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51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klarer gehts nicht!
Endlich wird mal klar und deutlich die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern erklärt und wie wichtig es ist, dass ein Kind Kind sein darf. Dies kann nur geschehen, wenn die zu erziehende Person die Verantwortung auf sich nimmt und dem Kind altersangemessene Strukturen gibt. In diesem Buch wird klar, dass es eben nicht schädlich für das Kind ist ihm...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2009 von Yvonne liest

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Begeisterung, die mich beim Lesen
des ersten Tyrannen Buchs packte und animierte, gleich drei weitere Winterhoffbücher zu bestellen, ist inzwischen in großen Ärger umgeschlagen. Würde ich das erste Buch noch mit 4 Sternen bewerten - ein Punkt Abzug, weil mir die konkreten Beispiele fehlen - so sind die Nachfolgewerke ein reiner Abklatsch des bereits Gesagten. Immer wieder das Gleiche,...
Vor 10 Monaten von Lickle L. veröffentlicht


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51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klarer gehts nicht!, 16. Dezember 2009
Endlich wird mal klar und deutlich die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern erklärt und wie wichtig es ist, dass ein Kind Kind sein darf. Dies kann nur geschehen, wenn die zu erziehende Person die Verantwortung auf sich nimmt und dem Kind altersangemessene Strukturen gibt. In diesem Buch wird klar, dass es eben nicht schädlich für das Kind ist ihm (liebevoll) Grenzen zu setzen und klar zu definieren, wo das Kind steht und wo der Erwachsene.
Interessant ist auch, welche Beziehungsmuster, die so liebevoll zu sein scheinen, ausgesprochen schädlich für die psychische Entwicklung des Kindes sind. Diese Buch sollte Pflichtlektüre für alle Erziehungspersonen sein.
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86 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen durch dieses Buch ist bei uns mehr Ruhe in den Alltag gekommen, 26. September 2009
wir verbieten unserem Sohn jetzt früher manche Dinge, die wir sonst mit vielen Argumenten versucht haben zu erklären und sein Einverständins und damit eine friedliche /harmonische Stimmung zu erreichen - das Gegentail war der Fall: unser Sohn war öfter lange wütend oder unzufrieden. Jetzt machen wir eher einfach wie wir'S für richtig halten auch wenn es gründlich gegen seinen Willen ist; was unseren Sohn aber offensichtlich eher ruhiger und zufriedener gemacht hat; wenn wir ihm deutlich die Grenzen zeigen, nimmt er davon sichtilich keinen Scahden - sonst käme er wohl kaum singend aus seinem Zimmer, wenn wir trotz seines Protests auf dem Einhalten einer Regel bestehen; er kann mit Frustrationen wesentlich besser umgehen; die ewige Diskutiererei (Partnerschaftlichkeit) hat viele Nerven gekostet, weil es in jeder Situation von vorne losging. jetzt muss man einiges 1x "durchstehen" aber wir werden in der nächsten Situation nicht wieder in eine Dikussion verwickelt, weil er gelernt hat, dass es Dinge gibt, die "einfach so sind" oder die wir so machen, weil wir die ELtern sind PUNKT.
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79 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufrüttelnde Beschreibung einer dramatischen Entwicklung - Haltung für Halt!, 27. Januar 2009
Von 
Detlef Rüsch "detlefruesch" (Landshut, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Wer verändern will, der gebraucht manchmal anstoßende Begriffe und Formulierungen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Beim neuesten Buch des Kinderpsychiaters Michael Winterhoff gelingt ihm wieder mit seiner klaren Art, auch unbequeme Thesen und Analysen aufzustellen. Ob als Eltern, Pädagoge/-in oder Therapeut/-in und hoffentlich auch als Politiker/-in wird man hier wachgerüttelt und auf eine unglückliche Entwicklung der Kinder bzw. in ihrer Erziehung aufmerksam gemacht.
Nach einem kurzen Überblick über die Entdeckung der Kindheit" beschreibt der Autor vier Konzepte, nach denen in unserer Gesellschaft Kinder gesehen werden:
1. Kind als Kind"
2. Kind als Partner"
3. Ich will vom Kind geliebt werden"
4. Das Kind ist Teil meiner selbst"
In einer Mischung aus entwicklungspsychologischen, kinderpsychiatrischen und pädagogischen Erkenntnissen macht Winterhoff deutlich, wie selten Kinder tatsächlich als Kinder gesehen werden.
Ob Zuhause, im Kindergarten oder im Schulbereich (das sind die Erlebensbereiche, aus denen Winterhoff seine vielen, situativ beschreibenden Beispiele herausnimmt): der Alltag vieler Kinder ist davon geprägt, dass sie nicht klaren Erwachsenen gegenüber stehen, sondern auf Menschen treffen, die eine Partnerschaft mit den Kindern leben wollen - unabhängig der jeweiligen Entwicklungsstufe". Aus dieser gestörten Beziehung erwachse eine gestörte Kommunikation zwischen Lehrern/-innen und Schülern/-innen bzw. Eltern, zwischen (Groß-) Eltern und Kindern sowie auf der Paarebene. Aber ebenso sei in Kindergärten und in der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe oftmals ein fatales Verständnis von Partnerschaft mit dem Kind zu sehen, welches vielfach die Verantwortung (der Erwachsenen) den Kindern überlasse. Was als Selbstbestimmung der Kinder daherkomme, sei oftmals eher ein überforderndes sich selbst überlassen.
Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen geht Michael Winterhoff noch auf die Auswirkungen der Tempobeschleunigung auf das Zusammenleben und die Psyche" ein und gibt richtungsweisende Auswege vor, wie mit Beziehung und Struktur eine neue Balance im Generationenverhältnis hergestellt werden kann und welche Erfordernisse auf privater, öffentlicher und politischer Ebene notwendig sind.
Wer hier einen Erziehungsratgeber schlechthin mit vielen Details vermutet, wird überrascht sein; denn es geht dem engagierten Autor vor allem um eine Veränderung in der Haltung gegenüber Kindern, ohne wieder in das Zeitalter autoritärer Extreme zu verfallen. Diese Haltungsänderung würde den Kindern wieder mehr Halt geben.
Leider fehlen in dem Buch sowohl Stichwortverzeichnis als auch ein zusammenfassendes Literatur- bzw. Quellenverzeichnis. Ansonsten aber wird die unbequeme und doch gut lesbare Lektüre Einspruch und Widerspruch hervorrufen und so mancher Ausspruch wird Anstoß erwecken.
Wenn dies geschieht und die nach dem Lesen des ganzen Buches ohne Polemik geführte Diskussion sich bis in die Elternhäuser und pädagogischen Institutionen ausweitet, dann ist den Kindern und den ihnen verantwortlichen Personen wirklich geholfen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Begeisterung, die mich beim Lesen, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht - Auswege (Taschenbuch)
des ersten Tyrannen Buchs packte und animierte, gleich drei weitere Winterhoffbücher zu bestellen, ist inzwischen in großen Ärger umgeschlagen. Würde ich das erste Buch noch mit 4 Sternen bewerten - ein Punkt Abzug, weil mir die konkreten Beispiele fehlen - so sind die Nachfolgewerke ein reiner Abklatsch des bereits Gesagten. Immer wieder das Gleiche, nur anders verpackt, reine Geldschneiderei!!!
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146 von 173 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auswege aus dem Regelkreis, in dem Erwachsene ihre Kinder nicht wirklich Kind sein und dann nicht erwachsen werden lassen, 28. Januar 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Das erste Buch Michael Winterhoffs mit dem Titel "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" ist nicht nur gut verkauft worden, sondern seine Rezeption war sehr kontrovers. Was in der Regel zeigt, dass der Autor wichtige und auch wahre Dinge angesprochen hat. Jedenfalls hat sein Buch, das kann man sagen, die Diskussion angestoßen, und den einen oder anderen auch auf mit weniger reißerisch daherkommenden Titeln publizierende Autoren wie etwa Jesper Juul aufmerksam gemacht.

Nun liegt, lange schon angekündigt, sein zweites Buch vor mit dem Untertitel "Warum Erziehung nicht reicht. Auswege". Hier erläutert er noch einmal die verschiedenen Beziehungskonzepte von Eltern: Partnerschaft, Projektion und Symbiose, in denen, in der Regel unbewusst, Erwachsene ihre Beziehung zu Kindern leben. Beziehungsstörungen nennt er diese Konzepte im ersten Buch und zeigt hier wie dort auf, welche verhängnisvollen und beklagenswerten Folgen dies für die Entwicklung der Kinder hat.

Das neue Buch stellt neben die Analyse des Problems die Suche nach Auswegen und kommt auch weniger anklagend daher. Erziehung allein, so sehr sie auch überall fehlt und manches Mal geradezu vermieden bzw. diffamiert wird, wie ich finde ( vgl. dazu kritisch die Bücher von Bernhard Bueb, "Lob der Disziplin" und "Von der Pflicht zu führen") reicht nicht aus. Sie muss in der Familie, im Kindergarten und der Schule zur Be-Ziehung werden, sollen die Kinder zu reifen und autonomen Erwachsenen heranwachsen. "Kinder müssen Kinder sein dürfen und Erwachsene müssen Erwachsene sein wollen", so nennt Winterhoff die Aufgabenstellung. Dabei ist eines vorrangig nötig:
"Kinder brauchen in der Schule und im Kindergarten genauso wie im Elternhaus Struktur, weil Struktur Halt gibt. Neben überschaubaren Abläufen (und Ritualen, wie sich der Rezensent erlaubt hinzuzufügen) gehört dazu beispielsweise auch eine sehr persönliche Ansprache des einzelnen Schülers durch den Lehrer. Es ist äußerst wichtig, als Lehrer seine Schüler gezielt auf sich zu beziehen. Aus meinen bisherigen Ausführungen ist auch klar ersichtlich, warum das so wichtig ist. Denn es geht auch hier nicht um Er-Ziehung, sondern und Be-Ziehung."

Dem Buch und seinen Thesen, die so auch schon von anderen formuliert wurden (vgl. Jesper Juul und auch Bernhard Bueb etwa) ist zu wünschen, dass sie nicht nur kontrovers (weg)diskutiert werden, sondern dass sie einsickern in die Sozialisationsinstanzen wie Kindergarten und Schule, die Beratungsstellen und Jugendämter und die politischen Entscheidungsgremien. Denn viele Erwachsene, die Eltern geworden sind, brauchen Hilfestellungen und Angebote, um in ihre Rolle wirklich hineinzuwachsen und den Regelkreis zu unterbrechen, der seit Jahrzehnten beobachtet werden kann: nicht wirklich reife und erwachsene Männer und Frauen können Kindern nicht wirklich Erzieher und Vorbild sein. Die Kinder ihrerseits werden nicht wirklich erwachsen, lernen keine Disziplin und Verantwortung zu übernehmen und geben dies, wenn sie dann überhaupt welche bekommen wollen, diese unreifen Haltungen und Werte wieder an ihre Kinder weiter.

Im Kindergarten meines Sohnes David (5), in dem ich durch eine wöchentliche "Lesezeit" mithelfe, die Sprachkompetenz und die Leselust der Kinder zu fördern, kann man gut beobachten, wie das durch das Engagement von Eltern und Erzieherinnen gut funktionieren kann. Wenn sich das dann auch in die Grundschule fortsetzt, kann die Entwicklung vielleicht für die Kinder und ihre Familien wirklich nachhaltig sein.

Wir dürfen als Gesellschaft unsere Kinder nicht einem unreifen Schicksal überlassen, müssen sie als Kinder Kind sein lassen, und den Erwachsenen helfen, ihre Rolle zu finden. Ein langer Prozess, der nötig ist und sich lohnen wird, davon bin ich als Vater überzeugt.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zum Nachdenken und Beobachten anregendes Buch, 31. Juli 2010
Als Dipl.-Psych. und Mutter von zwei Kindern habe ich mich immer für Erziehung interessiert und mich sehr umfangreich mit den Gedanken und Konzepten von Erziehern in Kindergärten und Schulen sowie anderen Eltern auseinandergesetzt. Mich hat immer interessiert, wie die Erfahrungen und Gedanken anderer Menschen sind, die pädagogisch arbeiten. Von professionellen berufserfahrenen Pädagogen habe ich anschaulich berichtet bekommen, dass die Arbeit mit Kindern über die Zeit schwieriger geworden sei, da viele Kinder keine Regeln akzeptieren würden, zu viel Fernseh gucken (auch Filme, die nicht altersgemäß sind) und Szenen des Gesehenen nachspielen, was zu größeren Verletzungen führt, da die Kinder Fiktion und Realität noch nicht gut unterscheiden können. Zudem haben sie weniger Achtung vor anderen und deren Eigentum, können sich weniger ruhig verhalten und konzentrieren, sind motorisch schlechter entwickelt und zeigen sich gegenüber Regeln ablehnend. Das Gespräch mit den Eltern sei schwieriger geworden, da sie das Verhalten ihrer Kinder meistens schützen, bagatellisieren oder sich auf den "Schlips getreten" fühlen. Ein konstruktiver Austausch sei sehr schwierig geworden.

Mich hat das Buch von Winterhoff angeregt, stärker noch als bisher die Augen zu öffnen und herauszufinden, warum sich viele Kinder heutzutage so unangemessen verhalten. Und wenn ich Eltern, Kinder und Pädagogen in Interaktionen beobachte, so erhalte ich viele Bestätigungen der Thesen von Winterhoff. Ich danke ihm für dieses Buch, hat es mir doch weitere Anregungen gegeben, Diskussionen und Gespräche mit anderen Eltern und Pädagogen auch hinsichtlich der Beobachtungen von Winterhoff zu führen. Für mich ist es immer wichtig gewesen, weniger auf z. B. momentanes unangemessenes Verhalten von Kindern zu achten (da sich Kinder in der Entwicklung befinden und vieles - wie wir eigentlich auch - noch lernen müssen), sondern darauf zu achten, was Eltern in einem solchen Fall tun. Und da erlebe ich zum Teil erschütternde Szenen, die sich mit Winterhoffs Erklärungsansätzen sehr gut beschreiben lassen und die Eltern und Pädagogen in den Fokus rücken.
Wie oft habe ich erlebt (ein vielleicht für manche banales Beispiel), dass aus einem liebevollen "Nein, Du kannst heute nicht bei Deinem Freund übernachten" nach endlos langer Diskussion ein ängstliches "Na gut, ich spreche mal mit dem Papa oder der Mama." und dann ein sich ergebendes : "O.k., wenn Du Dich dann beruhigst." wird. Wer die Welt beobachtet und sich mit Erziehenden bespricht, kann die Erklärungsansätze von Winterhoff tatsächlich bestätigt finden.

Es handelt sich nicht um Grusellektüre :-) - das Buch regt zum Nachdenken Diskutieren an.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht.., 8. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht - Auswege (Taschenbuch)
Die Thesen und Untersuchungen des Autoren stimmen mit meinen Erfahrungen überein.
Sehr empfehlenswert!! für Eltern, Erzieher, soz.-päd. Berufe, Institutionen in therapeutischen Einrichtungen, Lehrer!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das neue Buch stellt neben die Analyse des Problems die Suche nach Auswegen und kommt auch weniger anklagend daher, 19. Mai 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Das erste Buch Michael Winterhoffs mit dem Titel "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" ist nicht nur gut verkauft worden, sondern seine Rezeption war sehr kontrovers. Was in der Regel zeigt, dass der Autor wichtige und auch wahre Dinge angesprochen hat. Jedenfalls hat sein Buch, das kann man sagen, die Diskussion angestoßen, und den einen oder anderen auch auf mit weniger reißerisch daherkommenden Titeln publizierende Autoren wie etwa Jesper Juul aufmerksam gemacht.

Nun liegt, lange schon angekündigt, sein zweites Buch vor mit dem Untertitel "Warum Erziehung nicht reicht. Auswege". Hier erläutert er noch einmal die verschiedenen Beziehungskonzepte von Eltern: Partnerschaft, Projektion und Symbiose, in denen, in der Regel unbewusst, Erwachsene ihre Beziehung zu Kindern leben. Beziehungsstörungen nennt er diese Konzepte im ersten Buch und zeigt hier wie dort auf, welche verhängnisvollen und beklagenswerten Folgen dies für die Entwicklung der Kinder hat.

Das neue Buch stellt neben die Analyse des Problems die Suche nach Auswegen und kommt auch weniger anklagend daher. Erziehung allein, so sehr sie auch überall fehlt und manches Mal geradezu vermieden bzw. diffamiert wird, wie ich finde ( vgl. dazu kritisch die Bücher von Bernhard Bueb, "Lob der Disziplin" und "Von der Pflicht zu führen") reicht nicht aus. Sie muss in der Familie, im Kindergarten und der Schule zur Be-Ziehung werden, sollen die Kinder zu reifen und autonomen Erwachsenen heranwachsen. Kinder müssen Kinder sein dürfen und Erwachsene müssen Erwachsene sein wollen", so nennt Winterhoff die Aufgabenstellung. Dabei ist eines vorrangig nötig:
"Kinder brauchen in der Schule und im Kindergarten genauso wie im Elternhaus Struktur, weil Struktur Halt gibt. Neben überschaubaren Abläufen (und Ritualen, wie sich der Rezensent erlaubt hinzuzufügen) gehört dazu beispielsweise auch eine sehr persönliche Ansprache des einzelnen Schülers durch den Lehrer. Es ist äußerst wichtig, als Lehrer seine Schüler gezielt auf sich zu beziehen. Aus meinen bisherigen Ausführungen ist auch klar ersichtlich, warum das so wichtig ist. Denn es geht auch hier nicht um Er-Ziehung, sondern und Be-Ziehung."

Dem Buch und seinen Thesen, die so auch schon von anderen formuliert wurden (vgl. Jesper Juul und auch Bernhard Bueb etwa) ist zu wünschen, dass sie nicht nur kontrovers (weg)diskutiert werden, sondern dass sie einsickern in die Sozialisationsinstanzen wie Kindergarten und Schule, die Beratungsstellen und Jugendämter und die politischen Entscheidungsgremien. Denn viele Erwachsene, die Eltern geworden sind, brauchen Hilfestellungen und Angebote, um in ihre Rolle wirklich hineinzuwachsen und den Regelkreis zu unterbrechen, der seit Jahrzehnten beobachtet werden kann: nicht wirklich reife und erwachsene Männer und Frauen können Kindern nicht wirklich Erzieher und Vorbild sein. Die Kinder ihrerseits werden nicht wirklich erwachsen, lernen keine Disziplin und Verantwortung zu übernehmen und geben dies, wenn sie dann überhaupt welche bekommen wollen, diese unreifen Haltungen und Werte wieder an ihre Kinder weiter.

Im Kindergarten meines Sohnes David (5), in dem ich durch eine wöchentliche Lesezeit" mithelfe, die Sprachkompetenz und die Leselust der Kinder zu fördern, kann man gut beobachten, wie das durch das Engagement von Eltern und Erzieherinnen gut funktionieren kann. Wenn sich das dann auch in die Grundschule fortsetzt, kann die Entwicklung vielleicht für die Kinder und ihre Familien wirklich nachhaltig sein.

Wir dürfen als Gesellschaft unsere Kinder nicht einem unreifen Schicksal überlassen, müssen sie als Kinder Kind sein lassen, und den Erwachsenen helfen, ihre Rolle zu finden. Ein langer Prozess, der nötig ist und sich lohnen wird, davon bin ich als Vater überzeugt.
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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen von Tyrannen umzingelt, 9. April 2009
Ich unterrichte seit über 20 Jahren an Lernbehinderten-Klassen. In den letzten Jahren sind meine Anordnungen nicht mehr angekommen. Alles wurde verhandelt, diskutiert und abgewertet. Durch das Buch "Tyrannen müssen nicht sein" sind mir die Augen geöffnet worden für die Problematik der jungen Generation. Sie sind nicht "entwickelt" um mit Frustrationen, Verweisen, Warten müssen, Zurückstehen umzugehen. Ihre Eltern haben das Bedürfnis, von ihnen geliebt zu werden. Deshalb sind sie nicht Erzieher sondern Partner ihrer Kinder. Dies ist ein Missbrauch und eine Überforderung! Dies in ganz kurzen Worten der Inhalt des Buches, welches sehr kurzweilig, mit Beispielen untermalt geschrieben ist. Empfehlenswert!
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Winterhoff schreibt Tacheles.... Kinder als Kinder sehen !, 20. Juli 2009
Wir haben einen mittlerweile acht jährigen kleinen "Tyrannen" zu Hause. Uns hat das Buch sehr geholfen, uns noch stärker zu hinterfragen. Was haben wir als "moderne" Eltern mit der Geburt unseres ersten Sohnes nicht alles gelesen, besprochen, uns Konzepte angehört, alles in der Liebe, es besser als unsere Eltern in den "spießigen" 70er Jahren zu machen. Das Ergebnis der gewährten "Freiräume", des "Einbeziehens" in unsere Erwachsenenwelt war in der Tat ein kleiner "Tyrann", aus "guten Verhältnissen". Die Erkenntisse, den Spiegel, den Winterhoff uns da vorhält, absolut hilfrich. Lösungen, also "Auswege" (Untertitel) im Sinne von ausdrücklichen Handlungsbeispielen, wie wir, oder auch Lehrer vor Klassen mit "kleinen Tyrannen" (die uns sehr vetraut scheinen)und somit aus dem nun mitverursachten Dilemma, wieder rauskommen, bietet er indes wenig an. Einzig eben, Umdenken, Kind als Kind sehen, frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel" und dafür ist es nie zu spät. Wir sind nun auf dem Weg....
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Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht - Auswege
Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht - Auswege von Michael Winterhoff (Taschenbuch - 14. Dezember 2010)
EUR 9,99
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