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176 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissend!
Vorab sei schwachen Gemütern angeraten, dieses Buch nur dann zu lesen, wenn sie der Meinung sind, sie können ertragen was hier, sehr bildlich und plastisch, beschrieben steht.
Wer sich mit dem Thema Kindesmisshandlung auseinander setzt, wird um dieses Buch nur schlecht herum kommen.
Einmal angefangen möchte man es kaum aus der Hand legen.
Hin...
Veröffentlicht am 7. Januar 2004 von P. -Franke

versus
71 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein erschütternder Lebensbericht mit vielen offenen Fragen
Im Mittelpunkt des Buches steht ein Junge, der Beleidigungen,
unglaublichen Schikanen und Quälereien seiner Mutter ausgesetzt ist. Häufig stellte ich mir als Leser die Frage, wie krank eine
Frau sein muss, die ihren eigenen Sohn derart misshandelt und wieviel Überlebenskraft für ein Kind wohl dazugehört, einen solchen Höllentrip...
Veröffentlicht am 1. April 2003 von waju1a


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176 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissend!, 7. Januar 2004
Von 
P. -Franke "PetraF" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Vorab sei schwachen Gemütern angeraten, dieses Buch nur dann zu lesen, wenn sie der Meinung sind, sie können ertragen was hier, sehr bildlich und plastisch, beschrieben steht.
Wer sich mit dem Thema Kindesmisshandlung auseinander setzt, wird um dieses Buch nur schlecht herum kommen.
Einmal angefangen möchte man es kaum aus der Hand legen.
Hin und wieder MUSS man es aus der Hand legen, um sich zu beruhigen.
Es scheint schier unglaublich, zu was Menschen fähig sein können.
Die Geschichte wird vom Opfer selbst erzählt, sehr detailiert und bildlich.
Dass ein Mensch, der sowas erleben musste, überhaupt noch in der Lage sein kann, mit seinem Leben fertig zu werden, beweist eine Stärke, die wohl nicht viele Menschen besitzen.
Erzählt wird von den jahrelangen Misshandlungen, die der Autor als Kind hat ertragen müssen.
Vom heißen Herd bis zu "Sklavenarbeiten", Essensentzug über körperliche und seelische Quälereien, der perversesten Arten.
Dass sich Menschen solche Quälereien überhaupt einfallen lassen können, möchte man kaum glauben.
Aber wie gesagt:
Schwache Gemüter sollten aufpassen!
Man leidet beim Lesen mit!
Wut, Schmerzen, Traurigkeit, die ganze Palette rauf und runter.
Und man bekommt einen Hass, einen Hass auf die Menschen, deren kranken Gehirnen solche Quälereien entsprungen sind.
Hier wäre das Wort Folter fast noch treffender!
Absolut lesenswert!
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55 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mut eines Kindes zu überleben, 16. Mai 2011
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Das Cover mit dem Jungen, der sich an einem Felsen abstützt, erweckt den Anschein, dass der Junge vom diesem Felsen fast überrollt wird und versucht, diesen mit aller Kraft von sich weg zu drücken. Nach Beenden des Buches hat sich dieser Eindruck bei mir noch verstärkt.

Durch diverse Gespräche mit Leuten, die das Buch schon gelesen hatten, bin ich überhaupt erst auf die Autobiographie von Dave Pelzer aufmerksam geworden. Da das Buch schwer verdauliche Kost ist, habe ich es erst einmal auf meine Wunschliste gesetzt und bekam jetzt die Gelegenheit, es mir auszuleihen.

Das Buch umfasst 157 Seiten. Trotz der Tatsache, dass es nur so wenige Seiten sind, habe ich mit einem Tag sehr lange daran gelesen. Das lag daran, dass ich es zwischendurch immer wieder aus der Hand legen musste, weil die Beschreibung der Gewalttaten sehr an die Substanz gehen.

