Kundenrezensionen


51 Rezensionen
5 Sterne:
 (36)
4 Sterne:
 (10)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


79 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Physik als Thriller: witzig, überraschend, gut!
Brian Greene zähle, so behauptet der Klappentext, zu den führenden Physikern auf dem Gebiet der Superstrings. Das kann ich nicht beurteilen. Viel wichtiger. Brian Greene ist ein sensationell guter Autor - spannend, absolut verständlich, wenn man sich beim Mitdenken etwas Mühe gibt, und sehr humorvoll - oder hat Ihnen schon mal jemand Einsteins...
Veröffentlicht am 15. November 2004 von anne von blomberg

versus
27 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Taschenbuch mit leider viel zu kleinem Schriftbild (!)
Inhaltlich sicher sehr interessant und verständlich geschrieben, jedoch mit einem wirklich großen Makel:

Über 600 Seiten in ein Taschenbuch zu "drücken" hat (leider) einen gravierenden Preis.

Das Schriftbild ist (fast) unleserlich klein (!)
Und das selbst für Menschen, welche keine Brille benötigen (!), wie meine...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2010 von Water


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

79 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Physik als Thriller: witzig, überraschend, gut!, 15. November 2004
Brian Greene zähle, so behauptet der Klappentext, zu den führenden Physikern auf dem Gebiet der Superstrings. Das kann ich nicht beurteilen. Viel wichtiger. Brian Greene ist ein sensationell guter Autor - spannend, absolut verständlich, wenn man sich beim Mitdenken etwas Mühe gibt, und sehr humorvoll - oder hat Ihnen schon mal jemand Einsteins Relativitätstheorie mit Hilfe der Simpsons erklärt?
Er schafft es tatsächlich, die schwierigsten Fragen nach "Raum" und "Zeit" so darzustellen, dass auch der Laie sie kapiert. Und er gibt Antworten, die einleuchten, das Allerneueste aus Raumfahrt, Astronomie, Physik und Mathematik erklären. Ich geb's zu: Obwohl das Buch vor zwei Monaten erschienen ist, habe ich es immer noch nicht ganz gelesen - das geht nur häppchenweise, wenn man die neuen Erkentnisse wirklich im Gehirn verankern will. Aber die Summe der Aha-Momente, die Brian Greene dem Physik-Dummie verschafft, lohnt das Immer-wieder-weiterlesen. Experten werden ihre Freude am guten Sti haben (hervorragend übersetzt von Hainer Kober!) und an Greenes überraschenden Vergleichen: Das Buch ist pure Lesefreude.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


65 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr anschaulich, 23. Januar 2007
In diesem Buch geht es um eine einfache Frage mit einer schwierigen Antwort: Wenn man einen Eimer, in dem Wasser ist, dreht, dann ist die Oberfläche des Wassers zum Eimerrand hin höher als in der Mitte. Warum ist das so?

Der Autor stellt die Überlegungen Newtons, Machs und Einsteins vor und beschreibt so die Allgemeine Relativitätstheorie.

Darüber hinaus enthält das Buch eine Einführung in die Quantemmechanik, welche manchmal Merkwürdiges "verursacht": Ist ein Elektron wirklich überall, bevor es von jemandem beobachtet wird?

Die Spezialität des Autors ist natürlich die Zusammenfassung von Relativitätstheorie und Quantenmechanik in der Stringtheorie bzw. M-Theorie. Darüber hinaus werden Teleportation ("Beamen") und Zeitreisen behandelt.

Für Zeitreisen und Beamen benutzt der Autor "Zurück in die Zukunft" als Beispiel, für die anderen Themen meist die Zeichentrickserie "Die Simpsons". Durch diese lustigen Beispiele kann man alles besser verstehen.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Einführung in die moderne Physik sucht. Wer ein anspruchsvolleres Buch sucht, das nicht so auf die Stringtheorie(n) beschränkt ist, sollte einen Blick auf "The Road to Reality" von Roger Penrose werfen (dieses Buch ist allerdings sehr mathematisch).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Ueberblick ueber zeitgenøssische Physik, 13. Dezember 2004
Von 
Gernot Ernst (Kongsberg, Norwegen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Brain Greene, bereits bekannt von "das elegante Universum" legt mit diesem Buch einen Ueberblick ueber die zeitgenøssische Physik vor. Gut geschriebene Kapitel erklæren spezielle und allgemeine Relativitætstheorie, Quantenphysik, Kosmologie und Stringtheorie. Auch mit dem Gebiet vertraute Laien werden in diesem Buch neue Gesichtspunkte entdecken. Gut und stellenweise witzig geschrieben, mit differenzierten Beurteilung und auch der Nennung von Hypothesen, mit denen der Autor nicht uebereinstimmt, sollte dieses Buch von jedem gelesen werden, der sich fuer dieses Themengebiet interessiert und sich ueber dem aktuellen Stand informieren møchte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tatsächlich die Superstringtheorie verstehen..., 21. April 2006
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
... kann man nach der Lektüre dieses großartigen Buches. Ich bin immer noch ganz hingerissen!

