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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum gut ausgebildete Frauen lieber Latte-Machiato-Mutter werden
Bei einigen der vorherigen Rezensionen farge ich mich, ob wir vom gleichen Buch sprechen ... für mich ist es ein gutes Buch mit inspirienden Gedanken. Bascha Mika beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Frage, wie es passieren kann, dass gut und oft langjährig akademisch ausgebildete Frauen, die gerne arbeiten und sich eine Karriere gewünscht haben,...
Veröffentlicht am 14. November 2011 von Ambientalistin

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Altmodisch
Zweifellos ist das kein dummes Buch, geschrieben von einer keinesfalls dummen Frau.
Dumm ist nur, dass sie mit ihren Thesen und Denkmodellen in den 70er Jahren steckengeblieben ist und man beim Lesen das Gefühl hat, ein Buch vor sich zu haben, das ungefähr um 1980 geschrieben sein muss....und nicht etwa 2010.
Mittlerweile hat sich die Welt allerdings...
Vor 23 Monaten von wildeflowers veröffentlicht


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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum gut ausgebildete Frauen lieber Latte-Machiato-Mutter werden, 14. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bei einigen der vorherigen Rezensionen farge ich mich, ob wir vom gleichen Buch sprechen ... für mich ist es ein gutes Buch mit inspirienden Gedanken. Bascha Mika beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Frage, wie es passieren kann, dass gut und oft langjährig akademisch ausgebildete Frauen, die gerne arbeiten und sich eine Karriere gewünscht haben, irgendwann diese Lebensziele aufgeben und mit einem Leben als Hausfrau und Mutter zufrieden sind bzw. sich in dieses Leben fügen. Diese Frage zu klären ist sicherlich eines der wichtigen Themen in einer Zeit, wo Facharbeitermangel droht und die Ressource "Frau" auf dem Arbeitsmarkt besser erschlossen werden soll. Das es zuwenig Frauen in Führungspositionen gibt, hat nur teilweise mit den Strukturen der Männerwelt zu tun, so verstehe ich Mika, sondern vor allem damit, dass Frauen die eigenen Karrierewünsche und Ambitionen zugunsten der Familie zeitweise freiwllig aufgeben (und dann oft nie wieder auf diesem Niveau einsteigen können). Klug - und manchmal etwas plakativ - untersucht sie dieses Phänomen und definiert in verschiedenen Kapiteln die psychologischen innerfraulichen Gründe: die Liebeslist, die Modelzucht, das Kümmersyndrom, das Hormonkomplott, die Komfortzone, der Phantomschmerz, das Kribbeln - so heißen die Kaptitel. In diesen hält sie den Frauen einen Spiegel vor und zeigt auf, in welche psychologischen Fallen sie geraten, wo sie die Weichen selbst stellen können und ihr Leben eigenverantwortlicher gestalten - wenn sie denn wollen. Ich selbst habe das Buch gelesen, weil ich selbst immer wieder erleben, wie hochgradig fähige und gut ausgebildete Kolleginnen plötzlich für einige Jahre in den Mutterschaftswahn verfallen, und statt von eigenen interessanten Projekten nur noch von den Erfolgen ihrer Sprösslinge reden. Mich schmerzt als Frau dieser Wegfall an weiblicher Kompetenz im Job. In diesem Buch habe ich interessante Gedanken dazu gefunden, wie das passieren kann. Es erinnert mich an "Der dressierte Mann von Esther Vilar" und "Der Mutterschaftswahn" , Bücher, die ich vor 2 Jahrzehnten gelesen habe. Auch sie rütteln Frauen wach und regen an das eigene Verhalten in Frage zu stellen. Ich finde, Bascha Mika in ihrem Buch überhaupt nicht altfeministisch, sie mahnt lediglich die Frauen sich genau anzusehen, was sie tun und warum sie es tun. Dabei greift sie keinesfalls glücklich Hausfrauen, die nie etwas anderes mit ihrem Leben machen wollten an - das wird wohl von einigen missverstanden - sie bezieht sich klar und ausdrücklich nur auf die Frauen, zu deren Lebensentwuf von Anfang an eine Karriere gehörte, und die dann aus dem Berufsleben verschwinden und sich als Latte-Machiato-Mutter verwirklichen und das Geld ihres Mannes ausgeben. Da sie dies kritisiert, unterstützt sie sogar noch die Position der Männer, die auch nicht immer glücklich damit sind, den Versorger darstellen zu müssen. Mein Fazit: eine wichtige zeitgemäße Streitschrift (s. Untertitel), die Diskussion anregt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja, es stimmt... leider!, 2. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Feigheit der Frauen: Rollenfallen und Geiselmentalität. - Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug (Taschenbuch)
Ich habe das Buch in einem Satz verschlungen und kann der Autorin nur zustimmen. Vorweg: sie klammert all die Frauen aus, die sich bewusst für ein Hausfrauen- u Mutterleben entschieden haben. Um die geht es nicht. Es geht um die Frauen, die meinen, sich vermeintlich bewusst u partnerschaftlich für so ein Leben entschieden zu haben u die dann merken, dass sie doch in die Falle getappt sind und nicht glücklich sind. Es geht nicht um arbeitende oder nicht arbeitende Frauen. Frauen mit oder ohne Kind. Sondern datum, wie DUMM Frauen sind, wenn sie sich ohne große Gedanken an ihre Zukunft (wo will ich mit 50 stehen?), ihr finanzielles Auskommen oder ihre Perspektiven in diese Rolle begeben u dann feststellen, dass esach doch nicht so partnerschaftlich läuft. Ich selbst hätte auch nie gedacht, dass die Falle zuschnappt.

Ja, es ist einer Frau ohne Kinder, die das alles schreibt. Warum? Weil die meisten Frauen, die in die Falle getappt sind, nicht den Mut haben, das zuzugeben? Vor allem die jungen Frauen, diemeinten, alles ganz partnerschaftlich und gleichberechtig machen zu wollen.