Als Erwachsener findet Dave Pelzer endlich den Mut über das zu schreiben, was leider hinter noch zu vielen verschlossen Türen passiert - ein Thema, was auch in der heutigen Zeit noch zu oft totgeschwiegen wird - Kindesmisshandlung! Er schildert seine Kindheit zwischen dem 4. und dem 12. Lebensjahr aus der Sicht des Kindes, das er damals war.

In den ersten Jahren wächst Dave wie viele andere kleine Kinder in einer glücklichen Familie auf. Eine Mutter, die sich rührend um ihre Kinder kümmert, viel mit ihnen lacht und spielt. Dave selber schreibt dazu: Meine zwei Brüder und ich waren mit perfekten, äußerst liebevollen und fürsorglichen Eltern gesegnet." Daves Vater Stephen Joseph ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann in San Francisco. Für Dave ist er ein Held und er fühlt sich als etwas Besonderes, wenn sein Vater ihn liebevoll Tiger" nennt. Seine Mutter, Catherine Roerva, beschreibt Dave als eine Frau, die viel Liebe ausstrahlt, vor Ideen übersprudelt, ein absoluter Putzteufel ist und mit Vorliebe exotische Mahlzeiten kreiert, um ihren Mann zu überraschen, wenn er von der Arbeit kommt. Eine Erinnerung, die Dave sein ganzes Leben lang bewahrt, ist die Erinnerung an den gemeinsamen Urlaub am Russian River. Er schreibt, dass jeder Tag wie ein Abenteuer war und seine Mutter ihm in dem Jahr das Rückenschwimmen beibrachte. Ich habe mich nie wieder so sicher und so geborgen gefühlt wie in diesem Augenblick am Russian River."

Doch kurz danach verändert sich Daves Mutter. Während ihr Mann auf der Arbeit ist, liegt sie den ganzen Tag im Bademantel auf dem Sofa und sieht fern. Dabei greift sie immer öfter zum Drink. Die Stimme der einst so fürsorglichen Mutter, verwandelt sich in die einer Hexe, die ihre Kinder permanent anschreit. Dave trifft es dabei am Schlimmsten. Die zunächst nur verbal ausgeführten Attacken gehen über in körperliche Gewalt. Sie zwingt ihren Sohn immer wieder mit der Nase an einen Spiegel gedrückt, an der Wand zu stehen, verteilt wahllos Ohrfeigen und lässt Dave nach irgendwelchen Dingen suchen, ohne überhaupt zu sagen, nach was er suchen soll. Die Frage, nach was er suchen soll, stellt er nur einmal, denn sie endet mit einer blutigen Nase.

Die Misshandlungen nehmen mit der Zeit immer mehr zu. Je mehr Catherine trinkt, umso weniger Gefühl bleibt übrig. In der Ehe kriselt es und der Vater ist nicht stark genug, sich für seinen Sohn einzusetzen. Er duldet, dass Dave gedemütigt und geschlagen wird. Mittlerweile wird selbst Daves Name nicht mehr genannt - die Rede ist immer nur von dem Kind und zum Schluss ist Dave nur noch ES. Seine Mutter zwingt ihn, das ganze Haus zu putzen, Salmiakgeist zu schlucken und verbietet ihm das Essen. Selbst als Dave so abgemagert ist, dass er im Müll nach Essensresten sucht und er in der Schule das Pausenbrot der Mitschüler stiehlt, greift niemand ein. Zwei Jahre lang schickt ihn seine Mutter mit den gleichen Klamotten in die Schule. Niemand mag neben ihm sitzen und er wird von allen verspottet.

Daves Vater ist zu schwach, etwas an der Situation zu ändern. Er rettet täglich so viele Menschenleben, aber seinem eigenen Sohn vermag er nicht zu helfen. Seine ganze Schwäche zeigt sich, als er seine Sachen packt und sagt: Ich kann es nicht mehr ertragen. Das Ganze. Deine Mutter, dieses Haus, dich. Ich kann es einfach nicht mehr ertragen. Es tut mir leid." Das einzige, was Dave in dem Moment noch denken kann, ist: Wo ist mein Held hin? Was ist mit ihm geschehen?

