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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen16
4,5 von 5 Sternen
Format: TaschenbuchÄndern
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am 5. November 2010
Was für eine Geschichte! Elegant wechselt die Autorin zwischen den heißen Tabakfeldern der 20er und 30er Jahre, der erwachsenen Henrietta Lacks, die sich 1951 einer archaischen 'Therapie' unterzieht, und den Laboren der Wissenschaftler. Es ist beeindruckend, wie viele Informationen in diesem Buch stecken.
Fesselnd werden Entdeckung und Verwertung der HeLa-Zellen beschrieben. Den Forschern waren die Schicksale hinter den Zellen egal, und die Millionenerträge kamen weder der Person zugute, die diese Sensation möglich machte, noch ihrer Familie. Doch aus all dem wird nie ganz klar, wie die damaligen und heutigen Probleme der Familie Lacks mit den HeLa-Zellen zusammenhängen. So fliegt das Buch etwa zur Hälfte bei seiner spannenden Achterbahnfahrt aus der Kurve, als sich die Handlung immer mehr in die Gegenwart verlagert.
Wissenschaftsstory, Familienepos, Anklage gegen Diskriminierung und Ausbeutung '- eine deutlichere Richtung hätte sich gelohnt! Unangenehm berührt hat mich auch, dass die Familie in privatesten Lebensbereichen bloßgestellt wird.
Dennoch stellt das Buch die wichtige Frage, wem das Gewebe und die darin enthaltene Erbinformation gehört, was damit gemacht werden darf 'und wer die Profite erntet. Jeder kann und sollte seine eigenen Schlüsse aus dieser Geschichte ziehen. Faszinierend ist sie allemal.
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am 26. Oktober 2010
Am 04. Oktober 1951 starb in Amerika eine Frau, die Medizingeschichte schreiben sollte. Ihre Zellen kennt heute jeder. Zellkulturen, künstliche Befruchtung, Krebsforschung, der Polio-Impfstoff, all diese großen Errungenschaften der Medizin - und noch viele mehr - gehen auf diese eine Frau zurück. Haben Sie schon einmal von Henrietta Lacks gehört? Dies ist ihre Geschichte...

Henrietta Lacks war eine lebensfrohe junge Frau, die Bingo spielen, Tanzen und die Pflege ihrer Nägel liebte. Mit diesen Vergnügungen lenkte sie sich vom düsteren Alltagsleben ab. Es herrschte strikte Rassentrennung, harte und unterbezahlte Arbeit stand an der Tagesordnung. So wollte sie niemandem zur Last fallen, als sie die Diagnose Gebärmutterhalskrebs erhielt und verschwieg diese lange Zeit. In jedem Krankenhaus gab es damals Stationen für Weiße und Schwarze, Ärzte taten, was sie wollten, ohne auf den Hippokratischen Eid zu achten und entnahmen so der schwerkranken Frau Zellen ihres Tumors, ohne sie darauf hinzuweisen. Damals steckte die Zellforschung noch in Babyschühchen, keine Zelle überlebte ausreichend lang, doch mit Henrietta Lacks sollte sich alles ändern.

Ihre Zellen gingen in die Geschichte ein und ermöglichten medizinischen Fortschritt und Forschung zugleich. Niemand hielt es jedoch für wichtig, ihre Familie darüber aufzuklären. Die Lacks' waren allesamt sehr einfache Leute, Bildung war aufgrund der vielen Arbeit kaum möglich und durch Heiraten in der Familie gab es einige medizinische Auffälligkeiten. Krankenversicherungen hat dort kaum jemand, doch sämtliches Vertrauen in die Medizin ging 1973 flöten, als Henriettas Schwiegertochter zufällig erfuhr, was aus Henrietta wurde.

Dass es hierbei auch um viel Geld ging, von dem die Familie keinen Dollar erhielt, wurde schnell klar. Dass aber auch niemand wirklich wusste, wer die Frau hinter den Zellen war, schockierte sie am allermeisten. Und dann trat eines Tages Rebecca Skloot in ihr Leben.

Skloot war sechszehn, als sie das erste Mal im Biologieunterricht von Henrietta Lacks hörte. Sofort war sie fasziniert von der weitgehend unbekannten Frau und setzte alle Hebel in Bewegung, um mehr über sie zu erfahren. Dass Lacks` Geschichte sie nicht mehr loslassen würde, ahnte sie damals noch nicht. Doch so ist ihr ein Buch gelungen, dass Aufmerksamkeit verdient. Es ist die Geschichte einer schwarzen Frau, die an Krebs erkrankte und verstarb, einem medizinischen Skandal, unter dem bis heute eine ganze Familie leidet, der aber Millionen von Menschen geholfen hat. Die Autorin bringt uns die Frau näher, deren Zellen als HeLa in die Medizinbücher Einzug hielten, der wir alle viel zu verdanken haben!

"Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks" ist Sachbuch und Biografie gleichzeitig, liest sich streckenweise wie ein Krimi, spannend und schockierend zugleich. Rebecca Skloot ist es dank ihrer Zähigkeit gelungen, die Familie Lacks über Jahre zu begleiten und bekam so Einblicke in Krankenhausakten, Labore, nahm Kontakt zu behandelnden Ärzten auf, interviewte Wissenschaftler und die Kinder und Angehörigen dieser bemerkenswerten Frau. Auch wenn sie engen Kontakt zur Familie Lacks hatte, gelingt es ihr, neutral alle Seiten zu beleuchten. Wissenschaftliches schildert sie verständlich für alle.

Interessante Lektüre für alle Biografiefans, Wissenschaftler, Fans von Medizingeschichte und Menschen, die sich für außergewöhnliche Menschen und deren Geschichten interessieren. Eine absolute Empfehlung! Nach dieser Lektüre will man nicht nur Henrietta Lacks, sondern auch Rebecca Skloot für ihr Engagement und ihre Zähigkeit, dieses Buch wahr werden zu lassen!
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am 21. Oktober 2011
Ich mag solche Bücher wie dieses, die ein medizinisches oder wissenschaftliches Thema in Form eines Romans mehr oder weniger allgemeinverständlich behandeln. Als ich die ersten Rezensionen dieses Buches gelesen habe, war klar, dass ich es auch lesen muss. Ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden, denn die Geschichte ist wirklich faszinierend, besonders in den ersten zwei Dritteln des Buches, die sicherlich 5 Sterne verdienen. Besonders interessant war der Teil, in dem geschildert wurde, wie die Zellen den Weg in die Labore der Welt gefunden haben. Ebenfalls interessant und unterhaltsam zu lesen war die Beschreibung der Familie von Henrietta Lacks, die dazu führte, dass man richtiggehend Sympathie für diese empfand.

Leider hielt das Buch im letzten Drittel nicht ganz, was die beiden ersten Drittel versprachen. Mir kommt es so vor, als hätte sich die Autorin hier etwas verzettelt. Waren in den ersten zwei Drittel die Handlungsebenen so angelegt, dass eng mit einander im Zusammenhang standen, war dem im letzten Drittel nicht mehr der Fall. Vielleicht war das deshalb so, weil die Rolle der Autorin und die ihrer Kontakte mit der Familie von Henrietta jetzt stärker in den Vordergrund traten. Dafür gibt es weniger Wissenschaft, weniger Geschichte und weniger Ethik, was ich persönlich etwas schade finde. Für mich tritt hier die Person der Autorin zu stark in den Vordergrund, was eigentlich nicht sein sollte. Fr. Skloot hätte sich besser auf die Rolle der HeLa Zellen konzentrieren können, statt soviele ihrer persönlichen Erinnerungen einzubringen. Das führt dazu, das es oftmals Wiederholungen gibt und der Stil mehr formell wird. Für diesen Teil kann ich nur 3 Sterne geben.

Erst ganz zum Schluss kommt wieder die Frage der Bioethik ins Spiel. Und hier wird das Buch wieder erstklassig.

Fazit: wenn Sie einen gutes populärwissenschaftliches Buch suchen mit aktuellem medizinischem Hintergrund, sind Sie mit diesem Werk, trotz der kleinen Unzulänglichkeiten, bestens aufgehoben.
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TOP 500 REZENSENTam 12. April 2011
HeLa-Zellen sind weltweit in allen Forschungslaboratorien unabdingbar. Sowohl die Medizin- als auch die Genforschung sind ohne sie nicht mehr vorstellbar. Sie wurden ins Weltall transportiert, um an ihnen die Wirkung der Schwerelosigkeit zu erforschen und wurden atomarer Strahlung ausgesetzt, um deren Folgen abschätzen zu können. Sie dienen der Erforschung von Impfstoffen ebenso wie der Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs und AIDS. Rebecca Skloot hat sich mit ihrem Buch einem äußerst interessanten Thema zugewandt und es für die Leser sehr ansprechend und allgemeinverständlich umgesetzt. Als Sachbuch konzipiert, bietet es neben der Wissensvermittlung noch gute Unterhaltung. Leser, die sich für belletristisch umgesetzte Medizingeschichte interessieren, werden auch an diesem Werk Freude haben, denn es ist gleichzeitig eine Familiengeschichte. Die Impertinenz ehrgeiziger Mediziner wird in diesem Buch ebenso thematisiert wie ethische Fragen der Wissenschaft und der zu damaliger Zeit in den USA vorherrschende Rassismus. Rebecca Skloot macht öffentlich, was bislang nicht bekannt war. Sie schreibt von den immensen Summen, die mit diesen Zellen verdient wurden und werden und von der Armut der Familie Lacks, die davon keinen Cent sah und verdeutlicht damit die Kernfrage, wem gehören diese Zellen. Die Autorin bereitet dieses Thema nicht chronologisch auf. Aber als Orientierung ist zu Beginn eines jeden Kapitels am oberen Seitenrand ein Zeitstrahl abgedruckt, der über die in diesem Abschnitt behandelte Zeit Auskunft gibt.
"Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks" ist ein wissenschaftliches, spannendes und zutiefst menschliches Buch. Es informiert, macht nachdenklich und lässt sich darüber hinaus noch ausgezeichnet lesen. Ich empfehle es gern weiter.
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am 30. Oktober 2013
Dieses Buch ist unglaublich fesselnd, jeder sollte es einmal gelesen haben.
Habe das Buch verschlungen und die Geschichte hat mich noch Wochen nach dem Lesen
sehr beschäftigt!
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am 1. Dezember 2013
aus wissenschaftlichen Hintergründen und der Darstellung der menschlichen Schicksale-die Hintergrunde und Verknüpfungen die die Autorin im Rahmen ihrer Recherche und der Erstellung des Buches herausfindet werden im dem Buch sehr realstisch (an einigen Stellen etwas zu langatmig) formuliert. Interessant wenn man selbst mit Zelllinien arbeitet und dann endlich mal sowas "privates" erfährt-hätte ich nie gedacht-und hat mich zum nachdenken gebracht. Komisch, jetzt gehe ich immer wieder etwas "vorsichtiger" mit Zellen um, weil ich bei der aArbeit ab und an an einige STellen im Buch denken muss.
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am 4. Juni 2013
Ich bin eine alte,pensionierte Ärztin und bekam dies Buch von einem ebenso alten Freund und Kollegen geschenkt.
Mit großem Interesse und Anteilnahme las ich übe rdie Zeiten unserer Jugend und Arbeitszeit in der medizinischen Welt, oft berührt von Erinnerungen und dem Bild von de rSeite einer Patientin.Ich kaufte das Buch und schenkte es meinen Söhnen die in der heutigen Welt als Ärzte arbeiten.Es sollte zum Standart für angehende Mediziner gehören.
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Wer irgendwo im Biologie- oder Medizinstudium mit menschlichen Zellen arbeitet, der hat mit großer Wahrscheinlichkeit mit den Zellen von Henrietta Lacks gearbeitet. Diese Zellen - die als HeLa bekannt sind, werden seit den 50er Jahren für so ziemlich jede Forschung an Zellen verwendet und haben u.a. Wirkstoffen gegen Polio oder AIDS ermöglicht.
Als ich davon gehört habe, war ich sofort interessiert, mehr über diese Zellen zu erfahren. Dieses Buch redet über die Zellen - aber das ist nicht der Schwerpunkt des Buches.
Es geht hier um die Frau hinter den Zellen und das war keine Wissenschaftlerin, sondern eine arme, schwarze Frau, die Anfang der 50er Jahre an Gebärmutterhalskrebs starb. Entsprechend erfährt man sehr viel über das Leben der Schwarzen damals wie heute - die Familie der Gestorbenen ist nach wie vor sehr arm. Man lernt wie sich das Patienten- und Ärztebild in den letzten Jahren verändert hat und es geht um ethische Fragen, wie z.B. wem Körperzellen eigentlich gehören, die für Untersuchunge genommen werden und was dafür oder dagegen spricht, dass Patienten an etwaigen Gewinnen beteiligt werden, wenn die Gewinne auf deren Körperzellen basieren.
Doch der Schwerpunkt liegt klar auf das Leben (und Leiden) der armen und schwarzen Bevölkerung der letzten 60 Jahre. Und das macht das Buch sehr beeindruckend und fesselnd. Skloot deckt alles ab, was man bei dem Thema erwartet (s.o.) und das macht sie gut. Ich kann das Buch eigentlich nur jedem empfehlen, auch wenn er keinen Hintergrund in Biologie oder Medizin hat (habe ich im Übrigen auch nicht).
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am 14. Januar 2011
Da der Inhalt des Buches in den vorangegangenen Rezensionen ausgiebig besprochen wurde, hier nur meine persönliche Meinung:
Ein tolles Buch, das einem die Hürden der Wissenschaft verdeutlicht, zeigt, wie wichtig eine gute Bildung ist und mit einer persönliche Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat.
Ein tolles Buch für all diejenigen, die gerade anfangen sich mit der Biologie zu beschäftigen und für all die, die dabei ethische Fragen haben. Diese Fragen werden zwar nicht beantwortet, es wird aber sehr deutlich, dass jeder Wissenschaftler in ethischen Fragen am Ende, soweit es nicht gesetzlich geregelt ist, selber entscheidet.
Da ich mich persönlich mit HPV außeinander setzen musste, war dieses Buch eine gute Möglichkeit, sich nicht rein wissenschaftlich sondern auch menschlich und historisch damit auseinander zu setzen!
Ich fand es auf jeden Fall sehr gut geschrieben, angenehm zu lesen und außerordentlich interessant!:-)
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am 18. August 2013
Das Buch ist in einwandfreien Zustand und sehr interessant!!!! Es liest sich wie ein Roman und dennoch werden so viele wahre Begebenheiten erzählt, dass es super spannend ist...........
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