Ja, es stimmt. Wir Frauen sind dumm. Finden siemal einen Mann, der für ein nerviges, sabberndes Kleinkind seinen guten Job an den Nagel hängt, auf eine gute Rente verzichtet, die Gefahr eingeht alleinerziehend mit hartz IV darzustehen und dann noch mild lächelnd den ganzen haushalt übernimmt u sagt es sei erfüllend u partnerschaftlich
sei partnerschaftlich u erfüllend.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Altmodisch, 20. August 2012
Von 
wildeflowers (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Zweifellos ist das kein dummes Buch, geschrieben von einer keinesfalls dummen Frau.
Dumm ist nur, dass sie mit ihren Thesen und Denkmodellen in den 70er Jahren steckengeblieben ist und man beim Lesen das Gefühl hat, ein Buch vor sich zu haben, das ungefähr um 1980 geschrieben sein muss....und nicht etwa 2010.
Mittlerweile hat sich die Welt allerdings ein bisschen weitergedreht, und das scheint sie nicht mitbekommen zu haben.

Für Frau Mika gilt das Karriere machen in einer männerdominierten Welt als die einzig richtige Art zu leben.....und alle Frauen, die sich für was anderes entscheiden, geben ihre Macht ab, sind feige, konfliktscheu und schlicht und einfach zu faul.
Zwar sind ab und zu ein paar Alibi-Phrasen eingestreut, um ihre Standpunkte ein wenig abzuschwächen, aber es ist trotzdem nicht zu übersehen, dass Gnade vor ihren Augen nur jene Frauen aus ihren Fallbeispielen finden, die sich für 'ALLES' entschieden haben....und dann ein Leben führen, wo neben dem Fulltimejob noch 5 bis 7 Kinder grossgezogen werden und sich der Arbeitsplatz auch gerne mal hunderte Kilometer entfernt befinden darf, was dann mitunter leider mit sich bringen kann, dass die Frau nur den halben Monat zu Hause sein kann.....wer das nicht will, hängt einfach zu sehr an seiner 'Komfortzone'.Den Frauen aus den Beispielen geht es nach eigener Aussage jedenfalls einfach nur prima (auch wenn es natürlich manchmal ein ganz klein wenig anstrengend ist).

Dazu passt dann auch ihre polemische Tirade gegen den Begriff 'Work-Life-Balance': 'Work-Life-Balance, dieses Pseudo-Geheimnis eines Lebens im Lot ist abgrundtiefer Schwachsinn. Eine klebrige Wohlfühllotion'.

Ein 'Leben im Lot' - pfui Teufel, was sind das bloss für Leute (Frauen!?), die sowas anstreben?

'Worklife-Balance ist ein Kunstprodukt, das von Frauenzeitschriften im Ratgeberjargon erfolgreich propagiert wird.'
Ja genau - die propagieren ja auch den Begriff 'Burn-Out' der ja auch gerne von Leuten benutzt wird, die sich krampfhaft an ihre Komfortzone klammern wollen.
Ich hab allerdings sogar schon Männer erlebt, die beide Begriffe benutzen und keineswegs nur Frauen.
Männer nehmen diese schändlichen Wörter allerdings häufig erst in den Mund, nachdem sie schon zusammengeklappt sind....Frauen manchmal schon vorher.

Wirklich sinnstiftend im Leben ist für Frau Mika nur die Arbeit und erbrachte (Karriere-)Leistungen....ob das auch für Frauen gilt, die Arbeitsverhältnisse haben, wie sie bei Schlecker, Lidl oder Aldi üblich sind, lässt sie offen, sondern lässt in ihren Fallbeispielen lieber Nobelpreisträgerinnen und Bundesministerinnen zu Wort kommen.

Es gab sicherlich mal eine Zeit, wo es Frauen sinnvoll erschien, den Männern zu beweisen, dass sie eigentlich alles genauso gut könnnen, wenn nicht sogar besser.....mit anderen Worten: dass sie eigentlich die besseren Männer sind.

Dieser Beweis ist auch einigermassen erbracht, nur kam quasi als Nebenprodukt für viele die Erkenntnis dabei heraus, dass Frauen und Männer zwar gleichwertig und auch 'gleich gut' sind....aber eben doch recht unterschiedlich und dass das, was viele Männer für erstrebenswert halten ( Gefühlsverleugnung, Dauerpower bis zum Umfallen, aggressives Karrierstreben, Konkurrenzdenken, den Gegner platt machen), für Frauen eigentlich gar nicht mal unbedingt genauso erfüllend sein muss.

Für Frau Mika liegt der Grund, warum Männer in dieser Gesellschaft an der Macht sind, in erster Linie darin, dass Frauen sich aus Feigheit immernoch weigern, wie Männer zu sein.
So langsam setzt sich aber in immer grösseren Kreisen die Erkenntnis durch, dass Männer und Frauen eben doch unterschiedlich sind und die Frauen ihre Macht eher dadurch abgegeben, indem sie ihre 'weiblichen Qualitäten' abwerten (lassen) und somit dazu beitragen, dass die 'männliche' Art zu leben, als die Bessere angesehen wird.
Indem die Autorin mit ihren Thesen die Meinung vertritt, dass Frauen sich mehr wie Männer verhalten sollten, schwächt sie das weibliche Prinzip und stärkt gleichzeitig das männliche und macht somit genau denselben Fehler.

Ich gebe dem Buch allerdings trotzdem zwei Sterne und nicht nur einen, denn in einem Punkt gebe ich ihr vollkommen recht: Frauen benutzen derzeit Mutterschaft und Ehe in der Tat viel zu sehr als bequemen 'Fluchtweg' aus einer aus welchen Grund auch immer nicht mehr gewollten Lebenssituation und verschließen die Augen sehr gerne davor, dass Partnerschaften eben auch zerbrechen können und sie spätestens, wenn die Kinder größer werden ohne sinnvollen Lebensinhalt dastehen...und eben oft auch ohne finanzielle Absicherung oder irgendwelche Perspektiven, sowohl beruflicher als auch sonstiger Art.

Für Bascha Mika ist ein derartiges Verhalten ein freiwilliger und vorsätzlicher Rückschritt in längst überwunden geglaubte Verhältnisse, wo der Mann der 'Ernährer' und 'Bestimmer' war, dem die Frau zu folgen hatte.
Ich denke aber, dass es einfach nur ein weiterer Schritt einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung ist, der immer mehr in Richtung wirklicher Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern geht - und dieser Weg dahin verläuft nun mal nicht linear, sondern beinhaltet mitunter auch scheinbare Rückschritte, die wiederum zu völlig neuen Entwicklungen und Erkenntnissen führen werden.

Allen, die ihren Horizont in Sachen Männlichkeits-Weiblichkeitsthematik auf den Stand von 2012 bringen wollen empfehle ich die Arbeit von David Deida,Chameli Ardagh und Maitreyi Piontek.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ist Bascha Mika feige?, 2. Oktober 2011
Von 
Monika Ebeling (Braunschweig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nur Leserinnen mit Humor können das Buch "Die Feigheit der Frauen" unbeschadet überstehen!
Bascha Mika hat ein Buch geschrieben. Über das "Vermausen", "Verwursten" und "Rumhühnern" von Frauen. Nicht die Frau als "Fisch ohne Fahrrad", sondern ein von ihr vorgekautes, fades "Fischfrikasse" wird uns da serviert.
Die Autorin sieht Frauen in der postfeministischen Falle und nennt sie "in Watte gebettete Weicheier". Die hohen Scheidungsraten sind für sie eine weibliche Implosion, weil den Ehefrauen die Konfliktbereitschaft fehlen würde. Sie würden nicht ausreichend um die gerechte Aufteilung der Hausarbeit kämpfen. Denn Frauen würden bei Hausarbeit und beim Stillen eines Kindes eine "Verkrümmel-Mentalität" an den Tag legen, sich freiwillig einem Mütterlichkeitsideal unterwerfen, welches einer "Untoten" gleich in unserem Bewusstsein lauere. Frauen würden sich zum "Wischmopp" machen und unterlägen einem "Hormonkomplott", der selbstverständlich etwas mit Herrschaftsverhältnissen von Mann und Frau zu tun hätte.

Die Mutterschaft frisst die Frau auf und die Folge ist der Rückschritt, so Mika. Eine Frau ohne Kind, eine Frau ohne Mann würde auch heute noch als Makel empfunden. Für sie ist die Liebe, und hier wohl einzig die zwischen Mann und Frau, die "Seife auf der Rutschbahn in die Rollenfalle". Der Beginn eines "Stufenplanes zur Abhängigkeit der Frau von einem Versorger" ist sie für Mika alle Mal.
Frauen seien heute blind für "Sexismus". Für Mika ist Sexismus ein Begriff der "altbacken klingt" und "streng riecht", dennoch können Frauen ihn immer weniger orten. Die Farbe rosa sei eine "niedlich herausgeputzte Folterkammer" in der Mädchen bereits früh "weibliche Rolle schlucken" und so niemals zu Geld und Macht gelangen könnten. Im Rosa sei "kein Raum für Rivalität und Aggression" wähnt die Autorin und wundert sich über die zahllosen rosa Prinzessinnen in unserem Land.

Das einzig Neue: Sie schlägt nicht wie üblich, mit der feministischen Keule aufs Patriarchat ein, für Männer im Allgemeinen hat sie dennoch kaum ein gutes Wort. Sie macht jedoch einen Wissenschaftler aus, der sich sehr gut in die Lage der Frauen hineinversetzen kann und den sie gern zitiert: Klaus Hurrelmann, emeritierter Professor der Universität Bielefeld. Ansonsten sucht sie Schlagkraft bei den üblich Verdächtigen der feministischen Branche.

Das Buch ist inhaltlich der Neuaufguss eines benutzten, abgetrockneten Teebeutels. Ihre wiederaufgegossenen Argumente sind reifen, selbstbewussten Frauen seit Jahrzehnten bekannt - und mehr und mehr zuwider. Junge Frauen, das sieht sie richtig, sind von ihren Gedankengängen meilenweit entfernt, da hilft kein feministisches Gezeter über traditionelle Rollen und "Geiselmentalität". Sie sieht insbesondere die gut gebildeten Mittelklassefrauen reihenweise aus dem feministischen Ring aussteigen. Daher rührt wohl auch die Vehemenz des Auftritts.

Mika zeigt im Gegenteil zur früheren Frauenliteratur auf, das Frauen heute alles könnten, wenn sie wollten. Sie beweist mit ihren Worten, dass Männer den Frauen keinesfalls im Wege stehen, mehr schon Frauen sich selbst. Wir haben die Gleichstellung erreicht und brauchen den Feminismus nicht mehr für unsere Befreiung, legt sie wahrheitsgemäß dar.

Mika sieht in den heutigen Frauen "Deserteure" der Frauenbefreiungsideologie. Die Frauenbefreiung nennt sie auch "Geschlechtertheater". Es gäbe "keine saubere Trennung mehr, zwischen Tätern und Opfern", beklagt sie.
Das "Gleichstellungspostulat" der Frauenbewegung enttarnt sie als Krankheit, denn Frauen sind nicht alle gleich und auch nicht alle Schwestern.

Sie beschimpft Frauen, die ihre Selbstbestimmtheit angeblich großzügig aufgeben, wenn sie "in die richtigen Augen schauen". "Selbstbetrug" schreit sie der werdenden Mutter, die sich mit dem Vater auf den Nachwuchs freut, ins Gesicht. Sie verlangt eine "Mutprobe" von uns Frauen, hin zu uns selbst. Muttersein "bricht der Eigenständigkeit das Genick", zwängt Frauen in das "Rollenkorsett weiblicher Unterordnung" und macht die Frau zur "Komplizin" des unterdrückenden Mannes, so Mika, die sich selbst kinderlos glücklich nennt.

Fazit:
Bascha Mika liefert Frauen ein hinterhältiges Gesöff, mit dem die Auferweckung feministischer Kampfeskraft keinesfalls gelingen kann. Denn Bascha betreibt Frauen- und insbesondere Mütterbashing. Wie eine feministische, alte Moralapostellin, richtet sie ihre Giftpfeile gegen das eigene Geschlecht. Sie will "die jungen Gänse" argumentativ stopfen, sie von der grünen Wiese holen und zu einer feministischen Streitmacht neu formieren. Sie macht Mädchen, junge Frauen und insbesondere Mütter zu Gegnern der eigenen Weltanschauung, welche dem Leser einäugig und moderig daherkommt.

Ihr Buch strotzt vor literarischer Widersprüchlichkeit und Polemik und ist keinesfalls ein ernstzunehmender Beitrag zu einem nachhaltigen und zukunftsweisenden Geschlechterdialog.

Wieder einmal werden die Männer weder ausreichend mitgedacht noch kommen sie angemessen zu Wort.

Das Buch "Die Feigheit der Frauen" liefert jedoch eine längst überfällige Bankrotterklärung der alten feministischen Garde. Der Versuch einer weiteren feministisch-ideologischen Gehirnwäsche der weiblichen Hälfte der Gesellschaft misslingt Bascha Mika gründlich.

Besser hätte die Autorin für ihren eigenen Lebensstil als glückliche, kinderlose Vorzeigefrau in den Klauen einer linkssozialistischen Ideologie werben sollen. Vielleicht hätten unsere Töchter dann Lust bekommen ohne Kinder und ohne dauerhaften Liebespartner einsam ihre Runden im Hamsterrad der Berufstätigkeit zu drehen, den Blick ehrfurchtsvoll auf die sogenannte gläserne Decke gerichtet.
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39 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Feigheit der Frauen, 19. August 2011
Erschreckend mit welcher Ahnungslosigkeit Bascha Mika über die Situation arbeitender Mütter/Frauen polemische Platitüden von sich gibt. So zieht es sich durch das ganze Buch,teilweise bekommt man beim Lesen leichte bis stärkere Aggressionen. Alles in allem ein streitbares Werk, bei dem man den Eindruck bekommt der Autorin geht es nicht um die Frauenbewegung, sondern um eine Glorifizierung Ihres Lebensweges-den Sie anscheinend als alleinigen und richtgen Weg sieht. Es gibt aber eben auch "Grau" und nicht nur Schwarz oder Weiß.
Meint: Es gibt nicht nur die Möglichkeit sich für Karriere und gegen Kinder zu entschieden, sondern es geht auch beides. Und dass das so schwer ist, liegt nicht nur am Rollenverhalten der Geschlechter, sondern nach wie vor an den politischen Rahmenbedingungen und dem immer wertenden Urteil der Gesellschaft.
Weiterhin störend an der ganzen Diskussion empfinde ich, dass immer nur Frauen in Führungspositionen bedacht werden.
Was ist mit allen anderen arbeitenden Frauen. Die, die täglich alte Menschen pflegen, die, die in der Kita die Kinder betreuen, die, die in der zweiten Führungsebene Karriere machen, um nur enige Beispiele zu nennen.
Die Frauenbewegung wird nicht weiter kommen, wenn sie gegen verschiedene Lebensmodelle wettert. Sie wird weiter kommen, wenn Frauen endlich akzeptieren, dass Karriere und Familie für jede Frau individuell definiert wird.Und dass sich diese Definition in Lebensabschnitte teilen kann.
Zur Ernüchterung kann man es lesen aber wirklich wertvolle Impulse gibt dieses Buch nicht.
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283 von 362 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einige gute Ansätze ersticken in altfeministischen Platitüden, 2. Februar 2011
Von 
Arne Hoffmann (Springen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bascha Mika ist sicher eine der schillernderen Figuren in der deutschen Geschlechterdebatte. 1994 wurde ihr der EMMA-Journalistinnenpreis verliehen. 1998 veröffentlichte sie über Alice Schwarzer eine kritische Biographie, die Schwarzer für Wochen auf die Palme brachte. Bis zum Jahr 2009 fuhr sie als Chefredakteurin der "taz" eine stramm sexistische Linie: Den Anliegen des weiblichen Geschlechts wurde breiter Platz gewidmet, denen des männlichen so gut wie keiner. Und wenn sie mit einem Vertreter der neuen Männerbewegung wie dem MANNdat-Vorsitzenden Dr. Eugen Maus diskutiert, kommt sie um Herabsetzungen wie "Jammerlappen" nicht herum.

Da ist es hochironisch, dass die ersten paar Dutzend Seiten von Mikas neuem Buch selbst eine gewaltige Jammerarie darstellen, schier endlos redundant und nur hin und wieder unterbrochen durch längere Passagen im Stil einer Erweckungspredigerin, so dass man fast dazu mitgerissen wird, "We shall overcome" zu singen. Das Ganze spitzt sich zu in lustigen Behauptungen wie "Deutschland ist in Sachen Emanzipation finsteres Entwicklungsgebiet." So kann man es natürlich auch sehen, das Land der hunderte Millionen schwere Frauen- und Mädchenförderprogramme, Intensivpraktika an Hochschulen, Mentorinnenprogrammen, Förderungen von Frauenkommunikationszentren, Internetplattformen für Mädchen und Frauen, dem "Girls-Day", Mädchenwerkstätten, Frauenuniversitäten, Frauen- -und Gleichstellungsbeauftragten, Frauenstudien, Frauencafés, Mädialen (Kulturveranstaltungen nur für Mädchen), Mentorinnenprogrammen, Mädchenspielplätzen und Frauenfriedhöfen, Mädchen-Techniktagen, Ladies-Weekends, Mädchen IT-Offensiven und einem milliardenschweren Gender Mainstreaming. Finsteres Entwicklungsgebiet - klar. Ähnlich komisch wird Mika, wenn sie behauptet: "Unser politischer Einfluss ist lächerlich, unser ökonomisches Drohpotential der reine Witz und unsere gesellschaftliche Durchsetzungskraft geringer als die jeder Bürger Initiative gegen ein Bahnhofsumbau." Das behauptet Mika allen Ernstes über eine Gesellschaft, in der nicht nur die Mehrzahl der Wähler und Konsumenten weiblich ist, sondern Frauen über eigene Ministerien verfügen, jede Partei einen frauenpolitischen und keine einzige einen männerpolitischen Sprecher besitzt, Feministinnen und nicht Männerrechtler bei der Geschlechterdebatte die Wortführer in den Medien sind und was man hier alles mehr anführen könnte.

Wo für Mika Frauen die ewigen Opfer sind, sind Männer die ewigen Täter. "Männer haben uns Frauen ausgetrickst und abgewatscht", stachelt sie auf, "mit falschen Versprechen gelockt und mit Kind und Küche alleingelassen. Sie kassieren die höheren Löhne, bestimmen die politische Agenda, haben jede Menge gläserner Decken eingezogen und lassen uns gekonnt auf dem Spielplatz stehen." Immer wieder brechen Phrasen hervor, die original aus Pamphleten der siebziger Jahre stammen könnten: "Wir sind Geiseln, die gelernt haben, ihre Geiselnehmer zu lieben." Unweigerlich fühlt man sich erinnert an die Gassenhauer von Uralt- Feministinnen wie Ti-Grace Atkinson ("'Liebe' ist die natürliche Reaktion eines Opfers auf seinen Vergewaltiger.") Männer sind in diesem Weltbild böse, Frauen, die sie trotzdem mögen, leiden, wie Mika ausführlich schildert, am "Stockholm-Syndrom", das man sonst nur von den Opfern brutaler Kidnapper kennt.

Das einzige Anliegen der Männerbewegung, das von der deutschen Politik, wenn auch bisher als reines Lippenbekenntnis, tatsächlich auf die Tagesordnung gesetzt wurde, ist die Benachteiligung der Jungen in unserem Schulsystem. Mika muss natürlich protestieren, wenn über Opfer gesprochen wird, die dem falschen Geschlecht angehören: "Prompt gibt's Geschrei. (...) Kaum ist der Vorsprung der Mädchen ins öffentliche Bewusstsein gedrungen, fangen die Bedenkenträger an, von den Jungs als Bildungsverlierern zu reden. Und die Politik stimmt sofort ein. (...) Ein erklärtes Ziel der CDU Frauenministerin Schröder und vieler Bildungsexperten ist nun, sich um die armen, abgehängten Jungs zu kümmern. Da haben Mädchen mal eine Nanosekunde die Nase vorn (...) und schon wird gegengesteuert." Was für Mika nur "eine Nanosekunde" darstellt - offenbar gemessen, an der Aufmerksamkeitsspanne, die Mika dafür erübrigen möchte - ist für etliche benachteiligte Jungen und später Männer ihr ganzes Leben.

Auch ein Frauenalltag, wie er von Mika geschildert wird, liest sich so, wie es in den Texten Alice Schwarzers geschieht: "Sie schafft das Geld ran, sie macht den Haushalt, die Wäsche, den Garten. Sie kümmert sich um alles, was anfällt - während er den ganzen Tag auf dem Sofa liegt und den Hund streichelt." Ja, so sieht es wohl aus bei einem typischen deutschen Paar. Konsequenterweise empört sich Mika darüber, dass beim Thema Doppelbelastung nur über Kitas, Halbtagsstellen und familiengerechte Arbeitszeiten diskutiert werde, "nicht aber auch über den gesellschaftlichen Skandal, dass die eine Hälfte der Bevölkerung sich parasitär aufführt und die andere Hälfte sich in Sklavengeduld übt." Mika meint hiermit nicht, dass Männer frühmorgens vielfach von Frauen arbeiten geschickt werden, die ihrerseits zuhause bleiben, aber einen Großteil des erarbeiteten Verdienstes wieder ausgeben - was Esther Vilar einmal sehr zugespitzt mit Zuhälterei und Prostitution unter umgekehrten Geschlechterrollen verglich. In Mikas Augen sind die "Parasiten" tatsächlich die Männer.

Anderen Frauen sind solche Absurditäten in Mikas Weltbild längst aufgefallen. "Ist das wirklich so unemanzipiert", fragt etwa Birgit Kelle in einer ersten Reaktion auf Mikas Buch in der Online-Zeitung Freie Welt, "dass man einen Mann dazu bekommt, dass er hart arbeiten geht, man selbst nicht arbeitet und die Tage mit Milchkaffee verbringt, während er an frühem Herzinfarkt stirbt und ein Vermögen hinterlässt? Werden hier wirklich die Frauen ausgenutzt?" An einer Stelle ihres Buches scheint dies auch Mika kurz aufzuleuchten: "Öffentlich haben wir der Männergesellschaft den Kampf angesagt", bekundet sie, "heimlich profitieren wir von deren Bestand."

Im zweiten Teil ihres Buches schimmert auf, dass Mika die Fakten durchaus bekannt sind: "In mehr als zwei Dritteln der westdeutschen Haushalte ist der Hauptverdiener der Mann", heißt es an einer Stelle, "und die meisten Frauen bekommen ein Problem, wenn sie diese Aufgabe übernehmen sollen." Nur knapp zwei Drittel aller Frauen sind in Westdeutschland überhaupt erwerbstätig, verrät Mika weiter, wobei sie aber immer weniger Stunden in den Beruf investieren. Sie erwähnt auch, dass deutsche Mütter "im Vergleich zu ihren europäischen Kolleginnen weniger Zeit im Job verbringen, aber die so gewonnenen Stunden nicht in ihre Kinder investieren, sondern in Freizeit." Und sie zitiert die Professorin Christiane Nüsslein-Volhard, Direktorin eines Max-Plack-Instituts, die von den "ausgebeuteten Männern" spricht: "Die arbeiten hier zwölf Stunden für ihre wissenschaftliche Karriere und das Gehalt der Familie, dann kommen sie nach Hause und sollen noch kochen, sich um das Kind kümmern, Staub saugen ... Das ist eine absolute Gemeinheit, den manche von ihnen zu Hause schuften müssen, obwohl deren Gattinnen den ganzen Tag zu Hause sind. Das verstehen diese Frauen dann unter Emanzipation."

Sogar den Soziologen Klaus Hurrelmann lässt Mika mit seiner Erkenntnis zu Wort kommen, dass die Wahl, die Frauen für ihr Leben treffen, eine klare Kosten-Nutzen-Kalkulation darstellt. An dieser Erkenntnis allein hätte man das gesamte Buch aufziehen sollen - es wäre zehnmal vernünftiger geworden. Allerdings hätte das aber auch Mikas Strategie zerstört, Männer als fiese Manipulateure und Frauen, die den klassischen Rollenmodell folgen, als hirnlose, unterwürfige Weibchen darzustellen. Überhaupt besteht ihn Mikas Darstellung praktisch die gesamte Welt aus solchen Weibchen - die feministische Elite mit ihrer höheren Bewusstseinsstufe einmal ausgenommen. Karin Jäckel hat solchen Herabsetzungen von Haus- und Ehefrauen mit "Die Frau an seiner Seite" bereits 1999 ein komplettes Buch gewidmet.

Zugegeben, einige von Mikas Kritikpunkten an Frauen im jetzt bereits sechsten Jahrzehnt der feministischen Herrschaft sind durchaus nachvollziehbar. So wundert sie sich über die Begeisterung zahlloser Töchter und Mütter, wenn sie sich in Frauen-Demütigungs-Shows wie "Germany's Next Top Model" hineinsteigern, kritisiert die Art, wie sich viele junge Frauen in bestimmten Internetportalen ausschließlich als Sexobjekt anpreisen, und spricht über den Drang anderer Frauen, auch im deutlichen Erwachsenenalter noch Kind bleiben zu wollen (was sich mit Büchern wie "Neue deutsche Mädchen" und "Wir Alphamädchen" sowie Blogs wie "Mädchenblog" und "Mädchenmannschaft" übrigens bis in den feministischen Bereich zieht). Mika zitiert auch eine Hamburger Karriereberaterin, die immer wieder mit Studentinnen zu tun hat, "die allen Ernstes glauben, sie könnten später mal eine Halbtagsstelle machen und damit nicht nur sich, sondern auch noch ein Kind ernähren". Auch Frauen, die beispielsweise Kunstgeschichte oder Romanistik studierten, könnten sich "doch gleich ein Pappschild umhängen: Bin auf der Suche nach einem Ernährer!" Im nächsten Atemzug aber hat Mika die eben präsentierten Erkenntnisse bereits vergessen und nennt als Gründe dafür, dass Frauen viel seltener Karriere machen als Männer "die gläsernen Decken, an denen Frauen zerschellen" und die "old-boy-networks, die alles Weibliche abstoßen". Nur sind das alles keine Gründe, sondern vielmehr feministische Mantras, die nie bewiesen, dafür aber seit Jahrzehnten gebetsmühlenartig wiederholt wurden, was für eine Autorin wie Mika einem Beweis gleichzukommen scheint. Tatsächlich überschlagen sich die Firmen mit immer neuen Angeboten, um für weibliche Arbeitnehmer attraktiv zu sein: Betriebskindergärten, die inzwischen auch vom Bundesfrauenministerium gefördert werden, firmeninterne Weiterbildung während der Elternzeit, flexible Arbeitszeitmodelle, Kinderbonuszeiten undsoweiter undsofort. Es liegt eben tatsächlich an den Lebensentscheidungen der meisten Frauen, an ihrer "Kosten-Nutzen-Kalkulation" (Hurrelmann) und nicht an einer bösen, patriarchalen Verschwörung der Männer.

Man sieht, es gibt durchaus bemerkenswerte Ansätze in diesem Buch, die allerdings daran scheitern, dass Mika immer wieder abgleitet in eine Rhetorik der siebziger Jahre. Wir sind mit Büchern wie Astrid von Friesens "Schuld sind immer die anderen" in der Debatte eigentlich schon ein gutes Stück weiter. Optimisten mögen es allenfalls als Fortschritt verbuchen, dass Elemente aus diesem neuen Denken zumindest in homöopathische Dosis auch in die Bücher ansonsten stockkonservativer Feministinnen wie Bascha Mika einzufließen beginnen.

Ein besonderes Ärgernis dieses Buches soll indes nicht unerwähnt bleiben. An einer Stelle unterstellt Mika, dass Persönlichkeiten wie der SPIEGEL-Autor Matthias Matussek, der Verfassungsrichter Udo di Fabio, der Geschlechterforscher Gerhard Amendt, der Soziologe Norbert Bolz und die ehemalige Fernsehfrau Eva Herman "die deutsche Öffentlichkeit immer wieder mit ihren Ansichten zur Kinderlage der Nation (quälen), behaupten, dass es die deutsche Frau als Mutter richten könne, wenn sie sich nur endlich mal wieder besinne und ihrem Gebährwillen folge." Für diese Verstiegenheit liefert Mika bei keinem einzigen der von ihr angeführten Autoren einen Beleg. Das dürfte ihr auch schwer fallen - offen gesagt halte ich diese Passage für nahe am Rufmord. Über die Veröffentlichungen speziell Matthias Matusseks und Gerhard Amendts habe ich einen ganz guten Überblick: Forderungen, dass die deutsche Frau gefälligst "ihrem Gebährwillen folgen" solle, kann nicht darin beim besten Willen nicht finden. Im Gegenteil: Gerhard Amendt und Matthias Matussek haben die Überhöhung der Mutter scharf und mit guten Argumenten kritisiert, beide setzen sich für einen verstärkten Kontakt von Vätern zu ihren Kindern ein. Offenbar hat Mika hier etliche Leute, die sie aus ideologischen Gründen nicht besonders gut leiden kann, lediglich zu einer bunten Mischung zusammengestellt und ihnen diese absurden Behauptung untergejubelt. Das macht ein ansonsten lediglich dürftiges Buch zumindest an dieser Stelle sogar unseriös. Mir entzieht sich völlig, warum Mika meint, derartige Attacken nötig zu haben.
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Muß frau NICHT gelesen haben, 25. Februar 2011
Von 
- so habe ich nach der gestrigen Lesung der Autorin in Aachen entschieden.

Feige sind die Frauen jedenfalls nicht, die sich, 200 an der Zahl, der Autorin und ihren Texten gestern abend stellten. Neugierig waren sie, interessiert, beteiligt. Dafür bekamen sie Texte zu hören, die eingängig, im Stil eines leicht verständlichen, wenig tiefschürfenden Ratgeberbuches geschrieben sind, die der real existierenden Vielfältigkeit heutiger, weiblicher Lebensentwürfe mit und ohne PartnerIN aber weder gerecht werden noch sie anerkennen.

Der Titel des Buches provoziert und mobilisiert, die gehörten Texte erfüllten die Erwartungen auf Neues, Anregendes aber nicht. Am Ende blieb der Eindruck, dass die Autorin sauer ist und 70iger Jahrethesen aufgewärmt und lauwarm serviert. Ermutigend, wie das Buch angeblich lt. mehrfacher Aussage die Autorin sein soll, empfinde ich das Gehörte nicht. Welcher Mensch, auch wenn er FRAU ist, fühlt sich schon durch Beleidigung (Titel) oder Herabsetzung (Texte und Fallbeschreibung) ermutigt? Was aber wird eigentlich beklagt? Dass nicht jede Frau nach den Vorstellungen der Autorin lebt oder leben möchte?

Gut ist sicherlich, dass das Buch neue Diskussion entfacht und Menschen in Bewegung bringt. In einer Welt des Geschwafels plädiere ich aber für Handlung. Deshalb: Ihre Energie direkt für konkrete Veränderung in Beruf/Partnerschaft einsetzen.
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Inneren leben, was man im Außen fordert!, 5. April 2011
Gut, dass dieses Buch von einer Frau geschrieben wurde. Wäre es von einem Mann geschrieben worden, wäre der Aufschrei in der Medienlandschaft sicherlich sehr groß. Also ist es schade, dass dieses Buch eine Frau geschrieben hat. Denn so wird es letztlich keinen großen Aufschrei geben. Maximal ein paar pflichtbewusste Empörungsrufe: "Ah, eine Nestbeschmutzerin! Ach, wenn sie es denn braucht..."

"Die Feigheit der Frauen" ist eine Anklageschrift, die deutlicher kaum sein könnte. Und es sind nicht die üblichen Verdächtigen wie die Politiker", die Firmenbosse" oder die Ehemänner", die hier ihr Fett wegkriegen. Auf der Anklagebank sitzen die Frauen selbst.

Mal Hand aufs Herz, wenn Sie eine Leserin sind: Wer putzt bei Ihnen zuhause das Klo? Im Kleinen fängt es schon an, dass Frauen reflexartig die niederen" Dienste im Haushalt übernehmen. Das setzt sich dann in Sachen Kinderversorgung und Gartenarbeit munter fort. Bis die Politik" neue Kitas zur Verfügung stellt (stellen kann), das kann dauern. Doch wie sieht es mit den Ehemännern und Kindsvätern aus? Wo gibt es einen direkteren Einfluss auf die eigene Lebenssituation als eben da?

In meinen eigenen Rhetorik-Seminaren werde ich oft von Teilnehmerinnen gefragt, ob ich auch für mehr Frauen in Führungsetagen sei. Natürlich sage ich ja. Dann frage ich immer in die Runde: Und - wer von Ihnen möchte dahin?" Betretenes Schweigen. Oder eine Welle von Ausflüchten. Tja, meine Damen, so wird das nichts. So gesehen ist das Buch von Bascha Mika eine Steilvorlage zum Mal-drüber-Nachdenken, deren Zeit dringend gekommen war.

Wenn Frauen beruflichen Erfolg haben wollen, müssen sie dafür Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, die ihnen niemand abnimmt. Eine Hürde, vor der viele Frauen scheuen. Und sie tappen in die Perfektionsfalle - im Job, im Haushalt, bei der Suche nach dem perfekten Mann. Alles Bremsklötze, die den weiteren Weg in die Abhängigkeit vorzeichnen. Mika geht hart ins Gericht mit den Frauen, die glauben, alles übererfüllen zu müssen und sich damit selbst ausbremsen. Und auch mit denen, die sich freiwillig in die etwa finanzielle Abhängigkeit eines Mannes begeben, um von der Last der Entscheidungen befreit zu werden.

Man kann Bascha Mika Polemik vorwerfen. Und viele tun es - wie etwa manche der amazon-Kritiken hier. Doch auch in Polemik steckt ein Körnchen Wahrheit - und darüber dürfen Frauen ruhig mal nachdenken. Wie überhaupt über ihr eigenes Leben und ihre selbstgewählte Rolle darin.

Denn was im Außen erreicht werden will, muss im Inneren überhaupt erstmal gelebt sein!
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alter Wein in neuen Schläuchen, 15. Dezember 2011
Bevor jemand überlegt, dieses Buch zu Weihnachten zu verschenken, möchte ich meinen Teil als "Kaufhilfe" beitragen. Man kann sich das Bändchen übrigens auch in jeder gutsortierten Stadtteilbibliothek ausleihen (für alle, die Frau Mika nicht monetär unterstützen wollen wie ich). Ein Fakt, der die Glaubwürdigkeit/ Authentizität von Mikas Polemik konterkariert, muß jeden halbwegs aufmerksamen Leser gleich zu Beginn der Lektüre verstimmen: Jeder, der über die politisch/ soziale Stellung der Frau schreibt, sich zu ihrem Verhältnis zur Mutterschaft, Familie und Beruf wie allgemein sich über Fragen der Identität und des Lebensglücks äußert, wird dies in der Regel aus Sicht seiner speziellen Lebenssituation tun - und natürlich versuchen, diese zu rechtfertigen. Ein abschließendes Urteil über das gefälligst "richtige Leben" des weiblichen Individuums in einer freiheitlich verfaßten, pluralistischen Gesellschaft zu fällen, wie Mika das tut, ist geradezu so wie die Sonne verklagen zu wollen, weil sie zum Geburtstag nicht scheinen wollte.

Basha Mika, die eine bruchlose Karriere von der einfachen taz-Schreiberin zur gefeierten Publizistin während der hochfeministischen Phase der Bundesrepublik aufgebaut hat, ist selbst kinderlos und unverheiratet. Auf die persönlichen Lebensumstände geht B.M. jedoch mit keinem Wort ein; sie kämpft mit geschlossenem Visier, was zunächst einmal ziemlich unredlich und einer ernstzunehmenden Kritikerin nicht angemessen ist. Richtig schäbig wird es aber, wenn die so biografisch verhüllte Mika dazu übergeht, alle diejenigen verbal zu vermöbeln, die sich ihr gegenüber lebensweltlich zu erkennen gegeben haben, in ihr feministisches Frauenbild aber nicht einpassen wollen: vorzugsweise die Mütter, die sich der Aufgabe, ihre Kinder zu nähren, zu erziehen und ihnen ein intaktes, harmonisches Familienleben zu ermöglichen, ernsthaft verpflichtet fühlen. Was Frau Mika mit ihrer altbackenen, unendlich larmoyanten Tirade gegen die berühmten drei K's betreibt - und das werfe ich ihr zornig vor - ist mitnichten eine längst fällige Abrechnung mit der jüngeren Frauengeneration, sondern ist die künstliche Verbreiterung der häßlichen Kluft, die sich seit `68 zwischen Familien und Kinderlosen aufgetan hat.

