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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wer dies Buch gelesen hat, glaubt nicht mehr alles
Also Bücher gibts, ich hätte nie gedacht, dass es die wirklich gibt. Ich halte das vorliegende Buch aufgeschlagen in der Hand und schon auf Seite 85 werde ich aufgefordert: "Reißen Sie diese Seite aus dem Buch heraus." Ich will das aber nicht und blättere einfach um. Auch die nächste Seite soll ich herausreißen.

Wie gut, dass ein...
Veröffentlicht am 1. September 2010 von Christian Döring

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schon lustig,
aber das Lustigste daran fand ich in der Verknüpfung zwischen dem Buchtitel und dem Teil über die Mondlandung, nämlich: Wer nichts weiß muß alles glauben, - das kann man nun so oder so sehen...
Ansonsten ist das Buch kurzweilige Unterhaltung für einen Tag.
Vor 24 Monaten von Z. Erich veröffentlicht


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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wer dies Buch gelesen hat, glaubt nicht mehr alles, 1. September 2010
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Also Bücher gibts, ich hätte nie gedacht, dass es die wirklich gibt. Ich halte das vorliegende Buch aufgeschlagen in der Hand und schon auf Seite 85 werde ich aufgefordert: "Reißen Sie diese Seite aus dem Buch heraus." Ich will das aber nicht und blättere einfach um. Auch die nächste Seite soll ich herausreißen.

Wie gut, dass ein Kabarettist zu den Autoren gehört, da ist man ja sowieso auf so manches gefasst. Dieses Buch ist angetreten um über bestimmte Sachverhalte, sei es nun unser Hirn oder die Naturwissenschaft an sich aufzuklären, Wissen zu vermitteln, damit man eben nicht alles glauben muss was man so hört.

Was ist tatsächlich bei homosexuellen Männern anders im Hirn, als bei andern Männern? Warum laufen immer mehr Menschen der Esoterik hinterher? Muss außerirdisches Leben dem unseren ähnlich sein, oder gibt es noch völlig andere denkbare Formen von Leben?

Dies ist nur ein Bruchteil der Themen die in diesem wissenschaftlich - humorvollen Buch an die Leser weitergegeben werden. Für jeden Laien werden Inhalte gut erklärt, selbst wiederholbare Versuche werden beschrieben.

Für neugierige Zeitgenossen ist dies das Buch das gelesen werden muss. Es wird viele Leser finden, denn so präsentiert macht Wissenschaft Spass.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde..., 1. Juni 2014
Von 
Volker M. - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Das sind ziemlich düstere Zeiten, die uns die Astronomie da eingebrockt hat: Dunkle Materie und Dunkle Energie machen 95% unseres Universums aus und wir können sie weder sehen noch nachweisen. Genauso unsichtbar sind Schwarze Löcher und Schwarze Zwerge, und ein unheimlicher Dunkler Fluss zieht Millionen Galaxien zu einem rätselhaften Ort in einer Parallelgalaxie. Ziemlich gruselig, diese Vorstellung. Was für Kinkerlitzchen sind dagegen Klimaerwärmung oder Strafzettel wegen falschen Parkens.
Aber die österreichischen Science Busters (Gruber, Oberhummer, Puntigam) wagen sich auf noch viel glatteres Eis: Sie entzaubern die Liebe und die Religion (das haben sie auch in der Vergangenheit immer mit viel Schmäh zelebriert), sie schauen dem Gehirn hinter das Schädeldach und finden dort alles, nur keinen freien Willen, und behaupten doch ganz frech, außerirdisches Leben entdeckt zu haben. Wohlmöglich noch im heimischen Gemüsefach.
Bei aller Ernsthaftigkeit, die hinter diesen wissenschaftlichen Kuriositäten steckt, verlieren die Drei niemals die Freude am stilvollen Tabubruch. Sie entzaubern mit spitzer Zunge religiöse Mythen (in feiger Voraussicht allerdings nur christliche), die Homöopathie (bis auch die letzten Zweifel an der Erstattungsfähigkeit von Globuli beseitigt sind) und schrecken auch vor der letzten Grenze, dem Tod nicht zurück (was Nahtodfetischisten eine herbe Enttäuschung bereiten wird). Nicht alle Scherze zünden gleich gut, aber unterhaltsam und vor allem lehrreich sind die Beiträge allesamt. Sie vermitteln neueste und allerneueste Erkenntnisse der Wissenschaft, die zum Teil geeignet sind, unser gesamtes Weltbild ins Wanken zu bringen. Kopernikus und Galileo hätten ihre wahre Freude! Eigentlich kann man uns heutige Menschen nur beneiden, denn in solcher Fülle sind niemals zuvor bahnbrechende Entdeckungen gelungen und wir alle sind Zeuge dieser Umwälzungen. Der einzige Nachteil ist, und darum piesacken die Science Buster so gerne die Religion, dass die menschliche Existenz plötzlich zur Marginalie in der Geschichte des Universums wird. Ein unbedeutendes, temporäres Phänomen, noch belangloser als der sprichwörtliche Sack Reis, der in China so gerne umfällt. Und Gott ist ein viel zu umständliches Konstrukt, als dass man ihn in diesem unseren Universum noch braucht. Gott schuf den Menschen nach seinem Bild und jetzt hat der Mensch Gott in die Besenkammer gestellt.

