Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen81
3,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 29. September 2011
Bill Bryson ist ein hervorragender Reiseberichterstatter mit einer erfrischenden und humorvollen Schreibe über Land und Leute verschiedenster Nationen. Auch sein Bericht über die eigene Kindheit in den 50ern in Iowa ist einfach klasse. Aber bei 'ernsten' Sachbüchern haben einfach andere die Nase vorn - hier fehlt Bryson regelmäßig eine gewisse für den Leser nachvollziehbare Strukur. 'Eine kurze Geschichte von fast allem' und auch dieser neue Titel hier zeigen das beide: er verzettelt sich über viele Seiten in architekturgeschichtlichen Nebenschauplätzen und dabei kommt die wirklich spannende Idee, Alltagsgegenstände und ihre Herkunft zu erzählen, wirklich zu kurz. Schade eigentlich.
0Kommentar|28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In seinem Buch "At Home" bewegt sich Bryson gedanklich von Zimmer zu Zimmer und schreibt -passend zu jedem Raum - etwas über die Geschichte des Wohnens und den Hintergründen , die hinter Alltagsgesgenständen und -gebräuchen steckt. Dabei ist die Spannbreite enorm: von der Bedeutung des Salzes für den menschlichen Körper über das Rätsel der Maispflanze (Keiner weiß wie die Mayas diese Pflanze züchten konnten) bis hin zu Themen wie Kinderarbeit ist alles drin im Buch. Der Rundgang dient dabei als loser roter Faden.

Und "lose" ist durchaus ernst zu nehmen: Mehr noch als sonst neigt Bryson in diesem Buch zum abschweifen und flechtet hier noch eine Anekdote und dort noch ein paar lustige Details zum Leben der Protagonisten ein. Ein Nachschlagewerk ist "At Home" fürwahr nicht. Das ist aber eigentlich genau die Stärke des Buches: Es will nämlich keines sein. Im Gegenteil: Man merkt, dass Bryson an der Recherche Spaß hatte und möglichst viel von den interessanten Fundstücken mit den Lesern teilen will. Dabei hilft der lockerre Stil, der einem das Gefühl gibt in einer interessanten Konversation mit dem Autor zu stehen.

