Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo verliert sich die Zeit?
Vor einiger Zeit hat Alex Rühle sein 'Ohne Netz' vorgelegt, einen sechsmonatigen Selbstversuch ohne Handy und Internet. Interessanterweise besucht Florian Opitz in seinem Buch unter anderem auch jenen Alex Rühle im Zuge seiner eigenen Recherchen aus seinen eigenen Lebensbeobachtungen heraus.
Und dieser 'Besuch im Buch' macht Sinn, denn auch daran zeigt...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2011 von M. Lehmann-Pape

versus
3.0 von 5 Sternen Buch ist besser...
Der Film huscht irgendwie durch.
Das Buch fand ich besser.
Vielleicht auch, um in eine gewünschte Langsamkeit beim Lesen reinzukommen?!
Vor 17 Monaten von julia schäfer veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo verliert sich die Zeit?, 19. Oktober 2011
Vor einiger Zeit hat Alex Rühle sein 'Ohne Netz' vorgelegt, einen sechsmonatigen Selbstversuch ohne Handy und Internet. Interessanterweise besucht Florian Opitz in seinem Buch unter anderem auch jenen Alex Rühle im Zuge seiner eigenen Recherchen aus seinen eigenen Lebensbeobachtungen heraus.
Und dieser 'Besuch im Buch' macht Sinn, denn auch daran zeigt sich, dass das Phänomen, im eigenen Empfinden einfach immer zuwenig Zeit zu besitzen eine enge Verbindung aufweist zur ständigen und fortschreitenden Digitalisierung der Welt. Und diese wiederum nicht nur Ursache von 'Beschleunigung' (Speed) ist, sondern vor allem auch Folge eines strukturellen Problems: 'Beschleunigung' gilt als Kernkompetenz für das wirtschaftliche und individuelle Leben. Oder, wie es eine der befragten Personen im Buch zu Gehör bringt: 'Nicht der Starke schluckt den Schwachen, sondern der Schnelle den Langsamen'.

Florian Opitz macht sich auf. In seinem Leben, in dem der empfundene Mangel an Zeit ein immer größer werdendes Problem darstellt (vor allem, seitdem Opitz Vater geworden ist) und sucht nach Spuren des 'Zeitverlustes'. Wo bleibt sie denn genau, die Zeit? Und was kann er persönlich dagegen unternehmen?

Seine erste Station, ein Seminar mit Lothar J. Seiwert erweist sich, mit Verlaub, als fauler Zauber. Noch nicht einmal die Botschaft der von Seiwert im Vortrag eingestreuten mäßigen Zaubertricks erschließt sich Opitz. Der im Übrigen aus kundigem Mund später im Buch vom Zeitenforscher Karlheinz Geißler darin bestätigt wird. Zeitmanagement sei eher nicht der Königsweg zu einem subjektiven 'Mehr' an Zeit. Aber auch ein auf Burnout spezialisierte Psychologe kann Opitz nicht wirklich weiterbringen. Gut also, dass er sich dann der 'anderen' Seite zuwendet, den 'Zeitbeschleunigern' in Form der Unternehmensberatungen und Effizienzsteigerer. Trotz so mancher Worthülsen spricht dieses Kapitel eine intensive Sprache. Schon in der einjährigen Wartezeit auf einen 30 Minuten Termin bei der durchstrukturierten Unternehmensberaterin und dann natürlich auch die Gesprächsinhalte selbst zeigen auf, dass letztlich zwei Pole und Haltungen nicht vereinbar gegeneinander stehen. Auf der einen Seite die wirtschaftlich geprägte Entwicklung nach immer mehr Effizienz und Steigerung der Nutzung der Zeit (Zeit ist Geld) und auf der anderen Seite das Bedürfnis, ja die Notwendigkeit zu biologischer (analoger) zur Ruhe, Muße und zum subjektiv erfüllten Erleben der Zeit.

Das übrigens ist eigentlich die Kernbeobachtung, der Opitz in seinem Buch der vielen Stationen nachgeht. Immer mehr zu tun, fast ständig 'on' zu sein und subjektiv immer weniger zu wissen, wo denn die Zeit eigentlich geblieben ist. Kapitelweise sucht Opitz antworten beim Zeitmanager, beim Therapeuten, beim Zeitforscher, beim digitalen Fasten, im Rahmen der Unternehmensberatung und an vielen Orten mehr. Ohne wirklich abschließend fündig zu werden. Viele Einzelteile fügt er so zusammen und lässt dieses Puzzle begleiten jeweils zum Abschluss jedes Besuches und Interviews von Hartmut Rosa, Professor der Soziologie, der den Umgang mit der Zeit und die 'Zeittaktung' intensiv zum Gegenstand seiner Forschung gemacht hat.

Ein spannendes Unterfangen im Rahmen eines Problems, dass nicht nur subjektiv, sondern tatsächlich strukturell gesellschaftlich vorliegt, wie sich nach der Lektüre klarstellt. Eine 'Suche nach der verlorenen Zeit', die keine 'Universalformel' an den Tag bringen wird, aber ein Einladung zur intensiven, persönlichen Reflektion darstellt. Dazu, 'ein Bewusstsein für unsere Lebensumstände zu entwickeln' und das bedeutet im ersten Schritt, erst einmal genau hin zu schauen. Ein Schauen, zu dem dieses Buch in guter Form anregt und anleitet, vielfache Informationen erbringt und miteinander verbindet, die das Problem ständig erhöhten 'Zeitdrucks' auf die Füße stellt. Wie Rosa im Buch sagt: 'Wir bewegen uns in einer Welt, die sich in allen Dimensionen ständig ändert und schneller ändert'. Eine Analyse, die klarstellt, dass es breiterer Lösungsansätze bedarf, will man das kollektive Ausbrennen einer Gesellschaft verhindern.

In flüssiger und leicht lesbarer Form nimmt Florian Opitz den Leser mit auf eine Reise zu Fachleuten aller Seiten zum Thema 'Zeit'. Zu Gegnern, Befürwortern und jenen, die versuchen, einen Ausgleich zu finden zwischen Beschleunigung und menschlicher Sehnsucht nach Muße und Verarbeitung all dessen, was geschieht.
Ein wichtiges Thema, anregend dargestellt, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne sich eine universale Lösung anzumaßen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal ein sinnvolles Buch!, 24. Oktober 2011
Von 
Florian Opitz: Speed. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Riemann Verlag. 2011
Um Zuge seiner Vaterschaft hat der Autor festgestellt, das ihm etwas fehlt: Zeit. Und das, obwohl er sich ein großes Arsenal an technischen Geräten angeschafft hat, die ihm eigentlich Zeiterleichterung verschaffen sollten. Aber gerade sie sind es, die ihn dazu bringen, dass er sich im Internet verliert und seine Fähigkeit abnimmt, sich länger auf eine Sache zu konzentrieren. Dies verdeutlicht er dem Leser, indem er ihm einen Tagesablauf aus seinem Leben beschreibt. Alleine bei dieser Beschreibung müssten sich mindestens 20 Millionen Deutsche wiedererkennen. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, die sich immer nur darüber beklagen, dass ihnen Zeit fehlt, untersucht Opitz, warum er so viel Zeit verliert und macht sich auf die Suche nach den Ursachen seiner eigenen und unser aller Atemlosigkeit. In flüssiger und leicht lesbarer Form nimmt Florian Opitz den Leser mit auf eine Reise zu Fachleuten aller Seiten zum Thema 'Zeit'. U.a. geht er zu einem Zeitmanagementseminar von Lothar Seifert, lotet das Für und Wider einer digitalen Fastenzeit aus, befragt einen Burnoutarzt, der die Problematik der Menschen kennt, die dem Zeitdruck der heutigen Gesellschaft nicht mehr standhalten und besucht den renommierten Zeitforscher Harmut Rosa. In ihnen trifft er Gegnern, Befürwortern und jenen, die versuchen, einen Ausgleich zu finden zwischen Beschleunigung und menschlicher Sehnsucht nach Muße und Verarbeitung all dessen, was geschieht. Entstanden ist ein wichtiges Zeitdokument, dass verdeutlicht, wie krank die Zeit ist, in der wir leben. Ein wichtiges Thema, anregend dargestellt, ohne erhobenen Zeigefinger, besonders deshalb, weil Opitz sich selbst nicht ausschließt und immer wieder betont, wie schwer es ihm selbst fällt, sich Zeit zu nehmen und in einem gesunden Maße damit umzugehen. Deutlich wird, dass der Einzelne durch eine Auseinandersetzung mit der Zeit viel Bewusstheit über das eigene Verhältnis zurzeit und in Folge dessen über den eigenen Umgang mit der Zeit entwickeln kann. Er kann auch erkennen, wie er vielleicht sogar kurzfristig einmal aus dem gesellschaftlichen Hamsterrad aussteigen kann, aber es letztendlich doch die ganze Gesellschaft braucht, um umzudenken und um wieder ein gesundes Verhältnis zu dem zu bekommen, was das Leben so lebenswert macht: Muße und Zeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Buch mit interessanten Standpunkten, 28. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein gutes Buch, dass sich schnell liest und auch ein paar Gedanken anschiebt, wie man sich selbst so verhält und die Zeit gnadenlos verdichtet. Das Buch gibt keine Rezepte an die Hand - wie auch?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle, die sich fragen, wo ihre Zeit geblieben ist ..., 31. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich sah Florian Opitz in einem Fernsehinterview und noch am gleichen Abend habe ich mir sein Buch besorgt. Wie fast jeder Mensch in unserer heutigen Zeit habe auch ich das Gefühl, immer weniger Zeit zu haben, habe Angst, etwas zu verpassen und über dieser Angst verpasst man dann tatsächlich das wahre Leben. Florian Opitz fühlt das auch und hat sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit begeben.

Florian Opitz, 1973 in Saarbrücken geboren, studierte Geschichte, Psychologie und Literaturwissenschaft und schrieb nebenher bereits für verschiedene Magazine. Sein Hauptaugenmerk galt aber der Filmerei und hier insbesondere dem Dokumentarfilm. 2009 wurde er schon einmal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet und im September 2012 kam sein Film zum Buch "SPEED – auf der Suche nach der verlorenen Zeit" in die Kinos.

Zum Buch:

Florian Opitz hat zu wenig Zeit. Denkt er. Für die Familie, den Beruf, seine Freunde und Hobbys. Aber warum ist das so? Irgendwann verbeißt er sich in das Thema und beginnt zu recherchieren. Und es lässt ihn nicht mehr los.

Er besucht daraufhin Menschen, die für die radikale Beschleunigung verantwortlich sind, oder versuchen, sich dem Thema Zeit auf andere, analytische Art und Weise zu nähern. Klingt theoretisch? Keine Angst, ist es nicht.

Aber seine Besuche offenbaren Aha-Effekte, darunter seine Berichte über:
- den Zeitmanagementpapst Prof. Dr. Lothar Seiwert
- einen Journalisten, der sich ein einjähriges Internetverbot auferlegt hat
- Mediziner und Psychologen, die sich mit Depression und Burn-Out auseinandersetzen
- einen Zeitforscher, eine Unternehmensberaterin und Finanz- und Nachrichtendienstleister

Deutlich wird der Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Entwicklung und dem subjektiven Gefühl, keine Zeit zu haben – obwohl wir so viel Freizeit haben, wie keine andere Gesellschaft vor uns. Aber wer kannte vor einigen Jahrzehnten schon den Begriff "Freizeitstress"? Auch der Zusammenhang zwischen persönlichem Glück, dem eigenen Zeitempfinden und dem Sinn des Lebens wird hierbei klar.

Florian Opitz versucht aber auch, Lösungen zu finden und zeigt einige Möglichkeiten auf, ohne dabei den Zeigefinger zu heben, z.B.:
- bei einem Finanzmarktaussteiger in den Schweizer Bergen
- bei einer Bauernfamilie in den Bergen
- bei Radikalentschleunigern in Südamerika
- in Bhutan, ein Land, das das Glück und die Zeit seiner Menschen in der Verfassung festgeschrieben hat

Schlussendlich wird sogar die Möglichkeit des bedingungslosen Grundeinkommens behandelt. Aus dem Blickwinkel der Zeit hat sich mit diesem Thema meines Wissens nach noch niemand vorher beschäftigt. Lesenswert.

Florian Opitz bietet in diesem Buch vieles: Sachbuch, Reisebericht, Reportage, Analyse – all das in einer wunderbaren, einfachen und klaren Sprache. Man lauscht hier keinem Philosophie-Professor, sondern einem Menschen wie dir und mir. Und bei aller Negativität und Systemkritik behält das Buch einen angenehmen positiven Grundton. Es regt zum Nachdenken an und was will man mehr?

