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4.0 von 5 Sternen Halb Geschichte, halb Verhaltensforschung
Ein wissenschaftlicher Klassiker, der auch auf die Verhaltensstudien von zB Lorenz und Trumler eingeht und auch sonst das Gefuehl gibt fachlich fundiert zu sein. Die ersten 200 Seiten beschaeftigen sich mit der Abstammung und Geschichte des Hundes und erst der zweite Teil kehrt sich dann dem Verhalten und der Beziehung Mensch-Hund bzw Hund-Wolf zu (aber mit gut 250 Seiten...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2004 von Iris Wenzel

versus
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fundiertes Wissen um Wolf und Hund, Ansätze des Autors in einigen Punkten jedoch sehr fraglich
Um die Unterschiede zwischen Hund und Wolf zu verstehen, ist dieses Buch eine kleine Fundgrube. Sehr ausführlich und detailliert, aber auch recht wissenschaftlich orientiert, beschreibt Ziemen seine Erfahrungen und kritisiert auch offen andere Autoren. Aus den jahrelangen Beobachtungen und Experimenten mit Wolfshybriden gibt es sehr viel Wissenswertes auch für...
Veröffentlicht am 12. Mai 2008 von Alex


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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Halb Geschichte, halb Verhaltensforschung, 21. Dezember 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein wissenschaftlicher Klassiker, der auch auf die Verhaltensstudien von zB Lorenz und Trumler eingeht und auch sonst das Gefuehl gibt fachlich fundiert zu sein. Die ersten 200 Seiten beschaeftigen sich mit der Abstammung und Geschichte des Hundes und erst der zweite Teil kehrt sich dann dem Verhalten und der Beziehung Mensch-Hund bzw Hund-Wolf zu (aber mit gut 250 Seiten kommt man auch da auf seine Kosten). Der geschichtliche Teil dreht sich um die alten Fragen der Abstammungsverhaeltnisse (Wolf? Schakal? Dingo?) des Hundes, aber auch wie der Hund in verschiedenen Epochen von den Menschen Beachtung fand, welche Hunde schon Alexander den Grossen oder Tut-Ench Amun begleiteten und vieles mehr. Die Verhaltensstudien sind von Zimens Recherchen an Woelfen, Koenigspudeln und Kreuzungen der Beiden abgeleitet und immer wieder vergleicht er deren Verhalten mit anderen Hunden bzw seinen eigenen Jagdhunden.
Besonders interessant fand ich den Teil in dem sich Zimen mit den Faktoren befasst die die Bindung des Hundes an den Menschen beeinflussen. Warum zB mancher Hund erst richtig gluecklich ist wenn Herrchen nach Hause kommt -auch wenn der im Gegensatz zu den anderen Familienmitgliedern kaum was mit dem Hund unternimmt.
Das Buch ist keine Anleitung fuer den Hundefreund mit Problemen sondern weist den Leser vielmehr in tieferes Verstaendniss ein, meist anhand von Fragestellungen die immer auf den forschenden Geist des Autors hinweisen und fuer gleichgesinnte interessant sind.
Wer sich fuer Trumlers Werke begeistern kann wird auch das Buch von Zimen nicht aus der Hand legen.
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fundiertes Wissen um Wolf und Hund, Ansätze des Autors in einigen Punkten jedoch sehr fraglich, 12. Mai 2008
Um die Unterschiede zwischen Hund und Wolf zu verstehen, ist dieses Buch eine kleine Fundgrube. Sehr ausführlich und detailliert, aber auch recht wissenschaftlich orientiert, beschreibt Ziemen seine Erfahrungen und kritisiert auch offen andere Autoren. Aus den jahrelangen Beobachtungen und Experimenten mit Wolfshybriden gibt es sehr viel Wissenswertes auch für den durchschnittlichen Hundehalter zu ziehen. Angenehm auflockernd lesen sich dazwischen immer wieder einige Anekdoten, die Ziemen leider jedoch auch teilweise zur Untermauerung seiner Thesen nutzt, obwohl nicht erwiesen ist, ob es sich nicht eventuell um einen Einzelfall gehandelt hat.