Für mich nicht zuletzt aufgrund des Umfangs und der Bandbreite der Materie eines der besten Bücher von Bryson!
0Kommentar|48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 26. September 2011
Bill Bryson hat seit seinem Buch "Eine kurze Geschichte von fast fast allem" die Nische des Reiseschriftstellers verlassen und ist zu einem Lehrer geworden - einem wissensreichen, unterhaltsamen Lehrer, wie man ihn in der Schule nicht immer findet. Diesmal hat er sich vorgenommen, über die Entstehung unserer Wohnstätten überhaupt zu sprechen. Bryson bewohnt ein altes Pfarrhaus in England und geht bei seiner Erzählung von Raum zu Raum und erklärt, warum man ihn so entworfen und eingerichtet hat, was einzelne Begriffe bedeuten und vieles mehr. Er hat ein Faible für die kleinen Geschichten und Fakten, die unbeachtet am Wegrand liegen. Wenn er über die Geschichte der Möbel in England spricht, erzählt er beispielsweise viel von Herrn Chippendale, nach dem eine ganze Möbelart benannt ist, und gibt einen kurzen Abriss über sein Leben, beschränkt sich nicht darauf, die Entstehung von "Sophas", wie man das nannte, und Sitzecken zu erklären, sondern sucht das Persönliche. Diese Stärke ist zugleich eine Schwäche. Bryson verliert manchmal den Faden, ufert in lokale Details aus, die besonders den internationalen Leser nicht immer interessieren werden, ist detailverliebt dort, wo dem Leser oft auch das Wissen fehlt, um überhaupt zu verstehen, was gemeint ist. Letztendlich ist das Buch also keine Geschichte der alltäglichen Dinge, die hier präsentiert wird, sondern die Geschichte englischer Häuser. Die Begeisterung dafür muss man mitbringen, um das Buch wirklich genießen zu können. Tut man das aber, wird man reich belohnt. Ich habe selten so etwas Kenntnisreiches, die Allgemeinbildung Förderndes gelesen.
22 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. April 2012
... das war zumindest eine von vielen Vorurteilen gegenüber der Elektrizität zur Zeit seiner Erfindung. Bill Bryson ist eine Ausnahmeerscheinung, wenn es darum geht, wirklich allem, was es auf der Welt gibt eine Geschichte abzutrotzen. Mit einer unglaublichen Akribie erzählt er uns also in seinem Buch die Geschichte seines Hauses, das einst ein Pfarrhaus war. Und von den eigenen vier Wänden ausgehend führt er uns vom ersten Hausbau bis zu den einzelnen Zimmern und ihrer Entstehung. Darüber hinaus erfahren wir alles über jene Dinge, die zum jeweiligen Zimmer gehören. Sei es in der Küche ein Ausflug in die Welt der Gewürze oder im Schlafzimmer die Mühen einer Geburt - lange bevor es wirklich gute medizinische Hilfe gab.
Trotz - oder gerade wegen der vielen Geschichten und der dazugehörigen Namen von Personen, Erfindern, Entdeckern, ist das Buch beizeiten anstrengend. In Häppchen genossen durchaus unterhaltsam, am Stück fast nicht zu lesen. Wer gerne vor dem Einschlafen noch ein paar Zeilen liest, wird mit Bill Brysons 600 Seiten starken Geschichtsbuch über die alltäglichen Dinge lange Zeit sein Auskommen finden.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2012
zugegeben manchmal ein wenig ausschweifend. Dies empfinde ich jedoch nicht als Nachteil, denn es bleibt interessant und irgendwie fesselnd.
Mr. Bryson kommt tatsächlich vom Hölzchen zum Stöckchen, und manchmal auch bis zum ausgewachsenen Baum, doch er schafft immer wieder den "Sprung" zurück zum eigentlichen Thema. Und so erklärt er sehr humorvoll die uns umgebenden unterschiedlichsten Dinge des Alltags. Dabei versucht er sich an seinem Haus und den dazu gehörigen Zimmern zu orientieren: Die Eingangshalle, der Keller, die Küche, der Garten und Flur usw. Und in jedem Kapitel kommen wohl bekannte Namen zum Vorschein (Chippendale, Tomas Jefferson, British Leyland etc.) Obwohl sich der Großteil der Geschichte an einem englischen Pfarrhaus orientiert und viele interessante Dinge aus der Geschichte Englands berichtet werden, wird es doch sehr häufig international, geht es in Übersee. James Cook muss mal herhalten, die Vereinigten Staaten (z.B. New Yorks Central Park) aber auch interessante Sachen aus Italien werden berichtet.
Und so werden Selbstverständlichkeiten fesselnd erklärt, und ich musste häufig über die vielen Anekdoten schmunzeln.
Wer ein trockenes Fachbuch erwartet, wird enttäuscht sein. Und wenn auch häufig viele Zahlen herhalten müssen, wird das Lesen niemals mühsam. Und eine kleine Pause (um das Neue zu "verdauen") zwischen den einzelnen Kapiteln erachte ich nicht als negativ.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Februar 2012
Ich habe das Buch zu Ende gelesen, also alle 640 Seiten. Ungefähr alle 60 Seiten kamen auch wieder interessante Anmerkungen, die mich zum Weiterlesen veranlassten. Thema ist so verfehlt, dass es mich zwischendurch richtig geärgert hat. Des Weiteren werden zu 95% englische und US-amerikanische Architekten/Erfinder/Endecker genannt, sodass man, wenn man in Geschichte nicht aufgepasst hätte den Eindruck hat, dass unsere Entwicklung heute ausschließlich den Engländern und Amerikanern zu verdanken ist. Unter dem Buchtitel ist das Buch, meiner Meinung nach, nicht weiterzuempfehlen!
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2013
So, ich habe mich jetzt auch im Urlaub in ca. einer Woche durch dieses Buch gearbeitet. Die 630 Seiten vergehen nicht wirklich im Fluge, wie schon von anderen bemerkt tendiert der Autor zeitweise den Faden zu verlieren wenn er denn so von Zimmer zu Zimmer durch sein Anwesen aus dem 19. Jahrhundert wandert - denn das ist das Konzept dieses Buchs: Bryson widmet sich seinem aus dem 18. Jahrhundert stammendem Wohnsitz und wandert von Zimmer zu Zimmer um dann genauer auf die Geschichte dieses Zimmer ansichs einzugehen.

