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4.0 von 5 Sternen Interessanter Bericht
Lisa Moos' Lebensbericht, der sehr auf ihre Prostitutionstätigkeit fokussiert, ist einer der ersten Hurenberichte, die seit einigen Jahren eine kleine Schwemme in den Buchhandlungen erzeugen. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich ihn zunächst gelesen. Nun, als eine Art "Prototyp" kann das Buch nicht gesehen werden, dafür ist es zu ausgereift und orientiert...
Veröffentlicht am 4. September 2011 von Susa B.

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ehrlich, aber auch etwas schlicht
Diese autobiographische Schilderung eines schwierigen Lebens mit so traumatischen Erlebnissen wie Vergewaltigungen und Sex gegen Bezahlung berührt, das stimmt. Die Autorin gewährt ziemlich offen Einblick in ihre sehr persönliche Vergangenheit, die Schilderungen sind detailliert und durchaus voyeuristisch zu nennen, was aber andererseits bei einem Blick...
Veröffentlicht am 26. April 2008 von Bluesbrother


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Bericht, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
Lisa Moos' Lebensbericht, der sehr auf ihre Prostitutionstätigkeit fokussiert, ist einer der ersten Hurenberichte, die seit einigen Jahren eine kleine Schwemme in den Buchhandlungen erzeugen. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich ihn zunächst gelesen. Nun, als eine Art "Prototyp" kann das Buch nicht gesehen werden, dafür ist es zu ausgereift und orientiert sich zu sehr an Motiven aus aktuellen Medien und älteren Hurenromanen.
Also nochmal von vorn. Der Bericht klingt sehr ehrlich und reißt mit. Moos hat genug erlebt, um viel erzählen zu können - einerseits über ihr eigenes wechselhaftes Leben, andererseits über die verschiedenen Sexarbeitsbereiche, in denen sie gearbeitet hat. Ihre Schilderungen, wie sie durch den Sex ihre eigene Gefühlswelt ausdrückt, habe ich so schnell nicht vergessen: Geht es ihr gut, erlebt sie guten, erfüllenden, selbstbewussten Sex. Ist sie am Boden, treibt sie es mit jedem, bevorzugt mit Männern, die weit unter ihrem Niveau stehen. Sie erniedrigt und bestraft sich damit selbst. Allgemein sind ihre Schilderungen nachvollziehbar und verständlich.
Einzig die Erzählungen über ihre BDSM-Erlebnisse als Domina erschienen mir etwas kühler. Die Motivation für diese Spiele und vor allem die Gründe für die Lust, die sie dabei empfindet, sind schlecht ausgeführt. Dafür sind die Handlungen gut erzählt und man muss vielleicht einfach akzeptieren, dass Moos diese eine Sache für sich selbst noch nicht durchanalysiert hat.
Denn die Analyse ist ansonsten immer sehr präsent: Lisa Moos hat sich Gedanken über sich selbst und die Gründe für ihren Lebensverlauf gemacht und läßt daran teilhaben, auf eine nicht (oder kaum) klagende, ehrliche Art. Sprachlich gesehen ist das Werk "in Ordnung", am Aufbau habe ich, wie bei den meisten derartigen Büchern, eines auszusetzen: Zu Beginn gibt es wieder einmal das unchronologische, mit der Handlung nichts zu tun habende Sexkapitel, mit dem die Leser in den Buchhandlungen geködert werden sollen, bevor die ansonsten chronologisch erzählte und nocht pornographische Handlung beginnt. Naja, muss wohl so sein.
Fazit: Respekt vor der Autorin und ihrer Leistung, so ehrlich und überlegt durch ihr höchstpersönliches Leben zu führen - gerade im Rahmen eines marktkonformen Verlagsproduktes.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend, ehrlich, schonungslos offen, 26. Oktober 2009
Von 
Leseratte (Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
Kurz gesagt: Ein packendes Buch, das einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Ich habe es in 2 Tagen durchgelesen.

Der Inhalt: Erzählt wird die Lebensgeschichte von Lisa Moos, Jahrgang 1968, durch alle Höhen und Tiefen ihres Lebens - nicht nur, aber auch, als Hure.

Und es waren wahrhaftig mehr Tiefen in ihrem Leben: Los geht es damit, wie sie im Alter von 11 Jahren von "Opa Hans" missbraucht wird, was ein tiefes Trauma bei ihr hinterlässt. Es folgen Jahre mit vielen psychischen Problemen und dauernden Schulwechseln und ein Teenager-Leben als Außenseiterin in einem kleinen Kaff irgendwo in Deutschland, ein weiterer Missbrauch in der eigenen Familie, eine Abtreibung und die viel zu frühe Geburt eines Kindes. Hungrig sucht sie nach Liebe, die sie auch findet - immer und immer wieder in mal kurzen mal längeren Beziehungen, die aber allesamt in die Brüche gehen. Über eine Bekannte kommt sie Anfang 20 aus Geldnot in das Edelbordell "Champagnerkelch" und so zur Prostitution - und zu einer Art Geld zu verdienen, von der sie - trotz mehrerer Versuche - bis heute nicht losgekommen ist.