Wohl niemand könnte den feinen Spott und die Ironie in diesen Texten besser zu Gehör bringen, als Harry Rowohlt. Sein grummelnder Bass zelebriert jede Pointe mit Genuss, er zerkaut die Worte im Mund, bis sie für jeden leicht verdaulich werden. Da hat einer beim Vorlesen hörbaren Spaß gehabt! Und dieser Spaß überträgt sich nahtlos auf das Publikum. Die in Dialogform eingeschobenen Spezialthemen werden von Puntigam, Gruber und Oberhummer selber gesprochen, auch diesen merkt man das Vergnügen an, aber das unnachahmliche Gefühl für Timing, das Rowohlts Vortrag auszeichnet, fehlt ihnen ein wenig. Manchmal wirken die Dialoge etwas gehetzt.

Ein wissenschaftlicher Spaß, aus dem immer Ernst wird. Denn es gibt noch viel mehr zwischen Himmel und Erde, als es sich unsere Schulweisheit sich träumen lässt. Unendlich viel mehr.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wasserstoffbombe den Mittelfinger zeigen, 9. September 2010
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Das meist von dem, was wir zu wissen glauben, wissen wir nur über Dritte. Nur wenige Prozente unseres Wissensbestandes sind durch eigene Erfahrungen abgedeckt, der Rest ist angelesen, angeeignet, geglaubt, gehofft, gewünscht. Unsere Klugheit hat also nur eine minimale "Golddeckung", unsere Erfahrung - der Rest ist inflationäres Papiergeld. Dieser für den modernen Menschen unaufhebbare Sachverhalt ist das Einfalltor für die Dummheit - für Rassismus und Kommunismus, für Gendertheorie, Astrologie, Psychoanalyse und Okkultismus.
So weit so traurig. Aber das vorliegende Buch verspricht Abhilfe, und zwar Abhilfe aus naturwissenschaftlicher Warte. Grundlegende Fragen wie Urzeugung und Urknall aber auch "Kann Beten tödlich sein?" oder "Was haben Orgasmus und Wachkoma gemeinsam?" werden auf einer Stippvisite durch die Welt naturwissenschaftlicher Fragestellungen gleich reihenweise gestellt, erörtert und erle(di)gt. Initiatoren dieses überstaatlichen Bildungsprogramms sind Werner Gruber, Heinz Oberhummer und Martin Puntigam, die sogenannten "Science Busters", die die verständliche und humorvolle Vermittlung von naturwissenschaftlichem Orientierungswissen zu ihrem Programm erhoben haben. In acht Kapiteln, die von "Universum" über "Leben" bis zu "Liebe" und "Tod" führen, werden Paralleluniversien, Anti-Materie, Oxytocin, Homöopathie, Depression und all die zahlreichen Enigmata erklärt, von denen der Normalmensch wohl schon des öfteren gehört, sie aber noch nie richtig verstanden hat.
Ich habe dieses Buch mit Freude und Gewinn in mehreren Anläufen gelesen und dabei festgestellt, dass es wie das Einsteinsche Universum gewissermaßen unendlich ist, denn man kann überall anfangen und überall aufhören, immer wird man mit dem schwarzen Loch der eigenen Unkenntnis konfrontiert, das die das die Autoren durch einen evidenten Urknall der Erkenntnis zum Verschwinden bringen. Das ist mitunter kurios, wenn auf S. 111 die "Gebrauchsanweisung für ein Blutwunder" angeboten wird, hoch interessant, wenn auf S. 145 die genetischen Grundlagen der Homosexualität erklärt werden ( Gottseidank arbeiten die drei nicht bei der Bundesbank), und wunderbar einleuchtend, wenn der wissenschaftliche Unsinn jedweder Homöopathie dargelegt wird ( S. 168f.) Dass Klimawandel und Intelligenzforschung so gar nicht auf der Agenda stehen, betrübt allerdings ein wenig - oder sind die Themen noch "zu heiß"?
Das Humorniveau des Buches fällt gegenüber den brillanten Erklärungen etwas ab - obwohl die Autoren sich redlich bemühen, ihre Dozentur durch flotte Sprüche anzureichern. So raten sie dringend davon ab, nach dem ersten Atomblitz einer Wasserstoffbombe hinter der Deckung aufzustehen und dem Pilz den Mittelfinger zu zeigen, weil dann ja erst noch die Druckwelle komme. Ein anderes Beispiel: da die DNS des Alpakakots einige Millionen Gigabyte Speicherplatz besitzt, brauche man nicht mehr in die Stadt zu fahren, um eine externe Festplatte zu laufen sondern man müsse einfach nur unter dem Hintern eines Alpakas die Hand aufhalten (S.67). Da krümmt sich das Raum-Zeit-Kontinuum vor Lachen!
Aber im Ernst: wem kann man ein solches Buch empfehlen? Ich meine: all jenen Leuten, den das Herumzappen vor dem Fernseher wegen des schlechten Programms auf die Dauer zu langweilig wird. Sie können sich mit dem vorliegenden Buch durch einen beträchtlichen Teil des anspruchsvollen Allgemeinwissens zappen und dabei auch noch etwas lernen. Das ist doch nicht wenig.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Science Busters endlich vereint, 7. September 2010
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Als Science Busters haben sich Heinz Oberhummer, Werner Gruber und Martin Puntigam durch ihre Show im Wiener Rabenhof Theater, die Radiokolumne auf dem Jugendsender FM4 und nicht zuletzt ihre Gastauftritte in diversen Kabarettsendungen einen soliden Ruf erworben. Doch literarisch sind die Science Busters noch nie gemeinsam aufgetreten, auch wenn Werner Gruber ("Unglaublich einfach. Einfach unglaublich", "Hollywood und die Physik", "Die Genussformel") und Heinz Oberhummer ("Kann das alles Zufall sein") in den letzten Jahren einige populärwissenschaftliche Bestseller aufgelegt haben. Ihr gemeinsames Sachbuchdebüt feiern die Science Busters jedoch auch mit ihrem "Moderator" Martin Puntigam, dessen humoristischer Einfluss auf das Werk sich für Kenner durchaus bemerkbar macht.

WER NICHTS WEISS, MUSS ALLES GLAUBEN unterscheidet sich von den Werken Oberhummers und Grubers vor allem dadurch dass der Erzählstil der Martin Puntigams ist oder zumindest derart von Einschüben Puntigams durchwoben ist, dass man vordergründig seine Handschrift zu erkennen glaubt. Das heißt im Klartext das Werk ist aggressiv polemischer als man es von Gruber und Oberhummers gewohnt ist. Daran mag sich so mancher Gegner des Edutainment stören, doch das sind eben die Science Busters. Dafür streifen die Autoren immer wieder auch die Geschichte des Ensembles.