Zumindest war das sein Plan.

Da wird schon mal sehr zusammenhanglos von irgendwelchen Adelsfamilien, Entdeckern und geschichtlichen Hintergründen erzählt, mitunter interessant aber überwiegend langatmig-quälend dass einem die Lust zum Weiterlesen vergeht. Und man hat oftmals keinen Schimmer was das nun mit dem Raum, der eigentlich Thema des Kapitels ist zu tun haben soll. Oft geht eher auf die Häuser mit den zahllosen Architekten ein als über das was in dem jeweiligen Zimmer zu finden ist. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass ich mich durch ca. 2/3 des Buchs gequält habe und dabei mühselig akribische Fakten, Geschichten, Anekdoten aus der amerikanischen und englischen Geschichte (auch sehr engstirnig!) und sehr sehr viele Zitate aus zeitgenössischer Literatur über mich ergehen lassen musste... Unzählige Namen, z. T. wiederkehrend, oft mit anderen Vornamen, so dass eine Zuordnung schwierig wird. Was wohl auch Grund für das umfangreiche Stichwortverzeichnis am Ende des Werks war!

Gegen Ende hat mir das Buch wieder besser gefallen, da ging es mal um medizinische Fortschritte des 19 Jahrhunderts, ein amüsantes Kapitel befasst sich mit Treppen und den möglichen Gefahren beim Benutzen derselben... und man erfährt einiges über die jäh grauseligen sanitären Zustände des Alten Londons... eindrücklich wird dem Leser mehrfach bewusst, wie schlecht es den Leuten damals - und wie gut es uns heutzutage - ging bzw geht.

Trotzdem insgesamt für mich nicht nochmal lesenswert, da haben mir andere Bücher des Autors (insbes. "Down Under") besser gefallen.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wann der 1951 in Iowa geborene Bill Bryson mit dem Lesen begonnen hat, konnte ich nicht eruieren. Aber fest steht, dass seine Verarbeitungskapazität gewaltig ist, wovon die zwanzigseitige Bibliographie ebenso zeugt wie das knapp 600 Seiten dicke Werk. Mit diesem Umfang hat er seinen persönlichen Rekord zwar gewaltig unterboten, darf aber wohl damit rechnen, erneut einen Bestseller zu landen. Offenbar, und das ist erfreulich, gibt es genügend Leser, die trotz Internet an solchen enzyklopädischen Wälzern interessiert sind.

Der Erfolg von Brysons Büchern ist sicher auch auf seine Art der Wissensaufbereitung zurückzuführen. Denn bevor er mit dem Schreiben beginnt, überlegt er sich gut, wie er eine so riesige Informationsmenge in eine überschaubare Ordnung bringen und in unterhaltsame Geschichten verpacken kann. Im englischen Original lautet der Titel "At Home. A Short History of Private Life", was natürlich bei einem 600 Seiten-Buch nicht ohne Ironie ist. Und auch die Überschriften der 19 Kapitel darf man nicht allzu ernst nehmen. Denn alles, von dem Bill Bryson berichtet, hätte er auch ohne den fiktiven Gang durch ein ehemaliges Pfarrhaus erzählen können. Aber die verschiedenen Räume und Objekte wie Eingangshalle, Küche, Speisekammer, Flur, Sicherungskasten, Pflaumenzimmer, Ankleideraum oder Dachboden dienen ihm für Rahmenerzählungen, die den Leser in ein Thema einführen. Aber was heißt schon Thema. Bill Bryson spricht nun tatsächlich über alles und jedes, über Gott und die Welt, Natur und Technik, Führer und Geführte, Tote und Lebendige, Länder und Meere, Essen und Trinken, Lieben und Hassen.

Wer keine Lust hat, sich der Bildungsexpedition mit Bill Bryson von Anfang bis Schluss anzuschließen, kann auch bei einzelnen Etappen dabei sein oder punktuelle Erfahrungsberichte abrufen. Für solche Leser sind die Personen- und Sachregister gedacht. Ich wählte eine Kombination entschieden. Nach der Besichtigung der Küche oder auf Seite 117 scherte ich aus, um mich dann gezielt oder nach dem Zufallsprinzip durch das Stichworte der Register leiten zu lassen. Macht ebenfalls Spaß und kann ich deshalb durchaus empfehlen.

Wer diesen Wälzer von vorne bis hinten durchgeackert hat oder auch nur die Hälfte las, nach welchem System auch immer, wird künftig bei jedem Smalltalk in gehobener Gesellschaft brillieren können. Aber auf seine Kosten kommt auch, wer ohne weitere Absichten einfach seine Neugier befriedigen und über den eigenen Gartenzaun hinwegblicken will. Wurzeln zu entdecken, die Gewächsen jeder Art überhaupt den notwendigen Halt geben, kann ebenso spannend wie die Lektüre eines Kriminalromans sein. Ohne den Autor zu kennen, würde es mich nicht wundern, wenn er durch seine vielen historischen Ausflüge gelassener wurde. Denn lässt sich von der Aufgeregtheit der modernen Informationsgesellschaft weniger anstecken, wenn man erkennt und weiß, dass sich die meisten Dinge und Vorfälle wiederholen.

Mein Fazit: Mit vielen der beschriebenen Dinge leben wir in unserem heutigen Alltag natürlich nicht mehr. Aber Bill Bryson schreibt über deren Vorgänger und die Menschen, Weltvorstellungen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, Technik und Materialien, die zu all den Veränderungen führten. Ich mag den Unterrichtsstil des Autors, weil er mich an Lehrer erinnert, deren Leidenschaft und Begeisterung für ihr Fach jeden offiziellen Lehrplan zunichtemachten, uns aber gerade deshalb mit seinen Ausführungen erreichte. Dass Bill Bryson allzu oft Mühe bekundet, den ohnehin sehr dünnen roten Faden wieder zu finden, ist der Grund für den Abzug eines Bewertungssterns.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. September 2011
Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Beim Durchstreifen des eigenen Hauses sich mit allem, was den Alltag, was das Haus selber ausmacht, näher zu beschäftigen, sich auf das eigene Heim in ganz anderer Weise einmal einzulassen und der grundlegenden Frage nachzugehen, warum wir eigentlich so leben, wie wir leben.

Dazu nimmt Bill Bryson den Leser mit in sein eigenes Haus in Norfolk und lässt teilhaben an all den Dingen, die diese Räume beleben und die Räume selber ausmachen. Herauskommt, da ist der Titel des Buches übrigens hoch missverständlich, beileibe keine 'Kurze Geschichte' im Sinne eines schmalen Buches. Knapp 580 Seiten füllt Bryson und das mühelos.

Flüssig, mit Humor, wie in einer Konversation geschrieben, plaudert Bryson kurzweilig aus den heimischen vier Wänden und dringt durchaus mit teils verblüffenden Fragen in die Tiefen des alltäglichen Lebens vor. Was ist nicht alles entstanden im Rahmen der neolithischen Revolution, dieser, aufs Ganze gesehen, unglaublich kurzen Periode der jüngeren Menschheitsgeschichte, die Zivilisation genannt wird. In diese bietet Bryson zunächst einen ausführlichen und informativen Einblick und bereitet damit die Entstehungsgeschichte der vielen Entwiclungen und Baumaterialien vor, auf die er im Lauf des Buches zu sprechen kommen wird. Führt sodann ein in die Geschichte der 'Eingangshalle', die im Lauf der Hausentwicklungen ihren ursprünglichen Sinn völlig verloren hat. Im weiteren Verlauf verdeutlicht Bryson u.a., das Lebensmittelpfusch beileibe keine Erfindung der letzten Jahrzehnte ist, sondern schon im 16. Und 17. Jahrhundert ausführlich betrieben wurde und führt redegewandt durch die Geschichte der zunehmend (mit guten Gründen!) strengeren Kontrollen und Reinheitsgebote. Spannend auch, wie es Bryson immer wieder versteht, bildhaft anschaulich vor Augen zu führen, welche Entwicklung die einzelnen Räume im Lauf der Jahrhunderte genommen haben. So hätte es Mitte des 19. Jahrhunderts in der Küche kein Spülbecken gegeben (es gab separate Spülküchen). Oder dass erst mit der Entwicklung wichtiger Baumaterialien eine Unterkellerung moderner Machart möglich wurde.

Ob Wohnzimmer oder Esszimmer, Kinderzimmer und Dachboden, Garten, Badezimmer und Ankleidezimmer, ausführlich beschreibt Bryson die historische Entstehung, das 'Wachsen des Privat Hauses', die ursprüngliche Nutzung und Einrichtung und deren Veränderung im Lauf der Jahrhunderte. Er verknüpft dies mit vielen kleinen Geschichten bekannter und weniger bekannter Menschen und bietet somit im Gesamten ein Potpourri der 'Hausgeschichte', das vieles an Erhellendem für unsere Alltagswelt zu bieten hat.

Als Kritik wäre tatsächlich der Umfang zu nennen. Teils assoziativ reiht Bryson Idee an Idee, Geschichte an Geschichtchen, Anekdote an Erläuterung. Da steht der Leser in Gefahr, hier und da den roten Faden aus dem Blick zu verlieren (was nun Ötzi wirklich mit dem Ankleideraum zu tun haben soll, erschließt sich nicht so ganz, auch wenn die Geschichte um den gut erhaltenen Ötzi durchaus anregend erzählt wird).

Kurzweilig, anregend, informativ, in Teilen ein wenig zu ausufernd, legt Bill Bryson ein im Gesamten höchst lesenswertes Buch zur Kulturgeschichte des 'Hauses' vor, das mit treffender Sprache trotz des Umfangs kurzweilig und informativ zu lesen ist.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Bei einem Gang durch das Haus plaudert Bill Bryson in seinem gewohnt augenzwinkernden Stil über die kleinen Geschichten hinter den Dingen, mit denen wir leben. Seine geschichtlichen Ausführungen können bis in die Antike zurückgehen, als noch weite Teile Europas von den Römern beherrscht und geprägt wurden. Und vieles, das die Römer mitbrachten, wird auch heute noch verwendet, manchmal in modernisierter Form. Andere Dinge kamen dagegen im Mittelalter oder der frühen Neuzeit auf. Oder wurden aus Amerika importiert und in unseren Alltag integriert. Die Wissensschnipsel ergeben ein spannendes Bild, wie präsent doch der Einfluss vergangener Zeiten ist, ohne dass uns dies bewusst ist.
Bryson stellt auch dar, wie sich Alltagsdinge im Laufe der Zeit verändert und in der Regel verbessert haben. So lag z.B. so manche "Schwindsucht"-Erkrankung feiner Damen wohl an den Arsen-haltigen Tapeten - kein Wunder, dass ein Landaufenthalt in einem Cottage mit Steinwänden so eine erfreuliche Besserung brachte!
Erst im 19. JH setzte sich durch, dass man bei Rezepten konkrete Maßangaben machte, vorher kochte und backte jeder nach "Pi mal Daumen" und Erfahrung und so fand es sich auch in Anleitungen für Hausfrauen: "Nehmen Sie etwas Butter."
Das ganze ergänzt Bryson durch geschichtliche Anekdoten, wie z.B. dass Hummer früher ein Arme-Leute-Essen war, das gern dem Personal vorgesetzt wurde.

Amüsante, flotte Lektüre, bei der man doch so manches Wissenswerte aufpicken wird.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden