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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch, das seinem Titel alle Ehre macht!
Peter Scholl-Latour hat mit "Afrikanische Totenklage" ein farbenreiches Bild weiter Teile Afrikas gezeichnet - ein Bild, in welchem die Farbe rot dominant ist. Überall auf dem afrikanischen Kontinent beschreibt Scholl-Latour Destabilität, Bürgerkrieg und Rassenauseinandersetzungen. Wie ein roter Faden durchzieht der Tod durch Krieg oder durch AIDS...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2001 von Gizmo

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Afrikanische Totenklage
Peter Scholl-Latour ist sicherlich nicht ganz unumstritten, was die 'Tiefe' seiner Werke anbelangt, da er sich rund um den Globus mit mittlerweile wohl ziemlich allen Weltregionen auseinandergesetzt hat. Folglich werden seine Bücher oftmals als populärwissenschaftlich beschrieben, zumal er sich in der notwendigen Tiefe gar nicht mit alle diesen Regionen und...
Veröffentlicht am 14. November 2011 von Leseratte


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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch, das seinem Titel alle Ehre macht!, 15. Dezember 2001
Peter Scholl-Latour hat mit "Afrikanische Totenklage" ein farbenreiches Bild weiter Teile Afrikas gezeichnet - ein Bild, in welchem die Farbe rot dominant ist. Überall auf dem afrikanischen Kontinent beschreibt Scholl-Latour Destabilität, Bürgerkrieg und Rassenauseinandersetzungen. Wie ein roter Faden durchzieht der Tod durch Krieg oder durch AIDS den Bericht über die Reisen des Autors durch Staaten wie den Kongo, Uganda, Angola, Namibia und Südafrika in einem ersten regionalen Großraum und der Region um Liberia herum. Leider wird der Norden des Kontinents ausgespart und auch das bevölkerungs- und rohstoffreiche Nigeria nur am Rande erwähnt. Durch den immer wieder eingestreuten Rückblick auf Reisen des Autors in den 50er, 60er und 70er Jahren gelingt es Scholl-Latour, den zeitgeschichtlichen Hintergrund für die aktuellen Ereignisse in excellenter Weisenachzuzeichnen.
Das Buch lebt von der Fähigkeit des Autors durch Gespräche mit Repräsentanten des Staates oder der in nahezu jedem Land üblichen Rebellengruppen, aber auch mit der einfachen Bevölkerung ein lebendiges Bild zu zeichnen, das zwar an vielen Stellen subjektiv, aber deswegen nicht weniger anregend ist. Scholl-Latours Klage gegen die amerikanische Politik, welche sich verstärkt auf den Profit konzentriert, den der Diamantenhandel und die Ölvorkommen versprechen, erinnert einen vor dem Hintergrund der Anschläge vom 11. September daran, daß die amerikanische Außenpolitik schon immer interessengeleitet war und dabei den Kampf für Menschenrechte und Demokratie schon mal geringere Priorität genießen. Es wird deutlich, daß hier ein Politikwechsel von Nöten ist, um Stabilität auf diesen Kontinent zu erreichen, die erforderlich ist, um das Leiden dieses Kontinents zu beenden, der Kontinent, welcher letztlich noch immer die Geburtsstätte des modernen Menschen ist.
Aber Scholl-Latour beschreibt auch eindringlich, daß man das Chaos des Kontinents nicht nur auf die Fehler der nicht-afrikanischen Staaten beschränken kann. In nahezu allen Staaten Afrikas herrschen Machtkämpfe zwischen den unterschidlichen Stämmen. Hier geht es um eine ethnische Vorherrschaft, in der lediglich die Abstammung, nicht die politische Gesinnung ausschlaggebend ist für die Zugehörigkeit zu einem Lager. Auch die afrikanischen Naturreligionen werden zur Begründung der Zustände herangezogen. So ist bspw. der Glaube weit verbreitet, der Sex mit einer Jungfrau schütze vor AIDS. Dies führt nicht nur zu einer enormen Vergewaltigung von jungen Mädchen, sondern auch zur massiven Weiterverbreitung von AIDS.