Ich weiß, daß gewisse Fragen aus Gründen der political correctness längst nicht mehr zu stellen erlaubt sind, aber ich frage dennoch: Wer von den heute Kinderlosen inklusive Frau Mika glaubt, wird einmal dafür sorgen, daß sie auf eine regelmäßige Rente vertrauen können, wer wird sie im Alter pflegen, wer wird die Innovationen hervorbringen, die ihnen das Altern erleichtern? Was die Familie produziert ist nicht allein der (in Zahlen meßbare) monetäre Beitrag zum gegenwärtigen Staatshaushalt wie bei kinderlosen Singles eben auch, sondern es ist die (privat getätigte) Investition in das Humanvermögen unserer Gesellschaft, die nur diejenigen leisten, die sich eben Kinder "leisten". Je besser, je liebevoller unsere Kinder von heute aufwachsen, je besser die Qualität ihrer Erziehung/ Ausbildung, desto verantwortungsvoller, desto leistungsfähiger werden sie als steuerzahlende Bürger von morgen sein. Da ist es nur eine Küchenweisheit, daß je höher die Bildung einer Hausfrau ist, desto mehr sie davon ihren Kinder mitzugeben imstande ist. Es ist also gewiß nicht zu hochgegriffen zu sagen, daß die Sorgetätigkeit der "verhühnerten, vermausten" Hausfrau die Stärke und Innovationskraft der zukünftigen Generation bestimmt - und das völlig gratis, oft bis weit in die Abendstunden hinein und dazu noch auf der untersten Stufe der gesellschaftlichen Werteskala stehend. Umgekehrt könnte man auch sagen: Während die Kosten der Kindererziehung auf die Familie verlagert, d.h. privatisiert werden, so wird ihr Nutzen vergesellschaftet und dem Solidarwesen einverleibt. Vielleicht, so könnte man vermuten, ist das der kinderlosen Vollberufstätigen wie Frau Mika alles zuviel an ungerecht belohnter Verantwortung für die Allgemeinheit...?! Sie gönnt sich stattdessen den Luxus, alles Wünschbare an Selbstverwirklichung aus der (egoistischen) Sicht der Frau zu denken (egal, ob diese Kinder hat oder nicht!), wenn sie der kommunistischen Zwangsbeglückung durch Vollberufstätigkeit der Mutter das Wort redet, die dann wiederum durch die Möglichkeit bezahlter Fremdbetreuung so leben kann, als hätte sie kein Kind (alle Welt läßt sich heute schon beim simplen Liebeskummer vom Psychologen helfen, aber wer fragt hier einmal nach den Folgen für die Psyche eines Kleinstkinds?). Man kann bereits jetzt von einer kollektiven Verbindlichkeit dieses Lebensmodells der berufstätigen Mutter sprechen, wenn Familien lediglich vor die Wahl zwischen Zuverdienst/Kita oder Armut durch ein einziges Einkommen gestellt sind. Echte Freiheit bedeutet Wahlfreiheit. Doch diese ist im deutschen System für Familien nicht vorgesehen. Dies beschreibt zugleich die moderne Lebenswirklichkeit der meisten deutschen Kleinfamilien, die Basha Mika sehr einfach hätte überprüfen können, wenn sie nur ein paar Broschüren des Bundesfamilienministeriums etwas gründlicher gelesen hätte.

Ich selbst, 33 Jahre, verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter (übrigens mit einem Abschluß in Soziologie mit dem Schwerpunkt Gender), bin glücklich mit meinem Leben so wie es ist, wäre noch glücklicher, wenn ich ein paar Jahre länger bei meinem Kind bleiben dürfte (was leider aus o.g. Gründen nicht finanzierbar ist) und trotzdem würde es mir nie in den Sinn kommen, mit einem derartigen Zorn und einer solchen Unerbittlichkeit andere Frauen für meine Art zu leben zu missionieren wie Frau Mika. Es ist kein Thema, das sich für die wissenschaftliche Erörterung eignet und daher glaube ich, daß man erst dann eine glaubwürdige Meinung über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vertreten kann, wenn man diese Situation von innen heraus einzuschätzen weiß. Basha Mikas Streitschrift ist daher nichts weiter als das haßsprühende Pamphlet einer Blinden im (feministischen) Tal der Ahnungslosen gegen einen Lebensentwurf, der ihrem diametral entgegensteht. Urteil: überflüssig. Wer will Frau Mika zuerst wegen Rassismus verklagen?
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwischen Amüsement und Kopfschütteln, 11. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Feigheit der Frauen: Rollenfallen und Geiselmentalität. - Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug (Taschenbuch)
Bascha Mika beobachtet und beschreibt scharfsinnig, wie sich auch durchaus gut ausgebildete Frauen den Idealen des Feminismus abwenden- zugunsten eines Mannes oder der Familie. Dies beschreibt sie durchaus spritzig und kurzweilig. Aus den Schlussfolgerungen wird jedoch schnell einsehbar, dass sie - kinderlose Karrierefrau - offenbar die negativen Aspekte des traditionellen Rollenbildes (Abhängigkeit, finanzielle Einschränkungen etc) sehr klar erfasst, jedoch die positiven Seiten (innerer Reichtum, Glück etc) nicht nachvollziehen kann. Was in ihrem Buch völlig fehlt ist der Gedanke, dass die von ihr so geschmähten Akademikerinnen mit traditionellem Rollenverhalten möglicherweise TATSÄCHLICH glücklich sein könnten. Denn dann müsste die Antwort auf die Frage, warum gut ausgebildete Frauen die Familie vor den Beruf priorisieren, nämlich anders lauten. Das ist Mut, Frau Mika, nicht Feigheit!! Denn gut ausgebildete Frauen wissen doch genau, dass sie ihre früheren Wertvorstellungen und Ideale aufgeben, dass sie finanzielle Nachteile in Kauf nehmen, dass sie sich abhängig von ihrem Mann machen- und sie tun es trotzdem! Warum? Weil sie für sich viel mehr gewinnen als das feministische Weltbild ihnen je bieten könnte. Weil sie es für etwas tun, das einen echten, dauerhaften Wert besitzt: unsere Kinder. Unsere Familie.

Amüsant ist das Buch für mich, weil Frau Mika ihre Fallbeispiele der "Abtrünnigen" so lebhaft und klar skizziert. Kopfschütteln verursacht sie bei mir allerdings, da sie als offenbar wirklich intelligente Frau doch auch den für sie abwegigen Schluss zulassen müsste, dass es sehr gute Gründe für intelligente Frauen geben mag, der Familie zumindest temporär den Vorrang vor dem Beruf zu geben. Leider mangelt es ihr gegenüber diesen Frauen, die ihre alten Ideale zugunsten der Familie opfern, den gebührenden Respekt- daher nur zwei Punkte für den Spaßfaktor.
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