Unser Universum ist nämlich nicht nur seltsamer, als wir es uns vorstellen können, es liegen ihm dabei Gesetze zugrunde, die noch viel viel eigenartiger sind und außerdem jeglicher Erfahrung zuwiderlaufen. Und es gibt da Brian Greene, einen Autor, der so schreiben kann, daß man dennoch eine Vorstellung von unserem exotischen Universum gewinnt.

Greene geht dabei ganz logisch und systematisch vor, indem er mit Newtons Gravitationslehre beginnt, dann zu Einsteins Relativitätstheorie übergeht und anschließend die Quantenmechanik erklärt. Danach werden die Ursprünge des Universums und die Entstehung der Zeit untersucht. Abschließend wird die Superstringtheorie als Zusammenführung der vorhergehenden Teilbereiche der Physik erläutert und zwar so, daß man sich tatsächlich etwas darunter vorstellen kann. Dies ist auch den großartigen Illustrationen im Buch zu verdanken. Sie sind klein und schwarz-weiß und wirken zunächst unscheinbar, sind aber so anschaulich und gut gemacht, daß man mit ihrer Hilfe sogar eine Ahnung von neun zusätzlichen Dimensionen bekommt, die im Raum eingerollt sind.

Es ist mir kaum möglich, eine kondensierte Kurzfassung des Buchinhalts zu bieten, dazu ist das Thema zu komplex; aber Brian Greene schafft es tatsächlich, daß man ein ausführliches und eigentlich dröges Physikbuch wie einen Krimi liest, bei dem man ständig wissen will, wie es weitergeht. Dabei kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus und die Begeisterung des Autors für sein Thema ist ansteckend. Greene wählt originelle Vergleiche, Beispiele und Gedankenexperimente, die Kompliziertes einfach und nachvollziehbar machen. Genau so muß meiner Ansicht nach ein Buch über die neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse geschrieben sein!

Sieben Sterne und eine Supernova von mir für diesen naturwissenschaftlichen Leckerbissen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant, spannend und informativ, 20. April 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist recht umfangreich und geht auf alle wesentlichen Problem der modernen Physik ein. Es wird auch ein Rückblick gewährt, wie man auf diese Probleme überhaupt gestossen ist und wie die Physik in diesem Bereich in die Vergangeheit eingebettet ist. Wobei ich diesen teil eher schon langweilig finde, weil das fast in jedem populärwissenschaftlichen Buch zum Thema Physik zu finden ist. Allerdings habe ich ein paar neue Dinge kennengelernt (wie z.B. Newtons Eimer) die recht hilfreich waren um mir meine eigenen Gedanken zum Thema Raum zu machen.

Was mir aber wirklich gut gefallen hat, ist das Green es schafft Bilder zu beschwören dass man endlich diese komplexen Dinge auch verstehen kann. Teilweise muss man schon etwas mitdenken um dem Text folgen zu können, aber es gibt keine Stellen wo ich komplett ausgestiegen bin, wie das bei anderen Büchern der Fall ist. Der Text ist recht spannend zu lesen und man merkt dem Author durchaus die Liebe zu seinem Beruf an. Manche finden das vielleicht übertrieben oder langweilig, aber wenn ich so lese wie begeistert der Author über die Mathematik spricht, dann bekomme ich wieder Lust das nochmal aufzuwärmen und habe mir jetzt auch wieder ein paar Bücher bestellt um etwas tiefer in das Thema einzusteigen.

Für mich hat sich der Kauf des Buches schon alleine nach den ersten paar Kapiteln gelohnt. Denn bisher hat es noch kein Author geschafft mir gewisse Aspekte der Relativitätstheorie so näher zu bringen dass ich es endlich auch verstehen und nachvollziehen kann. Das mag vielleicht auch daran liegen dass ich mich in letzter Zeit mit Vektormathematik beschäftigen musste, aber ich denke dass es hauptsächlich an den gut gewählten Metaphern liegt. Obwohl ich den Vergleich mit dem Frosch doch auch etwas seltsam und unpassend fand.