Ich habe das Buch immer wieder zur Seite legen müssen und hab mich dann gefragt, warum niemand eher eingegriffen hat. Warum ein Mensch wie Daves Vater so schwach sein kann, zu akzeptieren, was seine Frau diesem Kind antut. Und vor allen Dingen, wie Dave es geschafft hat, noch so liebevoll von der Zeit vor den Misshandlungen zu erzählen. In diesem Buch stehen so viele Dinge, die mein Verstand gar nicht erfassen und begreifen konnte, weil ich mir nur schwer vorstellen kann, wie viel Brutalität und Hass in einer Mutter stecken kann. Ich glaube, ich habe während des Lesens immer nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt.

In diesem Fall ist es schlecht, ein abschließendes Fazit zu geben. Was schreibt man in so einem Fall? Unbedingt lesen? Guter Schreibstil? Spannende Story? Auch eine Empfehlung mag ich nicht aussprechen. Das alles ist in diesem Fall irgendwie unpassend, denn der Inhalt spricht wohl am ehesten für sich. Ich kann nur den Menschen ganz dringend abraten, das Buch zu lesen, die Probleme haben, diese geballte Ladung Gewalt zu verarbeiten. Dieses Buch beschäftigt mich auch lange Zeit nach dem Lesen noch und ich kann nur hoffen, dass ganz viele Misshandlungen ans Tageslicht gebracht werden und jeder Mensch etwas aufmerksamer seinen Mitmenschen gegenüber ist.
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112 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie nannten mich es, 25. August 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Ich hörte von diesem Buch in der Schule. Eine Kollegin hat ein Referat darüber gehalten. Obwohl sie erst einen Teil dieser schrecklichen Geschichte erzählt hat ( ich glaube so leise war es noch nie in der Klasse) ist unsere Lehrerin in Tränen ausgebrochen und hat gebeten sie solle aufhören, denn sie halte das nicht aus. Dann ist sie ohne ein Wort zu sagen aus der Klasse gegangen und kam an diesem Tag auch nicht mehr. Geredet hat sie nie mit uns über diesen Vorfall, aber wenn diese schreckliche Geschichte sogar eine Lehrerin vor einer Klasse 18jähriger zum Weinen bringt, dann kann sich jeder vorstellen, wie sehr dieses Schicksal jemanden mitnimmt, der das ganze Buch liest. Ich kann es nur jedem empfehlen, da diese wahre Geschichte zeigt, zuwas Menschen eigentich fähig sein können. Keiner soll die Augen vor der Realität schließen und denken, nein, so etwas grauenhaftes kann kein Mensch einem Kind antun. Dave hatte Glück, dass er das ganze überstanden hat, aber wer weiß wie vielen Kindern es ähnlich geht und keiner will es sehen!!!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn die Qual vom Buch zu spüren ist, 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Sie nannte mich Es ' David Pelzer

Klappentext:
'Du hast mein Leben zur Hölle gemacht. Jetzt ist es an der Zeit, daß ich d i r zweige, wie die Hölle ist!'
Mit diesen Worten zerrt die Mutter ihren fünfjährigen Sohn wie von einem teuflischen Plan besessen zum Herd und hält seinen Arm an die orange-blaue Gasflamme, bis ihnen der Geruch von versengter Haut in die Nase steigt.
Die schier unglaubliche Geschichte einer Kindesmißhandlung: Jahrelang war Dave von der eigenen Mutter brutal geschlagen und in grausamen 'Spielchen' beinahe umgebracht. Immer wieder wird er Zielscheibe ihrer ungezügelten Aggression - physische und psychchische Folter von beinahe unvorstellbarer Grausamkeit. Einzugreifen und der rohen Gewalt ein Ende zu bereiten wagt in der Familie niemand. Erst als seine Lehrer sich einmischen, kommt für den bereits halb verhungerten Jungen die Rettung.
Ein aufrüttelnder Schicksalsbericht, der uns alle mit er Frage konfrontiert, wie lange man die Augen vor elterlicher Gewalt verschließen darf.'

