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Kundenrezensionen

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am 24. Dezember 2009
Sullenbergers Buch ist schnell zu lesen, weil es gut geschrieben ist,
und man gerade weil man das glückliche Ende kennt, mehr darüber wissen will.
Und die Details sind das wahrhaft interessante: Die strenge Hierarchie
im Cockpit, wo der Co-Pilot nur begrenzt Vorschläge machen darf.
Wie sieht eine Checkliste aus? Die für den Notfall: 160 Seiten..
Er schreibt umfassend, gründlich, manchmal pathetisch.

Er hat einen Journalisten vom Wall Street Journal mit ins Schreib-Cockpit genommen.
Ein Profi: Beim Landen läßt er sich vom Fluglotsen beraten und beim Buchschreiben
eben auch vom Fachmann.

Er beschreibt sein Leben und es ist über die bloße Schilderung der dramatischen
5 Minuten eine Soziologie einer amerikanischen Familie.

Als Pilot ist er an 18 Tagen im Monat nicht zu Hause. Er wohnt in Kalifornien und muß
zum Dienst an die Ostküste. Muß auf die Warteliste und wenn kein freier Platz da ist,
darf er im Cockpit auf dem Notsitz mitfliegen. Mit selbstgemachter Stulle
und aus der ersten Klasse wehen die Düfte vom Rinderfilet ins Cockpit.
Früher gab es wilde Zeiten in den Piloten-Stewardessen-Hotels:

'Coffee, Tea, or Me ?'

Heute , alle schon bissel älter, verschwinden die meisten sofort in ihrem Hotelzimmer bis
zum Abflug am nächsten Tag.

Seine Frau sagt einmal zu ihm 'Du glaubst das Leben ist eine Checkliste, aber das ist es nicht.'
Und er zu ihr: 'Wenn alles in Ordnung ist, warum müssen wir dann so oft darüber sprechen?'

Sie kann keine Kinder bekommen, selbst als sie ihm nachfliegt, um im Hotel besser die fruchtbaren
Tage nutzen zu können klappt es nicht.
Die bürokratischen Schwierigkeiten die es mit sich brachte zwei Mädchen zu adoptieren werden
geschildert. Bis zum Alter von 40 Jahren hatte sie ihren Körper dafür gehaßt. Dann hat sie
ein Outdoor-Fitness -Studio für Frauen gegründet und hat verblüffende Erfolge damit, weil
sie irgendwie zur Rettung der Ehen der Frauen beiträgt.

Der Geist des do-it-yourself ist zu spüren: Er baut als Junge mit seiner Familie, Vater Zahnarzt,
Mutter musikalische Lehrerin, ein Haus auf diese Art inklusive der elektrischen Leitungen.
Später wird der Vater seinem Leben ein Ende setzen.

Es gibt einen Einblick in die notwendigen und überflüssigen Riten der Militärzeit:

'Yes, Sir!
'Nein, Sir!'
'Mein Fehler, Sir !'
'Ich weiß es nicht, Sir!'

Aus seiner Klasse von 35, Einführungskurs für Kampfpiloten, wurden nur zwei
genommen. Der 1,88 Meter große Sullenberger und ein anderer.
Vier Millionen Dollar Material dreißig Meter über dem Boden mit 900 km/h durch
die Wüstenluft zu jagen, da nehmen sie nicht Jeden.

Sullenberger schreibt:

In meinen Jahren beim Militär hätte ich an Dutzenden von Tagen auf dutzenderlei Weise
ums Leben kommen können. Und er beschreibt einige Fälle in denen es so geschehen ist.

Wenn Piloten nach Hause kommen ist es für die Familien nicht durchweg angenehm. Erst sind sie
noch garnicht richtig da, Jetlag, und müssen sich erst wieder in das Familienleben einfinden,
was gerade so los ist, was passiert ist während ihrer Abwesenheit und dann fangen sie an ihrer
Frau zu erklären wie der Geschirrspüler besser zu bestücken ist.

Der große Crash beginnt auf Seite 222 und man könnte noch beim Lesen schier wahnsinnig werden:
Er ruft MAYDAY MAYDAY MAYDAY und der Lotse hört es nicht, weil der gerade selber etwas zu Sullen-
berger sagt.

Man dachte eigentlich, daß die 'glatte' Landung im Hudson River mit Sullenbergers Segelflug-
erfahrung zu tun haben könnte. Hat sie aber nicht. Sondern mit seiner Erfahrung als Jagdflieger.
Er ist nun fast alles geflogen , was es so gibt, diverse Cessnas, T 33, T 38, F-4 Phantom,
Boeing 727, Airbus A 320.

In den heikelsten 5 Minuten seines Lebens war ihm instinktiv folgendes bewußt: Viele Piloten
scheuen sich eine Bruchlandung zu machen weil das immer ein schwarzer Punkt in ihrem Flieger-
buch sein würde. Sie zögern daher zulange , etwa beim Betätigen des Schleudersitzes. Sie denken
sie hätten jede Zeit der Welt. Das war dann ihr letzter Gedanke gewesen.

Auch dessen eingedenk konnte sich Sullenberger so schnell entschließen den Hudson zu nehmen, statt
ohne Power noch zu versuchen einen der Flughäfen zu erreichen.

Am Schluß des Buches ist in Tabellenform die Cockpit-Kommunikation und die Cockpit-Boden-
Kommunikation abgedruckt. Mit Zeitangaben in Minuten und Zehntelsekunden.

Man liest es mit Bewegung.

Kapitän: Mein Flugzeug
Co-Pilot: Ihr Flugzeug

Das geht alles in Zehntelsekunden, bloß, als Sullenberger sagt:
'Wir werden im Hudson landen' Da braucht der Lotse gestrichene 5 Sekunden,
bis er das rafft und sagt: 'Entschuldigung, wiederholen Sie das nochmal'.

Früher gab es einen etwas abgegriffenen Spruch: Da staunt der Laie und der
Fachmann wundert sich. Trifft hier aber voll zu.

Diese Rezension zu lesen , dauert ungefähr so lang wie der Flug von,
Rufname, Cactus fünfzehn-neunundvierzig..

Over
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am 21. Juni 2016
Sully beschreibt sein sehr normales Leben mit allen Ups and Downs...Heldentum ist nicht sein Ding.
Professionalität und ein immer währender, gesunder Respekt vor seiner fliegerischen Tätigkeit verhalfen ihm zu einer richtigen Handlungsweise zur rechten Zeit. Der Mann erlernte sein Pilotenhandwerk lange vor modernen Top-Gun Attitüden und war bis zu jener spektakulären Landung im Hudson wohl alles andere, als der gewohnte, American Hero...Ein Normalo eben, der ohne große Priviligiertheit von dem harten Geschäft der kommerziellen Fliegerei berichtet, die heute nahezu jegliche Romantik verloren hat.
Seine Landung im Hudson war eine Abfolge unerwarteter Geschehnisse während diesem kurzen Flug, die er alle unter enormen Zeitdruck richtig abgehandelt hat...ein sehr guter Pilot eben...ohne Starallüren, aber ein Richtiger Kerl, wenn's d'rauf ankommt...

Ich bevorzuge und bestellte die Kindle-Version für mein I-Pad...läuft ohne Probleme.