Das Buch bietet auch eine Einführung in die Stringtheorie und liefert ein, derm derzeitigen Wissenstand entsprechendes, recht gutes Bild davon was diese Theorie überhaupt bedeutet, da mir diese Theorie bisher recht suspekt war. Um aber einen umfassenderen Übverblick darüber zu bekommen sollte man sich eventuell auch "Das elegante Universum" kaufen (ach von Greene), da es sich ausschliesslich damit beschäftigt.

Für alle, die sich für Physik interessieren, kann man das Buch nur empfehlen. Und keine Angst vor der Mathematik - es gibt keine in dem Buch.

Zum Schluss noch ein kleiner Themenüberblick:

Klassische Physik. Von Newtons Vorstellung von Raum und Zeit zur Relativitätstheorie. Was ist Zeit? Quantenphysik. Kosmologie. Ursprung des Universums. Was war vor dem Urknall? Stringtheorie. Zukunftsspekulationen. Teleporter.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gespür für anschauliche Beispiele !, 9. November 2006
Greene schlägt in seinem Buch den Bogen von der Quantenmechanik, der allgemeinen Relativitätstheorie hin zur String Theorie. Es gelingt ihm auch für den Nicht-Physiker verständlich zu schreiben und anhand lebhafter Beispiele und Analogien den Leser mit anhaltendem Interesse durch das Thema zu führen.

Leider hat ihn bei der Wahl des "Froschmodells" sein ansonsten herorragendes Gespür für anschauliche Beispiele verlassen. Die letzten Kapitel scheinen unter Zeitdruck geschrieben worden sein.

Empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweifellos ein Meisterwerk, 6. Mai 2011
Von 
Lulu "Penny" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Stoff, aus dem der Kosmos ist (Taschenbuch)
Wie ich schon in einer anderen Rezension schrieb: Eigentlich hasse ich Physik. Ich bin also möglicherweise genau die Leserin, die mit solchen Büchern erreicht werden soll. Brian Greene ist das mit seinem ganz hervorragenden Buch tatsächlich gelungen.

Entschieden hatte ich mich für die etwas teurere und von den Ausmaßen her größere Taschenbuch-Ausgabe aus dem Pantheon-Verlag, da andere Rezensenten die Schriftgröße der Goldmann-Ausgabe bemängelten. Und ja: Viel kleiner dürfte die Schrift auch hier nicht sein. Man wühlt sich folglich durch 600 eng bedruckte Seiten hindurch.

Bei "Der Stoff aus dem der Kosmos ist" handelt es sich gewissermaßen um einen Gegenentwurf zu Hawkings Eine kurze Geschichte der Zeit. Und ich finde, er hat es besser gemacht, viel besser sogar. Das liegt meiner Meinung nach wesentlich daran, dass Greene nicht nur den aktuellen Stand der Physik und Kosmologie und dessen historische Vorläufer eingehend darzustellen weiß, sondern sich dabei auch stets bemüht, die zugrunde liegenden Fragen zu stellen und zu beantworten, wobei er oftmals sehr anschauliche Beispiele und Analogien verwendet.

Außerdem hat er sich einen großartigen Schwafelstil zugelegt. Normalerweise mag ich redundante Ausführungen eigentlich eher weniger, hier passen sie aber perfekt, weil sie wirklich zum Verständnis beitragen. Textprobe (86): "Wenn wir uns ausmalen, dass Barney aus seinem Fenster in einen großen Schacht spränge, aus dem wir alle Luft gepumpt hätten, wäre nicht nur der Luftwiderstand aufgehoben; da jedes Atom seines Körpers mit exakt dem gleichen Tempo fiele, wären auch alle äußeren Belastungen, die normalerweise auf ihn einwirken - der Druck, den seine Füße auf seine Knöchel und seine Beine auf seine Hüften ausübten, der Zug seiner Arme an seinen Schultern und so fort -, null und nichtig. Würde Barney seine Augen während des Sturzes schließen, empfände er exakt das, was er fühlte, würde er durch die Dunkelheit des Alls schweben. (Oder falls Ihnen nichtmenschliche Beispiele lieber sind: Wenn Sie zwei mit einem Seil zusammengebundene Steine in den luftleeren Schacht fallen ließen, bliebe das Seil schlaff, genauso wie in dem Fall, wenn die beiden Steine im All schwebten.)"

Solche Wiederholungen und Einschübe könnte man eigentlich weglassen. Allerdings verlöre das Buch dann einen Großteil seines Reizes.

