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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders Leben
Jeder hat sicherlich so seine Vorstellungen von der Lebensweise jener Menschen, die man gemeinhin 'Aussteiger' nennt. Interessanterweise, im Groben zumindest, werden jene Vorstellungen durchaus erhärtet durch das Buch von Jan Grossarth, wenn auch manche Feinheiten hinzutreten, die ein differenzierteres Bild entfalten als die gängigen, pauschalen Vorurteile vom...
Veröffentlicht am 30. April 2011 von M. Lehmann-Pape

versus
32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der falsche Mann
Hallo!

Ich durfte den Autor soeben bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Aussteiger" live erleben. Das Buch hatte ich zufällig einige Monate zuvor in Händen gehalten da ich das Cover und den Titel ansprechend fand.
Zum Lesen des Buches werde ich nun jedoch nicht mehr kommen, nachdem ich die offensichtliche Geringschätzung des Autoren den...
Vor 23 Monaten von Roland veröffentlicht


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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders Leben, 30. April 2011
Jeder hat sicherlich so seine Vorstellungen von der Lebensweise jener Menschen, die man gemeinhin 'Aussteiger' nennt. Interessanterweise, im Groben zumindest, werden jene Vorstellungen durchaus erhärtet durch das Buch von Jan Grossarth, wenn auch manche Feinheiten hinzutreten, die ein differenzierteres Bild entfalten als die gängigen, pauschalen Vorurteile vom sogenannten 'einfachen Leben' nund den 'weltfremden Spinnern', die es führen.

Jan Grossarth hat sich auf Spurensuche jener begeben, die (übrigens in manchen Fällen gar nicht leicht zu finden), andere, alternative Lebenswege für sich in den Raum stellen. Unterschiedlichste Konzepte sucht und findet er auf diesem Weg. Von zurückgezogen lebenden 'Selbstversorgern' über ganze alternative Dörfer und religiöse Gemeinschaften bis hin zum ehemaligen Investmentbanker, der nun ein Restaurant auf einer Berghütte eröffnet.

Wohltuend darstellend und nur sachte wertend stellt Grossarth Menschen, Konzepte, Lebensumfelder vor, die bei aller Unterschiedlichkeit geeint sind in ihrer Lebensform jenseits bürgerlicher Normen, geprägt oft von großer Einfachheit und Nähe zur Natur.

Eine der stärksten Stellen des Buches drückt dies eher indirekt hervorragend aus.
In Köln, als Grossarth einige Tage bei der Communite de Jerusalem in Groß St. Martin verbringt und nach zwei Tagen intensiven Erlebens der Klausur das Wohnhaus der Gemeinschaft verlässt und durch die Altstadt Kölns flaniert. Seine einfache, präzise und nicht wertende Darstellung seiner Beobachtung des bunten Menschengewimmels und die spürbare Irritation über dieses hektische, bunte, laute Gewusel nach nur zwei Tagen 'Entrückung' desselben bringt genau auf den Punkt, wie massiv sich die Welten der 'Aussteiger' von der 'normalen' Welt unterscheiden und dass durchaus von 'Aussteigerseite' her einiges ganz zurecht hinterfragt wird, was das 'moderne' Leben an Verhaltensweisen und Moden täglich für normal hält. Hier kann aus der inneren Haltung der Ordensleute genauso kritisch die moderne Welt angefragt werden, wie aus der 'Tauschringhaltung' einer Gemeinschaft in der Uckermark her.

Einfache Lebenskonzepte, aber auch exotische Sichtweisen hinter diesen Lebenswelten finden sich im Buch. Aussteiger, die in ihrer Selbstdarstellung, die Grossarth im Buch minutiös aufnimmt und wiedergibt, reinweg als 'spinnert' zu titulieren wären (der 'Waldmensch im Westerwald', die 'esoterische Gemeinschaft im Piermont'), aber auch durchaus im Kern unsympathische und überhebliche Arroganz und Geschäftstüchtigkeit mit Umgangsformen auf Kindergartenniveau (das 'politische Ökodorf Sieben Linden mitsamt seinen hohen Kosten für 'Gäste' und einer 'ulkigen Ute', einem 'grünen Gisi' oder dem 'dollen Dieter'). Solches wechselt ab mit entspannten und nicht unbedingt die Welt verbessern wollender Haltungen wie bei Jörg Remus auf seinem kleinen Hausboot in Köln.

Exotische Lebensformen und in weiten Teilen, tatsächlich 'weltfremd' anmutende persönliche Ausprägungen stellt Jan Grossarth fundiert und selbst erlebt vor. Zu einfach wäre es (auch das ein Verdienst des Autors), am Ende der Lektüre jene 'Aussteiger' einfach als 'nicht lebensfähig in der realen Welt' zu kennzeichnen. Bei einigen trifft dies durchaus zu, vielfach aber finden sich Gedanken und Ansätze zu einem anderen Leben, die ganz zurecht sich weg entschieden haben von dem, was in der modernen Welt als 'normal' gilt. Eine Lektüre, die sich lohnt. Die ein buntes Bild einer anderen Lebensform wiedergibt und die durchaus zur Reflektion des eigenen, gewohnten Lebensstils anhält. Und ein Buch, das zeigt, dass 'Ankommen' eine der schwersten Übungen des Lebens ist, egal, welche Wege man einschlägt. Denn 'Angekommen' wirken noch lange nicht alle, die Grossarth besucht, aufsucht und deren Weg er im Buch darstellt.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das breite Spektrum des Aussteigens, 17. Juni 2011
Von 
Maik Hoffmann (Zwickau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jan Grossarth hat sehr verschiedene Aussteiger in und um Deutschland herum besucht. Er stellt sie, ihr Leben, ihre Philosophie und die Gründe für ihren Ausstieg kurz und bündig vor. Leider bleibt das Buch dabei etwas oberflächlich. So viele unterschiedliche Konzepte passen eben nicht auf 300 Seiten, wenn man sie intensiver betrachten will. Aber immerhin bietet das Buch einen recht guten, weitläufigen Überblick.
Der Autor bemüht sich dabei, einen neutralen Blick zu bewahren. Leider merkt man, dass es ihm oft sehr schwer fiel. Er verurteilt die Menschen, die er besucht, nicht. Man merkt aber auch, dass er sie oft nicht richtig versteht, sich vielleicht nicht genug auf sie einlässt.

Trotzdem hat mir das Buch recht gut gefallen. Es unterhält dadurch, dass es sehr verschiedene Aussteiger-Konzepte nebeneinander stellt. Manche wirken sehr harmonisch, sehr hoffnungsvoll oder versprühen den Hauch von Freiheit. In Anderen schwingt aber auch Verzweiflung mit, Tristesse oder Traurigkeit. Bodenständiges Landleben, Klosternovizen, weltentrückte Einzelgänger oder sektenartige Gemeinschaften - das breite Spektrum macht den Reiz des Buches aus.
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56 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum Aussteigen?, 22. April 2011
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Das Buch heisst: "Vom Aussteigen und Ankommen". Die ersten Seiten beschäftigen sich mit dem Aussteigen. Motive hierfür gibt es viele, etwa ideologische oder religiöse. Meist sind aber die eher praktischen ausschlaggebend. Etwa Menschen, die Wohlstand erreicht haben, dafür aber immer mehr Freizeit aufgeben müssen. Deren Berufsalltag geprägt ist von faden Firmen-Kontaktabenden, Messen, Konferenzen. Da kann man schon auf die Idee kommen, dass es vielleicht besser sein könnte, aus diesen Abhängigkeiten zu fliehen, ein Eiscafe aufzumachen, einen Waffelstand - Hauptsache, man kann man selbst bleiben.

Leute, die so einen Ausstieg gewagt haben, hat der Autor besucht. Und dabei festgestellt, dass die Lebensformen und Motive für ein einfaches Leben sehr unterschiedlich sein können. So führte ihn seine Reise z.B. zu einem Siedler in Ostvorpommern, ein Kloster in der Kölner Altstadt oder einem mittelalterlichen Gehöft in Thüringen. Jede, dieser Geschichten hat ihren eigenen Charme.

Der Schluss des Buches beschäftigt sich mit dem Ankommen. Der Autor zieht eine Bilanz der Lebensentwürfe, die er kennen gelernt hat. Natürlich ist nicht jeder vollständig gelungen. Manchmal empfand er die Lebenssituation einiger Aussteiger als durchaus tragisch. Der Autor betreibt also keine romatische Verklärung. Es gibt aber auch genug Geschichten, die Mut machen. Für die vielen Menschen, die ebenfalls mit dem Gedanken an ein einfaches, selbstbestimmtes Leben sympathisieren.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der falsche Mann, 18. Oktober 2012
Hallo!

Ich durfte den Autor soeben bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Aussteiger" live erleben. Das Buch hatte ich zufällig einige Monate zuvor in Händen gehalten da ich das Cover und den Titel ansprechend fand.
Zum Lesen des Buches werde ich nun jedoch nicht mehr kommen, nachdem ich die offensichtliche Geringschätzung des Autoren den Aussteigern gegenüber erleben konnte. Als immer klarer wurde, dass ihm jegliche Sympathien für seine Protagonisten fehlt, kam auf die Frage warum er das Buch denn geschrieben hätte denn auch die sinngemäße Antwort: "Na weil mein lieber Freund xxxx (von der FAZ) mich dazu aufgefordert hat". Aus eigenem Antrieb und Interesse also nicht, was fehlendes Einfühlvermögen erklären mag. Mit der Aussage dass er keine Ökodörfer mag, zeigte er dann abschließend dass er definitiv der falsche Mann ist um solch ein Buch zu schreiben.
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72 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schönes Projekt - Enttäuschende Umsetzung, 11. September 2011
Einige Tage hautnah mit Menschen zu leben, die ausgestiegen sind, ist eine tolle Idee. Und mehr noch: Über diese Erfahrungen und Beobachtungen in einem Buch zu berichten, ist ein schönes Projekt. Umso bedauerlicher ist es, dass der Autor es nicht schafft, über die Menschen, welche ihn vertrauensvoll an ihrem Alltag teilhaben ließen, neutral und oder gar mit Respekt zu erzählen. Immer wieder gleitet der Autor in subjektive Entwertungen oder zynische Äußerungen zu einzelnen Personen ab, äußert sich z.B. spöttisch über deren Aussehen. So entsteht beim Lesen vor allem der Eindruck, als ob sich hier einer auf Kosten anderer profilieren wolle. Schade!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das nicht kalt lässt, 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vom Aussteigen und Ankommen: Besuche bei Menschen, die ein einfaches Leben wagen (Taschenbuch)
Man merkt, dass Jan Grossarth ein erfahrener Journalist ist: Er beschreibt nicht nur seine Begegnungen mit "Aussteigern" unterschiedlichster Couleur lebendig (und unterhaltsam), sondern hat auch gut recherchiert. So gibt es zu vielen Gegenden oder auch geistigen Strömungen und Ideen tiefer gehende Hintergrundinformationen, die dennoch nie langweilig werden. Die Begegnungen mit den Aussteigern dauern fast immer mehrere Tage, so dass wirklich ein echter Eindruck entsteht. Grossarth hat außerdem darauf geachtet, dass fast alle Richtungen des "anders Lebens" vertreten sind: Esoteriker, Ordensleute, Mittelalter-Freaks, "Ökos" usw. Der Journalist wahrt zwar eine leicht humorvolle Distanz zu den Menschen. Doch werden sie nie denunziert oder lächerlich gemacht, egal wie befremdend manche ihrer Vorstellungen sein mögen. Kalt lässt das Buch nicht - ob man nun Aha-Erlebnisse hat und Impulse fürs eigene Leben bekommt - oder auch mal den Kopf schüttelt.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vom Glück des einfachen Lebens, oder wenn Menschen den Lebensrealitäten entfliehen..., 22. Juni 2011
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Das ist immer so eine Sache, wenn man sich auf Buchbesprechungen der Printmedien einlässt, etwa dem Spiegelmagazin, dass vor drei Wochen einen Artikel zu dieser Sinnsuche veröffentliche, wo ein Autor Menschen, unterschiedlichster Lebensmotive, Lebensläufe und inneren Überzeugungen zu jenen Lebensformen geführt hat, die Jan Grossrath in 13 Schilderungen zu porträtieren versucht. Der Spannungsbogen wird weit gedehnt, vom markanten Einzelgänger bis zu den unterschiedlichsten Lebensgemeinschaften wird erzählt.

Die porträtierten Menschen, sind Freigeister, spiritual People, tragen religiöse und humanistische Werte in sich, leben in Containern, Holzhütten, Campingwagen, Bootshäusern oder eben richtigen Lebensgemeinschaften. Von Damanhur im Piemont bis zum Monte Verita, vom Jesuitenorden bis zum Stamm der Likatier im Allgäu, ja bis nach Tamera in Portugal sogar dehnt sich der Aktionsradius des Wirtschaftsredakteurs der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In der Annäherung an jene Menschenschicksale, die allesamt unleugbar den Charakterzug des Individualisten im Gesicht tragen, scheint auch Jan Grossrath an seine Grenzen zu kommen. Sie Spurensuche in jenen Lebensläufen, könnte man als eigene Sinnsuche werten, die nach meiner Leseerfahrung nur begrenzt beantwortet wird. Ich habe mich ein wenig gefragt, wie nah der Autor diesen Menschen wirklich kommt...oder hat er sich ein wenig schwer getan, sich in diese Welt jener Menschen hineinzuversetzen?

Mir persönlich war dieses Buch etwas zu trocken, der Schreibstil ein wenig fade, das Ganze kam mir zu farb- und kraftlos daher, wirklich in die Tiefe scheint mir dieses Buch dann doch nicht zu gehen, was ich schade finde. Oftmals empfand ich am jeweiligen Ende eines Kapitels ein dumpfes Gefühl ohne jeden Nachhall auf das Erzählte. Für mich dringt der Autor zu wenig, auf den Kern dessen, was dieses Buch möchte, nämlich von Menschen erzählen, die aus einem bürgerlichen Leben ausgestiegen sind und neue alternative Lebensformen gewählt haben, wie unterschiedlich die inneren Motive und Gründe auch sein mögen. Seien sie religiöser Natur, seien sie spiritueller Natur, seien sie auf die Vergangenheit ausgerichtet wie es jene tun, die sich dem Mittelalter verschrieben haben, eines haben diese Menschen alle gemeinsam: sie scheuen Hierarchien, Abhängigkeiten, Mobbing-Plätze, sie scheuen aber auch den ganzen gesellschaftlichen Konsum- und Geldwahn, dem wir mittlerweile heute unterliegen.

Fazit: Die hier vorgestellten Lebensmodelle und Aussteiger-Geschichten, erzählen von Menschen, die sich für ein einfacheres Leben entschieden haben, das oftmals ganz nahe an der Natur zu liegen scheint. Dabei verzichten viele nicht selten, auf finanzielle Unterstützungen, auf die sie sogar Anspruch hätten. Soviel Treue zu sich selbst, ist zunächst einmal schon bewundernswert, eine Qualität, die meines Erachtens alle hier vorgestellten Menschen kennzeichnet. Das Buchcover würde besser eine religiöse Gemeinschaft hier abbilden, das würde zumindest meinen Gesamteindruck ehrlicher wiedergeben. Die Beschäftigung mit "Aussteigern" verdeutlicht aber auch, welchen gesellschaftlichen Strömungen wir heute unterworfen sind, die genau diese Menschen nicht mehr länger mitmachen wollen. Ob Nonne oder Waldmensch, Waldbeerensammler oder Gaukler, allesamt leben diese Menschen eine Treue zu sich selbst, den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben, was ich persönlich sehr berührend finde, auch wenn ich das Buch gesamthaft nur wenig berührend empfunden habe.

Hier suchen Menschen ihr Glück im einfachen Leben, in der Abkehr vom Mainstream. Grossrath bezieht sich immer wieder auf Lebensbeispiele früherer Zeitgenossen, aus Philosophie, Literatur, oder Religiösität. Von Henry David Thoreau, Wolfgang Büscher, über Mutter Teresa, Josef Beuys, Foucault, Ernst Bloch, Ilse Eichinger, Teresa von Avila sucht der Autor Antworten zwischen der Erfahrung und Begegnung mit Aussteigern und jener Zeitgenossen. Das ein einfaches Leben, andere Werte zu vermitteln vermag, ist im Grunde nichts Neues. Die Entsagung dem Materiellen gegenüber, dem Geld, könnte man schon fast als stille Widerstandsresonanz bezeichnen, angesichts der finanziellen prekären Situation, in der die Welt sich offensichtlich befindet. Begeistert von der vorliegende Buchausgabe bin ich nicht, trotzdem war es für mich eine wichtige Leseerfahrung. Ob diese Menschen bei sich selbst angekommen sind?? Sicher bin ich mir da nicht, aber ihnen das zu wünschen wäre es...
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47 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen aussteigen? vielleicht. ankommen? nein!, 6. Juli 2011
Um es gleich vorweg zu nehmen: Wer sich für neue Lebenskonzepte interessiert, ist besser bedient mit dem DVD "Ein neues Wir - Ökologische Gemeinschaften und Ökodörfer in Europa". Auch dieses hat zwar Mängel, aber es ist informativ und daher unbedingt sehenswert. Sind wir doch heute mehr denn je darauf angewiesen, uns Gedanken über neue Formen des Zusammenlebens zu machen.
Was das äusserlich so ansprechende Buch angeht: Das Thema ist heute so wichtig und aktuell. Umso trauriger, dass sich der Autor nicht die Mühe genommen hat, die Ideen dieser Gemeinschaften zu verstehen. Er schreibt nicht nur schlecht, sondern voller Vorurteile und Sarkasmus, ohne Respekt oder auch nur den Versuch von Einfühlung. Als wolle er mit seinem Wissen beeindrucken, füllt er den Bericht mit Zitaten berühmter Menschen. Er scheint sich nicht bewusst zu sein, dass er selbst und seine voreingenommene Meinung keinen Menschen interessiert. Sehr schade - eine verpasste Chance für ein wichtiges Anliegen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen es gibt viele wege...., 27. Mai 2011
Von 
Doris Iding "Redaktionsbüro Iding" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Ein spannendes Buch. Besonders gut gefällt mir, dass der Autor sich einlässt auf die Menschen, denen er begegnet ist. Und deutlich wird eines: Es gibt so viele verschiedene Arten zu leben und auszusteigen.... Man sollte sich deshalb niemals sagen: Es geht nicht, weil..... Dazu hat der Autor zu viele Gegenbeispiele aufgezeigt. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und das Buch macht noch eines deutlich: Geld und Konsum macht nicht unbedingt glücklich. Ein einfaches Leben kann uns viel mehr geben als noch was und noch was und noch was und......
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolles Buch, 7. Dezember 2011
Der Autor ist in ganz andere Welten eingetaucht, in Tauschökonomien, Waldsiedlungen, Ökodörfer und Klöster. Wer Vorbilder sucht für das eigene Leben, wird ziemlich sicher enttäuscht. Der Autor begibt sich selbst auf die Suche und findet am Ende einer langen Reise viele Vorurteile über Aussteiger bestätigt. Einige Aussteiger werden schonungslos als Narzisten, Egomanen und elitäre Radikalökos entlarvt. Insgesamt ein spannendes, subjektiv geschriebenes Buch - auch wenn eher geeignet zum Auskurieren als zum "Weiterträumen" von Ausstiegsideen.
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