Lisa Moos schreibt klar, deutlich, aber vor allem auch unbequem und schonungslos offen. Schonungslos offen vor allem auch mit sich selbst, weil sie mit einer gewissen Eigendistanz schildert, wie sie immer wieder auf irgendwelche Männer hereinfällt und an "die große Liebe" glaubt - aber auch schonungslos offen, weil sie in einigen Kapiteln schonungslos und bis beinahe zum pornografischen detailliert sexuelle Praktiken in allen Einzelheiten beschreibt, wobei man sich teilweise schon fragt: "Muss das sein?" Aber es passt - zum Hintergrund des Buches und zum Stil der Autorin.

Es ist zugleich auch ein unbequemes Buch, weil sie auch über Dinge schreibt, die nicht so recht ins Klischee passen (oder vielleicht allzusehr?) und die man deshalb eigentlich garnicht hören will. Etwa, wenn sie - neben vielen ekelhaften Kerlen - auch von Freiern schreibt, die sie anhimmelt, bei denen es ihr Spaß macht, bei denen sie auch Orgasmen hat. oder wenn sie darüber schreibt, wie sie im laufe der Zeit immer mehr gefallen an SM findet und sich langsam zur Domina entwickelt. Aber auch, wenn sie über ihre Kinder schreibt, ihre Liebe zu ihnen, denen sie mit dem in ihrem Beruf als Prostituierte verdienten Geld etwas bieten will.

Kurz: Eine packende Lebensgeschichte - aber nichts für zartbesaitete Gemüter die vor dem bösen F-Wort zurückschrecken!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch meines Lebens!, 8. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
Das tollste Buch das ich bis heute jemals gelesen habe!!

Es ist eine so wundervolle, ergreifende Geschichte und wirklich Wert gelesen zu werden!

Die Autorin ist eine Person wo man von der ersten Sekunde des Lesens mitfiebert und mitfühlt man weint mit ihr man leidet mir ihr man hofft mit ihr - Einfach nur grandios dieses Buch!!!!

Es ist eine bewegende Geschichte. und man kann sich nur zu gut vorstellen wie sich das alles für Sie angefühlt haben muss.

Mich hat es so tiefbewegt weil ich, selbst als Prostituierte gearbeitet habe und somit weiß wo von Sie spricht
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ehrlich, aber auch etwas schlicht, 26. April 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
Diese autobiographische Schilderung eines schwierigen Lebens mit so traumatischen Erlebnissen wie Vergewaltigungen und Sex gegen Bezahlung berührt, das stimmt. Die Autorin gewährt ziemlich offen Einblick in ihre sehr persönliche Vergangenheit, die Schilderungen sind detailliert und durchaus voyeuristisch zu nennen, was aber andererseits bei einem Blick hinter Bordelltüren auch reizt, wenn man diese Erfahrung (als Freier oder Hure) nicht selbst machen möchte. Psychologisch würde ich hier auf ein "Borderline-Syndrom" tippen, dass ja auch besonders durch Missbrauch in der Jugend ausgelöst wird.
Leider ist der Schreibstil sehr simpel. Es liest sich streckenweise wie ein bemühter Schulaufsatz, den ein routiniertes Lektorat so eben mal schnell hingetrimmt hat. Etwas mehr literarisches Talent hätte das Buch sicher runder werden lassen können.
Doch ein Leben ist ein Leben, und damit nie langweilig.
Mein Fazit: Durchaus lesenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ungeschminkten Tatsachen, 25. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
In ihrem Buch beschreibt Lisa Moos Ihr Leben als Prostituierte realistisch und ungeschminkt.
Man muss Frau Moos dabei für Ihre Offenheit und Ehrlichkeit mit der sie selbst intime Details schildert bewundern.
Das Buch hat auch keine stilistischen Schwächen und ist wirklich flüssig zu lesen.
Vermutlich wird das einigen Damen, die gerne im Fernsehen auftreten und uns die Prostitution als perfekte Verwirklichung der Emanzipation verkaufen wollen ungelegen kommen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typische Biografie, 18. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
Wer sich vor der Schilderung der ein oder anderen sexuellen Begebenheit ekelt, sollte dieses Buch nicht lesen. Für alle anderen ist dieses Buch aber eine unkomplizierte Lektüre, die einen typischen Lebenslauf schildert. Lisa wächst in einer kaputten Familie auf, wird typischer Weise in ihrer Kindheit sexuell mißbraucht, ist unfähig Beziehungen einzugehen und häuft andere psychologische Störungen an, die sie natürlich ohne professionelle Hilfe nicht in den Griff bekommt. Ihr Lebenslauf ist logisch und wenig überraschend. Andererseits ist es immer wieder erstaunlich, wieviel Pech sich im Leben eines Menschen anhäufen kann und zu welchen Folgeschäden es führt. Der Text ließt sich flüssig und gut.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ganz grosse klasse, 7. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
ich ziehe meinen hut- selten hab ich so ein offenes und toll geschriebenes buch zum thema prostitution gelesen! TOP!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Direkt und berührend, 20. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
"Mein Gott wie man das eigene Leben so konsequent torpedieren" das war so ein Gedanke/Gefühl, das mich während dieses Buches begleitete.

Die Schilderung der Autorin ist klar, schnörkellos und ehrlich.
Große Literatur wird nicht geboten, aber das ist ja eigentlich auch nicht die Erwartungshaltung.

Wer dieses Werk unberührt liest, der tut mir leid.

Leichte Sommerlektüre ist das sicher nicht, lesenswert auf jeden Fall.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen offenherzig und sympathisch, aber nicht schockierend, 19. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
Dass es unmöglich ist, eine Biographie nach rein literarischen Gesichtspunkten zu beurteilen und nicht das Bild des Menschen, der dahintersteckt ebenso nach eigenen Maßstäben einer Prüfung zu unterziehen, wird bei diesem Buch ganz besonders deutlich, zumal es sich auch noch um eine Autobiographie handelt. Nahezu jeder wird auch heutzutage noch den moralischen Zeigefinger im Hinterkopf haben, wenn um die Be- bzw. Verurteilung von Prostituierten geht, ganz besonders dann, wenn diese auch noch behaupten, ihren Job nicht etwa zwangsweise sondern freiwillig oder gar mit Freude auszuüben. Dementsprechend zweigeteilt wird Lisa Moos' Lebensgeschichte wohl auch bei den Lesern ankommen. Die einen bewundern sie für ihre Offenheit, ihren Mut, ihre Lebenslust, für die anderen steht ihre unverkennbare Naivität, ihr Leben abseits gesellschaftlicher Moralvorstellungen und ihr Egoismus im Vordergrund. Tatsächlich machen viele ihrer Lebensstationen es einem nicht einfach, sich nun für Sympathie oder Antipathie zu entscheiden, insbesondere die Adoption ihres zweiten Sohnes, wie auch die Unstetigkeit ihres Privatlebens lässt so manch ein Fragezeichen offen. Andererseits wird die Liebe zu ihren Kindern dennoch immer wieder deutlich, auch ohne ständige Beteuerungen.
Ich habe dieses Buch als Mann vor allem deshalb gelesen, weil ich einen kleinen Blick auf die "andere Seite" werfen und wissen wollte, wie Frauen mit dieser Tätigkeit tatsächlich umgehen. Umso überraschender war es, zu erfahren, dass es trotz all des Elends, das oft mit diesem Thema verbunden ist, dennoch auch Prostituierte gibt, die eine erstaunlich positive Einstellung und sogar Spaß an ihrem Beruf haben.
Lisa Moos legt in ihrer Erzählung den Schwerpunkt eindeutig auf ihre "aktiven" Jahren. Die Kindheit sowie die frühe Jugend werden relativ kurz und in großen Sprüngen geschildert, wobei gerade in dieser Zeit dem Leser so ziemlich alle Klischees bestätigt werden, die er vom typischen Werdegang einen zukünftigen Prostituierten erwartet. Sei es nun mehrfacher Missbrauch, die zerrütteten Familienverhältnisse oder der unangepasste Charakter. Nach dem etwas zerfahrenen Beginn lässt sich das Buch aber im weiteren Verlauf immer flüssiger lesen, bis es zum Schluss hin in seitenlangen, eher unnötigen Schilderungen aus dem SM-Bereich endet. Generell nimmt die Autorin natürlich kein Blatt vor den Mund, alles andere wäre unter diesen Umständen aber auch lächerlich. Jedoch kommen einem die ausführlichen Sexszenen nur selten deplaziert vor.
Alles in allem bietet das Buch einen seltenen, interessanten Einblick in eine Branche, in der ansonsten eher die Heuchlerei vorherrscht. Und ganz egal wie man auch immer über "diese Frauen" denken mag, der Lebens- und Leidensweg der Lisa Moos lässt einen nicht kalt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant, unterhaltend, aber auch teilweise schockierend!, 6. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten (Taschenbuch)
INHALT

Mit 26 Jahren hat Lisa schon alle Höhen und Tiefen des Hurenlebens kennengelernt: Sie hat sich auf dem Straßenstrich angeboten, in schäbigen Bordellen "angeschafft", aber auch als Edelhure in Luxus-Etablissements gearbeitet.Sie berichtet, wie sie ihren Körper für fünfzig Mark in Hinterhöfen verkauft, von Sexorgien mit reichen Geschäftsmännern, Sado-Maso-Partys und von den Obsessionen und besonderen Wünschen ihrer Stammkunden und Freier. Die Trennung von Beruf und Privatleben fällt Lisa nicht leicht, ihre zwei Ehen scheitern, um das Sorgerecht für ihre beiden Söhne muss sie immer wieder kämpfen. Nur der kleine Christopher bleibt ihr. Mit ihm möchte sie ein neues Leben im Süden beginnen. Doch auch hier holt ihre Vergangenheit sie ein ... Die Hoffnung auf die große Liebe hat Lisa trotzdem nie aufgegeben: "Wer weiß, ob sie nicht schon auf dem Weg zu mir ist?"

MEINUNG

Mich hat diese Biografie sehr gut unterhalten, teilweise geschockt und etwas nachdenklich zurück gelassen. Lisa landet aus einer Notsituation heraus auf dem Strich, kommt jedoch ihr Leben lang nicht mehr davon weg. Ihr ist das Huren-Dasein einfach zu sehr ins Blut übergegangen, wie ich sie verstehe, gehört es einfach zu ihrem Ich dazu. Lisa ist nämlich beispielsweise keine Drogenabhängige, die von dieser teuren Sucht immer wieder dazu getrieben wird, leicht und schnell an Geld zu kommen und deshalb ihren Körper zu verkaufen.

Für mich als "normale" Arbeitnehmerin und "Durchschnittsfrau" macht es das Ganze umso unverständlicher. Ich kann es umso weniger nachvollziehen. Die Prostituierte geht dem nach, weil sie es möchte, es ist ihr freier Wille. Aber ich verurteile sie deshalb nicht!!

Fast noch abschreckender als diese Frauen selbst finde ich nach diesem Buch die Freier. Es gibt wirklich kranke Menschen. Unglaublich, was die Einen ( dazu zähle ich mal auch mich selbst ) einfach nur abstoßend finden, törnt diese Menschen an.
Eher im letzten Teil des Buches erzählt Lisa von ihrer Zeit als Domina.
Mein Wissen dazu bisher: Die Domina ist die Herrin, der "Freier" ihr Sklave, der sich ihr absolut devot hingibt. Das jetzt mal so als Kurzumschreibung. Erschreckend für mich: Es geht diesen "Sklaven" nicht nur darum, sich einfach willenlos zu unterwerfen, ihre Strafe für ( wohl teilweise absichtliches ) Fehlverhalten, zu empfangen. Oh nein! Die Rollen, die sie einnehmen, können auch die eines Tieres sein, mit Allem, was dazu gehört!!
Auch der Kontakt mit Exkrementen ist diesen speziellen Sklaven nicht unbekannt.
Dieser Teil des Buches könnte auf manchen Leser etwas verstörend wirken.

FAZIT

Ich bin wirklich nicht überempfindlich, aber Lisa Moos hat es mit ihrem Buch geschafft, doch so manch entsetzen Blick und teilweise Bestürzung bei mir hervorzurufen.
Aber sie hat mich auch etwas gelehrt:
Für mich persönlich waren diese Frauen einfach nur das, dem sie nachgehen. Prostituierte. Doch diese Frauen sind auch Menschen, haben Empfindungen, Träume, Vorstellungen vom Leben. Haben den Glauben und die Sehnsucht nach wahrer Liebe. Und sie haben es nicht leicht.
Sind in der Öffentlichkeit verrufen. Viel Gutes kann ich zwar noch immer nicht an dieser "Berufswahl" finden, doch genau das ist der Punkt!!
Hat man immer die Wahl, dieser Tätigkeit nachzugehen? Wer/Was treibt diese Frauen dazu? Ist es eine alleinerziehende Mutter, die sonst keine Möglichkeit mehr sieht, um ihr Kind zu ernähren? Sind es Drogenabhängige? Sind es Mädchen und Frauen, die Jemanden hinter sich stehen haben, der sie dazu zwingt? Oder sind es Frauen wie Lisa Moos, die .. ja. Einfach eine Prostituierte sind?!

Das Buch war durchgehend sehr spannend und interessant, unsere Erzählerin zeigt uns ihre persönlichen Höhen und Tiefen, einmal im privaten Leben, aber auch in diesem Milieu.
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