Es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber noch jetzt, wenn ich an die Geschichte denke, kriege ich eine Gänsehaut.

Es geht um Dave und seine Mutter, die ihren Sohn einfach nicht lieben kann. Sie gibt ihm die Schuld an ihrem verkorksten Leben und an allem was schief läuft. Und was macht der Junge? Er liebt sie bedingungslos und hofft immer, dass seine Mutter erkennt, dass sie etwas falsch macht. Er sagt nichts, er wehrt sich nicht, er lässt alles, was sie sich einfallen lässt, über sich ergehen. Wie groß die Demütigung auch sein mag, er wehrt sich nicht. Hunger, Schmerz und Leid bestimmen die Geschichte des kleinen Dave.

Das Buch wurde mit von einer Freundin empfohlen, die mir von der schrecklichen Geschichte erzählt hat. Ich habe mir das Buch eine Weile danach gekauft und angefangen zu lesen. Von Anfang bis Ende ist das Buch einfach unglaublich. Unglaublich schrecklich, unglaublich unfassbar, unglaublich traurig. Man weiß gar nicht, ob man weiter lesen soll, weil das Buch alles zu beinhalten scheint, was man sonst nur aus schlechten Filmen kennte. Jede Demütigung, jede Qual und jede Folter, die man sich nur Ausdenken kann, kommen in diesem Buch zusammen und bündeln sich am Ende bei Dave, der seiner Mutter hilflos ausgeliefert ist.
Seine Geschwister helfen nicht, schauen weg. Sie sind froh, dass die Mutter ihnen nichts tut. Die Tatsache, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht dramatisiert eigentlich die Lesesituation, denn man muss sich bewusst werden, das ist nicht ausgedacht, sondern das ist Wirklichkeit! Die Geschichte hat sich wirklich so zugetragen und ist 'nur' nacherzählt. Nichts dazu erfunden, und auch nichts ausgelassen.
Schlimm ist, wie lange niemand etwas tut und alle einfach wegschauen. Erst der Mut einer Lehrerin rettet den Jungen aus seiner hilflosen Situation. Sie schafft es ihn aus seiner Familie herauszuholen und in einem Heim unterzubringen. Dort erfährt er zwar keine Liebe, aber er ist der Folter nicht mehr ausgesetzt. Später kommt er dann in eine Pflegefamilie.
Man stellt sich die ganze Zeit die Frage: Wieso fällt das niemandem auf? Wieso bemerkt keiner was? Der Junge muss doch Verhaltens auffällig gewesen sein! Extrovertiert oder besonders introvertiert. Er kann kein normaler Junge gewesen sein. Aber, die Leute schauen einfach viel zu lange weg, weil es auch immer ein schmaler Grad ist zwischen einer Vermutung und der Wahrheit. Was ist,wenn die Anschuldigungen falsch sind, und die Eltern nichts getan haben? Wie ich stehe ich da, was habe ich den Eltern angetan? Aber was ist, wenn sie etwas getan haben, und man nichts tut?
Allein der Titel 'Sie nannten mich 'ES'' ist eigentlich schon erschreckend und fasst ziemlich gut zusammen, als was die Mutter ihren Sohn gesehen hat. Als einen Gegenstand und nicht als ein Lebewesen. Aus unterschiedlichen Gründen konnte sie ihn einfach nicht lieben.

Ein sehr ergreifendes Buch, das mich unglaublich bewegt und öfters zu Tränen gerührt hat.
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43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierend, weltfremd, unvorstellbar, 3. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Das sind die ersten Worte, die mir zu diesem Buch einfallen. Über dieses geschriebene Machwerk kann und will man nicht allzu viele Worte verlieren. Ich habe zum ersten Mal ein Buch über diese Thematik gelesen, da mich meine Freundin darauf brachte. Ich dachte immer, dass man einige Horrorromane an Brutatlität gar nicht mehr übertreffen könne, doch diese Geschichte, die übrigens aus dem wahren Leben gegriffen ist, schockierte mich über alle Maßen hinaus. Der Autor beschreibt seine eigene furchtbare Kindheit, in der er von seiner Mutter gequält, geschlagen, gefoltert wurde.