Eine klare Empfehlung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeit-Lupe, 19. März 2012
Mich hat vor allem das Thema interessiert und gleichzeitig der Schreibstil fasziniert (sehr unterhaltend geschrieben)!
Florian Opitz nimmt einen mit auf die Reise zu verschiedenen Orten & Personen, die sich mit dem Thema Entschleunigung bzw. Zeit (und was davon übrig bleibt) auseinander gesetzt haben.
Es sollte sich eigentlich ein JEDER die Zeit für dieses Buch nehmen, denn es schafft Anregungen, Alternativen zu unserer schnelllebigen Zeit zu finden & über sein eigenes (davon rennendes) Leben nachzudenken.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das erste Buch nach dem Burn-Out!!!, 22. Oktober 2012
Das war das erste Buch, dass ich fast ein Jahr dem Burn-Out ganz (d.h. konzentriert von vorne bis hinten) gelesen habe, und das hat seinen Grund. Für alle Hektik-Skeptiker, die das Hamsterrad der gesellschaftlichen Zwänge, das von Profitgier und Eitelkeiten angetrieben wird, besser verstehen möchten, und die gerne - trotz aller Kritik am System - einen positiven Ton mögen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein sehr gutes Buch, 9. Dezember 2011
Dieses Buch ist sehr leicht zu lesen, und gibt einem zu denken.
Es ist sicherlich für 90% der Bevölkerung der westlichen Welt eine ineressante Lektüre.
Es ist kein `Lebensratgeber`sondern beschreibt gut die Problemtik der immer schneller werdenden Gesellschaft.
Zeit ist ein kostbares Gut, das wird gut vermittelt.
Kaufempfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Sichten, 23. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SPEED: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Taschenbuch)
....auf das Thema "Zeit". Schöne Erlebnisberichte von Besuchen bei verschiedenen Menschen, die ebenfalls im Umgang mit ihrer Zeit Dinge verändert haben. Das ist unterhaltsam zu lesen und zugleich bekommt man wirklich schöne Impulse seinen eigenen Umgang mit der Zeit zu überdenken.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Als Bestandsaufnahme sehr lesenswert!, 6. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die wichtigste und immer wiederkehrende Kritik am Buch besteht darin, das Buch sei oberflächlich und ohne weiterführende Erkenntnisse geschrieben.
Ich verstehe diese Kritik wirklich gut - für jeden, der nach Lösungen in diesem Thema sucht, ist das Buch eine Enttäuschung. Die Frage ist, verspricht das Buch wirklich mehr als es hält? Der Meinung bin ich absolut nicht.

Ich habe nirgendwo den Eindruck gewonnen, es gehe um mehr als eine Bestandsaufnahme. Das Buch verspricht eine intensive und vielseitige Darstellung des Bestehenden. Und dieses Versprechen hält es auch. Wenn man sich auf die sehr erzählende Tonart einlässt, geschieht dies zudem sehr unterhaltsam.

Den Eindruck, das Buch könne nicht berühren, teile ich überhaupt nicht. Allein, das Thema einmal so vielseitig beleuchtet vor Augen zu haben, hat meine Gedanken intensiv ins Rollen gebracht. Ich fühle mich nach der Lektüre eindeutig bereichert, habe bekommen, was mir versprochen wurde. Ich finde es ok, dass ein Buch über (zu hohe) Lebensgeschwindigkeit mit der Bestandsaufnahme zunächst zufrieden ist. Ich muss das Ganze jedenfalls erst einmal verdauen. Eine schnelle Antwort auf das Problem unseres zu schnellen Lebens brauche ich an der Stelle nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Eigentlich eine Pflichtlektüre..., 9. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SPEED: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Taschenbuch)
... in unserer hektischen Zeit. Das Buch macht sehr nachdenklich. Es bietet zwar nicht 'die' Lösung, weil es sie nicht gibt. Es ermuntert aber, den eigenen Lebensstil zu hinterfragen und gesellschaftpolitisch vielleicht anders zu diskutieren und im Rahmen der Möglichkeiten auch anders zu handeln.
Sehr wertvoll auch die philosophischen Einblendungen nach jedem Kapitel. Ja, es stimmt, weil immer weniger Menschen die Ewigkeitsperspektive fehlt, sie also meinen, nach dem Tod sei alles aus, wollen sie immer mehr in das Leben hier auf der Erde hineinpacken. Genuss und Zufriedenheit stellt sich aber nicht ein, wenn man möglichst viele Optionen nutzt, sondern bewußt wählt - und damit auch verzichtet. Das ist die Grundvoraussetzung zur Entschleunigung, persönlich und gesellschaftlich. Daher ist das Wachstumsmodell ein Auslaufmodell. Schon jetzt bringt es den Menschen und die verfügbaren Ressourcen an ihre Grenzen. Wann es die Menschheit an die Wand fährt, ist eine Frage der (nicht mehr sehr lange dauernden) Zeit.
Jeder Politiker sollte vor der Wahl zu diesem Buch Stellung nehmen und sein Lösungsmodell präsentieren. Das wäre mal eine interessante Wahl.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

SPEED: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
SPEED: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Florian Opitz (Taschenbuch - 8. Oktober 2012)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen