, 23. März 2012
"Lasst die Kinder wieder Kinder sein! Oder: Die Rückkehr zur Intuition" von Michael Winterhoff lässt den Leser sehr kritisch auf die eigenen vermeintlichen Freiheiten schauen. Sind wir heute in der Gesellschaft der "unbegrenzten Möglichkeiten" wirklich "frei"? Sind wir wirklich noch "Herr unserer Selbst"? Ist es uns überhaupt noch möglich eine Auszeit zu nehmen, wirklich zu entspannen oder einmal tatsächlich "nichts" zu tun? Wann haben Sie das letzte Mal wirklich nichts getan?

Mit diesen spannenden Fragen und vielem mehr, sowie konkreten Lösungsansätzen um selbst aus dem "Hamsterrad" zu entkommen, beschäftigt sich Michael Winterhoff in diesem Buch. Es lässt sich wunderbar lesen, ist klar verständlich, einleuchtend und vor allem regt es zum Nachdenken an.
Das Problem des ständigen Stress und dessen Auswirkungen auf unser Verhalten stellen den Mittwlpunkt dieser Werks dar. Damit wird auch auf das Verhalten unseren Kindern gegenüber klar beleuchtet, welches den Rahmen bildet.

Das Buch ist für Jedermann empfehlenswert, da der Fokus auf der "Selbstkritik - sowie Selbstfindung" liegt und sich nicht, wie der Titel vermuten lässt, ausschließlich um Kinder dreht.
Ein Wirklich gelungenes Werk.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht mit Erziehungsratgeber verwechseln..., 1. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein hervorragender Beitrag zu unserer Gesellschaft, die sich aufgrund ihrer rasanten Entwicklung nach dem Motto: "Höher, schneller, weiter!" zu einer furchtbar schnelllebigen und medialen Welt entwickelt.
Für die Entwicklung der wichtigsten Menschen, nämlich unsere Kinder, kann es kaum etwas störenderes geben, als der "krasse" Einfluss von außen.
Dieses Buch öffnet Augen und lenkt im besten Fall unserer Einstellung wieder auf den richtigen Weg...
Meine innere Einstellung hat sich durch dieses Buch verändert und die positive Resonanz und Bestätigung erhalte ich täglich zu Hause von meinen Kindern!
Sehr empfehlenswert, leider wird der Autor sehr gerne missverstanden, man muss sich diesbezüglich unvoreingenommen öffnen können.
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37 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eltern sollen mit Ruhe,Selbstreflexion und dem Wiederentdecken ihrer Intuition ein erwachsenes Gegenüber ihrer Kinder werden, 16. September 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Drei Bücher sind in diesem September 2011 erschienen, die aus verschiedenen Perspektiven alle ein und dasselbe Thema beleuchten: es geht ihnen allen um die Verantwortung der Eltern gegenüber ihren Kindern, bzw. die Notwendigkeit einer Rückkehr zu einer bewussten Übernahme dieser Verantwortung.

Die ZEIT-Journalistin Susanne Gaschke klagt in ihrem Buch "Die verkaufte Kindheit" an, dass die Kindheit zu einem Objekt von Geschäften verkommen ist, dass sie regelrecht "verkauft" werden von Firmen und Medien, für die Kinder der ideale Kunde sind. Ein Phänomen, das es noch nicht so lange gibt, dass aber den Kindern für ihre Entwicklung wesentliche Dinge sozusagen stiehlt.
Gefragt, was sie denn bei all ihrer Kritik unter einer glücklichen Kindheit verstehe, hat Susanne Gaschke geantwortet: "Das wird jeder Mensch unterschiedlich beantworten. Aber einige Dinge gehören dazu: Geborgenheit und Verlässlichkeit, Liebe, Zuwendung, Gelobtwerden, Verstandenwerden. Kinder brauchen ein 'Draußen', sie müssen die Welt erklettern und erkriechen. Sie müssen ausreichend schlafen. Und sie brauchen Bücher."

Und vor allen Dingen, so Gaschke, brauchen sie Eltern, die bereit sind, auch einmal Nein zu sagen, sie brauchen Eltern, die erwachsen und reif handeln, damit ihre Kinder möglichst lange Kinder bleiben können.

Ihre Kollegin bei der FAZ, Melanie Mühl, hat zur gleichen Zeit, mit ihrem Buch "Die Patchwork-Lüge" eine der wesentlichen und dramatischen Lebenslügen von immer mehr Menschen und einer ganzen Gesellschaft angegriffen. Sie beklagt eine Gesellschaft, die nicht wahrhaben will, welche schlimmen und meist lebenslangen Folgen die immer mehr zunehmenden Scheidungen von Ehen für die sogenannten Scheidungskinder hat. Eine Gesellschaft, deren Mitglieder in einer immer größeren Zahl einfach nicht erwachsen werden wollen:
"Heute ist uns die Vorstellung davon, was Erwachsensein heißt, abhandengekommen. Erwachsen sein heißt, Entscheidungen zu treffen. Indem wir uns auf eine Option festlegen, schließen wir andere Optionen aus. Wir verzichten auf etwas und übernehmen für etwas Verantwortung, für einen Menschen zum Beispiel oder für eine Familie.
Erwachsensein bedeutet, die banale Tatsache zu akzeptieren, dass sich nicht jeder Wunsch verwirklichen lässt und Lebensabschnitte einander abwechseln. Erwachsensein kann ein beruhigendes Gefühl vermitteln. Die Möglichkeitswelt ist kleiner geworden, sie erfordert keine permanenten Revision, weil man nicht fürchtet, Erlebnisse, Menschen oder irgendetwas sonst zu verpassen. Man ist angekommen."

Der Kinderpsychiater und Psychotherapeut Michel Winterhoff setzt in seinem neuen hier anzuzeigenden Buch "Lasst die Kinde wieder Kinder sein!" in der Analyse seinen Schwerpunkt etwas anders, kommt aber zu ähnlichen Schlüssen. In einem Interview sagt er:
"Wenn man sich in unserem Alltagsleben umschaut, sieht kann immer mehr Menschen, die sich scheinbar in einer Art Hamsterrad befinden. Da gibt es keine Ruhe, keine Erholung, nur ein ständiges Weiterdrehen auf immer höheren Touren. Diese Menschen verhalten sich, als befänden sie sich direkt im Angesicht einer große Katastrophe."

Er möchte mit seinem Buch dazu beitragen, die Zusammenhänge zu verstehen, die uns in das Rad hineingetrieben haben. Die meisten Menschen, eben auch Eltern von Kindern, haben sich dort eingerichtet, ihre krank gewordene Seele sucht ständig nach Dingen, die sie im Hamsterrad festhalten. Doch das ist weder für sie selbst noch für ihre Kinder gut. Denn Erwachsene, die ständig im "Katastrophenmodus" sind, wie Winterhoff das nennt, übertragen diesen Stress auf ihre Kinder und können sich dann auch nicht mehr intuitiv richtig verhalten. Die Folge sind dauerhafte Beziehungsstörungen zwischen den Eltern selbst und auch mit ihren Kindern. Auf Dauer gehetzte Menschen können die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens in der Gesellschaft nicht mehr tragen.

Mit vielen Beispielen auch aus seiner therapeutischen Praxis zeigt Michael Winterhof Alternativen auf, Auswege aus dem Teufelskreis des Mehr, Schneller, Besser ....
Nur die Erwachsenen, so seine überzeugende These, die sich in ihrem Umgang mit Distanz, mit Ruhe, Selbstreflexion und dem Wiederentdecken ihrer Intuition neu definieren und verändern, können ihren Kindern wieder ein echtes und erwachsenes Gegenüber werden. Es ist genau das, was sie brauchen, um selbst erwachsen werden zu können und um später, im Verhältnis zu ihren eigenen Kinder, nicht das zu wiederholen, was Melanie Mühl in ihrem Buch so beschreibt:

"Wir sprechen nicht über ein paar Kindheitstraumata, die nur die Persönlichkeit Einzelner betreffen, wir sprechen über nicht weniger als den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Kinder, die in unverbindlichen Sozialkonstruktionen aufwachsen, die sich selbst überlassen werden, verlieren jedes Gefühl für Bindungen, für Freundschaft, Liebe und Solidarität. Sie sind Vagabundierende, an keinem Ort verankert, ohne feste Beziehungen, nicht einmal der zum eigenen Ich. Das macht sie zu tickenden Zeitbomben. Denn irgendwann werden die Kinder Erwachsene sein, und das psychische Profil einer ganzen Generation prägen."

Michael Winterhoffs Buch ist zusammen mit den anderen eine von vielen Stimmen, die in diesen Zeiten für die Rückkehr und die Wiederbesinnung auf Werte und Fähigkeiten werben, die uns im Bezug auf unsere Kinder über Jahrzehnte schleichend aus den Händen genommen wurden. Wir haben es zugelassen, deshalb können wir es auch wieder ändern.
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34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ausgezeichnetes Kernthema, leider mit viel BlaBla drumherum, 8. November 2011
Von 
S. Heinz (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Im Gegensatz zum Autor werde ich mich kurz fassen:
Das Kernthema und die Beleuchtung der Streßfaktoren unserer Zeit sind gut erfasst und nachvollziehbar mit guten Beispielen dargestellt. Auch ich finde mich in vielen Situationen wieder.
Was mich an dem Werk stört sind vor allem zwei Punkte:
- einerseits das dauernde Wiederholen einiger Askepte (teilweise über 10 Seiten und mehr hinweg)
- andererseits fehlt mir durchweg ein wenig mehr wissenschaftliche Ausarbeitung mit fundierten Belegen. Alltagsbeispiele und Theorien sind keine "Analyse" (ein Wort, das der Autor ebenfalls unzählige Male wiederholt).

Der Inhalt des Buches könnte locker in einen Zeitungsartikel gepackt werden - für ein Buch ist mir zuviel seichtes BlaBla ohne Belege drumherum.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht noch mehr Winterhoff, 8. Oktober 2014
Von 
B. Kuhn (Saarland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unter allen Ratgebern ist Herr Winterhoff einer der wenigen, die auch Fachleute zu Diskussionen anregen. Viele seiner Thesen finde ich berechtigt und gut durchdacht. In diesem Buch beschreibt er, wie Panikmache durch die Medien und der alltägliche Stress auf uns und unser Verhältnis zu unseren Kindern wirken. Wie immer zeichnet Herr Winterhoff wieder ein sehr düsteres Zukunftsbild und prognostiziert den Kindern der heutigen Zeit ein Leben als emotional-gestörte Erwachsene, wenn wir nicht sofort gegenlenken. In diesem Punkt verhält er sich jedoch wie die von ihm angeprangerten Medien und trägt nicht zur "entstressung" bei. Von Buch zu Buch bekomme ich immer stärker den Eindruck, dass Herr Winterhoff mit seinen plakativen und unterhaltsamen Beispielen gerne seine Verkaufszahlen sichert, denn das Jammern über die schlimmen Eltern und gestörten Kinder und Jugendlichen bringt ihm viel Zustimmung. Lösungsorientierung? - sucht man hier leider vergeblich.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene und interessante Analyse, aber leider mit wenig Bezug zum Titel, 8. Februar 2012
Von 
Nicole W. - lilstar.de "N.W." (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
"Lasst Kinder wieder Kinder sein" lautet der Titel von Winterhoffs letztem Buch. Erwartet habe ich ein Buch, in dem es um den Umgang mit unseren Kindern geht. So suggeriert es ja auch schon der Titel. Und ja, es geht auch um unsere Kinder und wie sie uns erleben, allerdings nur am Rande. Die Hauptaussage, das Kernthema, ist eigentlich der Erwachsene und wie er sich im sogenannten Hamsterrad befindet, was damit überhaupt gemeint ist und wie der Autor darauf kommt. Das Kinder von diesem Teufelskreis im Hamsterrad mitbetroffen sind, und dass das auch gar nicht so gut ist, das erfahren wir nur so nebenbei.

Aber mal von vorne. In Michael Winterhoffs neuem Buch will er uns seine neue Analyse vorstellen, wie es aus seiner Sicht dazu kommt, dass immer mehr Kinder eine unbefriedigend entwickelte Psyche aufgrund der Beziehungsprobleme mit ihren Eltern haben. Leser, die bereits die ersten Bücher des Autors gelesen haben, wissen, dass dies seiner Meinung nach das Gesellschaftsproblem unserer heutigen Zeit ist, nicht die Erziehung selbst. Wer die ersten Bücher Winterhoffs nicht gelesen hat, der könnte allerdings ab und an mal über einige Begriffe stolpern (z.B. Symbiose), die der Autor für seine Theorie geprägt und definiert hat. Dabei macht der Autor klar, dass es ihm ganz und gar nicht um Schuldzuweisungen geht, wie es in diversen Kritiken der Vergangenheit öfter lautete, sondern um das Aufzeigen eines Problems unserer heutigen Zeit, denn nur, wenn ein Problem als solches erkannt wird, sind wir in der Lage auch einen Ausweg zu finden.