Trotzdem gab er nie auf. Er lernte ohne regelmäßiges Essen zu leben. Er brachte sich bei selbständig zu überleben. Bevor ich dieses Buch las, konnte ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, dass es einen solchen Grad an Brutalität, Hass und Gewalt innerhalb real existierenden Familien überhaupt gibt. Zu welchen Gräueltaten eine total gestörte und geisteskranke "Mutter" ihr Kind zwang, wird in diesem Buch allzu genau beschrieben und ist nicht gerade für zartbesaitete Gemüter geeignet.

Wer sich aber für diese Thematik interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn so wie Dave Pelzer seine eigenen Erfahrungen schildert, wird man sie von einem Opfer wirklich nur selten zu hören bekommen. Trotzdem muss man davor warnen, dass einige Kapitel dieses leider etwas kurzen Buches von allerhöchster Perversität gezeichnet sind und das Leben eines Kindes darstellen, das sich wünschte, niemals geboren worden zu sein!

Ich glaube, dass dieses Buch einigen aus der Seele sprechen wird und einige andere ihre Weltanschauung in Bezug auf ein scheinbar perfektes Familienleben ein wenig ändern werden! Ein großes Dankeschön an Dave Pelzer!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschütternd, aber zu empfehlen, 12. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Ich möchte dieses Buch empfehlen. Aber unbedingt im Zusammenhang mit dem dritten Teil der "Autobiografie" von David Pelzer.
Ich war wie viele Leser sehr erschüttert, traurig, wütend. D. Pelzer hat eine unglaublich grausame Kindheit überlebt.
Ich bin sehr froh den dritten Teil " "Ein Mann namens Dave" gelesen zu haben, dadurch ist es für mich nur aushaltbar, den ersten Teil zu lesen. Ich bin froh gelesen zu haben, das dieser arme Junge doch noch glückliche Momente und Frieden in seinem Leben erfahren hat. Ich verstehe dank diesem Teil, wieso das so passieren konnte, was passiert ist, die Mechanismen in der Gesellschaft die zulassen, das so lange weggeschaut wurde. Nur dadurch weiß man, wie richtig zu handeln ist. Es reicht nicht, nur richtig hinzuschauen... ! Es ist so wichtig, Kindern und Jugendlichen zuzuhören, sie über ihre Rechte aufzuklären.
Ich habe große Achtung vor dem Menschen David Pelzer, nicht weil er so schreckliches durchmachen mußte, sondern weil er TROTZDEM so ein großartiger Mensch (durch seine harte Arbeit an sich selbst) geworden ist.
Ich bin beeindruckt von seiner Willenskraft und seinem aufrechten, ehrlichem Lebensstil und seiner Hingabe für die selbstgestellte Aufgabe anderen zu helfen.
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71 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein erschütternder Lebensbericht mit vielen offenen Fragen, 1. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Im Mittelpunkt des Buches steht ein Junge, der Beleidigungen,
unglaublichen Schikanen und Quälereien seiner Mutter ausgesetzt ist. Häufig stellte ich mir als Leser die Frage, wie krank eine
Frau sein muss, die ihren eigenen Sohn derart misshandelt und wieviel Überlebenskraft für ein Kind wohl dazugehört, einen solchen Höllentrip über Jahre hinweg zu überstehen.
Dennoch bleibt für den Leser, trotz aller Betroffenheit, vieles im Dunkeln. So lässt sich aus dem Textzusammenhang nicht entnehmen,warum aus einer treusorgenden, fantasiereichen und aufmerksamen Mutter plötzlich, ohne erkennbaren Grund, ein grausamer Tyrann wird, der aus einer Vielzahl von Söhnen gerade diesen für seine extremen "Spielchen" auswählt. Größtenteils besteht das Buch aus einer Aneinanderreihung von grausamen Quälereien, wobei das Umfeld des Kindes kaum beleuchtet wird. Reaktionen anderer Menschen, die mit Dave, der Hauptperson, häufiger zu tun haben, erscheinen unverständlich oder spielen eine untergeordnete Rolle (z.B. Lehrer!). Auch wenn ich dieses Buch als absolut wichtig erachte, um auf die Problematik Kindesmisshandlung aufmerksam zu machen, so bleibt doch letztendlich die Enttäuschung darüber, dass vieles nur angerissen wurde.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Pervers, 26. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich tue mich etwas schwer, "Sie nannten mich es" zu bewerten.
Im Prinzip ist das Buch eine Aneinanderreihung an Perversionen, die eine psychisch kranke Mutter ihrem Sohn antut. Die erste Frage die sich mir stellte, war die nach dem Wahrheitsgehalt. Ist all das so passiert, mein Mitgefühl und meinen Respekt an den Protagonisten. Falls die Schilderungen überzogen und teils erfunden sein sollten (und dieser Verdacht ist nicht unberechtigt was meine Recherchen ergeben haben), frage ich mich, mit welchem Ziel der Autor den Roman veröffentlicht hat.
An wen richtet sich das Buch? Wer hat Freude daran, sich ausschließlich (!) durch hunderte Seiten Demütigungen und körperliche, wie auch seelische Misshandlungen zu kämpfen und womit verdient das Buch im Entferntesten 5 Sterne? Es gibt so gut wie keine Rahmenhandlung, sprachlich und stilistisch liegt das Buch im unteren Mittelfeld.
Sadismus oder das bedingungslose Hinnehmen der Erzählungen als Fakten - anders kann ich mir die Top-Bewertungen nicht erklären.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin sprachlos ..., 12. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Derzeit lese ich viele Bücher aus dem Horrorgenre und erfreue mich an jedem neuen Buch, dass ich verschlingen kann und mich gruseln lässt. Bei meinen Erkundungstouren nach neuen Büchern bei amazon, stieß ich auf dieses Buch. Ich kaufte es mir, da ich aus bekanntenkreisen schon etwas darüber gehört habe.

Einige die hier ihre Rezensionen abgegeben haben und meinen sie hätten das Buch in zwei Stunden gelesen. Ich glaube ihnen nicht; entweder sie haben es überflogen und den Inhalt des Buchen, oder das Thema Kindesmisshandlung nicht verstanden, oder es war schlichtweg an ihnen vorbeigegangen, wie die Handlung in einem fiktiven, zu tiefst unrealistischem Horrorbuch.

Mir fehlen nicht nur in dieserlei Hinsicht die Worte, sondern auch wenn ich an den Inhalt, die Leiden des Jungen und die perversen Spielchen der Mutter denken muss.

Mir fällen dazu recht viele Beispiele ein, die der Autor in diesem Buch darlegt: "Die Gaskammer", "Essen des eigenen Erbrochenem" und so weiter.

Der Autor hat das Buch geschrieben, als würde man mit ihm an einem Tisch sitzen. Eine solche geballte Übertragung von Emotionen: Leiden, Glücklichkeit und Hoffnungslosigkeit hat mich selten bei einem Buch gefasst.
Daher musste ich das Buch öfter mal zur Seite legen und mir eine andere Beschäftigung suchen, da es schier unglaublich ist.
Wobei ich hier bei einer Frage bin, die mich die Ganze Zeit beschäftigt.
Viele, die dieses Buch negativ bewertet haben, sind der Meinung, dass soetwas nicht passiert und das es niemanden gibt, der solange zugesehen hat.

Ich glaube, es sind genau diese Menschen, die die Augen vor dieser Wahrheit verschließen und kein Wort sagen, selbst wenn sie es wüssten. Schließlich hat jeder Mensch eine Leiche in seinem eigenen Keller, also warum sich woanders einmischen? Klar gehe ich davon auch aus, dass es unglaubwürdig ist, dass über die ganzen Jahre niemand etwas gemacht hat.
Ich muss jedoch mir selbst widersprechen und sagen: DOCH!! Man konnte es im Buch lesen. Anrufe bei der Mutter, Gepspräche mit einer Vertreterin des Jugendamtes ... .
Wie oft verschließt man denn die Augen, wenn es um Tabuthemen geht? Viel zu oft.

Und das ist es, was dieses Buch als oberste Frage aufwirft.Wann sollte man eingreifen, wann sollte man die Augen nicht mehr vor der Wahrheit verschließen?

Was ich allerdings Schade finde ist, dass man nicht erfährt und es auch sicherlich nie erfahren wird, warum die Mutter nur ihn so behandelt (misshandelt, gequält und gefoltert hat).

Bitte nur lesen, wenn man in der Lage ist, die Wahrheit des Lebens zu verkraften.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwiegespalten, 4. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben (Taschenbuch)
Das Buch ist nicht umfangreich, daher konnte ich es rasch fertig lesen. Meine Gefühle dazu sind sehr ambivalent. Dass die Familie zuerst "perfekt" war, glaube ich nie und nimmer. Niemand wird quasi über Nacht vom Heiligen zum Monster. Ich frage mich, was schon von Anfang an so völlig schief gelaufen ist, dass letztendlich so etwas Schreckliches heraus kommen konnte. Die "Perfektion" der Familie, die beschrieben wird, hört sich doch sehr nach Idealisierung an. Alles war toll, das am schönsten geschmückte Haus in der Nachbarschaft jedes Jahr zur Weihnachtszeit, die tollsten Ausflüge, die liebevollste Behandlung, ein Überhäufen mit Geschenken. Und auf einmal - ohne längeren Übergang - wird die Mutter zum Monster und der Vater zu einer so blassen Figur, dass man sich fragt, wohin seine Persönlichkeit verschwunden ist.

Menschen, die so extrem gestört sind, sind es nicht plötzlich, sondern schon immer. Nur können sie das vielleicht eine Zeitlang kompensieren. Eben durch extreme Angepasstheit an die umgebende Gesellschaft. Was sie dann halt nicht auf Dauer durchhalten können. Aber ehrlich und aufrichtig bzw. echt liebevoll können diese Eltern niemals gewesen sein. Sie haben höchstens ein Bild aufrecht erhalten, das sie als Ideal gesehen haben, das aber niemals authentisch war. Sie haben eine Rolle gespielt, die sie auf Dauer nicht aufrecht erhalten konnten, weil es eben nur eine Rolle war. Der Hass und die Aggressionen, die dann aufgrund dieser jahrelangen falschen Identität, der sie sich verpflichtet fühlten, zutage getreten sind, waren nur die Folge davon, dass das durchgebrochen ist, was eigentlich in ihnen war. Also eine sehr kranke Seele, die auch bei ihnen irgendwann krank gemacht wurde.

Das kommt in dem Buch aber gar nicht durch. David Pelzer hinterfragt viel zu wenig die ideale Situation und damit verkennt er die Unechtheit dieser. Natürlich kann man das als Kind nicht sehen, aber als Erwachsener muss man sich diese Fragen stellen.

Niemand wird von heute auf morgen ohne jeglichen Anlass zum Alkoholiker und zur gefühlstoten Bestie. Leider eine sehr oberflächliche Rückblende auf das Leben eines Kindes mit schwerst neurotischen/psychopathischen Eltern.

Selbstverständlich ist es gut, wenn dieser Mann später zum Anwalt anderer misshandelter Kinder wird. Doch glaube ich einfach, dass es sehr wichtig ist, die Mechanismen und Ursprünge aufzudecken, um überhaupt nachhaltig etwas daran ändern zu können.
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Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben
Sie nannten mich "Es": Der Mut eines Kindes zu überleben von Dave J. Pelzer (Taschenbuch - 1. Mai 2000)
EUR 7,00
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