Ferner merkt man dem Autor an, wie sehr ihn das Thema begeistert, was regelrecht ansteckend wirkt. Fast wie ein Kind scheint er sich ständig selbst klarmachen zu wollen, warum das alles so ist, wie es ist, und welche Einwände es vielleicht noch dagegen geben könnte. Mehrmals dachte ich für einen Moment: "Das erklärt jetzt aber eigentlich noch nicht, warum..." Und schon setzt Brian Greene an, um genau das zu erklären. Was gleichzeitig eine wunderbare Bestätigung für den bemühten Leser ist, dass er nämlich den munter daher erzählenden Autor noch nicht ganz verloren hat.

Ich gebe zu, dass dies bei mir dann irgendwann doch geschah. Die Nichtlokalität des Raumes überstieg meine Vorstellungsfähigkeit, die springenden Frösche zur Erläuterung der "nichtverschwindenden" Higgsfelder (bzw. der Higgs-Ozeane) und die sich daraus ergebende Notwendigkeit der Higgs-Bosonen (für deren Nachweis man riesengroße Beschleuniger gebaut hat) trafen bei mir den entscheidenden Punkt nicht (mehrmals dachte ich nur: du brauchst es mir nicht zu erklären: ich werde es eh nicht kapieren). Gleichfalls konnte ich seine Begeisterung für die Inflationsmodelle (die Universen im Hinterhof) nicht teilen und von der Stringtheorie ist dann fast gar nichts mehr bei mir angekommen. Allerdings vermute ich, dass die in seinem Buch Das elegante Universum: Superstrings, verborgene Dimensionen und die Suche nach der Weltformel ohnehin viel eingehender erläutert wird. Mir machte das aber im Grunde nichts aus, da es sich bei dem größten Teil davon um noch nicht gesichertes Wissen handelt, was man stellenweise bereits der Darstellung im Buch anmerkt. Dafür hatte ich aber auf den ersten 300 Seiten des Buches so viel und so nachhaltig gelernt und verstanden, dass sich dies leicht verschmerzen ließ.

Selten hat mir das Buch eines Naturwissenschaftlers so sehr vor Augen geführt, dass die Zeit der klassischen Philosophen zu Ende ist und nun die sog. dritte Kultur die intellektuelle Führung bei Letztfragen übernommen hat. Gott, Sinn, Leben, Zeit etc., bei all diesen Fragen mischen nun munter die Physiker und andere Naturwissenschaftler mit und das zum Teil auf einem ganz anderen Niveau. Brian Greene weiß das auch. Ich konnte mich mitunter nicht des Eindrucks erwehren, er spiele gar damit. Beispiel (155): "So lehrt uns unsere Erfahrung zwei grundsätzliche Dinge über die Zeit. Erstens: Die Zeit scheint zu fließen. Es ist, als stünden wir am Ufer der Zeit, während der mächtige Strom vorbeirauscht, die Zukunft heranführt, die zum Jetzt wird in dem Augenblick, da sie uns erreicht, und an uns vorbei weiter stromabwärts getragen wird, um in der Vergangenheit zu entschwinden. Sie können diese Metapher auch umdrehen, falls sie Ihnen zu passiv ist. Dann treiben wir im Strom der Zeit, während er unaufhaltsam vorwärts rauscht, uns von einem Jetzt zum nächsten trägt, die Uferlandschaften der Vergangenheit hinter uns zurückbleiben und uns flussabwärts die Zukunft immer aufs Neue erwartet. (Unsere Erfahrung hat uns auch gelehrt, dass die Zeit uns zu einigen der blumigsten Metaphern hinreißen kann.)"

Will sagen: Wir Physiker können uns mindestens genauso geschwollen ausdrücken wie echte Philosophen und Literaten, wenn wir denn nur wollen. Meistens wollen wir nicht. In bestem Derrida-Stil wird dann auch noch das Kapitel 10 (311) mit dem Titel "Die Dekonstruktion des Knalls" überschrieben, um darunter fast provokativ den Untertitel zu setzen: "Was knallte?"

Ja, was knallte da eigentlich? Brian Greene legt munter los: "Der Urknall ist eine Theorie, die (...) die kosmische Entwicklung schildert und dabei einen Sekundenbruchteil nach jenem Ereignis beginnt - was immer es gewesen sein mag -, bei dem das Universum entstand. Die Theorie sagt aber nicht das Geringste über den Zeitpunkt null selbst aus. Da nach der Urknalltheorie der Knall am Anfang gestanden haben soll, lässt der Urknall den Knall aus. Er teilt uns nicht mit, was geknallt, warum es geknallt, wie es geknallt und, um ehrlich zu sein, ob es überhaupt geknallt hat."

Das ist einerseits respektlos (immerhin redet hier jemand vom Beginn unseres Universums), andererseits großartig.

5 Sterne auch für die ausgezeichnete Übersetzungsarbeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine fundamentale Beschreibung der physikalischen Welt, 2. Februar 2010
Von 
Dr. Fred-Jürgen Breit (Zwingenberg/Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Stoff, aus dem der Kosmos ist (Taschenbuch)
Ein wichtiges und interessantes, aber auch schwieriges Buch. Die rund 600 Seiten wollen erst einmal gelesen sein. Tut man dies gewissenhaft mit dem Ziel, den Inhalt zu verstehen, dann schafft man am Tag kaum ein Kapitel. Schon allein die Kleinschrift des Textes (die vielen Anmerkungen sind noch kleiner gedruckt) verlangt dem Leser einiges ab.
Dafür handelt Greene alles ab, was wichtig für das Thema ist, bis zum aktuellen Stand: Urknall, Standardmodell, Inflation (recht gut), die String- & M-Theorie. Er kann gut erklären, manchmal wird es jedoch etwas langatmig und lässig oder comic-haft (Rückgriff auf die Simpsons).
Im letzten Drittel scheint das Buch für den hauptsächlich in der erfahrbaren Welt Lebenden zunehmend esoterisch zu werden bis hin zu Science Fiction.
Auffällig: In seiner Darstellung verteilt sich der Ruhm der neueren theoretischen Physik fast nur auf Wissenschaftler an amerikanischen Unis, die europäischen Leistungen um und nach 1900 dagegen werden nicht so sehr personalisiert (Ausnahme Einstein). Die Heisenbergsche Unschärferelation - eine immense intellektuelle Leistung und für ihn Kern der alles beherrschenden Quantentheorie - wird fast nur ohne dessen Namen Quantenunschärfe genannt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Stoff aus dem die Räume sind, 18. April 2005
Da freut sich der Laie - wie immer zu früh. Denn B. Green liefert keinen leicht verdaulichen Stoff. Aber wie sollte ein Laie das auch beurteilen können, solange er noch nicht aufgehört hat, einer zu sein ?!
Kaum ein europäischer Wissenschaftler würde es jedenfalls wagen, komplexe Sachverhalte aus der Quanten- und Astrophysik in einem solchen Ton & Stil darzustellen. Angloamerikaner sind da glücklicherweise flexibler. Sie scheinen einen ausgeprägteren Sinn für den abenteuerlichen Aspekt der exakten Wissenschaften zu haben als ihr Kollegen aus der alten Welt. Ohne Herablassung, Dünkel und falsche Bescheidenheit (hinter der sich Dünkel so gern versteckt) erklärt Green, was bereits geklärt ist, was nach dem Stand der heutigen Erkenntnisse erklärt werden kann - und was noch zu erklären sein wird (und das ist das Meiste). Er bringt seine eigene Motivationslage ins Spiel, ohne herablassend oder gar eitel zu werden - und darüberhinaus besitzt er sogar moch die Nonchalance, seine Theorie nicht als die letztgültige zu präsentieren. Green nervt nicht mit dem gespreitzten Humor des gedopten professionellen Wissenschaftskolporteurs - und erspart einem doch nicht die Einsicht, dass die Alltagsratio und der gesunde Menschenverstand gelegentlich kalt gestellt werden müssen, um die Blockaden der kulturell bedingten Wahrnehmungsvereinbarungen zu hintergehen. Manchmal hat man das Gefühl, einem Apostel der open-source-Philosophie zuzuhören. Und das ist nicht das schlechteste. Nachdem die staatlich organisierten, großspurig-medialen Vermittlungsbemühungen, Albert Einstein unters Volk zu bringen am mangelndem Bildungsstand desselben so grandios verpufften, hat man mit "Der Stoff aus dem der Kosmos ist" endlich etwas in der Hand, das die Kuh auf dem Eis wenigstens ein bisschen sicherer macht. ladys and gentlemen: ein Blick in den Nachthimmel, bitte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompliziertes verständlich gemacht., 10. Oktober 2004
„Der Stoff, aus dem der Kosmos ist" gehört genau wie sein Vorgänger „Das elegante Universum" zu den besten Büchern die ich je gelesen habe. Es ist sehr verständlich, spannend und witzig geschrieben. Komplizierte Themen werden allgemeinverständlich erklärt und es kommt öfters zu einem Aha-Effekt.
Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen und gebe deshalb 5 Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der Stoff, aus dem der Kosmos ist
Der Stoff, aus dem der Kosmos ist von Brian Greene (Taschenbuch - 10. März 2008)
EUR 9,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen