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240 von 263 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eva Hermann - das Medientrauerspiel
Zugegeben: Die Namen der schönen Blondinen, die mir die abendlichen TV-Nachrichten vorlesen, waren mir stets schnuppe, und es gibt unterhaltsameren Show-Bizz als unsere Talk-Shows. Ich bekenne, vor dem Rauswurf von der spätbraun gescholtenen Eva ebensowenig wie vom mutig-coolen Johannes nie etwas gehört oder gelesen zu haben. Auch der nachfolgende...
Veröffentlicht am 8. Mai 2008 von Helmut R. Triskatis

versus
140 von 216 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs....
....sind alle mir bekannten Frauen, die dieses Buch gelesen haben. Dafür gibt es einen Stern - das Buch beansprucht frau mit Leib und Seele, Gestik, Mimik, und hat Einfluss auf viele Gespräche. Einen weiteren Stern für das Marketing. Frau Herman, Sie haben ihre Kollegen in der TV-Welt so gründlich informiert, dass man in kaum einer Sendung daran...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2006 von Paroikia


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240 von 263 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eva Hermann - das Medientrauerspiel, 8. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip (Taschenbuch)
Zugegeben: Die Namen der schönen Blondinen, die mir die abendlichen TV-Nachrichten vorlesen, waren mir stets schnuppe, und es gibt unterhaltsameren Show-Bizz als unsere Talk-Shows. Ich bekenne, vor dem Rauswurf von der spätbraun gescholtenen Eva ebensowenig wie vom mutig-coolen Johannes nie etwas gehört oder gelesen zu haben. Auch der nachfolgende Medienknall ließ mich unberührt. Erst das Ergebnis zweier auffällig einander widersprechender "repräsentativer Umfragen" im Magazin der Süddeutschen Zeitung weckte mein Interesse: Weit mehr als 50 % der Bundesbürger meinten, die wichtigste gesellschaftliche Rolle der Frau liege in ihrer Verantwortung für Kinder, Familie und ein harmonisches Heim. In offensichtlichem Widerspruch dazu verurteilten aber ganze 75 % der Bundesbürger Hermans "Eva-Prinzip" als "falsch und überholt" - und applaudierten sogar der fristlosen Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses beim NDR:
Was bedeutet überhaupt ihr "Eva-Prinzip", was macht es so brisant? Und: Wie steht es mit dem Grundrecht der freien Meinungsäußerung, wie mit unserer Pressefreiheit, die - so unser höchstes deutsches Gericht - auch überzeichnete, gar extreme Äußerungen ermöglicht und vor obrigkeitlicher Maßregelung schützt, wie steht es mit dem arbeitsrechtlichen Kündigungsschutz angesichts eines fast 20-jährigen Dienstverhältnisses, kurzum: das Buch mußte her und war sogleich gelesen.
Bereits während der Lektüre trafen mich zahlreiche ablehnende, von Männern auch über das weibliche Geschlecht witzelnde, selten neugierige Kommentare meiner Mitmenschen,. Gelesen hatte das Buch niemand, wenige hatten die Hinauswurf-Show gesehen. Nach einigen Kapiteln konnte ich mich zum Inhalt äußern und befand mich unversehens immer wieder in einer Debatte über Emanzipation, Karriere, Mutterschaft, Kinder und Lebensglück - das Thema ist virulent wie selten zuvor. Meinem dann aufkeimenden Gedanken, der Hinauswurf könnte nur ein PR-Gag für die Verkaufszahlen des Buches gewesen sein, machte die weitere Lektüre alsbald ein schnelles Ende.

Ich erkannte: Hier schreibt ein Mensch in der Mitte seines Lebens sehr subjektiv, aber ehrlich bemüht. Ein Mensch, der auf dem Gipfel einer langen Traumkarriere steht, der viele Jahre Arbeit rund um die Uhr hinter sich hat, sich bislang ausschließlich über seinen Beruf definiert hat, dort allseits uneingeschränkt Anerkenung gefunden hat, ja, vom Publikum mehrmals zur beliebtesten Moderatorin Deutschlands gekürt worden war. Dieser Mensch stellt nun die Fragen, die er bislang nicht stellen konnte, etwa nach dem gesellschaftlichen Sinn seines Lebens oder der Bedeutung privaten Lebensglücks. Dieser ein halbes Jahrhundert auf diesem Planeten lebende Mensch - das Geschlecht ist zunächst gar nicht relevant - fragt rückblickend kritisch, ob er heute hinter seinem bisherigen Leben stehen kann, das beruflich ohne jeden Misserfolg, privat allerdings nicht so erfüllend verlaufen ist. Letztere Erkenntnis macht ihn unzufrieden, frustriert ihn. Er versucht, anders als viele in ähnlicher Erkenntnissituation, Ursachen herauszufinden, analysiert eigene und fremde Erfahrungen, fragt anerkannte (namentlich bezeichnete) Wissenschaftler und plädiert schließlich für eine Verhaltensüberprüfung und -änderung in allen gesellschaftlichen Institutionen. Das beste ist, er will eine breite Öffentlichkeit an den Erfahrungen seines herausragenden Lebens teilhaben lassen. Er will die Öffentlichkeit damit konfrontieren, zur Diskussion anregen, ja möglichst im Interesse seiner Mitmenschen, gleich welchen Geschlechts, erreichen, dass diese das, was ihn unglücklich macht, was er retrospektiv anders gemacht hätte, nicht unreflektiert wiederholen bzw. erleiden müssen.
An manchen Stellen könnte zwischen den Zeilen auch eine Entschuldigung für vergangenes eigenes Fehlverhalten oder ein Hilfeschrei stehen. Dieser Mensch ist nun zufällig eine Frau, und ihre Lebenserfahrungen und Erkenntnisse stellen die herrschenden Thesen der Emanzipation, angefangen vom "nur kleinen Unterschied" über den "anerzogenen Zwang zur Heterosexualität" bis hin zur "frühestmöglichen Säuglingsabgabe im Berufsinteresse" kritisch in Frage. Ihre Argumentation ist sachlich, wird an vielen Stellen wissenschaftlich gestützt und belegt - menschlich, natürlich, vorurteilsfrei, modern und gesellschaftlich zukunftsorientiert. Es wird auf keiner Seite des Buches die Rückkehr des Heimchens an den Herd oder die Gebärmaschine propagiert. Sie schreibt dem Frauenbild im Nationalsozialismus seitenlang ein vernichtendes Urteil (S.134 - 139), aber auch der Kleinstkinderaufzucht in der DDR.
Zitat: "Was viele nicht wissen: Unsere distanzierte Haltung zu unseren Kindern steht auch in einem direkten Zusammenhang mit einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem Dritten Reich. Die Theoretiker des Nationalsozialismus erkannten früh, dass die Frage der Kindererziehung höchste politische Relevanz hatte. Das beschränkte sich nicht auf die erwünschte Steigerung der Geburtenrate, die sich in der Auszeichnung mit dem "Mutterkreuz-Orden" für Frauen mit vielen Kindern ausdrückte. Es traf vielmehr die konsequente Einflussnahme auf den vormals privaten, familiären Bereich von Geburt, Mutterschaft und Säuglingspflege. Es ging nicht nur darum, "dem Führer Kinder zu schenken", sondern die Kinder so früh wie möglich nach den Maßgaben des nationalsozialistischen Menschenbildes zu formen. Betrachtet man diese ideologischen Grundlagen, wird schnell klar, dass der Hitler-Staat alles daransetzte, jeden gesellschaftlichen Bereich zu kontrollieren und jede private Nische zu vernichten, in der sich individuelle Lebensformen entwickeln konnten. Verwirklichen ließ sich das nur, indem die Gruppe, das Kollektiv, die "Volksgemeinschaft" über den einzelnen Menschen gestellt wurde, eine Ideologie, die wir auch im DDR-Sozialismus immer wieder beobachten konnten. Damit wurden Kinder zum Politikum. Um ihre Erziehung zu nationalsozialistischen Bürgern zu gewährleisten, solten sie der elterlichen Fürsorge so früh wie möglich entzogen werden. Es gab nur ein Problem: die emotionale Bindung der Eltern an ihre Kinder. "
Sie setzt dann fort, wie perfide der Nazi-Staat versuchte, diese Bindung systematisch zu zerstören.
"All das klingt heute erschreckend, die politischen Folgen sind bekannt." (S.144).

Jeder, der Eva Herman die sachliche Diskussion verweigert und sich auf das braune Totschlagargument, das ihre öffentliche Hinrichtung durch Kerner zur Folge hatte, beschränkt, hat das Buch nicht gelesen und hat fairen Widerspruch verwirkt, er argumentiert auf der Ebene von Goebbels und von Schnitzler.

Eva Hermans im einzelnen belegte Erlebnisse und Folgerungen daraus - das Eva-Prinzip genannt - lauten sehr verkürzt: Der Feminismus beruht ideologisch auf der Marxschen These, Menschsein definiere sich ausschließlich aus Arbeit und Beruf Eine These, die sich zwischenzeitlich als überholt erwiesen habe. Männer und Frauen sind gleichwertig, aber nicht gleich. Partnerschaft soll die Vorgaben der Natur nicht unterdrücken, sondern darauf aufbauen. Mancherlei Dinge kann Frau eben besser als Mann, bei anderen ist es umgekehrt. Jeder Mensch soll herausfinden dürfen, welche Lebensform er für sich wünscht und diese auch frei von staatlichen oder gesellschaftspolitischen Vorgaben leben dürfen, ohne diskrimiert oder lächerlich gemacht zu werden. Gefordert wird mehr staatliche und gesellschaftliche Toleranz gegenüber solchen Lebensentscheidungen, weg von gesellschaftlichem Einheitsdenken. Jede Frau soll ohne feministische Denkvorgaben aus Schule, Medien oder Politik ihre eigene Lebensplanung unbeeinflußt, ggfs. in Abstimmung mit ihrem Partner, entscheiden, egal ob sie kinderlos Karriere und Unabhängigkeit bevorzugt, ausschließlich in ihrer Familie ihr Glück, Lebensfreude und -erfüllung findet oder beides kombinieren will. Für die Zukunft unserer Gesellschaft hält sie persönlich aufgrund einer detaillierten Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben allerdings eine Entscheidung der Frau zugunsten der Familie für vorteilhafter, zumal sie dies aufgrund ihrer biologischen Vorgaben besser als ein Mann kann.

Das Buch stellt diese Thesen argumentativ nachvollziehbar dar. Es ist der ernsthafte Versuch einer Problemlösung, die Schäden von unseren Nachkommen abwenden will, indem sie die bestausgebildete Frauengeneration aller Zeiten zu Kritikfähigkeit gegenüber eigenem Verhalten auffordert. Ihre Thesen finden schließlich sachlich breite Zustimmung im Volke (zum Unwort des Jahres 2007 ist soeben mit großer Mehrheit der Begriff "Herdprämie" gewählt worden, mit dem Frauen diskriminiert werden, die ihre Kinder zu Hause aufziehen wollen und einen Krippenplatz ablehnen). Gleichwohl hat die Verfechterin solcher Ansichten den Zorn aller Nur-Karrierefrauen und Emanzen, die im Volke gerade nicht zur schweigenden Mehrheit zählen, auf sich gezogen. Alice Schwarzer, Thea Dorn, Desiree Nick, Iris Radisch und unsere ideologischen Meinungswächter beiderlei Geschlechts haben prompt reagiert. Sie tun ihrer Geschlechtsgenossin bitter Unrecht: Denn diese hat in bester Absicht für die Zukunft unserer Menschen unter höchstpersönlicher Lebenskritik zum Nachdenken aufgefordert - nicht mehr und nicht weniger - und ohne Nazipropaganda. Sie propagiert nicht die ihr vorgeworfene "Rolle rückwärts". Iin Wahrheit fordert sie vielmehr eine "Rolle vorwärts" für unsere Gesellschaft!

Offen bleibt die Frage, warum nicht aus der Sache, sondern polemisch gegen die Person argumentiert wird. Etwa "sie hat das Eva-Prinzip selbst nicht gelebt" oder "sie hat braunes Gedankengut geäußert". Dies ist - vor allem angesichts der eingangs zitierten Umfrageergebnisse - sehr bedauerlich. Warum ist die sachliche These zur Bedeutung von Kind, Familie und Haus für das Lebensglück mehrheitsfähig, ihre Verfechterin Eva Herman als Person jedoch plötzlich nicht mehr? Nachdenklich muss auch stimmen, dass ich sogar gewarnt wurde, überhaupt ein Buch von "der" zu rezensieren, ich würde dann doch mit "so einer" in eine Ecke gestellt werden.
Der Tagesspiegel hat dieses Phänomen bissig mit der in Deutschland herrschenden "Moral zum Nulltarif" erklärt: Eva Herman wird geprügelt, weil sie einen so banalen Anlass geliefert hat und weil jeder, der auf sie eindrischt, sich dabei wie ein aktiver Anti-Nazi vorkommen darf - zum Nulltarif. Es wäre ein wenig mühsamer und riskanter, sich einer Horde NPD-Demonstranten in den Weg zu stellen oder einen Inder in Mügeln vor dem rasenden Mob zu beschützen. Eine Gesellschaft, deren Wehrhaftigkeit sich in dem Satz "Nie wieder 33!" erschöpft, braucht Ventile, über die sie Dampf ablassen kann, ohne sich dabei die Finger zu verbrennen. Da kommt Eva Herman wie gerufen.

Eva Herman hat ein Buch geschrieben, das in der Sache mit Recht diskutiert wird. Es ist keine literarische Spitzenleistung, wiederholt sich stellenweise, ist aber lesenswert und verdientermaßen in die Bestsellerlisten gelangt; in jedem Fall ist das Buch aber ein überzeugendes Plädoyer dafür, jeder Frau ein Wahlrecht zuzugestehen, sich ihre Lebensgestaltungsmöglichkeiten bewußt zu machen und frei über ihre Lebensform ohne soziale Zwänge und Diskreditierungen entscheiden zu dürfen.
Mir aber verbleibt die Frage, ob unsere Medien auch sonst ihre Konsumenten, d. h. uns alle, ohne Rücksicht auf das Schicksal Einzelner oder Zukunftsschäden für unser Staatswesen und die Demokratie zielgerichtet manipulieren? Warum sie eine offene Wertediskussion über unser zukünftiges soziales Leben, etwa um eines billigen Rauswurfrummels, sprich:der Einschaltquoten willen, verhindern wollen und so unsere Grundrechte wie z.B. gerade die Meinungsfreiheit gröblichst missachten?
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gleichsetzung von Frau und Mann ist eine Mogelpackung, 10. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip (Taschenbuch)
Ich bin wirklich sehr angetan von diesem Buch "Das Eva-Prinzip". Eva Hermann spricht mir in vielen Dingen aus dem Herzen.
Emanzipation habe ich immer schon ganz anders verstanden als meine "68er-Generation". Emanzipation ist für mich, dass ich das tun kann, was ich gerne tue - und damit wahrscheinlich am besten kann - in meiner Weiblichkeit (was hier nichts mit Sexualität zu tun hat) und dass ich selbst darüber entscheiden kann. Das ist für mich der wirklich wichtige Punkt.
Wenn ich meine Kinder in Betreuung geben muss, weil ich mir eine persönliche Betreuung nicht leisten kann, da man ja auch Brot und ein Dach über dem Kopf braucht zum Leben, oder weil ich meine Arbeitsstelle bzw. Arbeitsposition nach einer Erziehungspause nicht mehr bekomme, dann ist meine Berufstätigkeit nicht emanzipiert sondern erzwungen.
Nur 2 Beispiele.

Wir Frauen haben so viele Begabungen, anders als Männer. Es gibt genug Männer auf dieser Erde, warum sollen wir Frauen gleich sein müssen?
Den Zwang dorthin empfinde ich als Missbrauch an uns Frauen. Die Gleichsetzung (nicht Gleichberechtigung) der zweigeschlechtigen Spezies Mensch mündet doch in eine "geschlechtliche Monokultur" und macht uns - wie alle Monokulturen - ärmer.

Ist die emanzipatorische Mogelpackung der Gleichsetzung von Mann und Frau vielleicht nur dazu da, weil man uns Frauen für die produktiven Arbeitsstunden und damit die Einzahlung in die Sozialkassen braucht und wir außerdem auch noch billiger sind für die gleiche Arbeit als Männer?

Jedenfalls gehe ich mit Eva Herman in dieser Sache vollkommen einig. Wir verlieren als Frauen mehr durch die Gleichmacherei als wir gewinnen.
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270 von 307 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eva Herman über den Nationalsozialismus, 11. Oktober 2007
Um die Diskussion mal auf eine sachliche Ebene zu bringen, möchte ich hier mal für alle, die das Buch noch nicht kennen, zitieren, was Eva Herman über die Zeit des Nationalsozialismus schreibt:
"Was viele nicht wissen: Unsere distanzierte Haltung zu unseren Kindern steht auch in einem direkten Zusammenhang mi einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem Dritten Reich. Die Theoretiker des Nationalsozialismus erkannten früh, dass die Frage der KIndererziehung höchste politische Relevanz hatte. Das beschränkte sich nicht auf die erwünschte Steigerung der Geburtenrate, die sich in der Auszeichnung mit dem "Mutterkreuz-Orden" für Frauen mit vielen Kindern ausdrückte. Es traf vielmehr die konsequente Einflussnahme auf den vormals privaten, familiären Bereich von Geburt, Mutterschaft und Säuglingspflege. Es ging nicht nur darum, "dem Führer Kinder zu schenken", sondern die Kinder so früh wie möglich nach den Maßgaben des nationalsozialistischen Menschenbildes zu formen. Betrachtet man diese ideologischen Grundlagen, wird schnell klar, dass der Hilter-Staat alles daransetzte, jeden gesellschaftlichen Bereich zu kontrollieren und jede private Nische zu vernichten, in der sich individuelle Lebensformen entwickeln konnten. Verwirklichen ließ sich das nur, in dem die Gruppe, das Kollektiv, die "Volksgemeinschaft" über den einzelnen Menschen gestellt wurde, eine Ideologie, die wir auch im DDR-Sozialismus immer wieder beobachten konnten. damit wurden Kinder zum Politikum. Um ihre Erziehung zu nationalsozialistischen Bürgern zu gewährleisten, solten sie der elterlichen Fürsorge so früh wie möglich entzogen werden..." S. 140/141

Soweit das Zitat. Im weiteren Verlauf des Textes wird dieser Zusammenhang noch näher ausgeführt. Ihr Resümee dieses Themas lautet:

"All das klingt heute erschreckend, die politischen Folgen sind bekannt."
S.144

Ich würde all jenen, die Eva Herman in die Nähe des braunen Sumpfes rücken möchten, empfehlen, doch erst mal ihre Bücher zu lesen, aber offenbar ist das sogar bei bisher als seriös eingeschätzen Journalisten (z.B. J.Kerner)
zu viel verlangt. Ich habe die Sendung gestern gesehen und kann nur sagen, wer in dieser Manier Gäste vorführt und an den Pranger stellt, sollte mal darüber nachdenken, ob er mit seinem Job nicht überfordert ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutig und richtig, 13. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip (Taschenbuch)
Ich sage nur einfach: Vielen Dank Eva Herman. Danke für den Mut, dieses Buch zu schreiben und bis heute für die Dinge einzustehen, die Sie in Ihrem Buch vertreten. Zurück zu den Grundwerten der Menschheit. Zurück zur Menschlichkiet und den natürlichen Gefühlen und Bestimmungen. Fünf Sterne von meiner Seite. Sehr empfehlenswert!
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103 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Eva-Wahrheit, 21. Oktober 2007
Nachdem Eva Herman seit Wochen unter Beschuss steht, habe ich mir das Buch nun auch besorgt und von vorne bis hinten durchgelesen - und muss sagen, dass ich den Wirbel um ihre Person absolut nicht verstehe.
Ich denke, dass viele ihrer Kritiker, die den Inhalt ihres Buches auf "Frauen zurück an den Herd" und "Emanzipation ist Mist" reduzieren, ihr Anliegen nicht begriffen oder das Buch schlicht und ergreifend nicht gelesen und sich der Einfachheit halber gleich dem immer größer werdenden Motzer-Mob angeschlossen haben.
Sicher ist das Buch keine literarische Bestleistung, liest sich stellenweise etwas holprig und wiederholt sich oft, aber Fakt ist, dass am Inhalt viel Wahres dran ist. Auch ich frage mich oft, warum sehr viele Mütter, die aus rein finanziellen Aspekten betrachtet nicht arbeiten müssten, sich im Alltagswahnsinn zwischen Haus, Kinderkrippe/Kindergarten und Büro aufreiben, oft genervt sind und eigentlich nur noch herumhetzen - und sogar selber zugeben, dass sie mit ihren Leben überfordert sind. Viele dieser Frauen werden Eva Herman sicher absolut recht geben. Aber was treibt sie? Ist es wirklich nur das Mutter- und Hausfrauendasein, das ihnen auf den Kopf fällt? Oder ist es nicht vielmehr die fordernde und immer kritisscher werdende und sich in alles einmischende Gesellschaft, die ihnen nicht (mehr) zugesteht, einfach "nur" Hausfrau und Mutter zu sein? Wie kann es denn angehen, dass Moderatoren wie Günther Jauch eine dreifache Mutter fragen, was sie beruflich macht? HALLO?
Eva Herman stellt genau das in Frage, nicht mehr und nicht weniger, und ich finde, dass das ihr gutes Recht ist. Sie spricht das aus, das Viele denken - es ist nur schade, dass ihr derart über den Mund gefahren wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tja...., 5. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip (Taschenbuch)
... als Frau darf man dieses Buch eigentlich nicht mögen. Und ich gehe auch nicht mit allen Thesen einig. In einigen Punkten bin ich jedoch total mit Frau Herman einig.
Ich habe auch 2 weitere Bücher von Frau Herman gelesen und empfinde das, was man mit ihr gemacht hat, als reine Hexenjagd. Darf man in Deutschland nicht mehr eine eigene Meinung haben? Auch, wenn die ANDEREN NICHT GEFÄLLT????
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal jemand mit meiner Meinung, 13. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip (Taschenbuch)
Ich kann die Aussagen der Autorin voll unterschreiben.
Bisher dachte ich, ich sei die Einzige, die glaubt, dass in unserem Land in Sachen Mutter/Eltern/Kind etwas gründlich neben der Spur läuft.
Bedenklich finde ich, dass die Mehrzahl junger Frauen tatsächlich zu glauben scheint, sie würden ihren Kindern einen Gefallen tun, wenn sie sie so früh wie möglich in Kinderaufbewahrstationen parken.
Und genau da setzt Fr. Herman mit ihrem Buch an.
Sie zeigt als Alternative den Weg als "Nur"-Mutter auf.
Erst wenn Frauen frei u. ohne Druck oder Diskriminierung entscheiden können, welchen Weg sie gehen wollen, dann haben sie die wahre Emanzipation erreicht.
Ich hoffe, Fr. Herman rüttelt mit ihrem Buch viele zukünftige Mütter auf.
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66 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit muß auf den Tisch, 11. Oktober 2007
Es wurde Zeit, dass auch junge Frauen den Mund aufmachen. Eva Herman spricht offen und ehrlich, die Probleme an, mit denen wir uns wirklich aus einander setzen sollten.Diese Problematik muß auf den Tisch unserer Gesellschaft und disskutiert werden. Mit Psychologen, Ärzten, Lehrern, Wissenschaftlern und Menschen, die die Nachteile dieser Entfremdung erlebt und erkannt haben. Es wird Zeit, uns wirklich Gedanken zu machen, was brauchen unsere Kinder, was bringts wirklich. Ich habe großen Respekt vor ihrem Mut, den es immer erfordert, solche nicht gewollten Wahrheiten auf den Tisch zu bringen und sich nicht einschüchtern zu lassen und bereit zu sein, einen Preis dafür zu bezahlen, um den Menschen, die Augen zu öffnen. Weiter so, solche Menschen braucht unser Land.
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122 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bravo!, 12. September 2007
Eva Herman weist in ihrem Buch auf die Überforderung der Mütter durch Haushalt, Kinder und Berufstätigkeit hin.
Die Wärme und die Werte der Familie verlieren durch die Doppelbelastung und Fremdbetreuung der Kinder stetig an Bedeutung, Gespräche finden kaum noch statt, die Menschen werden immer bindungsunfähiger.
Sie ist der Meinung, dass die Gleichmacherei der Geschlechter fatal ist, da Frauen und Männer sich ergänzen sollten.
Eva Herman möchte, dass Frauen für ihre weiblichen Tätigkeiten, in ihrer Hausfrau- und Mutterrolle (insbesondere Erziehung/Betreuung der Kinder) geachtet werden.
Sie möchte das Weibliche endlich aufgewertet wissen und findet es unmöglich, wenn eine Frau ohne Berufstätigkeit als "unvollständig" angesehen wird.
Diese Entwicklung schreibt sie dem Feminismus zu, der zwar Gutes bewirkt hat, aber die Arbeitsleistung von Hausfrauen bzw. Müttern herabwürdigt und die "männliche" Berufswelt als einzige Lösung bzw. Befreiung ansieht.
Sie macht sich für eine Rückkehr der Weiblichkeit stark.
Frauen sollen sich nicht den Männern anpassen, sondern sich auf ihre Stärken besinnen.
Ich finde das Buch glaubwürdig, da sie selbst zwar Karriere gemacht, es aber auch im Nachhinein bereut hat.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Plädoyer gegen die Entfremdung der eigenen Kinder, 4. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip (Taschenbuch)
Viel ist über Eva Herman und ihre Bücher gesagt und geschrieben worden, der Begriff "Hexenjagd" in Bezug auf den völlig ungerechtfertigten Versuch (wenn man den tatsächlichen Inhalt ihrer Bücher zum Maßstab nimmt) sie mit der "Nazikeule" mundtot zu machen trifft den Sachverhalt. Als Vater dreier Kinder können meine Frau und ich die ursprüngliche Grundthese, dass Kinder - insbesondere im Kleinkindalter - der häuslichen Geborgenheit bedürfen nur unterstreichen. Ich bin dankbar für Eva Hermans Beitrag.
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Das Eva-Prinzip
Das Eva-Prinzip von Eva Herman (Taschenbuch - 1. Dezember 2007)
EUR 8,95
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