An der Zusammenstellung der Themen erkennt man schließlich doch dass sich das Buch aus einem Best of der Science Busters Programme zusammensetzt und hinter den Kulissen wird dabei auch die Arbeitsteilung zwischen Oberhummer und Gruber erkennbar. Gerade der astrophysikalische Anteil dürfte Heinz Oberhummer zuzuschreiben sein, dessen Ausführungen über die Mysterien des Universums noch weit detailreicher in seinem Buch KANN DAS ALLES ZUFALL SEIN abgehandelt werden, während Werner Grubers Einfluss in den neurophysischen Ausführungen zum Leben und dem ganzen Rest, sprich das Kapitel über das Gehirn, Liebe, Tod und Gedächtnis, spürbar wird. Mancher Absatz mag einem daher auch aus den Auftritten der Science Busters und ihren Büchern bekannt vorkommen, wobei deren Neigung zu On Stage-Improvisationen eine Textgleichheit allerdings schon von vornherein ausgeschlossen hat.

Nun erinnert das erste Gemeinschaftswerk der Science Busters jedoch vom Erzähltempo stark an ihre Gastauftritte, denn die Ausführungen wirken zeitweise etwas verkürzt und nicht so ergiebig wie in den Büchern die sie jeder für sich schon geschrieben haben, fast als stünden sie dabei auch unter Zeitdruck. Am Ende ergibt sich so ein buntes Themen-Allerlei mit hohem Tempo, manchmal aber auch irgendwie fehlenden roten Faden. Dabei verstünden es Werner Gruber und Heinz Oberhummer in ihren eigenen Worten doch durchaus Themen prägnant abzuhandeln.

In WER NICHTS WEISS, MUSS ALLES GLAUBEN zeigen die Science Busters jedenfalls keine Scheu sich gegen moderne Mythen zu stellen und Esoterikern (Nahtoderfahrungen) wie Verschwörungstheoretikern (Mondlandung) und Gläubigen (Urknall, freier Wille) heftig auf die Füße zu steigen. Das mag Ensemble wie Buch manche Gegnerschaft einbringen, zumal auf Martin Puntigams Polemik in den jeweiligen Fällen Verlass ist. Doch darum geht es den Science Busters eben, Aufklärung, auch wenn die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht immer jedem gefallen und manch über lange Zeit kultivierte Mystik zerstören. Schlussendlich steht es einem freilich weiterhin frei zu glauben was man will, aber man weiß nun mehr, um nicht mehr alles glauben zu müssen.

Fazit:
Ein Gemeinschaftswerk dem man den Einfluss des Kabarettisten und Showmoderators Martin Puntigam deutlich anmerkt, das jedoch auch eine überwältigende Themenvielfalt vorzuweisen hat und sich "wie ein Auftritt der Science Busters liest".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wer's nicht liest, verpasst was, 6. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Wer nichts weiß, muss alles glauben (Taschenbuch)
Von der ersten bis zur letzten Seite unbedingt empfehlenswert. Hier werden an zahlreichen Beispielen die Pseudowissenschaften, die Beutelschneider und Scharlatane entlarft, mit Witz und erhobenem Zeigefinder. Auch der Nichtnaturwissenschaftler kann das Buch mit Gewinn lesen, und nicht nur wegen Grubers Rezepten.
Wem der durchgängig antiklerikale Grundton mißfällt, sollte sich einmal mit der Vita und anderen Publikationen Oberhummers befassen. Es geht weniger um Glauben, als darum, was die Bodenmannschaft daraus gemacht hat.
Fast noch besser als die Fernsehserie.
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leichtgläubigkeit und Unwissenheit auf dem Prüfstand, 1. September 2010
Der 69-jährige em. Wiener Universitätsprofessor für Kern- und Astrophysik Heinz Oberhummer hat zusammen mit dem Experimentalphysiker Werner Gruber und dem Kabarettisten Martin Puntingam ein humorvolles Wissenschaftsbuch herausgebracht, das zum aufmerksamen Nachdenken herausfordert.
Es werden amateurhaft repetierte Alltagsweisheiten kritisch untersucht und so wunderbar einleuchtend klargestellt, dass man die 225 Buchseiten wie einen Kriminalroman verschlingt. Aber hier handelt es sich um Fakten und nicht um Fiktionen.
'"Wer mit der Leichtgläubigkeit der Menschen gute Geschäfte macht, der weiß den Einfluss des Mondes natürlich zu schätzen. Menschen, die Vollmondseminare anbieten, Mondkalender mit speziellem Mondwissen und dergleichen Unfug mehr, spüren den Einfluss des Mondes zum Teil ganz beträchtlich, und zwar auf ihrem Konto. Ca. 10 Millionen Euro hat ein Mondexperten-Ehepaar allein mit seinen Mondkalendern verdient. Für einen Physik-Nobelpreis bekommt man nur 1 Million. Wenn man nur nominiert wird, bekommt man gar nichts. Selber schuld, wenn man Physik studiert und nicht Mondholz. Unter Mondholz versteht man Holz von Bäumen, die unter Berücksichtigung des forstwirtschaftlichen Mondkalenders gefällt wurden. Mondholz soll magische Eigenschaften besitzen...'"
Großartig die Sehnsuchtsgedanken des Menschen nach Unsterblichkeit und die kritischen Betrachtungen zu Nahtoderfahrungen.
"'Bei Nahtoderlebnissen gehen ja viele gern ins Licht, das am Ende eine Tunnels hell erstrahlt, und treffen ihren Schöpfer. Aber nicht alle gehen ans Licht, etwa 10 Prozent gehen in eine Hölle und sind froh, wenn es wieder vorbei ist... Das Jenseits hängt vom Diesseits ab. Dass man bei einem Nahtoderlebnis weder an die Himmelspforte klopft noch ans Höllentor, das weiß man aber schon...'"
Zur Zeit wird ein Riesengeschäft mit dem Maya-Kalender und der Warnung vor dem angeblichen Weltuntergang am 21. Dezember 2012 gemacht. Ein aktuelles Ereignis macht den Glaubensschwindel-Verkauf anschaulich:
'"Am 1. Mai 2010, um 16:30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hätte es wieder einmal so weit sein sollen. Nach bisher mindestens ca. 900 Gastspielen in Lourdes, Fatima und Medjugorje, hätte die welt-berühmte Muttergottes wieder einmal als Headliner eines designierten Topevents auf den Planeten Erde kommen sollen. Ort der Handlung: Bad St. Leonhard im Kärntner Lavanttal. Der aus Sizilien stammende 'Seher' Salvatore Caputa hatte behauptet, er habe bereits im November 2009 ein Aviso über die Reiseabsichten der Himmels-königin bekommen, der ortsansässige Stadtrat und Tourismus-referent zeigte grundsätzliches Interesse an der zusätzlichen Einnahmequelle, die Gemeinde ließ vorsorglich ein Kreuz aufstellen. Die Vorzeichen standen nicht schlecht. In Kärnten, dem südlichsten Bundesland Österreichs, war am 11. Oktober 2008 angeblich die Sonne vom Himmel gefallen (an jenem Tag verunglückte Jörg Haider tödlich), da müsste eine Marienerscheinung eine vergleichsweise leichte Übung sein. Anlass für den Höflichkeitsbesuch der Gottes-gebärerin war eine Änderung der Raumordnung, eine Mariengrotte sollte einer Autobahnumfahrung weichen. Gekommen ist der Publikumsliebling natürlich nicht. Vielleicht war ihr der Weg auf die Erde zu weit...'"
Das Autoren-Trio, das als 'SCIENCE BUSTERS' in Theateraufführungen und Fernseh-Shows für naturwissenschaftliche Aufklärung sorgt, demonstriert die Faszination von Physik und die Notwendigkeit folge-richtigen Denkens. Ein Buch, das in die Top-Bestsellerlisten gehört und die pseudo-esoterischen Glücksbringererzeugnisse entlarvt.

Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Humorvoller Ausflug in die Welt der Physik, 11. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von der Fernseh-Show Science Busters begeistert, habe ich mir dieses Buch gekauft. Physik hat mich immer sehr interessiert, das diesbezügliche Wissen schwindet aber wie so vieles dahin. Da würde so eine lockere Auffrischung a la Science Busters ganz gut tun. Soviel zu meiner Erwartung. Es muss jedem klar sein, dass hier keine Formel-Schlacht und Theorien-Diskussion zu erwarten ist. Vielmehr ist es ein Auffrischen bzw. Wiedererleben von physikalischen Inhalten aus der Schule. Natürlich wird alles nur angeschnitten, sonst würde es den Rahmen eines Buches sprengen.

Der Inhalt entsprach anfangs genau meinen Erwartungen. Physikalische Inhalte gepaart mit Humor. Der Inhalt war schön zu lesen und verständlich und der Witz kam regelmäßig und gefühlt immer zur richtigen Stelle. Im hinteren Teil des Buches begannen die Themen aber immer mehr von der Physik abzuschweifen. Themen aus dem Alltag wurden angesprochen und versucht, diese mittels Physik zu widerlegen. Begonnen vom energetischen Wasser bis hin zur Homöopathie und Globuli wurden diese förmlich in der Luft zerrissen. Dazu ist meine Meinung, dass Physik bestimmt nicht alles ist und man die gesunde Objektivität nicht aus den Augen verlieren darf. Vor allem kann man eine Theorie auch widerlegen versuchen, ohne diese gleich ins Lächerliche zu ziehen.

Pro:
+ Leicht zu lesen und verständlicher Inhalt (auch ohne Wiederholung von Stellen)
+ Witzige Zwischenbemerkungen bzw. humorvoller Schreibstil
+ Alles in allem nette eine Auffrischung so mancher physikalischer Inhalte

Contra:
- Inhalt deckt sich tlw. mit dem Inhalt der Show im TV. Wer also die meisten Shows gesehen hat, könnte etwas enttäuscht sein.
- Manche Themen werden ins Lächerliche gezogen. Die Art wie, hat mir nicht gefallen.
- Gesamtinhalt könnte mehr in Zusammenhang mit Physik stehen. Im zweiten Teil des Buches dient die Physik bestenfalls als Mittel zur Widerlegung von Theorien.

Wer also an Physik interessiert ist und an einer witzigen Auffrischung der Materie interessiert ist, sollte das Buch lesen. Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall gegeben. Neu kaufen würde ich es mir allerdings nicht mehr. Dazu hat es mir in Summe zu wenig geboten. Von mir gibt es 3,5 Sterne, aufgerundet 4.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen genial und genügend, 14. September 2010
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Die Schweiz komme auch noch dran, droht mir das österreichische Trio in der Einleitung. Nach der Lektüre des Buches weiß ich allerdings noch nicht, ob ich dessen Inhalt auch auf der Bühne sehen will. Aber wahrscheinlich müsste ich hin, da einige Witze auf dem Papier doch stumpf wirken und auf die richtige Szenerie warten. Mit den fiktiven Kochrezepten werden sie mich aber auch im Saal nicht begeistern können. Da hätte ich lieber ein Labor à la Frankenstein oder Edi Zimmermann.

Als in Physik wenig Bewanderter, aber mich in neuronalen Netzwerken Auskennender vergrub ich mich zuerst ins vierte Kapitel. Denn überschrieben ist es mit "Gehirn". Und erzählt wird von Déja-vu-Erlebnissen, dem freien Willen, Demenz, den verschiedenen Arealen, unbewussten Entscheidungen, Dämonen und anderen Ergebnissen dieses Wunderdings. Wem die witzigen und wissenschaftlich erstaunlich präzisen Erklärungen nicht einleuchten, dem wird mit eher grässlich anzuschauenden Grafiken auf die Sprünge geholfen. Als Illustrator wildert Werner Gruber in einem Gebiet, auf dem er offenbar keine allzu großen Ansprüche an sich stellt. Schwierig zu entziffern sind auch Scans vom Gehirn, vor allem wenn sie Laien noch in Schwarz-Weiß präsentiert werden.

Die sieben anderen Kapitel tragen folgende Überschriften: Universum, Materie, Leben, Glaube, Liebe, Hoffnung und Tod. Das Publikum wird also mit Themen konfrontiert, die auch existentiellen Charakter haben und ziemlich heikel sind. Und ob tatsächlich alle so viel Humor haben, dass sie auch über ihre eigenen Glaubensfundamente lachen können, bezweifle ich. Vielleicht hätten die Science Busters noch einen Exkurs einfügen sollen, wie Glaubensvorstellungen im Gehirn zustande kommen, bevor sie gleich Rezepte für Blutwunder und die Überquerung eines Sees per Fuß liefern. Und auch die Fact-Box zur Berechnung der Anzahl Jesus-Atome ist für manchen Leser eventuell zu harte Kost. Aber letztlich gehört es zum Konzept der Science-Busters, kein esoterisches Blatt vor den Mund zu nehmen und ihr Publikum mit anerkannten wissenschaftlichen Facts zu konfrontieren. Fact ist allerdings auch, dass nicht jede der zitierten Studien strengen empirischen Maßstäben genügt. So einfach ist das mit dem Beten jedenfalls nicht, wie uns die Autoren weismachen wollen. Wer dem Beten eine ungesunde Wirkung zuschreibt, sollte doch noch einige Worte darüber verlieren, was er unter Beten versteht und wie solche Studien zustandekommen.

Mein Fazit: Mit sind die qualitativen Schwankungen zu groß, um das Buch mit fünf Sternen bewerten zu können. Die Mär, amerikanische Astronauten seien nie auf dem Mond gelandet, lässt sich auf ein paar Seiten sehr viel einfacher entkräften als Glaubensvorstellungen, mit denen ein Leser groß geworden ist und die seinem Leben ein Fundament geben. Möglich, dass auf der Bühne viele Witze ganz anders wirken und ankommen als auf Papier.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Science Busters, 7. September 2010
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Richtig so: WER NICHTS WEISS, MUSS ALLES (sic!) GLAUBEN! So der Titel des Buches und so meinen es die Autoren Werner Gruber, Heinz Oberhummer & Martin Puntigam auch wirklich. Man staunt ob all der interessanten Studien und Untersuchungen und oft fasst man sich an den Kopf und denkt bei sich: das kann nicht wahr sein. Spannend ist noch untertrieben und bildend ebenso, das Buch stellt einen Wissensschatz dar, eine Quelle an notwendigen Informationen die man wirklich alle behalten sollte und die einen vor dummen Äußerungen und blöden Kommentaren schützen können. Beherzigen sollte man das, was das Buch hier auf 234 Seiten bringt, dieses Buch ist Wissenschaft für Alle, insbesondere für Laien.

Man dürfte doch glauben das wenn für einen vor einer OP gebetet wird und man das mitgeteilt bekommt, das man dann schneller genesen wird und es weniger Probleme gibt - oder - doch das Gegenteil scheint der Fall. Unglaublich aber wahr!

Manches mutet schräg an, manches wie ein Zauber und anderes ist gar unglaublich. Doch Hände weg von Spekulationen und Vermutungen, hier geht es um beweisbare Vorgänge und Fakten - schließlich sind wir bei den Science Busters.

Blutwunder selbst gemacht - schräg aber nachweisbar - mittels des Beharrungsvermögens von zähen Flüssigkeiten und die Erklärungen anhand des Ketchups habe sogar ich verstanden.

Wegen des Schwarzen Lochs mache ich mir keine Gedanken und dem Ereignishorizont sehe ich gelassen entgegen, zumindest habe ich endlich verstanden was das ist.

Ob ich die Seiten aus dem Buch heraus gerissen habe, Nein, warum sollte ich - aber es wirft in der Tat die Frage nach dem freien Willen auf. Haben wir einen freien Willen oder sind die Entscheidungen schon von vorn herein klar? Ein tolles Kapitel und sehr lehrreich.

Ein gutes Buch, es hat mir viel Freude beim lesen bereitet und ich werde es gerne und auch hier weiterempfehlen.

Empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer nichts weiß, muss alles glauben. Werner Gruber, 12. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Witzig, informativ, niemals langweilig. Eine besondere Art wissenschaftlich nicht versierten Menschen die Wissenschaft nahe zu bringen. Mit seinen Bemerkungen über die Religionen und den "Glauben" ganz allgemein spricht er sicher vielen LeserInnen aus der Seele. Das Buch ist ein "Schwarzes Loch" in dem man gerne verschwindet.
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Wer nichts weiß, muss alles glauben
Wer nichts weiß, muss alles glauben von Martin Puntigam (Taschenbuch - 18. November 2013)
EUR 9,99
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