Zu kritisieren ist jedoch die insgesamt etwas einseitige Sichtweise des Autors. Seine Beschreibung zeichnet ein absolut düsteres Bid, Hoffnungsschimmer kommen nicht auf. Wenn eine Situation noch nicht zum Bürgerkreig eskaliert ist, erscheint es so, als ob der Autor einen solchen Ausbruch prophezeien wollte. Hoffnungsvolle Projekte der Entwicklungsarbeit werden nicht genannt, die Vereinten Nationen erscheinen in einem sehr düsteren Ton. So wird das Buch dem Titel gerecht: Es ist eine Totenklage, der Autor hat den Patienten bereits aufgegeben. Als junger Mensch will und kann man sich diesem fatalen Urteil nicht anschließen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Afrikanische Totenklage, 14. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Afrikanische Totenklage (Taschenbuch)
Peter Scholl-Latour ist sicherlich nicht ganz unumstritten, was die 'Tiefe' seiner Werke anbelangt, da er sich rund um den Globus mit mittlerweile wohl ziemlich allen Weltregionen auseinandergesetzt hat. Folglich werden seine Bücher oftmals als populärwissenschaftlich beschrieben, zumal er sich in der notwendigen Tiefe gar nicht mit alle diesen Regionen und Staaten auseinandersetzen kann- dazu bedürfte es schon alleine mit wenigen Räumen und Gegenden vieler Jahre harter Recherchearbeit. Dennoch ist sein Buch 'Afrikanische Totenklage' gerade weil es populärwissenschaftlich ist ein Buch, welches einen groben, aber doch sehr intensiven Überblick über einen ganzen Kontinent gibt, der es zumindest dem Einsteiger ermöglicht, erste Informationen zu gewinnen und sich mit Afrika als Gesamtes zu beschäftigen. Dabei fallen zwar einige Staaten und Regionen- z.B. der nordafrikanische Raum- 'runter', aber dennoch zeigt Scholl-Latour auf, welche generellen historischen und gesellschaftlichen Entwicklungslinien es auf dem schwarzen Kontinent gab und gibt. Sehr sinnvoll sind dabei auch Scholl-Latours Rückblicke auf Reisen auf dem Kontinent, die Jahrzehnte zurückliegen. Besonders hervorzuheben ist, dass es Peter Scholl-Latour immer wieder- auch andernorts- gelingt, Gespräche auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu führen: er spricht mit Generälen genauso wie mit Staatsrepräsentanten und dem 'einfachen Volk', gibt somit Einblicke nicht nur aus Sicht einzelner Schichten. Verdeutlicht werden Strukturen, die in mehr oder weniger allen afrikanischen Staaten die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung hemmen: Machtkämpfe zwischen einzelnen Gruppen, der Konflikt zwischen prä- und postkolonialen Strukturen und der Interessenseinfluss des 'Westens' im Kampf um wichtige Rohstoffe. Positiv an diesem Buch ist, dass Peter Scholl-Latour auch andere Probleme anspricht als HIV/AIDS, Korruption und Probleme im Folge der Kolonialzeit. Er zeichnet ein umfassendes Bild afrikanischer Gesellschaften, das sich nicht nur auf die gängigen Clichés stützt. Negativ ist ein wenig, dass der Autor recht 'allwissend' erscheint- ganz im Stile Scholl-Latours- der schon immer diesen oder jenen Konflikt kommen sah und das Ganze erscheinen lässt wie eine Bestätigung dessen, was der Autor ja schon immer wusste. Dies ist insofern störend, als dass Peter Scholl-Latour in seinen durchaus sehr guten aber auch sehr auf seiner Sicht basierenden Darlegungen immer auch ein wenig besserwisserisch hinüberkommt- wobei sicherlich gerade Peter Scholl-Latour jetzt nicht der einzige und ausgesprochendste Afrikakenner ist, dessen Bücher zu lesen lohnen.
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68 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein exzellentes Buch - trotz einiger Defizite, 28. Oktober 2001
Ein hochinteressantes Buch, das aber leider nur die in einigen Regionen Afrikas herrschenden Zustände beschreibt und keinerlei Lösungen aufzeigt.
Scholl-Latour beschreibt in oftmals großer Detail-Genauigkeit, was er wo erlebt hat und von welchen Krisen die besuchte Region in den letzten Jahrzehnten heimgesucht worden war. Dabei kommt es dem Leser so vor, als reiste er von einem Blutbad zum nächsten, ohne aber, oh Wunder, jemals auch nur ein einziges blaues Auge davongetragen zu haben.
Der einzige rote Faden, abgesehen von den Gewaltexzessen der schwarzen Bevölkerung - die er exzellent dokumentiert - ist seine Vorliebe für Frankreich und die französische Sprache und seine Abneigung gegenüber dem amerikanischen Einfluß auf die Länder Afrikas.
Eine politische Zielrichtung scheint Scholl-Latour ansonsten keine zu haben und bewertet auch Diktatoren zumeist anhand kurzer Treffen mit ihnen. Einige waren ihm sympathisch, andere nicht.
Die Buren Südafrikas sind ihm verhaßt, obgleich sie über Jahrzehnte Stabilität und bescheidenen Wohlstand im südlichen Afrika garantierten - etwas, das Scholl-Latour eigentlich heute im gesamten übrigen Afrika vermißt. Wer die Buren besser kennt, weiß, daß sie sehr gastfreundlich sind. Schade eigentlich, daß Scholl-Latour Schwarze, Moslems und Juden bei seinen Reisen als Gastgeber bevorzugt hat.
Persönlich geärgert habe ich mich übrigens - und das mag für manche als Erklärung für meine etwas kritischere Sichtweise des gesamten Buches dienen - über Scholl-Latours abwertende Beschreibung der deutschgeprägten Stadt Swakopmund (Südwestafrika) als "schwarz-weiß-rotes Disneyland". Als jemand, der 16 Jahre dort gelebt hat, kann ich diese Sichtweise nur als zutiefst arrogant und ignorant bezeichnen. Sie entspricht nicht der Realität.
Schade eigentlich, daß ein ansonsten so exzellent, fast spannend, geschriebenes Buch durch diese undifferenzierte Sichtweise an Wert verliert.
Es ist doch merkwürdig: In alle eingeborenen Völker kann sich Scholl-Latour hineinversetzen und bringt für so viele ihrer grausamen Diktatoren sogar Sympathien auf, aber an Menschen der eigenen "Rasse" (er selbst verwendet dieses Wort so oft, viel zu oft) scheitert der Autor kläglich.
Fazit: Das Buch unbedingt kaufen, kritisch lesen und auch einmal im Zusammenhang mit Themen wie Terrorismus, Masseneinwanderung, Drogenkriminalität usw. sehen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Afrikanische Totenklage, 6. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Afrikanische Totenklage (Taschenbuch)
Dieses Buch sorgt für viele Kontroversen, wie man den verschiedensten Rezensionen entnehmen kann. Scholl-Latour ist sich dessen jedoch oft bewusst und zitiert an entsprechenden Stellen lieber einen weiteren (Zeit-)zeugen, anstatt allein auf seiner Meinung zu beharren. Es sei noch gesagt, dass Scholl-Latours Literatur keineswegs etwas für "Einsteiger" ist. Abgesehen von dem Gebrauch vieler fremdsprachlicher Begriffe, setzt auch der Inhalt ein gutes Basiswissen und starkes Interesse an die Länder und deren Bewohner voraus. Andernfalls vergeht dem Leser schnell die Lust am Lesen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschreckend, 21. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Afrikanische Totenklage (Taschenbuch)
Mit diesem Buch hat Peter Scholl-Latour heftige kontroversen ausgelöst. Mit dein einzelnen Vorwürfen die gegen ihn erhoben wurden möchte ich mich allerdings nicht befassen. Mein Eindruck von seinem Buch war weitgehend positiv, wenn man denn das so nennen möchte. Denn normalerweise ist man von Peter Scholl-Latour nicht nur sehr gute und meistens zutreffende analysen gwohnt, sondern acuh eine art romantische Verklärung der bereisten Orte, meist Anhand einiger Zitate aus der Weltliteratur. Auch bei diesem Buch hat er sich dieser zu recht oft kritisierten, aber den Stil seienr Bücher abrundenden, Quelle bedient. Allerdings trägt dies bei diesem Buch nicht zu einer romantischen sondern zu einer düsteren hoffnungslosen gottverlassenen Vorstellung der bereisten Gegend bei. Natürlcih aknn es Scholl_latour auch diesemla nicht lassen einige Kuriositäten, die ihm auf seiner Reise begegnen als Symbole in seine Analysen einzubinden. Natürlich, das ist vermutlich auch Herrn Scholl-latour bewusst, können solche Symbole, wie auch seine Bezüge auf die Literatur nicht als Beweis angesehen werden, doch helfen sie die Situation und Scholl-Latours Auffassung dieser besser zu vermitteln. Natürlich bestehen seine Bücher teils auch einfach nur aus Stilmitteln. Natürlich versiucht er manchmal die Atmosphäre eines Romans von Grham Grenne zu erzeugen. Dies führt aber dazu, dass das Buch wesentlich leichter und interessnter zu lesen ist. Denn eine reine aufzählung von Fakten, wie sie von anderen Autoren praktiziert wird, führt schnell dazu, dass die Aufnahmefähigkeit des Lesers rapide abnimmt. Ob dieses Düster hoffnungslose Bild, dass Scholl-Latour in seinem Buch beschreibt wirklich auf Afrika zutrifft, kann ich nicht sagen, da ich diesen Kontinent bisher noch nicht bereist habe. Fest steht aber, dass der diese EEinstellung sher gut dem Leser vermittelt.
Unabhänigi von seinen Stilmitteln muss man sagen, dass Herrn Scholl-latour mit diesem Buch eine äußerst umfangreiche Analyse der Zustände in Afrika vorlegt. Ich habe dieses Buch als Einsteigerbuch zum Thema Afrika verwendet, wozu es durchaus geeignet sit. Allerdings sollte man sich schon vorher mit Fremden Kulturern, Außenpolitik und Scholl-Latour Schreibstil beschäftigt haben, da sich dieses Buch ansonsten nicht dem Leser problemlos ershcließen wird. Da Scholl-Latour mit diesem Buch einige Ländern abdeckt bekommt man wirklich ein Umfassenden, wenn auch nicht alumfassenden Bild, der Zustände in afrika und der zynischen Politik der westlichen Staaten. So wird Scholl-latour vor allem dem Untertitle seines Buches gerecht, der da heist: "der Ausverkauf des schwarzent Kontinents"
Vor allem zeigt das BUch, dass es sit dem Ende des Kalöten Krieges in Afrika nur noch um 3 Dinge geht: Diamanten, Öl und andere Bodenschätze. Man könnte auch sagen: Gelde, Geld und Geld
Über die ethnologischen Thesen Scholl-Ltours kann man streiten. Eins steht für mcih aúf jeden Fall fest: Die meisten Thesen sind gut belegt, regen aber antürlcih auch zur Diskussion an.
Grobe fehler habe ich in dem Buch nicht entdeckt,a ber ich bin ja auch kein Afrikaexperte. Rassistische Tnedenzen oder sonstiges kann ich nicht ausmachen, außer dass scholl-Latoru viele Konflikte ethnologisch begründet, womit er aber meistens richtig liegt.
Fazit: subjektiv aber äußerst Übnerzeugend. ein wunderbares Buch, welches auch hinter die Kulissen schaut und durch die reiseberichte und die oben behandleten Stilmittel zugleich entsetzen auslöst,a ber auch beim Lesen Spaß macht. Das Buch hat natürlcih auch seine Fehelr und schwachstellen, ist aber im großen und ganzen sehr zu empfehlen. Natürlich muss man wie bei jedem Buch alles kritisch hinterfragen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mit fundiertem Wissen spannend erzählt,, 13. April 2009
Von 
Manfred Schrade (Heikendorf bei Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Afrikanische Totenklage (Taschenbuch)
Typisch Peter Scholl-Latour, der mit seinem fundierten Wissen zum Verständnis der für Aussenstehende verworrenen Verhältnisse in Afrika wesentlich beiträgt.
Sehr zu empfehlende Lektüre, für die man sich aber Zeit nehmen sollte.
Nachdem ich wegen der Vielzahl der agierenden Personen und Volksgruppen
mehrmals zurückblättern mußte, habe ich Zettel und Papier bereitgelegt, diese mit kurzer Anmerkung notiert. Damit wurde das Lesen zu Vergnügen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist Afrika ein Opfer der Clobalisierung ?!?, 15. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Afrikanische Totenklage (Taschenbuch)
Beinnahe ein halbes Jahrhundert nach seinem ersten großen Afrikareports Matata am Kongo" kehrt der Autor noch einmal auf den schwarzen Kontinent zurück.
Er hat die Länder des südlichen, des westlichen und Zentralafrika bereist und zeichnet ein bedrückendes Bild von Elend, Mord und Raubtierkapitalismus. Seine Eindrücke kontrastiert er mit Erinnerungen an seine erste Reise, als Afrika noch unter europäischer Kolonialherrschaft stand.
Seine traurige Erkenntnis: Die meisten Länder sind gleichsam auf dem Weg zurück in die Steinzeit. Städte sind zur Kulisse eines Alptraums geworden, Schulen und Krankenhäuser vermodern, Menschen sind entwurzelt.

Völkermord, blutige Staatsstreiche, Hungersnöte biblischen Ausmaßes, Krieg um Rohstoffe oder Kindersoldaten, die ihren Gefangenen Arme und Beine abhacken - das alles wertet Scholl-Latour als Indizien dafür, dass Afrika zu jenem Zustand zurückkehrt, den Joseph Conrad im Herz der Finsternis" beschrieben hat. Die wenigsten Europäer wagen es, sich die erschütternde und beinahe hoffnungslose Tragik dieses Kontinents einzugestehen; doch die Eindrücke, Begegnungen und Geschichten Scholl-Latour prophezeien eindringlich, dass die afrikanische Totenklage bald (oder ist schon?) bis nach Europa herüberklingen wird.

Man kann es kaum Glauben was Industrie-Staaten alles in Bewegung setzen um an die begehrte Rohstoffe zu kommen und wer daran alles verdient! Jedes Mittel ist Recht und wie heißt es im Herz der Finsternis": The horror! The horror"
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich gut, 23. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Das neue Werk von Peter Scholl-Latour hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Scholl-Latour zeigt eindeutig, daß im wirtschaflichen und politischen Bereich die Initiative in weiten Teilen Afrikas auf die USA übergangen ist. Es ist schon bemerkenswert, daß Frankreich und auch Groß-Britannien faktisch keine Einfluß mehr ausüben.
Für die afrikanischen Staaten ist die weiter vorherrschenden westliche Einflußnahme fatal. Scholl-Latour zeigt eindeutig, daß die massive Einflußnahme von außen eine wirkliche Unabhängigkeit und eine damit verbundene eventuelle realistische Entwicklungschance der meisten afrikanischen Staaten nicht zu läßt.
Die nunmehr herrschende amerikansiche geschieht natürlich nicht zum Selbstzweck (wenn auch hier und da unter dem Deckmäntelchen der Humanität), sondern unter knallharten geo-politischen Erwägungen, deren Kern Einfluß und Rohstoffe sind.
Es ist m.E. wichtig, daß dies differenziert auf den Punkt gebracht wird und entsprechend kritisiert wird, was Scholl-Latour aufgrund seiner Afrika-Erfahrung (4 Jahrzehnte!) und seiner umfangreichen Vorortstudien sehr beeindruckend gelingt.
Wichtig ist auch, daß Scholl-Latour zumindest einen Eindruck darüber gibt, über welche Vielfältigkeit und Komplexität der afrikanische Kontinent verfügt. Die sonst angelegten Pauschalisierungen der europäischen und nord-amerikanischen Perspektive müssen nach der Lektüre dieses Buches "ad acta" gelegt werden.
"Afrikanische Totenklage" ist eine wichtige Ergänzung zu Scholl-Latour's "Mord am großen Fluß" und ist ein "Muß" für jeden, der sich mit dem afrikanischen Kontinent näher beschäftigen will.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragender Einblick in die aktuelle afrikanische Gegenwart, 12. Dezember 2006
Peter Scholl-Latur versteht es wie kein anderer aktuelle Geschichte darzustellen. Seine jahrzehnte-lange Erfahrung und persönliche Kontakte erlauben es dem Autor Sachverhalte darzustellen, wie es kaum ein anderer vermag. Das Buch schildert eindrucksvoll politische Zusammenhänge die dem Durchschnitts-Europäer in der Regel verborgen bleiben. Die wichtigsten Krisenregionen des Kontinents werden spannend und anschaulich behandelt. Leider ist es nun einmal Realität, das fast jedes afrikanische Land eine Krisenregion ist. Ich habe selbst in Afrika gelebt und eine Reihe afrikanischer Länder bereist und fühle mich durch dieses Buch in meinen eigenen Erfahrungen voll und ganz bestätigt. Peter Scholl-Latur ist meiner Meinung nach der erfahrenste und vorrausschauendste Journalist überhaupt. Dieses Buch ist kostbar denn es gewährt Einblicke die andere Bücher nicht bieten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peter Scholl-Latour ist ein Meister des Urteils und der Vernunft, 3. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Afrikanische Totenklage (Taschenbuch)
Peter Scholl-Latour ist ein Meister des Urteils und der Vernunft, deshalb nehme ich ihm auch einen fünften eingeschobenen Nebensatzt ab - und zwar mit nur leisem Murren; denn seine Kompetenz und sein direktes Vorgehen gegen die Dummheit sind mir immer Labsal für Herz, Seele und Hirn gewesen. Dringende Leseempfehlung.
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Afrikanische Totenklage
Afrikanische Totenklage von Peter Scholl-Latour (Taschenbuch - 1. Mai 2003)
EUR 9,95
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