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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
57
4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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Als Science Busters haben sich Heinz Oberhummer, Werner Gruber und Martin Puntigam durch ihre Show im Wiener Rabenhof Theater, die Radiokolumne auf dem Jugendsender FM4 und nicht zuletzt ihre Gastauftritte in diversen Kabarettsendungen einen soliden Ruf erworben. Doch literarisch sind die Science Busters noch nie gemeinsam aufgetreten, auch wenn Werner Gruber ("Unglaublich einfach. Einfach unglaublich", "Hollywood und die Physik", "Die Genussformel") und Heinz Oberhummer ("Kann das alles Zufall sein") in den letzten Jahren einige populärwissenschaftliche Bestseller aufgelegt haben. Ihr gemeinsames Sachbuchdebüt feiern die Science Busters jedoch auch mit ihrem "Moderator" Martin Puntigam, dessen humoristischer Einfluss auf das Werk sich für Kenner durchaus bemerkbar macht.

WER NICHTS WEISS, MUSS ALLES GLAUBEN unterscheidet sich von den Werken Oberhummers und Grubers vor allem dadurch dass der Erzählstil der Martin Puntigams ist oder zumindest derart von Einschüben Puntigams durchwoben ist, dass man vordergründig seine Handschrift zu erkennen glaubt. Das heißt im Klartext das Werk ist aggressiv polemischer als man es von Gruber und Oberhummers gewohnt ist. Daran mag sich so mancher Gegner des Edutainment stören, doch das sind eben die Science Busters. Dafür streifen die Autoren immer wieder auch die Geschichte des Ensembles.

An der Zusammenstellung der Themen erkennt man schließlich doch dass sich das Buch aus einem Best of der Science Busters Programme zusammensetzt und hinter den Kulissen wird dabei auch die Arbeitsteilung zwischen Oberhummer und Gruber erkennbar. Gerade der astrophysikalische Anteil dürfte Heinz Oberhummer zuzuschreiben sein, dessen Ausführungen über die Mysterien des Universums noch weit detailreicher in seinem Buch KANN DAS ALLES ZUFALL SEIN abgehandelt werden, während Werner Grubers Einfluss in den neurophysischen Ausführungen zum Leben und dem ganzen Rest, sprich das Kapitel über das Gehirn, Liebe, Tod und Gedächtnis, spürbar wird. Mancher Absatz mag einem daher auch aus den Auftritten der Science Busters und ihren Büchern bekannt vorkommen, wobei deren Neigung zu On Stage-Improvisationen eine Textgleichheit allerdings schon von vornherein ausgeschlossen hat.

Nun erinnert das erste Gemeinschaftswerk der Science Busters jedoch vom Erzähltempo stark an ihre Gastauftritte, denn die Ausführungen wirken zeitweise etwas verkürzt und nicht so ergiebig wie in den Büchern die sie jeder für sich schon geschrieben haben, fast als stünden sie dabei auch unter Zeitdruck. Am Ende ergibt sich so ein buntes Themen-Allerlei mit hohem Tempo, manchmal aber auch irgendwie fehlenden roten Faden. Dabei verstünden es Werner Gruber und Heinz Oberhummer in ihren eigenen Worten doch durchaus Themen prägnant abzuhandeln.

In WER NICHTS WEISS, MUSS ALLES GLAUBEN zeigen die Science Busters jedenfalls keine Scheu sich gegen moderne Mythen zu stellen und Esoterikern (Nahtoderfahrungen) wie Verschwörungstheoretikern (Mondlandung) und Gläubigen (Urknall, freier Wille) heftig auf die Füße zu steigen. Das mag Ensemble wie Buch manche Gegnerschaft einbringen, zumal auf Martin Puntigams Polemik in den jeweiligen Fällen Verlass ist. Doch darum geht es den Science Busters eben, Aufklärung, auch wenn die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht immer jedem gefallen und manch über lange Zeit kultivierte Mystik zerstören. Schlussendlich steht es einem freilich weiterhin frei zu glauben was man will, aber man weiß nun mehr, um nicht mehr alles glauben zu müssen.

Fazit:
Ein Gemeinschaftswerk dem man den Einfluss des Kabarettisten und Showmoderators Martin Puntigam deutlich anmerkt, das jedoch auch eine überwältigende Themenvielfalt vorzuweisen hat und sich "wie ein Auftritt der Science Busters liest".
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am 6. Oktober 2014
Von der ersten bis zur letzten Seite unbedingt empfehlenswert. Hier werden an zahlreichen Beispielen die Pseudowissenschaften, die Beutelschneider und Scharlatane entlarft, mit Witz und erhobenem Zeigefinder. Auch der Nichtnaturwissenschaftler kann das Buch mit Gewinn lesen, und nicht nur wegen Grubers Rezepten.
Wem der durchgängig antiklerikale Grundton mißfällt, sollte sich einmal mit der Vita und anderen Publikationen Oberhummers befassen. Es geht weniger um Glauben, als darum, was die Bodenmannschaft daraus gemacht hat.
Fast noch besser als die Fernsehserie.
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Kurz zusammengefasst: Das Buch ist definitiv interessant und lustig geschrieben, vielerlei Dinge, vom Ursprung des Lebens, Funktionsweise des Gehirns, Homöopathie, bis zur Mondlandung und der Nahtoderfahrung, werden unter die Lupe genommen und wissenschaftlich, aber für Laien verständlich, erklärt. Leider in manchen Teilen nur ansatzweise bzw. recht zügig und nicht so in der Tiefe, wie ich es mir an manchen Stellen gewünscht hätte. Manche Themen werden dagegen sehr ausführlich, vielleicht sogar zu ausführlich beschrieben (z.B. der Exkurs über Depressionen).

Unterm Strich ein feines Buch für Zwischendurch, zum Teil trockene Themen lustig verpackt im kabarettistischen Schreibstil (Martin Puntigam sei Dank) und einige Wissenslücken konnten dabei auch noch geschlossen werden, somit solide 4 Sterne.
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am 26. Januar 2016
Super Buch, wie erwartet!
Die beiden "scheissen" sich nichts, und ziehen über alles her was nicht wissenschaftlich fundiert belegbar ist. Gut so....*gg*

R.I.P.@Prof. Oberhummer
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am 12. Juni 2014
Witzig, informativ, niemals langweilig. Eine besondere Art wissenschaftlich nicht versierten Menschen die Wissenschaft nahe zu bringen. Mit seinen Bemerkungen über die Religionen und den "Glauben" ganz allgemein spricht er sicher vielen LeserInnen aus der Seele. Das Buch ist ein "Schwarzes Loch" in dem man gerne verschwindet.
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am 1. September 2010
Der 69-jährige em. Wiener Universitätsprofessor für Kern- und Astrophysik Heinz Oberhummer hat zusammen mit dem Experimentalphysiker Werner Gruber und dem Kabarettisten Martin Puntingam ein humorvolles Wissenschaftsbuch herausgebracht, das zum aufmerksamen Nachdenken herausfordert.
Es werden amateurhaft repetierte Alltagsweisheiten kritisch untersucht und so wunderbar einleuchtend klargestellt, dass man die 225 Buchseiten wie einen Kriminalroman verschlingt. Aber hier handelt es sich um Fakten und nicht um Fiktionen.
'"Wer mit der Leichtgläubigkeit der Menschen gute Geschäfte macht, der weiß den Einfluss des Mondes natürlich zu schätzen. Menschen, die Vollmondseminare anbieten, Mondkalender mit speziellem Mondwissen und dergleichen Unfug mehr, spüren den Einfluss des Mondes zum Teil ganz beträchtlich, und zwar auf ihrem Konto. Ca. 10 Millionen Euro hat ein Mondexperten-Ehepaar allein mit seinen Mondkalendern verdient. Für einen Physik-Nobelpreis bekommt man nur 1 Million. Wenn man nur nominiert wird, bekommt man gar nichts. Selber schuld, wenn man Physik studiert und nicht Mondholz. Unter Mondholz versteht man Holz von Bäumen, die unter Berücksichtigung des forstwirtschaftlichen Mondkalenders gefällt wurden. Mondholz soll magische Eigenschaften besitzen...'"
Großartig die Sehnsuchtsgedanken des Menschen nach Unsterblichkeit und die kritischen Betrachtungen zu Nahtoderfahrungen.
"'Bei Nahtoderlebnissen gehen ja viele gern ins Licht, das am Ende eine Tunnels hell erstrahlt, und treffen ihren Schöpfer. Aber nicht alle gehen ans Licht, etwa 10 Prozent gehen in eine Hölle und sind froh, wenn es wieder vorbei ist... Das Jenseits hängt vom Diesseits ab. Dass man bei einem Nahtoderlebnis weder an die Himmelspforte klopft noch ans Höllentor, das weiß man aber schon...'"
Zur Zeit wird ein Riesengeschäft mit dem Maya-Kalender und der Warnung vor dem angeblichen Weltuntergang am 21. Dezember 2012 gemacht. Ein aktuelles Ereignis macht den Glaubensschwindel-Verkauf anschaulich:
'"Am 1. Mai 2010, um 16:30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hätte es wieder einmal so weit sein sollen. Nach bisher mindestens ca. 900 Gastspielen in Lourdes, Fatima und Medjugorje, hätte die welt-berühmte Muttergottes wieder einmal als Headliner eines designierten Topevents auf den Planeten Erde kommen sollen. Ort der Handlung: Bad St. Leonhard im Kärntner Lavanttal. Der aus Sizilien stammende 'Seher' Salvatore Caputa hatte behauptet, er habe bereits im November 2009 ein Aviso über die Reiseabsichten der Himmels-königin bekommen, der ortsansässige Stadtrat und Tourismus-referent zeigte grundsätzliches Interesse an der zusätzlichen Einnahmequelle, die Gemeinde ließ vorsorglich ein Kreuz aufstellen. Die Vorzeichen standen nicht schlecht. In Kärnten, dem südlichsten Bundesland Österreichs, war am 11. Oktober 2008 angeblich die Sonne vom Himmel gefallen (an jenem Tag verunglückte Jörg Haider tödlich), da müsste eine Marienerscheinung eine vergleichsweise leichte Übung sein. Anlass für den Höflichkeitsbesuch der Gottes-gebärerin war eine Änderung der Raumordnung, eine Mariengrotte sollte einer Autobahnumfahrung weichen. Gekommen ist der Publikumsliebling natürlich nicht. Vielleicht war ihr der Weg auf die Erde zu weit...'"
Das Autoren-Trio, das als 'SCIENCE BUSTERS' in Theateraufführungen und Fernseh-Shows für naturwissenschaftliche Aufklärung sorgt, demonstriert die Faszination von Physik und die Notwendigkeit folge-richtigen Denkens. Ein Buch, das in die Top-Bestsellerlisten gehört und die pseudo-esoterischen Glücksbringererzeugnisse entlarvt.

Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
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am 5. Mai 2016
Verständlich und witzig geschrieben, konnte nicht aufhören zu lesen. Habe das Buch anschließend meinem 24 jährigen Enkel zum lesen gegeben.
Auch er war begeistert, habe das Buch nicht zurückbekommen, wer weiß wer das Buch zur Zeit liest.
Kurzweilig und toll geschrieben. Kann ich nur weiterempfehlen.
Gerda
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am 14. Januar 2014
Ohne dieses Buch kann ich keine Frühstückseier mehr kochen (ungelogen!). Neben den Tipps für das perfekte Ei enthält dieses Buch in gewohnter Science Busters Manier sehr viel Wissenswertes aus der Welt der Physik. Vorsicht: Nach der Lektüre hat man eventuell das Bedürfnis, entsprechende Kurse auf der Universität zu belegen... :-))
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am 28. November 2012
Das Buch hält sich von den Inhalten sehr an das Programm im Rabenhof und hat auch eine Einleitung, wo den Mitarbeitern dort gedankt wird. Die Themen selbst sind somit nicht zwingend neu, wenn man das Kabarett schon gesehen hat. Somit ist der Aufbau selbst auch entsprechend organisiert. Es wird Theorie mit Witz vermischt und mit kurzen Beispielen, Geschichten oder Experiementbeschreibungen angereichert.