Was mir jedoch gar nicht gefiel, sind Ziemens eigene Erziehungsmethoden und Ansichten dazu (auf einen jagenden Hund zu schießen, anstatt das eigene Gelände einzuzäunen oder der Hund gar anzuleinen, halte ich doch für überzogen und nicht tiergerecht). Hier könnte man noch sagen, dass zum Zeitpunkt des Erscheinen des Buches eine solche Erziehungsweise üblich war - ich teile diese Ansicht nicht. Ebenso weist Ziemen mehrfach auf Bullterrier und Pitbull hin, die auf Aggression auf den Menschen gezüchtet seien - beides schlichtweg falsch und völlig an einer fachlich orientierten Bewertung vorbei. Seine Kritik am Hundezuchtwesen in Deutschland ist teilweise sehr begründet und gut formuliert, in einigen Teilen verstrickt er sich jedoch sehr in eigener Denkweise und wenig fundiertem Hintergrund, sondern vielmehr Vermutungen oder Behauptungen an Hand einiger weniger schlechter Beispiele.

3 Punkte möchte ich vergeben, weil der Großteil des Buches sehr gut verständlich mit dem Hintergrund von Ziemens Forschungsarbeit geschrieben wurde und kritisch hinterfragt. Die zwei abgezogenen Punkte begründe ich mit den teilweise falschen Aussagen (siehe oben) sowie den in meinen Augen gefährlichen "Erziehungs"anekdoten, die hoffentlich keinen Nachahmer finden werden.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starkes Buch für Hundefans, 13. November 2006
Das Buch ist wirklich absolut empfehlenswert. Der Autor schafft es das eventuell teilweise trockne Wissen in verständlicher und einfacher Sprache zu vermitteln. So muss man als Laie nicht nach den ersten 20 Seiten entnervt aufgeben, sondern kann gespannt bis zum Ende folgen! Die regelmäßigen Abstecher in sein Leben und zu seinen Erfahrungen lockern das Ganze zusätzlich auf.

Der Preis ist für den Inhalt ein Witz und schon deshalb sollte es zur Standartliteratur eines jeden Hundefreund gehören.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mensch und Hund in den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet!, 31. Oktober 2007
Auf über 470 Seiten findet der interessierte Hundefreund alle erdenklichen Informationen zum Thema Abstammung und Verhalten des Hundes.
Erik Zimen durchforstet in diesem Buch die Gebiete Evolution, Domestikation und Degeneration des Hundes, auch spielen Angst, Prägung, Verjugendlichung, Bindung/Selbstständigkeit, Rangordnung/Aggressivität als auch das heutige (westlich-orientierte) Mensch-Hund-Bündnis eine große Rolle.
Der Hund und seine Menschen werden in den unterschiedlichsten Kulturkreisen beobachtet, wie beispielsweise bei den Turkana. Hier eröffnen sich vollkommen neue Ansichten.
Wer sich für dieses Buch entscheidet, sollte ein begeisterter Leser sein. Es gibt vereinzelt Fotos und Abbildungen aber sehr viel Text auf kleinem Raum! Teilweise wirkt es etwas langatmig bis hin zu wiederholend, trotzdem glänzt dieses Buch durch einen Fundus an neuem Wissen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Hundebegeisterte, 23. Mai 2007
Von 
Samis Hundeschule "Hundetrainer" (Braunschweig Wolfenbüttel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Dieses Buch ist so im Grunde das Buch der Bücher der Kynologie (Hundewissenschaft).

Hier erfahren Sie etwas über die Abstammund und evolutionäre Entwicklung des Hundes, sowie viel Hintergrundwissen durch fundierte Forschungsprojekte an der Uni Kiel.

Erik Zimen, seines Zeichens einer der größte Hundeforscher verbrüdert hier Fachwissen und allgemeine Informationen auf eine unglaublich gute Weise. Nicht so leicht zu lesen wie vielleicht ein Großteil der alltäglichen Hundebücher auf dem Markt, aber trotdem verständlich.

Dieses Buch ist gleichermaßen eine Plichtlektüre für Trainer und Hundeprofis und gleichzeitig auch eine gute Informationsquelle für den einfachen Hundeliebhaber.

Einfach nur zu empfehlen!

Gruß Sami
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Buch, für jeden Hundehalter ein MUSS!, 5. November 2005
Von 
Ich habe das Buch für mein Studium kaufen müssen und bin echt begeistert... manche Passagen finde ich zwar nicht so toll, dass er z.B. bei seinen Hunden Teletakte einsetzte, aber nun gut.. für jeden der mehr über den Hund erfahren möchte und auch über die Geschichte dessen, ist das Buch eine tolle und günstige Anschaffung. Aufmerksam muss man zwar so manche Stelle lesen, weil man sonst Zusammenhänge nicht versteht, aber wer am Ende mehr wissen will als manch anderer Hundehalter, tut dies auch.
Klasse Buch, sehr günstig!
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Profunde Evolutionsgeschichte in Sachen Mensch und Hund, 30. November 2001
Von 
stubbe@uripress.de (Schloß Holte-Stukenbrock, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Eine profunde Evolutionsgeschichte des Hundes und seiner Beziehung zum Menschen. Zimen lässt seine Leser nicht mit wissenschaftlichen Thesen und Analysen allein, sondern zeigt an Hand von konkreten Beispielen die Relevanz der Geschichte Wolf/Mensch/Hund für die heutige Beziehung zwischen Vierbeiner und Halter. Ein Buch, das für jeden empfehlenswert ist, der seinen Hund und dessen Verhalten besser verstehen möchte. Sicherlich eines der Standardwerke der populärwissenschaftlichen Hundeliteratur.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön zu lesen, 7. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein traumhaftes Buch für jeden wissenschaftlich interessierten Hundeliebhaber. Meiner Meinung nach kein Werk für den durchschnittlichen Hundehalter, der eventuell von der Fülle der Informationen überfordert sein könnte, und sich vielleicht auch gar nicht so sehr für die geschichtlichen Hintergründe und die Entwicklung vom Wolf zum Hund/Haustier interessiert und sich auch nicht dafür interessieren muss. Da gibt es andere Bücher, die einfacher und schneller zu lesen sind und sich ausschliesslich mit Hunden beschäftigen. Wer aber gern tiefgründige verhaltens- und entwicklungsbiologische Fakten erfahren möchte, dem sei dieses sympathisch geschriebene Buch von Erik Zimen ans Herz gelegt. Es macht Freude, dieses Werk zu lesen!
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62 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dr. Erik Zimen über die Beziehung Mensch - Wolf - Hund, 20. Januar 2001
Von Ein Kunde
Auf der diesjährigen Schlittenhundemesse in Völklingen konnte der Veranstalter Karl-Heinz Raubuch am 23. September 2000 den 1941 in Schweden geborenen Zoologen und Ethologen Dr. Erik Zimen aus Haarbach im Bayrischen Wald als Hauptreferent begrüßen. In lebhafter und sehr anschaulicher Weise konnte "die Nummer 1 der Verhaltensforschung in Deutschland" - so Karl-Heinz Raubuch in seiner Einleitung - den zahlreichen interessierten Zuhörern den komplexen Prozess der Domestikation des Wolfes zum Haushund erläutern. Zimen betonte in seinem zweistündigen Dia-Vortrag, dass die Entwicklung vom Wolf zum Hund lange vor der Domestizierung aller anderen Haustiere abgeschlossen war und am Anfang der menschlichen Kulturgeschichte lag.
Trotz gelegentlicher anderer zweifelhafter Theorien ist das Alter des Hundes nach den heutigen Forschungsergebnissen mit etwa 16.000 bis 18.000 Jahren anzugeben. Dafür sprechen zahlreiche Funde, Höhlenzeichnungen usw. Das älteste wissenschaftlich anerkannte Fundstück eines Haushundes stammt vom Unterkiefer eines Hundes, der vor über 14.000 Jahren zusammen mit einer Frau und einem Mann bei Oberkassel bestattet wurde. - Doch was hat die Steinzeitmenschen, von denen auf dem Gebiet der Bundesrepublik damals ca. 80.000 lebten (heute: rund 81 Millionen), einst dazu bewogen, aus dem wilden Wolf den gezähmten Haushund zu machen?
Die ersten Wölfe - so Zimen - näherten sich aus Hunger den steinzeitlichen Siedlungen und aßen Müllreste der Menschen. Diese sogenannten "Pariawölfe" sind zwar eine Voraussetzung der Domestikation, stellen aber noch keine Sozialpartner der Menschen dar. Die ethologischen Untersuchungen Dr. Zimens, der 1971 über vergleichende Verhaltensbeobachtungen bei Wölfen und Königspudeln promovierte, ergaben unter anderem, dass erwachsene Wölfe sich nicht allein durch Futtergaben vom Menschen sozialisieren lassen. Umfangreiche wissenschaftliche Forschungen des engagierten Wolfsforschers ergaben, dass für die Sozialisation junger Wölfe bereits in den ersten drei Wochen (!) entscheidende Weichen gestellt werden. Die angeborene Angst der Wölfe vor den Menschen muss also in den ersten drei Lebenswochen überwunden werden!
Wie aber sollte man diese Wolfswelpen ernähren? Milch von Schafen, Ziegen oder Kühen kannten die Menschen der Steinzeit noch nicht. Also mussten Frauen die jungen Wölfe säugen, was man noch heute in einigen Regionen der Erde (zum Beispiel in Lateinamerika und Indonesien) gelegentlich beobachten kann (auch mit Schweinebabys). Erik Zimen wies auf die weit verbreitete besonders enge Beziehung zwischen Frauen, Kindern und Hunden hin. So übernehmen Hunde bei dem afrikanischen Stamm der Turkanen die Bewachung und Reinigung der Kleinkinder. Daraus entstand wohl auch die spezielle Affinität zwischen Hund (Wolf) und Kind, die sich in zahlreichen Mythen, Märchen und Sagen niederschlug.
Was Menschen und Wölfe miteinander besonders verbindet, ist ihre herausragende Anpassungsfähigkeit auch an extreme Veränderungen der Natur (z. B. während der Eiszeiten), obwohl sie stets Jagdkonkurrenten waren und blieben. Vor 8.000 bis 10.000 Jahren begannen die Menschen gemeinsam mit ihren Hunden zu jagen. Mit den riesigen menschlichen Wanderungen verbreitete sich auch der Hund, der damals vor allem als Zug- und Tragetier eingesetzt wurde. So kamen vor etwa 6.000 Jahren Mensch und Hund sogar nach Australien, wo sie gemeinsam ihre Nahrungskonkurrenten ausrotteten.
Durch die Domestikation des Wolfes nahmen die vielfältigen Wesensmerkmale dieser Spezies enorm zu, da die Hunde zunehmend für spezielle Aufgaben gezüchtet wurden. Erste reinrassige Hunde (Windhunde) sind wahrscheinlich vor über 6.000 Jahren in Ägypten gezüchtet worden, wie alte Abbildungen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. belegen.
Der Hund wurde zunehmend zu einem "Prestigeobjekt" der Reichen und Mächtigen. Daneben entstanden "Gebrauchshunde" für besondere Aufgaben (z. B. für die Jagd), die allerdings in dem Moment vom Aussterben bedroht sind, wenn ihre spezifische Tätigkeit oder Eigenart nicht mehr gefragt ist. So fiel beispielsweise der ursprüngliche irische Wolfshund der niedergehenden Wolfsjagd in England zum Opfer.
Der engagierte Tierfreund Zimen klagte vehement einige verbrecherische Zuchtziele an und nannte den heutigen Pekinesen, die Englische Bulldogge und den Bassett als schlimme Beispiele, die eigentlich nur noch bedauernswerte Karikaturen von Hunden darstellten, da sie kaum noch laufen oder atmen könnten. Solche Rassen sollte man gesetzlich verbieten, um der Perversion der Zuchtziele einiger Hundeverbände endgültig das Handwerk zu legen, da es sich hier zum Teil um "fortwährende Tierquälerei" (Zimen) handelt. Dr. Zimen prangerte auch völlig zurecht die stark degenerierten Exterieurs von Teckeln und Deutschen Schäferhunden an.
Zimens überzeugendes Statement richtete sich auch entschieden gegen die Haltung sogenannter "Kampfhunde", denn es sei "ein Skandal, dass der Mensch nach wie vor aggressive Hunde züchtet". - Erik Zimen will keine aggressiven, aber auch keine jämmerlichen, unterwürfigen Hunde als Zuchtziele. Hier sind die Verbände endlich zum Handeln aufgerufen!
Dr. Zimen widmet sich bereits seit einiger Zeit einem neuen Forschungsprojekt im weit entlegenen Sibirien, wo er Hunde sowohl als Arbeitsgefährten (Zug- und Tragetiere) wie auch als Sozialpartner des Menschen antraf. Bei der Jagd allerdings, so erklärte der passionierte Jäger Zimen, würde der Hund in der weiten und flachen Tundra stören und müsse deshalb zu Hause bleiben. Folglich war der Hund aus jagdlichen Gründen für die ebenfalls in der offenen Tundra jagenden Steinzeitmenschen nicht notwendig.
Dr. Zimen hat in seinen Standardwerken über den Wolf (1978) und über den Hund (1988) sowie in seinen Dokumentarfilmen "Wildwege", "Wolfsspuren" u. a. ein vollständiges Verhaltensinventar dieser Spezies vorgelegt. Dennoch lässt sich der Zweck (das "Wozu?") eines Hundeverhaltens (z. B. ständiges Imponiergehabe der Rüden) vom Menschen nicht erfassen und erklären, da er das ureigenste Ziel dieses Verhaltens nicht erkennen kann. Diese Tatsache bereitet der Forschung zwar Probleme, macht aber den spezifischen Umgang zwischen Mensch und Hund so spannend und interessant, denn es gibt kein zweites Tier, das von Geburt an so sehr die Nähe des Menschen sucht wie der Hund.
Für interessierte Hundefreunde bietet Dr. Erik Zimen Vorträge, Seminare, Wanderungen und wissenschaftliche Exkursionen im Internet an unter: [...] Jüngeren Interessenten sei der ebenfalls von Dr. Zimen verfasste großformatige Band "Wölfe" aus der Reihe "Was ist was" (Band 104) als lohnende Lektüre empfohlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Längst überholt, 7. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Hund: Abstammung - Verhalten - Mensch und Hund (Taschenbuch)
Generell ist Erik Zimen natürlich Wegbereiter in Sachen Canidenforschung gewesen. Jedoch sind seine Erkenntnisse zum Hund längst überholt und sehr mit Vorsicht zu genießen. Der Hund wird schon seit einiger Zeit nur bedingt mit dem Wolf verglichen und auch das Thema Rangordnung und unabdingbare Unterwürfigkeit des Hundes gegenüber dem Menschen sind Punkte, die von der Wissenschaft widerrufen wurden. Bevor man dieses Buch liest, sollte man definitiv aktuellere Ansätze lesen, die maximal 7 Jahre alt sind. Absolut nicht zu empfehlen für werdende Hundebesitzer oder solche, welche Ihren Hund besser verstehen wollen. Für diese Fälle: John Bradshaw "Hundeverstand" (engl. Dog Sense).
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Der Hund: Abstammung - Verhalten - Mensch und Hund
Der Hund: Abstammung - Verhalten - Mensch und Hund von Erik Zimen (Taschenbuch - 19. Juli 2010)
EUR 14,00
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