Nach Winterhoff liegt das Problem, dass wir uns heute nicht mehr angemessen unseren Kindern gegenüber verhalten, also unserer Intuition folgen, darin, dass wir uns im sog. Hamsterrad befinden. Damit meint der Autor, dass in unserer heutigen Zeit, wo jeder jederzeit und allerorts erreichbar ist, niemand mehr wirklich abschalten kann und mal einige Minuten Ruhe genießt. Selbst wenn man mal die Ruhe hätte, um nichts zu tun, dann würde unsere Psyche, die sich im Katastrophenmodus befindet, sich Dinge suchen, die es zu tun gibt. Lässt sich nichts tun, dann wären wir weiter unruhig.

Winterhoff belegt diese These mit so vielen Beispielen, dass sich wahrscheinlich jedermann mehr als einmal darin wiederfinden wird. Ich persönlich hatte stellenweise den Eindruck, dass nur über mich geschrieben wurde. Und das liegt nicht an total verallgemeinernden Beispielen, sondern daran, dass diese Darlegung tatsächlich ein Massenphänomen unserer heutigen Zeit ist.

Warum Winterhoff, der ja Kinder- und Jugendpsychiater ist, sich mit den Problemen Erwachsener beschäftigt liegt hier wahrscheinlich auf der Hand: Kinder bekommen die Handlungen Erwachsener, ihre Unruhe, ihren Stress ungefiltert ab und nehmen sich ein Beispiel an ihren gestressten Eltern, Lehrern oder sonstigen Bezugspersonen.

Dafür, dass der Titel des Buchs Lasst Kinder wieder Kinder sein" lautet, ist mir der Bezug zu eben diesen allerdings viel zu knapp geraten. Der Großteil des Buches beschäftigt sich mit der Darlegung Winterhoffs Analyse des bereits erwähnten Hamsterrads und den darin rotierenden Erwachsenen. Die Einbeziehung der Kinder und wie diese unter solchen Bedingungen beeinträchtigt werden liegt mehr auf der Hand als dass man die Erläuterungen dafür im Buch vorfindet.

Der Untertitel des Buches Die Rückkehr zur Intuition" bleibt mir auch nach Beendigung des Buches zu schwammig. Natürlich kann man sich denken was der Autor damit meint, allerdings gehört da vielmehr eigene Intuition dazu als die Fähigkeit zu lesen, denn im Buch wird weniger erläutert was genau der Autor mit Intuition" meint.

Außerdem fehlen mir ebenfalls ein paar Ansätze wie der Autor gedenkt, dass man zur Intuition zurück finden kann. Die Lösung beschreibt er zwar als einfach: Raus aus dem Hamsterrad, allerdings schreibt er auch, dass es sehr, sehr schwer ist aus eigener Kraft aus diesem Teufelskreis Hamsterrad auszubrechen. Die Lösung bleibt also auf der Strecke, leider konnte ich keine konkreten Vorschläge erkennen, aber das nächste Buch kommt ja bestimmt.

Insgesamt fand ich das auch dieses Buch des Autors wieder einmal sehr interessant. Winterhoff gelingt es brillant ein Problem zu analysieren und zu isolieren und so darzustellen, dass klar wird, wo seiner Meinung nach Missstände entstehen. Leider fehlt mir hier allerdings ein nachvollziehbarer Lösungsansatz. Einen solchen hätte ich mir nach einer solchen Lektüre dringend gewünscht.

Außerdem muss ich den Titel bemängeln, denn diesem nach habe ich eine Lektüre erwartet, die viel mehr die Kinder und unseren Umgang mit ihnen im Fokus hat.

Insgesamt vergebe ich trotzdem 4 von 5 Punkten, denn die vorliegende Analyse ist hervorragend gelungen.
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Lasst Kinder wieder Kinder sein!: Oder: Die Rückkehr zur Intuition
Lasst Kinder wieder Kinder sein!: Oder: Die Rückkehr zur Intuition von Michael Winterhoff (Taschenbuch - 16. Dezember 2013)
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