Der Schreibstil ist sehr lustig, ich musste stellenweise stoppen und herzlichst lachen. Manchen mag der Witz wohl zu stark hervortretend vorkommen. Es handeld sich hier NICHT um ein Physiklehrbuch! Hier geht es um Unterhaltung und wer auch noch etwas lernt, der tut das womöglich zufällig. Die Inhalte sind somit vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht weltbewegend, sondern eben eher grundlegender Natur. Wer etwas lernen will, der sollte zum Buch von Hrn. Oberhummer greifen.

Es wird in kurzem und flüssigem Stil grundlegende Physik erklärt, was aber eben nur der Aufmacher ist. In einem Satz handelt es sich hier um das Kabarett in Buchform!

Leider stinkt mein Exemplar nach Papierkleber oder was auch immer. Das stört schon.
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am 11. Juli 2012
Von der Fernseh-Show Science Busters begeistert, habe ich mir dieses Buch gekauft. Physik hat mich immer sehr interessiert, das diesbezügliche Wissen schwindet aber wie so vieles dahin. Da würde so eine lockere Auffrischung a la Science Busters ganz gut tun. Soviel zu meiner Erwartung. Es muss jedem klar sein, dass hier keine Formel-Schlacht und Theorien-Diskussion zu erwarten ist. Vielmehr ist es ein Auffrischen bzw. Wiedererleben von physikalischen Inhalten aus der Schule. Natürlich wird alles nur angeschnitten, sonst würde es den Rahmen eines Buches sprengen.

Der Inhalt entsprach anfangs genau meinen Erwartungen. Physikalische Inhalte gepaart mit Humor. Der Inhalt war schön zu lesen und verständlich und der Witz kam regelmäßig und gefühlt immer zur richtigen Stelle. Im hinteren Teil des Buches begannen die Themen aber immer mehr von der Physik abzuschweifen. Themen aus dem Alltag wurden angesprochen und versucht, diese mittels Physik zu widerlegen. Begonnen vom energetischen Wasser bis hin zur Homöopathie und Globuli wurden diese förmlich in der Luft zerrissen. Dazu ist meine Meinung, dass Physik bestimmt nicht alles ist und man die gesunde Objektivität nicht aus den Augen verlieren darf. Vor allem kann man eine Theorie auch widerlegen versuchen, ohne diese gleich ins Lächerliche zu ziehen.

Pro:
+ Leicht zu lesen und verständlicher Inhalt (auch ohne Wiederholung von Stellen)
+ Witzige Zwischenbemerkungen bzw. humorvoller Schreibstil
+ Alles in allem nette eine Auffrischung so mancher physikalischer Inhalte

Contra:
- Inhalt deckt sich tlw. mit dem Inhalt der Show im TV. Wer also die meisten Shows gesehen hat, könnte etwas enttäuscht sein.
- Manche Themen werden ins Lächerliche gezogen. Die Art wie, hat mir nicht gefallen.
- Gesamtinhalt könnte mehr in Zusammenhang mit Physik stehen. Im zweiten Teil des Buches dient die Physik bestenfalls als Mittel zur Widerlegung von Theorien.

Wer also an Physik interessiert ist und an einer witzigen Auffrischung der Materie interessiert ist, sollte das Buch lesen. Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall gegeben. Neu kaufen würde ich es mir allerdings nicht mehr. Dazu hat es mir in Summe zu wenig geboten. Von mir gibt es 3,5 Sterne, aufgerundet 4.
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