Als Berufspilot empfehle ich dieses Buch allen, die einen sehr realistischen Einblick in dieses raue Geschäft der kommerziellen Fliegerei bekommen möchten...Sully beschreibt, wie es wirklich zugeht...da draussen...ohne Heldenglanz...
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am 3. März 2010
Dieses Buch bedient die Frage: Wer ist der Mensch hinter der Nachricht? Welche Voraussetzungen waren in der Person des Piloten angelegt, damit die Sache gut ging? Rechnen Sie also neben einer spannenden Schilderung der Ereignisse von USAir-Flug 1549 am 15. Januar 2009 mit einer ausführlichen Autobiographie des Piloten einschließlich seiner Bemühung, seine Wertvorstellungen als Amerikaner, Texaner und Perfektionist zu vermitteln und einschließlich der wiederholten Darstellung seines schlechten Gewissens als Pilot gegenüber seiner Familie. Wenn z.B. von "gesundem Menschenverstand" kaum die Rede ist, so lernen wir dadurch die hohe Rigidität im Wesen des Autors kennen. Hier spricht der sehr spezifische Mensch "Sully" Sullenberger, der plötzlich eine öffentliche Person geworden ist, und wir sollten einfach zuhören, was er meint, uns sagen zu sollen. Und es spricht der etwas verbitterte USAir-Mitarbeiter, der aber auch aus großem Verantwortungsbewußtsein darum besorgt ist, daß das Geiz-Prinzip in der Luftfahrt letztlich zu Lasten der Sicherheit gehen könnte. Der Autor dieser Besprechung - selbst Flieger - hat freilich mehr fachliche Informationen und Positionen zu Hintergrund-Fragen erwartet: Kann man mehr gegen Vogelschlag tun? Muß man Crews besser auf Notwasserungen vorbereiten? Wie sähe ein Szenario aus, wenn sich der gleiche Unfall an anderen Flughäfen - z.B. in Berlin-Tegel - ereignen würde? Wir können vor allem zwei konkrete Botschaften mitnehmen: für Flieger: aus den Fehlern der Anderen lernen - Berichte und Vorträge über Flugunfälle lesen und besuchen! Und für Passagiere: sich nicht genieren, vor dem Start immer wieder die Sicherheitshinweise zu lesen! Vorsicht ist niemals unprofessionell. Vertiefung bei Wikipedia: u.a. "Chesley B. Sullenberger", "Vogelschlag", "Notwasserung"
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am 24. Juni 2016
Der Titel sagt es: ein Mann, der seinen Job beherrschte und kühlen Kopf behielt, konnte diese Ausnahmesituation beherrschen. Dazu kam natürlich das notwendige "Quäntchen" Glück. So konnte dieser Unglücksflug zu einem glücklichen Ende geführt werden. Man muss kein Held sein - aber er ist es natürlich!
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am 17. Februar 2014
ein tolles buch, gut zum "entschleunigen" und nachdenken. wenig aktion, teilweise werden große bögen gemacht um auf den punkt zu kommen, liest sich aber sehr angenehm. Langer Nachmittag mit diversen Kaffee-Mixgetränken und das Ding ist durch. Man kann das Buch auch mehrfach lesen, macht immer wieder Spass.
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am 28. März 2011
Sehr lesenswertes Buch. Sullenberger beschreibt sein Leben, seinen Werdegang und auch die Veränderungen in seinem Leben nach dem "Ereignis". Natürlich wird auch das "Ereignis" selbst sehr genau geschildert, aber aufgrund der Kürze des Geschehens sollte wohl jedem klar sein, dass es darum nicht im ganzen Buch geht.
Ein Buch, das uns - genauso wie die aktuelle Katastrophe in Japan - daran erinnert, dass jeder jederzeit völlig unvorbereitet und unerwartet vor eine unfassbare Situation gestellt werden kann.
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am 10. Mai 2013
...der seinen Beruf noch als Berufung und nicht als Job versteht! Eine immer seltener werdende Spezies!? Beeindruckend, mit welcher Haltung und Stringenz dieser Mann sein ganzes Lebens- und Berufsleben durhält. Ein "Nachdenkbuch" für jeden! Verantwortung trägt jeder an seiner Stelle, egal welche Tätigkeit er ausübt - Schuhverkäufer, Metzger, Lehrer oder eben Pilot. Man muss sich nicht für Technik oder fürs Fliegen interessieren, um mit diesem Buch zum Nachdenken angeregt zu werden.
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am 29. September 2011
Dieses spannende Buch von Sullenberger ist sehr interessant, lebensnah geschrieben, so dass selbst junge Leute mit Begeisterung dieses Buch lesen. Für ihr Leben gewinnen sie dabei Wert, die auch diesem Piloten in den äußerst entscheidenenden Sekunden, ein überlegtes Handeln ermöglicht haben.
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am 18. August 2014
Jeder kennt die Geschichte, wie Sullenberger den Flieger nach zweifachem Vogelschlag grandios perfekt auf dem Hudson irgendwo zwischen Weehawken und New York City landete und niemand zu Schaden kam. Die Bescheidenheit und die Professionalität dieses Mannes beeindrucken mich und seine geschichte ist sehr lesenswert!
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am 1. Oktober 2012
Man muß kein Held sein von Chesley B. Sullenberger ist kein typischer Roman oder Erfahrungsbericht. Man merkt in jeder Zeile, daß mit viel Herzblut und fliegerischem Sachverstand versucht wurde das Geschehen im Airbus im Hudson am 15. Januar 2009 aufzuarbeiten und gleichzeitig den Background zu beleuchten, der es einen verstehen läßt, warum es nicht zu einer Katastrophe gekommen ist. Wer einen etwas tieferen Einblick in diesen Werdegang und in das reale Leben eines Flugkapitäns erhalten möchte, liegt bei diesem Buch genau richtig.
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